Zahnlose Tiger beim G 20 Gipfel in Toronto

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Sonntag, 27. Juni 2010 20:41:00

Beim G8 bzw. G20 Gipfeltreffen in Toronto begegneten sich offensichtlich nur zahnlose Tiger. Die von Angela Merkel geforderte globale Bankenabgabe konnte erwartungsgemäß nicht durchgesetzt werden, weil Kanada, Brasilien und Australien dagegen waren. In diesen Ländern gab es auch keine solche großen Bankenprobleme wie bei vielen anderen Ländern der Welt, da die systemischen Risiken im Griff waren und der Staat nicht zur Bankenrettung bzw. zur Vermeidung von Dominoeffekten eingreifen musste.

Die USA werden zwar die Vorreiter bei einer Finanzmarktreform werden, wobei es sich auch hier um zahnlose Tiger handelt. Obama fordert nach wie vor eine Unterstützung der Wirtschaft durch den Staat, während Angela Merkel jetzt auf Sparkurs geht. Immerhin einigte man sich in einem Kompromiss, dass alle Länder bis 2016 mit einen deutlichen Schuldenabbau beginnen. Hoffentlich ist es bis dahin aber nicht schon zu spät. Da die Abwrackprämie und auch die Förderung der Hauskäufe in den USA mit 8000 USD ausliefen, gab es in den USA im Mai einen Einbruch bei den Hausverkäufen um 35%. Dennoch glaubt Bernanke an eine Fortsetzung der Konjunkturerholung, wenn auch in etwas abgeschwächter Form. Ich muss immer wieder betonen, dass ein „Double dip“ in der Konjunktur in 2011 verheerende Folgen für die Stabilität der Weltwirtschaft und des internationalen Finanzsystems hätte.

Daher sind weiterhin systemische, globale Risiken zu beachten. So hat nun auch Moodys trotz des nun auch vom Parlament verabschiedeten Sparprogramms griechische Anleihen auf „Ramschstatus“ degradiert, was zwangsläufig zur Folge hatte, dass die griechischen Anleihen von Banken verkauft werden mussten, obwohl die EZB diese Ramschanleihen jetzt aufkaufen darf. Dies führte wiederum dazu, dass die Spreads bei dem CDS für griechische Anleihen in die Höhe sprangen und auch die Renditen der Anleihen wieder in den zweistelligen Prozentbereich (>10%) anstiegen. Dadurch kam es zu einer Verunsicherung bei den Anlegern und starken Kursverlusten in den letzten drei Tagen der letzten Handelswoche. Zudem war am 26. Juni Vollmond und die Kurse geben in der Regel um den Vollmond herum ab.

So fiel der DAX am 25. Juni um 0,73% auf 6070 Indexpunkte, während sich der Dow Jones bei 10.143 indexpunkte auf Vortagsniveau stabilisieren konnte. Der Sieg der deutschen Mannschaft gegen England könnte den DAX in der nächsten Woche ein wenig beflügeln. Der russische RTS-Index gab um 1,09% auf 1387 Indexpunkte nach, obwohl der WTI-Ölpreis um 3,68% auf 79,08 USD/Barrel anstieg. Auch der Goldpreis hielt sich luftigen Höhen bei 1255 USD/Unze nahe des Allzeit-Hochs, obwohl der Dollar sich bei 1,2371 EUR/USD stabilisieren konnte. Auf Euro-Basis wurde damit bei Gold ein neues Allzeit-Hoch erreicht, wovon wiederum Goldaktien profitierten. Gespannt sein darf man, wann die chinesische Regierung den Renmimbi tatsächlich aufwerten wird, weil dies einige Auswirkungen nicht nur auf chinesische Aktien haben wird. Russische Aktien sind immer noch unterbewertet und haben weiterhin Kurspotential. Ein weiter auf über 80 USD/Unze steigender Ölpreis würde den russischen Aktienmarkt in der nächsten Woche stützen.

Der von Dr. Thies Ziemke von Moskau aus sehr erfolgreich gemangte SOKOL Russian Equity Opportunity Fonds erzielte in den ersten 4 Monaten eine Performance von 44%, die sich bis Ende Mai auf 34% abschwächte, was immer noch eine Top-Performance unter allen internationalen Hedgefonds ist. Der chinesische Schanghai SE Composite Index gab in den ersten 4 Monaten hingegen um 25% nach. Der SOKOL Fonds setzt jetzt in erster Linie auf Mid caps im Rohstoffsektor aus Russland.

Verpassen Sie daher die Outperformancechancen in Osteuropa nicht und bestellen jetzt ein Probe-Abo des monatlich erscheinenden Börsenbriefes EAST STOCK TRENDS (EST) unter www.eaststock.de. Die beiden Osteuropa-Muster-Basket des EST konnten seit März 2009 in einem Jahr im konservativen Red-Chip-Portfolio eine Performance von 159% und im spekulativen Muster-Basket sogar von 275% erzielen. Aktien wie die Holding AFK Sistema konnten sogar um über 700% zulegen und haben noch Potential. Ausgehend von den Tiefstkursen bestehen realistische 1000%-Chancen. Es gibt eine ganze Reihe von Werten in Russland mit neuen historischen Höchstkursen, die auch bei den nächsten Seminaren im Mai vorgestellt werden.

Welche Aktien aus Osteuropa jetzt im Trading-Bereich ge- oder verkauft werden sollten, können Sie auf der täglich aktualisierten Ostbörsen-Hotline 09001-8614001 (1,86 €/Min) entnehmen. Das nächste ESI-Ostbörsen-Seminar „Go East!“ wird im Herbst in Frankfurt/M stattfinden (siehe www.eaststock.de). Wenn Sie Interesse an Ostbörsen- oder Emerging Market-Seminaren in anderen Städten haben, dann melden Sie sich bitte bei der ESI GmbH (info@eaststock.de; Tel: 040/6570883).

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