Rückblick 2013 und Ausblick 2014

Drucken Speichern

Dienstag, 31. Dezember 2013 16:53:00

Dieses Jahr war das „Jahr der Aktie“. Die Aktie war in vielen Ländern auf der Welt in 2013 die beste, fast alternativlose Geldanlage, aber nicht in allen Ländern. Die Aktienindices der großen Weltbörsen aus den USA, Japan, Deutschland und Europa schlossen nahe der Allezeit- bzw. Jahreshochs. Ein Plus von über 25% in Deutschland und den USA, in Japan sogar über 50%, erlebt man als Anleger ganz selten. Die meisten Privatanleger waren aber bei der Super-Hausse nicht dabei, weil sie Angst vor einem erneuten Kurssturz hatten.

An der Wall Street wird zwar heute noch gehandelt, aber das dürfte nicht viel daran ändern, dass auch der Dow Jones nahe dem neuen Allzeit-Hoch bei 16.520 Indexpunkten schließen wird. Der DAX-Kursindex schloss zwar auch auf fast auf Jahres-Hoch von 5051 Indexpunkte, er ist aber noch von dem Allzeit-Hoch aus dem Jahr 2007 mit etwas über 5200 Indexpunkten entfernt. Dagegen konnte der Performance-DAX nahe dem im Dezember gebildeten Allzeit-Hoch bei 9.552 Indexpunkten abschließen. Das nächste DAX-Ziel für 2014 heißt nun 10.000.

Durch die „Drogenpolitik“ der Notenbanken wurden die Verschuldungsprobleme der Industrieländer zwar nicht gelöst, aber zeitlich nach hinten verschoben. In 2014 könnte die Verschuldungsproblem aber wieder in einigen Ländern – auch in Europa - hochkochen. Der US-Haushaltsstreit wurde zwar noch vor Weihnachten durch eine Einigung zwischen den Demokraten und Republikanern geregelt, dennoch wird auch in 2014 hier die zu hohe Verschuldung belasten. Die US-Unternehmen schieben dagegen 2 Billionen USD an Liquidität vor sich her und Investoren noch zu wenig im eigenen Land.

Das Jahr 2013 lief aber nicht in allen Sektoren so gut, wie es die neuen Höchststände vermuten lassen. Einen wahren Kurseinbruch gab es bei allen Minen-und Metallaktien. Auch Versorgern mussten 2013 erneuet erhebliche Kurseinbußen hinnehmen. Ganz schwach tendierten auch Rohstoffpreise und hier vor allem Gold und Silber mit den größten Kursverlusten seit 1968. Gold schloss unter 1200 USD/Unze und Silber unter 20 USD/Unze. Es ist halt nicht alles Gold, was glänzt. Hier könnten sich in 2014 aber wieder gute Turnaround-Chancen bei Rohstoffaktien ergeben.

Mit Staatsanleihen war in 2013 kein Geld zu verdienen. Schwellenländeranleihen gaben im Durchschnitt um 10% nach, langlaufende US-Staatsanleihen sogar um 20%. Zudem gab es hohe Währungsverluste bei vielen Schwellenländerwährungen wegen der Angst vor einem „Tapering“ der FED, das im Dezember aber sehr behutsam mit 10 Mrd. weniger an Anleihenkäufen startete und von den Aktienmärkten auch positiv aufgenommen wurde. Die niedrigen Zinssätze führte zur „Great Rotation“, also den Verkauf von niedrigverzinslichen Staatsanleihen du den Kauf von Aktien.

Die „Great Rotation“ ist immer noch in Gang. Sparer werden in den USA und in Deutschland schleichend enteignet, da die Inflation höher ist als der Sparzins. Auch für Sparer beginnen jetzt 10 magere Jahre mit realen Kaufkraftverlusten. Auch Lebensversicherungen sind out, wo aber noch viel Geld angelegt wurde. Auch dies spricht wiederum für die Aktien als Anlage, auch in 2014. Auch Immobilienpreise zogen in deutschen Großstädten in 2013 an. Ob dies auch in 2014 der Fall sein wird, hängt auch von der Inflation ab, die noch sehr niedrig ist.

Schwerer hatten es in 2013 die Schwellenländer. Die „BRIC-Börsen landeten alle im Minus, wobei China noch am relativ besten, Brasilien aber am schlechtesten abschnitt. Die Moskauer Börse ist bis zum 5. Januar wegen der Weihnachtsferien geschlossen. Sonst hätten sich die Terroranschläge in Wolgograd wahrscheinlich negativ ausgewirkt. Am 7. Februar starten in Russland in Sochi die olympischen Spiele und viele fragen sich jetzt besorgt, ob diese auch sicher sind. Die Sicherheitsvorkehrungen waren schon hoch, sind jetzt aber noch einmal auch in andern Großstädten wie Moskau nach den Terroranschlägen verschärft worden. So wurde der „Rote Platz“ in Moskau abgesperrt.

Die Ostbörsen hatten es im letzten Jahr auch nicht einfach. Sehr positiv entwickelt sich hier nur die Börsen aus Bulgarien (>30%!) und Rumänien. Für Bulgarien und Rumänien gilt ab 1. Januar erstmals die volle Freizügigkeit bei der Arbeitsplatzwahl in Europa. Die CSU befürchtet eine Armutseinwanderung in die deutschen Sozialsysteme und will hier schärfer Regularien einführen, wo die CDU aber nicht mitmacht. Die Börsen aus Südosteuropa haben noch viel Nachholpotential und damit gute Erholungschancen insbesondere dann, wenn sich auch Südeuropa in 2104 stabilisieren sollte. Wenn sich auch die Rohstoffpreise wieder stabilisieren, haben auch rohstoffreicheländer wie Russland, Kasachstan und Ukraine gute Erholungschancen.

Lettland wir am 1. Januar 2014 den Euro einführen, wobei der LAT auch schon vorher an den Euro gekoppelt war. Die Aktien aus Lettland entwickelten sich in 2103 positiv; sie sind aber sehr illiquide und markteng. Gesucht waren vor allem die Pharmaaktien Grindeks und Olainfarm. Dennoch gilt das Baltikum insgesamt als Vorzeigeregion für ganz Europa, denn dort hat man durch eine interne Abwertung durch Lohnkürzungen bei Staatsbedienstetten wieder Wachstum und Stabilität geschaffen. Einen ähnlichen harten Weg will jetzt Serbien gehen, die auch die die EU wollen. Es lohnt sich also auch einen Blick auf diese „Exotenbörsen“ in 2014 zu werfen,

Wichtig ist aber das weiter verhalten der Notenbanken und die realen Konjunkturdaten, vor allem in Europa, die in 2013 noch recht mager ausfielen. Ein neues Problemland dürfte Frankreich in 2014 werden. Eine Prognose fällt daher schwer. Wenn sich aber Europa insgesamt erholen sollte, bestehen auch gute Chancen für Osteuropa – und umgekehrt,

Der RTS-Index gab zuletzt leicht auf 1441 Indexpunkte nach, war im Dezember damit aber im Plus. Damit holte der RTS-Index alles das wieder im Dezember auf, was er im November verloren hatte. Es bleibt abzuwarten, ob die Charmeoffensive durch die Begnadigung von dem Kremlgegner Chodorkowski von Putin auch an der Moskauer Börse dauerhaft Wirkung zeigt. Der Streit mit der Ukraine ist von russischer Seiet zwar beigelegt, aber die Demonstrationen in Kiew gehen weiter.

Die preiswertesten Aktienmärkte der Welt kommen aus Osteuropa. Interessanten Aktien aus Osteuropa werden im EAST STOCK TRENDS vorgestellt. Einige Aktien im Muster-Depot des EAST STOCK TRENDS wie Magnit (>1200%) und Bank of Georgia (>1700%) konnten sich sogar seit Erstempfehlung in 2009 mehr als verzehnfachen. Aussichtsreich sind jetzt auch russische Stahl- und Goldaktien als Turnaround-Kandidaten, aber nur mit gestaffelten Abstauberlimits aufgrund des noch intakten Bärmarktes.

Welche Erholungschancen Sie in Russland und Osteuropa im Detail haben, können Sie im monatlich erscheinenden Börsenbrief EAST STOCK TRENDS (Probe-Abo mit 3 Ausgaben für nur 15 €, siehe www.eaststock.de) nachlesen mit so einigen neuen „Geheimtipps“, die die NSA noch nicht kennt. Beachten Sie bitte auch die dort angegebenen kritischen Chartgrenzen im EST. Im neuen EST wird auch diskutiert, was von Bitcoins als alternatives Zahlungsmittel im Internet zu halten ist. Beachten Sie dabei auch die beigefügten 9 attraktiven alternativen Investmentvorschläge.

TV-Hinweis: Andreas Männicke wurde am 15. November 2013 von Dr. Bernhard Jünemann im DAF über die Chancen in Osteuropa befragt. Dort wurde auch drei attraktive Aktien aus Russland vorgestellt. Sie können das Interview jetzt unter www.eaststock.de, dort unter „Interviews“ abrufen.

Andreas Männicke hat einen neuen, eigenen EastStockTV-Channel bei www.youtube.de eingerichtet. Sie brauchen nur bei der Suchfunktion bei www.youtube.com „EastStockTV“ eingeben. Sie können dort auch den TV-Kanal abonnieren. Die neue Sendung befasst sich auch mit dem Thema wie hier „Jahresrück- und ausblick“. Wenn Sie hier bestimmte Themen besprochen möchten, dann schreiben Sie es mir. Ich werde dann auch versuchen, Klartext wie immer zu reden.

Ich wünsche allen Lesern einen guten Rutsch und viel Erfolg in 2014!

Ich wünsche allen Lesern einen guten Rutsch und viel Erfolg in 2014!

Anzeige
 

Newsletter

Newsletter

Jetzt kostenlos anmelden und von Andreas' Männicke Wissen profitieren! weiter

Termine

Archiv

31.07.17 Automobilbranche in der Vertrauenskrise – wo bleibt die Moral der Manager?
23.07.17 Drohen jetzt neue Wirtschaftskriege oder sogar ein Börsen-Crash?
25.06.17 Neue Bankenpleiten in Südeuropa
28.05.17 G7 und Trump: Einer gegen alle, alle gegen einen!
08.05.17 Vive la France, aber nach der Wahl ist vor der Wahl

Weitere Artikel im Archiv

Hotline

Tel.: 0900 - 1-86 14 001
(€1,86/Min aus dem Netz der DT AG, Anrufe aus dem Mobilfunknetz können abweichen)