Ist der Coronavirus eine Gefahr für die Börse und die Welt?

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Sonntag, 26. Januar 2020 17:41:00

Der Coronavirus verbreitet sich jetzt wahnsinnig schnell in China. Es herrscht Alarmstufe 1. 3 Großstädte sind in Quarantäne, darunter auch Wuhan mit 11 Millionen Einwohnern. Bisher gibt es 56 Tote und fast 2000 Infizierte, darunter 250 Schwerinfizierte (bis 26. Januar 2020). Die Epidemie in China erinnert an die SARS-Pandemie in den Jahren 2002/3, die weltweit in den Medien für große Aufmerksamkeit sorgte. Damals starben 771 Menschen in einem halben Jahr, davon 41 außerhalb von Asien. Die ersten Fälle sind jetzt in Frankreich und Australien festgestellt worden.

Die Weltgesundheitsorganisation hat aber noch keine Warnung ausgesprochen. Bisher hat die Epidemie in China noch keine großen Auswirkungen auf die Börse. Fragt sich nur wie lange noch? Die Wall Street ist weiter nahe der der Allzeit-Hochs und der DAX ebenfalls.

Besonders gut performt bisher weiter die Moskauer Börse, was auch gute Gründe hat. Die Moskauer Börse bleibt top mit einer klaren Outperformance und einem Plus von über 40 Prozent im letzten Jahr und 4 Prozent seit Jahresbeginn. Die beiden Muster-Depots im Börsenbrief EAST STOCK TRENDS erreichten 2019 ein Plus von 51 Prozent bzw. 36 Prozent. Wie aber geht es weiter im nächsten Jahr der „Ratte“? Andreas Männicke gibt seine Einschätzung aber auch im neuen EastStockTV-Video, Folge 175 unter www.YouTube.com.

Coronavirus bereitet der chinesischen Regierung Sorgen: Alarmstufe 1!

Der Coronavirus verbreitete sich jetzt enorm schnell in China. Bisher gibt es 56 Tote und fast 2000 Infizierte. Täglich werden jetzt mehr hinzukommen. In Frankreich und in Australien gibt es jetzt die ersten Fälle mit dem Coronavirus, wobei aber bisher noch keiner gestorben ist. 3 Städte in China mit zusammen über 50 Millionen Einwohnern sind in Quarantäne. Es darf keiner die Stadt mit dem Auto verlassen. Am meisten betroffen ist die 11 Millionenstadt Wohan, wo der Virus auch zuerst aufgetreten ist. In Wohan sollen die Menschen zu Hause bleiben. Es ist verboten, das Auto zu benutzen. Der Virus ist so gefährlich, weil er von Mensch zu Mensch übertragbar ist. 15 Mediziner haben sich in China schon infiziert, wobei einer gestorben ist. Es gibt nicht genug Schutzanzüge und Masken.

Kein Neujahrsfest in China als Vorsorgemaßnahme

Jetzt rücken auch Militärärzte zu den am meisten betroffenen Großstädten heran. In Windeseile soll nun in wenigen Tagen ein neues Krankenhaus mit 1300 Betten gebaut werden, um die Infizierten aufnehmen zu können. Auch in Peking ist der Busverkehr in die Provinzen ausgesetzt und bei in den betroffenen Städten wurden die Schulen geschlossen. Beim Neujahrsfest am 23. Januar wurde die Feier auf der Straße verboten. Die Regierung tut also alles, um die Epidemie in den Griff zu bekommen.

WHO sieht noch keine globale Gefahr

Die Weltgesundheitsorganisation WHO sieht noch keine globale Gefahr und gibt auch keine globale Reisewarnung heraus. Auch jetzt berichten die Medien sehr stark über die Epidemie in China. Dabei wird oft vergessen, dass selbst bei einer normalen Grippe, der Influenza, jedes Jahr 8000 bis 10.000, im Extremfall sogar 25.000. Menschen streben.

Weltbörsen vom Coronavirus noch nicht infiziert

Dies alles erinnert sehr an die SARS-Pandemie in den Jahren 2002/3. Damals starben 771 Mensen, davon 41 im Ausland. Da dies die erste Pandemie war, wurde es in den Medien täglich mit großer Aufmerksamkeit berichtet. Das wird jetzt wohl auch der Fall sein. Damals war die Börse ohnehin in einem Bärmarkt. Jetzt ist die große Frage, ob die über 10 jährige Hausse durch die Epidemie in China gestoppt werden kann. Noch blieben die Indices in den USA und auch in Deutschland nahe der Allzeit-Hochs. Nur die Börse ein Hongkong gab ein wenig nach. Am besten entwickelt sich in diesem Jahr aber genauso wie im Vorjahr die Moskauer Börse mit einem Plus von über 40 Prozent im letzten Jahr und über 4 Prozent seit Jahresbeginn.

Wall Street nahe der der Allzeit-Hochs

Positiv stimmten die guten Unternehmenszahlen in den USA. Der Kurs von Intel konnte am Freitag nach guten Zahlen sogar um 8 Prozent zulegen. Der NASDAQ-Composite Index gab zwar am Freitag um 0,93 Prozent auf 9314 Indexpunkte nach. Er stieg damit aber noch um 31,7 Prozent in 1 Jahr und damit wesentlich mehr als der Dow Jones Industrial Index mit 18,1 Prozent und auch mehr als der DAX mit plus 22 Prozent.

Trump sorgt weiter für gute Stimmung der der Wall Street, droht aber der EU mit neuen Autoimportzöllen

Zuvor sorgte Trump für gute Stimmung an der Wall Street, indem er die erste Phase der Verhandlungen mit China erfolgreich abschloss ohne dass neue Zölle erhoben wurden. Beim Weltwirtschaftsgipfel in Davos ließ Trump aber bei einer Pressekonferenz anklingen, dass er nach China nun auch Europa ins Visier nehmen werde. Wenn die amerikanischen IT-Unternehmen mit einer Digitalsteuer in Europa belegt werden, will er auch die Zölle für europäische Autos erhöhen. In Davos war ansonsten die Klimawandel das Thema Nummer 1, wobei Trump sich von einer 17 -jährigen Greta Thunsberg nicht vorschreiben lassen will, wie die Klimapolitik auszusehen habe. Das gerade laufende Amtsenthebungsverfahren kann er wohl ganz gelassen entgegen sehen, obwohl ein neues belastendes Video aufgetaucht ist. Auch dies scheint die Börse ebenso wenig zu beindrucken wie der Coronavirus in China oder der kommende Brexit. Aber das kann sich beides noch ändern.

Putin überrascht mit einem Paukenschlag zum Jahresbeginn

Der russische Präsident Putin überraschte die Öffentlichkeit zu Jahresbeginn mit einer Regierungsumbildung. 15 von 31 Regierungsmitgliedern wurden ausgetauscht, darunter auch viele stellvertretende Ministerpräsidenten. Ausgetauscht wurde auch der ehemalige Primier Medwedew, der durch den Leiter der Steuerbehörde Mischustin ersetzt wurde. 8 Ministerposten wurden neu besetzt, darunter auch das Wirtschaftsministerium. Putin will, dass die neuen „Nationalen Projekte“ schneller umgesetzt werden, um mehr Wachstum zu generieren. Die Moskauer Börse blieb mit einem Plus der von 4 Prozent in diesem Jahr und über 40 Prozent im letzten Jahr einer der Outperformer unter den Weltbörsen. Der Russian Trading- Index (RTS-Index) stieg auf das neue 6 Jahres-Hoch von 1600 Indexpunkten.

Neue Rekorddividenden im Öl-/Gassektor in Russland

Die russischen Aktien sind wegen der geringen Bewertung und außerordentlich hohen Dividendenrenditen weiter sehr nachgefragt. Alleine der Öl-/Gassektor schüttete im letzten Jahr die Rekordsumme von 20 Mrd. USD für Dividenden aus, wovon auch die Aktienkure von Gazprom, Rosneft und LUKoil profitierten. Aktien wie der Ölkonzern Gazpromneft und der Rohstoffproduzent Norilsk Nickel erreichen immer noch Dividendenrenditen im zweistelligen Prozentbereich trotz neuer Allzeit-Hochs. LUKoil erreichte sogar ein neues Allzeit-Hoch von 96.66 € und Norilsk Nickel von 31 €. Besonders stark stieg zuletzt auch der Goldproduzent Petropavlovsk mit einem Kurssprung von fast 40 Prozent seit Jahresbeginn auf 0,20 € nach sehr guten operativen Zahlen. Petropavlovsk war auch die letzte „Aktie der Monats“ im Dezember 2019 im Börsenbrief EAST STOCK TRENDS.

Auch Goldaktien bleiben in Russland interessant

Im Börsenbrief EAST STOCK TRENDS (www.eaststock.de) werden sowohl die russischen „Dividendenperlen“, aber auch attraktive russische Goldaktien vorgestellt. Surgutneftegas war im Oktober 2019 meine „Aktie des Monats“ im EST und sie stieg seitdem schon über 30 Prozent! Aber auch das „goldige“ Muster-Depot mit russischen Goldaktien wie Polyus Gold u.a. stiegen um 51 Prozent und der Goldproduzent Petropavlovsk sogar um 134 Prozent. Das Depot mit den russischen „Dividendenperlen“ mit Gazprom, LUKoil & Co stieg schon um 36 Prozent im letzten Jahr. Im neuen EAST STOCK TTRENDs wurden nun einige attraktive Turn around-Aktien aus Russland in ein neues Muster-Depot genommen.

Leider gibt es bankenseitig und auch von Vermögensberatern kaum eine Beratung für deutsche Anleger bei der Auswahl von russischen Aktien oder Russlandfonds. Daher haben die meisten deutschen Anleger das beindruckende Rally an der Moskauer Börse in diesem Jahr wohl schon wieder verpasst. Die Osteuropa-Börsen werden in den Medien immer noch sehr stiefmütterlich behandelt. Selbst etablierte Börsenmagazine nehmen sich diesem spannenden Thema nicht oft an. Eine rühmliche Ausnahme ist der „Aktionär“ mit seinem neuen Jahrbuch 2020, wo es einen langen Artikel über den russischen Aktienmarkt gibt mit einem Interview mit mir.

Erst informieren, dann investieren

Informieren Sie sich jetzt auch ausführlich über die Hintergründe und die Entwicklung der Ukraine/Russland-Krise aber auch das zukünftige Erholungspotential der unterbewerteten Aktien aus Osteuropa. Auch im Baltikum, Rumänien und der Ukraine gibt es neue Chancen, wobei die jeweiligen Aktienindices in 2019 alle im Plus waren. So konnten sich einige ukrainische Agraraktien seit 2016 im Kurs schon mehr als verdoppeln und in 2018 stieg der PFTS-Index schon wieder über 70 Prozent. Die Aktien aus Kasachstan zählten 2017 zu den Top-Performern der Welt (+56 Prozent), nicht aber in 2018 und auch nicht in 2019.

In 2018 zählten bereits 10 Aktienmärkte aus Osteuropa zu den am besten performenden Aktienmärkten der Welt, die alle den DAX und auch den US-Aktienmarkt klar outperformen konnten. Nun war die Moskauer Börse in 2019 schon wieder der klare Outperformer unter allen Weltbörsen mit einem Plus von über 46 Prozent in Euro. Aber auch die Bukarester Börse (Rumänien) stieg schon um über 32 Prozent. Die Aktienmärkte in Südosteuropa und auch in den baltischen Ländern blieben sehr stabil im Plus (Kroatien +13 Prozent). Es lohnt sich also weiterhin ein Blick über den Tellerand nach Osteuropa.

Bestellen Sie daher jetzt auch ein Probe-Abo (3 Ausgaben per Email für nur 15 €) des monatlich erscheinenden Börsenbriefs EAST STOCK TRENDS (EST) mit einem weiteren Ukraine/Russland-Special und einem Dividenden-Special sowie mit vielen Hintergrund-Informationen und neuen Anlage-Vorschlägen wie mit der "Aktie des Monats“ und lukrativen Zertifikaten unter www.eaststock.de, dort unter Börsenbrief.

Der letzte EST erschien am 13. Januar 2020. Die neuen Muster-Depots des EST konnten bereits um 36 und 51 Prozent im Wert in 2019 zulegen. Das Muster-Depot des EST war zuletzt in 2018 mit 6 Prozent im Plus. Die „Aktie des Monats“ aus dem September 2018 Polyus Gold stieg bereits um über 60 Prozent in 12 Monaten und die Goldaktie Petropavlovsk sogar um 134 Prozent. Ende 2018 wurde ein neues „goldiges“ Muster-Depot im EST aufgemacht, das bereits mit 51 Prozent in Plus ist. Die „Dividendenperle“ Gazprom stieg sogar um über 40 Prozent in wenigen Tagen im Mai nach der Ankündigung der Dividendenerhöhung, Surgutneftegas nun aber auch, ebenso wie Norlisk Nickel mit einem neuen Allzeit-Hoch. die von den stark gestiegen Palladiumpreisen profitieren.

Interview-Hinweise: Das nächste NTV-Telebörse-Interview ist am 29. Januar 2020 beim Fondskongress in Mannheim, wo Herr Männicke anwesend sein wird. Am 22. Januar 2020 wurde auch das neue Interview von Andreas Männicke für BigEye veröffentlicht. Sie können sich die Interviews jetzt bei www.eaststock.de, dort unter der Rubrik „Interviews“ runterladen, ebenso wie das gleichnamige EastStockTV-Video, Folge 175. By the way: haben Sie schon den YouTube-Kanal EastStockTV abonniert?

 

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