Schicksalswahlen in Europa und in der Ukraine am 25. Mai

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Montag, 19. Mai 2014 16:46:00

Am 25. Mai finden wichtige Wahlen in Europa und der Ukraine statt. Für Europa erwarte ich einen Rechtsrutsch, eine starke Zersplitterung und ein Nachgeben der etablierten Parteien. Die EZB sieht die Südeuropa-Krise noch nicht als beendet an und wird wahrscheinlich den Zins nochmals senken. Die Deutsche Bank AG will eine großvolumige Kapitalerhöhung machen, wo als neue Großaktionär auch die Scheichs aus Katar einsteigen sollen. Dies drückte sogleich den Kurs um 2,3% auf 30 €.

Der DAX erreichte letzte Woche intraday mit 6800 Indexpunkten trotz der anhaltenden Ukraine-Krise ein neues Allzeit-Hoch. Die EZB sieht die Krise in Südeuropa trotz der erkennbaren Erholung noch nicht als beendet an und wird wohl die Zinsen wohl weiter senken. Ob Draghi dann im Sommer noch zu weiteren „außergewöhnlichen Maßnahmen“ greift, muss abgewartet werden. Die Aussicht auf sinkende Zinsen beflügelte jedenfalls zunächst die Aktienkurse in Europa.

Genauso bedeutsam wie die Europa-Wahlen sind die Präsidentschaftswahlen am 25. Mai in der Ukraine. Obama, Merkel und Hollande drohen Russland weiterhin mit Wirtschaftssanktionen, falls die Präsidentschaftswahlen am 25. Mai nicht ordnungsgemäß stattfinden können. Putin und die russische Regierung sind nach wie vor der Auffassung, dass am 25. Mai keine Präsidentschaftswahlen stattfinden können, wenn in der Ost-Ukraine noch mit Schusswaffen gekämpft wird. Die Separatistenführer aus Donezk und Lugansk wollen auch die Wahlen zumindest in ihrer Region nicht stattfinden lassen. Am 17. Mai fand schon der zweite „runde Tisch“ in der Ukraine statt, wo allerdings die Separatistenführer aus der Ost-Ukraine nicht eingeladen wurden. Die Gespräche verliefen ergebnislos. Putin verkündete indessen, dass das Manöver an der Grenze der Ukraine beendet ist. Dafür kündigte die NATO nun Manöver in Estland mit 6000 Soldaten an. Die NATO will damit die Verteidigungsbereitschaft bei den baltischen Ländern demonstrieren.

Trotz der ungelösten Situation in der Ost-Ukraine und der Möglichkeit von Wirtschaftssanktionen stieg der russische RTS-Index am 19. Mai um 2,18% auf 1289 Indexpunkte. Gefragt waren vor allem Stahlaktien wie Novolipetsk Steel (+6,4%), Severstal (+3,09%) und Energiewerte wie Gazprom (+2,8%) und LUKoil (+2,05%) sowie Rohstoffwerte wie Norilsk Nickel (+0,89%) und Banken wie die Sberbank (+1,37%).

Dies verwundert nicht, da der sehr treffsichere „ESI-Seminar-Indikator“ letzte Woche auf „buy“ stand. So entpuppt sich mehr und mehr die Ukraine-Krise auch als Kaufchance für „Hartgesottene“, zumindest im Trading-Bereich. So ist der russische RTS-Index seit der Annexion der Krim am 18. März schon kräftig um über 10% angestiegen. Sogar der Rubel gewann zuletzt an Wert. Der Euro fiel zum Rubel um 0,43% auf 47,38 EUR/RUB, so das für deutsche Anleger neben Kurs- auch Währungsgewinne entstanden. Auf dem Höhepunkt der Krim-Krise befand sich der Rubel noch bei über 51 EUR/RUB.

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