Verwirrender Start der US-Berichtssaison

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Sonntag, 18. Juli 2010 20:51:00

Die Berichtssaison in den USA begann verheißungsvoll, endete am Freitag aber mit Enttäuschungen. Das Ergebnis war eine Schaukelbörse, die wir nun schon einige Monate ertragen und erdulden müssen. Zunächst begann der Aluminiumkonzern Alcoa mit guten Zahlen und einem positiven Ausblich auf die Aluminiumpreise im zweiten Halbjahr, dann kam JPMorgan mit besser als erwarten Ergebnissen zu guter Letzt überraschte Intel mit dem besten Quartalsergebnis in der 40-jährigen Unternehmensgeschichte, was auch den Kurs von Infenion mit nach oben zog. Bis Donnerstag war die Börsen-Welt noch in Ordnung.

Am Freitag enttäuschte aber das Ergebnis von Google, das US-Konsumentenvertrauen sank weiter und Goldman Sachs bekam in den USA mit 550 Mio. USD die bisher größte Strafe aufgebrummt, wovon wiederum die IKB Bank 150 Mio. USD erhalten wird. Die Folge war ein Kurssprung bei der IKB Bank um 6% nach oben – trotz schlechter Börsenverfassung. Frohe Botschaft gab es auch bei BP, wo das Öl-Loch im Meer vorerst gestopft werden konnte. Am meisten wurden aber die Anleger aber durch die möglichen Kosten der neuen US-Finanzmarktreform irritiert; nach Gerüchten kostet die Finanzmarktreform alleine der Bank of America 10 Mrd USD, worauf der Kurs der Bank of America am Freitag auch fast um 10% einbrach und alle US-Banken in den Keller zog.

Damit kam es am Freitag auch zu einem Kurseinbruch in den USA: der Dow Jones Industrial Index gab um 2,52% auf 10.097 Indexpunkte und der marktbreitere S&P-Index sogar um 2,88% auf 1064 Indexpunkte. Der Dax verloren um 1,77% auf 6040 Indexpunkte und der russische RTS-Index trotz Moll-Töne von Merkel über Medwedew um 0,69% auf 1389 Indexpunkte. Damit wurde der leichte Aufwärtstrend der letzten Tage am Freitag gebrochen und per Saldo haben wir weiterhin eine volatile Schaukelbörse, was von mir auch so erwartet und angekündigt wurde. Gefährlich – auch für die Ostbörsen - wird es, wenn der S&P-Index unter 1020-Indexpunkte und damit neue Jahrestiefstkurse erreichen sollten. Dann sollten Sie auch an den Ostbörsen in Liquidität oder short gehen. Die Markttechnik bleibt ohnehin angeschlagen.

Auch der Goldpreis gab stark auf 1193 USD/Unze nach, obwohl sich der Euro bei 1,29 zum Dollar stabilisieren konnte und der Dollar letzte Woche erneut zur Schwäche neigte. Ich glaube weiter an einen Short-Squeeze beim Euro, was der Börse und den rohstoffpreisen wieder etwas Auftrieb geben könnte. Auch der Ölpreis korrigierte wieder auf 76 USD/Barrel und pendelt richtungslos damit volatilen zwischen 72 und 80 USD/Barrel.

In den nächsten beiden Wochen werden die Ergebnisse des Stresstests für die europäischen Banken die Kurse nachhaltig nach oben oder unten bewegen. Das Ergebnis dafür wird am 23. Juli vorliegen. Ich rechne mit positiven Ergebnissen.

Die letzten Staatsbesuche von Angela Merkel in China und Russland zeigen schon, wo die Reise – auch an den Börsen - hingeht und was für das Welt-BSP-Wachstum von großer Bedeutung ist, nämlich das Wachstum der großen Emerging Markets China und Russland. Beide Börsen enttäuschten bisher in diesem Jahr, haben aber noch Potential. Zudem zählten sie in 2009 zu den Outperformern.

Verpassen Sie daher die Outperformancechancen in Osteuropa nicht und bestellen jetzt ein Probe-Abo des monatlich erscheinenden Börsenbriefes EAST STOCK TRENDS (EST) unter www.eaststock.de. Der nächste EST erscheint morgen am 12. Juli.

Die beiden Osteuropa-Muster-Basket des EST konnten seit März 2009 in einem Jahr im konservativen Red-Chip-Portfolio eine Performance von 149% und im spekulativen Muster-Basket sogar von 249% erzielen. Aktien wie die Holding AFK Sistema konnten sogar um über 600% zulegen und haben noch Potential. Ausgehend von den Tiefstkursen bestehen realistische 1000%-Chancen. Es gibt eine ganze Reihe von Werten in Russland mit neuen historischen Höchstkursen, die auch bei den nächsten Seminaren vorgestellt werden.

Welche Aktien aus Osteuropa jetzt im Trading-Bereich ge- oder verkauft werden sollten, können Sie auf der täglich aktualisierten Ostbörsen-Hotline 09001-8614001 (1,86 €/Min) entnehmen. Das nächste ESI-Ostbörsen-Seminar „Go East!“ wird im Herbst in Frankfurt/M stattfinden (siehe www.eaststock.de). Wenn Sie Interesse an Ostbörsen- oder Emerging Market-Seminaren in anderen Städten haben, dann melden Sie sich bitte bei der ESI GmbH (info@eaststock.de; Tel: 040/6570883).

TV-Hinweis: Andreas Männicke wurde am 1. Juli in NTV/Telebörse (www.teleboerse.de) anlässlich der Präsidentschaftswahl über die Chancen an der Warschauer Börse befragt. Dort wurde schon vorher gesagt, wer der nächste Präsident wird und welche Auswirkungen dies auf die Börse haben wird. Sie können sich das Interview jetzt bei dem Link unter www.eaststock.de in der Rubrik „Interviews“ runterladen.

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