Ostbörsen im Fokus (siehe auch www.eaststock.de)

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Interview- und Termin-Hinweise

Am 3. Dezember 2019 findet das nächste Ostbörsen-Seminar "Go East - Hochprozentiges aus Osteuropa" um 17.00 Uhr in Frankfurt/M stattl. Bitte jetzt anmelden!

Andreas Männicke wird am 4. Dezember 2019 in NTV/Telebörse von Friedhelm Tilgen über Rohstoffe udn neue Chancen in Osteuropa begragt.

Andreas Männicke wird am 9. Dezmber 2019 in Börsen Radio Networks über die neuen Chancen in Osteuropa befragt.

Andreas Männicke wurde am 7. Oktober 2019 über die neuen Chancen in der Ukraine und in Russland befragt.

Andreas Männicke wurde von Börsen Radio Networks am 29. Juli 2019 um 13.00 Uhr über die neuen Chancen in Russland und der Ukraine befragt.

Ab Oktober 2013 können Sie unter Eingabe von "EastStockTV" bei www.youtube.de die aktuellen Kommentare von Andreas Männicke zu den Aussichten an den Welt- und Ostbörsen kostenlos abrufen. Abonnieren Sie einfach den Kanal bei www.youtube.de.

Ab Mai 2014 können mit Herrn Männicke über www.go.guidants.com auch interaktiv in Kontakt treten und Fragen zu den Ostbörsen stellen.

Verpassen Sie die Outperformancechancen in Osteuropa nicht und bestellen Sie jetzt den monatlich erscheinenden Börsenbrief EAST STOCK TRENDS unter www.eaststock.de. Ein Probe-Abo (3 Ausgaben kosten nur 15 €). Die beiden Muster-Depots erzielten seit Februar 2009 eine Performance von über 320% im Muster-Depot 1 (konservativer Osteuropa-Basket) bzw. über 350% im Muster-Depot 2 (spekulativer Osteuropa-Basket, das sind über 40% p.a. seit 2009. In den neuen Muster-Depots ab 2015 wude eine Performance von über 130% bzw über 80% erzielt. Das neue "goldige" Muster-Depot erreichte immerhin ein Plus von 66% ab 2016.

Zudem können Sie sich alle bisherigen TV-Inteviews von Andreas Männicke in diesem Jahr runterladen unter den Links der Rubrik "Interviews".

  • Moskauer Börse klarer Outperformer in 2018, aber auch in 2019?

    Sonntag, 30. Dezember 2018 23:32:00

    Die Moskauer Börse endete in 2018 - je nach Index – trotz der US- und EU-Sanktionen entweder mit einem kleinen Minus oder mit einem kleinen Plus und ist damit im Vergleich zu den sehr schwankungsstarken Weltbörsen fast wie ein Fels in der Brandung. Russische Ölaktien stiegen sogar trotz seit Oktober stark fallender Ölpreise mit einem Plus von über 20 Prozent im Durchschnitt. Im 3 Jahresverglich ist die Moskauer Börse mit einem Plus von 41 Prozent gemessen am RTS-Index in US-Dollar sogar die am besten performende Börse der Welt unter den großen Weltbörsen-Indices, sogar besser als der NASDAQ-Index.

    9 Börsen aus Osteuropa zählen auch in diesem Jahr zu den 30 am besten performenden Aktienmärkten der Welt. Vor allem Aktien aus der Balkan-Region und dem Baltikum erwiesen sich erneut als „Oasen der Stabilität“, während nun auch die Wall Street zu einem Bärmarkt werden könnte.

    Moskauer Börse als „Fels in der Brandung“ in 2018

    Trotz US-Sanktionen, „kaltem Krieg“ und stark fallender Ölpreise – der Brentölpreis fiel seit Oktober wie ein Stein von 85 auf nunmher 52 USD/Barrel! - erwies sich die Moskauer Börse – allen Unkenrufen zum Trotz - in diesem Jahr insbesondere im Vergleich zu den sehr volatilen Weltbörsen sehr wertstabil und damit fast wie ein „Fels in der Brandung“. Je nachdem welchen russischen Index man zugrundelegt, endete die Moskauer Börse entweder knapp im Minus oder - gemessen am RTX-Index in Euro – sogar knapp im Plus. Der MICEX-Index der Moskauer Börse erzielte in Rubel sogar ein Plus von 12 Prozent in diesem Jahr.

    Freilich schwächte sich der Rubel wegen dem schwachen Ölpreis zuletzt deutlich auf 79 EUR/RUB ab, so dass es zu hohen Währungsverlusten von über 10 Prozent in diesem Jahr für deutsche Anleger kam. Zu Jahresbeginn war der Rubel noch bei 69 EUR/RUB, so dass der Euro zum Rubel um 14,4 Prozent anstieg.

    Moskauer Börse auch in 3 Jahren ein Top-Performer!

    In 3 Jahren ist die Moskauer Börse – gemessen am RTS-Index in US-Dollar – unter den großen Weltbörsen mit einem Plus von 41 Prozent die am besten performende Börse der Welt. Der NASDAQ-Index konnte in den letzten 3 Jahren hingegen „nur“ um 36 Prozent zulegen. Der DAX war in 3 Jahren mit 0,89 Prozent im Minus und der EuroStoxx mit sogar 8,29 Prozent.

    11 Osteuropabörsen können outperformen

    11 Börsen aus Osteuropa zählen in diesem Jahr schon wieder zu den 30 am besten performenden Aktienmärkten der Welt und zwar die Börsen aus der Ukraine, Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Slowakei, Russland, Rumänien, Ungarn, Serbien, Slowenien, Lettland und Litauen, die alle den S&P-Index aus den USA outperformen konnten. Es lohnte sich also wieder einmal ein Blick über den Tellerrand, insbesondere ins benachbarte Osteuropa.

    DAX und Eurostoxx weiterhin im Bärmarkt

    Die meisten Weltbörsen befinden sich hingegen jetzt in intakten Bärmärkten, allen voran der DAX und EuroStoxx, aber auch der chinesische Shanghai Composite Index, die ebenso wie viele Schwelländerbörsen-Indices jeweils mit über 15 Prozent im Minus sind. Selbst solche sonst so soliden Qualitätsaktien wie BASF, Bayer, Fresenius, Fresenius Medical Care und Covestra brachen in den Kursen um 30 bis 50 Prozent ein. Das eine Commerzbank AG und Deutsche Bank AG erneut unter die Räder kam, verwundert jedoch nicht.

    Wall Street am Beginn eines Bärmarktes?

    Die Wall Street is hingegen erst am Beginn eines möglichen Bärmarktes. Hier erreichte die Aktienkurse sogar im September noch neue Allzeit-Hochs, um dann ab Oktober im Rahmen eines Salami-Crashs stark im Kurs einzubrechen, wobei besonders die zuvor strak überbewerten Technologieaktien „FAANG &Co“ im Kurs stark nachgaben.

    Trump gab für den Kurseinbruch alleine die restriktive Geldpolitik der FED die Schuld, die die Zinsen im Dezember erneut um 0,25 Basispunkte auf 2,5 Prozent anhob. Nachdem Trump in einer Fernsehansprache zu Weihnachten von „hervorragenden Einstiegsmöglichkeiten“ sprach und die Amerikaner zum Kauf von amerikanischen Aktien aufforderte, stieg der Dow Jones Industrial Index am 26. Dezember tatsächlich erstmals seit Bestehen über 1000 Indexpunkte bzw. über 4 Prozent und der NASDAQ-Index sogar über 6 Prozent an einem Tag. Dennoch sind alle amerikanischen Börsen-Indices noch im Minus.

    Flash boys sorgen für hohe Volatilität an der Wall Street

    Vor allem die sogenannten „Flash boys“, also die Hochfrequenztrader mit ihren Computer-Algorithmen sorgten im Oktober und im Dezember für eine sehr hohe Volatilität an der Wall Street. Dies dürfte auch in 2019 anhalten. Dagegen spielte der „Shutdown“, also die temporäre Haushaltssperre bisher noch keine großen Rolle. Trump wollte dem neuen Haushaltsplan nicht unterzeichnen, weil die Demokraten im Senat den Betrag von 5 Mrd. USD für den Bau der Mauer zu Mexiko nicht genehmigten. Jetzt soll es zu einer Einigung erst am 2. Januar kommen

    Einigt sich Trump mit China im Januar 2019?

    Dabei trägt auch Donald Trump mit seinem US-Handelskrieg gegen China und Europa auch zur Verunsicherung der Anleger bei. Ob er sich im Januar mit China im Januar einigen kann, bleibt abzuwarten. Einigt er sich, wird es wieder eine Kurserholung an der Wall Street und den Weltbörsen geben. Einigt er sich nicht, wird es ein Desaster und einen fortgesetzten Bärmarkt auch an der Wall Street geben. Genau zu beobachten sind auch die neuen Wachstumsdaten aus den USA und aus China.

    Bad News der Wirtschaft werden zu good news für die Börse in 2019

    Hier könnten in den USA aber „bad news“ für die Wirtschaft zu „good news“ für die Börsen werden. Denn bei einem schwachen BSP-Wachstum in den USA könnten die Anleger davon ausgehen, dass die FED die Zinsen nicht weiter erhöhen wird. Die FED kündigte zwei Zinserhöhungen in den USA für 2019 an, womit sich die Gefahr einer inversen Zinsstruktur in den USA erhöht, was fast immer im Folgejahr zu einer Rezession führt. Problematisch ist schon jetzt, dass das Wachstum der Geldmenge M1 immer geringer wird, weil die FED dem Markt durch Wertpapierverkäufe in jedem Monat bis zu 50 Mrd. US-Dollar an Liquidität entzieht. Dadurch nimmt auch die sogenannte Überschussliquidität ab.

    „Harter“ Brexit oder weicher „Brexit im März 2019?

    In Europa gilt es abzuwarten, ab es im März 2019 eine „harten“ oder „weichen“ Brexit geben wird. Ein harter Brexit wäre eine starke Belastung für Großbritannien und für Europa. Zudem muss beachtet werden, wie sich die Verschuldungsproblematik in Italien weiter entwickelt. Beides zusammen könnte sich im worst case in 2019 zu einem „black swan“ entwickeln. Das britische Pfund gab an Wert bereits kräftig auf 0,90 EUR/GBP ab und in Italien stiegen die Anleihenrenditen mit einer Laufzeit von 10 Jahren von 1,5 auf 3,5 Prozent, was beides erste Warnzeichen sind.

    Wird Frankreich wieder ein Problemland neben Italien in 2019?

    Neue Finanzlöcher könnte es neben in Italien aber auch in Frankreich geben, wenn die „Geldwesten“ weiterhin so „erfolgreich“ demonstrieren. Der französische Primier Macron steht jetzt schon mit dem Rücken zur Wand. Sein Reformprogramm könnte scheitern und auch seine kühnen Europa-Visionen. Bei den nächsten Europawahlen im Mai 2019 könnte es einen weiteren Rechtsrutsch geben, der das Projekt EU gefährden könnte. Westliche Demokratien stehen schon jetzt großen Herausforderungen. Die Migrationspolitik spaltet viele Länder in Westeuropa. Es drohen jetzt überall in Westeuropa „italienische Verhältnisse“.

    Müssen Deutsche Bank AG und Commerzbank AG mergen?

    Die europäischen Banken sind immer noch zu stark unterkapitalisiert – allen voran die Deutsche Bank AG -, um starke Finanz-Krisen bewältigen zu können. Möglicherweise müssen die Deutsche Bank AG und Commerzbank AG mergen, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit erhalten zu können. Aufgrund der Nullzinspolitik der EZB sinken die Margen auf ein Minimum. Die Deutsch Bank AG fiel auf den neuen Jahrestiefststand von 6,80 € und die Commerzbank AG von 5,6 €.

    Beide Aktien konnten sich am Freitag nur leicht auf 6,96 bzw. 5,78 € erholen Die Börsenkapitalisierungen der Deutschen Bank AG und Commerzbank AG fiel damit auf nur noch 14,4 bzw. 7,24 Mrd. €. Damit sind beide Banken auch Übernahmekandidaten von ausländischen Großbanken. Die Aktien von Wirecard AG fiel zwar auch von über 190 auf 132 €, aber die Börsenkapitalisierung ist mit 16,4 Mrd € immer noch deutlich höher als bei der Deutschen Bank AG.

    Kommt eine neue Finanzkrise 2.0 und ein Crash in 2019?

    Die EZB wird die Zinsen nicht so schnell erhöhen, aber sie wird auslaufende Anleihen zurückkaufen und damit wohl auch Italien weiter retten können. Die Margen werden bei den Geschäftsbanken aber immer geringer. Daher nahm auch der Wert fast aller Bankaktien auf der Welt sehr stark ab. Sogar Goldman Sachs verlor in den USA über 30 Prozent an Wert ausgehend vom Höchstkurs.

    Erst wenn eine neue Bankenkrise droht, droht auch eine Finanzkrise 2.0, die aufgrund der stark zugenommen Verschuldung auf allen Ebenen schlimmer ausfallen kann als die Bankenkrise in 2008. Finanzkrise 2.0 bedeutet aber auch Crash in 2019. Die Notenbanken werden aber alles tun, um das zu verhindern – zur Not auch wieder die Gelddruckmaschinen starten, die zu einem Asset-Bubble bei Aktien, Anleihen und Immobilien geführt haben. Insbesondere in China droht ein Immobilien-Bubble und damit aber auch später eine neue Immobilienkrise, was dann immer auch eine Bankenkrise werden könnten

    Flucht ins Gold als „sichere Hafen“ – Kryptowährungen unter Druck

    Genau davor haben jetzt viele Anleger Angst und flüchten ins Gold als „sicherer Hafen“, während Kryptowährungen in diesem Jahr die Hauptverlierer mit einem Verlust von über 70 Prozent waren. Es gab wieder starke Zuflüsse bei Gold-ETFs. Der Bitcoin gab zuletzt auf 3300 BTC/EUR nach; er war im Tief aber auch schon unter 3000 BTC/EUR und zu Jahresbeginn aber noch bei über 12.000 BTC/EUR.

    In den letzten 3 Jahren stiegen Kryptowährungen dennoch immer noch über 700 Prozent (!) im Durchschnitt, während der Goldperis in 3 Jahren nur um 7 Prozent zulegen konnte. Am 28. Dezember stieg der Goldpreis zuletzt auf 1280 USD/Unze und ist damit erstmals seit langen wieder leicht im Plus in €. Silber konnte am Freitag sogar um über 5 Prozent auf 15,35 USD/Unze zulegen, ist damit seit Jahresbeginn aber immer noch im Minus.

    Russische Goldaktien kommen allmählich

    Auch Goldaktien konnten sich seit Oktober im Kurs wieder etwas erholen. Daher wird im neuen EAST STOCK TRENDS (ww.eaststock.de) ein Muster-Depot nur mit russischen Gold- und Silberaktien aufgemacht. Das alte Muster-Depot 2018 bestand nur aus 10 sehr ertragsstarken Dividendentitels aus Russland. Das Muster-Depot stieg bis kurz vor Weihnachten um 7 Prozent bzw. inklusive der hohen Dividendenausschüttungen mit über 12 Prozent.

    Neues Finanzprodukt aus der Schweiz als Alternative in Bärmärkten

    Aber auch mit den empfohlenen Put-Optionsscheinen auf den DAX, EuroStoxx, Nikkei 225- und NASDAQ-Index ließ sich – wie schon im Oktober - eine Performance von 50 bis 70 Prozent in 1 Monat erzielen. Hinzumischen sollten Anleger auch ein neues Finanzprodukt aus der Schweiz, das auf Basis eines Handelssystems mit Long- und Shortpostionen bei 11 Aktienmärkten und 23 Rohstoffmärkten eine Rendite von über 20 Prozent p.a. erzielen möchte. Wenn Sie das neue Long/Short-Produkt interessiert, melden Sie sich bei der Redaktion des EAST STOCK TRENDs (www.eaststock.de). Ansonsten ist immer eine hohe Cash-Quote in Bärmärkten ratsam.

    Erst informieren, dann investieren

    Informieren Sie sich jetzt auch ausführlich über die Hintergründe und die Entwicklung der Ukraine/Russland-Krise im Asowschen Meer, aber auch das zukünftige Erholungspotential der unterbewerteten Aktien aus Osteuropa. Auch im Baltikum, Rumänien und der Ukraine gibt es neue Chancen, wobei die jeweiligen Aktienindices seit Jahresbeginn alle kräftig im Plus sind. So konnten sich einige ukrainische Agraraktien seit 2016 im Kurs schon mehr als verdoppeln. Die Aktien aus Kasachstan zählten 2017 zu den Top-Performern der Welt (+56 Prozent).

    Mit Kazatonprom kam nun auch einer der weltgroßen Uranproduzenten aus Kasachstan an die Londoner Börse. Er wurde im letzten EAST STOCK TRENDS vom 28. Dezember ausführlich vorgestellt. Gute Chancen gab es 2018 aber auch in Zentralosteuropa und den baltischen Börsen, wobei die Aktienmärkte aus Ungarn, Polen und Tschechien zwar auch nachgaben, aber nicht so stark wie die Aktien in Westeuropa.

    Bestellen Sie jetzt auch ein Probe-Abo (3 Ausgaben per Email für nur 15 €) des monatlich erscheinenden Börsenbriefs EAST STOCK TRENDS (EST) mit einem weiteren Ukraine/Russland-Special und einem Dividenden-Special sowie mit vielen Hintergrund-Informationen und neuen Anlage-Vorschlägen wie mit der "Aktie des Monats“ und lukrativen Zertifikaten unter www.eaststock.de, dort unter Börsenbrief.

    Der letzte EST erschien am 28. Dezember 2018 mit der Vorstellung von einer Gasaktie (es ist nicht Gazprom!) und einem Uranwert aus Kasachstan als neue „Aktien des Monats“. Die Muster-Depot-Aktien RuSal und Yandex stiegen in 2017 um über 30 Prozent, was selektiv die großen Chancen in Russland aufzeigt. In diesem Jahr erreichten schon LUKoil, Tatneft, Gazpromneft und Novatek jeweils neue Jahreshöchstkurse. Das Muster-Depot des EST war zuletzt mit 6 Prozent im Plus. Die „Aktie des Monats“ aus dem September 2018 Polyus Gold stieg bereits um über 28 Prozent in 3 Monaten.

    Interview-Hinweise: Das nächste TV-Interview mit Andreas Männicke ist am 30. Januar 2019 in NTV/Telebörse. Das letzte Radio Interview war am 5. November 2018 in Börsen Radio Networks. Sie können sich die Interviews jetzt bei www.eaststock.de, dort unter der Rubrik „Interviews“ runterladen, ebenso wie das gleichnamige EastStockTV-Video, Folge 158.

    Diskutieren Sie jetzt auch mit Herrn Männicke interaktiv unter http://go.guidants.com/de#c/Andreas_Maennicke .

  • Brennende Wälder, brennende Autos, brennende Aktienmärkte – wer löscht jetzt?

    Dienstag, 11. Dezember 2018 18:00:00

    In Kalifornien brannten die Wälder und machten erneut auf die verheerenden Folgen des Klimawandels aufmerksam, die Trump nicht wahr haben will. In Paris brannten die Autos aufgrund der Reformen von Macron, was Macron nicht wahrhaben will, weil er sich mehr mit dem Ausland und der EU beschäftigt. Die Aktienmärkte brennen aufgrund der Markttechnik und vieler Fehlentwicklungen in der Wirtschaft, was viele Anleger nicht wahr haben wollen.

    Es brennt in vielen Regionen der Welt. In Australien brechen die Immobilienpreise, in Großbritannien gibt es möglicherweise keine Einigung beim Brexit, das Verschuldungsproblem in Italien bleibt ungelöst, in Deutschland ist die deutsche Wirtschaft enttäuscht über den Ausgang der Wahl zum Parteivorsitzenden. Aus einem Brand kann ein Flächenbrand werden, wenn nicht rechtzeitig gelöscht. Wer aber soll und kann löschen, wenn nicht die Notenbanken?

    Alles brennt – wer löscht?

    Brennende Wälder in Kalifornien – ein Zeichen für den Klimawandel -, brennende Autos in Paris – ein Zeichen für die Unzufriedenheit der Bevölkerungen gegenüber Macrons Reformpolitik, vor allem seiner Sozialpolitik, und brennende Aktienmärkte global – ein Zeichen für die Unsicherheit der Anleger und die vielen ungelösten Probleme in der globalen Wirtschaft.

    Aus einem kleinen Brand kann auch ein gefährlicher Flächenbrand werden, auch an den Aktienmärkten. Aber wer kann und wer soll nun löschen? Bisher haben die Notenbanken ihre Gelddruckmaschinen angekurbelt und so eine globale Finanzkrise verhindert. Die amerikanischen Notenbank FED fährt aber seit geraumer Zeit einen restriktiven Kurs und erhöht die Zinsen. Auch im Dezember kann es eine weitere Zinserhöhung der FED geben, womit sich die Gefahr einer inversen Zinsstruktur erhöht, also dass die Rendite der kurzlaufenden Anleihen höher notieren als langfristigen Anleihen. Dies war immer ein Signal für einen kommenden Bärmarkt. Zudem nimmt das Geldmengenwachstum und die sogenannte Überschussliquidität ab.

    Macron steht im Inland vor großen Herausforderungen

    Macron hat am 10. Dezember abends bei seiner Rede einen versöhnlichen Ton angeschlagen, um die gespaltene Nation zu einen. Viele Protestler fordern mehr Demokratie und Mitspracherechte ein, aber auch eine Steigerung des Mindestlohns, Lohn- und Rentenerhöhungen. Macron hat nun endlich eingelenkt und den Mindestlohn um 100 € erhöht.

    Börse enttäuscht von der Wahl zum neuen CDU-Parteivorsitzenden

    Eine Demokratiekrise kann es aber auch in Deutschland bald geben, wenn die neu gewählte Parteivorsitzende Annegret Kramp-Karrenbacher (AKK) es nicht schaffen sollte, den Stimmenzuwachs der AfD und der Grünen zu stoppen. Die deutsche Wirtschaft war enttäuscht über den Ausgang der Wahl. Auch die Anleger reagierten mit Aktienverkäufen, die sicherlich im Fall der Wahl von Friedrich Merz positiv reagiert hätten. In Frankreich und in viele anderen Ländern gab es schon einen Niedergang der Volksparteien bis zur Bedeutungslosigkeit.

    Harter oder weicher Brexit oder gar kein Brexit?

    Große Sorgen bereitet neben Italien nun auch Großbritannien. Der britische Primier Theresa May musste am 11. Dezember die Abstimmung zum mit der EU ausgehandelten Brexit-Vertrag verschieben, weil May dafür im Unterhaus keinen Mehrheit für sich gewinnen konnte. Nun will sie mit der EU insbesondere über die Nordirland-Problematik nachverhandeln, wobei sich die EU wenig verhandlungsbereit zeigt. Wenn alles schief läuft, läuft es sauf einen harten Brexit im März 2019 hinaus und dann wird es dabei nur Verlierer geben. Noch wächst die britische Wirtschaft mit 1,5 Prozent und die Arbeitslosenquote beträgt nur 4 Prozent. Es gibt nicht wenige Briten, die hoffen, dass das Referendum wiedeeholt wird und es gar keinen Brexit geben wird.

    Britisches Pfund leidet unter den Brexit-Verhandlungen

    Die britische Nationalbank rechnet mit einem Minus von 8 Prozent beim BSP in Falle eines harten Brexit gegen sollte, weil dann die Zölle stark erhöht werden und es Lieferengpässe geben wird. Sas britische Pfund ist schon jetzt um 15 Prozent zum US-Dollar gefallen und damit auf de niedrigsten Stand seit 18 Jahren. Auch dies ist noch nicht hinreichend an den Börsen eingepreist. Im Falle eines harten Brexit kann es auch einen Crash an den Weltbörsen geben.

    OPEC beschließt Fördermengenkürzungen

    Die OPEC beschloss zusammen mit Russland die Fördermengen um 1,2 Mio. Barrel am Tag zu vermindern. Zuvor hatte sich der Ölpreis auf 60 USD/Barrel fast gedrittelt und damit einen gewisse Schmerzgrenze der OPEC erreicht. Ob dies aber ausreicht, den Ölpreisverfall aufzuhalten, bleibt abzuwarten, denn erstmals produzieren die USA mehr Öl als es verbraucht. Falls sich der US-Handelskrieg mit China ausweitet, kann sich dies auch negativ auf die globale Wirtschaft im nächsten Jahr auswirken. Dies wäre dann auch negativ für die deutsche Exportwortschaft, die im Oktober immer noch die Exporte zum Vorjahr um 8% steigern konnte.

    Gewinnwarnungen führen zu Kurseinbrüchen beim DAX

    Dafür gab es eine Reihe von Gewinnwarnungen auch aufgrund von Problemen im Ausland bei einigen großen DAX-Konzernen wie Bayer, BASF, Fresenius, Fresenius Medicial Care und Covestra, deren Kurse sich jeweils seit Mai gedrittelt haben. Aber auch der Konjunkturausblick ist sehr trübe. Daher fällt nun auch der IFO-Geschäftsklimaindex mehrfach in Folge. Der DAX befindet sich bereits seit Mai in einem intakten Bärmarkt, während sich die Wall Street bisher noch recht stabil hält.

    Wall Street hängt am seidenen Faden

    Aber auch die Wall Street hängt am seidenden Faden. Sehr beachtetet werden daher jetzt die News bezüglich des US-Handelskriegs mit China, bezüglich der Abwertung des Yuans, bezüglich der endgültigen Brexit-Entscheidung, bezüglich des Haushalts in Italien, bezüglich der nächsten FED-Zinsentscheidung bezüglich der neuen Ukriane-Krim-Krise, aber auch bezüglich Trumps neuer Twitter-Meldungen, der seinen Stabschef John Kelly mal wieder austauschte. Auch im Weißen Haus brennt es also lichterloh. Es gibt als viele Unsicherheitsfaktoren und Schwelbrände an der Börse im Moment, wobei die Marktechnik angeschlagen ist. Es genügt dann bereits ein Funke, um einen Flächenbrand auszulösen. Zu beachten gilt es auch, dass die Immobilienpreise in Australien bereits um 15 Prozent gefallen sind. Auch in China gibt es eine gefährliche Immobilienblase,

    Moskauer Börse bleibt top

    Der DAX erholte sich zwar am 11. Dezember trotz der verschobenen Brexit-Entscheidung um fast 2 Prozent auf über 10.800 Indexpunkte. Der DAX ist damit dennoch seit Mai in einem intakten Bärmarkt. Seit Jahresbeginn verlor der DAX fast 18 Prozent, während der S&P-Index in den USA mit etwas über 2600 Indexpunkten nur knapp mit 1,5 Prozent im Minus ist und damit noch besser abschnitt als Gold in USD. Mit am besten schnitt bis 11. Dezember in 2018 unter den großen Börsen einmal wieder mehr die Moskauer Börse ab. Der RDX-Index – ein Kunstprodukt der Wiener Börse für russische Standardaktien - stieg am 11. Dezember um 0,7 Prozent auf 1379 Indexpunkte. Die russischen Öl- und Gasaktien stiegen im Durchschnitt um etwa 30 Prozent in diesem Jahr, wobei der Gaskonzern Novatek wieder einmal wesentlich besser performte als Gazprom.

    Gold nur leicht erholt

    Auch der Goldpreis konnte sich ein wenig auf fast 1350 USD/Unze erholen. Er ist damit aber immer noch seit Jahresbeginn mit 4 Prozent im Minus, Silber sogar mit 14 Prozent im Minus bei einem Preis von 14,6 USD/Unze . Kryptowährungen befinden sich wie erwartet weiterhin im freien Fall. Der Bitcoin fiel auf 3000 BTC/EUR.

    Goldaktien als Outperformer in der Zukunft?

    Besonders interessant sind jetzt russische Goldaktien, die auch im nächsten EAST STOCK TRENDS in einem neuen Muster-Depot vorgestellt und besprochen werden, denn die Produktionskosten sind in Russland sehr gering. Die „Aktie des Monats September“ des EAST STOCK TRENDS Polyus Gold stieg seit September bereits um 26 Prozent. Seit Jahresbeginn ist der RDX-Index um 6,65 Prozent und der RTCX-Index sogar um 10,39 Prozent gestiegen, womit er wiederum zu den Top-Performern unter den Weltbörsen gehört und den DAX, EuroStoxx und auch DJI klar outperformen konnte.

    Börsen in Osteuropa als klare Outperformer

    Die Börsen in Osteuropa konnten selektiv weiter outperformen So sind die Börsen aus Ukraine, Rumäniens, Russland, Ungarn, Slowakei und Slowenien seit Jahresbeginn alle im Plus und können die meisten Weltbörsen-Indices, so auch den DAX und EuroStoxx, klar outperformen. Es lohnte sich also auch in diesem Jahr vor allem in Osteuropa sein Geld anzulegen, was sich die meisten deutschen Anleger aber nicht trauen, da sie sich nicht wagen, über den Tellerrand zu schauen. Das ist aber ein großer Fehler. So sind die Wachstumsraten in Osteuropa wesentlich höher als in Westeuropa, aber die Staatsverschuldung wesentlich geringer als in Westeuropa.

    Erst informieren, dann investieren

    Informieren Sie sich jetzt auch ausführlich über die Hintergründe und die Entwicklung der Ukraine/Russland-Krise, aber auch das zukünftige Erholungspotential der unterbewerteten Aktien aus Osteuropa. Auch im Baltikum, Rumänien und der Ukraine gibt es neue Chancen, wobei die jeweiligen Aktienindices seit Jahresbeginn alle kräftig im Plus sind. So konnten sich einige ukrainische Agraraktien seit 2016 im Kurs schon mehr als verdoppeln. Die Aktien aus Kasachstan zählten 2017 zu den Top-Performern der Welt (+56 Prozent). Mit Kazatonprom kam nun auch einer der weltgroßen Uranproduzenten aus Kasachstan an die Londoner Börse. Er wird im nächsten EAST STOCK TRENDS ausführlich vorgestellt. Gute Chancen gab es 2018 aber auch in Zentralosteuropa wie in Tschechien und den baltischen Börsen, wobei die Aktienmärkte aus Ungarn und Polen in diesem Jahr kräftig korrigierten.

    Bestellen Sie jetzt auch ein Probe-Abo (3 Ausgaben per Email für nur 15 €) des monatlich erscheinenden Börsenbriefs EAST STOCK TRENDS (EST) mit einem weiteren Ukraine/Russland-Special und einem Dividenden-Special sowie mit vielen Hintergrund-Informationen und neuen Anlage-Vorschlägen wie mit der "Aktie des Monats“ und lukrativen Zertifikaten unter www.eaststock.de, dort unter Börsenbrief.

    Der letzte EST erschien am 26. November 2018 mit der Vorstellung von einem bekannten IT-Wert und einer Fluggesellschaft als neue „Aktien des Monats“. Die Muster-Depot-Aktien RuSal und Yandex stiegen in 2017 um über 30 Prozent, was selektiv die großen Chancen in Russland aufzeigt. In diesem Jahr erreichten schon LUKoil, Tatneft, Gazpromneft und Novatek jeweils neue Jahreshöchstkurse. Das Muster-Depot des EST war zuletzt mit 6 Prozent im Plus. Die vorletzte „Aktie des Monats“ Polyus Gold stieg bereits um über 25 Prozent in 2 Monaten.

    Interview-Hinweise: Das letzte Radio Interview war am 5. November 2018 in Börsen Radio Networks. Sie können sich die Interviews jetzt bei www.eaststock.de, dort unter der Rubrik „Interviews“ runterladen, ebenso wie das gleichnamige EastStockTV-Video, Folge 158.

    Diskutieren Sie jetzt auch mit Herrn Männicke interaktiv unter http://go.guidants.com/de#c/Andreas_Maennicke .

  • G 20 = Trump gegen alle

    Montag, 03. Dezember 2018 19:00:00

    Die Welt blickte am Wochenende voller Spannung nach Argentinien, ein Land, das selbst hochverschuldet ist und am Tropf des IWF hängt. Die Ergebnisse des G 20 Treffens waren zwar enttäuschend, da es kein klares Bekenntnis zum freien Welthandel und zur Bekämpfung des Klimawandels gab, wobei man wieder einmal den Eindruck hatte, dass der US-Präsident Donald Trump die entscheidenden Figur war, die einen gemeinsame Absichtserklärung behinderte bzw. nicht möglich machte. Man einigte sich auf den kleinsten Nenner mit dem Bekenntnis zu einem „multilateralen Handelssystem“.

    Immerhin wurde zumindest bei dem G 20-Treffen ein Waffenstillstand beim Handelskrieg der USA gegen China und Europa beschlössen, worauf die Aktienkurse am 3. Dezember zunächst in die Höhe sprangen, vor allem bei Automobilaktien. Wie lange dieser Waffenstillstand anhält, ist aber fraglich.

    G 20-Treffen enttäuscht trotz Waffenstillstand

    Die Abschlusserklärung des G 20 Treffens in Argentinien war so allgemein und unverbindlich, dass es die Welt bei den dringenden Problemen der Welt nicht voranbringt, sei es freier Handel, sei es Migration und erst recht nicht beim Klimawandel, wo die USA dank Trump schon lange ausgeschieden sind und auch keine gemeinsame Erklärung zu erwarten war.

    Gar nicht oder nur am Rande angesprochen wurde die Überschuldung vieler Länder, also das globale Verschuldungsproblem, was uns aber in den nächsten Jahren sehr beschäftigen wird, vor allem in Italien, aber auch in dem Austragungsland des G20 Treffens Argentinien. Positiv überraschend war, dass es so gewaltsame Protestaktionen wie beim letzten G20 Treffen in Hamburg nicht gab.

    Protestwelle in Paris nimmt nicht ab, die Brutalität aber zu

    Dafür spielen sich jetzt Hetzjagden der „Gelbjacken“, also der Protestbewegung gegen Macron, gegen die Polizei in Paris ab, wo die Gewaltbereitschaft gegen die Polizei offensichtlich schon sehr stark zugenommen hat. Die Gelbjacken fordern Steuersenkungen und eine Erhöhung des Mindestlohns. Auslöser der gewaltsamen Aktionen war die geplante Erhöhung der Benzinsteuer in Frankreich.

    Die brutale Vorgehensweise und die brennenden Polizeiautos erinnern schon fast an einen Bürgerkrieg in Paris, Macron wird es auch schwer haben, im eigenen Land für Ruhe und Besonnenheit zu sorgen. Immerhin konnten sich die USA und China wohl darauf einigen, dass eine Verschärfung des Handelskriegs kurzfristig vermieden wird.

    Kommen doch noch Importzölle für deutsche Autos?

    Wie Trump aber mit den Importzöllen für europäische Autos in Zukunft verfahren wird, ist noch unklar. Man einigte sich zunächst auf einen Waffenstillstand beim US-Handelskrieg gegen China und die Europäische Union. Das bedeutet aber auch, dass Trump weiter verhandeln und seinen Forderungen später Nachdruck verleihen wird. Um eine Importsteuer in Höhe von 20 Prozent für deutsche Autos zu vermeiden, flogen die Chefs von VW, BMW und Daimler nach dem G20-Treffen ins Weiße Haus, um direkt mit Trump über die Folgen eines solchen Importzolls zu sprechen. Diesen Alleingang kritisierte wiederum EU-Chef Jean-Claude Junker. BMW will eine neue Autofabrik in den USA bauen, um den Zoll auch in Zukunft zu umgehen.

    Krim-Krise von Poroschenko bewusst geplant?

    Auch die Lösung des Krim-Konflikts wurde nur am Rande bei G 20-Treffen diskutiert, wobei Russland wieder einmal als der "böse Bube" dargestellt wurde und nun mit weiteren Sanktionen vor allem der USA rechnen muss. Trump sagte das geplante Treffen mit Putin ab. Gerade jetzt wäre aber ein intensiver und konstruktiver Dialog erforderlich, damit es nicht wieder einen neuen Krieg in der Ost-Ukraine gibt. Da die gefangen genommenen ukrainischen Soldaten noch nicht frei gelassen wurden und nun in Russland strafrechtlich vor Gericht kommen, muss Russland wohl nun mit neuen Sanktionen seitens der USA rechnen.

    Genauso wie beim US-Handelskrieg wäre eine Deeskalation auch beim Ukraine-Konflikt und viel Besonnenheit jetzt wünschenswert, um einen unnötigen Krieg zu vermeiden. Aber vielleicht hat Putin auch recht und Poroschenko will unbedingt einen Krieg herbeiführen, um die Präsidentschaftswahl zu verzögern und den Ausnahmezustand aufzurufen.

    Julia Timoschenko führt beim Wahlkampf in der Ukraine bei den Umfragen

    Putin betrachtet die Aktion im Asowschen Meer als eine von dem ukrainischen Präsidenten geplante Provokation, der auch mit dem nun von Parlament beschlossen Kriegsrecht übertreibe. Poroschenko hat jetzt sogar die Reservisten einberufen. Die Zustimmung und das Vertrauen in den ukrainischen Präsidenten sinken aber immer mehr bei der Bevölkerung. Die Zustimmung liegt nach Umfragen bei unter 10 Prozent und im März finden in der Ukraine Präsidentschaftswahlen statt, wo Julia Timoschenko im Moment bei den Umfragen führt. Die Beliebtheit von Petro Poroschenko in diesem Jahr stark gesunken - zum einen wegen der Geschichte um seinen Malediven-Urlaub, zum anderen wegen der Verfolgung gegen den mittlerweile aus der Ukraine ausgewiesenen Michail Saakaschwili.

    Weltbörsen reagieren erleichtert – Autoaktien stark gefragt

    Die Aktienmärkte reagierten am 3. Dezember zunächst erleichtert über den Waffenstillstand beim US-Handelskrieg, denn dies war besser als eine zuvor befürchtete Verschärfung des Handelskriegs mit höheren Zöllen. Vor allem die Automobilaktien von Daimler und BMW waren am 3. Dezember stark gefragt. Sie stiegen im Hoch jeweils um über 5 Prozent im Kurs. Nach der langen Flaute zuvor kam Hoffnung auf, dass die Importzölle seitens der USA doch noch vermieden werden können.

    Merz propagiert die Unterstützung der Aktienanlage für die Altersvorsorge

    Der DAX stieg im Tageshoch am 3. Dezember aber schon morgens um über 2 Prozent auf 11.550 Indexpunkten. Die Kurse bröckelten dann aber nachmittags wieder etwas auf 11.465 Indexpunkten ab, was immer noch ein kräftiges Plus von 1,32 Prozent war. Ausgehend vom Jahres-Hoch fiel der DAX aber um fast 30 Prozent. Am 8. März könnte der CDU-interne Wahlkampf für den Parteivorsitz je nach Ausgang auch neue Impulse für den deutschen Aktienmarkt geben.

    Der Kandidat Friedrich Merz, noch amtierender Aufsichtsratsvorsitzender vom größten Vermögensverwalter der Welt BlackRock, propagiert die Untersetzung der Aktienanlage zur Altersvorsorge, was viele Anleger wohl auch begrüßen würden. Dennoch führt im Moment Annegret Kramp-Karrenbauer bei den Umfragen als Nachfolger von Angela Merkel für den CDU-Parteivorsitz.

    DJI immer noch besser als Gold und Silber

    Der Dow Jones Industrial Index (DJI) stieg auch zum Handelsbeginn leicht um 0,8 Prozent auf 25.739 Indexpunkte Auch Gold erwachte ein wenig aus der Lethargie der letzten Monate und stieg um 0,94 Prozent auf 1232 USD/Unze ebenso wie Silber um 1,95 Prozent auf 14,42 USD/Unze. Dennoch sind Gold und Silber seit Jahresbeginn noch im Minus, ebenso wie der DAX und Eurostoxx. Der Euro stabilisierte such zum US-Dollar bei 1,13 EUR/USD.

    Nur der DJI stieg seit Jahresbeginn um 3 Prozent während der DAX, Eurostoxx, aber auch Gold und Silber seit Jahresbeginn noch kräftig im Minus sind. Ob nun noch eine Jahresendrally kommt, wird wiederum sehr viel von Trumps „Twittergewohnheiten“ abhängen. Auch bleibt abzuwarten, ob die FED die Zinsen jetzt nochmals im Dezember um 0,25 Basispunkte erhöhen wird.

    Kryptowährungen im freien Fall

    Der Bitcoin brach am 3. Dezember zum Euro erneut um fast 8 Prozent auf 3.381 BTC/EUR, was nahe dem Jahrestief ist. Aber auch andere Kryptowährungen wie der Ripple und Ethereum gaben erneut kräftig im Kurs um über 7 Prozent nach. Kryptowährungen befinden sich seit dem 19. November im freien Fall.

    Moskauer Börse bleibt top – Ölaktien stark gefragt -

    Am besten schnitt am 3. Dezember einmal wieder mehr die Moskauer Börse ab, weil der Brentölpreis um über fast 4 Prozent auf 61 USD/Barrel zulegen konnte. Katar will 2019 die OPEC verlassen. Der RDX-Index – ein Kunstprodukt der Wieser Börse für russische Standardaktien - stieg am 3. Dezember um 2,70 Prozent auf 1414 Indexpunkte. Besonders der Ölkonzern LUKoil überzeugte mit sehr guten Quartalszahlen. LUKoil stieg am 3. Dezember um 3 Prozent auf 66,7 €, was nahe dem Jahres-Hoch war. damit stieg die Aktie bereist um über 30 Prozent in diesem Jahr, wie viele Ölaktien aus Russland. Gazprom konnte immerhin um 2,8 Prozent auf 4,32 € im Kurs zulegen. Seit Jahresbeginn ist der RDX-Index um 5,82 Prozent, womit er wiederum zu den Top-Performern unter den Weltbörsen gehört und den DAX, EuroStoxx und auch DJI klar outperformen konnte.

    Börsen in Osteuropa als klare Outperformer

    Die Börsen in Osteuropa konnten selektiv weiter outperformen So sind die Börsen aus Russland, Ukraine, Slowenien, Rumänien, Litauen, Slowakei und Tschechien seit Jahresbeginn alle im Plus und können die meisten Weltbörsen-Indices, so auch den DAX und EuroStoxx, klar outperformen. Es lohnte sich also auch in diesem Jahr vor allem in Osteuropa sein Geld anzulegen, was sich die meisten deutschen Anleger aber nicht trauen, da sie sich nicht wagen, über den Tellerrand zu schauen. Das ist aber ein großer Fehler. So sind die Wachstumsraten in Osteuropa wesentlich höher als in Westeuropa, aber die Staatsverschuldung wesentlich geringer als in Westeuropa.

    Erst informieren, dann investieren

    Informieren Sie sich jetzt auch ausführlich über die Hintergründe und die Entwicklung der Ukraine/Russland-Krise, aber auch das zukünftige Erholungspotential der unterbewerteten Aktien aus Osteuropa. Auch im Baltikum, Rumänien und der Ukraine gibt es neue Chancen, wobei die jeweiligen Aktienindices seit Jahresbeginn alle kräftig im Plus sind. So konnten sich einige ukrainische Agraraktien seit 2016 im Kurs schon mehr als verdoppeln. Die Aktien aus Kasachstan zählten 2017 zu den Top-Performern der Welt (+56 Prozent). Mit Kazatonprom kam nun auch einer der weltgroßen Uranproduzenten aus Kasachstan an die Londoner Börse. Er wird im nächsten EAST STOCK TRENDS ausführlich vorgestellt. Gute Chancen gab es 2018 aber auch in Zentralosteuropa wie in Tschechien und den baltischen Börsen, wobei die Aktienmärkte aus Ungarn und Polen in diesem Jahr kräftig korrigierten.

    Bestellen Sie jetzt auch ein Probe-Abo (3 Ausgaben per Email für nur 15 €) des monatlich erscheinenden Börsenbriefs EAST STOCK TRENDS (EST) mit einem weiteren Ukraine/Russland-Special und einem Dividenden-Special sowie mit vielen Hintergrund-Informationen und neuen Anlage-Vorschlägen wie mit der "Aktie des Monats“ und lukrativen Zertifikaten unter www.eaststock.de, dort unter Börsenbrief.

    Der letzte EST erschien am 26. November 2018 mit der Vorstellung von einem bekannten IT-Wert und einer Fluggesellschaft als neue „Aktien des Monats“. Die Muster-Depot-Aktien RuSal und Yandex stiegen in 2017 um über 30 Prozent, was selektiv die großen Chancen in Russland aufzeigt. In diesem Jahr erreichten schon LUKoil, Tatneft, Gazpromneft und Novatek jeweils neue Jahreshöchstkurse. Das Muster-Depot des EST war zuletzt mit 6 Prozent im Plus. Die vorletzte „Aktie des Monats“ Polyus Gold stieg bereits um über 25 Prozent in 2 Monaten.

    Interview-Hinweise: Das letzte Radio Interview war am 5. November 2018 in Börsen Radio Networks. Sie können sich die Interviews jetzt bei www.eaststock.de, dort unter der Rubrik „Interviews“ runterladen, ebenso wie das gleichnamige EastStockTV-Video, Folge 157.

    Diskutieren Sie jetzt auch mit Herrn Männicke interaktiv unter http://go.guidants.com/de#c/Andreas_Maennicke .

  • Salami-Crash an den Weltbörsen - und nun?

    Sonntag, 28. Oktober 2018 23:15:00

    Die Wall Street erlebte vom 23. bis 26. Oktober nach dem Mini-Crash am 10. Oktober einen weiteren herben Rückschlag, was man als „Salami-Crash“ bezeichnen kann. Sogar relativ gute Quartalszahlen von Alphabet und Amazon wurde negativ aufgenommen Die kräftigen Kurskorrekturen gab es aber nicht nur an Wall Street, sondern an alle Weltbörsen. Besonders schwach war wieder einmal der DAX, weil hier Italien weiterhin große Sorgen macht. Weitere Kursverluste auf breiter Front sind möglich.

    Die Wahlen in Hessen zeigen das gleich Bild wie die Wahlen in Bayern zuvor. Die großen Volksparteien sind am Niedergang. Einige befürchten jetzt sogar „Weimarer“ oder „italienische Verhältnisse“, also und unstabil in westlichen Demokratien. Dies schlägt sich auch an den Weltbörsen nieder, die auch unstabil und äußerst volatil sind.

    Technologieaktien an der NASDAQ brechen ein

    Fast alle Börsen gaben in der vergangenen Woche erneut nach, was man schon einen „Salami-Crash“ nennen kann. Dabei verloren besonders die Technologieaktien an der NASDAQ-Börse in den USA enorm an Wert, obwohl die Quartalszahlen recht gut waren. So konnte Amazon den Quartalsgewinn zum Vorjahr auf 2,9 Mrd. US-Dollar fast verzehnfachen und auch den Umsatz erheblich steigern und dennoch wurde die Aktie abgestraft. Ähnlich erging aber auch anderen Technologieaktien. Der NASDAQ Composite Index gab am Freitag um 2 Prozent nach auf 7167 Indexpunkte nach. Ende September war der NASDAQ Comp.-Index noch auf einem neuen Allzeit-Hoch bei über 8000 Indexpunkten. Der Kursverlust betrug also mehr als 10 Prozent, aber eben nicht an einem Tag.

    Am 6. November 2018 finden in den USA wichtig Kongresswahlen statt, wo die Republikaner die hauchdünne Mehrheit im Senat verlieren können. Im Vorfeld gibt es Briefbombenanschläge gegen prominente Trump-Gegner. Das Land bleibt in den USA gespalten, was auch die Anleger verunsichert. Auch der Antisemitismus nimmt in den USA zu wie die Wahnsinnstat in Pittsburgh in einer jüdischen Synagoge mit 11 Toten zeigt. Der Hass nimmt in den USA auch in vielfacher Hinsicht zu, wobei von den Medien wie CNN auch Trump dafür mitverantwortlich gemacht.. Die USA befinden sich nun in der Schockstarre.

    Drohen in Deutschland Weimarer Verhältnisse?

    Die Markttechnik ist aber ebenso schlecht wie beim deutschen Aktienindex DAX, der am Freitag um 0,97 Prozent auf 11.197 Indexpunkte nachgab und damit in 1 Jahr schon um 14,7 Prozent verlor, während der NASDAQ Comp. Index noch mit 9,3 Prozent in Jahr im Plus ist. Die Landtagswahlen in Hessen bestätigten den allgemein Trend in Europa, dass Volksparteien immer mehr an Vertrauen und Zustimmung verlieren. Die Tage von Angela Merkel dürften gezählt sein und auch der Großen Koalition. Es drohen sogar „Weimarer Verhältnisse“ oder zumindest italienische Verhältnisse bei 6 Parteien in den Landtagen und im deutschen Bundestag, womit eine Regierungsbildung und Zukunftsgestaltung immer schwieriger wird.

    Bayer und Fresenius Medical Care durch Probleme in den USA im freien Fall

    Aber auch das verunsichert die Anleger in Deutschland zunehmend, ebenso wie die ungelösten Probleme „Brexit“ und Italien-Verschuldung. Zudem ist die Markttechnik sehr angeschlagen. So kam der Kurseinbruch auch nicht überraschend. Zudem belasten solchen Kursabstürze wie bei Bayer und Fresenius Medical Care wegen der Klagen bzw. Problemen in den USA in den USA. Der Kurs von Bayer brach im Oktober von 75 auf 66 € und der von Fresenius Medical Care sogar von 90 auf 70 €. Aber auch der neue DAX-Wert und vorherige Anleger-Liebling Wirecard brach von über 180 auf unter 160 € ein, obwohl hier die Zahlen weiter gut sind. Die Nervosität der Anleger wird jetzt offensichtlich immer größer, da bei schlechten Nachrichten weiter Kursverluste drohen. Der „Salami-Crash“ kann sich also fortsetzen.

    Goldpreis trotz Erholung immer noch im Minus

    Gold konnte nur leicht von 1200 auf 1235 US-Dollar/Feinunze im Hoch zulegen, konnte aber auch bisher nicht sonderlich von den Kursturbulenzen an den Weltbörsen profitieren. In einem Jahr ist der Goldpreis immer noch mit 5 Prozent in USD-Dollar im Minus und auch in Euro nur auf dem Niveau wie zu Jahresbeginn, was Goldanleger enttäuscht. Die meisten Goldaktien befinden sich nach wie vor im Keller. Auch der Silberpreis stieg nur um 2 Prozent zum Vormonat auf 14,7 US-Dollar/Feinunze; er ist aber auch seit Jahresbeginn mit 13 Prozent im Minus. Auch Kryptowährungen wie der Bitcoin, Ripple oder Ethereum tendieren nur seitwärts, sind als nicht die großen Gewinner des Salami-Crashs an den Weltbörsen bisher.

    Russische Ölaktien bleiben Outperformer trotz US-Sanktionen

    Der Brentölpreis fiel zwar im Oktober von 86 auf nunmehr 77 USD/Barrel, der russische Aktienmarkt und der Rubel blieben dennoch recht stabil. So ging der RDX-Index. Ein Kunstprodukt der Wiener Börse für russische Aktien, am Freitag mit 2 Prozent nach, er bleibt damit mit 3,4 Prozent in Euro immer noch im Plus und konnte damit den DAX erneut klar outperformen. Der Rubel stieg auf 74,5 EUR/RUB. Russischen Gas-/Ölaktien wie Gazprom, LUKOil und Rosneft bleiben weltweit unten den Outperformern, denn sie stiegen schon über 25 Prozent in diesem Jahr.

    Gute Chancen werden aber auch dem kanadischen Ölwert Saturn Oil & Gas eingeräumt, der gerade zu 0,24 CAD eine Kapitalerhöhung macht, um hernach zu expandieren. Jetzt kommt es sehr darauf an, ob die USA neue Sanktionen gegen die russischen Staatsbanken Sberbank und VTB Bank aussprechen, was wiederum den Rubel und die Moskauer Börse destabilisieren würde.

    Trump düpiert Putin, spricht aber mit ihm in Paris

    Der US-Präsident Trump will den Atomabrüstungsvertrag mit Russland aufkündigen. Trump wird den russischen Präsidenten Putin am 11. November in Paris treffen. Man darf gespannt sein, ob der „kalte Krieg“ zwischen den USA und Russland dann abgemildert werden kann und ob es Fortschritte beim Ukraine-Konflikt geben wird. Derweil wird in Norwegen gerade mit dem größten NATO-Manöver aller Zeiten, ein „richtiger Krieg (gegen Russland?) mit 50.000 Soldaten, davon 10,000 Soldaten aus Deutschland, geprobt. Man kann nur hoffen, dass aus einem „kalten Krieg“ irgendwann einen heißen Krieg geben wird. Auch die Ukraine rüstet jetzt mit Hilfe der USA erheblich auf.

    Börsen in Osteuropa als klare Outperformer

    Die Börsen in Osteuropa konnten selektiv weiter outperformen So sind die Börsen aus Russland, Ukraine, Slowenien, Rumänien, Litauen, Slowakei und Tschechien seit Jahresbeginn alle im Plus und können die meisten Weltbörsen-Indices, so auch den DAX und EuroStoxx, klar outperformen. Es lohnte sich also auch in diesem Jahr vor allem in Osteuropa sein Geld anzulegen, was sich die meisten deutschen Anleger aber nicht trauen, da sie sich nicht wagen, über den Tellerand zu schauen. Das ist aber ein großer Fehler. So sind die Wachstumsraten in Osteuropa wesentlich höher als in Westeuropa, aber die Staatsverschuldung wesentlich geringer als in Westeuropa.

    Erst informieren, dann investieren

    Informieren Sie sich jetzt auch ausführlich über die Hintergründe und die Entwicklung der Ukraine/Russland-Krise, aber auch das zukünftige Erholungspotential der unterbewerteten Aktien aus Osteuropa. Auch im Baltikum, Rumänien und der Ukraine gibt es neue Chancen, wobei die jeweiligen Aktienindices seit Jahresbeginn alle kräftig im Plus sind. So konnten sich einige ukrainische Agraraktien seit 2016 im Kurs schon mehr als verdoppeln. Die Aktien aus Kasachstan zählten 2017 zu den Top-Performern der Welt (+56 Prozent). Gute Chancen gab es 2018 aber auch in Zentralosteuropa wie in Tschechien und den baltischen Börsen wobei die Aktienmärkte aus Ungarn und Polen jetzt auch korrigierten.

    Bestellen Sie jetzt auch ein Probe-Abo (3 Ausgaben per Email für nur 15 €) des monatlich erscheinenden Börsenbriefs EAST STOCK TRENDS (EST) mit einem weiteren Ukraine/Russland-Special und einem Dividenden-Special sowie mit vielen Hintergrund-Informationen und neuen Anlage-Vorschlägen wie mit der "Aktie des Monats“ und lukrativen Zertifikaten unter www.eaststock.de, dort unter Börsenbrief. Der letzte EST erschien am 26. Oktober 2018 mit der Vorstellung von einem bekannten Energiewert und einem alten 2000% aus Georgien als „Aktien des Monats“. Die Muster-Depot-Aktien RuSal und Yandex stiegen in 2017 um über 30 Prozent, was selektiv die großen Chancen in Russland aufzeigt. In diesem Jahr erreichten schon LUKoil, Tatneft, Gazpromneft und Novatek jeweils neue Jahreshöchstkurse. Das Muster-Depot des EST war zuletzt mit 5 Prozent im Plus. Einer der Top-Performer war die vorletzte „Aktien des Monats“ Saturn Oil & Gas aus Kanada.

    Interview-Hinweise: Das nächste Radio Interview ist am 5. November 2018 in Börsen Radio Networks. Sie können sich die Interviews jetzt bei www.eaststock.de, dort unter der Rubrik „Interviews“ runterladen, ebenso wie das gleichnamige EastStockTV-Video, Folge 156.

    Seminar-Hinweis: das nächste ESI-Ostbörsen-Seminar „Go East!“ findet am 28. November 2018 um 17.00 Uhr in Frankfurt/M statt. Info und Anmeldung unter www.eatststock.de/Dinestleistungen/Seminare

    Diskutieren Sie jetzt auch mit Herrn Männicke interaktiv unter http://go.guidants.com/de#c/Andreas_Maennicke .

  • Mini-Crash an der Wall Street - und nun?

    Sonntag, 14. Oktober 2018 23:05:00

    Die Wall Street erlebte am 10. Oktober den größten Kurseinbruch seit langer Zeit. Der Dow Jones Industrial Index fiel um über 3 Prozent, ebenso wie der S&P Index, aber der NASDAQ-Index fast um 5 Prozent auch der DAX und EuroStoxx gaben auf breiter Front zu. Auch die asiatischen Märkte gingen kräftig ins Minus. Die Markttechnik bleibt negativ und angespannt. Dies war eine Reaktion auf die zunehmend restriktive Geldpolitik der FED, aber auch des Handelskrieg der USA mit China. US-Präsident machte die Notenbank FED für den Kurseinbruch verantwortlich. Dabei ist er selbst auch eine Ursache des Kurseinbruchs, indem er ständig den Handelskrieg mit China verschärft.

    Globaler Kurseinbruch auf breiter Front

    Am 6. November finden die Kongresswahlen in den USA statt. Donald Trump bekam mit dem Kurseinbruch an der Wall Street schon jetzt einen Dämpfer. Dies war der erste Kurseinbruch nach langer Zeit. Die Kurse brachen aber am 10. Oktober nicht nur an der Wall Street ein, sondern als Kettenreaktion auch in Asien und in Europa mit zum Teil über 3 Prozent an einem Tag. Auch am Folgetag ging es weiter global abwärts. Am Freitag konnten sich die Aktien aber global ein wenig erholen. So brach auch erst der Kurs des neuen deutschen Börsenlieblings und neuem DAX-Mitglied Wirecard erst von 185 auf 160 € ein, um sich dann am Freitag wieder um 5 Prozent auf 169 € zu erholen am Freitag zu. Die Volatilität der Aktien nahm deutlich zu.

    Goldpreis trotz Erholung immer noch im Minus

    Gold konnte nur leicht von 1200 auf 1224 US-Dollar/Feinunze im Hoch zulegen, enttäuscht aber die Goldanleger schon seit Jahren, da es trotz vieler Krisen nicht nachhaltig ansteigt, sondern eher seitwärts tendiert. So fiel der Goldpreis trotz des letzten Kursanstiegs immer noch um 8 Prozent in US-Dollar und um 4 Prozent in € in diesem Jahr. Die meisten Gold- und Silberaktien sind immer noch tief im Keller. Viele Weltbörsen hängen jetzt aber von der Markttechnik her am seidenen Faden.

    DAX schon über 10 Prozent im Minus

    Der DAX fiel am Freitag auf 11.523 Indexpunkte, was ein Minus von 10,87 Prozent seit Jahresbeginn bedeutet, der EuroStoxx auf 23194 Indexpunkte (= - 8,83 Prozent in 2018), der Nikkei 225 Index auf 22.699 Indexpunkte (=-0,29 Prozent in 2018), und der Shanghai A Index fiel sogar um 22 Prozent in diesem Jahr auf 2730 Indexpunkte. Der Dow Jones Industrial Index erreichte mit 25.226 Indexpunkte noch ein Plus von 1,24 Prozent in 2018 und der S&P-Index mit 27767 Indexpunkte ein Plus von 1,42 Prozent. Der NASDAQ 100 Index stieg zwar noch 8,83 Prozent auf 7154 Indexpunkte in 2018, aber es waren schon über 17 Prozent vor dem Mini-Crash am 10. Oktober. Der russische RDX-Index konnte mit einem Plus von 3 Prozent in 2018 die meisten Weltbörsen erst recht die meisten Schwellenländer-Börsen in diesem Jahr bisher klar outperformen.

    „Die FED is verrückt geworden“ (Trump)

    Trump machte die FED für den Kursennbruch am 11. Oktober verantwortlich: „Die FED ist verrückt geworden“, was sein Twitter-Kommentar nach dem Kurseinbruch. Die FED erhöhte jetzt schon 8-mal hintereinander die Zinsen und will die Zinsen auch weiter erhöhen. Zudem entzieht die FED dem Markt jetzt Liquidität. Das Geldemengenwachstum nahmen in den USA stark ab, was schon 1987 einer der Gründe für den Aktien-Crash war. Sicher ist das, was die FED jetzt versucht, nämlich den Weg zur „Normalsierung“ zu begehen, sehr steinig und destruktiv für die Weltbörsen-Kursentwicklung ist, weil dies auch den US-Dollar nach oben treibt, worunter viele Schwellenländer jetzt leiden, vor allem die Türkei und Argentinien.

    Aber nicht nur die FED war schuld an dem Kursdebakel am 10./11. Oktober an der Wall Street. Trump trug auch selbst zu dem Kurseinbruch bei, indem er China mit noch mehr Zöllen und Handelsrestriktionen drohte. Der IWF warnt davor, dass der Handelskrieg der USA mit China eskalieren könnte, worunter dann die ganze Welt leiden würde.

    US-Handelskrieg kann eskalieren und das Wachstum weltweit belasten

    Es werden jetzt durch den US-Handelskrieg an verschiedenen Fronten auch schon die Wachstumsprognosen für dieses und nächstes Jahr nach unten revidiert. Selbst die deutsche Regierung geht jetzt nur noch von einem BSP-Wachstum in Deutschland von 1,8 Prozent nach zuvor 2,2 Prozent aus.

    Desaster für CSU und SPD in Bayern

    Die deutsche Regierungs-Koalition ist zudem in einem Vertrauens- und Stimmungstief. Dies zeigt sich auch in dem Wahrergebnis in Bayern. Die CSU und die SPD verlor über 10 Prozent der Stimmen. Die SPD hat nun nur noch knapp 10 Prozent bekommen. Starker Stimmenzuwachs hat die Grüne und die AfD. Die CSU verlor die absolute Mehrheit, was auch politische folgen in Berlin haben dürfte. Der Thron von Angel Merkel beginnt zu wackeln. Die Erosion der etablierten Volksparteien nimmt in ganz Europa immer wieder, was eine Gefahr für die Demokratie ist, denn es drohen dann irgendwann „Weimarer Verhältnisse“ oder „italienische Verhältnisse“. Der Nationalismus und Populismus nimmt immer zu in vielen Ländern in Europa. Italien ist das beste Beispiel dafür, wo Rechtspopulisten und Nationalisten jetzt die Mehrheit haben.

    Italien bleibt in der Schuldenfalle

    Italien hat nun den neuen Haushalt mit großer Mehrheit beschlossen Die EU-Kommission forderte nur ein Haushaltsbilanzdefizit von 0,9 Prozent, es wurde nun aber ein Defizit von 2,6 Prozent beschlossen. Damit gibt es einen Kampf Brüssel gegen Rom. Brüssel kämpft aber auch mit Großbritannien. Nach dem Brexit könnte aber auch ein „Italexit“ kommen, was dann aber auch die EU und den Euro sprengen würde. Die logische Folge wäre dann aber auch wohl einen neue globale Bankenkrise durch die Domino-Effekte.

    Russische Ölaktien bleiben Outperformer

    Da der Ölpreis um 5 Prozent von 85 auf unter 81 USD/Barrel fiel, gab auch die Moskauer Börse etwas nach. Vor allem die russischen Ölaktien profitierten zuvor von dem stark gestiegenen Ölpreis und stiegen auf neue Jahres-Höchstkurse. Die russischen Ölaktien stiegen etwa um 30 Prozent in diesem Jahr. Der RDX-Index fiel zwar auf 1371 Indexpunkte; dies bedeutet aber immer noch ein Plus von 3,84 Prozent seit Jahresbeginn. Damit bleibt die Moskauer Börse einer der Top-Performer der Welt in diesem Jahr. Der RDX-Oil-Index – ein Kunstprodukt der Wiener Börse - stieg sogar um 34 Prozent auf 2409 Indexpunkte.

    Börsen in Osteuropa als klare Outperformer

    Die Börsen in Osteuropa konnten selektiv weiter outperformen So sind die Börsen aus Russland, Ukraine, Slowenien, Rumänien, Litauen, Slowakei und Tschechien seit Jahresbeginn alle im Plus und können die meisten Weltbörsen-Indices, so auch den DAX und EuroStoxx, klar outperformen. Es lohnte sich also auch in diesem Jahr vor allem in Osteuropa sein Geld anzulegen, was sich die meisten deutschen Anleger aber nicht trauen, da sie sich nicht wagen, über den Tellerand zu schauen. Das ist aber ein großer Fehler. So sind die Wachstumsraten in Osteuropa wesentlich höher als in Westeuropa, aber die Staatsverschuldung wesentlich geringer als in Westeuropa.

    Erst informieren, dann investieren

    Informieren Sie sich jetzt auch ausführlich über die Hintergründe und die Entwicklung der Ukraine/Russland-Krise, aber auch das zukünftige Erholungspotential der unterbewerteten Aktien aus Osteuropa. Auch im Baltikum, Rumänien und der Ukraine gibt es neue Chancen, wobei die jeweiligen Aktienindices seit Jahresbeginn alle kräftig im Plus sind. So konnten sich einige ukrainische Agraraktien seit 2016 im Kurs schon mehr als verdoppeln. Die Aktien aus Kasachstan zählten 2017 zu den Top-Performern der Welt (+56 Prozent). Gute Chancen gab es 2017 aber auch in Zentralosteuropa wie in Tschechien und den baltischen Börsen (+2 bis 7 Prozent), wobei die Aktienmärkte aus Ungarn und Polen jetzt auch korrigierten.

    Bestellen Sie jetzt auch ein Probe-Abo (3 Ausgaben per Email für nur 15 €) des monatlich erscheinenden Börsenbriefs EAST STOCK TRENDS (EST) mit einem weiteren Ukraine/Russland-Special und einem Dividenden-Special sowie mit vielen Hintergrund-Informationen und neuen Anlage-Vorschlägen wie mit der "Aktie des Monats“ und lukrativen Zertifikaten unter www.eaststock.de, dort unter Börsenbrief. Der letzte EST erschien am 17. September 2018 mit der Vorstellung von zwei russischen Goldaktien als „Aktien des Monats“. Die Muster-Depot-Aktien RuSal und Yandex stiegen in 2017 um über 30 Prozent, was selektiv die großen Chancen in Russland aufzeigt. In diesem Jahr erreichten schon LUKoil, Tatneft, Gazpromneft und Novatek jeweils neue Jahreshöchstkurse. Einer der Top-Performer war die vorletzte „Aktien des Monats“ Saturn Oil & Gas aus Kanada.

    Interview-Hinweise:. Das letzte Radio-Interview war am 27. August 2018 in Börsen Radio Networks. Zudem wurde Andreas Männicke am 14. September 2018 von Michael Mross in MMnews anlässlich der Rede des russischen Außenministers Sergej Lawrov in Berlin interviewt. Das nächste Radio Interview ist am 5. November 2018 in Börsen Radio Networks. Sie können sich die Interviews jetzt bei www.eaststock.de, dort unter der Rubrik „Interviews“ runterladen, ebenso wie das gleichnamige EastStockTV-Video, Folge 155.

    Seminar-Hinweis: das nächste ESI-Ostbörsen-Seminar „Go East!“ findet am 28. November 2018 um 17.00 Uhr in Frankfurt/M statt.

    Diskutieren Sie jetzt auch mit Herrn Männicke interaktiv unter http://go.guidants.com/de#c/Andreas_Maennicke .

 

 

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