Portugal in Nöten – China will helfen!

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Samstag, 08. Januar 2011 21:52:00

Portugal muss am 12. Januar eine Anleihe im Volumen von 1,5 Mrd € refinanzieren, was als weiterer Lackmusstest für den Euro verstanden wird. Im April muss Portugal aber schon 10 Mrd € refinanzieren. Die Rendite für Kursläufer stieg schon auf über 3%; für fünfjährige Anleihen stiegen Anleihenrenditen auf 6,1% und für zehnjährige Anleihen sogar auf 7,1%. Auch die Renditen von spanischen Anleihen stiegen schon wieder an, obwohl China sowohl spanische als auch portugiesische Anleihen großvolumig aufkaufen will.

China kaufte zuletzt auch schon griechische Anleihen, was den Euro stütze. Es ist nun anzunehmen, dass sowohl die EU – hier vor allem Deutschland und Frankreich - als auch die EZB Druck auf Portugal ausüben wird, wie Irland auch unter den Rettungsschirm zu kommen. Am 17. Januar werden die EU-Finanzminister noch einmal über das weitere Vorgehen beraten und dabei möglicherweise auch über den Plan B.

Aber auch die USA wird uns in den nächsten Wochen in Atem halten, denn dann muss der Kongress über die Erhöhung die Verschuldungsgrenze von 14 Billionen USD entscheiden. Die USA hatten im letzten Jahr ein Haushaltsbilanzdefizit von 10%, also höher als in Griechenland! Die Erhöhung der gesetzlichen Verschuldungsgrenze wird zur Schicksalsfrage nicht nur für die globalen Anleihen, sondern auch Anleihenmärkte. Ich werde mich ausführlich im nächsten EAST STOCK TRENDS mit dieser Problematik befassen und dort auch meine Kernthesen für den Jahresausblick 2011 geben

Die meisten Aktienmärkte hatten einen relativ guten Börsenstart und setzen damit die bemerkenswerte Rallye seit September 2010 infolge des QE2 von „Helikopter-Ben“ (= Gelddrucken im Volumen von 600 Mrd. USD) fort, wobei der amerikanische Aktienmarkt besser performte als der deutsche. Der DAX kämpft weiter mit der 7000-er Marke und der Dow Jonas mit der 11.600-er Marke. Mit am besten schnitten – fast unbemerkt - die russischen Aktien ab, wobei an der Moskauer Börse wegen der orthodoxen Weihnachtsferien in der letzten Woche gar nicht gehandelt wurde. Die russischen ADR und GDR sprangen aber in der ersten Handelswoche schon kräftig an, so dass der RTS mit einem Gap von über 5% nach oben am 10. Januar eröffnen dürfte. Besonders gefragt waren russische Rohstoffwerte und hier wiederum die Metallaktien.

Wie im letzten Jahr , wo die Börsen auch in den erste Handelstagen gut starteten, dann aber bis Februar scharf korrigierten, erwarte ich aber Korrekturen in den nächsten Wochen nicht zuletzt wegen der „PIGS“. Daher rate ich zu Positionsglattstellungen bei einem Euro zum Dollar von unter 1,28. Der Euro verlor wegen dem ersten Buchstaben der „PIGS“ schon von 1,34 auf 1,29, was eine wichtige Marke ist. Gehen Sie beim DAX short, wenn der DAX unter 6870 fallen sollte und/oder gehen Sie beim Dow Jones short, wen der Dow unter 11.500 fallen sollte, denn dann drohen scharfe Korrekturen – auch an den Ostbörsen und den Rohstoffmärkten. Wenn diese Marken nicht unterschritten werden, sollten Sie die Aktien weiter halten, auch in Osteuropa.

Die meisten Banken und Analysten sind aber sehr zuversichtlich für dieses Jahr. Auch ich bin zuversichtlich vor allen für den russischen Aktienmarkt, der wie schon im letzten Jahr wieder Outperformancechancen hat. Im letzten Jahr konnte der RTS-Index den DAX mit einem Kursanstieg von 20% schon outperformen. In 2009 stieg der RTS-Index sogar um über 120%. Vor dem Investieren sollten Sie aber eingehend informieren!

Bestellen Sie daher jetzt ein Probe-Abo für den monatlich erscheinenden Ostbörsenbrief EAST STOCK TRENDS (EST, siehe www.eaststock.de), der nächste Woche erscheint. Im EST als wird auch immer auf das „big picture“ eingegangen, also auf die Hintergründe der gegenwärtigen Gold/Silberhausse und das Pro und Contra an den Weltbörsen, was immer auch Rückwirkungen auf die aufstrebenden Ostbörsen hat.

Die beiden Osteuropa-Muster-Baskets des EST konnten seit März 2009 in einem Jahr im konservativen Red-Chip-Portfolio eine Performance von 226% und im spekulativen Muster-Basket sogar von 335% erzielen. Aktien wie die Holding AFK Sistema konnten sogar um über 600% und das Softwareunternehmen IBS Group um über 1000% zulegen und haben noch Potential. Ausgehend von den Tiefstkursen bestehen realistische 1000%-Chancen. Es gibt eine ganze Reihe von Werten in Russland mit neuen historischen Höchstkursen wie zum Bespiel die Konsumaktien X 5 Retail Group und Magnit. Auch russische Gold/Silberaktien wie Polimetall haben noch Potential.

Welche Aktien aus Osteuropa jetzt im Trading-Bereich ge- oder verkauft werden sollten, können Sie auf der täglich aktualisierten Ostbörsen-Hotline 09001-8614001 (1,86 €/Min) entnehmen. Wenn Sie Interesse an Ostbörsen- oder Emerging Market-Seminaren haben, dann melden Sie sich bitte bei der ESI GmbH (info@eaststock.de; Tel: 040/6570883).

Interview-Hinweise: Andreas Männicke wurde am 3. Januar 2011 in NTV/Telebörse (www.teleboesre.de) über die Chancen in Estland und am 5. Januar im DAF (www.anleger-fernsehen.de) über die Chancen in Russland befragt. Am 7. Januar machte Andreas Männicke auch ein ausführliches Interview über Osteuropa im Börsen Radio. Sie können sich alle Interviews jetzt unter www.eaststock.de runterladen. Das nächste Interview im Börsentalk im DAF mit Dr. Jünemann ist am 27. Januar 2011. Herr Männicke wird auch beim Fondskongress am 26/27. Januar in Mannheim zugegen sein.

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