Strong buy – auch in Afrika und Russland!

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Samstag, 14. November 2009 13:37:00

Am 11.11.09 fand das letzte ESI-Ostbörsen-Seminar „Go East – In der Krise liegt die Chance!“ in Frankfurt/M statt. Nach dem äußerst treffsicheren „ESI-Seminar-Indikator“ stehen die Börsenampeln noch auf „grün“. Bei dem ESI-Seminar hat Hartmut Sieper vom NESTOR Afrika-Fonds auf die großen Chancen in dem bisher noch wenig bekannten Regionen Afrikas aufmerksam gemacht – ein Kontinent, den es ohnehin noch zu entdecken gilt. Der erst im letzten Jahr neu aufgelegte NESTOR Afrika Fonds konnte in diesem Jahr bereits eine ansehnliche Performance von 35% erzielen. Dabei räumt Sieper dem Aktienmarkt in Nigeria, der bis dato etwas enttäuschte, in Zukunft besondere Kurschancen ein.

Hans-Peter Bandur vom First Financial Trust machte deutlich, dass es gerade bei sehr volatilen Börsen Sinn macht, auch im Rahmen einer Multi-Asset-Management-Strategie in Asset-Klassen zu investieren, die unabhängig vom Börsengeschehen positive Erträge abwerfen können. Dabei stellte er als Alternativen Anlagemöglichkeiten im Bereich Private Equity und „Managed Accounts“ heraus. Das von ihm vorgeschlagene „Managed Account“ erzielte im letzten Jahr eine Performance von 92% und in diesem Jahr von 62%. Sogar bei auf 7 Jahren kapitalgeschützten Anlagen ließ sich eine Rendite von 20% in diesem Jahr erzielen, was seinesgleichen sucht. Aber auch Immobilienanlagen in Prag können in diesem Umfeld jetzt eine Investmentchance bilden.

Eine ESI-Umfrage kam auch zu dem Ergebnis, dass die meisten Börsenteilnehmer die größte Hausse in der Nachkriegzeit verpasst haben. Die meisten institutionellen und auch Privatanleger waren in 2009 relativ inaktiv und haben bestenfalls ihre Positionen aus den Vorjahr durchgehalten und dadurch eine Wertverbesserung erfahren. Im Durchschnitt liegen die meisten Anleger aber noch unter den Durchschnittskursen aus dem Vorjahr.

Am 9. bis 11. November war auch das Eigenkapitalforum (EKF) in Frankfurt/M, das Kapitalgebende und -suchende bzw. Unternehmen und Kapitalanleger aller Couleur zusammenbringen will. Beim letzten EKF im Frühjahr gab es nur Kapitalsuchende, aber keine Kapitalgeber. Das Stimmungsbild hat sich jetzt merklich gebessert. Alle Präsentationen waren durchweg gut besucht; aber man merkt auch, dass überall – auch beim Veranstalter selbst gespart wurde. Dies hat Symbolkraft für die gegenwärtige Börsenphase. Viele suchen nach einer neuen Orientierung; einige aber auch schon wieder nach neuen Chancen an der Börse. Neben chinesischen Gesellschaften haben Unternehmen aus der Ukraine und Weißrussland ihr Chancenpotential beim EKF aufgezeigt, wobei die Unternehmen aus der Ukraine überweidend aus dem Agrarsektor kamen. So problematisch auch die Makrodaten in der Ukraine sind; es gibt immer wieder Sektoren, die sich stabil und positiv entwickeln und dies ist in der Ukraine der Agrarsektor nach dem Motto: „back to the roots“. Ich werde die geplanten IPOs auch in meinem nächsten Börsenbrief EAST STOCK TRENDS vorstellen. Sogar Unternehmen aus dem Stahl- und Chemiesektor aus Weißrussland wagten schon jetzt die Öffentlichkeit und planen Börsengänge in den nächsten Jahren. Solche neuen Themen und Öffnungen von vorherigen staatlich betriebenen „closed shops“ finde ich als überzeugter Pionieranleger besonders interessant, auch wenn das Umfeld immer noch nicht gerade „bullish“ ist.

Im Moment jagt eine interessante Veranstaltung die nächste. Letztes Wochenende war die Rohstoffmesse in München sehr gut besucht, Viele Referenten und Anleger erwarten eine Inflation und eine langjährige Rohstoffrallye. Bei dem Rohstoffseminar am 21.11.09 „Sachwert schlägt Geldwert – erfolgreich investieren in reale Werte“ vom 09.00-19.00 Uhr im Hotel Monopol in Frankfurt/M geht es in die gleiche Richtung. Auch Anlagen in Wohnimmobilien in Prag mit ansehnlichen Immobilenrenditen könnten eine interessante Alternative werden. Nach dem neuen Allzeit-Hoch steht Gold auch bei Anleger wieder hoch im Kurs, wobei Silber in diesem ja sogar noch wesentlich mehr gestiegen ist und nach meiner Einschätzung auch weiterhin mehr Potential hat, solange der Dollar mitmacht. Der bekannte Rohstoffexperte Eugen Weinberg von der Commerzbank AG wird dabei auch auf „schwarze Schwäne“ und die Auswirkungen auf die Finanzmärkte eingehen. Ich halte dies für ein sehr spannendes und jeden Anleger wissenswertes Thema und empfehle daher den Besuch. Auch ich werde an dem Wochenende an anderer Stelle in Frankfurt/M einen Vortag halten, warum gerade russische Rohstoffwerte trotz der Kursverdoppelung in diesem Jahr weiterhin in die engere Wahl gehören.

Am 13/14. November war auch die Messe „World of Trade“ in Frankfurt/M, die auch gut besucht war und viele Anregungen gab, wie man von der Krise als Trader sogar profitieren konnte. Da die Börsen in Osteuropa (und Emerging Markets) sehr volatil sind, sind solche Veranstaltungen auch für die Ostinvestoren ein Pflichtprogramm. Die meisten Anleger machen sich immer nur Gedanken, wie man mehr Gewinne bei verschiedenen Wetten bzw. Asset-Klassen machen kann; sie machen sich aber kaum Gedanken, wie man hohe Verluste vermeiden kann und hierin liegt wieder der Kardinalfehler für dauerhaft erfolgreiches Investieren. So ist bei vielen Anlegern das Ergebnis nach vielen guten Jahren und einen darauffolgenden Crash bestenfalls oft nur ein Nullsummenspiel (oder sogar ein Verlust). Wer 10 Jahren in Deutschland investiert hat, hat jetzt in etwa den gleichen Betrag wie vor 10 Jahren, wobei es inflationsbereinigt ein Verlust war. Gold schnitt in diesem Zeitraum noch wesentlich besser ab. Wer aber bei den starken Kurseinbrüchen wie in 2000 bis 2003 oder in 2008 nicht oder nur gering in Aktien engagiert war, hätte überdurchschnittlich mit Aktien abschneiden können. Es gibt aber nur wenige, die den Mut haben mitten in der Krise nach einem Crash Geld anzulegen.

In der nächsten Woche wird auch die „Eurofinance“ in Frankfurt/M eine Bestandsaufnahmen für den Finanzsektor machen und möglicherweise auch Wegweisungen geben, wie der Finanzsektor in 2010 wieder aus der Krise herauskommen kann. Am 19. November wird dabei insbesondere über Osteuropa gehen mit einem Schlusswort von Angela Merkel. Es versteht sich von selbst, dass ich für Sie dabei sein und später auch berichten werde. In den USA sind jetzt bereits über 120 Banken Pleite gegangen; einige Experten befürchten eine weitere Welle von Bankpleiten in den USA im nächsten Jahr. Der Einlagensicherungsfonds in den USA ist leer und muss jetzt aufgefüllt werden, was weitere Mrd. USD kosten wird.

Deutsche Anleger fordern 33 Mrd. Dollar von Lehmann Brothers. Vorsicht ist immer noch bei Anleiheversicherern geboten, die kurz vor der Pleite stehen wie Ambac, dessen Liquidität in 2011 versiegen könnte, wenn nicht weitere Kapitalerhöhungen platziert werden könnten. Das versicherte Anleihenvolumen, was noch verschert ist beträgt immer noch 412 Mrd. USD. Auch viele Banken müssen ihre Risikovorsorge erhöhen wie zuletzt die Unicredit mit einem betrag von 2 Mrd. €, die insbesondere noch große Problemkredite in Osteuropa vor sich herschiebt. Ebenso hat die Commerzbank die Risikovorsorge erhöhen müssen, was keine guten Aussichten sind. Den Anlegern von Schiffsfonds droht immer noch ein Massaker ebenso wie den Anlegern von Immobilien in Dubai. Es wird also noch einige Milliardengräber im Finanzsektor bei verschiedenen Asset-Klassen geben.

Alle Anleger suchen im Moment händeringend nach einer Orientierung und wollen nicht die nächste Hausse verpassen, unter diesem Erfolgsdruck steht jetzt auch Institutionelle Anleger wie Versicherungen und Pensionskassen, zumal die Luft auch im Anleihenmarkt in 2010 dünner wird. Versicherungen werden dann Probleme haben, die Mindestverzinsung zu verdienen, wenn sie nicht doch etwas mehr in Aktien gehen werden. Bisher ist die Aktenquote bei Versicherungen und Pensionskassen immer noch sehr gering.

So kann es durchaus sein, das wir uns sowohl zum Jahresende und auch in 2010 per saldo weiter „hochzittern“, wobei kräftige Korrekturen zwischenzeitlich ebenso wahrscheinlich sind. Man spricht zwar von einer „Liquiditätshausse“ in diesem Jahr, aber die Volumen an den Börsen ist immer noch vergleichsweise gering. Richtig ist aber, dass immer noch enorme Liquidität für Anlage zur Verfügung steht.

Trotz schlechter Verbraucherdaten aus den USA konnte die Wall Street am Freitag im Plus nahe dem Jahreshöchstkurs schließen und damit mit einem Wochenbeginn von 4% die Woche enden. Der Dow Jones stieg um 0,72% auf 10270 Indexpunkte, der S&P um 0,57% auf 1098 Indexpunkte und der DAX um 0,4% bei 5686 Indexpunkten. Auch der russische RTS-Index konnte sich nahe dem Jahreshoch fast unverändert bei 1419 Indexpunkten behaupten. Der Ölwert Bashneft steig dabei sogar um 16% auf das neue Jahreshoch von 70 €.

Der Freitag der 13. verlor damit seinen Schrecken auch für Abergläubige. Walt Disney ist wieder auf Wachstumskurs. Die Weltbörsen werden im Moment zudem über den Dollar „reguliert“. Bei einem schwachen Dollar steigen Aktien- und Rohstoffmärkte und umgekehrt. Der Dollar fiel zum Euro auf 1,49 EUR/USD. So stabilisierte sich der Ölpreis trotz hoher US-Lagerbestände bei 77 USD/Barrel und der Goldpreis schloss sogar mit einem neun Jahreshoch von 1118 USD/Unze. Falls der Dollar aber wieder stärker werden sollte, werden sich genau gegenteilige Effekte ergeben. Bei einem starken Dollar wird der Gold- und Silberpreis stark nachgeben und dann werden auch die Aktienmärkte einbrechen..
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Beim DAX ist erst bei über 6000 der Weg nach oben frei. Der DAX konnte im Gegensatz zum Do Jones zuletzt keinen neue Jahreshöchstkurse erreiche, was eine „bearishe Divergenz“ zum Dow bedeutet. Dabei hat die Wall Street selbst jetzt aber auch Mühe, neue Jahreshöchstkurse zu erreichen. Die Haussekräfte erlahmen allmählich. Beim S&P gibt es einen starken Widerstand bei 1100. Wird dieser nicht nachhaltig überwunden, rechne ich in der nächsten Woche mit kräftigen Korrekturen auch an den Ostbörsen. Ich rechne in diesem Jahr insbesondere dann mit einer scharfen Korrektur, sobald der Dollar wieder stärker wird, Bei unter 1,45 EUR/USD wird es scharfe Korrekturen geben, die der Anleger gut auf der Shortseite bei Aktien und Rohstoffen ausnutzen kann Falls der S&P aber 1100 und/oder der Dow Jones 10300 Indexpunkte nachhaltig überwinden kann, wird sich die Rallye fortsetzten. Die Luft nach oben wird aber immer dünner und die Korrekturen hernach umso schärfer. So richtig bearish wird es aber erst , wenn der S&P 1030 oder der Dow Jones 9500 unterschreiten sollte. Dann sollten Sie temporär short gehen und auch an den Ostbörsen Positionsglattstellungen vornehmen. Beim RTS wird aber erst bei 1300 Indexpunkten der Haussetrend verlassen. Die Moskauer Börse stieg seit Jahresbeginn schon um 125% und ist damit die mit Abstand am besten performende Börse der Welt vor Peru mit +107% und Ukraine mit +106%. Waren Sie dabei und haben diese außergewöhnlichen Chancen genutzt? Viel zu wenige Anleger wagen den Blick über den Tellerrand, was sicherlich ein Fehler ist. Das ESI-Seminar zeigte auf, welche großen Chance sich insbesondere bei bzw nach Krisen immer wieder in Emerging Markets bilden. Mein Motto bleibt daher „in der Krise liegt die Chance!“

Noch ist aber der Haussetrend intakt. In jedem Fall dürfte die „Vola“ demnächst auch wieder zunehmen, vor allem beim DAX und an den Ostbörsen. Die Schweinegrippe dürfte weiter die Kassen der Pharmawerte wie von Glaxo stopfen, aber auch die Anleger beschäftigen. Obama wird in Asien auch nicht verhindern können, dass ich Asien, insbesondere China, billiger produzieren und mit ihren Billigprodukten die Weltmärkte überschwemmen wird. Die Ungleichgewichte werden also erhalten bleiben, also hohe Leistungs- und Haushaltsbilanzdefizite in den USA, aber Exportüberschüsse in China und Deutschland. Einige deutsche Unternehmen wie SAP enttäuschten letzte Woche mit den Ergebnissen und auch die Aussichten bei SAP sind nicht rosig. Dafür sieht es bei Pharmawerte gut aus, nicht nur wegen der Schweingrippe. VW ist der größte Automobilproduzent der Welt vor Toyota geworden, hat aber im Kurs stark nachgegeben. Das große Verkaufspotential bei VW liegt in China, wo mehr Autos verkauft werden als in Deutschland. Der Bankensektor neigt schon seit August zur Schwäche und ist jetzt nicht mehr der Kurstreiber der Indices.

In der nächsten Woche werden die Finanzwerte nicht nur wegen der „Eurofinance“ in Frankfurt/M. wieder im Vordergrund stehen. Zum Wochenbeginn kommen aus den USA die Unternehmensergebnisse von Baumarktketten und Einzelhandelsketten, die durchaus für positive Überraschungen sorgen können. Man erwartet eine Erholung bei den Baubeginnen. Die Zahlen kommen nächste Woche. Da der ESI-Seminar-Indikator auf „Buy“ steht, stehen die Chancen für eine Jahresendrallye - nach der fälligen Korrektur - nicht schlecht.

Welche Aktien aus Osteuropa jetzt im Trading-Bereich ge- oder verkauft werden sollten, können Sie auf der täglich aktualisierten Ostbörsen-Hotline 09001-8614001 (1,86 €/Min) entnehmen.

TV-Hinweis: Andreas Männicke (ESI GmbH) und Dr. Martin Hrdina (DEKA) wurden am 12.11.09 im Börsentalk von Dr. Bernhard Jünemann im Deutschen Anleger Fernsehen (DAF) über die neuen Chancen in Osteuropa befragt. Sie können sich das TV-Interview jetzt unter www.anleger-fernsehen.de bei video on demand runterladen.

Wenn Sie Interesse an der im ESI-Seminar vorgestellten Multi-Asset-Mangement-Strategie (MAMS) oder an Investments in Afrika haben, melden Sie sich bitte jetzt direkt bei der ESI GmbH, Jüthornstr. 88. 22043 Hamburg, Tel. 040/6570883, E-Mail; info@eaststock.de

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