Ostbörsen im Fokus (siehe auch www.eaststock.de)

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Interview- und Termin-Hinweise

Das nächste ESI-Ostbörsen-Seminar "Go East - in der Krise liegt die Chance" findet am 28. November 2108 in FRM gleich nach dem EK-Forum statt. Info und Anmeldung bei www.eaststock.de, unter der Rubrik "Seminare"

Andreas Männicke wurde am 5. November 2018 von Börsen Radio Network über die neuen Chancen in Osteuropa befragt.

Das nächste Radio-Interview von Andreas Männicke ist am 21. Januar 2018 in Börsen Radio Networks.

Andreas Männicke wurde am 14. September 2018 von Michael Mross in MMnews über Russland, den Rubel und das Verhätnis Russland zum Westen anläßlich der Rede des russischen Außenminsters Sergej Lawrow im Hotel Adlon in Berlin befragt.

Andreas Männicke wurde am 27. August 2018 um 13.00 Uhr in Börse Radio Networks über die neuen Channcen in Osteuropa befragt. Dabei kamen auch die Exotenbörsen aus Georgien, Armenien und Aserbaidschan zu Sprache, aber auch die Auswirkungen der neuen US-Sanktionen gegen Russland.

Das nächste Interview in Börsen Radio Networks ist am 5. November 2018.

Andreas Männicke wurde am 9. Juli 2018 von Börsen Radio Networks um13.00 Uhr über die Chancen in Osteuropa befragt.

Andreas Männicke wurde am 24. Mai 2018 in NTV/Telebörse über Rohstoffe und Russland befragt.

Andreas Männicke wird am 13. Juni 2018 um 18.15 Uhr in WeltTV von Dietmar Deffner anläßlich der Fussballweltmeisterschaft über die Chancen in Russland befragt,

Das nächste Interview für Börsen Radio Networks wird am 2 Juli 2018 um 13.00 Uhr sein.

Andreas Männicke wurde am 2. Maí 2018 in Börsen Radio Networks über die neuen Chancen in Osteuropa, aber auch die Sanktionen gegen Russland befragt.

Andreas Männicke wurde am 19. März 2018 um 13.15 Uhr live in NTV/Telebörse über die Chancen in Russland nach der Präsidentchaftswahl befragt.

Ab Oktober 2013 können Sie unter Eingabe von "EastStockTV" bei www.youtube.de die aktuellen Kommentare von Andreas Männicke zu den Aussichten an den Welt- und Ostbörsen kostenlos abrufen. Abonnieren Sie einfach den Kanal bei www.youtube.de.

Ab Mai 2014 können mit Herrn Männicke über www.go.guidants.com auch interaktiv in Kontakt treten und Fragen zu den Ostbörsen stellen.

Verpassen Sie die Outperformancechancen in Osteuropa nicht und bestellen Sie jetzt den monatlich erscheinenden Börsenbrief EAST STOCK TRENDS unter www.eaststock.de. Ein Probe-Abo (3 Ausgaben kosten nur 15 €). Die beiden Muster-Depots erzielten seit Februar 2009 eine Performance von über 320% im Muster-Depot 1 (konservativer Osteuropa-Basket) bzw. über 350% im Muster-Depot 2 (spekulativer Osteuropa-Basket, das sind über 40% p.a. seit 2009. In den neuen Muster-Depots ab 2015 wude eine Performance von über 130% bzw über 80% erzielt. Das neue "goldige" Muster-Depot erreichte immerhin ein Plus von 66% ab 2016.

Zudem können Sie sich alle bisherigen TV-Inteviews von Andreas Männicke in diesem Jahr runterladen unter den Links der Rubrik "Interviews".

  • Black swans ante portas?

    Samstag, 02. Juni 2018 18:53:00

    Der US-Präsident Donald Trump löst sein Wahlversprechen ein und erhöht nun die Aluminium- und Stahlzölle auch für China und die EU, was der Beginn eines Handelskrieg werden könnte. Denn nun will die EU mit scharfen Gegenmaßnahmen reagieren. In Italien gibt es zwar jetzt eine neue Übergangs-Regierung. Das Land befindet sich aber nach wie vor in einer schweren Verschuldungskrise. Die Deutsche Bank AG wird als „Risikobank“ in den USA eingestuft. Durch den starken US-Dollar kommen jetzt einige Emerging Market-Länder wie Argentinien und Türkei in eine schwere Währungskrise, die sogar zum black swan werden könnte.

    Russland steht vor der Fußball-Weltmeisterschaft. Der hohe Ölpreis sorgt dafür, dass die Moskauer Börse trotz US-Sanktionen einer der Top-Performer der Weltbörsen bleibt.

    Trump bleibt stur und startet den Handelskrieg mit der EU

    Wie angekündigt und im Wahlkampf versprochen erhöhte der US-Präsident Trump am 1. Juni 2018 die Zölle für Stahl und Aluminium nun nicht nur für China, sondern auch für Kanada, Mexiko und die EU. Alle Betroffenen wollen nun Gegenmaßnahmen ergreifen, also auch die Zölle für einige US-Produkte erhöhen. Leidtragende werden nur die Verbraucher sowohl in den USA als auch in Europa sein, wo sich die Produkte durch die Einfuhrzölle nun verteuern werden. Es muss abgewartet werden, ob die gegenseitigen Zollerhöhungen in einen Handelskrieg ausarten, der dann auch den Welthandel behindert. Dies will die EU, aber auch China in jedem Fall vermeiden.

    Trump will sich eine gute Ausgansposition beim Poker um Einfuhrzölle oder wie Trump es nennt, einen „fairen Wettbewerb“ verschaffen. Seitens der EU gibt es aber erhebliche rechtliche Bedenken bei den Zollerhöhungen. Falls die EU nun auch die Zölle auf US-Produkte erhöht, will Trump seinerseits den Import von deutschen Autos auf 25 Prozent erhöhen, was die deutsche Automobilindustrie schwer treffen würde, da die USA immer noch ein sehr wichtiger Exportmarkt sind. Bei einem richtigen Handelskrieg wird es nur Verlierer geben, auch an den Weltbörsen.

    Trump will nun auch die Sanktionen gen den Iran verschärfen. Israel droht sogar mit einem Krieg. Insofern ist weiteres „Sommertheater“ - dann auch mit Russland - vorprogrammiert. Entspannung gibt es aber in Nord-Korea-Konflikt, da nun doch ein Treffen zwischen Trump und Kim am 12. Juni anberaumt ist,

    Italien macht weiter Sorgen trotz der neuen Regierung

    Da ein Unglück selten allein kommt, kommen nun auch Zweifel an der Schuldentragfähigkeit Italiens auf. Die Rendite der italienischen Staatsanleihen verdoppelte ich zwar in den letzten Tagen in kurzer Zeit; sie liegt aber immer noch unter dem Niveau von US-Anleihen. Obwohl die die rechtsnationale und rechtspopulistische Koalition mit der europafeindlichen 5 Sterne Partei und der Lega Nord nicht zu Stande, a ist fraglich, ob die neue Regierung Vertrauen schaffen kann. Italien ist nach Griechenland mit einer Staatsverschuldung von 132 Prozent des BSP nach Griechenland am zweithöchsten in Europa verschuldet.

    In dem alten Koalitionsvertrag stand daher die Forderung, dass die EZB 250 Mrd. € an Schulden erlassen soll. Zudem sollten sogenannte MinBots zur Finanzierung der Staatsschulden herausgegeben werden, was eine Parallelwährung für den Euro werden könnte. Die Commerzbank AG hat als „sichere Anlage“ italienische Anleihen im Wert von 10 Mrd, € im Portfolio. Aber kann sich die Commerzbank AG dauerhaft auf Draghi verlassen? Auch Schweizer Banken haben sich mit italienischen Anleihen eingedeckt.

    Die EZB muss nun wohl das Anleihenaufkaufprogramm notgedrungen im September wegen Italien verlängern. Dabei handelt es um hochgradig manipulierte Märkte, denn ohne Draghi wäre das Zinsniveau in Italien bei über 6%, womit ein Staatsbankrott Italiens drohen würde. Ein Staatsbankrott Italiens oder auch der Austritt aus dem Euro wäre ein black swan für die globale Finanzwelt. Aber nun macht die neue Regierung erst mal Hoffnung, die an der hohen Verschuldung aber auch nichts ändern kann.

    Südeuropa bleibt zu hoch verschuldet

    Sorgen bereiten in dem Zusammenhang auch die 920 Mrd. € Target II Salden der Bundesbank wovon die Hälfte uneinbringlich ist. Die europäischen Banken sind immer noch nicht hinreichend kapitalisiert, um größere Schieflagen auffangen zu können. Italien hat das Potential, mittel- bis langfristig den Euro zu sprengen, wenn Italien aus den Euro und der EU austreten würde. Ein „Italexit“ wäre weit gefährlicher für die EU als der Brexit. Aber auch Griechenland ist noch nicht gerettet.

    Argentinien braucht wieder die Hilfe des IWF- der Peso im freien Fall!

    Die dritte Gefahr droht von einigen Emerging Markets, also einigen Schwellenländern, durch den starken US-Dollar - wie zum Beispiel die Türkei oder Argentinien, wo die Währungen enorm abgewertet wurden, womit aber auch Unternehmen und Banken, die sich zu stark in Fremdwährung verschuldet haben, leiden. Beide Länder könnten ebenfalls wie Italien zum „Black Swan“ für die globalen Finanzmärkte werden, wenn ein Staatsbankrott droht. Der argentinische Peso verlor in diesem Jahr schon 24 Prozent an Wert. Die Inflationsrate beträgt in Argentinien über 30 Prozent, obwohl die Zinsen ebenso wie in der Türkei schon mehrfach angehoben wurden. Ein Staatsbankrott droht aber auch in Venezuela mit einer Hyperinflation. Aber auch in Argentinien betrug die Inflationsrate zuletzt über 30 Prozent. Die Zinsen wurden ständig angehoben. Hilfe beim IWF wurde seitens der argentinischen Regierung schon angefordert, um einen Staatsbankrott zu vermeiden.

    Türkei vor der Wahl – türkische Lira ebenfalls im freien Fall!

    Nicht nur der argentinische Peso, sondern auch die türkische Lira befindet sich im freien Fall und wurde seit Jahresbeginn schon um 20 Prozent abgewertet. Der Euro stieg zur türkischen Lira in 1 Jahr schon um 35 Prozent von 4,0 auf 5,4 EUR/TRY. Die türkische Industrie hat sich zu stark im Ausland finanziert. Erdogans Appelle, die türkische Lira zu stützen und Gold zu kaufen, bewirkten bisher das Gegenteil. Die schwache Lira verteuert die Importe. Das Leistungsbilanzdefizit ist immer noch viel zu hoch in der Türkei.

    Bei den Präsidentschaftswahlen im Juni kann es sogar zu einer Überraschung kommen, wenn die Opposition mehr Stimmen hinzugewinnen sollte als es Erdogan lieb ist. Noch herrscht der Ausnahmezustand in der Türkei, was auch zur Unzufriedenheit der Bevölkerung beiträgt. Aufgrund des Ausnahmezustands darf in der ganzen Türkei nicht gestreikt werden.

    Kommt eine neue Emerging Market-Krise?

    Insgesamt haben die Schwellenänder Kredite und Anleihen im Ausland im Volumen von 3,7 US-Dollar in US-Dollar aufgenommen. Je stärker der US-Dollar wird, umso schwieriger wird die Zurückzahlung der Kredite bzw. Anleihen. Dies kann zur Insolvenzgefahr führen. zumal die Zinsen im Inland enorm ansteigen. Im Falle der Türkei wären auch die deutschen Banken davon betroffen. Aber auch einige US-Unternehmen haben sich zu hoch verschuldet.

    Deutsche Bank AG bleibt im Abwärtssog eine „Risikobank“

    Die Deutsche Bank AG wurde von den USA als Risikobank eingestuft. Das Rating wurde herabgestuft, womit auch die Refinanzierung der Anleihen und Kredite der Deutschen Bank AG teurer wird. Der amerikanische Einlagensicherungsfonds FDIG hat die Tochter der Deutschen Bank AG mit einer Bilanzsumme von 42 Mrd. US-Dollar auf die Liste der „Problembanken“ gesetzt. Die FED stufte die Deutsche Bank AG schon im letzten Jahr als „Problembank“ ein. Die logische Folge war ein Kurseinbruch des Kurses des Deutschen Bank AG seit Jahresbeginn von 16 auf 9,4 €, was sogar tiefer war als nach der US-Klage in Milliardenhöhe im Jahr 2016. Das Eigenkapital der Deutschen Bank AG ist nach wie vor viel zu gering in Anbetracht der enormen Risiken. Im Juni wird der neue US-Stresstest für die Deutsche Bank AG veröffentlicht, den die Bank zuvor immer noch bestanden hat.

    Eine Pleite der Deutschen Bank AG wäre auch ein Black swan für die globale Finanzwelt schon alleine wegen des überdimensionierten Derivatevolumens. Die Liquiditätsreserven der Bank haben sich allerdings stark zum Vorjahr erhöht Der neue Vorstandschef Christian Sewing richtet sein Augenmerk nun sehr auf die Kosten- und Risikokontrolle. Er will in 1 Jahr bis zu 10.000 Personen entlassen und d

    as Investmentbanking herunterfahren.

    Weltbörsen deutlich schwächer – nur der NASDAQ bleibt gefragt

    In Anbetracht der Fülle der extrem negativen Nachrichten in der letzten Woche reagierten die Weltbörsen noch recht gelassen. Der DAX gab zwar von 13.000 auf 12.550 Punkte im Tief nach, um sich nun wieder auf 12.724 Indexpunkte zu erholen. Damit ist er seit Jahresbeginn schon wieder mit 1,2 Prozent im Minus. Der Dow Jones Industrial Index (DJI) fiel schon Ende Mai von 24.850 auf 24.250 Indexpunkte, erholte sich aber wieder auf 24.629 Indexpunkte, womit er nun auch seit Jahresbeginn mit 1,35 Prozent im Minus ist. Am besten hielt sich noch der NASDAQ Comp Index, der mit 7554 Indexpunkten noch nahe dem Allzeit-Hoch notiert und noch fast 9 Prozent im Plus ist.

    Gold und Silber enttäuschen weiter

    Gold konnte wegen der Angst vor weiter steigenden Zinsen und dem starken US-Dollar nicht von allen Krisen- und Negativnachrichten profitieren. Die FED wird wohl noch einmal die Zinsen im Juni erhöhen. Der Goldpreis pendelte nur um die 1300 US-Dollar Marke, zuletzt bei 1294 USD/Unze und ist damit nur auf dem Niveau wie vor 3 Jahren, was enttäuscht. Aber auch Silber tendiert nur seitwärts bei 16,4 US-Dollar/Unze. Auch der Bitcoin gab auf 6500 € nach und war keine Fluchtwährung wie der US-Dollar, wobei der Euro zuletzt von 1,24 auf 1,16 EUR/USD stark nachgab. Dagegen gab es wieder in eine Flucht in deutsche und amerikanische Anleihen, wodurch die Anleihenrenditen wieder sanken.

    Moskauer Börse bleibt top

    Besser als der DAX und DJI schnitt aber auch die Moskauer Börse aufgrund des hohen Ölpreises ab. Der Brentölpreis stabilisierte sich über 76 USD/Barrel, womit dem russischen Haushalt mehr Einnahmen als geplant zufließen. Auch der Rubel stabilisierte sich bei unter 73 EUR/RUB. Am 14. Juni startet die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland und dann wird Russland auch wieder im Mittelpunkt stehen.

    Der RDX-Index ist mit 1357 Indexpunkten immer noch mit über 5 Prozent im Plus und damit weiter besser als der DAX und DJI trotz der scharfen US-Sanktionen im April, worunter besonders der Aluminiumkonzern RuSal litt, wo der Handel der ADR an westlichen Börsen auch ausgesetzt wurde. Neue Sanktionen drohen aber Russland durch die USA demnächst im Rahmen eines verschärften Iran-Konflikts.

    Informationskrieg auch in der Ukraine

    Entspannung soll es aber in der Ukraine durch eine UN-Blauhelmtruppe geben, worüber die Außenminister Russlands, der Ukraine, Frankreich und Deutschland am 11. Juni sprechen und diskutieren werden. Der ukrainische UTX-Index ist mit einem Plus von 17 Prozent nach wie vor einer der Top-Performer in diesem Jahr.

    Wenig verständlich sind die Falschmeldungen und die Verhaltensweisen des ukrainischen Geheimdienstes beim angeblichen Tod des russischen Journalisten Arkadij Babtschenko in der Ukraine, wofür mal wieder Putin verantwortlich gemacht werden sollte. Der Informationskrieg tobt offensichtlich auch in der Ukraine weiter.

    Erst informieren, dann investieren

    Informieren Sie sich jetzt auch ausführlich über die Hintergründe und die Entwicklung der Ukraine/Russland-Krise, aber auch das zukünftige Erholungspotential der unterbewerteten Aktien aus Osteuropa. Auch in Kasachstan (+4% in 2018), Rumänien (+10 Prozent in 2018!) und der Ukraine (+17% in 2018) gibt es neue Chancen, wobei die jeweiligen Aktienindices noch seit Jahresbeginn alle kräftig im Plus sind. So konnten sich einige ukrainische Agraraktien seit 2016 im Kurs schon mehr als verdoppeln. Die Aktien aus Kasachstan zählten 2017 zu den Top-Performern der Welt (+56 Prozent) und der KTX-Index ist jetzt auch schon wieder mit 4 Prozent im Plus. Die Halyk Savings Bank ist dabei einer der Top-Performer schon seit über 5 Jahren Gute Chancen gab es 2017 aber auch in Zentralosteuropa wie in Tschechien (+4 Prozent in 2018) und den baltischen Börsen (+2 bis 7 Prozent), wobei die Aktienmärkte aus Ungarn und Polen jetzt auch korrigierten.

    Bestellen Sie jetzt auch ein Probe-Abo (3 Ausgaben per Email für nur 15 €) des monatlich erscheinenden Börsenbriefs EAST STOCK TRENDS (EST) mit einem weiteren Ukraine/Russland-Special und einem Dividenden-Special sowie mit vielen Hintergrund-Informationen und neuen Anlage-Vorschlägen wie mit der "Aktie des Monats“ und lukrativen Zertifikaten unter www.eaststock.de, dort unter Börsenbrief. Der letzte EST erschien am 18. Mai 2018 mit der Vorstellung einer russischen Automobilaktie als „Aktie des Monats“. Die Muster-Depot-Aktien RuSal und Yandex stiegen in 2017 um über 30 Prozent, was selektiv die großen Chancen in Russland aufzeigt. In diesem Jahr erreichten schon LUKoil, Tatneft, Gazpromneft und GlobalTrans jeweils neue Jahreshöchstkurse.

    Interview-Hinweise: Das nächste TV-Interview mit Andreas Männicke ist am 13. Juni 2018 in WeltTV (zuvor N24) anlässlich der Fußballweltmeisterschaft in Russland ab dem 14. Juni 2018. Das letzte TV/Interview mit Männicke in NTV/Telebörse war am 25. Mai 2018. Sie können sich die Interviews jetzt bei www.eaststock.de, dort unter der Rubrik „Interviews“ runterladen, ebenso wie das gleichnamige EastStockTV-Video, Folge 151.

    Diskutieren Sie jetzt auch mit Herrn Männicke interaktiv unter http://go.guidants.com/de#c/Andreas_Maennicke .

  • Osteuropa-Börsen als Outperformer und „Oasen der Stabilität“

    Dienstag, 01. Mai 2018 21:02:00

    8 Börsen aus Osteuropa konnten bisher den DAX und S&P Index in 2018 klar outperformen, allen voran die Börsen aus der Ukraine und Rumänien. Sogar die Moskauer Börse schnitt selbst nach den scharfen und unsinnigen Sanktionen der USA gegen einige russische Oligarchen und russische Unternehmen besser ab als der DAX.

    Auf der anderen Seite drohen jetzt ein Handelskrieg der USA gegen China und die EU sowie ein verschärfter "kalter Krieg" der USA gegen Russland. Auch droht ein Krieg gegen den Iran durch Israel und Saudi-Arabien mit Unterstützung der USA und es droht ein neuer Krieg in der Ukraine im Sommer. Dynamit liegt in der Luft, auch wenn es zum Glück Entspannungstendenzen in Nord-Korea gibt. Zudem stellt sich die Frage: "Sell on May and go away?"

    Wie sich der Anleger in einem solchen Umfeld verhalten soll und welche Alternativen zu Aktien es auch im Bereich der Immobilien, der Kryptowährungen und der Rohstoffe (auch Gold/Silber) gibt, wollen wir besprechen beim nächsten Ostbörsen-Seminar "Go East - Hochprozentiges aus Osteuropa" am 23. Mai 2018 um 17.00 Uhr in Frankfurt/M.. Bitte jetzt anmelden: Info und Anmeldung unter http://www.eaststock.de/Dienstleistungen/Seminare

    Entspannung in Nord-Korea, aber erhöhte Spannung mit dem Iran

    Nachdem sich Nord- und Süd-Korea auf ein Atomabrüstungsprogramm und einen Friedensprozess einigen, droht der israelische Präsident Benjamin Netanjahu dem Iran mit einem Militärschlag, da es angeblich unwiderlegbare Beweise gibt, dass der Iran heimlich unterirdisch dem Bau einer Atombombe weiter arbeitet. Auch der amerikanische Präsident Donald Trump hält den Iran für den größten Störenfried im Nahen Osten, da er Assad und in Jemen Rebellen unterstützt.

    Falls der Iran tatsächlich militärisch angegriffen wird, was Saudi-Arabien sicherlich begrüßen und unterstützen würde – ebenso wie die USA - würden sich China und Russland für den Iran einsetzten und wohlmöglich sogar auch militärisch Postionen. Damit ist der Weltfrieden jetzt mehr in Gefahr denn je.

    Handelskrieg – ja oder nein?: Trump entscheidet über den Welthandel

    Trump kann am 15. Mai die Unterbrechung der Sanktionen gegen den Iran aufheben, den vor allem die europäischen Länder Frankreich und Deutschland mit dem Iran heraus gehandelt haben. Auch die sehr unterwürfigen Staatsbesuche von Angela Merkel und Emmanuel Macron haben wohl wenig genützt, um Trump von seiner feindlich gestimmten Haltung gegenüber dem Iran abzuhalten, ebenso wenig wie der nun drohende Handelskrieg der USA mit China und mit der EU ab dem 1. Juni.

    Neuer Krieg in der Ost-Ukraine ante portas?

    Zudem droht im Sommer ein neuer Krieg in der Ost-Ukraine, da die West-Ukraine nun gewaltig militärisch aufgerüstet hat. Die Antiterroroperation im Donbas wurde zwar von dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko als beendet erklärt; dafür will er nun wieder militärische Aktionen starten, um den Donbas von Terroristen zu befreien. Die Ukraine haben nun auch 35 Panzerabwehrraketen von den USA bekommen, die sicherlich aber nicht ausreichen, um einen neu entfachten Krieg zu gewinnen.

    US-Defizite weiten sich überall aus

    Ob es einen Handelskrieg mit der EU gibt, will Trump nun erst am 1. Juni entscheiden. Bis dann soll die EU von den Strafzöllen für Stahl und Aluminium ausgenommen werden. Auch mit China wird weiterverhandelt. Bei einem richtigen Handelskrieg würde es nur Verlierer weltweit geben und die Weltbörsen könnten einbrechen. Die Staatsschulden steigen in den USA immer mehr and und die Handelsbilanzdefizite der USA mit China sind immer noch enorm hoch.

    Weltbörsen reagieren (noch) gelassen – wie lange noch?

    Die Weltbörsen reagierten bisher sehr gelassen auf die möglichen geopolitischen Gefahren und wirtschaftlichen Risiken im Falle eines bevorstehenden Handelskriegs. Dies lag auch daran, dass die Berichtssaison in den USA bisher sehr positiv ausfiel. NASDAQ-Unternehmen wie Amazon und Netflix erreichten sogar neue Allzeit-Hochs, obwohl die Bewertungen sehr sportlich sind. Der NASDAQ-Index ist auch noch mit 4 Prozent im Plus während der Dow Jones Industrial Index und der S&P-Index noch nicht so recht performen konnten Auch der DAX ist mit über 2 Prozent im Minus.

    Osteuropa-Börsen können outperformen

    Dagegen schnitten 8 Börsen in Osteuropa in diesem Jahr sehr positiv ab und konnten den DAX klar outperformen und zwar an erster Stelle die Börse Kiew mit einem Plus von 21 Prozent beim UTX-Index gefolgt von der Bukarester Börse mit einem Plus von 14 Prozent beim ROTX-Index. Aber auch die Börsen aus Tschechien, Slowakei, Litauen, Lettland, Estland, Kasachstan, Slowenien sind alle im Plus in 2018 und damit die „Oasen der Stabilität“ mit sehr geringen Kurschwankungen, aber auch mit sehr geringer Liquidität.

    Moskauer Börse durch US-Sanktionen geschwächt, aber immer noch besser als der DAX

    Zu starken Kurschwankungen kam es aber nach den neuen US-Sanktionen gegen russiche Oligarchen und deren Firmen am 9. April mit einem Kursverlust von über 12 Prozent an einem Tag an der Moskauer Börse und zudem zu hohen Währungsverlusten aufgrund des schwachen Rubels. Sowohl die Moskauer Börse als auch der Rubel erholten sich nun aber wieder aufgrund des starken gestiegenen Brentölpreises auf über 75 US-Dollar. Damit schnitt die Moskauer Börse jetzt sogar besser ab als der DAX, denn der RDX-Index ist mit 1 Prozent im Plus und der RTX-Index sogar mit 3 Prozent.

    Gold schwächer, dafür Kryptowährungen stärker im April

    Gold gab auf 1319 US-Dollar/Barrel nach und Silber auf 16,41 US-Dollar/Unze, was für alle Gold- und Silberbesitzer in Anbetracht der geopolitischen Spannungen und Krisen sehr enttäuschend ist. Die Renditen für 10-jährige Staatsanleihen stiegen in den USA schon wieder auf über 3 Prozent, was den Goldpreis schwächte. Dagegen stieg der Bitcoin wieder auf über 7500 BTC/EUR. Er war im Tief schon bei 5000 BTC/EUR, was ein Anstieg von fast 50 Prozent im April bedeutet. Der Euro schwächte sich auf 1,21 EUR/US-Dollar zum US-Dollar ab.

    Neues Ostbörsen-Seminar „Go East“ in Frankfurt/M

    Wie sich der Anleger in einem solchen Umfeld verhalten soll und welche Alternativen zu Aktien es auch im Bereich der Immobilien, der Kryptowährungen und der Rohstoffe (auch Gold/Silber) gibt, wollen wir besprechen beim nächsten Ostbörsen-Seminar "Go East - Hochprozentiges aus Osteuropa" am 23. Mai 2018 um 17.00 Uhr in Frankfurt/M.. Bitte jetzt anmelden: Info und Anmeldung unter http://www.eaststock.de/Dienstleistungen/Seminare

    Erst informieren, dann investieren

    Informieren Sie sich jetzt auch ausführlich über die Hintergründe und die Entwicklung der Ukraine/Russland-Krise, aber auch das zukünftige Erholungspotential der unterbewerteten Aktien aus Osteuropa. Auch in Kasachstan (+4% in 2018), Rumänien (+15 Prozent in 2018!) und der Ukraine (+21% in 2018) gibt es neue Chancen, wobei die jeweiligen Aktienindices noch seit Jahresbeginn alle kräftig im Plus sind. So konnten sich einige ukrainische Agraraktien seit 2016 im Kurs schon mehr als verdoppeln. Die Aktien aus Kasachstan zählten 2017 zu den Top-Performern der Welt (+56 Prozent) und der KTX-Index ist jetzt auch schon wieder mit 4 Prozent im Plus. Die Halyk Savings Bank ist dabei einer der Top-Performer schon seit über 5 Jahren Gute Chancen gab es 2017 aber auch in Zentralosteuropa wie in Tschechien (+5 Prozent in 2018) und den baltischen Börsen (+2 bis 7 Prozent), wobei die Aktienmärkte aus Ungarn und Polen jetzt auch korrigierten.

    Bestellen Sie jetzt auch ein Probe-Abo (3 Ausgaben per Email für nur 15 €) des monatlich erscheinenden Börsenbriefs EAST STOCK TRENDS (EST) mit einem weiteren Ukraine/Russland-Special und einem Dividenden-Special sowie mit vielen Hintergrund-Informationen und neuen Anlage-Vorschlägen wie mit der "Aktie des Monats“ und lukrativen Zertifikaten unter www.eaststock.de, dort unter Börsenbrief. Der letzte EST erschien am 25. April 2018 mit der Vorstellung von zwei russischen Ölaktien als „Aktie des Monats“. Die Muster-Depot-Aktien RuSal und Yandex stiegen in 2017 um über 30 Prozent, was selektiv die großen Chancen in Russland aufzeigt. In diesem Jahr erreichten schon Tatneft, Gazpromneft und GlobalTrans jeweils neue Jahreshöchstkurse.

    Interview-Hinweise: Das letzte TV-Interview mit Andreas Männicke war am 25. Januar 2018 im Aktionärs-TV. Das nächste Radio-Interview ist am 2. Mai 2018 in Börsen Radio Networks. Das nächste TV Interview ist am 24. Mai 2018 in NTV-Telebörse. Sie können sich die Interviews jetzt bei www.eaststock.de, dort unter der Rubrik „Interviews“ runterladen, ebenso wie das gleichnamige EastStockTV-Video, Folge 149.

    Seminar-Hinweis: das nächste Ostbörsen-Seminar „Go east – Hochprozentiges aus Osteuropa“ ist am 23. Mai 2018 um 17.00 Uhr in Frankfurt/M.

    Diskutieren Sie jetzt auch mit Herrn Männicke interaktiv unter http://go.guidants.com/de#c/Andreas_Maennicke .

  • Erst Syrien, dann Iran, dann Russland – wie weit kann der „kalte Krieg“ eskalieren?

    Sonntag, 15. April 2018 18:48:00

    Am 14. April übten die USA in Kooperation mit Großbritannien und Frankreich wie von Trump angekündigt einen gezielten Luftangriff auf drei militärische Einrichtungen wie ein Forschungszentrum und ein Chemiewaffenlager in Syrien aus, wo die Herstellung von Chemiewaffen vermutet wird. Russland wurde dabei vorgewarnt. Die militärische Aktion ist damit zunächst abgeschlossen, kann aber wiederholt werden, falls Syrien wieder einen Chemieangriff tätigen sollte. Dabei war der letzte angebliche Chlorgasangriff noch gar nicht abschließend geklärt. Das russiche Militär geht davon aus, dass der britische Geheimdienst den Giftanschlag vorbereitet haben soll. Russland geht auch davon aus, dass der der Giftanschlag gegen Skripal von den USA oder Großbritannien absichtlich vorbereitet wurde. Der Iran bezeichnet den Luftangriff als Verbrechen und warnt vor einer Eskalation.

    Russland droht mit Konsequenzen und will nun einige Flugabwehrraketen nach Syrien schicken. Russland hat nun auch einen Strafzoll für einige US-Produkte wie Tabak und Alkohol ausgesprochen, nachdem die USA zuvor einen Strafzoll für Stahl und Aluminium erhoben haben. Zuvor sanktionierte die USA einige Oligarchen und deren Firmen, was den Rubel und die Moskauer Börse um über 10 Prozent am 9. April einbrechen ließen. Damit geht der „kalte Krieg“ zwischen den USA und Russland in die nächste Runde und er nimmt nun immer bedrohlichere Ausmaße an. Provoziert Trump etwa sogar einen dritten Weltkrieg?

    Völkerrechtswidriger Luftangriff auf Syrien ohne große Wirkung

    Luftangriff politisch umstritten

    Der von Trump schon per Twitter angekündigte Luftangriff mit 4 US-Kampfflugzeugen aufgrund des angeblichen Giftwaffenangriffs von Assads Armee schafft nun Fakten. In Deutschland wird der Luftangriff unter den Parteien sehr unterschiedlich beurteilt. Der deutsche Außenminister Heiko Maas sprach von einer angemessen und erforderlichen Handlung ebenso wie die Bundeskanzlerin Angela Merkel, obwohl die Ergebnisse der Giftgas-Untersuchungen „vor Ort“ noch gar nicht abschließend vorlagen und es auch kein UN-Mandat gab.

    Auch der französischen Präsident Macron bezeichnet den Luftangriff als rechtmäßig ebenso wie der britische Primier May, die die USA bei den Luftangriffen militärisch unterstützt hatten. Auch handelt es sich schon wieder um einen klaren Fall von Vorverurteilungen ohne klare Beweise, denn die Untersuchung, ob es einen Chlorgasanschlag gab, erfolgte erst einen Tag nach dem Luftangriff, ohne dass der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hierfür ein Mandat gab, was ein Unding ist. Wozu gibt es eigentlich noch ein Völkerrecht, wenn es von den USA und den Verbündeten ständig ignoriert wird?

    Ist James Bonds Schuld an allem?

    Die Linke bezeichnet den Luftangriff daher zu Recht als völkerrechtswidrig. Der Iran warnt vor einer Eskalation. Dabei war es noch gar nicht ganz klar, ob es überhaupt einen Chlorgasangriff gab und wenn ja von wem er ausgeübt wurde. Die syrische Regierung weist jegliche Verantwortung von sich. Das russische Militär ist sogar der Auffassung, dass der britische Geheimdienst hinter dem Chlorgasangriff steckt. Die sogenannten Weißhelme, die den Anschlag gemeldet und aufgenommen haben, werden von den Briten und Amerikanern finanziert. Sie sind nicht unbedingt glaubwürdig. Die Rebellen in Syrien, die überwiegend Dschihadisten und Terroristen sind, wurden von den USA zuvor mit Waffen beliefert, um einen Sturz von Assad herbeizuführen. Die USA haben dafür angeblich sogar 1 Mrd. US-Dollar investiert. Auch die Türkei, die nun auch gegen Kurdistan kämpft, will einen Sturz von Assad herbeiführen, ebenso Saudi-Arabien und Israel, was bisher aber nicht gelang, weil sich Russland massiv auch militärisch für Assad einsetzte und auch der Iran. Zudem tobt weiter der Stellvertreter-Krieg Jemen gegen Saudi-Arabien.

    Was hat Israel mit dem Iran vor?

    Auch ist Israel involviert, die nun aber auch wieder Problem an der Grenze zu Palästina haben, aber auch Luftangriffe gegen Syrien getätigt haben. Zudem meldete der Iran eine eigenartige Explosion bei einer Militäranlage. Es gibt Befürchtungen, dass sich nach den Syrien-Krieg im Sommer ein Iran-Krieg mit den USA/Saudi-Arabien und Israel als verbündete anschließt, wo dann zum Schluss auch Russland als Pate für den Iran sanktioniert oder möglichweise sogar angegriffen wird. Auch ist der Konflikt in der Ukraine noch nicht gelöst. Gespannt sein, darf man auch wie der Konflikt der USA mit Nord-Korea gelöst wird. Überall geht es nur um Machterhaltung und -ausweitung. Damit ist der Weltfrieden mehr in Gefahr denn je! Wehret den Anfängen!

    Handels- und Finanzkrieg der USA gegen Russland verstärkt sich

    James Bond ist im Moment wieder einmal sehr aktiv. Die unheilvollen angelsächsischen Geheimdienste spielen bei diesem Stellvertreterkrieg und auch beim „kalten Krieg“ eine nicht unbedeutende Rolle, auch mit geheimen False Flag-Attacken, also Angriffe unter falscher Fahne, so dass es Journalisten schwerfällt, die Wahrheit herauszufinden. Gelogen wird auf beiden Seiten und einen Informationskrieg gibt es schon lange auf beiden Seiten, aber auch einen Cyberkrieg. Jedenfalls haben die Falken und Hardliner in den USA jetzt wohl das Sagen, was nicht ungefährlich für den Weltfrieden ist. Was aber nicht zu leugnen ist, ist dass die USA und Großbritannien schon ein lange Tradition mit „Regime Change“ und Angriffskriegen, aber auch False Flag-Attacken der Geheimdienste haben. Nicht alles, was in den Mainstream-Medien berichtet wird, entspricht der Wahrheit, erst recht nicht, was einige Politiker aufgrund von Geheimdienstberichten aussprechen bzw. für richtig halten.

    Unsinnige Sanktionsspirale forciert den Konfrontationskurs USA/GB gegen Russland

    Was zudem in den letzen Jahren seit 2014, also der Ukraine-Krise, auffällt, ist die große Anzahl von Sanktionen der USA gegen Russland auf der Basis von Vermutungen und Anschuldigungen, aber nicht aufgrund von Beweisen. Ganz offensichtlich wollen die USA im Rahmen des „kalten Kriegs“ Russland zumindest finanziell isolieren und in die Enge treiben. Die letzten Sanktionen gegen die Oligarchen, die den Aluminiumkonzern RuSal besonders hart trafen, hatten schon ein großen Wirkung am russischen Kapitalmarkt, an der Moskauer Börse und bei den Währungen Rubel und Türkische Lira, die am 9. April um über 10 Prozent einbrachen. Bei den nächsten Sanktionen, die schon im US-Kongress zur Vorbereitung liegen, sollen Amerikaner keine russischen Anleihen/Eurobonds mehr kaufen und auch nicht mehr halten dürfen, womit Russland wie schon nach dem Ukrainekrieg vom internationalen Kapitalmarkt abgeschnitten wird.

    Kommt nun auch noch ein Handelskrieg USA mit China?

    Neben dem sich verschärfenden „kalten Krieg“ zwischen den USA könnte sich auch der Handelskrieg der USA mit China verschärfen, wenn die USA und auch China mit ihren Ankündigungen Ernst machen. Dies könnte in Zukunft den Welthandel später erheblich stören. Noch wird aber verhandelt. Zudem sind wir jetzt inmitten der Berichtssaison in den USA, wo im Durchschnitt eine Gewinnsteigerung von 18 Prozent bei der S&P-Unternehmen erwartet wurde, was den sehr hoch bewerteten US-Aktienmarkt (noch) stützt.

    Weltbörsen bleiben gelassen – Osteuropabösen selektiv als „Oasen der Stabilität“

    Da der Militärschlag der USA gegen Syrien abgeschlossen ist und Russland nicht militärisch reagieren wird, dürften die Aktienmärkte in den nächsten Tagen gelassen reagieren. Dennoch sind die Aktienmärkte schon lange charttechnisch angeschlagen. Der DAX stieg am 13. April um 0,22 Prozent, aber der Dow Jones Industrial Index (DJI) gab um 0,5 Prozent auf 24.366 Indexpunkte nach und der russische RTS-Index sogar um 1,8 Prozent auf 1104 Indexpunkte. Ende Februar war der RTS-Index noch bei über 1300 Indexpunkten und bis dahin mit einem Plus von 10 Prozent noch einer der am besten performenden Aktienmärkten der Welt. Das hat sich nach den Oligarchen-Sanktionen aber schlagartig geändert. Nun ist noch nur der DAX (-3,7 Prozent in 2018), der EuroStoxx (-1,56 Prozent in 2018) und DJI (-1,6 Prozent in 2018), sondern auch der russische Aktienmarkt seit Jahresbeginn mit etwa 6 Prozent im Minus, denn zu Jahresbeginn war er noch bei 1150 Indexpunkten.

    Rubel wegen Oligarchen-Sanktionen unter Druck – Osteuropabörsen können selektiv outperformen

    Dies liegt aber auch vor allen dem Währungsverlust von über 10 Prozent am 9. April, der Rubel fiel von 71 auf 78 EUR, erholte sich aber wieder auf 76 EUR/RUB, weil der Brentölpreis auf das neue Jahres-Hoch von 72,7 US-Dollar/Barrel anstieg. Der MICEX-Index in Rubel ist noch um 3,6 Prozent von 2100 auf 2175 Indexpunkte gestiegen. Kräftig m Plus sind hingegen immer noch die Osteuropabörsen aus der Ukraine, Kasachstan, Rumänien, den baltischen Börsen und der Prager Börse als „Oasen der Stabilität“ in diesem unsicheren Umfeld.

    Gold seitwärts – Bitcoins kräftig erholt

    Gold konnte im Vorfeld des Luftangriffs der US in Syrien noch nicht sonderlich profitieren, denn er tendiert nur seitwärts bei 1347 US-Dollar/Unze ebenso wie Silber bei 16,7 USD-Unze. Erst bei über 1370 US-Dollar/Unze wäre der Weg für Gold charttechnisch nach oben frei. Viele Gold/Silberaktien sind aber noch im Keller. Dagegen stiegen Bitcoins am 13. April um 11 Prozent auf über 6500 BTC/EUR. Der Euro stabilisierte sich bei 1,23 EUR/US-Dollar und tendiert damit weiterhin nur seitwärts.

    Erst informieren, dann investieren

    Informieren Sie sich jetzt auch ausführlich über die Hintergründe und die Entwicklung der Ukraine/Russland-Krise, aber auch das zukünftige Erholungspotential der unterbewerteten Aktien aus Osteuropa. Auch in Kasachstan (+7% in 2018), Rumänien (+15 Prozent in 2018!) und der Ukraine (+14% in 2108) gibt es neue Chancen, wobei die jeweiligen Aktienindices noch seit Jahresbeginn alle kräftig im Plus sind. So konnten sich einige ukrainische Agraraktien seit 2016 im Kurs schon mehr als verdoppeln. Die Aktien aus Kasachstan zählten 2017 zu den Top-Performern der Welt (+56 Prozent) und der KTX-Index ist jetzt auch schon wieder mit 6 Prozent im Plus. Die Halyk Savings Bank ist dabei einer der Top-Performer schon seit über 5 Jahren Gute Chancen gab es 2017 aber auch in Zentralosteuropa wie in Tschechien (+5 Prozent in 2018) und den baltischen Börsen, wobei die Aktienmärkte aus Ungarn und Polen jetzt auch korrigierten.

    Bestellen Sie jetzt auch ein Probe-Abo (3 Ausgaben per Email für nur 15 €) des monatlich erscheinenden Börsenbriefs EAST STOCK TRENDS (EST) mit einem weiteren Ukraine/Russland-Special und einem Dividenden-Special sowie mit vielen Hintergrund-Informationen und neuen Anlage-Vorschlägen wie mit der "Aktie des Monats“ und lukrativen Zertifikaten unter www.eaststock.de, dort unter Börsenbrief. Der letzte EST erschien am 27. März 2018 mit der Vorstellung von zwei russischen Bankaktien als „Aktie des Monats“. Die Muster-Depot-Aktien RuSal und Yandex stiegen in 2017 um über 30 Prozent, was selektiv die großen Chancen in Russland aufzeigt. In diesem Jahr erreichten schon Tatneft, Gazpromneft und GlobalTrans jeweils neue Jahreshöchstkurse.

    Interview-Hinweise: Das letzte TV-Interview mit Andreas Männicke war am 25. Januar 2018 im Aktionärs-TV. Das nächste Radio-Interview ist am 2. Mai 2018 in Börsen Radio Networks TV Interview ist am 24. Mai 2018 in NTV-Telebörse. Sie können sich die Interviews jetzt bei www.eaststock.de, dort unter der Rubrik „Interviews“ runterladen, ebenso wie das gleichnamige EastStockTV-Video, Folge 149.

    Literatur-Hinweis: Andreas Männicke verfasste eine ausführliche Artikel über die Chancen der osteuropäischen Aktienmärkte im „Wegweiser für Kapitalanlagen 2018“, der von Hans A. Bernecker herausgeben wird und nun im Bernecker-Verlag erworben werden kann.

    Seminar-Hinweis: das nächste Ostbörsen-Seminar „Go east – Hochprozentiges aus Osteuropa“ ist am 23. Mai 2018 um 17.00 Uhr in Frankfurt/M.

    Diskutieren Sie jetzt auch mit Herrn Männicke interaktiv unter http://go.guidants.com/de#c/Andreas_Maennicke .

  • Dynamit liegt in der Luft

    Sonntag, 08. April 2018 17:19:00

    Das amerikanische Finanzministerium hat am 6. April weitere Sanktionen gegen Kreml-nahe russische Oligarchen verfügt, worauf Russland nun scharf reagieren will. Zeitgleich kündigte Trump eine Verdoppelung der Strafzölle gegen China an, nachdem nun auch China bei 128 amerikanischen Produkten einen Strafzoll einführen will. China will den Handelskrieg bis zum bitteren Ende durchführen. Damit drohen die Spannungen der USA mit Russland und mit China zu eskalieren.

    Die Weltbörsen reagierten am Freitag erneut mit Kurseinbußen wegen der Angst vor einem Handelskrieg zwischen den USA und China. Zudem enttäuschten die US-Arbeitsmarktdaten. Nur einige Börsen in Osteuropa stiegen gegen den fallenden Weltbörsentrend. Es lohnt also ein Blick auf die Börsen in Osteuropa zu werfen, vor allem aus Rumänien und der Ukraine.

    Neue US-Sanktionen gegen Kreml-nahe Oligarchen

    Das amerikanische Finanzministerium verfügte am 6. April weitere Sanktionen gegen Kreml-nahe Oligarchen wie gen Oleg Deripaska, Suleiman Kerimow, Wiktor Wechselberg und Kirill Schamalow. Nach den neuen Sanktionen werden alle Vermögenswerte der Betroffenen in den USA eingefroren. Zudem ist es Amerikanern nun verboten, Geschäfte mit den aufgeführten Unternehmen und Personen einzugehen.

    Dem russischen Oligarchen Deripaska wird vorgeworfen, sich mit Trumps ehemaligen Wahlkampfmanager Paul Manafort im Jahr 2016 auf einer Yacht getroffen zu haben, um Strategien zur Beeinflussung des US-Wahlkampfes zu entwickeln. Anwesend war damals auch die Vize-Primier Sergej Prichodko, wie ein Video des Callgirls mit dem Künstlernamen Rybka bewies, die nun in Thailand in Untersuchungshaft sitzt und um Asyl in den USA bittet.

    Keine konkreten Vergehen der Oligarchen erkennbar, aber…

    Der Milliardär Kirill Schamalow hat die Tochter von Waldimir Putin geheiratet. Es wurden aber auch Sanktionen gegen den Gazprom-Chef Alexej Miller und dem Chef der VTB-Bank Andrej Kostin ausgesprochen. Insgesamt umfasst die Liste 38 russische Personen und Einzelpersonen. Der US-Finanzminister Steven Mnuchin begründete die neuen Sanktionen nicht mit konkreten Vergehen der Personen, sondern mit Russlands „bösartiger Tätigkeit“. Damit sollen die Gesamtheit der Aktivtäten bestraft werden wie die Annexion der Krim, die Unterstützung des syrischen Regimes und die Versuche, westliche Demokratien zu untergraben und den US-Wahlkampf zu beeinflussen. Putin will nun die betroffenen Unternehmen und Personen unterstützen, aber auch scharf gegen die neuen US-Sanktionen reagieren. Auch das diplomatische Verhältnis Großbritanniens mit Russland ist nach der Giftattacke gegen den Ex-Spion Sergej Skripal sprichwörtlich vergiftet.

    Der Skripal-Fall erhöhte die diplomatischen Spannungen

    Die amerikanische Regierung solidarisierte sich sofort nach der Giftattacke mit der britischen Regierung und wies russische Diplomaten aus, ohne dass der Fall, der an einen James Bond-Film erinnert, bis heute aufgeklärt ist. In solchen Fällen ziehen die USA und Großbritannien immer an einem Strang, so aber auch bei diversen Kriegen wie bei dem Irak-Krieg, der nur auf Lügen auch des amerikanischen Geheimdienstes beruhte. Es ist daher verwunderlich, dass sich auch die deutsche Regierung ohne eigene Kenntnisse sofort mit der britischen Regierung solidarisierte. Auch hier gab es eine Reihe von Diplomatenausweisungen, die nicht gerade dazu dienen, dass Vertrauen zu erhöhen und den Dialog zu verbessern.

    Dynamit liegt in der Luft bei wichtigen Gesprächen

    Dabei hat Trump nun sogar Putin zu einem Treffen in die USA eingeladen. Zudem wird sich Trump mit dem nord-koreanischen Präsidenten Kim im Mai treffen. Beide Gespräche sind von großer Bedeutung, denn aus einem „kalten Krieg“ kann auch ein richtiger Krieg werden und im Moment liegt, wo man auch hinschaut, viel „Dynamit in der Luft“. Wehret den Anfängen! Es ist ohnehin rechtlich bedenklich, wenn Politiker voreilig und emotionsgeladen „Gott“ spielen wollen, denn sie gefährden damit auch den Weltfrieden.

    Der Handelskrieg zwischen USA und China droht zu eskalieren

    Aber auch der Handelskrieg zwischen den USA und China droht nun zu eskalieren und aus den Fugen zu geraten. Denn nachdem nun die chinesische Regierung als Reaktion auf die US-Strafzölle nun ihrerseits Strafzölle für 128 amerikanische Produkte verfügte, will nun Trump die Strafzölle von 50 auf 100 Milliarden US-Dollar verdoppeln. Sicherlich wird dies alles noch verhandelt, aber der Handelskrieg droht nun zu eskalieren, da China bereit ist, den Handelskrieg mit dem USA aufzunehmen. Als Besitzer von amerikanischen Anleihen im Volumen von 1,4 Billionen US-Dollar sitzt China am längeren Hebel. Die USA dürften unter einen Handelskrieg genauso leiden wie China. Das BSP-Wachstum dürfte abnehmen.

    Schwache US-Arbeitsmarktdaten belasten die Weltbörsen

    Aber auch die US-Arbeitsmarktdaten enttäuschten bereits mit nur 103.000 neu geschaffenen Stellen am Freitag. Das große Job-Wunder ist unter Trump bisher ausgeblieben. Die Qualität der Arbeitsstellen wird immer schlechter, denn es wurden 300,000 Vollzeitbeschäftige entlassen und 300.000 Teilzeitbeschäftigte neu eingestellt. Die Lohnstückosten stiegen um 0,3 Prozent, was auch erwarte wurde. Dennoch wird die FED die Zinsen in diesem Jahr weiter anheben, was später auch zur Belastung führen kann. Nun kommt die US-Berichtssaison und man wird dann sehen, wie sich die amerikanische Wirtschaft entwickelt, wobei der Ausblick wichtiger sein wird, als die Vergangenheits-Daten.

    Schwache Weltbörsen, aber vereinzelt steigende bzw. stabile Osteuropa-Börsen als „sicherer Hafen“

    Die Börsen reagierten auf Trumps Äußerungen gegenüber China am 6. April mit starken Kursverlusten. Der Dow Jones Industrial Index (DJI) gab um 2,34 Prozent auf 23.933 Indexpunkte nach, was immerhin schon wieder über 500 DJI-Punkte waren. Genauso stark war der Verlust 1987 beim Oktober-Crash, aber das machte damals über 20 Prozent-Index-Verlust aus. Der DAX gab um 0,85 Prozent auf 12.180 Indexpunkte nach. Der russische RTS-Index gab um 1,36 Prozent auf 1236 Indexpunkte nach, liegt damit aber noch mit 7 Prozent im Plus während der DAX mit 5,2 Prozent und der DJI mit 2,32 Prozent im Minus ist. Gold kann bisher immer noch nicht von den politischen Unruhen profitieren, denn der Goldpreis stieg am Freitag nur um 0,56 Prozent auf 1334 US-Dollar/Unze. Er ist in Euro aber noch in 1 Jahr im Minus. Auch Kryptowährungen tendierte in den letzten Wochen nur seitwärts, der Bitcoin jetzt bei 5788 €. Die „Krypto-Manie“ scheint vorerst vorbei zu sein. Auch der Euro tendiert weiter seitwärts bei 1,23 EUR/USD. Dagegen sind einige Börsen aus Osteuropa wie die Börsen aus Rumänen und der Ukraine auf neuen Jahreshöchstkurse gestiegen. Es lohnt sich also, auch selektiv in Osteuropa weiter zu investieren.

    Erst informieren, dann investieren

    Informieren Sie sich jetzt auch ausführlich über die Hintergründe und die Entwicklung der Ukraine/Russland-Krise, aber auch das zukünftige Erholungspotential der unterbewerteten Aktien aus Osteuropa. Auch in Kasachstan, Rumänien und der Ukraine gibt es neue Chancen, wobei die jeweiligen Aktienindices noch seit Jahresbeginn beide im Plus sind. So konnten sich einige ukrainische Agraraktien seit 2016 im Kurs schon mehr als verdoppeln. Die Aktien aus Kasachstan zählten 2017 zu den Top-Performern der Welt (+56 Prozent) und der KTX-Index ist jetzt auch schon wieder mit 5 Prozent im Plus. Gute Chancen gab es 2017 aber auch in Zentralosteuropa wie in Tschechien (+5 Prozent in 2018), wobei die Aktienmärkte aus Ungarn und Polen jetzt auch korrigierten.

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    Der russische Aktienmarkt stieg seit August schon über 30 Prozent und erholte sich damit prächtig. Insgesamt sind der RTX-Index und auch der RDX-Index noch mit über 6 Prozent in Euro im Plus. Damit blieb er einer der Top-Performer der Welt. Aber auch die Börse Bukarest erfreut die Anleger mit einem Plus von 13 Prozent beim ROTX-Index.

    Interview-Hinweise: Das letzte TV-Interview mit Andreas Männicke war am 25. Januar 2018 im Aktionärs-TV. Das nächste Radio-Interview ist am 2. Mai 2018 in Börsen Radio Networks TV Interview ist am 24. Mai 2018 in NTV-Telebörse. Sie können sich die Interviews jetzt bei www.eaststock.de, dort unter der Rubrik „Interviews“ runterladen, ebenso wie das gleichnamige EastStockTV-Video, Folge 147.

    Literatur-Hinweis: Andreas Männicke verfasste eine ausführliche Artikel über die Chancen der osteuropäischen Aktienmärkte im „Wegweiser für Kapitalanlagen 2018“, der von Hans A. Bernecker herausgeben wird und nun im Bernecker-Verlag erworben werden kann.

    Seminar-Hinweis: das nächste Ostbörsen-Seminar „Go east – Hochprozentiges aus Osteuropa“ ist am 23. Mai 2018 um 17.00 Uhr in Frankfurt/M.

    Diskutieren Sie jetzt auch mit Herrn Männicke interaktiv unter http://go.guidants.com/de#c/Andreas_Maennicke .

  • Gefährliche diplomatische und wirtschaftliche Eskalation - cui bono?

    Dienstag, 03. April 2018 15:37:00

    Der neue James Bond wird diesmal live gespielt. Nach dem ominösen Giftanschlag gegen den Ex-Spion Skripal auf englischen Boden kam eine Sanktionsspirale von Ausweisungen von Diplomaten in Gang, die an den "kalten Krieg" erinnert. Fast Gleichzeitig initiierte der US-Präsident Donald Trump durch seine Zollerhöhung vor allem gegen chinesische Produkte im Volumen von 50 Mrd. US-Dollar einen möglichen Handelskrieg in Gang, denn China reagierte sogleich mit der Erhöhung der Zölle für 123 amerikanische Produkte.

    Die Anleger an den Weltbörsen sind zunehmend verunsichert, wie es nun weitergehen wird und wie man aus diesem "Teufelskreislauf" wieder herauskommt. Der DAX und Dow Jones Industrial Index rutschte ins Minus. 9 Börsen aus Osteuropa konnten sich hingegen sehr gut behaupten und führen auch die Performancerangliste der Weltbörsen an, was die Medien und daher auch viele Anleger vernachlässigen. Eine gute Alternative ist auch das neue Swiss Commodities Index-Zertifikat.

    James Bond lässt grüßen

    James Bond wird live gespielt. Nach der ominösen Nervengiftattacke auf den russischen Ex-Spion Skripal auf britischen Boden kam nun eine Sanktionsspirale in Gang, die an den „kalten Krieg“ erinnert. Die britische Regierung machte sofort Russland und Putin für den Giftanschlag verantwortlich, obwohl der Kriminalfall keineswegs eindeutig geklärt ist. Die Vorverurteilung beruht bisher nur auf Vermutungen und nicht auf Beweisen. Russland wies nun auch über 50 ausländische Diplomaten aus, nachdem es zuvor zu einer Ausweisung von russischen Diplomaten anfangs nur aus Großbritannien gab. Die diplomatische Eiszeit zwischen Russland und den westlichen Ländern Großbritannien, der USA, Deutschland und Frankreich erinnert sehr an den „kalten Krieg“. Zudem gibt es einen Informationskrieg auf beiden Seiten, der dazu beiträgt, das Vertrauen gänzlich zu zerstören.

    Cyberkriege nehmen zu

    Im Hintergrund tobt zudem schon lange ein Cyberkrieg zwischen Russland und den USA, was auch schon zu fortgesetzten Sanktionen der USA gegenüber Russland wegen angeblicher Wahlbeeinflussung über Soziale Medien führte, wo auch Facebook eine nicht unbedeutende Rollen gespielt haben soll. Die Datenpanne von Facebook ist ein gutes Beispiel dafür, wie verwundbar die digitale Welt sein kann und wie Daten (auch für den Wahlkampf) missbraucht werden können. Dies wird zu weiteren Untersuchungen führen.

    „Kremlingate“ geht mit neuen Erkenntnissen in die nächste Runde

    Ebenso laufen die Untersuchungen des FBI-Sonderermittlers Robert Miller auf Hochtouren, der nun nachweisen will, dass Trump direkte Kontakte zu Russland hatte, die der Wahlbeeinflussung dienten. In die Hände spielt ihm nun ein Video des russischen Rechtsanwalts Nawalny, das Beweise liefern soll, dass es auf einer Yacht des russischen Oligarchen Oleg Deripaska im August 2016 Absprachen mit dem amerikanischen Ex-Wahlkampfmanger Paul Manafort gab. Dies zumindest soll eine Escort-Lady mit dem Künstlernamen Nastja Rybka und richtigen Namen Anastasia Waschukewitsch nun belegen, die ein Video aus dem Jahr 2016 auf Instagram unvorsichtigerweise hochgeladen hat. Zu sehen ist auf dem Video auch der russische Vizepremier Sergej Sergej Prichodko. Das Callgirl sitzt jetzt in Thailand in Untersuchungshaft, bittet aber die USA um Asyl, um dann auch in den USA auszusagen. Auch dies könnte Trump später im Rahmen des „Kremlingate“ in Bedrängnis bringen.

    Möglicher Handelskrieg zwischen den USA und China macht Sorgen

    Trump selbst löste nun durch die neuen Strafzölle gegen China einen Handelskrieg aus bzw. man ist kurz davor, denn auch China reagierte nun prompt mit der Erhöhung von Zöllen für 123 amerikanische Produkte. Die EU wurde noch einmal verschont, aber hier drohte auch schon ein Handelskrieg. Ähnlich protektionistischen Maßnahmen führten schon einmal zu in den 20-er Jahren zu einer Weltwirtschaftskrise und zu einem Weltkrieg. Die weltpolitische Situation war schon lange nicht mehr so angespannt wie jetzt. Fast ganz nebenbei toben weiter Stellvertreterkriege in Jemen und Syrien. Angeblich will Trump nun Truppen aus Syrien zurückziehen. Auch führt die Türkei weiterhin einen Angriffskrieg gegen Kurdistan. In Afghanistan gibt es ständig Terroranschläge und die Talliban gewinnen wieder an Macht und Einfluss, auch in Pakistan. Zudem brodelt es einmal wieder an der israelischen Grenze, wo Palästinenser für eine Rückkehr ins eigene Land protestieren. Bisher sind auch dort schon 12 Tote zu beklagen.

    Entspannung mit Nord-Korea oder neue Eskalation?

    Immerhin will sich Trump mit dem nord-koreanischen Präsidenten Kim im Mai treffen, der sich erst einmal „Rat“ in China eingeholt hat. Hier könnte es zu einer Entspannung und Abrüstung kommen. Es könnte aber auch dort wieder eskalieren, wenn die Gespräche schlecht laufen. Geplant ist auch ein Treffen zwischen Putin und Trump. Ob es hier zu einer Entspannung und Abrüstung kommt, ist fraglich. Zunächst trifft sich Putin jetzt aber mit dem türkischen Präsidenten Erdogan und dem iranischen Präsidenten, um das weitere Vorgehen in Syrien abzuklären. Unklar ist es auch, wie es jetzt in der Ost-Ukraine weiter gehen soll, wobei die Ukraine selbst mit amerikanischen Waffen weiter aufrüstet.

    Anleger an den Westbörsen verunsichert

    Die Anleger an den Weltbörsen werden durch die diplomatischen und geopolitischen Spannungen mit Russland zunehmend verunsichert, aber auch durch den drohenden Handelskrieg zwischen den USA und China. So sind jetzt alles bedeutenden westlichen Weltbörsen ins Minus gerutscht und zwar der DAX mit 6 Prozent, der EuroStoxx mit 4 Prozent, der Nikkei-Index mit 6 Prozent sowie die US-Indices Dow Jones Industrial Index, S&P-Index und NASDAQ-Index mit jeweils etwa 2 Prozent. Vor allem Tech-Aktien verloren an der NASDAQ am 2. April erheblich an Wert. Die Marktechnik ist nach wie vor angeschlagen, so dass es zu fortgesetzten Korrekturen oder auch zu einem Mini-Crash (wie am 5. Februar) in den nächsten Wochen kommen kann.

    9 Börsen aus Osteuropa können klar outperformen

    Dagegen sind 9 Börsen aus Osteuropa seit Jahresbeginn noch im Plus, namentlich die Börsen aus Rumänien, der Ukraine, Kasachstan, Russland, Bosnien, Estland, Litauen, Lettland, Tschechien und Slowakei. Sie konnten bisher alle den DAX klar outperformen Darüber wird in den Medien aber kaum berichtet. „Veilchen blühen bekanntlich im Verborgenen!“ Die russischen Aktien Tatneft und GlobalTrans erreichten sogar zuletzt neue Jahres-Höchstkurse.

    Gold und Bitcoins nur seitwärts

    Gold konnte von den politischen Wirren bisher kaum profierten und tendierte bei 1340 US-Dollar/Feinunze nur seitwärts ähnlich wie Silber bei 16,6 USD-Dollar/Feinunze. In Euro ist Gold in Jahr sogar mit 7 Prozent im Minus, was enttäuscht. Charttechnisch wäre bei Gold erst bei Überschreiten von 1370 US-Dollar der Weg nach oben frei. Goldaktien tendierten ebenfalls nur seitwärts bis leicht abwärts.

    Auch der Bitcoin schwankt im Moment nur volatil seitwärts um 6000 EUR/BTC. Im Hoch war er schon bei 15.000 EUR/BTC. Er hat sich also fast gedrittelt. Der Brentölpreis stieg noch bis Ostern auf fast 70 US-Dollar/Barrel an, gab jetzt aber wieder auf unter 68 USD/Dollar/Barrel nach. Der Euro tendiert auch schon lang nur seitwärts zum US-Dollar bei 1,23 EUR/USD.

    Alternativen abseits der Aktien- und Anleihenmärkte gesucht

    Aufgrund der zunehmenden Kursschwankungen an den Aktien- und Anleihenmärkten könnten jetzt Produkte abseits der Aktien- und Anleihenmärkte mehr gesucht werden wie das neue Swiss Commodities Index-Zertifikat von LEONTEQ (Schweiz, ISIN CH0385003030, Kurs 99,4 USD), das im Backtest bei Long- und Short-Postionen bei 23 Rohstoff-Terminmärkten hohe Renditen von über 30 Prozent p.a. ohne ein Verlustjahr seit 2000 erzielte. Ansprechpartner ist hier Adrian Morger von der Falknis Wealth Management AG aus Maienfeld in der Schweiz.

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    Der russische Aktienmarkt stieg seit August schon über 30 Prozent und erholte sich damit prächtig. Insgesamt sind der RTX-Index und auch der RDX-Index noch mit über 6 Prozent in Euro im Plus. Damit blieb er einer der Top-Performer der Welt. Aber auch die Börse Bukarest erfreut die Anleger mit einem Plus von 13 Prozent beim ROTX-Index.

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28.11.2018, 17:00
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22.09.18 Rekorde über Rekorde in den USA, aber wo führt das hin?
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