Tue nie alle Eier in einen Korb!

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Sonntag, 15. April 2012 21:34:00

Letzte Woche wurde das Osterfest bei Christen gefeiert, wobei die orthodoxen Christen das Osterfest noch vor sich haben. Vielleicht haben auch Ihre Kinder oder Enkelkinder bei Ihnen voller Freude fleißig Ostereier in einem großen Korb gesammelt, der dann schnell an seine Leistungsgrenze kam. In der modernen Portfolio-Theorie gilt der Grundsatz: „Tue nie alle in einen Korb!“ Gemeint ist dabei, dass Sie die Risiken streuen sollten. Wenn ein Korb den Belastungen nicht standhält, haben Sie immer noch einen anderen Korb, wo die Eier heil geblieben sind.

Für Aktienanleger bedeutet dies einerseits, dass Sie bei Aktieninvestments nicht nur 1 oder zwei Aktien auswählen und damit alles auf eine Karte setzen sollten, sondern auch hier streuen müssen. Sie sollten dabei auch nicht nur auf deutsche Aktien setzen, sondern auch international streuen. Dabei sollten Sie auch die Emerging Markets, also die aufstrebenden Schwellenländer und hier wiederum auch Osteuropa in Ihre Überlegungen einbeziehen. Insbesondere dann, wenn sich einzelne Märkte den globalen Trend entziehen können, haben Sie unter risikoportfolio-theoretischen Überlegungen eine gute Wahl getroffen.

Dabei sollten Sie nach Möglichkeit in Märkte diversifizieren, die eine negative Korrelation zueinander aufweisen. So konnte Gold/Silber von 2001 bis 2011 in 10 Jahren fast ununterbrochen steigen, während sich die Aktienmärkte per Saldo unter große Schwankungen nur seitwärts bis leicht abwärts bewegten. Auch das Hinzumischen des Bund-Futures oder der Kauf von Bundesanleihen brachte in den letzten 10 Jahren durch Kurssteigerungen erstaunlich positive Ergebnisse, während Aktienmärkte in dieser Zeit fielen. Dagegen waren Staatsanleihen von „PIGS“-Ländern fast genauso risikobehaftet wie Aktien.

Im Grundsatz haben Sie bei Anleihen im Gegensatz zu Aktien immer wieder die Chance, Ihr Geld oft gut verzinst zurückzuerhalten, wenn das Unternehmen oder der Staat nicht pleitegeht. Bisher war so etwas wie Griechenland oder Lehman Brothers ein Ausnahmenfall. Wenn man also auch hier zwischen verschiedenen Anleihen auch international diversifiziert und auch Unternehmensanleihen mit ins Boot nimmt, ist de Wahrscheinlichkeit eines Totalverlustes sehr gering. Sie müssen bei Ihren Investments nicht nur die möglichen Renditechancen, sondern auch die Verlustmöglichkeiten in Betracht ziehen.

Dabei müssen Sie versuchen, möglichst geringe Verluste zu machen und langfristig stabile Erträge zu erzielen. Dies war schon das Erfolgsrezept von der Investmentlegende Warren Buffet. Vermeiden Sie in jedem Fall Verluste von über 50% in einer Asset-Klasse, denn das ist nur schwer, wieder aufzuholen. Diesen Fehler machten viele Anleger nach dem Platzen der Internetblase 2000 bis 2003, aber auch bei Crashs wie 1998 und 2008, wenn Sie in dieser Phase zu einseitig auf die Asset-Klasse Aktien setzten. Diese Gefahr besteht jetzt wieder, falls es einen Facebook-Hype im Mai geben sollte. Fallen Sie bitte nicht darauf herein. Die Verhältnisse werden sich hernach wieder „normalisieren“ und auf das normale Maß zurückfallen. Für Sie als Anleger gilt es immer, bei den ganz großen Crashs und Kursverlusten am besten gar nicht dabei zu sein, also nichts zu machen, oder aber ihre Verluste diszipliniert auf 20-30% zu begrenzen. Setzen Sie sich ehrgeizige Rendite-Ziele, aber werden Sie nicht zu gierig, wenn Sie einmal einen „guten Lauf“ hatten.

Dies ist wiederum nur durch Verlustbegrenzung und geschickte Auswahl der Asset-Klassen machbar. Das Hinzumischen von Gold/Silber zu einem Aktien-Portfolio war also in der letzten Dekade eine kluge Entscheidung. Wir können jetzt aber in eine Phase kommen, wo alle Asset-Klassen gemeinsam fallen. Achten Sie insbesondre auf die systemischen Risiken, die immer wieder von Neuem im EAST STOCK TRENDS beschrieben und analysiert werden. Bei systemischen Risiken fallen fast alle Asset-Klassen und dann nützt auch eine internationale Diversifikation und auch eine Diversifikation der Asset-Klassen oft nichst.

Die EZB und FED haben versucht, die systemischen Verschuldungsrisiken in den Griff zu bekommen. Dafür wurde aber nur Zeit gewonnen. Um einen Befreiungsschlag handelt es sich bisher dabei aber nicht, was Sie im Hinterkopf behalten müssen - so sehr ich mich auch über die Performance der Weltbörsen und insbesondere des russischen Aktienmarktes im 1. Quartal freue. Die meisten Privatanleger waren aber bei der letzten Rallye gar nicht dabei, weil sie zu früh das Handtuch warfen.

Ein Kardinalfehler von Privatanlegern ist auch oft, dass sich die besonders engagierten Aktienfans zu viele unbekannte, bunte Eier in einen Korb nehmen. Sie verlieren dann schnell das Gefühl, wie die einzelnen Eier schmecken. Wenn Sie mehr als 10 Aktien im Portfolio haben, ist es schwer, den Newsflow zu analysieren und auch den Verkaufszeitpunkt von einzelnen Aktien festzustellen. Es ist dann in Krisensituationen schwer, alle Aktien „optimal“ zu verkaufen, weil Sie den Überblick verlieren. Schmeißen Sie Ihre Leichen aus dem Keller. Vermeiden Sie auch zu viele Baustellen, also zu viele Risikoanalagen mit ungewissem Ausgang oder zu viele ungelegte Eier. Oft reichen 5-8 sorgsam ausgewählte Eier aus. Bei über 20 Eiern verlieren Sie den Überblick, so wie Kinder dann auch Bauchschmerzen auch dem Genuss der Eier bekommen, wenn es zu viel waren.

Ich kann Ihnen ein Coaching bei allen Asset-Klassen und hier auch immer wieder einige Anlagemöglichkeiten in verschiedenen Asset-Klassen anbieten. So habe ich für die vermögenden, risikogeneigten Anleger und Fußball-Fans aktuell ein interessantes Pre-IPO mit einer Kursverdopplungschance im Fußball-Bereich auf dem Tisch, ebenso wie Immobilienanlagen mit Rendite-Chancen von über 7% als konservative Anlage. Mischen Sie selbst stark risikobehafte Anlagen (wie Aktien, erst recht Optionen/Futures) mit weniger risikobehafteten Anlagen: dazu zählen neben Immobilien auch Unternehmensanleihen und sogar Aktien mit hohen Dividendenrenditen.

Bei Futuremärkten haben Sie die Möglichkeit, beide Seiten der Märkte zu nutzen, also long und short zu gehen. Gerade hier ist aber das Risiko- und Moneymanagement sehr wichtig, wo die Privatanleger oft die größten Fehler machen. Hier kann ich Ihnen auch zwei Handelssysteme vorschlagen, die insbesondere in Baissephasen überdurchschnittliche Erträge erwirtschafteten. Kontaktieren Sie mich, wenn Sie hier Interesse haben. Auch solche Handelsysteme, die per se diversifiziert sind, sollten nur als Portfolio-Beimischung dienen. Sie können aber auch Renditen im zweistelligen Prozentbereich erzielen.

Dabei sollten Sie auch die jeweiligen Volatilitäten beachten und die Anlagen aussuchen, die zu Ihrem Risikoprofil passen. Bei bestimmten Märkten lassen sich sehr gute Korrelationen feststellen, bei anderen wiederum nicht, weil sie im Zeitablauf schwanken. So gilt der Grundsatz, dass wenn man an der Wall Street hustet, Deutschland ein Grippe bekommt. Das heißt, die Volatilität, also die Schwankungsbreite, ist beim DAX oft doppelt so groß wie bei Dow Jones. Wenn der Dow Jones um 1% fällt, dann fällt der DAX vor lauter Aufregung und Nervosität oft um 2-3% so wie auch am Freitag. In richtigen Krisensituationen sind dann die Kursaufschläge an Emerging Markets- und hier wiederum vor allen in Russland - wiederum wesentlich höher aus in anderen Märkten. Auch ist bekannt, dass Silber wesentlich volatiler ist als Gold. Wenn Gold um 1% fällt, dann fällt Silber oft um 3-4% an einem Tag – und umgekehrt.

Auch der russische Aktienmarkt steigt daher in Haussephasen in der Regel wesentlich stärker als in anderen Aktienmärkte, aber er fällt auch mehr. Dies konnte man immer wieder bei den Crash 1998, 2008 und auch im letzten Jahr des Bären 2011 feststellen. Umgekehrt führt Russland in diesem Jahr schon wieder die Performancerangliste mit an. Unter Beachtung der Portfolio-Theorie und der feststellbaren Volatilitäten und Korrelationen untereinander lassen sich wesentlich höhere und auch stabilere Erträge erwirtschaften.

Wir machen für Sie im EAST STOCK TRENDS immer auch eine Inter-Market-Korrelations-Analyse und beachten die dort feststellbaren Abhängigkeiten. So gilt der einfache Grundsatz, dass Aktien- und Rohstoffmärkte fallen, wenn der Dollar stark steigt und umgekehrt. Alleine dieses einfache Beziehungsmuster kann schon sehr hilfreich sein. Dies gilt nicht für jeden Tag, aber im Trend. Ebenso gilt der Grundsatz, dass, wenn Rohstoffpreise und hier wiederum in erster Linie Ölpreise fallen, der russische Aktienmarkt aufgrund der großen Ölabhängigkeit fällt. Auch dies gilt nicht immer für einen Tag, aber im Trend. Zudem gibt es auch hier Ausnahmen, die dann wiederum die Regel bestätigen.

Auch gilt es besondere Saison-Zyklen zu beachten. So ist die Zeit von November bis April oft die besten Investmentphase mit wesentlich höheren Renditen als von Mai bis Oktober. Daher kommt auch die Börsenweisheit: “Sell on May and go away, but remember to come back in September. “ Auch hier gibt es wiederum immer wieder Ausnahmen, die die Regel bestätigen. Demnach haben wir die bessere Investmentphase von November bis April schon hinter uns. Hier ließen sehr leicht Renditen von über 40% an den Aktienmärkten und sogar über 10% bei Unternehmensanleihen erzielen. Nach so einer Rallye gibt es of eine Ernüchterungs- bzw. Konsolidierungsphase, wobei dann volatile Seitwärtsbewegungen und richtungslose Märkte die Regel sind.

Es kann aber auch eine länger andauernde Korrekturphase werden, was wiederum von den dann geltenden Dominanzfaktoren abhängt. Diese Korrekturphasen sind schwer zu traden und oft auch schwer einzuschätzen, denn nach einer Korrektur besteht auch immer wieder die Gefahr einer Trendumkehr. Ganz aktuell wird es immer Frühjahr/Sommer darauf ankommen, dass Spanien nicht in eine ernsthafte Schieflage kommt und dass Israel nicht den Iran angreift, denn dies könnte die bis jetzt noch verhaltend-gute Börsenstimmung sofort wieder kippen. Zudem müssen die Wachstumszahlen und weitere Konjunkturdaten aus den USA und aus China genau beobachtet werden.

In einer solchen Konsolidierungs- und Korrekturphase befinden sich die internationalen Aktienmärkte im Moment, wobei der DAX wieder wesentlich volatiler ist als der Dow Jones oder der S&P-Index. So gab der DAX am Freitag um 2,36% auf 6583 Indexpunkte, der Dow Jones aber nur um 1,03% auf 12.853 Indexpunkte nach. Da auch der Dollar zum Euro auf 1,3076 nachgab, verlor auch Gold um 1,14% auf 1658 USD/Unze und Silber um 3,5% auf 31,41 USD/Unze an Wert. Der einzige „sichere Hafen“ war wieder einmal nur der Bund-Future, der um 0,42% auf 140,42 anstieg und sich damit nahe dem Allezeit-Hoch befindet. Der RTS-Index stieg am Freitag sogar um 0,22% auf 1612 Indexpunkte, wobei Gazprom sogar um 1,19% auf 9,17 € anzog.

Sie sollten nach dem steilen Kursanstieg bis Mitte März und der jetzt laufenden ganz normalen Korrekturphase gerade jetzt besonders die Markttechnik beachten, die ich Ihnen recht ausführlich im neuen EAST STOCK TRENDS beschreibe. Wie Sie sich jetzt konkret verhalten sollen und auch welche Aktien in Osteuropa aussichtsreich sind, können Sie nachlesen, wenn Sie jetzt ein Probe Abo- des monatlich erscheinenden Börsenbriefes EAST STOCK TRNDS (3 Ausgaben per e-mail für nur 15 €) unter www.eaststock.de bestellen. Die beiden Muster-Depots konnten sich im Wert seit Auflegung vor 3 Jahren trotz aller Krisen verdreifachen.

Da die Märkte sehr volatil sind, sollten Sie im Moment mehr trading-orientiert agieren. Welche Aktien Sie jetzt kaufen oder verkaufen sollten, können Sie der täglich aktualisierten Ostbörsen-Hotline 09001-8614001 (1,86 €/Min) entnehmen. Verpassen Sie jetzt die guten Trading-Chancen nicht!

TV+Radio-Hinweise: Andreas Männicke wurde am 28/29. März von dem russischen Portal Modern russia.com (www.mordernrussia.com ) über sowie am 5. März 2012 in NTV/Telebörse (www.teleboerse.de), im Deutschen Anleger Fernsehen (DAF, www.anleger-fernsehen.de) und im Börsenradio-Networks (www.brn-ag.de) über die Auswirken der Präsidentschaftswahlen auf die Moskauer Börse befragt werden. Sie können sich die Interviews jetzt unter www.eaststock.de, dort unter der Rubrik „Interviews“ runterladen.

Seminar-Hinweis: Das nächste Ostbörsen-Seminar „Go East!“(mit einem Russland-Special) wird am 22. Mai um 17.00 Uhr in Frankfurt/M im Hotel Monopol stattfinden. Info und Anmeldung unter www.eaststock.de oder direkt bei der ESI GmbH, Jüthornstr. 88. 22043 Hamburg, Tel: 040/6570883, e-mail: info@eaststock.de

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