Trump kämpft an (zu) vielen Fronten – auch beim G 20 Gipfel in Japan!

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Dienstag, 25. Juni 2019 21:21:00

Die Vorbereitungen auf den nächsten G20 Gipfel m 28./29. Juni in Osaka (Japan) laufen auf Hochtouren. Der US-Präsident Donald Trump kämpft im Moment an vielen Fronten. Die wichtigsten Gesprächspartner für Trump sind der chinesische Staatspräsident Xi Jinping zur Lösung des Handelskonflikt und mit dem russischen Präsidenten Putin zur Besprechung vieler brisanter geopolitischer Themen wie der Konflikt mit dem Iran, Venezuela, Nord-Korea und Syrien. Wichtig wird aber auch das Gespräch mit dem türkischen Präsidenten Erdogan.

Immerhin konnte Trump einen vom Militär bereits vorbereiteten Militärschlag nach dem Abschuss einer amerikanischen im Finanzsektor deutlich erhöht. Neuer britischer Primier wird wahrscheinlich der ehemalige britische Außenminister Johnson, der einen harten Brexit ohne Deal mit der EU bis 31. Oktober.

Die Weltbörsen nehmen diese brisanten Themen bisher noch sehr gelassen hin. Die Wall Street ist schon fast wieder auf Allzeit-Hoch. Die Anleger setzen hier auf eine Zinssenkung der amerikanischen Notenbank FED im Juli. Auch die EZB will die Zinsen senken. Die Notenbanken kämpfen damit gegen eine mögliche Rezession. Stark gestiegen sind aber in den letzten Wochen neben den Weltbörsen auch Kryptowährungen wie Bitcoins, aber auch erstmals seit langen Gold mit einem neuen 5 Jahres-Hoch. Die Moskauer Börse bleibt Outperformer an den internationalen Aktienmärkten mit einem Kursanstieg von 30 Prozent seit Jahresbeginn.

Kommen beim G 20-Gipel in Japan neue Signale und Weichenstellungen?

Die Vorbereitungen für den G20-Gipfel in Japan laufen auf Hochtouren. Noch ist immer nicht ganz klar, mit wem der US-Präsident Trump dann wie lange sprechen wird. Gesprächsstoff gibt es genug, denn es gibt eine Reihe von brisanten und bedrohlichen Themen, die auch für die Weltwirtschaft und Weltbörsen von Bedeutung sind, denn Trump kämpft im Moment an viele Fronten und nicht wenige meinen an zu vielen Fronten. Es ist kaum zu erwarten, dass schon beim G 20-Gipfel in Japan viele bedeustame Konflikte behoben werden können, aber möglicherweise kommen einige ermutigende neue Signale und Weichenstellungen.

Verschärfte US-Sanktionen gegen den Iran

So hat Trump gegen den Iran die Sanktionen im Finanzsektor nochmals deutlich erhöht. Immerhin konnte er einen von dem amerikanischen Militär bereits vorbereitten Militärschlag gegen den Iran in letzter Minute wieder zurückpfeifen. Geplant war der Militärschlag wegen des Abschusses einer US-Drohne, wobei die USA davon ausgehen, dass der Abschuss auf internationalen Gewässern war und der Iran davon überzeugt ist, dass dies bei einer Grenzüberschreitung geschah. In der Abwägung von möglichen 150 Toten entschied sich Trump zunächst dafür, keinen Militärangriff gegen den Iran zu befehlen, weil dies im Vergleich zu einer Drohne unverhältnismäßig sei. Dennoch hat er die Sanktionen gegen den Iran im Finanzsektor erhöht, was angeblich aber nicht im Zusammenhang mit dem Drohnenabschuss war. Der Brentölpreis stabilisierte sich bei 64 USD/Barrel.

Kommt dich noch ein Iran-Krieg?

Schon zuvor wurde der Iran verdächtigt, 2 Tanker in der Meerenge von Hormus beschossen zu haben. Der Iran wiederum dementiert die Vorwürfe. Wenn es zu einem Militärschlag gegen den Iran oder gar einem Iran-Krieg kommen sollte, brennt der ganze Nahen Osten. Israel und Saudi-Arabien würden einen Militärschlag gegen den Iran sicherlich begrüßen, wenn nicht, sogar initiieren. Auch

Iran lehnt nun Gespräche mit Trump ab und setzt auf einen gefährlichen Konfrontationskurs. Bei einem neuen Vorfall kann es sehr schnell zu einem Krieg kommen, der von keinem gewonnen werden kann. Möglicherweise gerät dann aber auch wieder die Straße von Hormus unter Beschuss oder wird gar geschlossen. Dann würden die Ölpreise wieder explodieren.

Erdogans erste große Wahlschlappe in Istanbul

Diese brisanten Themen wird Trump sicherlich auch mit Putin am 28./29. Juni in Osaka besprechen. Trump wird möglicherweise in Osaka auch den türkischen Präsidenten Erdogan treffen, der am Sonntag mittelbar eine herbe Wahlniederlage bei der Bürgermeisterwahl in Istanbul hinnehmen musste, da sein Verteuer Binali Yildirim von der AKP klar gegen den oppositionelle Ekem Imamogul von der Republikanischen Volkspartei verloren hatte. Dies wird zwar als Sieg der Demokratie gewertet, aber dennoch ist die Türkei noch weit davon entfernt, sich zu einem Rechtstaat mit europäischen Standards zu entwickeln. Die Wirtschaft entwickelt sich weiterhin sehr schlecht in der Türkei, was nun auch die Bevölkerung zu spüren bekommt mit einer sehr hohen Inflationsrate und Abwertung der türkischen Lira.

Viel Zündstoff beim geplanten Gespräch zwischen Trump und Putin

Trump ist in Konflikt mit Erdogan, weil dieser von Russland ein Raketenabwehrsystem bestellt hat. Dagegen rücken Erdogan und Putin nun enger zusammen. Mit Putin wird Trump auch sprechen, wobei es viele brisante Gesprächsthemen gibt wie über Syrien, Iran, Ukraine, aber auch Nord-Korea und Venezuela, wo Russland überall auch ein Wort mitreden will. Aber auch über einen neuen Atomabrüstungsvertrag möglicherweise in Kombination mit China wieder wohl diskutiert werden, nachdem der alte aufgekündigt wurde.

Kann Trump in Japan den US-Handelskonflikt mit China lösen?

Das wichtigste Gespräch wird Trump aber mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping haben, denn da geht es um die Lösung des Handelskonflikts zwischen den USA und China geht. Das Wachstum der beiden größten Volkswirtschaften der Welt kühlte zuletzt ein wenig ab. Dies veranlasste die amerikanische Notenbank bereits, nun über eine Zinnsenkung im Juli nachzudenken, was wiederum eine Stütze für die Aktienmärkte ist.

Auch die europäische Zentralbank EZB denkt über eine Zinssenkung nach, wobei hier nicht viel Spielraum mehr ist. Die Notenbanken wollen mit allen Mitteln eine globale Rezession verhindern, denn dann wäre die Gefahr sehr groß, dass es zu Staatsbankrotten und großen Unternehmensinsolvenzen aufgrund der in den letzten Jahren stark angestiegen Unternehmens- und Staatsverschuldung kommt.

EU vor Spaltung und großen Herausforderungen

Bisher sehen die Anleger an den Weltbörsen das alles noch sehr gelassen mit den möglichen Rezessionsgefahren. Noch kaum zur Kenntnis genommen haben die Börsen, dass der neue britische Primier wahrscheinlich der ehemalige Außenminister Johnson sein wird, der auch einen harten Brexit bis zum 31. Oktober befürworten würde. Noch ungeklärt ist, wer der Nachfolger von dem EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Junker und der neue EZB-Chef sein wird. Es gab hier noch keine Einigung zischen Merkel und Macron, die unterschiedliche Auffassungen haben, was „gut“ und notwendig für Europa ist. Auch die EU könnte in eine Rezession schlittern, falls sich die Handelskonflikte mit den USA noch einmal zuspitzen sollten. Die größten Gefahren in Europa gehen weiterhin von Italien aus, die möglicherweise ein Strafverfahren wegen zu großer Verschuldung und nachlassender Haushaltsdisziplin über sich ergehen lassen müssen.

Wall Street setzt auf Zinssenkungen der FED

Der DAX stieg seit Jahresbeginn immerhin noch über 15 Prozent bei einem Indexstand von über 12.200 Indexpunkten und der Dow Jones Industrial Index über 13 Prozent bei einem Indexstand von über 26.500Iindexpunkten, was nun auch nicht mehr weit vom Allzeit-Hoch entfernt ist. Noch besser schnitt wiederum der NASDAQ-Index, also FANG & Co, ab.

Gold auf neuem 5-Jahres-Hoch

Aufgrund der zunehmenden Unsicherheiten und möglichen Zinssenkungen stieg der Goldpreis in US-Dollar auf ein neues 5-Jahres-Hoch von 1420 USD/Unze bzw. in Euro sogar auf das 6-Jahres-Hoch von 1260 €/Unze. Damit überwand Gold seit Jahren auch erstmals wieder die charttechnisch bedeustame 1400 USD-Marke. Silber stieg zwar auch auf über 15 USD/Unze, ist damit im Vergleich zu Gold so preiswert wie zuletzt vor 27 Jahren. Gold dümpelte über 5 Jahre lang nur seitwärts und konnte nun endlich die 1400 USD-Marke knapp überwinden. Im Fahrtwind des Goldpreises stiegen auch viele Goldaktien stark an.

Neuer Boom bei Kryptowährungen – Bitcoin schon wieder mehr als verdreifacht!

Am meisten stieg aber seit Jahresbeginn der Wert von Kryptowährungen. So konnte der Bitcoin erstmals in diesem Jahr wieder die "magische" 10.000 USD-Marke überwinden und stieg nun sogar auf das neue Jahres-Hoch von 11.400 USD. Im Tief war der Bitcoin bei etwa 3500 USD, so dass er sich schon in diesem Jahr mehr als verdreifachte. Facebook will im nächsten Jahr auch eine eigene Kryptowährung namens Lipra herausbringen, über den Zahlungen jeglicher Art möglich sein sollen. Auch diese Nachricht beförderte den neuen Boom beim Kryptowährungen.

Moskauer Börse bleibt ein Outperformer

Unter den großen Aktienbörsen der Welt bleibt die Moskauer Börse der Top-Performer mit einem Plus von 31,48 Prozent beim RTX-Index, ein Kunst-Produkt der Wiener Börse für russische Aktien, der auf das Jahres-Hoch von über 2600 Indexpunkten anstieg. Stark zulegen konnte neben Gazprom dabei auch russischen Goldaktien wie Polyus Gold. Da der Brentölpreis zuletzt auch wegen der Unsicherheiten im Iran auf über 64 USD/Barrel wieder etwas anstieg, konnte auch der Rubel wieder etwas zulegen auf 71,3 EUR/RUB. Der Rubel bleibt damit in diesem Jahr einer der stärksten Währungen der Welt. Der Euro war zum US-Dollar zuletzt recht stabil bei 1,13 EUR/USD. Insgesamt schwächte sich der US-Dollar zuletzt etwa ab, was auch positiv für den Goldpreis war.

Auch Bukarester Börse top

Sehr gut abgeschnitten hat in diesem Jahr aber auch die Bukarester Börse trotz vieler Korruptionsvorfälle und politischer Spannungen in Rumänien. Der ROTX-Index, ebenfalls ein Kunstprodukt der Wiener Börse für rumänische Aktien, stieg in € um 15,52 Prozent auf 10.765 Indexpunkte. Die beiden Muster-Depots des Börsenbrief EAST STOCK TRENDS erreichten neue Jahres-Höchststände. Es lohnte sich also auch in diesem Jahr, selektiv in Osteuropa sein Geld anzulegen.

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In 2018 zählten aber schon wieder 10 Aktienmärkte aus Osteuropa zu den besten am performenden Aktienmärkten der Welt, die alle den DAX und auch den US-Aktienmarkt klar outperformen konnten. Nun ist die Moskauer Börse schon wieder der klare Outperformer unter allen Weltbörsen.

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