Notenbanken kämpfen gegen Rezession, Deflation und dem drohenden Finanzkollaps

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Montag, 29. Juli 2019 17:23:00

Alle Anleger warten gespannt auf die nächste Sitzung der amerikanischen Notenbank FED am 31. Juli, wo eine Zinssenkung von 0,25 Basispunkten, wenn nicht sogar 0,5 Basispunkten erwartet wird. Die meisten Anleger vergessen aber dabei, dass die letzte große Zinssenkung der FED um 0,5 Basispunkte in 2008 war und es einen globalen Finanz-Crash gab. Wenn die Notenbank den Zins senkt, tut sie das auch, um eine Rezession oder gar Deflation zu verhindern. Die EZB-Chef-Draghi könnte am 12. September sogar den Zinssatz um 0,2 Basispunkte auf -0,6 Prozent senken als letzten Rettungsanker.

Es ist aber nicht davon auszugehen, dass dadurch ein großer Konjunkturaufschwung imitiert wird. Die Wall Street stieg schon vor der FED-Zinsentscheidung auf neue Allzeit-Hochs. Die Anleger „wetten“ daher im Moment falsch. Das erste Alarmzeichen ist, dass Gold steigt. Aber auch die Moskauer Börse erweist sich als sehr robust. Der Rubel ist in diesem Jahr einer der stärksten Währungen der Welt, obwohl der Rubel nicht sonderlich rollt.

Neue Allzeit-Hochs an der Wall Street

Die Wall Street erreichte in den letzten Tagen in der Hoffnung auf eine Zinssenkung der FED ein neues Allzeit-Hoch. Der S&P Index stieg am 26. Juli erstmals auf 3022 Indexpunkte das intraday aber auch schon am 15. Juli erreicht wurde. Seit dem 15. Juli tendiert der S&P-Index nahe dem neuem Allzeit-Hoch stabil seitwärts in der Nähe von 3020 Indexpunkten, so auch in den letzten Tagen zwischen 2960 und 3025 Indexpunkten. Damit stieg der S&P-Index bereits um 20 Prozent in diesem Jahr.

Noch besser schnitt wieder einmal der NASDAQ Composite Index mit einem Plus von 25 Prozent seit Jahresbeginn. Das NASDAQ Comp. Index stieg am Freitag sogar auf ein neues Allzeit-Hoch von 8330 Indexpunkten, korrigierte aber leicht am Montag. FANG & Co waren also wieder gefragt trotz des ungelösten US-Handelskonflikts mit China. Dabei wird von den meisten Anlegern eine Zinssenkung um 0,25 Basispunkte erwartet. Kommt sie nicht, dürfte der Aktienmarkt enttäuscht den Rückwärtsgang einlegen.

Drohen jetzt „japansicher Verhältnisse“?

Noch ist aber der Aufwärtstrend in den USA voll intakt, was erstaunt, da er schon 10 Jahre alt ist und die schwachen Konjunkturdaten und Gewinnentwicklungen eher zur Vorsicht mahnen. Bisher haben es die Notenbanken geschafft, eine große Konjunktur- und Finanzkrise seit 10 Jahren zu vermeiden. Dabei ist aber die Unternehmensverschuldung in den USA enorm gestiegen. Drohen jetzt etwa „japanische Verhältnisse“, also eine Dauer-Stagnation mit dauerhaft Null-Prozent-Zinsen?

DAX robust, aber noch nicht auf neuen Jahres-Hoch

Der DAX konnte zwar auch im Freitag um 0,47 Prozent leicht auf 12.417 Indexpunkte zulegen, was ein Plus von fast 18 Prozent seit Jahresbeginn bedeutet; er erreichte damit aber noch kein neues Jahres-Hoch. Der IFO-Geschäftslima-Index fiel jetzt schon viermal in Folge. Der EZB-Chef Mario Draghi kündigte weitere geldpolitische Maßnahmen an, weil er erkennt, dass die Konjunktur in Europa nicht in Schwung kommen will und die Inflation zu gering bleibt. Zudem lauern neue Gefahren im Fall eines harten Brexit unter den dem neuen Primier Johnson.

Die Negativzinsen der EZB werden zum Ertragsproblem für die Geschäftsbanken

Durch die Null-. und Negativ-Zinspolitik drohen allen europäischen Banken, auch den deutschen Sparkassen und Genossenschaftsbanken, dass das Geschäftsmodell entzogen wird. Die ab Dezember 2019 neue EZB-Chefin Christine Lagarde, noch amtierende IWF-Chefin, wird den Kurs von Draghi notgedrungen wohl fortsetzen müssen, um einen globalen Finanzkollaps zu vermeiden. Wenn Italien aus dem Euro herausgehen sollte, ist der Euro tot. Dann muss wohl der deutsche Sparer für die vielen Bankpleiten später einmal aufkommen, was ihm aber auch schwer fallen wird. Das Konzept des Bail-In, also dass die Aktienbesitzer und Gläubiger für die Verbindlichkeiten aufkommen sollen und nicht der Staat, ist bei Großbanken wegen der Gefahr eines Bankenruns jedenfalls eine Illusion. Am sprichwörtlich „seidenen Faden“ hängen nicht nur einige italienische Großbanken, sondern auch die Deutsche Bank AG als systemrelevante Bank. Daher jetzt auch die angekündigte Radikalkur vor allem im Bereich Investmentbanking..

Gold erholt, aber noch ein Underperformer

Zudem wird der Sparer faktisch schleichend enteignet und eine Altersvorsorge über normales Sparen ist nicht möglich. Positiv ist diese Entwicklung aber für den Goldpreis, der negative Realzinsen braucht, um anzusteigen, was er zuletzt auch tat mit einem Goldpreis von über 1420 USD/Unze. Der Goldpreis stieg damit in USD um 10 Prozent, in Euro aber um 14 Prozent, da der Euro im Tief auf 1,11 EUR/USD fiel. Damit schnitt Gold immer noch schlechter in der Performance ab als der DAX geschweige denn als der S&P-Index oder NASDAQ-Index. .

Silber auch erholt, aber ein Underperformer – insbesondere zu Kryptowährungen

Dafür machte Silber zuletzt endlich nach über 7-jähriger Dauer-Flaute eine erfreuliche Rally bis auf das neue Jahres-Hoch von 16,4 USD/Unze (im Hoch 16,65 USD/Unze). Damit stieg der Silberpreis zwar um 7,2 Prozent in 1 Monat, aber „nur“ um 6 Prozent seit Jahresbeginn. Auch Silber bleibt damit ein relativer Underperformer.

Die Kryptowährung Bitcoin fiel hingegen im Wert von 12.000 auf unter 10.000 USD, weil Trump sich per Twitter gegen den Bitcoin ausgesprochen hat und auch den Libra von Facebook nicht begrüßt. Seit Jahresbeginn bleibt aber der Bitcoin die beste Geldanlage der Welt und die stärkste Währung der Welt mit einer Kursverdoppelung, falls man den Bitcoin überhaupt als eine Geldanlage bzw Währung bezeichnen darf, was umstritten ist. Zum Jahresbeginn war der Bitcoin noch bei 4000 BTC/USD. Er hatte sich im Hoch im Wert als schon verdreifacht und daher sein Comeback eindrucksvoll bewiesen. Im Börsenbrief EAST STOCK TRENDS wurden bereits verschiedene Finanzprodukte auf Kryptowährungen erwähnt, die sich schon sehr gut entwickelt haben. Ein „Investment“ in Kryptowährungen bleibt aber sehr spekulativ und wenig kalkulierbar.

Hohes Volumen an Anleihen mit einem Negativzins

Das Volumen von Anleihen im negativen Bereich hat mit 13 Billionen € (!) einen neuen historischen Rekordwert erreicht. Die Geschäftsbanken müssen nun die Gebühren in anderen Bereichen enorm erhöhen, um überhaupt ertragreich zu werden. Ob der Kahlschlag bei der Deutschen Bank AG mit der Radikalkur im Investmentbereich gelingt ist fraglich, denn der Wettbewerb im normalen Kreditgeschäft wird immer größer und risikoreicher. 3 Mrd. € Buchverlust und ein Kurs von nur noch 7 € sprechen jedoch eine deutliche Sprache.

Viele Gewinnwarnungen bei deutschen DAX-Unternehmen

In Deutschland gab es schon eine Reihe von Gewinnwarnungen wie bei BAYER, BASF, Lufthansa, ThyssenKrupp und Continental mit erheblichen Kurseinbußen. Dies könnte demnächst aber auch in den USA der Fall sein. Durch die niedrigen Zinsen entstehen „Zombi-Unternehmen“ mit einer viel zu hohen Verschuldung, was sich bei steigenden Zinsen, aber auch bei einer Rezession, rächen könnte.

Griechische und italienische Anleihen und Aktien als Outperformer

Den größten Zinsrückgang in den 6 Monaten gab es in dem am höchsten verschuldeten Ländern der Welt In Italien sanken die Renditen für 10-jährige Anleihen seit Dezember von 3,5 auf 1,5 Prozent und in Griechenland von 4,6 auf 2 Prozent. Dies waren dann auch die Aktiemärkte, die mit am besten auf der Welt performen, nämlich in Griechenland mit einem Plus von über 40 Prozent und in Italien von über 20 Prozent, weit besser als der DAX. Die Anleger vergessen aber, dass es sich dabei um von den Notenbaken künstlich manipulierte Aktien- und Anleihenmärkte handelt. Aber was spricht dagegen, dass die Notenbaken die Aktien- und Anleihenmärkte weiter manipulieren werden? Darauf setzen auch die Anleger im Moment an der Wall Street.

Verrückte Welt: erstmals Hypothekenkredite mit Negativ-Zinsen in der Schweiz!

In der Schweiz gibt es jetzt auch schon Kantonalbanken, die bei Krediten, sogar auch bei Hypothekenkrediten, im Einzelfall bei Großkunden Negativ-Zinsen für Kredite anbieten. Dies ist völlig verrückt und unnormal. Wenn die EZB nun den Zins auf -0,5 senken sollte, ist dies als letzter Rettungsanker zu verstehen, um eine Rezession oder Deflation in Europa zu verhindern. Auch ist es wahrscheinlich, dass Draghi in der Not wieder zu dem Instrument der Anleihen-Käufe greifen wird, die er eigentlich beenden wollte. In Wahrheit wird es für die Notenbanken jetzt immer schwieriger, neue Wachstumsimpulse auszulösen. Dies müssten flankiert werden mit neuen fiskalpolitischen Maßnahmen, wobei hier die Spar-Doktrin der Regierungen und die schon zu hohe Staatsverschuldung dagegen sprechen. Dies ist ein Dilemma, aus dem sowohl die Notenbanken als auch die Regierungen so schnell nicht wieder herauskommen. Pessimisten nennen das dann das absehbare „end game“.

Moskauer Börse bleibt auch ein Oupterformer

Die Moskauer Börse blieb im Juli auch nach einer leichten Korrektur einer der Top-Performer unter den Weltbörsen mit einem Plus von 25 Prozent auf USD-Basis, aber über 30 Prozent auf Euro-Basis. Dies kam durch den um über 20 Prozent angestiegenen Ölpreis. Die Moskauer Börse hat immer noch die niedrigsten Bewertungen und höchsten Dividendenrenditen von allen großen Aktienmärkten auf der Welt. Zudem blieb der Rubel einer der stärksten Währungen der Welt. Neben hohen Kursgewinnen an der Moskauer Börse kamen also auch hohe Währungsgewinne hinzu, denn der Euro fiel zum Rubel von 78 auf nunmher 70 EUR/RUB. Insofern lohnt sich auch der Kauf von hochrentierlichen Rubelanleihen, die auch im Börsenbrief EAST STOCK TRENDS (kurz EST, www.eaststock.de ) empfohlen wurden.

Achtung: für Russland drohen neue US-Sanktionen!

Es drohen für Russland nun aber neu US-Sanktionen, denn im US-Repräsentantenhaus wurde ein neues Gesetz eingereicht, dass den Kauf von russischen Staatsanleihen wegen der angeblichen Wahlbeeinflussung gänzlich verbieten soll. Wenn dieses Gesetz in Kraft tritt, würde dies den Rubel erneut schwächen und die Moskauer Börse auch. Es ist daher jetzt Vorsicht angebracht, der den „kalte Krieg“ zwischen den USA und Russland geht dann in die nächste Runde.

Hinzu kommen demnächst wohl auch Vorwürfe der USA, dass es bei russischen und syrischen Luftangriffen in Idlib auch zu Toten beim Krankenwagen und Krankenhäusern kam. Auch die Situation im Iran ist weiter angespannt und es kann auch hier zu militärischen Auseinandersetzungen kommen, wobei Russland hier wieder auf der Seite des Iran ist. Es gibt auch jetzt wieder mehr Proteste auf der Straße in Russland gegen Putin auch wegen seiner Rentenreform, die bei der Bevölkerung nicht gut ankam. Es gibt zudem Gerüchte, dass der oppositionelle Rechtsanwalt und Putin-Gegner Nawalny vergiftet worden sein soll.

Schafft der neue Präsident in der Ukraine die Wende?

Der neue ukrainische Präsident Selinski hat nun auch ähnlich wie Macron in Frankreich aus dem Nichts mit seiner neuen Partei die Mehrheit im Parlament. Er kann damit quasi nun „durchregieren“. Es handelt sich dabei aber überwiegend um junge, unerfahrene Politiker in seinen eigenen Reihen. Er will Gespräche mit Putin, aber im Beisein von Vertretern der USA und Großbritannien. Ob es ihm gelingt, in der Ost-Ukraine Frieden zu schaffen, bleibt abzuwarten. Es wäre beiden Ländern, der Ukraine und Russland, sehr zu wünschen.

Top-Performance im Börsenbrief EAST STOCK TRENDS

Bisher konnte der mutige Anleger in Russland aber sehr zufrieden sein. Im Börsenbrief EAST STOCK TRENDS (www.eaststock.de ) gibt es zwei Muster-Depots und zwar eins, das nur auf russische Gold- und Silberaktien setzt und eins dass nur auf ertragsstarke und niedrig bewerte „Dividendenperlen“ aus Russland setzt. Beide sind mit 32 bzw fast 40 Prozent kräftig im Plus, wobei jetzt Teilgewinne mitgenommen werden können.

Intelligente Anlage-Alternativen aus der Schweiz

Falls es an den Weltbörsen nicht mehr so rund wie zuletzt laufen sollte, gibt es aber intelligente Anlage-Alternativen, die Sie bei der EST-Redaktion erfragen können. So können sich Anleger jetzt an einem Pre-IPO eines Schweizer Biotechnologie-Unternehmen beteiligen, dass im nächsten Jahr an die New Yorker Börse gehen will oder übernommen wird auf. Zudem gibt es das neuen „Active Managed Certificate“ (AMC), das Basis eines eigenen Handelssystems an 23 Rohstoff-Terminmärkten und 11 Aktien-Futuremärkten auf steigende und fallende Kurse setzen kann. Die Renditeerwartungen liegen hier jeweils bei über 20 Prozent p.a., ganz gleich wie sich die Weltbörsen in Zukunft entwickeln. Wenn Sie diese neuen Anlagemöglichkeiten aus der Schweiz interessiert, melden Sie sich bitte bei der EST-Redaktion unter Email: info@eaststock.de.

Erst informieren, dann investieren

Informieren Sie sich jetzt auch ausführlich über die Hintergründe und die Entwicklung der Ukraine/Russland-Krise aber auch das zukünftige Erholungspotential der unterbewerteten Aktien aus Osteuropa. Auch im Baltikum, Rumänien und der Ukraine gibt es neue Chancen, wobei die jeweiligen Aktienindices seit Jahresbeginn 2019 alle im Plus sind. So konnten sich einige ukrainische Agraraktien seit 2016 im Kurs schon mehr als verdoppeln und in 2018 stieg der PFTS-Index schon wieder über 70 Prozent. Die Aktien aus Kasachstan zählten 2017 zu den Top-Performern der Welt (+56 Prozent), nicht aber in 2018 und auch nicht in 2019.

In 2018 zählten aber schon wieder 10 Aktienmärkte aus Osteuropa zu den besten am performenden Aktienmärkten der Welt, die alle den DAX und auch den US-Aktienmarkt klar outperformen konnten. Nun ist die Moskauer Börse schon wieder der klare Outperformer unter allen Weltbörsen mit einem Plus von über 30 Prozent in Euro. Aber auch die Bukarester Börse (Rumänien) stieg schon um fast 20 Prozent. Es lohnt sich also weiterhin ein Blick über den Tellerand nach Osteuropa.

Bestellen Sie daher jetzt auch ein Probe-Abo (3 Ausgaben per Email für nur 15 €) des monatlich erscheinenden Börsenbriefs EAST STOCK TRENDS (EST) mit einem weiteren Ukraine/Russland-Special und einem Dividenden-Special sowie mit vielen Hintergrund-Informationen und neuen Anlage-Vorschlägen wie mit der "Aktie des Monats“ und lukrativen Zertifikaten unter www.eaststock.de, dort unter Börsenbrief.

Der letzte EST erschien am 10. Juli 2019. Die neuen Muster-Depots des EST konnten bereits um 32 und 40 Prozent im Wert zulegen. Das Muster-Depot des EST war zuletzt in 2018 mit 6 Prozent im Plus. Die „Aktie des Monats“ aus dem September 2018 Polyus Gold stieg bereits um über 50 Prozent in 7 Monaten. Nun wurde ein neues „goldiges“ Muster-Depot im EST aufgemacht, das bereits mit 39 Prozent in Plus ist. Die „Dividendenperle“ Gazprom stieg sogar um über 40 Prozent in wenigen Tagen im Mai nach der Ankündigung der Dividendenerhöhung.

Interview-Hinweise: Das letzte Radio Interview war am 29. Juli 2019 in Börsen Radio Networks. Das nächste Radio-Interview wird im am 8. Oktober 2019 auch in Börsen Radio Networks sein Sie können sich die Interviews jetzt bei www.eaststock.de, dort unter der Rubrik „Interviews“ runterladen, ebenso wie das gleichnamige EastStockTV-Video, Folge 168. By the way: haben Sie schon den Kanal EaststockTV bei YouTube abonniert?

 

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