Politiker/Kaufleute werden zu Kriegern!

Drucken Speichern

Samstag, 09. August 2014 18:42:00

„Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein!“ und „Wer mit dem Feuer spielt, kann sich die Finger verbrennen!“. Mit diesen beiden Sprichwörtern kann man das beschreiben, was gegenwärtig in der Weltpolitik passiert und das ist nicht ganz ungefährlich – für Anleger und die Bevölkerung. Wir haben im Moment auffallend viele Krisenherde, die militärisch mit Waffengewalt gelöst werden. Dabei will die USA – verdeckt oder offen- immer wieder die Weltpolizei spielen, jetzt auch wieder im Irak mit Kampfflugzeugen (warum eigentlich dann nicht auch in Syrien?). Dadurch erhöht sich aber wiederum weltweit die Terrorgefahr durch Islam-Krieger. Aber auch in der Ost-Ukraine gibt es einen - verdeckten - Krieg USA gegen Russland. Die EU scheint bei allen Aktionen mittlerweile nur der Lakai der USA als Oberbefehlsgeber zu sein. Auch das ist nicht ganz ungefährlich.

Auch in der Ukraine werden „Kaufleute“ zu „Kriegern“. Ukrainische Oligarchen bestellen Söldner als Armee, die in der Ost-Ukraine aufräumen soll, was aber noch nicht ganz gelingt. Jetzt wird Donezk sogar mit Bomben aus der Luft angegriffen. Aber auch auf dem Maidan ist wieder Feuer, der geräumt werden soll. Die ukrainische Regierung is zurückgetreten, so dass Neuwahlen für neue politische Verhältnisse sorgen sollen. Jetzt machen immer noch rechtsextreme Gruppen in der Ukraine Sorgen, die auch mehr Krieger als Kaufleute sind.

Krisenherde gibt es nicht nur in der Ost-Ukraine, sondern auch am Gazastreifen, im Irak (Sunniten gegen Schiiten und gegen ISIS (Islam-Gotteskrieger), Syrien und vielen Ländern/Regionen in Afrika. Dabei geht es oft auch (nur) um Rohstoffe, besonders Öl/Gas, sondern auch um die Erringung der Macht mit Waffengewalt, wo sich ein Machtvakuum eröffnet (ähnlich in Ägypten). Neben den Kriegen mit Waffengewalt gibt es aber auch Finanz- und Handelskriege wie im Moment ganz offen USA und EU als Lakai gegen Russland mit Sanktionen und Gegensanktionen. Auch diese nun in Gang gesetzte Sanktionsspirale kann ins Chaos führen und ist ein Irrweg.

Die FED, EZB, die englische und japanische Notenbank versuchten in den letzten Jahren (seit 2008) mit ihren Gelddruckmaschinen mit Erfolg gefährliche Domino-Effekte in Finanzsektor und damit einen System-Crash zu vermeiden. Alle westlichen Industrieländer sind aber weiterhin viel zu hoch verschuldet und die wahren Probleme wurden nur in die Zukunft verschoben, um Zeit zu gewinnen. Die Zeit wurde aber nicht sinnvoll genutzt. Ist jetzt der letzte Ausweg ein Krieg?

Sogar die Argentinien-Pleite und die Pleite der portugiesischen Bank Banco Espirito Sancto wurden erstaunlich gut weggesteckt. Als nächstes Problemland steht aber Italien in Fokus mit einer Rezession. Auch dort ist eine Bankenpleite jederzeit möglich und dann muss wieder die EZB die Feuerwehr spielen. Auch Frankreich ist noch auf dem Krankenbett. Gefährlich ist auch den Anleihen-Bubble. Der Bund-Future notiert auf dem Rekord-Hoch von 149 und die 10-jährigen Bundesanleihen haben nur noch eine Rendite von knapp über 1%. Damit geraten immer mehr institutionelle konservative Anleger in einen akuten Anlagenotstand und müssen notgedrungen mehr ins Risiko gehen, wovor schon die BIZ gewarnt hat.

Jetzt versuchen aber die USA/EU Russland zu isolieren und das ist in der Weltwirtschaft schon ein anderes Kaliber als Argentinien oder Portugal. Wenn es eine Pleitewelle in Russland gibt – im Tourismussektor gibt es das schon ! - , weil die USA/EU Russland den Geldhahn abdrehen will, dann wird auch der Westenfrüher oder später davon betroffen sein. Die Sanktionen gegen Russland werden dann zum Bumerang, wovor Putin schon heute warnt. Er wird recht behalten. Russland ist auf die kommende Krise vorbereitet, ist es aber auch die – ahnungslose – EU? Die EZB muss dann wohl wieder die “Dicke Bertha“ rausholen, was bezeichnenderweise auch ein Begriff aus dem Militärbereich ist. Vielleicht hat ja sogar die „Dicke Bertha“ die MH17 abgeschossen…

Die nächste Stufe des Finanzkrieges USA gegen Russland könnte eine Herabstufung von russischen Staatsanleihen auf Ramschniveau sein, dann gibt es einen Crash nicht nur an der Moskauer Börse, sondern auch an den Weltbörsen, und wir stehen kurz davor. Dann ist „Verwundbarkeits“-Management gefragt. Russland ist auf der Finanzierungsseite verwundbar. Das weiß auch Obama. Das Problem ist, dass die meisten westlichen Industrieländer viel zu hoch verschuldet sind, um sich solche Finanzkrieg wie jetzt gegen Russland erlauben zu können. Die Euro-Krise ist noch nicht überwunden. Man tut nur so als ob sie überwunden sei (siehe Italien).

Man könnte auch meinen der ganze Stoff sei aus dem Roman oder den Film, „denn sie wissen nicht, was sie tun“, was eigentlich ein Jesus-Zitat ist, aber er ist leider Wirklichkeit . Obama ist mit der allgegenwärtigen Rüstungs-Lobby im Hintergrund leider zum Krieger geworden und Putin könnte es auch werden. Die EU ist nur der Lakai der USA geworden und keine eigene Wirtschaftsmacht mit globaler Verantwortung. Schade. Wenn da so weitergeht, haben wir bald, was wir alle nicht wollen: einen Welt-Krieg, in dem sich früher oder später auch China einmischen wird, und sei es „nur“ ein Finanz – und Handelskrieg So etwas kann auch zuvor in einem Börsen-Crash und sogar in einem System-Crash enden.

Russland wehrt sich zunächst mit Importverboten aus dem Agrarsektor. Die sind aber alles nur Vorboten einer Sanktionsspirale, wenn jetzt nicht vernünftige Politiker endlich einschreiten und sich an einem Tisch setzten, wo die Friedenpfeife geraucht wird. An den Tisch müssten jetzt alle Beteiligten wie Obama, Merkel, ein EU-Vertreter, Poroschenko, Putin und die Separatistenführer, um in einen vernünftigen politischen Dialog zu kommen. Wenn das nicht geschieht, wird es gefährlich, auch für die Weltbörsen.

Der nächste Schritt könnte aber sein, dass Russland die Gaspreise erhöht oder sogar den Gashahn im Winter abdreht. Die Ukraine droht schon damit, den Transit von russischem Gas nach Europa zu verweigern. Alles das ist illegal, ebenso wie die Sanktionen gegen Russland. Sie sind Bestandteil eines – möglichweise ausgeklügelten - Handels- und Finanzkrieges, der gerade tobt. Wie bei jedem Krieg gibt es dabei nur Verlierer und keine Gewinner.

Wer letztendlich die MH17 abgeschossen hat, ist dann schon Nebensache bzw. wird gar nicht mehr richtig untersucht. Der Schuldige ist jetzt schon klar: Putin! Es lebe die amerikanische Präjudiz und Vor-Verurteilung! Wer nicht mitmacht ist ein Feind wie beim unsinnigen Irak-Krieg, der auch ein Machtvakuum hinterlassen hat, in das jetzt die ISIS-Krieger rein wollen. Auch da geht es um Macht, Öl und Gas. Aber aushorchen darf uns die NSA bis zum geht nicht mehr. Snowden darf indessen 3 weitere Jahre als Asylant in Russland verweilen und Putin so einige Dinge berichten, die die Weltöffentlichkeit noch gar nicht weiß.

Die Ebola-Epidemie in Afrika könnte ein Zeichen sein. Die EU und die USA versuchen alles, damit die Epidemie nicht nach USA und Europa kommt, denn diese Viren sind tödlich. Diese tödlichen Viren kann es aber auch im Finanzbereich mit hoher Ansteckungsgefahr geben und dann geht es um einen System-Crash, an den im Moment noch keiner denkt.

Der DAX korrigierte bereits um 1000 Indexpunkte und der Dow Jones Industrial Index um über 500 Indexpunkte. Die Aktienmärkte sind damit weltweit angeschlagen, aber noch nicht aus dem Lot. Gold/Silber bleiben als Krisenwährung bisher wieder wenig gefragt und tendieren weiterhin seitwärts, ebenso wie Öl.

Am Freitag kam es zu leichten Erholungstendenzen im Rahmen eines Pullbacks um 1%, aber dennoch drohen weiter Tiefkurse in der nächsten Woche. Der RTS-Index fiel besonders stark von über 1400 auf 1171 Indexpunkte. Eine Sonderbewegung gegen den fallenden Trend machte der Aluminiumkonzern RuSal, der nach guten Zahlen auf das neue Jahres-Hoch von 7,9 € anstieg. Sehr positiv entwickelte ich auch die Aktien in der Ukraine und in Kasachstan. Auch die Aktien in Südosteuropa bleiben sehr stabil.

Es gibt daher – gerade in Krisenzeiten - auch immer wieder neue Chancen in Osteuropa: Nicht nur deswegen wird im nächsten EAST STOCK TRENDS (www.eaststock.de) ein Special über Aktien in der Ukraine und in Kasachstan gemacht, aber auch eine attraktive russische Aktie aus dem IT-Bereich mit hohem Wachstumspotential vorgestellt. Dort wird Ihnen aber auch aufgezeigt wie sie mit Cross-Hedging Geld verdienen oder Ihr Vermögen können.

Schauen Sie sich jetzt das neue Video von Andreas Männicke vom 9. August 2014 in EastStockTV, Folge 33 über die das Thema: „Politiker/Kaufleute werden zu Kriegern“ mit den neuen Aussichten für die Welt- und Ostbörsen unter www.eaststock.de, dort unter "Interviews" an" oder direkt bei www.youtube.com.

TV und Radio Hinweise: Herr Männicke wurde am 8. August 2014 im DAF über die Auswirkungen der Sanktionen gegen Russland befragt. Sie können alle Radio- und TV-Interviews ebenso wie die EastStockTV-Sendungen jetzt unter www.eaststock.de, dort unter „Interviews“ abrufen.

Informieren Sie sich jetzt ausführlich über die Hintergründe der Ukraine/Russland-Krise, aber auch das zukünftige Erholungspotential der unterbewerteten Aktien aus Osteuropa : Bestellen Sie jetzt auch ein Probe-Abo (3 Ausgaben per Email für nur 15 €) des monatlich erscheinenden Börsenbriefs EAST STOCK TRENDS mit einem weiteren Ukraine/Russland-Special mit vielen Hintergrund-Informationen und neuen Anlage-Vorschlägen wie mit der "Aktie des Monats“ und lukrativen Zertifikaten unter www.eaststock.de, dort unter Börsenbrief. Der nächste EST erscheint schon nächste Woche. Denn wie heißt es so schön: erst informieren und dann investieren!

Diskutieren Sie jetzt auch mit Herrn Männicke interaktiv unter http://go.guidants.com/de#c/Andreas_Maennicke .

Anzeige
 

Newsletter

Newsletter

Jetzt kostenlos anmelden und von Andreas' Männicke Wissen profitieren! weiter

Termine

Archiv

27.09.17 Jetzt wird es immer bunter
10.08.17 Trump gegen Kim – gibt es nun einen (Atom-)Krieg?
31.07.17 Automobilbranche in der Vertrauenskrise – wo bleibt die Moral der Manager?
23.07.17 Drohen jetzt neue Wirtschaftskriege oder sogar ein Börsen-Crash?
25.06.17 Neue Bankenpleiten in Südeuropa

Weitere Artikel im Archiv

Hotline

Tel.: 0900 - 1-86 14 001
(€1,86/Min aus dem Netz der DT AG, Anrufe aus dem Mobilfunknetz können abweichen)