Ostbörsen im Fokus (siehe auch www.eaststock.de)

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Interview- und Termin-Hinweise

Andreas Männicke wird am 8. Oktober 2019 über die neuen Chancen in Osteuropa befragt

Andreas Männicke wurde von Börsen Radio Networks am 29. Juli 2019 um 13.00 Uhr über die neuen Chancen in Russland und der Ukraine befragt.

Andreas Männicke wurde am 21, Mai 2019 um 13.00 Uhr in Börsen Radio Networks über die neuen Entwicklungen in Osteuropa befragt.

Andreas Männicke wurde zusammen mit Volker Meinel von der BNP Paribas am 29. Januar 2019 in NTV/Telebörse über Rohstoffe (Öl, Gold, u.a.) und Rohstoffaktien befragt.

Andreas Männicke wurde am 21. Janaur 2019 von Börsen Radio Networks über die neuen Chancen an den Osteuropa-Börsen befragt. Das nächste Interview mit Börsen Radio Networks wird am 4. März 2019 um 13.00 Uhr sein.

Ab Oktober 2013 können Sie unter Eingabe von "EastStockTV" bei www.youtube.de die aktuellen Kommentare von Andreas Männicke zu den Aussichten an den Welt- und Ostbörsen kostenlos abrufen. Abonnieren Sie einfach den Kanal bei www.youtube.de.

Ab Mai 2014 können mit Herrn Männicke über www.go.guidants.com auch interaktiv in Kontakt treten und Fragen zu den Ostbörsen stellen.

Verpassen Sie die Outperformancechancen in Osteuropa nicht und bestellen Sie jetzt den monatlich erscheinenden Börsenbrief EAST STOCK TRENDS unter www.eaststock.de. Ein Probe-Abo (3 Ausgaben kosten nur 15 €). Die beiden Muster-Depots erzielten seit Februar 2009 eine Performance von über 320% im Muster-Depot 1 (konservativer Osteuropa-Basket) bzw. über 350% im Muster-Depot 2 (spekulativer Osteuropa-Basket, das sind über 40% p.a. seit 2009. In den neuen Muster-Depots ab 2015 wude eine Performance von über 130% bzw über 80% erzielt. Das neue "goldige" Muster-Depot erreichte immerhin ein Plus von 66% ab 2016.

Zudem können Sie sich alle bisherigen TV-Inteviews von Andreas Männicke in diesem Jahr runterladen unter den Links der Rubrik "Interviews".

  • Moskauer Börse schon wieder Top-Performer unter den Weltbörsen gleich zum Jahresbeginn

    Montag, 28. Januar 2019 00:03:00

    Die Moskauer Börse hatte mit dem besten Börsenstart aller Weltbörsen und stieg schon um 11 Prozent. Aber auch die Börsen aus Zentral-Osteuropa hatten einen guten Börsenstart wie insbesondere die Börsen aus Budapest und Warschau mit einem Plus von jeweils über 5 Prozent. Aber auch der DAX erholte sich um 6,85 Prozent seit Jahresbeginn, nachdem er im letzen Jahr noch mit 18 Prozent im Minus landete.

    In drei Jahren stieg der DAX allerdings nur um 16 Prozent während der russische Aktienmarkt um 75 Prozent im Durchschnitt ansteigen konnte. Alle Anleger setzen jetzt offensichtlich auf eine baldige Beendigung des Handelsstreits zwischen den USA und China. Der drohende „harte“ Brexit geriet dabei ins Hintertreffen bzw. wurde von den Anlegern bis jetzt ignoriert.

    Stark erholter Ölpreis und Rubel unterstützt die Rally an der Moskauer Börse

    Die Moskauer Börse erfreute die Anleger mit einem Plus von über 11 Prozent seit Jahresbeginn. Sie konnte damit sowohl den DAX (+6,85 Prozent) und auch den Dow Jones Industrial Index (kurz DJI, +7,24 Prozent) wie schon im letzten Jahr klar outperformen. Aber auch in drei Jahren stieg der russische Aktienmarkt um 75 Prozent sogar in US-Dollar, während der DAX „nur“ um 16 Prozent zulegen konnten und der DJI um 55 Prozent. Die Moskauer Börse war also in den letzten 3 Jahren einer der am besten performenden Aktienmärkte der Welt. Neben den russischen Öl-/Gasaktien stiegen auch die russischen Goldaktien kräftig an, die auch im Börsenbrief EAST STOCK TRENDS (www.eaststock.de) zum Kauf empfohlen wurden. So konnten auch die im EAST STOCK TRENDS empfohlen Muster-Depot-Aktien bereits kräftig um über 8% Prozent im Kurs zulegen.

    Der Goldpreis stieg zuletzt wieder auf 1300 US-Dollar/Unze, was eine wichtige Chartmarke ist. Unterstützt wurde die beeindruckende Jahresanfangsrally an der Moskauer Börse aber vor allem durch den wiederstarkten Ölpreis. Der Brentölpreis stieg von 52 auf 61 US-Dollar/Barrel und dem wiedererstarkten Rubel – der Euro fiel in diesem Jahr zum Rubel von 79 auf 75 EUR/RUB.

    Beate Sander (80) macht es deutschen Anlegern vor

    Allerdings waren die meisten deutschen Anleger wegen der US-Sanktionen, aber auch wegen dem permanenten Putin- und Russland-Bashing der Mainstream-Medien als Anleger nicht dabei, weil die politischen Risiken als zu hoch eingestuft wurden. Trotz der starken Kurssteigerungen bleibt der russische Aktienmarkt aber einer der am niedrigsten bewerten Aktienmärkte der Welt mit zudem den höchsten Dividendenrendite der Welt.

    Nur die 80-jährige Millionärin und Buchautorin Beate Sander setzt schon lange ganz mit großem Erfolg gezielt auf ertrags- und dividendenstarke russische Blue Chips wie Gazprom, LUKoil und Norilsk Nickel und sie ist damit bisher sehr gut gefahren.

    Auch andere Osteuropabörsen hatten einen guten Start

    Aber auch die zentralosteuropäischen Börsen aus Ungarn, Polen und Tschechien sowie die baltischen Börse aus Lettland, Litauen und Estland hatten alle einen guten Börsenstart mit einer Performance von 3 bis 5 Prozent seit Jahresbeginn. So konnte auch der CECE-Index (mit Polen, Ungarn und Tschechien im Boot) um 5,39 Prozent auf 1785 Indexpunkte zulegen. Sogar die Aktien aus Kasachstan stiegen um 5 Prozent seit Jahresbeginn beim KTX-Index, die im letzten Jahr aber wie die deutschen Aktien aus dem DAX unter die Räder kamen.

    Schafft Trump bald die Beendigung des US-Handelskriegs?

    Angefeuert wurden die Aktien an allen Weltbörsen durch die Hoffnung, dass sich der US-Präsident nun nach dem Shutdown endlich auch den Handelskrieg mit China beenden kann. Dies wird aber erst die nächste Verhandlungsrunde im Februar zeigen, wo sich Trump auch mit dem nordkoreanischen Präsidenten Kim treffen will. Der „kalte Krieg“ mit Russland dürfte aber fortgesetzt werden. So wurden auch die Drohungen für Sanktionen gegen alle europäischen Unternehmen bekräftigt, die sich aktiv am Bau des zweiten Strangs der Nordischen Pipeline von Gazprom beteiligen wollen. Die Amerikaner wollen ihr wesentlich teureres Fracking-Gas auch verstärkt in Europa verkaufen. Der drohende „harte“ Brexit im März wird von den Anlegern im Moment (noch) ignoriert.

    Droht ein neuer Stellvertreterkrieg in Venezuela?

    In Venezuela droht nun hinter den Kulissen ein weiterer Stellvertreterkrieg zwischen den USA und Russland, nachdem sich dort der Chef des entmachteten Parlaments Guaidó zum Interimspräsidenten von Venezuela selbst ernannt hat. Der US-Präsident Trump hat ihn schon einen Tag danach als legalen Präsidenten von Venezuela anerkannt, während der amtierende und vom Volk Präsident Maduro seine Macht nicht angeben will. Er macht alleine die USA für den Putschversuch verantwortlich. Deutschland und die EU plädieren nun auch für Neuwahlen. Werden diese nicht innerhalb von einer Woche von Maduro angekündigt, will auch Deutschland den Interimspräsidenten Guaidó anerkennen.

    Das Militär stellt sich aber (noch) hinter Maduro. Es könnte aber auch bald ein Militärschlag der Amerikaner folgen, wenn Maduro sein Amt nicht freiwillig abgibt. Aber auch russische Söldner sind angeblich schon unterwegs, um Maduro zu unterstützen. Von daher droht auch ein weiterer Stellvertreterkrieg zwischen den USA und Russland in Venezuela nach zuvor in Syrien und der Ukraine.

    Venezuela wieder von Russland und dem Iran unterstützt. Es kann gut sein, dass der Machtkampf nicht unblutig enden wird. Venezuela hat die größten Ölreserven der Welt noch vor Saudi-Arabien. Hier wollen die USA, die mit Venezuela schon lange auf Kriegsfuß stehen, auch Zugang zu haben.

    Erst informieren, dann investieren

    Informieren Sie sich jetzt auch ausführlich über die Hintergründe und die Entwicklung der Ukraine/Russland-Krise im Asowschen Meer, aber auch das zukünftige Erholungspotential der unterbewerteten Aktien aus Osteuropa. Auch im Baltikum, Rumänien und der Ukraine gibt es neue Chancen, wobei die jeweiligen Aktienindices seit Jahresbeginn 2019 alle im Plus sind. So konnten sich einige ukrainische Agraraktien seit 2016 im Kurs schon mehr als verdoppeln und in 2018 stieg der PFTS-Index schon wieder über 70 Prozent. Die Aktien aus Kasachstan zählten 2017 zu den Top-Performern der Welt (+56 Prozent), nicht aber in 2018.

    In 2018 zählten aber schon wieder 10 Aktienmärkte aus Osteuropa zu den besten am performenden Aktienmärkten der Welt, die alle den DAX und auch den US-Aktienmarkt klar outperformen konnten. Nun ist die Moskauer Börse schon wieder der klare Outperformer unter allen Weltbörsen.

    Bestellen Sie daher jetzt auch ein Probe-Abo (3 Ausgaben per Email für nur 15 €) des monatlich erscheinenden Börsenbriefs EAST STOCK TRENDS (EST) mit einem weiteren Ukraine/Russland-Special und einem Dividenden-Special sowie mit vielen Hintergrund-Informationen und neuen Anlage-Vorschlägen wie mit der "Aktie des Monats“ und lukrativen Zertifikaten unter www.eaststock.de, dort unter Börsenbrief.

    Der letzte EST erschien am 23. Januar 2018 mit der Vorstellung der PayPal von Russland als neue „Aktie des Monats“. Die neuen Muster-Depots des EST konnten bereits um 5 und 8 Prozent im Wert zulegen. Das Muster-Depot des EST war zuletzt in 2018 mit 6 Prozent im Plus. Die „Aktie des Monats“ aus dem September 2018 Polyus Gold stieg bereits um über 35 Prozent in 4 Monaten. Nun wurde ein neues „goldiges“ Muster-Depot im EST aufgemacht.

    Interview-Hinweise: Das nächste TV-Interview mit Andreas Männicke ist am 30. Januar 2019 in NTV/Telebörse. Zudem erschien ein Interview mit Andreas Männicke im Börsenmagazin Smart Investor über Osteuropa. Das letzte Radio Interview war am 21. Januar 2019 in Börsen Radio Networks. Sie können sich die Interviews jetzt bei www.eaststock.de, dort unter der Rubrik „Interviews“ runterladen, ebenso wie das gleichnamige EastStockTV-Video, Folge 161.

    Diskutieren Sie jetzt auch mit Herrn Männicke interaktiv unter http://go.guidants.com/de#c/Andreas_Maennicke .

  • Die Bullen melden sich an der Börse zurück – nur wie lange noch?

    Sonntag, 06. Januar 2019 20:41:00

    Die Moskauer Börse war schon im letzten Jahr einer der Top-Performer unter den Weltbörsen und startete auch in 2019 – ganz ohne eigenes Zutun - mit am besten unter allen Weltbörsen. Die russischen Indices wie der RDX- und RTX-Index stiegen je nach Index um 3 bis 5 Prozent und damit weit mehr als der DAX, Euro-Stoxx oder S&P-Index – genauso wie schon im letzten Jahr.

    Auch andere Börsen in Osteuropa hatten vor allem durch die starken Kurssteigerungen eine positive Wertentwicklung. Die Wall Street hatte ebenso wie der deutschen Aktienmarkt anfangs einen schwachen Börsenstart, erholte sich aber kräftig am Freitag. Die Bullen meldeten sich am Freitag wegen guter US-Arbeitsmarktdaten also zurück. Die Frage ist nur, wie lange noch?

    Kaufpanik am Freitag an der Wall Street nach guten Arbeitsmarktdaten

    Die Wall Street hatte zum Jahresbeginn aufgrund der Umsatzwarnung von Apple und der globalen Konjunktursorgen einen schwachen Börsenstart. Die Aktie von Apple fiel nach der Umsatzwarnung um fast 10 Prozent auf unter 150 US-Dollar. Der Aktienkurs von Apple fiel damit seit dem Hoch von 225 auf nunmehr 148 US-Dollar, womit sich die Marktkapitalisierung auf 704 Mrd. USD verringerte. Damit verringerte sich die ehemalige 1 Billionen USD-Aktie um fast 300 Mrd. USD seit dem Hoch Anfang Oktober 2018.

    In den USA stiegen die „Nonfarm Payrolls“ am 4. Januar um 312.000 Stellen, was weit mehr als erwartet wurde. Dies war überraschend der größte Anstieg seit Februar 2018 am Arbeitsmarkt. Zudem gab es Hoffnungen, dass sich der US-Präsident Donald Trump mit China im Januar einigen und einen Handelskrieg damit vermeiden kann. Die Verlängerung des „Shutdowns“, also der Haushaltssperre infolge der nicht zustande gekommenen Einigung mit den Demokraten über die 5 Mrd. US-Dollar für den Bau einer Mauer für Mexiko, spielten eine untergeordnete Rolle am Freitag. Auch die neuen Drohungen des nord-koreanischen Präsidenten Kim, dass es seine Atomabrüstungspläne überdenken oder umändern werde, wenn die USA nicht bald die Sanktionen gegen Nord-Korea aufheben, wurde bisher nicht ernst genommen.

    Kräftige Erholung in intakten Bärmärkten

    Ausgehend von der Marktechnik handelte es ich am Freitag nur um eine technische Gegenreaktion eines zuvor überverkauften Marktes, wobei der Markt am Freitag schon wieder auch nach oben übertrieben hat, denn Kurssteigerungen von über 3 Prozent an einem Tag nach oben sind sehr selten an der Wall Street. Der übergeordnete Trend ist seit Oktober an der Wall Street weiterhin ein Bärmarkt mit einer fallenden 50-Tageslinie, wobei die meisten Kurse vor allem der Technologieaktien trotz der kräftigen Erholung immer noch unter der 50-Tageslinie sind. Der NASDAQ 100-Index stieg am Freitag sogar um 4,25 Prozent an einem Tag und damit um 2,12 Prozent seit Jahresbeginn.

    Es handelt sich also im eine „Bärmarktrally“, die es auch schon zu Weihnachten einmal gab, als der Dow Jones Industrial Index um 1000 Indexpunkte (!) und der NASDAQ-Index sogar um 6 Prozent an einem Tag anstieg. Die Frage bleibt aber ungewiss, wie sich die Konjunktur in 2019 in Anbetracht des drohenden US-Handelskriegs mit China tatsächlich entwickeln wird. Das Kursfeuerwerk vom Freitag kann schnell verpuffen, wenn neue Konjunkturdaten die Börsenstimmung wieder eintrüben.

    Sehr viel wird auch davon abhängen, ob sich Trump im Januar wirklich mit China einigen und einen Handelskrieg vermeiden kann. Andernfalls dürften die Weltbörsen wieder schnell kräftig nachgeben. Zudem rücken demnächst auch wieder andere Themen in den Vordergrund wie der Brexit, die Verschulungsprobleme in Italien, das Wachstum in China und die Geldpolitik der Notenbanken.

    Neue Cyberattacken zeigen die Schwächen der Digitalisierung deutlich auf

    Der DAX erholte sich am Freitag ebenfalls um 3,37 Prozent auf 10.767 Indexpunkte, wobei auch der DAX anfangs einen schwachen Börsenstart hatte und der intakte Bärmarkt seit Mai 2018 fortgesetzt wurde. Immerhin verblieb seit Jahresbeginn nun ein Plus von 1,98 Prozent beim DAX. Dabei spielte die Datenpanne und die neuen Cyberattacken gegen einige Bundestagsabgeordnete und Journalisten (noch) eine untergeordnete Rolle.

    Dies zeigt aber auch die Schwächen der Digitalisierung auf, denn die Datensicherheit ist nicht überall gewährleistet und sogar viele Unternehmen werden dadurch verwundbarer im Fall von Cyberattacken. Es kann aber auch einmal eine globale Cyberattacke gegen Börsen geben, die dann einige Weltbörsen über Nacht lahmlegen kann. Aber auch deutsche Anleger hoffen zunächst, dass Trump mit China einen Deal hinbekommt, weil dies für alle Weltbörsen von großer Bedeutung in diesem Jahr sein wird.

    Steigende Rohstoffpreise nur ein Strohfeuer?

    Darauf setzen nun auch die Terminhändler an den Rohstoffmärkten, wobei die meisten Industriemetalle am Freitag kräftig anstiegen. Gold gab hingegen leicht um 0,71 Prozent auf 1285 USD/Unze nach, nachdem es zuvor den höchsten Stand seit Juni 2018 erreicht hatte. Silber konnte sich bei 15,69 US-Dollar/Unze knapp behaupten. Dagegen stieg Palladium schon wieder um 2,56 Prozent auf 1300 US-Dollar/Tonne an, wobei der Palladiumpreis schon im letzten Jahr um etwa 20 Prozent anstieg und damit als Edelmetall weit besser als Gold performte.

    Auch der Brentölpreis konnte um 2,54 Prozent auf 57,31 USD/Barrel zulegen, nachdem er zuvor seit Oktober bis Ende 2018 von 85 auf 52 US-Dollar/Barrel im freien Fall war. Der Euro stabilisierte sich bei 1,13 EUR/USD fast unverändert und der Bitcoin bei 3360 BTC/EUR. Falls sich Trump im Januar aber nicht mit China einigen kann, dürften die Rohstoffpreise wieder stark nachgeben.

    Moskauer Börse schon wieder klarer Outperformer neben anderen Osteuropabörsen

    Aber nicht nur die Moskauer Börse konnte schon wieder outperformen, sondern auch noch einige andere Börsen aus Osteuropa wie vor allem der ungarische, tschechische und rumänische Aktienmarkt, die alle den DAX und DJI outperformen können mit einem Plus von jeweils über 2,5 Prozent seit Jahresbeginn. Der RTX-Index, ein Kunstprodukt der Wiener Börse für russische Originalaktien, konnte sogar seit Jahresbeginn um 5,22 Prozent ansteigen. Der Gazprom-Kurs stieg von 3,8 auf 4,02 € und LUKoil von 62 auf 65 € in der vergangenen Woche. Dabei gab es bis zum 6. Januar, den orthodoxen Weihnachtsferien, gar keinen Handel an der Moskauer Börse, sondern nur mit dem Ausland in London gehandelten Hinterlegungszertifikaten - ADR und GDR genannt.

    Osteuropa-Aktien weiterhin attraktiv

    Der Rubel stieg am Freitag leicht auf 77,67 EUR/RUB um 0,7 Prozent am Freitag an, nachdem er zuvor in 2018 kräftig an Wert verlor. Es lohnt sich also weiter ein Blick über den Tellerrand nach Osteuropa für risikoorientierte Anleger. Schon im letzten Jahr zählten die meisten Aktienmärkte aus Osteuropa zu den stabilsten der Welt. Der russische Aktienmarkt lockt weiterhin mit sehr niedrigen Bewertungen und sehr hohen Dividendenrenditen, wobei allerdings keiner weiß, wie weit die Amerikaner die US-Sanktionen noch steigern werden. Der politische Discount des russischen Aktienmarktes bleibt also sehr hoch.

    Erst informieren, dann investieren

    Informieren Sie sich jetzt auch ausführlich über die Hintergründe und die Entwicklung der Ukraine/Russland-Krise im Asowschen Meer, aber auch das zukünftige Erholungspotential der unterbewerteten Aktien aus Osteuropa. Auch im Baltikum, Rumänien und der Ukraine gibt es neue Chancen, wobei die jeweiligen Aktienindices seit Jahresbeginn 2019 alle im Plus sind. So konnten sich einige ukrainische Agraraktien seit 2016 im Kurs schon mehr als verdoppeln und in 2018 stieg der PFTS-Index schon wieder über 70 Prozent. Die Aktien aus Kasachstan zählten 2017 zu den Top-Performern der Welt (+56 Prozent), nicht aber in 2018. In 2018 zählten aber schon wieder 10 Aktienmärkte aus Osteuropa zu den besten am performenden Aktienmärkten der Welt, die alle den DAX und auch den US-Aktienmarkt klar outperformen konnten.

    Bestellen Sie daher jetzt auch ein Probe-Abo (3 Ausgaben per Email für nur 15 €) des monatlich erscheinenden Börsenbriefs EAST STOCK TRENDS (EST) mit einem weiteren Ukraine/Russland-Special und einem Dividenden-Special sowie mit vielen Hintergrund-Informationen und neuen Anlage-Vorschlägen wie mit der "Aktie des Monats“ und lukrativen Zertifikaten unter www.eaststock.de, dort unter Börsenbrief.

    Der letzte EST erschien am 28. Dezember 2018 mit der Vorstellung von einer Gasaktie (es ist nicht Gazprom!) und einem Uranwert aus Kasachstan als neue „Aktien des Monats“. Die Muster-Depot-Aktien Gazpromneft und LUKoil stiegen in 2018 um über 20 Prozent, was selektiv die großen Chancen in Russland aufzeigt. In diesem Jahr erreichten schon LUKoil, Tatneft, Gazpromneft und Novatek jeweils neue Jahreshöchstkurse. Das Muster-Depot des EST war zuletzt in 2018 mit 6 Prozent im Plus. Die „Aktie des Monats“ aus dem September 2018 Polyus Gold stieg bereits um über 28 Prozent in 3 Monaten. Nun wurde ein neues „goldiges“ Muster-Depot im EST aufgemacht.

    Interview-Hinweise: Das nächste TV-Interview mit Andreas Männicke ist am 30. Januar 2019 in NTV/Telebörse. Zudem erscheint demnächst ein Interview mit Andreas Männicke im Börsenmagazin Smart Investor über Osteuropa. Das letzte Radio Interview war am 5. November 2018 in Börsen Radio Networks. Sie können sich die Interviews jetzt bei www.eaststock.de, dort unter der Rubrik „Interviews“ runterladen, ebenso wie das gleichnamige EastStockTV-Video, Folge 160.

    Diskutieren Sie jetzt auch mit Herrn Männicke interaktiv unter http://go.guidants.com/de#c/Andreas_Maennicke .

  • Moskauer Börse klarer Outperformer in 2018, aber auch in 2019?

    Sonntag, 30. Dezember 2018 23:32:00

    Die Moskauer Börse endete in 2018 - je nach Index – trotz der US- und EU-Sanktionen entweder mit einem kleinen Minus oder mit einem kleinen Plus und ist damit im Vergleich zu den sehr schwankungsstarken Weltbörsen fast wie ein Fels in der Brandung. Russische Ölaktien stiegen sogar trotz seit Oktober stark fallender Ölpreise mit einem Plus von über 20 Prozent im Durchschnitt. Im 3 Jahresverglich ist die Moskauer Börse mit einem Plus von 41 Prozent gemessen am RTS-Index in US-Dollar sogar die am besten performende Börse der Welt unter den großen Weltbörsen-Indices, sogar besser als der NASDAQ-Index.

    9 Börsen aus Osteuropa zählen auch in diesem Jahr zu den 30 am besten performenden Aktienmärkten der Welt. Vor allem Aktien aus der Balkan-Region und dem Baltikum erwiesen sich erneut als „Oasen der Stabilität“, während nun auch die Wall Street zu einem Bärmarkt werden könnte.

    Moskauer Börse als „Fels in der Brandung“ in 2018

    Trotz US-Sanktionen, „kaltem Krieg“ und stark fallender Ölpreise – der Brentölpreis fiel seit Oktober wie ein Stein von 85 auf nunmher 52 USD/Barrel! - erwies sich die Moskauer Börse – allen Unkenrufen zum Trotz - in diesem Jahr insbesondere im Vergleich zu den sehr volatilen Weltbörsen sehr wertstabil und damit fast wie ein „Fels in der Brandung“. Je nachdem welchen russischen Index man zugrundelegt, endete die Moskauer Börse entweder knapp im Minus oder - gemessen am RTX-Index in Euro – sogar knapp im Plus. Der MICEX-Index der Moskauer Börse erzielte in Rubel sogar ein Plus von 12 Prozent in diesem Jahr.

    Freilich schwächte sich der Rubel wegen dem schwachen Ölpreis zuletzt deutlich auf 79 EUR/RUB ab, so dass es zu hohen Währungsverlusten von über 10 Prozent in diesem Jahr für deutsche Anleger kam. Zu Jahresbeginn war der Rubel noch bei 69 EUR/RUB, so dass der Euro zum Rubel um 14,4 Prozent anstieg.

    Moskauer Börse auch in 3 Jahren ein Top-Performer!

    In 3 Jahren ist die Moskauer Börse – gemessen am RTS-Index in US-Dollar – unter den großen Weltbörsen mit einem Plus von 41 Prozent die am besten performende Börse der Welt. Der NASDAQ-Index konnte in den letzten 3 Jahren hingegen „nur“ um 36 Prozent zulegen. Der DAX war in 3 Jahren mit 0,89 Prozent im Minus und der EuroStoxx mit sogar 8,29 Prozent.

    11 Osteuropabörsen können outperformen

    11 Börsen aus Osteuropa zählen in diesem Jahr schon wieder zu den 30 am besten performenden Aktienmärkten der Welt und zwar die Börsen aus der Ukraine, Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Slowakei, Russland, Rumänien, Ungarn, Serbien, Slowenien, Lettland und Litauen, die alle den S&P-Index aus den USA outperformen konnten. Es lohnte sich also wieder einmal ein Blick über den Tellerrand, insbesondere ins benachbarte Osteuropa.

    DAX und Eurostoxx weiterhin im Bärmarkt

    Die meisten Weltbörsen befinden sich hingegen jetzt in intakten Bärmärkten, allen voran der DAX und EuroStoxx, aber auch der chinesische Shanghai Composite Index, die ebenso wie viele Schwelländerbörsen-Indices jeweils mit über 15 Prozent im Minus sind. Selbst solche sonst so soliden Qualitätsaktien wie BASF, Bayer, Fresenius, Fresenius Medical Care und Covestra brachen in den Kursen um 30 bis 50 Prozent ein. Das eine Commerzbank AG und Deutsche Bank AG erneut unter die Räder kam, verwundert jedoch nicht.

    Wall Street am Beginn eines Bärmarktes?

    Die Wall Street is hingegen erst am Beginn eines möglichen Bärmarktes. Hier erreichte die Aktienkurse sogar im September noch neue Allzeit-Hochs, um dann ab Oktober im Rahmen eines Salami-Crashs stark im Kurs einzubrechen, wobei besonders die zuvor strak überbewerten Technologieaktien „FAANG &Co“ im Kurs stark nachgaben.

    Trump gab für den Kurseinbruch alleine die restriktive Geldpolitik der FED die Schuld, die die Zinsen im Dezember erneut um 0,25 Basispunkte auf 2,5 Prozent anhob. Nachdem Trump in einer Fernsehansprache zu Weihnachten von „hervorragenden Einstiegsmöglichkeiten“ sprach und die Amerikaner zum Kauf von amerikanischen Aktien aufforderte, stieg der Dow Jones Industrial Index am 26. Dezember tatsächlich erstmals seit Bestehen über 1000 Indexpunkte bzw. über 4 Prozent und der NASDAQ-Index sogar über 6 Prozent an einem Tag. Dennoch sind alle amerikanischen Börsen-Indices noch im Minus.

    Flash boys sorgen für hohe Volatilität an der Wall Street

    Vor allem die sogenannten „Flash boys“, also die Hochfrequenztrader mit ihren Computer-Algorithmen sorgten im Oktober und im Dezember für eine sehr hohe Volatilität an der Wall Street. Dies dürfte auch in 2019 anhalten. Dagegen spielte der „Shutdown“, also die temporäre Haushaltssperre bisher noch keine großen Rolle. Trump wollte dem neuen Haushaltsplan nicht unterzeichnen, weil die Demokraten im Senat den Betrag von 5 Mrd. USD für den Bau der Mauer zu Mexiko nicht genehmigten. Jetzt soll es zu einer Einigung erst am 2. Januar kommen

    Einigt sich Trump mit China im Januar 2019?

    Dabei trägt auch Donald Trump mit seinem US-Handelskrieg gegen China und Europa auch zur Verunsicherung der Anleger bei. Ob er sich im Januar mit China im Januar einigen kann, bleibt abzuwarten. Einigt er sich, wird es wieder eine Kurserholung an der Wall Street und den Weltbörsen geben. Einigt er sich nicht, wird es ein Desaster und einen fortgesetzten Bärmarkt auch an der Wall Street geben. Genau zu beobachten sind auch die neuen Wachstumsdaten aus den USA und aus China.

    Bad News der Wirtschaft werden zu good news für die Börse in 2019

    Hier könnten in den USA aber „bad news“ für die Wirtschaft zu „good news“ für die Börsen werden. Denn bei einem schwachen BSP-Wachstum in den USA könnten die Anleger davon ausgehen, dass die FED die Zinsen nicht weiter erhöhen wird. Die FED kündigte zwei Zinserhöhungen in den USA für 2019 an, womit sich die Gefahr einer inversen Zinsstruktur in den USA erhöht, was fast immer im Folgejahr zu einer Rezession führt. Problematisch ist schon jetzt, dass das Wachstum der Geldmenge M1 immer geringer wird, weil die FED dem Markt durch Wertpapierverkäufe in jedem Monat bis zu 50 Mrd. US-Dollar an Liquidität entzieht. Dadurch nimmt auch die sogenannte Überschussliquidität ab.

    „Harter“ Brexit oder weicher „Brexit im März 2019?

    In Europa gilt es abzuwarten, ab es im März 2019 eine „harten“ oder „weichen“ Brexit geben wird. Ein harter Brexit wäre eine starke Belastung für Großbritannien und für Europa. Zudem muss beachtet werden, wie sich die Verschuldungsproblematik in Italien weiter entwickelt. Beides zusammen könnte sich im worst case in 2019 zu einem „black swan“ entwickeln. Das britische Pfund gab an Wert bereits kräftig auf 0,90 EUR/GBP ab und in Italien stiegen die Anleihenrenditen mit einer Laufzeit von 10 Jahren von 1,5 auf 3,5 Prozent, was beides erste Warnzeichen sind.

    Wird Frankreich wieder ein Problemland neben Italien in 2019?

    Neue Finanzlöcher könnte es neben in Italien aber auch in Frankreich geben, wenn die „Geldwesten“ weiterhin so „erfolgreich“ demonstrieren. Der französische Primier Macron steht jetzt schon mit dem Rücken zur Wand. Sein Reformprogramm könnte scheitern und auch seine kühnen Europa-Visionen. Bei den nächsten Europawahlen im Mai 2019 könnte es einen weiteren Rechtsrutsch geben, der das Projekt EU gefährden könnte. Westliche Demokratien stehen schon jetzt großen Herausforderungen. Die Migrationspolitik spaltet viele Länder in Westeuropa. Es drohen jetzt überall in Westeuropa „italienische Verhältnisse“.

    Müssen Deutsche Bank AG und Commerzbank AG mergen?

    Die europäischen Banken sind immer noch zu stark unterkapitalisiert – allen voran die Deutsche Bank AG -, um starke Finanz-Krisen bewältigen zu können. Möglicherweise müssen die Deutsche Bank AG und Commerzbank AG mergen, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit erhalten zu können. Aufgrund der Nullzinspolitik der EZB sinken die Margen auf ein Minimum. Die Deutsch Bank AG fiel auf den neuen Jahrestiefststand von 6,80 € und die Commerzbank AG von 5,6 €.

    Beide Aktien konnten sich am Freitag nur leicht auf 6,96 bzw. 5,78 € erholen Die Börsenkapitalisierungen der Deutschen Bank AG und Commerzbank AG fiel damit auf nur noch 14,4 bzw. 7,24 Mrd. €. Damit sind beide Banken auch Übernahmekandidaten von ausländischen Großbanken. Die Aktien von Wirecard AG fiel zwar auch von über 190 auf 132 €, aber die Börsenkapitalisierung ist mit 16,4 Mrd € immer noch deutlich höher als bei der Deutschen Bank AG.

    Kommt eine neue Finanzkrise 2.0 und ein Crash in 2019?

    Die EZB wird die Zinsen nicht so schnell erhöhen, aber sie wird auslaufende Anleihen zurückkaufen und damit wohl auch Italien weiter retten können. Die Margen werden bei den Geschäftsbanken aber immer geringer. Daher nahm auch der Wert fast aller Bankaktien auf der Welt sehr stark ab. Sogar Goldman Sachs verlor in den USA über 30 Prozent an Wert ausgehend vom Höchstkurs.

    Erst wenn eine neue Bankenkrise droht, droht auch eine Finanzkrise 2.0, die aufgrund der stark zugenommen Verschuldung auf allen Ebenen schlimmer ausfallen kann als die Bankenkrise in 2008. Finanzkrise 2.0 bedeutet aber auch Crash in 2019. Die Notenbanken werden aber alles tun, um das zu verhindern – zur Not auch wieder die Gelddruckmaschinen starten, die zu einem Asset-Bubble bei Aktien, Anleihen und Immobilien geführt haben. Insbesondere in China droht ein Immobilien-Bubble und damit aber auch später eine neue Immobilienkrise, was dann immer auch eine Bankenkrise werden könnten

    Flucht ins Gold als „sichere Hafen“ – Kryptowährungen unter Druck

    Genau davor haben jetzt viele Anleger Angst und flüchten ins Gold als „sicherer Hafen“, während Kryptowährungen in diesem Jahr die Hauptverlierer mit einem Verlust von über 70 Prozent waren. Es gab wieder starke Zuflüsse bei Gold-ETFs. Der Bitcoin gab zuletzt auf 3300 BTC/EUR nach; er war im Tief aber auch schon unter 3000 BTC/EUR und zu Jahresbeginn aber noch bei über 12.000 BTC/EUR.

    In den letzten 3 Jahren stiegen Kryptowährungen dennoch immer noch über 700 Prozent (!) im Durchschnitt, während der Goldperis in 3 Jahren nur um 7 Prozent zulegen konnte. Am 28. Dezember stieg der Goldpreis zuletzt auf 1280 USD/Unze und ist damit erstmals seit langen wieder leicht im Plus in €. Silber konnte am Freitag sogar um über 5 Prozent auf 15,35 USD/Unze zulegen, ist damit seit Jahresbeginn aber immer noch im Minus.

    Russische Goldaktien kommen allmählich

    Auch Goldaktien konnten sich seit Oktober im Kurs wieder etwas erholen. Daher wird im neuen EAST STOCK TRENDS (ww.eaststock.de) ein Muster-Depot nur mit russischen Gold- und Silberaktien aufgemacht. Das alte Muster-Depot 2018 bestand nur aus 10 sehr ertragsstarken Dividendentitels aus Russland. Das Muster-Depot stieg bis kurz vor Weihnachten um 7 Prozent bzw. inklusive der hohen Dividendenausschüttungen mit über 12 Prozent.

    Neues Finanzprodukt aus der Schweiz als Alternative in Bärmärkten

    Aber auch mit den empfohlenen Put-Optionsscheinen auf den DAX, EuroStoxx, Nikkei 225- und NASDAQ-Index ließ sich – wie schon im Oktober - eine Performance von 50 bis 70 Prozent in 1 Monat erzielen. Hinzumischen sollten Anleger auch ein neues Finanzprodukt aus der Schweiz, das auf Basis eines Handelssystems mit Long- und Shortpostionen bei 11 Aktienmärkten und 23 Rohstoffmärkten eine Rendite von über 20 Prozent p.a. erzielen möchte. Wenn Sie das neue Long/Short-Produkt interessiert, melden Sie sich bei der Redaktion des EAST STOCK TRENDs (www.eaststock.de). Ansonsten ist immer eine hohe Cash-Quote in Bärmärkten ratsam.

    Erst informieren, dann investieren

    Informieren Sie sich jetzt auch ausführlich über die Hintergründe und die Entwicklung der Ukraine/Russland-Krise im Asowschen Meer, aber auch das zukünftige Erholungspotential der unterbewerteten Aktien aus Osteuropa. Auch im Baltikum, Rumänien und der Ukraine gibt es neue Chancen, wobei die jeweiligen Aktienindices seit Jahresbeginn alle kräftig im Plus sind. So konnten sich einige ukrainische Agraraktien seit 2016 im Kurs schon mehr als verdoppeln. Die Aktien aus Kasachstan zählten 2017 zu den Top-Performern der Welt (+56 Prozent).

    Mit Kazatonprom kam nun auch einer der weltgroßen Uranproduzenten aus Kasachstan an die Londoner Börse. Er wurde im letzten EAST STOCK TRENDS vom 28. Dezember ausführlich vorgestellt. Gute Chancen gab es 2018 aber auch in Zentralosteuropa und den baltischen Börsen, wobei die Aktienmärkte aus Ungarn, Polen und Tschechien zwar auch nachgaben, aber nicht so stark wie die Aktien in Westeuropa.

    Bestellen Sie jetzt auch ein Probe-Abo (3 Ausgaben per Email für nur 15 €) des monatlich erscheinenden Börsenbriefs EAST STOCK TRENDS (EST) mit einem weiteren Ukraine/Russland-Special und einem Dividenden-Special sowie mit vielen Hintergrund-Informationen und neuen Anlage-Vorschlägen wie mit der "Aktie des Monats“ und lukrativen Zertifikaten unter www.eaststock.de, dort unter Börsenbrief.

    Der letzte EST erschien am 28. Dezember 2018 mit der Vorstellung von einer Gasaktie (es ist nicht Gazprom!) und einem Uranwert aus Kasachstan als neue „Aktien des Monats“. Die Muster-Depot-Aktien RuSal und Yandex stiegen in 2017 um über 30 Prozent, was selektiv die großen Chancen in Russland aufzeigt. In diesem Jahr erreichten schon LUKoil, Tatneft, Gazpromneft und Novatek jeweils neue Jahreshöchstkurse. Das Muster-Depot des EST war zuletzt mit 6 Prozent im Plus. Die „Aktie des Monats“ aus dem September 2018 Polyus Gold stieg bereits um über 28 Prozent in 3 Monaten.

    Interview-Hinweise: Das nächste TV-Interview mit Andreas Männicke ist am 30. Januar 2019 in NTV/Telebörse. Das letzte Radio Interview war am 5. November 2018 in Börsen Radio Networks. Sie können sich die Interviews jetzt bei www.eaststock.de, dort unter der Rubrik „Interviews“ runterladen, ebenso wie das gleichnamige EastStockTV-Video, Folge 158.

    Diskutieren Sie jetzt auch mit Herrn Männicke interaktiv unter http://go.guidants.com/de#c/Andreas_Maennicke .

  • Brennende Wälder, brennende Autos, brennende Aktienmärkte – wer löscht jetzt?

    Dienstag, 11. Dezember 2018 18:00:00

    In Kalifornien brannten die Wälder und machten erneut auf die verheerenden Folgen des Klimawandels aufmerksam, die Trump nicht wahr haben will. In Paris brannten die Autos aufgrund der Reformen von Macron, was Macron nicht wahrhaben will, weil er sich mehr mit dem Ausland und der EU beschäftigt. Die Aktienmärkte brennen aufgrund der Markttechnik und vieler Fehlentwicklungen in der Wirtschaft, was viele Anleger nicht wahr haben wollen.

    Es brennt in vielen Regionen der Welt. In Australien brechen die Immobilienpreise, in Großbritannien gibt es möglicherweise keine Einigung beim Brexit, das Verschuldungsproblem in Italien bleibt ungelöst, in Deutschland ist die deutsche Wirtschaft enttäuscht über den Ausgang der Wahl zum Parteivorsitzenden. Aus einem Brand kann ein Flächenbrand werden, wenn nicht rechtzeitig gelöscht. Wer aber soll und kann löschen, wenn nicht die Notenbanken?

    Alles brennt – wer löscht?

    Brennende Wälder in Kalifornien – ein Zeichen für den Klimawandel -, brennende Autos in Paris – ein Zeichen für die Unzufriedenheit der Bevölkerungen gegenüber Macrons Reformpolitik, vor allem seiner Sozialpolitik, und brennende Aktienmärkte global – ein Zeichen für die Unsicherheit der Anleger und die vielen ungelösten Probleme in der globalen Wirtschaft.

    Aus einem kleinen Brand kann auch ein gefährlicher Flächenbrand werden, auch an den Aktienmärkten. Aber wer kann und wer soll nun löschen? Bisher haben die Notenbanken ihre Gelddruckmaschinen angekurbelt und so eine globale Finanzkrise verhindert. Die amerikanischen Notenbank FED fährt aber seit geraumer Zeit einen restriktiven Kurs und erhöht die Zinsen. Auch im Dezember kann es eine weitere Zinserhöhung der FED geben, womit sich die Gefahr einer inversen Zinsstruktur erhöht, also dass die Rendite der kurzlaufenden Anleihen höher notieren als langfristigen Anleihen. Dies war immer ein Signal für einen kommenden Bärmarkt. Zudem nimmt das Geldmengenwachstum und die sogenannte Überschussliquidität ab.

    Macron steht im Inland vor großen Herausforderungen

    Macron hat am 10. Dezember abends bei seiner Rede einen versöhnlichen Ton angeschlagen, um die gespaltene Nation zu einen. Viele Protestler fordern mehr Demokratie und Mitspracherechte ein, aber auch eine Steigerung des Mindestlohns, Lohn- und Rentenerhöhungen. Macron hat nun endlich eingelenkt und den Mindestlohn um 100 € erhöht.

    Börse enttäuscht von der Wahl zum neuen CDU-Parteivorsitzenden

    Eine Demokratiekrise kann es aber auch in Deutschland bald geben, wenn die neu gewählte Parteivorsitzende Annegret Kramp-Karrenbacher (AKK) es nicht schaffen sollte, den Stimmenzuwachs der AfD und der Grünen zu stoppen. Die deutsche Wirtschaft war enttäuscht über den Ausgang der Wahl. Auch die Anleger reagierten mit Aktienverkäufen, die sicherlich im Fall der Wahl von Friedrich Merz positiv reagiert hätten. In Frankreich und in viele anderen Ländern gab es schon einen Niedergang der Volksparteien bis zur Bedeutungslosigkeit.

    Harter oder weicher Brexit oder gar kein Brexit?

    Große Sorgen bereitet neben Italien nun auch Großbritannien. Der britische Primier Theresa May musste am 11. Dezember die Abstimmung zum mit der EU ausgehandelten Brexit-Vertrag verschieben, weil May dafür im Unterhaus keinen Mehrheit für sich gewinnen konnte. Nun will sie mit der EU insbesondere über die Nordirland-Problematik nachverhandeln, wobei sich die EU wenig verhandlungsbereit zeigt. Wenn alles schief läuft, läuft es sauf einen harten Brexit im März 2019 hinaus und dann wird es dabei nur Verlierer geben. Noch wächst die britische Wirtschaft mit 1,5 Prozent und die Arbeitslosenquote beträgt nur 4 Prozent. Es gibt nicht wenige Briten, die hoffen, dass das Referendum wiedeeholt wird und es gar keinen Brexit geben wird.

    Britisches Pfund leidet unter den Brexit-Verhandlungen

    Die britische Nationalbank rechnet mit einem Minus von 8 Prozent beim BSP in Falle eines harten Brexit gegen sollte, weil dann die Zölle stark erhöht werden und es Lieferengpässe geben wird. Sas britische Pfund ist schon jetzt um 15 Prozent zum US-Dollar gefallen und damit auf de niedrigsten Stand seit 18 Jahren. Auch dies ist noch nicht hinreichend an den Börsen eingepreist. Im Falle eines harten Brexit kann es auch einen Crash an den Weltbörsen geben.

    OPEC beschließt Fördermengenkürzungen

    Die OPEC beschloss zusammen mit Russland die Fördermengen um 1,2 Mio. Barrel am Tag zu vermindern. Zuvor hatte sich der Ölpreis auf 60 USD/Barrel fast gedrittelt und damit einen gewisse Schmerzgrenze der OPEC erreicht. Ob dies aber ausreicht, den Ölpreisverfall aufzuhalten, bleibt abzuwarten, denn erstmals produzieren die USA mehr Öl als es verbraucht. Falls sich der US-Handelskrieg mit China ausweitet, kann sich dies auch negativ auf die globale Wirtschaft im nächsten Jahr auswirken. Dies wäre dann auch negativ für die deutsche Exportwortschaft, die im Oktober immer noch die Exporte zum Vorjahr um 8% steigern konnte.

    Gewinnwarnungen führen zu Kurseinbrüchen beim DAX

    Dafür gab es eine Reihe von Gewinnwarnungen auch aufgrund von Problemen im Ausland bei einigen großen DAX-Konzernen wie Bayer, BASF, Fresenius, Fresenius Medicial Care und Covestra, deren Kurse sich jeweils seit Mai gedrittelt haben. Aber auch der Konjunkturausblick ist sehr trübe. Daher fällt nun auch der IFO-Geschäftsklimaindex mehrfach in Folge. Der DAX befindet sich bereits seit Mai in einem intakten Bärmarkt, während sich die Wall Street bisher noch recht stabil hält.

    Wall Street hängt am seidenen Faden

    Aber auch die Wall Street hängt am seidenden Faden. Sehr beachtetet werden daher jetzt die News bezüglich des US-Handelskriegs mit China, bezüglich der Abwertung des Yuans, bezüglich der endgültigen Brexit-Entscheidung, bezüglich des Haushalts in Italien, bezüglich der nächsten FED-Zinsentscheidung bezüglich der neuen Ukriane-Krim-Krise, aber auch bezüglich Trumps neuer Twitter-Meldungen, der seinen Stabschef John Kelly mal wieder austauschte. Auch im Weißen Haus brennt es also lichterloh. Es gibt als viele Unsicherheitsfaktoren und Schwelbrände an der Börse im Moment, wobei die Marktechnik angeschlagen ist. Es genügt dann bereits ein Funke, um einen Flächenbrand auszulösen. Zu beachten gilt es auch, dass die Immobilienpreise in Australien bereits um 15 Prozent gefallen sind. Auch in China gibt es eine gefährliche Immobilienblase,

    Moskauer Börse bleibt top

    Der DAX erholte sich zwar am 11. Dezember trotz der verschobenen Brexit-Entscheidung um fast 2 Prozent auf über 10.800 Indexpunkte. Der DAX ist damit dennoch seit Mai in einem intakten Bärmarkt. Seit Jahresbeginn verlor der DAX fast 18 Prozent, während der S&P-Index in den USA mit etwas über 2600 Indexpunkten nur knapp mit 1,5 Prozent im Minus ist und damit noch besser abschnitt als Gold in USD. Mit am besten schnitt bis 11. Dezember in 2018 unter den großen Börsen einmal wieder mehr die Moskauer Börse ab. Der RDX-Index – ein Kunstprodukt der Wiener Börse für russische Standardaktien - stieg am 11. Dezember um 0,7 Prozent auf 1379 Indexpunkte. Die russischen Öl- und Gasaktien stiegen im Durchschnitt um etwa 30 Prozent in diesem Jahr, wobei der Gaskonzern Novatek wieder einmal wesentlich besser performte als Gazprom.

    Gold nur leicht erholt

    Auch der Goldpreis konnte sich ein wenig auf fast 1350 USD/Unze erholen. Er ist damit aber immer noch seit Jahresbeginn mit 4 Prozent im Minus, Silber sogar mit 14 Prozent im Minus bei einem Preis von 14,6 USD/Unze . Kryptowährungen befinden sich wie erwartet weiterhin im freien Fall. Der Bitcoin fiel auf 3000 BTC/EUR.

    Goldaktien als Outperformer in der Zukunft?

    Besonders interessant sind jetzt russische Goldaktien, die auch im nächsten EAST STOCK TRENDS in einem neuen Muster-Depot vorgestellt und besprochen werden, denn die Produktionskosten sind in Russland sehr gering. Die „Aktie des Monats September“ des EAST STOCK TRENDS Polyus Gold stieg seit September bereits um 26 Prozent. Seit Jahresbeginn ist der RDX-Index um 6,65 Prozent und der RTCX-Index sogar um 10,39 Prozent gestiegen, womit er wiederum zu den Top-Performern unter den Weltbörsen gehört und den DAX, EuroStoxx und auch DJI klar outperformen konnte.

    Börsen in Osteuropa als klare Outperformer

    Die Börsen in Osteuropa konnten selektiv weiter outperformen So sind die Börsen aus Ukraine, Rumäniens, Russland, Ungarn, Slowakei und Slowenien seit Jahresbeginn alle im Plus und können die meisten Weltbörsen-Indices, so auch den DAX und EuroStoxx, klar outperformen. Es lohnte sich also auch in diesem Jahr vor allem in Osteuropa sein Geld anzulegen, was sich die meisten deutschen Anleger aber nicht trauen, da sie sich nicht wagen, über den Tellerrand zu schauen. Das ist aber ein großer Fehler. So sind die Wachstumsraten in Osteuropa wesentlich höher als in Westeuropa, aber die Staatsverschuldung wesentlich geringer als in Westeuropa.

    Erst informieren, dann investieren

    Informieren Sie sich jetzt auch ausführlich über die Hintergründe und die Entwicklung der Ukraine/Russland-Krise, aber auch das zukünftige Erholungspotential der unterbewerteten Aktien aus Osteuropa. Auch im Baltikum, Rumänien und der Ukraine gibt es neue Chancen, wobei die jeweiligen Aktienindices seit Jahresbeginn alle kräftig im Plus sind. So konnten sich einige ukrainische Agraraktien seit 2016 im Kurs schon mehr als verdoppeln. Die Aktien aus Kasachstan zählten 2017 zu den Top-Performern der Welt (+56 Prozent). Mit Kazatonprom kam nun auch einer der weltgroßen Uranproduzenten aus Kasachstan an die Londoner Börse. Er wird im nächsten EAST STOCK TRENDS ausführlich vorgestellt. Gute Chancen gab es 2018 aber auch in Zentralosteuropa wie in Tschechien und den baltischen Börsen, wobei die Aktienmärkte aus Ungarn und Polen in diesem Jahr kräftig korrigierten.

    Bestellen Sie jetzt auch ein Probe-Abo (3 Ausgaben per Email für nur 15 €) des monatlich erscheinenden Börsenbriefs EAST STOCK TRENDS (EST) mit einem weiteren Ukraine/Russland-Special und einem Dividenden-Special sowie mit vielen Hintergrund-Informationen und neuen Anlage-Vorschlägen wie mit der "Aktie des Monats“ und lukrativen Zertifikaten unter www.eaststock.de, dort unter Börsenbrief.

    Der letzte EST erschien am 26. November 2018 mit der Vorstellung von einem bekannten IT-Wert und einer Fluggesellschaft als neue „Aktien des Monats“. Die Muster-Depot-Aktien RuSal und Yandex stiegen in 2017 um über 30 Prozent, was selektiv die großen Chancen in Russland aufzeigt. In diesem Jahr erreichten schon LUKoil, Tatneft, Gazpromneft und Novatek jeweils neue Jahreshöchstkurse. Das Muster-Depot des EST war zuletzt mit 6 Prozent im Plus. Die vorletzte „Aktie des Monats“ Polyus Gold stieg bereits um über 25 Prozent in 2 Monaten.

    Interview-Hinweise: Das letzte Radio Interview war am 5. November 2018 in Börsen Radio Networks. Sie können sich die Interviews jetzt bei www.eaststock.de, dort unter der Rubrik „Interviews“ runterladen, ebenso wie das gleichnamige EastStockTV-Video, Folge 158.

    Diskutieren Sie jetzt auch mit Herrn Männicke interaktiv unter http://go.guidants.com/de#c/Andreas_Maennicke .

  • G 20 = Trump gegen alle

    Montag, 03. Dezember 2018 19:00:00

    Die Welt blickte am Wochenende voller Spannung nach Argentinien, ein Land, das selbst hochverschuldet ist und am Tropf des IWF hängt. Die Ergebnisse des G 20 Treffens waren zwar enttäuschend, da es kein klares Bekenntnis zum freien Welthandel und zur Bekämpfung des Klimawandels gab, wobei man wieder einmal den Eindruck hatte, dass der US-Präsident Donald Trump die entscheidenden Figur war, die einen gemeinsame Absichtserklärung behinderte bzw. nicht möglich machte. Man einigte sich auf den kleinsten Nenner mit dem Bekenntnis zu einem „multilateralen Handelssystem“.

    Immerhin wurde zumindest bei dem G 20-Treffen ein Waffenstillstand beim Handelskrieg der USA gegen China und Europa beschlössen, worauf die Aktienkurse am 3. Dezember zunächst in die Höhe sprangen, vor allem bei Automobilaktien. Wie lange dieser Waffenstillstand anhält, ist aber fraglich.

    G 20-Treffen enttäuscht trotz Waffenstillstand

    Die Abschlusserklärung des G 20 Treffens in Argentinien war so allgemein und unverbindlich, dass es die Welt bei den dringenden Problemen der Welt nicht voranbringt, sei es freier Handel, sei es Migration und erst recht nicht beim Klimawandel, wo die USA dank Trump schon lange ausgeschieden sind und auch keine gemeinsame Erklärung zu erwarten war.

    Gar nicht oder nur am Rande angesprochen wurde die Überschuldung vieler Länder, also das globale Verschuldungsproblem, was uns aber in den nächsten Jahren sehr beschäftigen wird, vor allem in Italien, aber auch in dem Austragungsland des G20 Treffens Argentinien. Positiv überraschend war, dass es so gewaltsame Protestaktionen wie beim letzten G20 Treffen in Hamburg nicht gab.

    Protestwelle in Paris nimmt nicht ab, die Brutalität aber zu

    Dafür spielen sich jetzt Hetzjagden der „Gelbjacken“, also der Protestbewegung gegen Macron, gegen die Polizei in Paris ab, wo die Gewaltbereitschaft gegen die Polizei offensichtlich schon sehr stark zugenommen hat. Die Gelbjacken fordern Steuersenkungen und eine Erhöhung des Mindestlohns. Auslöser der gewaltsamen Aktionen war die geplante Erhöhung der Benzinsteuer in Frankreich.

    Die brutale Vorgehensweise und die brennenden Polizeiautos erinnern schon fast an einen Bürgerkrieg in Paris, Macron wird es auch schwer haben, im eigenen Land für Ruhe und Besonnenheit zu sorgen. Immerhin konnten sich die USA und China wohl darauf einigen, dass eine Verschärfung des Handelskriegs kurzfristig vermieden wird.

    Kommen doch noch Importzölle für deutsche Autos?

    Wie Trump aber mit den Importzöllen für europäische Autos in Zukunft verfahren wird, ist noch unklar. Man einigte sich zunächst auf einen Waffenstillstand beim US-Handelskrieg gegen China und die Europäische Union. Das bedeutet aber auch, dass Trump weiter verhandeln und seinen Forderungen später Nachdruck verleihen wird. Um eine Importsteuer in Höhe von 20 Prozent für deutsche Autos zu vermeiden, flogen die Chefs von VW, BMW und Daimler nach dem G20-Treffen ins Weiße Haus, um direkt mit Trump über die Folgen eines solchen Importzolls zu sprechen. Diesen Alleingang kritisierte wiederum EU-Chef Jean-Claude Junker. BMW will eine neue Autofabrik in den USA bauen, um den Zoll auch in Zukunft zu umgehen.

    Krim-Krise von Poroschenko bewusst geplant?

    Auch die Lösung des Krim-Konflikts wurde nur am Rande bei G 20-Treffen diskutiert, wobei Russland wieder einmal als der "böse Bube" dargestellt wurde und nun mit weiteren Sanktionen vor allem der USA rechnen muss. Trump sagte das geplante Treffen mit Putin ab. Gerade jetzt wäre aber ein intensiver und konstruktiver Dialog erforderlich, damit es nicht wieder einen neuen Krieg in der Ost-Ukraine gibt. Da die gefangen genommenen ukrainischen Soldaten noch nicht frei gelassen wurden und nun in Russland strafrechtlich vor Gericht kommen, muss Russland wohl nun mit neuen Sanktionen seitens der USA rechnen.

    Genauso wie beim US-Handelskrieg wäre eine Deeskalation auch beim Ukraine-Konflikt und viel Besonnenheit jetzt wünschenswert, um einen unnötigen Krieg zu vermeiden. Aber vielleicht hat Putin auch recht und Poroschenko will unbedingt einen Krieg herbeiführen, um die Präsidentschaftswahl zu verzögern und den Ausnahmezustand aufzurufen.

    Julia Timoschenko führt beim Wahlkampf in der Ukraine bei den Umfragen

    Putin betrachtet die Aktion im Asowschen Meer als eine von dem ukrainischen Präsidenten geplante Provokation, der auch mit dem nun von Parlament beschlossen Kriegsrecht übertreibe. Poroschenko hat jetzt sogar die Reservisten einberufen. Die Zustimmung und das Vertrauen in den ukrainischen Präsidenten sinken aber immer mehr bei der Bevölkerung. Die Zustimmung liegt nach Umfragen bei unter 10 Prozent und im März finden in der Ukraine Präsidentschaftswahlen statt, wo Julia Timoschenko im Moment bei den Umfragen führt. Die Beliebtheit von Petro Poroschenko in diesem Jahr stark gesunken - zum einen wegen der Geschichte um seinen Malediven-Urlaub, zum anderen wegen der Verfolgung gegen den mittlerweile aus der Ukraine ausgewiesenen Michail Saakaschwili.

    Weltbörsen reagieren erleichtert – Autoaktien stark gefragt

    Die Aktienmärkte reagierten am 3. Dezember zunächst erleichtert über den Waffenstillstand beim US-Handelskrieg, denn dies war besser als eine zuvor befürchtete Verschärfung des Handelskriegs mit höheren Zöllen. Vor allem die Automobilaktien von Daimler und BMW waren am 3. Dezember stark gefragt. Sie stiegen im Hoch jeweils um über 5 Prozent im Kurs. Nach der langen Flaute zuvor kam Hoffnung auf, dass die Importzölle seitens der USA doch noch vermieden werden können.

    Merz propagiert die Unterstützung der Aktienanlage für die Altersvorsorge

    Der DAX stieg im Tageshoch am 3. Dezember aber schon morgens um über 2 Prozent auf 11.550 Indexpunkten. Die Kurse bröckelten dann aber nachmittags wieder etwas auf 11.465 Indexpunkten ab, was immer noch ein kräftiges Plus von 1,32 Prozent war. Ausgehend vom Jahres-Hoch fiel der DAX aber um fast 30 Prozent. Am 8. März könnte der CDU-interne Wahlkampf für den Parteivorsitz je nach Ausgang auch neue Impulse für den deutschen Aktienmarkt geben.

    Der Kandidat Friedrich Merz, noch amtierender Aufsichtsratsvorsitzender vom größten Vermögensverwalter der Welt BlackRock, propagiert die Untersetzung der Aktienanlage zur Altersvorsorge, was viele Anleger wohl auch begrüßen würden. Dennoch führt im Moment Annegret Kramp-Karrenbauer bei den Umfragen als Nachfolger von Angela Merkel für den CDU-Parteivorsitz.

    DJI immer noch besser als Gold und Silber

    Der Dow Jones Industrial Index (DJI) stieg auch zum Handelsbeginn leicht um 0,8 Prozent auf 25.739 Indexpunkte Auch Gold erwachte ein wenig aus der Lethargie der letzten Monate und stieg um 0,94 Prozent auf 1232 USD/Unze ebenso wie Silber um 1,95 Prozent auf 14,42 USD/Unze. Dennoch sind Gold und Silber seit Jahresbeginn noch im Minus, ebenso wie der DAX und Eurostoxx. Der Euro stabilisierte such zum US-Dollar bei 1,13 EUR/USD.

    Nur der DJI stieg seit Jahresbeginn um 3 Prozent während der DAX, Eurostoxx, aber auch Gold und Silber seit Jahresbeginn noch kräftig im Minus sind. Ob nun noch eine Jahresendrally kommt, wird wiederum sehr viel von Trumps „Twittergewohnheiten“ abhängen. Auch bleibt abzuwarten, ob die FED die Zinsen jetzt nochmals im Dezember um 0,25 Basispunkte erhöhen wird.

    Kryptowährungen im freien Fall

    Der Bitcoin brach am 3. Dezember zum Euro erneut um fast 8 Prozent auf 3.381 BTC/EUR, was nahe dem Jahrestief ist. Aber auch andere Kryptowährungen wie der Ripple und Ethereum gaben erneut kräftig im Kurs um über 7 Prozent nach. Kryptowährungen befinden sich seit dem 19. November im freien Fall.

    Moskauer Börse bleibt top – Ölaktien stark gefragt -

    Am besten schnitt am 3. Dezember einmal wieder mehr die Moskauer Börse ab, weil der Brentölpreis um über fast 4 Prozent auf 61 USD/Barrel zulegen konnte. Katar will 2019 die OPEC verlassen. Der RDX-Index – ein Kunstprodukt der Wieser Börse für russische Standardaktien - stieg am 3. Dezember um 2,70 Prozent auf 1414 Indexpunkte. Besonders der Ölkonzern LUKoil überzeugte mit sehr guten Quartalszahlen. LUKoil stieg am 3. Dezember um 3 Prozent auf 66,7 €, was nahe dem Jahres-Hoch war. damit stieg die Aktie bereist um über 30 Prozent in diesem Jahr, wie viele Ölaktien aus Russland. Gazprom konnte immerhin um 2,8 Prozent auf 4,32 € im Kurs zulegen. Seit Jahresbeginn ist der RDX-Index um 5,82 Prozent, womit er wiederum zu den Top-Performern unter den Weltbörsen gehört und den DAX, EuroStoxx und auch DJI klar outperformen konnte.

    Börsen in Osteuropa als klare Outperformer

    Die Börsen in Osteuropa konnten selektiv weiter outperformen So sind die Börsen aus Russland, Ukraine, Slowenien, Rumänien, Litauen, Slowakei und Tschechien seit Jahresbeginn alle im Plus und können die meisten Weltbörsen-Indices, so auch den DAX und EuroStoxx, klar outperformen. Es lohnte sich also auch in diesem Jahr vor allem in Osteuropa sein Geld anzulegen, was sich die meisten deutschen Anleger aber nicht trauen, da sie sich nicht wagen, über den Tellerrand zu schauen. Das ist aber ein großer Fehler. So sind die Wachstumsraten in Osteuropa wesentlich höher als in Westeuropa, aber die Staatsverschuldung wesentlich geringer als in Westeuropa.

    Erst informieren, dann investieren

    Informieren Sie sich jetzt auch ausführlich über die Hintergründe und die Entwicklung der Ukraine/Russland-Krise, aber auch das zukünftige Erholungspotential der unterbewerteten Aktien aus Osteuropa. Auch im Baltikum, Rumänien und der Ukraine gibt es neue Chancen, wobei die jeweiligen Aktienindices seit Jahresbeginn alle kräftig im Plus sind. So konnten sich einige ukrainische Agraraktien seit 2016 im Kurs schon mehr als verdoppeln. Die Aktien aus Kasachstan zählten 2017 zu den Top-Performern der Welt (+56 Prozent). Mit Kazatonprom kam nun auch einer der weltgroßen Uranproduzenten aus Kasachstan an die Londoner Börse. Er wird im nächsten EAST STOCK TRENDS ausführlich vorgestellt. Gute Chancen gab es 2018 aber auch in Zentralosteuropa wie in Tschechien und den baltischen Börsen, wobei die Aktienmärkte aus Ungarn und Polen in diesem Jahr kräftig korrigierten.

    Bestellen Sie jetzt auch ein Probe-Abo (3 Ausgaben per Email für nur 15 €) des monatlich erscheinenden Börsenbriefs EAST STOCK TRENDS (EST) mit einem weiteren Ukraine/Russland-Special und einem Dividenden-Special sowie mit vielen Hintergrund-Informationen und neuen Anlage-Vorschlägen wie mit der "Aktie des Monats“ und lukrativen Zertifikaten unter www.eaststock.de, dort unter Börsenbrief.

    Der letzte EST erschien am 26. November 2018 mit der Vorstellung von einem bekannten IT-Wert und einer Fluggesellschaft als neue „Aktien des Monats“. Die Muster-Depot-Aktien RuSal und Yandex stiegen in 2017 um über 30 Prozent, was selektiv die großen Chancen in Russland aufzeigt. In diesem Jahr erreichten schon LUKoil, Tatneft, Gazpromneft und Novatek jeweils neue Jahreshöchstkurse. Das Muster-Depot des EST war zuletzt mit 6 Prozent im Plus. Die vorletzte „Aktie des Monats“ Polyus Gold stieg bereits um über 25 Prozent in 2 Monaten.

    Interview-Hinweise: Das letzte Radio Interview war am 5. November 2018 in Börsen Radio Networks. Sie können sich die Interviews jetzt bei www.eaststock.de, dort unter der Rubrik „Interviews“ runterladen, ebenso wie das gleichnamige EastStockTV-Video, Folge 157.

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