Ostbörsen im Fokus (siehe auch www.eaststock.de)

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Interview- und Termin-Hinweise

Neu: Das nächste Ostbörsen-Seminar "Go East - n der Krise liegt die Chance!" findettrotz Corona-Krise am 27. Mai 2020 in Frankfurt/M um 17.00 Uhr statt. Bitte jetzt anmelden unter https://www.eaststock.de/Dienstleistungen/Seminare

Andreas Männicke wird am 9. Juni 2020 um 11.30 Uhr in Börsen Radio Networks übe die Chnancen in Osteuropa befragt.

Andreas Männicke wurde am 14. April 2020 in Börsen Radio Networks über den Corona-Crash befragt.

Andreas Männicke wurde am 1. März 2020 in BigEye über die Auswirkungen des Coronavirus auf die Ostbörsen befragt.

Ab Oktober 2013 können Sie unter Eingabe von "EastStockTV" bei www.youtube.de die aktuellen Kommentare von Andreas Männicke zu den Aussichten an den Welt- und Ostbörsen kostenlos abrufen. Abonnieren Sie einfach den Kanal bei www.youtube.de.

Ab Mai 2014 können mit Herrn Männicke über www.go.guidants.com auch interaktiv in Kontakt treten und Fragen zu den Ostbörsen stellen.

Verpassen Sie die Outperformancechancen in Osteuropa nicht und bestellen Sie jetzt den monatlich erscheinenden Börsenbrief EAST STOCK TRENDS unter www.eaststock.de. Ein Probe-Abo (3 Ausgaben kosten nur 15 €). Die beiden Muster-Depots erzielten seit Februar 2009 eine Performance von über 320% im Muster-Depot 1 (konservativer Osteuropa-Basket) bzw. über 350% im Muster-Depot 2 (spekulativer Osteuropa-Basket, das sind über 40% p.a. seit 2009. In den neuen Muster-Depots ab 2015 wude eine Performance von über 130% bzw über 80% erzielt. Das neue "goldige" Muster-Depot erreichte immerhin ein Plus von 66% ab 2016.

Zudem können Sie sich alle bisherigen TV-Inteviews von Andreas Männicke in diesem Jahr runterladen unter den Links der Rubrik "Interviews".

  • Sell on May and go away?

    Freitag, 01. Mai 2009 18:28:00

    Der Wonnemonat Mai ist für Anleger oft der Monat, in dem Gewinne nach einer Frühjahrsrallye mitgenommen werden. Von daher kommt auch der Ausspruch „Sell on May and go away“. Auch im letzten Jahr gab es die höchsten Kurse an den meisten Weltbörsen Mitte Mai. So lag die Moskauer Börse im letzten Jahr im Mai noch mit 5% vorne, bevor sie dann in den Monaten August bis Oktober um über 70% im Gleichklang mit den Weltbörsen abstürzte. In diesem Jahr stiegen die Kurse an der Moskauer Börse sogar um über 30% seit Jahresbeginn im Durchschnitt und zählt damit wieder zu den Top-Performern unter den Weltbörsen. Nur Aktien aus Peru, China und Pakistan konnten besser performen (alle Indices >30% seit Jahresbeginn). Einige Aktien, die auch im EAST STOCK TRENDS empfohlen wurden, konnten ihre Kurse sogar mehr als verdoppeln wie die Medienaktie CTC Media. Aber auch die liquiden Rohstoffwerte konnten im Kurs deutlich zulegen.

    Dabei waren die meisten Quartalszahlen und Fundamentaldaten in Russland keineswegs so, dass man an einen neuen Wirtschaftsaufschwung glauben konnte. Im Gegenteil: das BSP-Wachstum brach im 1. Quartal mit 9,5% minus weit mehr ein als erwartet. Auch der Haushalt wies ein Loch von über 9% des BIP aus, nachdem in den Vorjahren immer Haushaltsbilanzüberschüsse erzielt wurden. Ein Problem ist auch die steigende Arbeitslosigkeit und die hohe Inflationsrate von 14%, was zu sozialen Verwerfungen und Protesten auf der Strasse führen könnte. Auch in Russland müssen die meisten Industriekonzerne entweder Kurzarbeit anordnen oder die Mitarbeiter entlassen. Ein „Bankenrun“ konnte durch die Eingriffe des Staates bisher vermieden werden. Russland besitzt immer noch nach China und Japan die drittgrößten Währungsreserven der Welt, wobei sich die Währungsreserven infolge der Rubelkrise bis Februar schon gedrittel hatten.

    Allerdings erholte sich der Ölpreis von den Tiefstkursen von 35 auf über 50 USD/Barrel und auch einige Rohstoffpreise wie Kupfer und Nickel konnten im März/April um über 20% zulegen. Durch den gestiegenen Ölpreis konnte sich auch der Rubel wieder stabilisieren, der sich zuvor bis Februar im freien Fall befand und über 30% an Wert verlor. Auch konnte die Kapitalflucht vermindert werden. Gazprom meldeet immerhin einen Rekordgewinn für 2008 von 30 Mrd. USD, wobei der Quartalsgewinn m 4. Quartal von 8 Mrd. USD positiv überraschte. In diesem Jahr rechnen Analysten aber mit einem Umsatz- und Gewinneinbruch aufgrund der deutlich geringeren Energienachfrage infolge der Rezession. Auch mit Gazprom ließen sich in den letzten beiden Monaten schon Trading-Gewinne von über 30% erzielen.

    Ausschlaggebend für den Kurssprung in den Monaten März/April waren aber auch die Kapitalzuflüsse bei „BRIC“-Fonds und die größere Risikobereitschaft der Fondsanleger, die die hohen Barreserven zu Käufen nutzten. Die prozentual höchsten Kurssprünge wurden an den Börsen in Rumänien und Ukraine erzielt (>40%), wobei die Aktien zuvor auch bis Februar zu den Top-Verlierern unter den Weltbörsen zählten. Zu einer bemerkenswerte Kursrallye kam es auch bei den in London gehandelten GDR aus Kasachstan, was auch das Thema bei meinem Interview am 24. April in der 3SATBörse (www.3sat.de/boerse) war. Auch hier dominieren Rohstoffwerte den KTX-Index, der ein Kunstprodukt der Wiener Börse für Aktien aus Kasachstan ist. Aber auch die zentralosteuropäischen Börsen Warschau, Prag und Budapest konnten in den letzten beiden Monaten kräftig zulegen.

    Wer in Osteuropa Geld anlegen will, muss aber immer auch die globalen Entwicklungen und Kapitalströme in Betracht ziehen. Auch in anderen Ländern sind die Wirtschaftsprognosen für dieses Jahr nicht rosig. In Deutschland und in den USA wird ein Minus beim BSP von 6% erwartet, was die schärfste Rezession in der Nachkriegszeit ist. Dabei ist der Konsum noch erstaunlich stabil, auch weil der Ölpreis sich mehr als halbierte. Der stark gefallene Ölpreis ist bisher das stärkste „Konjunkturprogramm“ und auch einer der Gründe, warum der Konsum bisher noch nicht so eingebrochen ist. Nach den Mega-Konjunkturprogrammen stellt sich nun weltweit die Kardinalfrage; wann „die Pferde wohl saufen“ werden. Ich persönlich rechne noch mit keinem Wirtschaftsaufschwung im zweiten Halbjahr, was die Weltbörsen im Moment aber zu antizipieren scheinen.

    Ich rechne mit weiteren Insolvenzen und Zwangsmergern im angeschlagenen Automobilsektor. Chrysler machte den Anfang mit der Insolvenz, wo nun Fiat rettend einspringt. Opel könnte durch den größten Automobilzulieferer der Welt Magna im Verbund mit russischen Investoren gerettet, wobei wohl auch der Staat mithelfen muss. Der nächste Wackelkandidat von Bedeutung ist General Motors. An Chrysler/GM hängen durch Automobilzulieferbetriebe mehr als 2 Millionen Personen, die arbeitslos werden könnte. Das ist ein gewaltiger sozialer Sprengstoff nicht nur für die USA, sondern die ganze Welt.

    Die sich jetzt weltweit ausbreitende Schweingrippe hat die Börse bisher ignoriert, wobei etwas über 120 registrierte Fälle noch nicht als so besorgniserregend wahrgenommen werden. Man muss abwarten und genau beobachten wie schnell und stark sich der Virus weltweit ausbreitet, wobei die USA besonders gefährdet sind, weil es dort viele Mexikoreisende gibt. Einige Pharmawerte wie Roche / Glaxo-Smith-Line und Unternehmen, die einen Mundschutz herstellen, werden von dem umgehenden Schweinegrippevirus profitieren. Gelangt er nach Indien oder Afrika, könnte dies verheerende Wirkungen haben, dann auch für die Weltbörsen. Zudem werden in den nächsten Monaten einige Belastungsproben an die sozialen Einrichtungen wie Krankenkassen und Arbeitsämter zukommen. Die Krankenkassen in Deutschland haben schon ein Defizit von über 3 Mrd. € gemeldet, die nun der Staat zwischenfinanzieren muss. Es wird also ein „heißer Sommer“ werden. Auch ist noch völlig ungeklärt, wie zu einem die Billionen an Staatsanleihen platziert werden können und zum anderen wie die ausufernde Mega-Verschuldung jemals wieder abgebaut werden kann. Ich rechne mit steigenden Zinsen in der zweiten Jahreshälfte, obwohl Inflation noch kein Thema sein wird. In den USA sind die Zinsen bei den langfristigen Staatsanleihen schon kräftig angestiegen, während die 10-jährigen Bundesanleihen noch stabil bei 3,15% auf niedrigem Niveau rentierien. Anleger sollten schon jetzt den Bund-Future beachten und bei unter 121 short gehen. Eine Fortsetzung der Kursrallye ist nur über eine Gesundung des Bankenmarktes und der Beendigung der weltweiten Kreditklemme möglich.

    Die US-Regierung unterzieht gegenwärtig alle US-Banken einem „Stresstest“, um auch Worst-case-Szenarien einzubeziehen. Die US-Regierung kam zu dem Ergebnis, dass die Citibank und Bank of America Kapitalerhöhungen machen müssen, um den Stresstest zu bestehen; dies könnte die zuletzt stark gestiegenen Kurse wieder drücken. Der Kurs der Citibank hatte sich zuletzt ausgehend vom Februar-Tief vervierfacht und der Kurs der Deutsche Bank AG stieg um 160%. Hier schlummern aber immerhin noch nach den IWF-Angaben 4 Billionen USD „Giftmüll“ in den Bankbilanzen. Durch die Bilanzhilfen stimmt im Moment keine Bankbilanz mehr. Angesehene Privatbanken wie SAL Oppenheim schreiben jetzt sogar rote Zahlen und müssen Mitarbeiter entlassen. Immerhin glaubt Josef Ackermann, in diesem Jahr wieder eine Eigenkapitalrendite von 25% erwirtschaften zu können, wobei zuletzt die guten Quartalsergebnisse überwiegend durch steigende Bondkurse im Eigenhandel zustande gekommen sind. Anleger müssen jetzt genau beobachten, wie hoch die Kreditausfallquote in den nächsten Monaten sein wird, wobei hier amerikanische Banken wesentlich gefährdeter sind. Auch muss sorgsam beobachtet werden, ob die Immobilienpreise in den USA weiter fallen oder sich stabilisieren. Bisher sind die Immobilienpreise um 30% in den USA gesunken, was der auslösende Faktor für die Schieflagen bei den Banken weltweit war und ist.

    Aufgrund der unsicheren wirtschaftlichen Zukunft sollte sich der Anleger weiter von der Markttechnik leiten lassen. Die Stimmungsindikatoren waren im März so niedrig, dass eine Bärmarktrallye wahrscheinlich war. Die Stimmungsindikatoren liegen trotz der Rallye immer noch überwiegend in der „Kaufzone“. Der DAX schloss am 30. April mit einem Plus von 1,38% bei 4769 Indexpunkte und der S&P-Index stagnierte bei 872 Indexpunkten fast auf Vortragsniveau. Damit setzt sich der Haussetrend seit Anfang März fort und bescherte beim DAX einen neuen Höchstkurs innerhalb der Bärmarktrallye. Dies war sogar der stärkste Kursanstieg in der Nachkriegszeit in den Monaten März/April auch an der Wallstreet. Dabei konnten die meisten Ostbörsen den DAX und auch den S&P wiederum klar outperformen. Ich rechne in den nächsten Wochen aber mit kräftigen Korrekturen. Gewinne sollten daher zum Teil realisiert werden Das erste Warnsignal entsteht aber erst, wenn der DAX unter 4500 Indexpunkte oder, noch gewichtiger, der S&P unter 820 Indexpunkte gehen sollte. In diesem Fall sollten sie auch an den Ostbörsen vermehrt in Liquidität gehen. Gold ist bei steigenden Aktienkursen wenig gefragt, da die Angstprämie wegfällt. Gold fiel am 30. April auf 883 USD/Unze. Wenn der Goldpreis unter 850 USD/Unze fallen sollte, droht ein Einbruch bis auf 800 USD/Unze, was viele Goldanhänger überraschen dürfte. Der Bund-Future sieht bei unter 121 bearish aus. Unter 121 also shorten.

    Erst wenn der S&P unter 820 Indexpunkte fällt bzw. der DAX unter 4500 Indexpunkte, heißt es für Sie also „Sell on may and go away“. Bis dahin sind die Aktien auch in Osteuropa noch gute Haltepositionen. Eine Fortsetzung der Bärmarktrallye und sogar ein DAX von 5000 Indexpunkten ist durchaus möglich. Erst dann kommt die eigentliche“ Stunde der Wahrheit“ (Trendwechsel oder Fortsetzung des Bärmarktes), weil dann der DAX auf die 200-Tgaeslinie trifft, die immer noch im Fallen begriffen ist. Welche Aktien aus Osteuropa jetzt im Trading-Bereich ge- oder verkauft werden sollten, können Sie auf der täglich aktualisierten Ostbörsen-Hotline 09001-8614001 (1,86 €/Min) entnehmen.

    Über die Zukunftschancen der Aktien aus Osteuropa und auch in Afrika – ein Kontinent, der noch entdeckt werden will – können Sie sich informieren bei dem nächsten ESI-Ostbörsen-Seminar am 27. Mai in Frankfurt/M um 17.30 Uhr (Info und Anmeldung unter www.eaststoc.de, dort bei Ostbörsen-Semianre).

    TV-Hinweis:. Das letzte TV-Interview mit Andreas Männicke in der 3STABörse am 24. April über Zentralasien (Kasachstan u.a.) können Sie sich jetzt in der ZDF-Mediathek unter www.3Sat.de/Börse runterladen. Die Aktien in Kasachstan stiegen übrigens auch schon in diesem Jahr um über 20% im Durchschnitt, obwohl der Bankensektor unter der Krise nach wie vor stark leidet. Auch hier gilt aber der Grundsatz: „In der Krise liegt die Chance“.

  • In der Krise liegt die Chance – auch auf der „Invest“

    Sonntag, 26. April 2009 22:05:00

    Vom 24.-26. April öffnete die Messe „Invest“ in Stuttgart wieder ihre Tore für die Anleger, die eine neue Orientierung in unsicheren Zeiten finden wollen. Themen wie Anlegerschutz, aber auch Anleitung zum eigenverantwortlichen Handeln spielten eine große Rolle. Aber auch die schon totgeglaubte Zertifikate-Industrie bemüht sich, mit leicht verständlichen und vor allem transparenten Investmentideen das verloren gegangene Vertrauen wieder zu gewinnen. Das Vertrauen in den Finanzmarkt wurde im letzten Jahr erschüttert, was vor allem ein herber Schlag für Long only-Strategien bzw. Langfristinvestoren war. Das letzte Jahr war für viele Anleger zumindest ein Lernerfolg: jeder Anleger sollte nicht immer nur seinen Berater vertrauen, sondern versuchen, die Geschicke eigenverantwortlich in die Hand zu nehmen und auch der inneren Stimme zu folgen. Vor allem sollte er sich intensiver informieren und dazu bot die „Invest“ wieder einmal viele Möglichkeiten.

    Dafür sind jetzt zumindest die Trader, die das Trading beherrschen, mehr im Aufwind. Aber auch muss der Anleger die Handwerkszeuge erst lernen, wobei Anlegerfehler auch als Lernerfolg verbucht werden können. Das Lehrgeld sollte nur nicht zu hoch ausfallen. Es gab auf der „Invest“ eine Reihe von Anbieter, die über CFD, ETFs oder auch über die Future- und Devisenmärkte Anlagemöglichkeiten mit hohen Renditechancen präsentierten. Es gab zwar mit 180 Ausstellern weit weniger Aussteller als im letzten Jahr, die „Invest“ war aber gut besucht, wobei der letzte Kursaufschwung auch schon wieder Hoffnung machte. Wie lange die Krise noch dauern wird, kann keiner sagen; aber es ist sicherlich der falsche Weg, jetzt den Kopf in den Sand zu stecken. Gerade in dieser Zeit ist fachkundige, objektive Beratung gefragt und es sind auch eigenverantwortlich und strategisch denkende Akteure am Kapitalmark gefragt und dazu zählt auch der Kleinanleger, der auf der „Invest“ wieder eine Menge von Anregungen bekommen konnte, wie er sein individuelles Anlageziel am besten erreichen kann.

    Interessant war auch die Präsentation des kanadischen Gold- und Kupferwertes Nothern Dynasty Minerals Ltd (WKN 906169, Kurs 5 €), der Lizenzen in dem zweitgrößten Goldfeld der Welt in Alaska hält, am Vorabend der „Invest". Das riesige Feld Pebble in Süd-Alaska mit über 5 Mio. Tonnen Ressourcen an Mineralien (dabei 72 Mrd. lb Kupfer, 94 Mio. Unzen Gold und 4,8 Mrd. lb Molybdene) soll im Joint-Venture mit Anglo American bis 2013 erkundet werden und ab 2013 in Produktion gehen, wobei Anglo American die Erkundungskosten in Höhe von 1,4 Mrd. USD trägt. Rio Tinto ist einer der namhaften Großaktionäre bei dem aussichtsreichen Gold/Kupferwert. Die Marktkapitalisierung beträgt bei 93 Mio. ausstehenden Aktien gegenwärtig 463,14 Mio. €. Der Kurs verdoppelte sich in diesem Jahr bereits und gehört weiterhin zumindest auf die Watch-List. In 2007 lag das Hoch bei 10 €.

    Ich selbst hielt am 24. April einen Vortrag mit dem Thema „Jahrhundertkrise = Jahrhundertchance auch in Osteuropa – Optimale Anlagestrategien auch in unsicheren Zeiten“ am Stand des Derivate-Magazins, in dem ich auch immer wieder Artikel über die Chancen der Ostbörsen verfasse. Da die Manuskripte aber bei dem vierteljährlich erscheinenden Derivate-Magazin weit früher abgegeben werden müssen als der Druck erfolgt, muss man sich die Headline vorher genau überlegen und dabei zum Ausdruck zu bringen, was in den nächsten 3 Monaten das Trendthema sei. So schrieb ich im Februar voller Zuversicht lange vor Drucklegung die Headline für das Derivate-Magazin, dass eine Frühjahrsrallye in Ostbörsen auch bei schlechten Konjunkturdaten zu erwarten sei und so kam es dann auch. Dass die Frühjahrsrallye aber so stark ausfiel (Moskauer Börse von -20 auf +30%, einige Aktien wie die Sberbank und CTC Media sogar über 100%), war auch für mich ein positive Überraschung. Demnächst kommt aber die Kardinal-Frage, „sell on may an go away?“, was im letzten Jahr nur bedingt richtig war, denn im letzten Jahr war die Börse bis Juni/Juli noch recht freundlich. Im letzten Jahr war die Moskauer Börse bis Mai 2008 sogar noch 5% im Plus; sie fiel dann aber um über 70%, wobei einige Sonderfaktoren wie der Georgien-Krieg schon vor den Crash-Monaten September/Oktober zu Kurseinbrüchen führten. Ich war aber einer er wenigen, die den Kurseinbruch in der zweiten Jahreshälfte und auch die Möglichkeit eines Crahs schon lange vor dem Crash in Betracht gezogen hatte.

    Ich propagiere nach wie vor einen Multi-Asset- und Total Return-Ansatz. Bei meinem Vortrag habe ich auf einige Anlagemöglichkeiten aufmerksam gemacht, wie der Anleger selbst in schwierigen und volatilen Zeiten positive Renditen erzielen kann. Meine Vorschläge beruhen auf ausgewählten Managed Futures Accounts (+92% in 2008, +44% in 2009), die sogar mit vollständigen Kapitalschutz möglich sind (dann mit geringeren Plus-Renditen); Private Equity (für Long only-Langfristinvestoren), Gold nach dem AM-Trading-Ansatz, einen Mix auf Unternehmensanleihen aus Osteuropa (siehe EAST STOCK TRENDS, www.eaststock.de und auch Osteuropa bzw. Emerging Markets-Aktien nach dem AM-Trading Ansatz. Wichtig dabei ist auch für jeden Anleger das Money- und Risikomanagement, wo die meisten Banken im letzten Jahr versagt haben. Schon durch gezielte Liquiditätsstreuung und Cash-Management kann der Anleger wesentlich bessere Performanceergebnisse erzielen als der Index. Zudem ist das Finanz-Coaching von erfahrenen Experten zu empfehlen, um die gröbsten Anlegefehler zu vermeiden.

    Nach diesem Muster der Cash-Steuerung schneiden gut geführte Vermögensverwaltungen wie die von Dr. Ehrhardt und Mack&Weise auch weit besser ab als der Gesamtmarkt und auch besser als die meisten Kleinanleger. Am besten schnitten aber im letzten Jahr einige gut gemanagte Hedgefonds ab. Der Kleinanleger verhält sich in der Regel zu prozyklisch und kauft die meisten Produkte – insbesondere Fonds - erst nachdem die Kurse zuvor stark angestiegen waren. Es lässt sich also zuvor von der Vergangenheit und den aktuellen Schlagzeilen in den Medien beeinflussen, was kein guter Ratgeber ist. Besser ist das antizyklische Verhalten, was nicht heißen soll ,gegen den Strom zu schwimmen. So hat der Börsenexperte und vom Volumen her größte bankenunabhängige Vermögensverwalter Deutschlands Dr. Jens Ehrhardt schon im März die Cash-Quote schon wieder von unter 30 auf 70% erhöht. Kleinanleger machen dies in der Regel nicht, sondern sitzen ihre „Leichen im Keller“ aus und bleiben inaktiv bzw. passiv, nachdem sie im letzten Jahr so herbe Kursverluste hinnehmen mussten. Zudem kennen Anleger oft keine Grauzonen: entweder sind sie voll investiert oder gar nicht (im Moment eher gar nicht abgesehen von alten Leichen im Keller). Bei der Frühjahrsrallye waren also die wenigsten Privatanleger dabei; die Versicherungen aber auch nicht-.

    Ob die Schildkröte, also Bundesschatzbriefe und Bundesanleihen, in Zukunft noch so gefragt sein werden, wie in der Vergangenheit, wird sich herausstellen. Ich persönlich rechne mit einem Anleihen-Crash, also anziehenden Zinsen und sinkenden Anleihenkursen im Jahresverlauf, was der Anleger übe den Bund-Future dann auch zu gegebener Zeit auf der Short-Seite ausnutzen kann. Ich empfehle Short-Positionen beim Bund-Future, wenn er unter 121 fallen sollte (am Freitag schloss der Bund-Future bei 122,46 noch knapp über der wichtigen Unterstützungslinie). Der Bund-Future bewegt sich fast auf Höchstniveau seit 6 Monaten seitwärts und bildet bei 122 einen Boden. Wird diese Unterstützung durchbrochen, rechne ich mit steigenden Kursen, die auch damit zusammenhängen können, dass die nächsten Staatsanleihen nicht mehr so gut platziert werden können. Eine Inflation in den großen Industrieländern noch nicht erkennbar, sondern eher eine Deflation. Dafür sind die Inflationsraten in einigen osteuropäischen Ländern wie in Russland und der Ukraine mit über 14% viel zu hoch. Überhaupt sollte sich jeder Anleger die Frage stellen, ob die Flucht in Staatsanleihen wirklich dauerhaft von Vorteil ist, was ich bezweifele Ich propagiere nach wie einen Anlage-Mix, wobei Aktien und Unternehmensanleihen aus Osteuropa auch in Zukunft nicht fehlen sollten. Die Börse antizipiert die wirtschaftliche Zukunft. Demnach werden die „BRIC“-Länder als erster gestärkt aus der Krise hervorgehen, denn die Börsenindices der „BRIC“-Länder führen die Performancerangliste der Weltbörsen schon wieder an. Von den großen Börsen der Welt konnte die Moskauer und Shanghaier Börse mit einem Plus von über 30% schon wieder am besten auf der Welt abschneiden.

    Eine nachhaltige Erholung kann nur dann erfolgen, wenn sich die internationalen Finanzmärkte wieder normalisieren und die Kreditklemme überwunden werden kann. Die Gesundung der Großbanken ist im Moment das wichtigste für die Weltwirtschaft, aber nach dem IWF-Bericht schlummern noch 4 Billionen USD an „Giftmüll“ in den Bankbilanzen. Die US-Banken dürfen jetzt sogar das machen, wofür Banker zuvor wegen Bilanzmanipulation und Konkursverschleppung ins Gefängnis gekommen wären, nämlich die Bewertung nicht zum „Fair value“, sondern zu Anschaffungskosten nach dem Prinzip die Hoffnung stirbt zuletzt“. Damit stimmen aber die Bankbilanzen nicht mehr und so kann auch kein Vertrauen wieder gewonnen werden, was das wichtigste Gut im Finanzmarkt ist. Der 41-jährige Finanzchef und Vize-Präsident von Freddie Mac David Kellermann hat sich letzte Woche schon das Leben genommen und erinnert damit an 1929, als sich Bankmanager und Investoren reihenweise nach dem Crash aus dem Fenster stürzten. Soweit sind wir zwar noch nicht, aber schon im Oktober letzten Jahres stand das Finanzsystem kurz vor dem Kollaps. Die Hypothekenbank Freddie Mac erlitt im letzten Jahr einen Verlust von 50 Mrd. USD und erhielt vom Staat eine Hilfe von 45 Mrd. USD. Dabei wurden die Boni noch nicht bekanntgegeben. Die SEC leitet zuletzt Untersuchungen gegen das Management ein.

    Es ist schon viel wert, dass ein „Bankenrun“ bisher vermieden werden konnte, denn dann könnte keine Regierung der Welt und auch kein IWF mehr helfen. Der IWF wird von den USA 100 Mrd. USD an Geldern bekommen, damit der IWF jetzt Ländern wie Ungarn, Ukraine, Weißrussland, Irland, Island vor dem Staatsbankrott bewahren kann. Sogar Polen wird nun eine Kreditlinie des IWF von über 20 Mrd. USD in Anspruch nehmen, um die Währung zu stabilisieren. Im Falle eines Staatsbankrotts sind auch Staatsanleihen nicht mehr viel wert wie Halter von Argentinien-Anleihen wohl noch bestens in Erinnerung haben dürfte. Meiden Sie auch Anleihen von GM, Chrysler und anderen Pleitekandidaten. Dagegen lohnt weiterhin ein Blick auf hoch rentierlichen Unternehmensanleihen aus Osteuropa. Die Kurserholung der letzten Wochen bei den Weltbörsen war in Anbetracht der schlechten Konjunkturdaten schon beeindruckend. Immerhin stieg der Wert der Banken weltweit am meisten von allen Branchen seit März 2009. Der Kurs der Citibank konnte sich vervierfachen; der Kurs der Deutsche Bank AG stieg um über 160% und der Kurs der Sberbank um über 140% in wenigen Wochen: Waren Sie dabei?

    Ich glaube allerdings noch nicht an eine Trendwende. In den nächsten Monaten werden uns die harten Fakten schnell wieder einfangen wie das mögliche Chapter 11 bei Chrysler und General Motors. Beim Chapter 11 werden die Betriebe fortgeführt, aber die Verhandlungen mit den Gläubigren führen dann fast zu Totalverlusten für die Gläubiger, auch im Anleihenbereich. Ein Chapter 11 im US-Automobilsektor wird gravierende Auswirkungen auf den US-Arbeitsmarkt haben. Arbeitslosenzahlen von über 10% sind in den USA und auch in Deutschland zum Jahresende durchaus möglich. Schon jetzt steigt die Zahl der Arbeitslosen gefährlich stark an, denn dann könnte auch der Konsum in den USA einbrechen. In Spanien schnellte die Arbeitslosenquote schon auf über 17%. In Island und Irland machen sich Verzweifelung breit. Eine Massenarbeitslosigkeit ist aber der teuerste Kostenfaktor für jede Volkswirtschaft die es gibt. Die Haushaltslöcher werden dann immer größer. Viele Länder in Südeuropa sind überschuldet und haben im Moment aufgrund es Euro-Korsetts wenig eigene Möglichkeiten, aus der Krise (über notwenige Abwertungen der Währungen) herauszukommen. Deutschland bleibt der größte Zahlmeister und der stabilste Faktor in einem unstabilen Europa. Ich befürchte mehr Demonstrationen auf der Strasse und auch mehr gewaltbereite Bevölkerungsschichten, was nicht ganz ungefährlich ist. Es wäre also wichtig, das die in Gang gesetzten Konjunkturprogramme jetzt schnell greifen, sonst sieht es nicht nur düster aus, sondern dann könnte auch das Finanz-System wegen zu großer Überschuldung (im nächsten Jahr) kippen.

    Die große Hoffnung sind jetzt die großen Emerging Markets. VV wird in China mehr Umsätze machen als in Europa. Indien und China sind für die Weltwirtschaft weit bedeutsamer als noch vor 10 Jahren. Auch dass überhaupt ein G20 Gipfel mit dem wesentlichen Emerging Markets im Boot zustande gekommen ist, macht Hoffnung. Wichtiger als Hoffnung und Obama-Visionen sind aber die finanzwirtschaftlichen Prozesse, die jetzt ablaufen. Am wichtigsten wird es aber sein, wie die Verschuldung in den USA wieder abgebaut werden kann und wann die Talfahrt in den USA beendet sein wird. Dies wird wieder wesentlich von dem US-Immobilenmarkt und dem US-Konsum abhängen. Liquidität ist weltweit genug vorhanden, denn über 8 Billionen USD befinden sind jeweils in geldnahen Titeln in den USA und auch in Japan. Da der Zeitpunkt des wirtschaftlichen Turn arounds unbekannt ist, lassen Sie sic weiterhin von der Marktechnik leiten.

    Der DAX stieg am Freitag immerhin um 3% auf 4674 Indexpunkte, der Dow Jones um 1,5% auf 8076 Indexpunkte und der für mich wesentliche S&P-Index um 1,68% auf 866 Indexpunkte. Damit sind alle Indices (noch) im „grünen Bereich“. Somit sind auch alle Ostbörsen, vor allem die Moskauer Börse; noch gute Haltepositionen. Gehen Sie an den Ostbörsen spätestens dann in Liquidität, wenn der Dow Jones nachhaltig unter 7800 Indexpunkte bzw. erst recht bei unter 7500 Indexpunkten fällt. Umgekehrt entsteht bei über 8200 Indexpunkten ein Kaufsignal beim Dow Jones. Dementsprechend wird es an den Ostbörsen erst kritisch, wenn der S&P unter 830 Indexpunkte fällt; spätestens sollte die Reißleine gezogen werden, wenn der S&P unter 780 Indexpunkte fallen sollte. Achten Sie jetzt vor allem auf den Bund-Future, der bei 122 eine Unterstützung hat. Fällt er unter 122, dürften die Renditen ansteigen, was wieder schlecht für den Aktienmarkt wäre. Gold erholte zuletzt wieder auf 912 USD/Unze gestiegen und der Ölpreis auf 51 USD/Barrel, nachdem der Dollar wieder auf 1,31 EUR/USD nachgab,

    Machen Sie also nicht wieder den gleichen Fehler wie im letzten Jahr. Wirtschaftlich ist das Gröbste zwar noch nicht überstanden, sondern steht uns noch bevor. Da die Börse aber mit einem Vorlauf von 6 Monaten die wirtschaftliche Zukunft antizipiert, kann es gut sein, dass wir die Tiefstkurse im Februar bei den Emerging Markets schon gesehen haben. In den Sommermonaten ab Mai erwarte ich aber wiederum an einzelnen Tagen auch kräftige Kurskorrekturen. Welche Aktien aus Osteuropa jetzt im Trading-Bereich ge- oder verkauft werden sollten, können Sie auf der täglich aktualisierten Ostbörsen-Hotline 09001-8614001 (1,86 €/Min) entnehmen.

    Bei dem nächsten ESI-Ostbörsen-Seminar am 27. Mai in Frankfurt/M um 17.30 Uhr werden diesmal nicht nur die Anlagemöglichkeiten in Osteuropa diskutiert, sondern auch wie man sich jetzt als Anleger aufstellen sollte, um in Zukunft in unsicheren Zeiten Gewinne einzufahren. Dabei sollte der Anleger auch weiterhin über den eigenen Tellerrand schauen und auch Afrika als Anlageregion einbeziehen, um dort Pioniergewinne zu erzielen. Denn befinden sich viele Börsen ebenso wie in den GUS-Republiken und in Zentralasien noch in der ersten Entwicklungsphase. Zudem sind einige Märkte in Afrika selbst untereinander negativ korreliert, so dass sie auch unter Risikostreuungsgesichtspunkten hier gute Anlagemöglichkeiten finden werden.

    TV-Hinweis:. Das letzte TV-Interview in der 3STABörse am 24. April über Zentralasien (Kasachstan u.a.) können Sie sich jetzt in der ZDF-Mediathek unter www.3Sat.de/Börse runterladen. Die Aktien in Kasachstan stiegen übrigens auch schon in diesem Jahr um über 20% im Durchschnitt, obwohl der Bankensektor unter der Krise nach wie vor stark leidet. Auch hier gilt aber der Grundsatz: „In der Krise liegt die Chance“.

  • Licht am Ende des Tunnels, aber keine Trendwende!

    Freitag, 17. April 2009 22:16:00

    Viele Experten und Politiker melden sich jetzt zu Wort mit dem Ausspruch: „Ich sehe Licht am Ende des Tunnels und es nicht der entgegenkommende Zug“! Selbst FED-Chef Bernanke macht den Anlegern Hoffnung, in dem er einen Stabilisierung der Wirtschaft zu erkennen glaubt. Die Zukunftshoffnungen nimmt die Börse wohlwollend auf und setzt dies sofort in Kurssteigerungen um.

    So stieg die Moskauer Börse seit Jahresbeginn um 30% gemessen am RTS-Index und sogar 48% gemessen am MICEX-Index. Auch Aktien aus Kasachstan konnten in den letzten Monaten kräftig zulegen. Kasachstan wird auch am 24. April bei meinem Interview über Zentralasien in der 3SATBörse einen Schwerpunkt bilden. Viele Aktien, die ich im Börsenbrief EAST SOCK TRENDS in der engeren Wahl hatte, konnten sich im Kurs sogar in wenigen Wochen mehr als verdoppeln. Selbst die Deutsche Bank legte ausgehend vom Tief um über 160% von 16 auf 42 € zu. Der DAX befindet sich aber trotz der Kursrallye noch mit 4% im Minus und der Dow Jones mit 7%. Der Nikkei-Index konnte das Minus auf 1% vermindern. Nach der Kursrallye dürften in den nächsten Wochen aber auch wieder kräftige Gewinnmitnahmen an der Tagesordnung sein.

    Ausgelöst haben die Kursrallye den letzten Wochen in erster Linie erst die Gerüchte und dann jetzt die Fakten, dass einige Großbanken im 1. Quartal 2009 wieder ein positives Geschäftsergebnis vorweisen können. So meldete Goldman Sachs für das 1. Quartal schon wieder einen Quartalsgewinn von 1,6 Mrd. USD und auch JP Morgan konnte sogar mit Gewinn von 2,1 Mrd. USD abschließen, obwohl 10 Mrd. USD an faulen Krediten abgeschrieben werden musste. Zuvor meldete Wells Fargo erfreuliche Geschäftszahlen. JP Morgan warnt aber auch vor steigenden Abschreibungen bei Unternehmens- und Konsumentenkrediten, was zu höheren Rückstellungen in Zukunft führen könnte. Auch bei der Citi Group fiel der Verlust mit 966 Mio. USD geringer aus als erwartet. Der Kurs hat sich seit dem Tief bereits mehr als vervierfacht. Ein Eldorado für Zocker und Kurzfristtrader!

    Zudem kamen Google und auch General Electric mit positiven Geschäftszahlen heraus, was den Markt stützte. Zum einen ist darin bei Banken aber viel Bilanzkosmetik drin, zum anderen gibt es immer noch Banken, die Verluste für das 1. Quartal melden müssen. Zudem ist bekannt, das Goldman Sachs eine Kapitalerhöhung im Volumen von 3,8 Mrd. € durchführen will. Ob Waren Buffet da wohl mitmacht? Warren Buffet setzte im letzten Jahr inmitten der Krise etwas zu früh auf Goldman Sachs, obwohl sich der Kurs seit März um 50% von 60 auf 90 € anstieg. Bei der Commerzbank bzw. deren Tochter Eurohypo wird die größte Pleite beim gewerblichen Immobilienbetreibers General Growth Properties (GGP), der nun Chapter 11 anmelden musste, zwar auch leiden, aber nicht so stark wie es irrtümlich das Handelsblatt vermutete. GGP brach unter der Schuldenlast von 27 Mrd. USD zusammen, wobei die Eurohypo mit fast 60 Mio. USD (und nicht fast 3 Mrd. USD) und syndiziert 260 Mio. zwar zu den Großgläubigern zählt, dafür aber auch die Abwicklung unter Chapter 11 leiten darf. Unabhängig davon muss die Commerzbank nun die Dresdner Bank integrieren und gleichzeitig 9000 Mitarbeiter entlassen.

    Die Rekapitalisierung der Banken ist jetzt von großer Bedeutung. Die HSBC konnte Anfang des Jahres immerhin ein Kapitalerhöhung im Volumen 13,9 Mrd. € erfolgreich platzieren. Wo Licht (am Ende des Tunnels) ist, ist aber auch Schatten: So rechnet die UBS mit einem Quartalsverlust von 1,3 Mrd. €. Die UBS will jetzt durch ein radikales Sparprogramm in schwarzen Zahlen kommen und Sparprogramm bei Banken bedeutet immer Mitarbeiternetlassungen. So sollen jetzt 8700 Beschäftigte von 76200 Beschäftigten entlassen werden. Ich habe immer gesagt – und dabei bleibe ich -, dass eine nachhaltige Gesundung der Wirtschaft und auch nachhaltige steigend Aktienkurse zunächst über eine Gesundung des Bankensektors kommen kann. Erste Lichtblicke sind hier erkennbar.

    Ist aber der Bankensektor damit schon über den Berg? Laut IWF stecken noch über 4 Billionen USD Giftmüll in den Bilanzen und es ist immer nicht ganz klar, wie diese beseitigt werden soll. Ich erwarte zudem eine zweite Abschreibungswelle bei Unternehmenskrediten und Konsumentenkrediten, was weiterhin vor allem einige USA-Banken hart treffen wird. American Express hat zwar auch trotz schlechter Quartalszahlen zu erkennen gegeben, dass der Vorstand wieder „Licht am Ende des Tunnels“ erkennen kann, die Fakten sprechen aber eine andere Sprache. So erhöhte sich die Kreditausfallquote auf 8,8% im März, was außergewöhnlich hoch ist. Ich rechne aber mit Kreditausfallquote von über 10%, in diesem Jahr, falls die Arbeitslosenquote auch über 10% steigen sollte. In den USD gibt es über 1 Mrd. Kreditkarten

    Im US-Automobilsektor soll jetzt nach dem guten deutschen Vorbild (?) auch eine Abwrackprämie für einen Aufschwung sorgen, Premiumautos werden davon aber nicht betroffen sein. Gefragt sind bisher nur Kleinwagen und preiswerte Mittelklasseautos. Obama hat hiermit aber zu lange gewartet. GM wird wohl kaum mehr zu retten sein; GM braucht dringend neue Mrd.Kredite, um zu überleben. Nach dem künstlichen Strohfeuer wird sich aber herausstellen, wie nachhaltig die Nachfrage nach neuen Autos ist und dies wird wiederum von den Arbeitslosenzahlen abhängen. General Motors wird nach meiner Einschätzung mit großer Wahrscheinlichkeit Chapter 11 in den nächsten Monaten anmelden müssen, wobei die Autoproduktion auf reduziertem Niveau dann weiterlaufen wird; es soll dann eine „good GM“ und eine „bad GM“ entstehen. Die Abwicklung der bad GM wird aber wiederum einige Löcher bei einigen Banken, aber noch mehr bei Privatpersonen, größer machen als ihnen lieb ist. Ich hatte schon lange empfohlen, GM Anleihen zu verkaufen. Wenn GM Chapter 11 muss, fallen aber auch die Pensionszusagen weg. Schlecht für die Pensionäre, aber die GM Aktie könnten durchaus irgendwann fast schuldenfrei ein Comeback feiern. Noch rate ich aber von Käufen für GM-Aktien ab. In jedem Fall wird GM in den nächsten Monaten wieder in die Schlagzeilen rücken. GM hat bei einem Kurs von 1,51 € noch einen Börsenwert von 922 Mio. €.

    Fiat will bei Chrysler nur dann einsteigen, wenn sich die Gewerkschaften auf Lohnverzicht einlassen. Woolworth musste jetzt doch Insolvenz anmelden, wobei auch hier der Geschäftsbetrieb zunächst weiterläuft, die Zukunft aber ungewiss ist. Durch ein Insolvenzverfahren kann sich ein Unternehmen entschulden und danach durchaus profitabel weiter geführt werden. Dafür gibt es viele Beispiele. Ein Chapter 11 bringt aber weitere Abschreibungen bei den betroffenen Kreditbanken. Man darf gespannt sein, wie hoch die Kreditausfallquote im zweiten Halbjahr bei den Banken sein wird, denn davon wird es auch abhängen, ob der Bankensektor weltweit wieder schnell gesunden kann. In jedem Fall muss eine Rekapitalisierung der Banken fortgesetzt werden und auch die Verschuldungsquote müssen vermindert werden. Die Kernkapitalquote soll wahrscheinlich von 8% auf 10% heraufgesetzt werden. Die Kapitalbasis der Banken muss weiter gestärkt werden und das Risikomanagement muss deutlich verbessert werden, damit eine derartige Krise nicht noch einmal vorkommt und Vertrauen wieder in den Interbanken-Sektor kommt. Basel II hätte in den USA längst umgesetzt werden müssen, dann wäre die Krise nicht so stark ausgefallen wie jetzt.

    Ich erwarte in der zweiten Jahreshälfte eine zweite Welle von Kreditausfällen bei Unternehmenskrediten und Konsumentenkredite. Zudem verschuldet sich der US-Staat jetzt auch zu stark. Bis 2011 könnte die Staatsverschuldung in den USA schon 100% zum BSP ausmachen, in Japan beträgt sie bereits 180% des BSP. Mit 15% des BIP wird das Haushaltsbilanzdefizit zu hoch ausfallen, während sich das Handelsbilanzdefizit durch die geringeren Importe von über 60 auf 26 Mrd. USD verminderte. Kaum ein Konzern wagt im Moment einen detaillierten Ausblick für 2009. Dafür sanken die Verbraucherpreise im März um 0,4% in den USA, was faktisch Deflation bedeutet. Eine Deflation ist aber viel schwieriger zu bekämpfen wie eine Inflation, zumal die Zinsen schon bei 0% angelangt sind und die Geldmengen immer weiter erhöht haben.

    Die Amerikaner haben zuletzt vorwiegend in Schwelländerfonds investiert, wovon vor allem „BRIC-Länder“ profitierten und in den Kursen um 30% zulegten. Die USA haben aber immer noch 3,8 Billionen in Geldmarktfonds und weitere 4 Billionen USD auf Geldmarktkonten und Sparguthaben mit Minimal-Zinsen. Die Börsekapitalisierung der Wall Street beträgt nur noch 8 Billion USD, die Wall Street bleibt aber damit der mit Abstand größte und bedeutsamste Aktienmarkt der Welt. Auch die Kapitalströme aus den USA bleiben die wichtigsten für die Weltbörsen. Die Aktienrückkaufprogramme haben mit einem Volumen von über 600 Mrd. USD im Jahr 2007 die Aktien nach oben trieben oder stützen, bleibe aber weiterhin aus: jetzt werden weit weniger als 200 Mrd. USD für Aktienrückkäufe im Jahr in den USA ausgegeben. In Schwelleländerfonds gab es erstmals wieder Zuflüsse im Volumen von 3,8 Mrd. USD netto. Wenn es erste Zeichen einer nachhaltigen Konjunkturverbesserung gibt, werden die Aktienkurse aufgrund der hohen Barliquidität weltweit wieder explodieren. Von daher sollte Anleger weiterhin auf Früh- und Spätindikatoren, also gleichermaßen auf Arbeitslosenzahlen, BSP, Quartalsgewinne (=Spätindikatoren) und Auftragseingänge, Geschäftsklimaindex und den ITRAX u.a. achten.

    Sorgen bereiten zudem die harten Fakten an der Konjunkturfront. In den USA brachen die Hypothekenanträge erneut um 11% ein. Zudem sank die Industrieproduktion deutlich mehr als erwartet. Der Anleger sollten unterscheiden zwischen Spätinkatoren wie BSP-Zahlen, Arbeitslosenzahlen oder US-Konsumnetausgaben, die nur die Vergangenheit oft zu spät und zu undifferenziert aufzeigen und die erst 9 Monate nach der Börse drehen und Frühindikatoren wie Auftragseingänge, Geschäftsklimaindex, ITRAX. Inbesondere auf die Verringerung der Spreads der Unternehmensanleihen von 1100 auf unter 900 Basispunkte beim Itraxx Europe Crossover sollte der Anleger ein Blick werfen. Die Zinsen der Notenbanken dürften jetzt kaum mehr eine Auswirkung auf die Aktienkurse haben. Wichtiger sind nach wie vor Refinanzierungsfrage und plausible, transparente Geschäftsmodelle auch in Krisenzeiten.

    Auch auf China sollte der Anleger mit Argusauge achten, denn China soll in Zukunft die Konjunkturlokomotive der Welt werden, nachdem die USA wohl zumindest in diesem Jahr ausfallen wird. China hat in den ersten beiden Monaten schon genauso viele Kredite vergeben wie im Gesamtjahr 2008, was vor allem die Binnenkonjunktur und auch den Konsum in China ankurbelt. Chinas BSP wuchs im 1Q09 um 6,1%, was aber das schlechteste Quartal seit 10 Jahren war. China kauft auch wieder Industriemetalle auf, was schon den Preis von Kupfer und Nickel wieder um 20% in einem Monat ansteigen ließ. China will jetzt auch große Uranfelder aufkaufen. Der Autoabsatz boomt in China weiterhin, auch ohne Abwrackprämie, wovon vor allem VW mit neuen Rekord-Verkaufserfolgen in China profitiert. VW wird in China demnächst mehr Autos verkaufen können als in Euruopa. Auch darauf sollte der Anleger einmal achten. China ist bisher relativ gering verschuldet, ganz im Gegensatz zur USA. Ebenso wird Indien ein interessanter Automarkt werden. Auch Russland ist relativ gering verschuldet und dürfte die Krise besser überstehen als die USA, wenn die Rohstoffpreise jetzt wieder anziehen sollten. In jedem Fall sollt der Anleger „BRIC-Länder“ wieder auf die Watch-list nehmen. Die Börse von China hat übrigens als erste Börse schon wieder den Stand wie vor dem Lehman-Konkurs erreicht.

    Nachdem Lehman Brothers Chapter 11 anmelden musste, hat sich die Finanz-Welt gewaltig verändert und die Lehman-Pleite war wohl der größte Fehler des ehemaligen US-Finanzminister Paulson. Jetzt muss der amtierende US-Finanzminister Geithner einen sehr fragwürdigen Billionplan zur Rettung der Banken auflegen, um einen Finanzkollaps zu vermeiden.

    Was ist in den USA zu erwarten: ein Einbruch des Konsums um 10% dürfte in den USA zu einem Minus von 7-8% beim BSP, da 70% des BIP durch den US-Konsum zustande kommen. Aber auch hier gibt es offenbar „Licht am Ende des Tunnels“ (?): der Michigan-US-Verbrauchervertrauensindex stieg am 18. April von 57,3 auf 61,9 Punkte, wobei nur 58 Punkte erwartet worden waren. Obama sah ebenfalls „Licht am Ende des Tunnels“ und äußerte sich erstmals seit langen optimistisch, was die Konjunktur betrifft. Auch dies stütze den Dow Jones am Freitag.

    Zwei Drittel der Amerikaner besitzen ein eigenes Haus; hierauf wurde in den letzten fünf Jahren 2,4 Billionen USD zusätzlich an Krediten aufgenommen, was jetzt nicht mehr möglich wird; daher dürfte im Gegensatz zu China der Konsum in diesem Jahr in der zweiten Jahreshälfte stark nachgeben. Zudem sparen die Amerikaner jetzt erstmals seit Jahren aufgrund der Krise, was auch den Konsum um 1 Billion USD vermindert. Insofern sind die bisherigen Konjunkturprogramme in den USA selbst bei einem Volumen von 780 Mrd. USD verteilt auf 3 Jahre relativ gering und ich befürchte zu gering, um einen Konjunkturaufschwung herbeizuführen. Dieser ist aber zwingen notwendig, um hernach einen Schuldenabbau betreiben zu können.

    Die US-Einzelhandelsumsätze sind mit -10% auf dem niedrigsten Stand in der Nachkriegszeit. Zudem sind die Nettovermögen der Amerikaner um 13 Billionen von 69 auf 53 Billionen USD gesunken. Zuvor hatten die Immobilen Anfang 2008 einen Wert von über 20 Billionen USD. Die Hauptverluste entstanden in absoluten Zahlen bisher im Immobiliensektor und nicht im Aktiensektor in den USA. Beides - Aktien und Immobilien - sind aber die Hauptsäulen der Altersversorgung in den USA, die jetzt auch geringer ausfällt. George Soros geht davon aus, dass die Immobilien in den USA nach Minus 30% noch einmal um weitere 30% sinken können. Dies würde zu weiteren Kreditausfällen im Volumen von 250 Mrd. USD sorgen Ich gehe mit Waren Buffet konform, der sagt, dass eine Trendwende in den USA nur mit einer Stabilisierung der Immobilienpreise einhergehen kann. Der Anleger sollte also auch genau darauf achten, wie sich die Immobilienpreise in den USA in den nächsten Monaten entwickeln. Auch muss abgewartet werden, wie und ob der Geithner-Plan in den nächsten Monaten konkret umgesetzt wird und wer dort als Privater beim Schuldenaufkauf mitmacht. Noch ist fundamental also kein Licht am Ende des Tunnels in den USA erkennbar, sondern es handelt sich um „wishful thinking“ und einem Anstieg entlang der“ Wall of worry“ (Wall der Ängste).

    Auch einige Hedgefonds wie der von Chris Hohn geleitete TCI Hedgefonds, der sich u.a bei der Deutsche Börse AG beteiligt hatte und zuvor Renditen von über 30% p.a. erwirtschafte, geraten jetzt in Schwierigkeiten. Im letzten Jahr erntete Hohn nur Hohn, nachdem er einen Verlust von 42% melden musste. Eine Alternative von oft untransparenten Hedgefonds sind transparente Managed Futures Acoounts, wo der Anleger sogar kapitalgeschützt Renditen von über 10% und ohne Kapitalschutz von über 30% p.a. erreichen kann. Ich werde dies auch bei meinem nächsten Vortrag auf der „Invest“ am 24. April um 14.15 Uhr bei der „Invest“ in Stuttgart beim Stand des „Derivate-Magazins“ vorstellen.

    Das Tal der Tränen haben wir also trotz einiger Lichtblicke im Bankensektor noch nicht durchschritten. Der IWF glaubt eine scharfe Rezession bis 2010, auch die EZB geht erst von einer konjunkturellen Erholung im Jahr 2011 aus. Der US-Ökonom und Nobelpreisträger Paul Krugman hält sogar einen Staatsbankrott für Österreich wegen der möglichen Kreditausfälle in Osteuropa für möglich, was dann auch beim IWF diskutiert wurde. Ich habe da allerdings eine konträre Auffassung und dies auch schon ausführlich begründet. Der IWF gewährt jetzt der Ukraine weitere 2,8 Mrd. USD nach harten Verhandlungen. Die Börse Kiew war mit einem Kursplus von über 40% einer der Top-Performer unter den Weltbörsen in den letzten Wochen. Auch Polen will jetzt eine Kreditlinie des IWF in Anspruch nehmen. Auch die Warschauer Börse überraschte zuletzt mit einem Kursplus von fast 30% in wenigen Wochen. Und die Stimmung hat sich dort vor Ort in Polen bei den Anlegern im April deutlich aufgehellt. Der Spargel, den Sie jetzt serviert kommen, wurde übrigens wieder überwiegend von polnischen Arbeitern geerntet, die jetzt aufgrund der zunehmenden Arbeitslosigkeit in Polen wieder in Deutschland eine Billiglohntätigkeit suchen. Auch dies ist eine Folge der Krise.

    Da die Fundamentaldaten für die meisten Unternehmen und Volkswirtschaften auch fortan eine „Black box“ sind, sollten Sie sich weiterhin auch mehr auf die Markttechnik verlassen. Noch ist der kurzfristige Haussetrendkanal seit März voll intak, der beim DAX bis 4300 Indexpunkte reicht; wird er verlassen, gehen Sie auch wieder mehr in Liquidität. Positionsglattstellungen empfehle ich schon jetzt zum Teil. Bie unter 4450 geh Sie auch kuzfristig beim DAX short. Bisher hat der DAX im Rahmen einer Bärmarktrallye um 1000 Indexpunkte gewonnen, womit der Bärmarkt aber erhalten bleibt (selbst bis 5000 Indexpunkte). Der DAX schloss am Freitag mit einem Plus von 1,46% bei 4676 Indexpunkten. Gold brach auf 866 USD/Unze ein und dürfte nächste Woche weiter fallen, da es keine Inflation, sondern Deflation im Moment gibt. Unter 860 USD/Unze Gold weiter shorten und erst bei über 900 USD/Unze wieder long gehen. Öl konnte sich bei 52 USD stabilisieren. Der Dollar sehe ich weiter steigen, nachdem er schon heute bei 1,31 EUR/USD einpendelte,

    Sie sollten aber Aktienpositionen an den Ostbörsen glattstellen, wenn der DAX unter 4400 bzw. wesentlich bedeutsamer der S&P-Index unter 830 Indexpunkte (erstes Warnsignal) und erst recht wenn er unter 760 Indexpunkte (DAX unter 4200) fallen sollte. Der S&P-Index schloss am Freitag mit einem Plus von 0,5 % auf 869 Indexpunkte und der Dow Jones mit einem Plus von 0,07 % bei 8131 Indexpunkten. Die Gewinnmitnahmen werden an den Ostbörsen noch stärker ausfallen als in den USA. Immerhin sind in Russland in den letzten 4 Wochen Tradinggewinne von über 30%, bei Einzelpositionen von über 100% angefallen. Wer jetzt neu einsteigt, geht ein wesentlich höheres Rückschlagsrisiko ein als noch vor 4 Wochen. Ich rechne allerdings nicht mehr mit so starken Kursturbulenzen wie in de Horrormonaten August bis Oktober 2008.

    Fazit: Wir haben es nach wie vor mit einer intakten Bärmarktrallye zu tun, die durchaus noch einige Tage weiter laufen kann. Ich rechne aber schon nächste Woche mit kräftigen Kurskorrekturen durch Gewinnmitnahmen, womit der kurzfristige Haussetrendkanal noch intakt bleiben würde. Ein probates Mittel ist, Gewinne mit Stopp-loss-Marken 5-10% unter den gegenwärtigen Kursen abzusichern. Teilgewinnmitnahmen sind schon jetzt ratsam, ansonsten Gewinne laufen lassen. Welche Aktien unter Trading-Gesichtspunkte ge- oder verkauft werden sollen, können Sie der täglich aktualisierten Ostbörsen-Hotline 09001-8614001 (1,86 €/Min) entnehmen.

    TV-Hinweise. Das nächste TV-Interview mit Andreas Männicke ist am 24. April 2009 um 21.30 Uhr in der 3SATBörse über Zentralasien (Kasachstan, Usbekistan etc.)

    Vortrags-Hinweise: Das nächste ESI-Ostbörsen-Seminar „Optimale Anlagestrategien in unsicheren Zeiten“, wo auch Afrika als neu zu entdeckender Kontinent mit großen Chancen von dem Fondsmanager Hartmut Sieper (NESTOR Fonds) thematisiert wird, findet am 27. Mai 2009 um 17.30 Uhr in Frankfurt/M statt (Infos du Anmeldung unter www.eaststock.de oder Tel. 040/6570883. Ich werde auch auf der „Invest“ am 24. April in Stuttgart um 14.15-15.00 Uhr einen Vortrag über „Jahrhundertkrise = Jahrhundertchance - Optimale Anlagestrategien in unsicheren Zeiten“ beim Stand des „Derivate-Magazins“ halten.

  • Schöne Osterüberraschung: Moskauer Börse schon wieder No. 1!

    Freitag, 10. April 2009 14:56:00

    Totgeglaubte leben länger: Der RTS-Index, einer der vielen Börsenbarometer des russischen Aktienmarktes, stieg am 8. April auf USD-Basis um 6,62% auf 810,3 Indexpunkte. Damit stieg der RTS-Index in einem Monat um 27% und seit Jahresbeginn um 28,33%. Der MICEX-Index, der auf Rubelbasis berechnet wird, stieg am 8. April zwar „nur um 5,72% auf 922 Indexpunkte; damit stieg er seit Jahresbeginn aber schon 48,93%. Im 1 Jahresvergleich befindet sich der RTS-Index damit immer noch 61% und der MICEX.Index 45% im Minus Einer der Gründe des starken Kursanstiegs war der starke Ölpreisanstieg auf zuletzt 54 USD/Barrel bei der Sorte WTI, was nun auch an den Zapfsäulen zum Leidwesen der Autofahrer zu Ostern in verstärkter Weise spürbar ist. Zudem verminderte sich die Kapitalfluch und der Rubel konnte sich wieder stabilisieren. Dabei ist die Inflationsrate mit 14% immer noch deutlich zu hoch.

    Damit ist die Moskauer Börse die in diesem Jahr am besten performende Börse der Welt, womit zu Jahresbeginn kaum einer gerechnet hatte. Ganz offensichtsichtlich haben kurz vor Ostern auch noch einige ausländische Fonds Russland als Investmentmarkt wieder entdeckt, die sich zuvor noch sehr skeptisch geäußert hatten. Die Kursrallye war fast so stark aus wie Ende Oktober, als der MSCI Emerging Markt Index um 52% in einer Woche anstieg. Jetzt stieg der MSCI Emerging Market Index immerhin um 25,85% in einem Monat und damit um 11,34% seit Jahresbeginn. Dies zeigt ganz deutlich, dass sich Investments in Emerging Markets wieder lohnen.

    Die Aktien in China stiegen gemessen am Shangahai Copmposit Index schon um 30% seit Jahresbeginn. Auch in Brasilien wird wieder Samba getanzt. Der IBOV-Index befindet sich seit Jahresbeginn ebenfalls 21% im Plus. Sogar die Aktien in Indien konnten gemessen am SENSEX-Index nach der Rallye von 32% in einem Monat ein Plus von 9,09 % seit Jahresbeginn erreichen, so dass auch hier aus einem kräftigen Minus ein Plus von 9% gemacht wurde. „BRIC“ ist damit wieder ein Thema, da alle BRIC-Länder jetzt kräftig im Plus liegen. Dabei befanden sich alle „BRIC-Länder mir Ausnahme von China im Februar noch alle kräftig im Minus und es wurden im Gleichklang mit den Weltbörsen sogar neue Tiefstkurse erwartet.

    Aber auch die zentralosteuropäischen Börsen konnten sich im März und Anfang April von ihren Tiefstständen im Februar kräftig erholen. So stieg der BUX-Index der Budapester Börse in einem Monat um 29% und seit Jahresbeginn um 4,61% auf 12806 Indexpunkte, der WIG-Index der Warschauer Börse um 21,6% in einem Monat und 2,9% auf 28.017,8 Indexpunkte seit Jahresbeginn und der PX-Index der Prager Börse um 29,7% in einem Monat und 4,61% seit Jahresbeginn auf 840,8 Indexpunkte. Der PFTS-Index der Börse Kiew explodierte sogar um 39% in einem Monat und befindet sich damit „nur“ noch 7% im Minus. In einem Jahr verblieb damit noch ein Minus von 71%. Ähnlich „grausam“ ist die Realität beim ROTX-Index für Rumänien mit einem Kursplus von 50% in einem Monat, aber Kursverlusten von über 60% in einem Jahr. Ein Eldorado für geübte Trader, aber Langfristinvestoren liegen immer noch kräftig im Minus, wenn sei erst 2006 die Ostbörse entdeckten. Der Griffin Eastern EuroeanFfund verzeichnette aber ein Plus von 21% p-a. seit 1998, was zeigt, dass ich sogar Langfristinvestments in Osteuropa auszahlten..

    Dies zeigt aber auch, wie enorm hoch die „Vola“ im Moment an den Ost- und Weltbörsen immer noch ist, wobei sich seit November schon eine Stabilisierung im Sinne einer volatilen Seitwärtsbewegung bemerkbar macht. Alle Ostbörsen-Indices sind über Endlos-Zertifikate auch handelbar, wobei sich allerdings die Spreads Ask/Bid bei den illiquiden Märkten enorm erhöht haben. Bei dem UTX-Index für die Ukraine betrug er zuletzt sogar 34%, also das, was man eigentlich verdienen möchte, ist schon im Spread Geld/Briefkurs drin. Noch höher sind die Spreads im Moment bei Nebenwerten in der Ukraine und auch in Russland, wo es zum Teil wochenlang gar keine Umsätze gibt. Daher empfehle ich im Trading-Bereich weiterhin nur liquide Blue Chips oder ETFs. Die Spreads bei den Credit Default Swaps haben sich dagegen deutlich abgebaut, was ein gutes Zeichen ist. Sie sind aber immer im historischen Vergleich überdurchschnittlich hoch.

    Viele Anleger haben die guten Trading-Chancen im März/Anfang April daher verschlafen, weil sie zu passiv waren. Selbst der DAX konnte sich in einem Monat um 15% erholen, liegt aber noch 6,6% seit Jahresbeginn im Minus. Die Abwrackprämie wird bis Jahresende gezahlt, was ein 5 Mrd. € Konjunkturprogramm alleine für die angeschlagene Automobilindustrie sein wird. Der S&P 500-Index verzeichnete im März sogar den stärksten Kursanstieg in der Nachkriegzeit; in einem Monat konnte er sich im 19% erhöhen und liegt damit aber immer noch 5,17% im Minus. Dagegen konnte sich der NASDAQ-Inex s mit 4,79% schon ins Plus bewegen. Das 787 Mrd. USD-Programm ist nicht so groß wie man meint, denn es ist auf 3 Jahre gestreckt. Viel zu hoch ist dagegen das US-Haushaltsbilanzdefizit mit fast schon 15% des BIP. Dies wird die Märkte in Zukunft noch durcheinanderwirbeln. Ich erwarte einen Bärmarkt oder sogar Crash im Bonds-Markt im Jahresverlauf. Da die Importe enorm abnehmen, verminderte sich das US-Handelsbilanzdefizit im Februar aber dramatisch auf 35 Mrd. USD , was das niedrigste seit Mai 2001 war. Dies stärkt zunächst den Dollar stärkt, der Dollar daher zuletzt auf 1,31 EUR/USD stieg.

    Unter den nachlassen US-Importen leidet besonders Japan und China, deren Exporte umgekehrt einbrachen. Dabei hat China aber die Chance einer starken Binnenkonjunktur, was in Japan wohl kaum möglich ist. Der Nikkei.Index legte in einem Monat dennoch um 26% zu und konnte damit auch ein Plus von 0,64% auf 8916 Indexpunkte verzeichnen. Japan beschloss am 9. April ein Konjunkturprogramm im Volumen von 154 Mrd. USD, was die Aktienmarkt zusätzlich beflügelte. Dabei wurde vernachlässigt, dass sich in Japan schon eine Deflation abzeichnet, die nur schwer zu bekämpfen ist.

    Der Kursverlauf war an allen Weltbörsen seit März „V-förmig“, verlief also ohne Bodenbildung und auch ohne fundamentale Gründe. Im Gegenteil: die Konjunkturdaten wie schwache BIP-Zahlen und hohe Arbeitslosenquoten (in den USA über 600.000, in Spanien schon 15%) zeigen im 1Q09 weltweit die Stärke der Rezession an. Allerdings wurden positive Nachrichten im Bankensektor „gestreut“ und viele Leerverkäufer mussten sich eindecken, was den Kursschub nach oben verstärkte. Je stärker die Aktiemärkte steigen, desto mehr verlor Gold an Wert, da die „Angstprämie“ wegfiel und zudem die Inflationsraten sinken. Der Goldpreis fiel seit dem Hoch im März von fast 990 auf 883 USD/Unze. (Vortag 880 USD/Unze.). Am 8. April war lag der Goldpreis trotz der Mega-Finanzkrise damit sogar im 1 Jahresvergleich um 5,4% im Minus. Dennoch war Gold einer der stabilsten Geldanlagen im 1 Jahresvergleich vor allem auf Basis der Schwachwährungen.

    Dagegen konnten andere Rohstoffe wie vor allem Kupfer und Öl deutlich in den letzten Wochen im Preis zulegen. Der Kupferpreis stieg in einem Monat um 22% auf 4400 USD/Tonne und der Ölpreis um 18,7% auf 51,6 USD/Unze, wobei beide Rohstoffe als Frühindikatoren für eine sich wieder erholende Wirtschaft gewertet werden. Von der Rallye profitierte auch die Kupfer und Ölprozenten in Osteuropa, die daher auch im EAST STOCK TRENDS“ schon vorher rechtzeitig als „Aktien des Monats“ herausgestellt wurden. Die meisten Öl-Bluechips stiegen ausgehend von den Februartiefs schon um über 50%. Auch Medienaktien aus Osteuropa konnten sich im Kurs in wenigen Wochen fast verdoppeln, was zeigt, wie hoch die Tradingchancen in diesen volatilen Zeit sind.

    Nach dem starken Kursanstieg bei Aktien und auch einigen Rohstoffen ist in den nächsten Wochen nach Ostern aber wieder mit kräftigen Gewinnmitnahmen zu rechnen. Wer an den Mondkalender glaubt: am 9. April war Vollmond und danach könnte es weder bergab gehen. In einem positiven Szenario steigen die Aktien bis Ende April nach einer gesunden Korrektur noch weiter an und nähern sich der immer noch fallenden 200-Tagaeslinie, was dann immer noch eine Bärmarktrallye und keine Trendwende wäre. Trader, aber auch Langfristinvestoren sollten ihre Stopp-loss-Marken in jedem Fall nachziehen. Bearish wird es erst wieder wenn der S&P unter 790 bzw. der DAX unter 3900-Indexpunkte fallen sollte. An dominanten News und mögliche Störfaktoren kommen eine mögliche Insolvenz von General Motors sowie die Bekanntgabe der Horror-Zahl von 4 Billionen USD (!) „Giftmüll“ in den Büchern der Banken, die vom IWF in einer neuen Studie ermittelt wurden. Die sich jetzt deutlich verbessernde Stimmung kann also ganz schnell wieder drehen. Hoffen wir aber an eine Fortsetzung der Rallye und auch, dass die Konjunkturprogramme weltweit greifen werden. Die nächste Frage dürfte dann aber werden, wie hoch die Steuern im nächsten Jahr steigen müssen, um die Haushaltsbilanzdefizite wieder zu vermindern. Bis jetzt handelt es sich noch um „wishful thinking und nicht um gute Fundamentaldaten, was – in Kombination mit der Markttechnik (Short-Covering) - zu dem fulminanten Kursaufschwung führte.

    Ich befürchte, dass wir demnächst öfters eine 180% Kehrtwendung bei Investoren feststellen. Die meisten Anleger agieren immer noch pro-zyklisch und nicht anti-zyklisch, was aber zu keinen guten Ergebnissen führt. Wer jetzt noch einsteigt, nimmt ein wesentlich höheres Rückschlagsrisiko in Kauf als noch vor 1 Monat, als die Stimmungsindikatoren im Tief waren. Ein probates Mittel um Gewinne abzusichern sind Teilgewinnmitnahmen und das Hochziehen der Stopp-loss-Marken: Auf diese Weise kommt der Anleger automatisch in Liquidität. Sicherlich kann dabei auch passieren, dass er zu früh ausgestoppt wird; das ist aber immer noch besser als Kursverluste „aussitzen“ zu wollen und sich passiv zu verhalten, bei einem Verlust von immer noch über 50%, zu weilen sogar über 70% im Depot. Die meisten Privatanleger sind vor lauter Schreck vor den Horrormeldung in Lethargie verfallen oder sie haben frustriert mit hohem Verlust verkauft. Erwachen Sie aus Ihrem Winterschlaf und werden Sie also wieder aktiv, denn der Frühling steht vor der Tür! Zudem wird der russische Bär auch wieder munter. Werden Sie vor allen nicht zu gierig und bedenken Sie, dass derartige Kursavancen wie im März/Anfang April mit 50-100%-Chancen an den Ostbörsen auch nicht in so kurzer Zeit normal sind.

    Und dennoch: Die größten Chancen werden aber in der Krise geboren. Nutzen Sie daher gerade jetzt die Informationsmöglichkeiten bei dem monatlich erscheinenden Börsenbrief EAST STOCK TRENDS (www.eaststock.de) und auf dem nächsten ESI-Ostbörsen-Seminar am 27. Mai in Frankfurt/M. (Details unter www.eaststock.de) mit einem Afrika-Special. Auf dem Seminar wird auch ein Asset.Mix vorgestellt, bei dem alle Module im letzten Jahr in Plus lagen und das auch jetzt vielversprechend ist Verpassen Sie die nächste 50%-100%-Chance nicht, die sicherlich kommen wird. Welche Aktien an den Ostbörsen auch unter Trading-Gesichtspunkten aussichtsreich sind, können Sie weiterhin der täglich aktualisierten Ostbörsen-Hotline 09001-8614001 (1,86 €/Min.) entnehmen.

    Fazit: Die Welt hat sich (auch nach dem G 20 Gipfel in London) noch nicht wesentlich verbessert, aber sie dreht sich weiter! Und danken Sie dem Osterhasen für die Osterüberraschung. Frohe Ostern!

    TV-Hinweise. Das nächste TV-Interview mit Andreas Männicke ist am 24. April 2009 um 21.30 Uhr in der 3SATBörse über Zentralasien (Kasachstan, Usbekistan etc

  • G 20 – danke für die Billion!

    Samstag, 04. April 2009 15:31:00

    Unter einer Billion USD scheint im Moment keine Rettung mehr möglich zu sein. Erst greift die US-Notenbank mit 1 Billion USD ein und kauft dabei sogar US-Staatsanleihen im Volumen von 300 Mrd. USD auf, dann zaubert US-Finanzminister Geithner den 1 Billion USD-Plan zur Rettung des US Bankensystems hervor, an der sich aber auch Private beteiligen sollen. Und nun überrascht uns das G 20-Treffen am 2. April mit einer“ Opfergabe“ von 1 Billion USD, die auch den Schwellländern helfen sollen. Der IWF soll demnächst verstärkt als international aktive Feuerwehr agieren. Die IWF-Gelder sollen auf 500 Mrd. USD aufgestockt werden. Zunächst sollen Rumänien 20 Mrd. € und Serbien 4 Mrd. € erhalten, nachdem zuvor schon Ungarn, Ukraine, Lettland und Weißrussland mit IWF-Geldern reichlich bedacht wurden. Die Weltbörsen reagierten auf die Ankündigung dieser konzertierten Aktion der G20-Länder mit einem Kursfeuerwerk. Sie sollte sich also als Anleger beim G20-Treffen bedanken. Ich tue dies hiermit ausdrücklich: „G 20 – danke für die Billion!“

    Dabei wurden an den Weltbörsen sogar die anhaltend schlechten US-Arbeitsmarktdaten ignoriert, die zum dritten Mal hintereinander über 600.000 betrugen. Damit steigt die US-Arbeitslosenquote erstmals wieder auf über 8%. Ich erwarte sogar eine Arbeitslosenquote von über 10% in diesem Jahr in den USA. Auch die mögliche Insolvenz von General Motors, die am Montag noch zu einem Kurseinbruch von 5 % beim DAX geführt hat, wurde aus den Köpfen der Anleger verdrängt. GM erhält jetzt von Obama eine Gnadenfrist von 60 Tagen und ich bin skeptisch, dass diese Schonfrist etwas bringen wird. Dann läuft aber auch die Uhr bei Opel ab. Selbst die EZB-Zinssenkung um nur 0,25 Basispunkte geriet zum Nebenschauplatz, da das G20–Treffen alles dominierte. Auf eines sollten die Anleger aber in den nächsten Wochen und Monaten genau achten und das ist der Konsum in den USA. Wenn dieser einbricht, haben nicht nur China und Japan ein Problem, sondern auch die US-Banken, denn dann müsste das nächste Billion-Programm die angeschlagenen Kreditkartenbanken und auch für die Citibank einen weiteren Rettungsring bilden. Wie viele Rettungsringe sind eigentlich noch an Bord? Noch ist die Titanic nicht untergegangen.

    Zudem sollten die Anleger auf den Dollar achten, der sich am Freitag fast auf 1,35 EUR/USD abschwächte. Eine neue Leitwährung wurde auf dem G20 Gipfel nicht diskutiert, so wie dies China und Russland wünschten. Aber der Dollar ist auch ein Spiegel der US-Wirtschaft und –Politik. Obama kann sicherlich wieder Vertrauen in ein starkes Amerika schaffen, aber erst werden die harten, realen Wirtschafts-Fakten eine große Herausforderung für USA und die globale Welt werden. Eine Gesundung der Wirtschaft kann nur über eine Gesundung des Bankensystems erfolgen, jedenfalls in dem kapitalistischen System, indem wir uns (noch) befinden.

    Das G 20 Treffen war sicherlich in mancher Hinsicht ein Erfolg, auch wenn es viel zu kurz war. Wie kann man in 6 Stunden so wichtige und komplexe Entscheidungen treffen?? Der G20 Gipfel sollte nach meiner Auffassung jetzt eigentlich vierteljährlich stattfinden, um den kooperativ-abgestimmten (?) Prozess in Gang zu halten. .Die wichtigste Erkenntnis ist: die Länder sind zur Zusammenarbeit bereit und wollen Protektionismus vermeiden, denn dies führte 1929.1932 zur Depression. Es machte sich auch gut, dass 1 Tag später am 3. April der 60-jährige Geburtstag der NATO in Baden-Baden gefeiert wurde. Auch die neue Rolle der NATO ist sicherlich von Bedeutung, denn das Schlimmste wäre immer noch, wenn aus Finanz- und Wirtschaftskrisen Kriege werden, und seien es nur Wirtschaftskriege. So könnte auch ein „Kalter Wirtschaftskrieg“ zwischen den USA und Russland, die Welt aus den Angeln heben, zumal wenn dann noch China als wesentlicher Machtfaktor hinzukommt. Auch hier hat das G20-Treffen (hoffentlich) einiges zur Stimmungsbesserung gebracht, auch zwischen Russland und den USA, denn Obama ist dialogfähig und kann (im Gegensatz zu seinen Vorgänger Bush) auch zuhören. Eine Tugend, die auch beim immer noch schwelenden Iran-Konflikt viel helfen kann.

    Eines ist aber klar: Die Hegemonie der USA soll und wird abgelöst werden; die USA sollten ebenso wie China und Russaldn in fairen Wettstreit der besten und innovativsten Produkte auf friedlichem Wege finden, dann wäre der Welt schon geholfen. Der falsche Weg wäre ein „Kalter Krieg“, der möglicherweise zuvor auch von den USA zuvor ganz bewusst geschürt wurde. So hat zuvor CNN einseitig sehr negativ nach dem Georgien-Krieg, der möglicherweise sogar mittelbar von den USA initiiert wurde, über Russland gesprochen. Angeblich sollen auch US-Fondsmanager angehalten worden sein, alle russischen Aktien zu verkaufen, um den russischen Finanzmarkt zu destabilisieren und einbrechen zu lassen, was auch gelang. Russische Oligarchen bekamen keine Kredite mehr und wurden ausgetrocknet, was ich nicht bedaure, da sie sich zu hoch verschuldet hatten. Der Wert der Aktien fiel an der Moskauer Börse in 2008 um 1 Billion USD. War das etwa auch ein 1 Billion USD-Programme der alten US-Regierung? Alles dies sind Verschwörungstheorien, aber selbst Finanzminister Kudrin vermutet in den Panikmonaten September//Oktober auch amerikanische Einflüsse und rief deswegen auch im Weißen Haus an. In jedem Fall wäre es für die Welt am Schlimmsten, wenn es weitere Wirtschaftskriege geben wird; insofern stimmt das G20- Treffen schon optimistisch, wenn das Gesagte auch umgesetzt wird. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass in 6 Stunden alle Probleme der Wirtschafts- und Finanzwelt aufgearbeitet werden können, da hätten sich die Politiker und vor allem deren Berater etwas mehr Zeit nehmen müssen. In der Depression 1929 war es damals 6 Wochen „Beratungsgzeit“, die damals aber auch nichts brachte, da sich die Regierungen dann doch im Nachhinein zu nationalistisch und protektionistisch verhielten.

    Ich bin gespannt, wie nach dem G20.Trffen die reale Weltpolitik sein wird. In London handelt es sich am 2. April nur um vorher angefertigte, möglicherweise sogar vor abgestimmte Reden, die dann feierlich verlesen wurden. Was hinter den Kulissen wirklich ablief und wie viel Übereinstimmung es wirklich gab, werden wir wohl nie erfahren.Es müssten jetzt international besetzte Arbeitsgruppen mit den fähigsten Experten der Welt gebildet werden, die sich monatlich treffen und abstimmen. Die könnten dann auch gerne 1 Billion USD bekommen, wenn sie auch die Folgen und Nebenwirkungen der Beschlüsse analysieren und richtig auswerten würden. Das geschieht aber leider nicht. Jeder fliegt wieder nach Hause und macht gute Mine zum bösen Spiel.

    Das G20 Treffen könnte aber auch den Anfangspunkt markieren, dass spekulative Blasen demnächst nicht mehr ganze Volkswirtschaften zerstören können; auch damit wäre der Welt geholfen. Es bleibt aber abzuwarten, ob die Steueroasen wirklich ausgetrocknet, das Bankgeheimnis geknackt und eine globale Kontrolle (auch von Hedgefonds) möglich wird. Auch die Boni-Disksussion, die beim G20 Gipfel nur einen kleinen Raum einnahm, ist insofern sinnvoll, damit in Zukunft die Aufsichtsräte bessere Verträge unter langfristigen Erfolgskriterien machen und dem Kurzfristdenken auch in den Köpfen der Manger Einhalt geboten wird. Neben Boni sollte auch Mali vereinbart werden, das heißt Abzüge, falls nachhaltige, langfristige Erfolge sich nicht einstellen. 34 Mio. € für die Dresdner Bank Manager, die den höchsten Verluste in der Unternehmensgeschichte produziert hatten, sind wirklich ebenso ein Skandal wie die Boni an AIG. Überhaupt sollten in Zukunft die Hauptversammlungen über die Boni entscheiden, denn Manager sind Angestellte der Anteilseigner, auch wenn sie sich manchmal anders geben. Hier haben sich auch die jeweiligen Aufsichtsräte schadensersatzpflichtig gemacht.

    Die Hauptversammlungen bei den Banken dürften in diesem Jahr turbulent verlaufen. Meine Empfehlung: kaufen Sie sich einige Bankaktien und gehen Sie zu den Hauptversammlungen, um ein wenig von der gereizten Stimmung und der Aktionärsdemokratie mitzubekommen. Vielleicht verändert sich wirklich was in der Finanzwelt mit Obama als Leitfigur; aber bisher ist alles noch Wunschdenken. Immerhin war sogar George Soros über den Ausgang des G20-Treffens positiv überrascht und er nannte das gemeinsame Vorgehen gegen die Krise und die Beschlüsse als einen möglichen Wendepunkt bei der Bekämpfung der globalen Krise. Soros war immerhin einer der wenigen Strategen, die auch im letzten Jahr einen Mrd-Gewinn verbuchen konnte. Chapeau!

    Einer der wichtigsten ungelösten Fragen für mich bleiben die noch unbekannten Risken und Nebenwirkungen der vielfältigen Billionen-Programme, die jetzt von Politkern auf den Markt kommen und die für Stimmung sorgen (sollen). Wie wollen die Notenbanken das Geld, das sie jetzt drucken müssen, wieder abschöpfen ohne die Konjunktur später zu belasten? Wie sollen die Mega-Haushaltsbilanzdefizite abgebaut werden ohne die Steuern zu erhöhen, die dann wieder die Kaufkraft mindern? Hat man nach dem ersten Schritt auch den zweiten und dritten Schritt überlegt oder ist das jetzt alles übertriebener Aktionismus? Die Volkswirte sind im Moment als Ratgeber überfordert, da sie zu sehr in geschlossenen, praxisfernen Makro- Modellen denken und in der Regel nicht die Szenario-Technik anwenden. Kaum eine Prognose der Volkswirte stimmt, es sei denn, sie haben ausxnahmsweise auch Black Swans in ihre Modelle einkalkuliert. Jedenfalls funktionieren die Makro-Modelle nicht, da die Realität viel komplexer und fassettenreicher ist als die Modell-Parameter. Klar ist nur, dass die Verschuldung immer höher wird. Das kann aber nur gut gehen, wenn auch das Wachstum immer mehr steigen wird.

    Wir werden schon bald nach der gekonnten und wohlbedachten „Stimmungsmache“ in London wieder über harte Fakten sprechen müssen wie Arbeitslosenzahlen und die mögliche Insolvenz von General Motors, die der Aktienmarkt dann erst einmal wieder verdauen muss. Auch sind die toxischen Produkte noch nicht aus den Büchern; die Bad bank ist noch nicht geboren. Es handelt sich bisher nur um Vorschläge und Pläne der Regierung. Auch weiß man noch nicht, wann und wie die Mega-Konjunkturpakete greifen werden, die in der Summe auch wieder ein Billion USD-Programm sind (USA und China wollen schon zusammengenommen über 1 Billion USD als Anti-Krisen-Programm ausgeben). Was wird bei wem wo konkret ankommen? Wird es neue Blasen geben und wie will man dies in Zukunft konkret verhindern? Auch eine Überregulierung der Wirtschaft wäre der falsche Weg!

    Es bleiben also auch nach dem „Stimmunsgmacher“ G20 mit der „Stimmungskanone“ Obama an der Spitze viele Fragen offen, aber es wäre schon gut, wenn die Wirtschaftskapitäne weltweit wieder mehr Vertrauen in den Markt, mehr Vertrauen untereinander und auch mehr Vertrauen in ihre Kunden bekommen. Die Vertrauenskrise muss real aus dem Köpfen kommen; wir brauchen auch noch einen Welt-Psychater, aber Obama ist schon jetzt der richtige Mann am richtigen Platz zur richtigen Zeit. Jede Zeit hat ihre Helden. Hoffentlich wird Obama einer. Dennoch ist die Krise in den USA aufgrund der zu hohen Verschuldung kaum zu vermeiden und sie wir auch trotz aller Billion-Programme nicht kurzfristiger Natur sein. Kurz und schlecht: es fehlt noch der „Masterplan“, der die Welt wieder ins Gleichgewicht bringen kann.

    Immerhin profitierten auch die Börsen in Mittel und Osteuropa von der rasanten Frühjahrsrallye, die schon Anfang März startete, an die Anfang März aber keiner so richtig glauben wollte. Der hohe Pessimismus sprach aber für eine Kehrtwendung. Auch Totgeglaubte leben länger: Der MICEX-Index der Börse Moskau stieg seit Jahresbeginn sogar um 35% und nimmt damit noch vor der Börse Shanghai in China mit +33% einen Spitzenplatz ein. Überhaupt ist „BRIC“ allen Unkenrufen zum Trotz wieder ein Thema. Alle BRIC-Länder befinden schon wieder im Plus (vor allem China, Russland und Brasilien), nachdem die Indices im März im Durchschnitt um über 20% zulegen konnten. Die von mir im letzten EAST STOCK TREND empfohlenen „Aktien des Monats“ KGHM und CTC Media machten sogar Kurssprünge von über 30% in wenigen Tagen. Der ROTX-Index (Rumänien) stieg sogar um 40% im März, befindet sich seit Jahresbeginn aber noch kräftig im Minus. Der CECE-Index (für Polen, Ungran, Tschechien) stieg am 2. April sogar um 10% an einem Tag.

    Auch gab es schon wieder einige 100%-er, an den Ostbörsen, aber auch die Deutsche Bank stieg schon um über 100% von 16 auf 35 € in wenigen Tagen. Ein Eldorado für geübte Trader! Wer aber zu früh einstieg, hat immer noch hohe Verluste. Daher rate ich auch jetzt, Stopp-loss Marken nachzuziehen, denn es handelt sch nach wie vor um eine Bärmaktrallye, die übrigens Ende Oktober inmitten der Krise noch stärker ausfiel. Damals stieg der MSCI Emerging Europe Index sogar um über 50% in einer Woche, um dann aber wieder in sich aufgrund der harten Faktenwie „Margin Cals bei den Oligrachen“ in sich zusammenzubrechen. Damals wurde auch an einem historischen Wochenende ein 500 Mrd. Konjunktur- und Rettungsprogramm aus der Taufe gehoben, das mit einem Kursfeuerwerk begrüßt wurde. Jetzt hat sich die Situation durch die Rettungsprogramme des Staates oberflächlich betrachtet ein weinig stabilisiert.

    Anleger sollte aber auch in Zukunft weiter die Marktechnik beachten. Zunächst handelt es sich durch Short-Covering (Short Squeeze, also das Eindecken von Leerverkäufen)) um ein Pull back auf die Chartsausbruchlinien. In einem positiven Szenario werden sich jetzt nach Überschreiten der Chartsausbruchlinien die Kurse der fallenden 200 Tageslinie nähern; dann würde die Rallye sogar noch bis Mitte oder Ende April anhalten. Es kann aber auch gut sein, dass nach der Rallye zunächst wieder Gewinnmitnahmen und dadurch eine nachdenkliche Stimmung das Bild prägen. Konjunkturell habe wir noch keine Hinweise, dass es zu einer Trendwende kommen könnte so wie dies 2003 auch mehr oder weniger unvermittelt an den Weltbörsen geschah. Es gibt aber Stabilisierungstendenzen auf niedrigem Niveau. Die Monate März/April sind oft die besten Börsenmonate im Jahr und das sollte der Anleger im Trading-Bereich ausnutzen. An eine generelle Trendwende zu glauben, ist noch zu früh.

    Konkret zum aktuellen Marktgeschehen: Der Dow Jones stieg am Freitag noch einmal vom G20-Gipfel beseelt um 0,5% auf 8017 Indexpunkte; damit befindet er sich aber genau an der Chartausbruchlinie von Ende Januar/Anfang Februar. Wird die 8000-er Marke nachhaltig überschritten, sieht es auch gut an den andern Weltbörsen aus, zumal sich dann das Short-Covering fortsetzt. Der Dow Jones könnte dann sogar bis 9000 Indexpunkte steigen, Hoffen wir also, das der Dow die 8000-er Marke nachhaltig „knackt“ So richtig bearish wird es erst unter 7500 (und erst recht bei unter 7200) Indexpunkte. Fällt der Dow Jones unter 7500 Indexpunkte, sollte der Anleger auch an den Ostbörsen, insbesondere in Moskau in Liquidität oder short gehen. Das Shorten wird übrigens demnächst an der Moskauer Börse wieder erlaubt.

    Wichtiger ist aber der S&P 500-Index, der am Freitag nach der Kursrallye am Vortag noch einmal um 0,97% auf 842 Indexpunkte stieg. Hier sieht das Chartbild schon etwas besser aus. Der Weg nach oben wird aber erst dann frei, wenn der S&P-Index 870 Indexpunkte nachhaltig überschreitet, denn dann ist Platz bis 950 Indexpunkte. In diesem Fall würde auch der DAX schnell Richtung 5000 Indexpunkte steigen und auch damit der immer noch fallenden 200-Tagesline annähern. Selbst das wäre dann noch eine Bärmarkt-Rallye. Bearish wird es erst, wenn der S&P-Index 760 Indexpunkte unterschreitet.

    Beim DAX wird es erst bearish, wenn der DAX die wichtige 4000-er Marke unterscheiten sollte, was am Dienstag noch einmal vermieden wurde. Aufgrund der hohen „Vola“ kann das aber sehr schnell geschehen. Auch ich hoffe auf eine Fortsetzung der Bärmarktrallye, wobei die Moskauer Börse dann gute Chancen hat, weiterhin outzupeformen, zumal dann. wenn der Ölpreis nachhaltig über 50 USD/Barrel steigen sollte. Es bleibt aber zunächst eine Tradingmarkt innerhalb einer volatilen Seitwärtsbewegung, die ich schon Anfang des Jahres angekündigt hatte. Ausnutzen können dies Volatilität gut geführte Managed Futures Accounts. Ich empfehle durchaus den Test eines „Managed Futures Accounts“ als sinnvolle Portfilio-Beimischung gerade in diesen unsicheren Zeiten, zumal der von mir ausgewählte „Managed Futures Account“ bis Ende Märze immerhin eine Performance von 45% erzielt. Mit Kapitalrückzahlungsgarantie wurde immerhin eine Performance von 14% (bis Februar) erzielt. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an mich persönlich. Aussichtsreich sind jetzt auch Bonus-Zertifikate auf den CECE-Index mit Bonusrenditen von bis zu 47% bis Ende 2009, die ich im nächsten EAST STOCK TRENDS am 6. April vorstellen werde. Welche Aktien an den Ostbörsen auch unter Trading-Gesichtspunkten aussichtsreich sind, können Sie weiterhin der täglich aktualisierten Ostbörsen-Hotline 09001-8614001 (1,86 €/Min.) entnehmen.

    Erst informieren, dann investieren

    Vor einem Investment sollte sich der Anleger eingehend über die Chancen und Risiken informieren. Die ist möglich über den monatlich erscheinenden kostenpflichtigen Börsenbrief EAST STOCK TRENDS (Info und Bestellung bei der ESI East Stock Informationsdienste GmbH, Jüthornstr. 88, 22043 Hamburg, Tel: 040/6570883, Fax: 040/6570884, E-Mail: info@eaststock.de, wen www.eaststock.de) und den zweimal im Jahr stattfindenden ESI-Ostbörsen-Seminaren.

    Das nächste ESI-Ostbörsen-Seminar „Optimale Anlagestrategien in unsicheren Zeiten“, wo auch Afrika als neu zu entdeckender Kontinent mit großen Chancen von dem Fondsmanager Hartmut Sieper (NESTOR Fonds) thematisiert wird, findet am 27. Mai 2009 um 17.30 Uhr in Frankfurt/M statt (Infos du Anmeldung unter www.eaststock.de oder Tel. 040/6570883. Ich werde auch auf der „Invest“ am 24. April in Stuttgart um 14.15-15.00 Uhr einen Vortrag über „Jahrhundertkrise = Jahrhundertchance - Optimale Anlagestrategien in unsicheren Zeiten“ beim Stand des „Derivate-Magazins“ halten. Im neuen Derivate-Magazin 01/2009 finden Sie auch eine aktuelle Einschätzung zu den Chancen der Ostbörsen, wo übrigens auch die gerade laufende „Frühjahrsrallye“ rechtzeitig vorher „angekündigt“ wurde.

    TV-Hinweise: Andreas Männicke wurde am 20. März um 21.30 Uhr live in der 3SATBörse zum Thema „Finanzkrise“ ein Osteuropa befragt. Seine Anlagevorschläge und weitere Hintergrundinformationen können Sie nachlesen unter www.3SAT.de/Boerse bzw. sich auch in der ZDF-Mediathek im Archiv das Interview anschauen. Das nächste TV-Interview mit Andreas Männicke ist am 24. April 2009 um 21.30 Uhr in der 3SATBörse über Zentralasien

 

 

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