Panik pur: Blutbad an den Weltbörsen!

Drucken Speichern

Samstag, 25. Oktober 2008 17:35:00

„Oh je, schon wieder ein „schwarzer Freitag!“, wird sich so mancher Bankberater und Anleger am Freitag verzweifelt gesagt haben. „Wie viele „schwarze Freitage“ und „schwarze Montage“ werden wir wohl noch bekommen?“ dürfte jetzt die anschließende Kardinalfrage sein. Die Nerven der Broker und Anleger liegen blank und viele sind schon der Hoffnungslosigkeit nahe, denn keiner weiß, ob dies nun endlich der „finale Ausverkauf“ war oder ob er noch kommt. Um dies zu beantworten, muss man die „Glaskugel“ haben und wissen ob und wann die „Pferde saufen“. Ich erwarte trotz aller weltweiten Rettungsversuche eine Reihe von Banken- und Hedgfondspleiten, was weiter die Kurse drücken wird. Auch erwarte ich eine scharfe Auswirkung auf die Realwirtschaft und Insolvenzgefahren auch im amerikanischen Automobilsektor. Auch rechne mit einer Reihe von weiteren Gewinnwarnungen mit verheerenden Folgen für die Kurse der betreffenden Aktien und wohlmöglich den Gesamtmarkt.

Dennoch kann nach einer Verkaufspanik auch wieder eine Kaufpanik folgen so wie am 13. Oktober nach der Bekanntgabe der koordinierten Rettungsaktionen der G7 Länder. Dies ist eine Eldorado für geschickte „day trader“, die täglich die Seite wechseln. Value-Investoren werden auf eine Geduldsprobe gestellt, da auch Value-Aktien immer weiter im Kurs einbrechen und noch keinen Boden gefunden haben. Das Signal von Warren Buffet mit dem Einstieg bei Goldman Sachs und General Electric findet weltweit zwar viel Beachtung, aber wenig Nachahmer im Moment, denn es überwiegen immer noch die Zwangsverkäufe von Hedgefonds und kreditfinanzierten Aktienpaketen – auch in Russland!

Auf Basis der Gewinnschätzungen für 2008 gibt es jetzt weltweit nur „Schnäppchenkurse“. Die große Frage wird sein, wie weit die Gewinne im nächsten Jahr aufgrund einer globalen Konjunkturverlangsamung vermindert werden und was davon der Markt jetzt schon an zukünftigen Hiobsbotschaften eingepreist hat. Eines dürfte klar sein: die Auftragseingänge deuten klar auf eine Rezession hin, die dann auch eine erhöhte Arbeitslosigkeit zur Folge haben wird, zunächst im Banken- und Automobilsektor, dann möglicherweise aber auch mit einem gewissen time lag im Konsum- und Industriesektor. Die Frage ist auch, ob General Motors und deren Zulieferbetriebe die Absatzkrise überleben kann. Bei Opel stehen jedenfalls die Räder für eine ganze Weile still, was durchaus Symbolwirkung hat.

Es kann aber auch gut sein, dass der Markt jetzt schon vor lauter Angst zur Übertreibung nach unten neigt. Das Gesamtvolumen der Rettungsprogramme hat weltweit jetzt eine Größenordnung von 2 Billionen USD, die aber nicht sofort wirksam werden. Reicht dies aus, um die Schieflagen im Bankensektor zu kompensieren? Viele Regierungen arbeiten jetzt schon an weiteren Konjunkturprogrammen, damit die Wirtschaft im nächsten Jahr nicht vollends einbricht mit der Folge von Massenarbeitslosigkeit und Deflation. Einige Regierungen arbeiten auch an einer neuen Weltfinanz- und wiederum andere auch an einer neuen Weltwirtschaftsordnung, wobei Sarkozy mit seinen staatslastigen Vorschlägen besonders weit geht. Auch ist immer wieder (hinter der Hand) von einer Währungsreform zu hören. Der Euro ist in den letzten Tagen markant auf 1,28 €/USD eingebrochen. Immerhin sollen sich ab dem 15. November nicht nur die G7-Länder, sondern auch die Schwellenländer auf einem neuem Welt-Krisengipfel regelmäßig treffen, um der Krise Herr zu werden. Die Welt wächst allmählich zusammen, nicht nur im Internet. Hoffentlich macht die Not auch erfinderisch und solidarisch. Wir brauchen jetzt einen solidarischen, grenzenlosen Kapitalismus ohne Vorbehalte, um ein 1929, also eine Weltwirtschaftskrise und -depression mit Massenarbeitslosigkeit zu verhindern. Echte Unternehmer können die Krise bewältigen, künstliche Konjunkturprogramme werden jedoch versanden. Übrigens ist auch Krieg ein künstliches Konjunkturprogramm, das verboten werden sollte! Rüstungsunternehmen haben jedenfalls weiterhin Hochkonjunktur. Nachhaltige Investments unter sozialen, ökologischen und ethischen Gesichtspunkten sollte demnächst hoffentlich auch Hochkonjunktur haben, da sich eine Fehlleitung des Kapitals früher oder später rächen wird..

Am 4. November wird in den USA entschieden, wer der neue Präsident sein wird, wobei Obama nach den Wahlumfragen führt. Hoffentlich fallen nicht wieder die Computer aus im (angeblichen) Musterland der Demokratie aus, was bei einer Pari-Situation von Bedeutung sein könnte. Auch das ist im Grundsatz schon ein „Richtungswahlkampf“ und der „linke“ Obama dürfte wohl nach einem Wahlsieg einen Paradigmawechsel auch in den USA einleiten. Es fragt sich aber, ob er die großen wirtschaftlichen Herausforderungen der Zukunft, vor allem die große Staatsverschuldung, so meistern kann, dass die Hoffnung auf eine Trendwende zum Positiven hin eingeleitet wird. Das Thema „Alternative Energien“ dürfte unter ihm eine Renaissance erfahren (also weiter bei Schwäche Solarunternehmen kaufen). Aufgepasst: Die erneuerbaren Energien könnte der neue Motor für die Bauwirtschaft werden.

Es ist auch die Frage, welche Impulse die Emerging Markets in dieser Situation für die Weltwirtschaft geben können. Gleichsam muss beobachtet werden, wo akute Defaultgefahren im Anleihenbereich vorherrschen. Wenn Unternehmen keine Anschlussfinanzierung bekommen, können auch solide geführte Unternehmen mit guter Auftragslage in die Insolvenz geraten, was Defaultgefahren für die Anleihen bedeutet. Alle Unternehmen, die zu hohe Kredite aufgenommen haben, werden in Schwierigkeiten kommen und das können auch deutsche mittelständische Betriebe mit vollen Auftragsbüchern sein. Auch russische Unternehmen, die zuvor aufgrund der hohen Rohstoffpreise ohne eigenes Dazutun in gerade „paradiesischen Verhältnissen“ gelebt haben, müssen sich bei stark fallenden Rohstoffpreisen auf die neue Situation der „Kreditklemme“ einstellen.

Der Analyst muss jetzt mehr denn je die Passivseite und hier vor allen die Möglichkeiten der Anschlussfinanzierung ausloten, um eine Aktienbewertung vorzunehmen. Am Freitag kollabierten die Aktienkurse weltweit auch wegen möglicher Defaultgefahren in den BRIC-Ländern. Auch die Ukraine muss wohl einen IWF-Kredit in Anspruch nehmen, um nicht Defaults melden zu müssen. Bei jedem Default wird es zu einem erneuten Kurseinbruch an der Heimatbörse und möglicherweise nach Größe und Tragweite auch an den Weltbörsen kommen. Kaum einer mag sich vorstellen, dass auch irgendwann einmal die US-Anleihen nicht mehr hinreichend von Japan, China und Saudi-Arabien gekauft werden, was faktisch einen „Default“ bedeuten kann. Die USA sind aber mit fast 10 Billionen USD (ausgeschrieben 10.000.000.000.000!) schon verschuldet. Unter Einbeziehung der Sozialverpflichtungen und Pensionskassen sowie der Konsumentenverschuldung beträgt die Verschuldung über 300% des BSP und das ist höher als 1929! Das US-Gesundheitssystem steht in den USA vor dem Kollaps. Viele Kommunen und Städte werden Konkurs anmelden müssen, wenn es keine Anschlussfinanzierung mehr gibt und die Steuereinnahmen einbrechen. Bei einem Zinssatz von 4% beträgt die Zinslast des Staates jedes Jahr 400 Mrd. USD, bei 5% sogar 500 Mrd. USD. Jede Zinserhöhung treibt die USA früher oder später in den Ruin. Die Schuldenuhr tickt unaufhörlich – wie eine Zeitbombe! Aber auch hier gilt aber der Grundsatz aufgrund des „counterpart risks“: too big to fail! Die einzige Alternative ist mittel- bis langfristig eine Währungsreform.

Am 25. Oktober brachen die Kurse zunächst in Japan aufgrund einer Reihe von Gewinnwarnungen (wie bei Samsung) ein. Der Nikkei Index fiel um 9,6% auf 7649 Indexpunkte. Damit nähert sich der Nikkei-Index mit großen Schritten dem 10 Jahres-Tief aus dem Jahr 2006 von 7000 Indexpunkten. Volvo gab in Schweden einen Einbruch bei den Auftrageingängen bekannt, was die Aktie um 20% einbrechen lies. Die panikartigen Kettenreaktionen gingen wieder mit voller Wucht rund um den Globus.

Der DAX verlor am 25. Oktober zwischenzeitlich um 11% an Wert, erholte sich dann aber wieder, so dass „nur“ ein Minus von 4,92% bei 4295,67 Indexpunkten heruaskam. Nachdem die 4500-Marke nicht halten konnte, schwinden die Hoffnungen auf eine baldige Bodenbildung. Bei 4000 Indexpunkten gibt es eine Unterstützung auf dem Jahr 2004. Das bedeutet aber auch, dass die Aktien auf das Niveau von 2004 fallen können. Falls der DAX unter 4000 Indexpunkte fallen sollte, gibt es eine weitere Tsunami-Welle und damit auch wahrscheinlich einen weiteren „schwarzen Freitag oder Montag“. Einige Aktien wie Automobil- und Bankaktien befinden sich schon auf dem Niveau von 2002/2003. Wie zu erwarten war, ist die Bayerische Landsbank die bisher erste und einzige Bank, die mit einem 6 Mrd. €-Kredit das Rettungsprogramm der Regierung in Anspruch nahm. Neben Subprime- und Lehman Brothers-Anleihen kamen nun Island-Anleihen im Volumen von 1,6 Mrd. € an „Abschreibungsobjekten“ hinzu. Hier hat auch die staatliche Aufsicht und die Landesregierung versagt, die nun auch das Finanzdebakel ausbaden muss. Auch Sparkassen müssen nun im Fall von Lehman Brothers-Zertifikaten für einen Ausgleich sorgen. Es droht eine neue Klagewelle von Privatinvestoren, die nun mit einem Totalverlust bei Lehman Brothers-Anlage rechnen müssen. Sogar die deutsche Rentenkasse hat sich mit 44 Mio. € mit Lehmann Brothers-Anleihen gründlich verzockt.

Es gab Gerüchte, dass die Wall Street am Freitag geschlossen wird, was aber dann unterblieb. Es gab auch Gerüchte, dass General Motors doch in diesem Jahr Chapter 11 anmelden muss, was ich für durchaus für realistisch und auch für die beste Lösung für GM halte. Allerdings steckt hinter GM ein Anleihenvolumen von 300 Mrd. USD; zudem würde dann die Arbeitslosigkeit in den USA sprunghaft ansteigen. Mit einer höheren Arbeitslosenquote ist nun weltweit zu rechnen. Die nächsten Frühindikatoren (Auftragseingänge, Einzelhandelsumsätze, Arbeitslosenzahlen, Verbrauchervertrauen etc) werden alle schwach ausfallen. Am Mittwoch wird eine Senkung des US-Zinssatzes furch die FED auf 1% erwartet, womit wir allmählich japanische Verhältnisse bekommen. Japan befindet sich aber seit fast 20 Jahren in einer Baisse, wobei hier das demographische Problem der Überalterung immer schwerer ins Gewicht fällt neben der Staatsverschuldung von 180% des BSP. Wird jetzt die USA in eine ähnliche Situation kommen? Immerhin ist die USA durch Migration wesentlich jünger, dafür aber im Konsumsektor auch um ein Vielfaches höher verschuldet, denn Japan hat im Gegensatz zu den USA eine sehr hohe Sparquote. Zudem kommen am Donnerstag die US-BSP-Zahlen für das 3. Quartal 2008, was ein weiterer Hinweis auf eine US-Rezession werden könnte oder umgekehrt ein Hinweis, dass der Konjunktureinbruch doch nicht so groß ist wie zuvor befürchtet. Je nachdem werden die Weltbörsen sehr volatil nach unten oder oben reagieren.

Der Dow Jones Industrial Index brach zunächst in den ersten Minuten um 5% ein, fing sich dann aber wieder, so dass das „Minus“ zum Handelsende „nur“ noch 3,53% bzw. betrug. Der Dow Jones schloss mit 317 Indexpunkten im Minus bei 8373 Indexpunkten. Da das Tief im Oktober bei etwa 7600 Indexpunkte lag, hat der Dow Jones anders als der Nikkei und DAX noch kein neues Jahrestief erreicht. Die USA muss aber aufpassen, dass sie nach der Subprimkrise nicht nun eine Konsumentenkreditkrise und Massenarbeitslosigkeit hineingleitet. Es wird jetzt sehr darauf ankommen, wie stark der Wirtschaftsabschwung weltweit sein wird und wie stark sich die Finanzkrise auf die Realwirtschaft auswirkt. Erste Ergebnisse wird es diesbezüglich bei den BSP-Zahlen am kommenden Donnerstag geben. Es fällt jetzt aber schwer, Gewinnschätzungen für das nächste Jahr zu machen. Jeder Analyst tappt im Dunkeln, da auch Vorstände im Moment keine Aussage über zukünftige Ergebnisse machen können. Zu beachten sich auch die hohen Goodwill-Abschreibungen, die im nächsten Jahr zu Buche schlagen – bei DAX-Unternehmen alleine im Volumen von 150 Mrd. €! Es herrscht also weiter lange Zeit Unsicherheit, was bei jeder Bestätigung des fallenden Trends zu weiter fallenden Kursen führen kann.

Auch Gold bietet in diesem Krisenzeiten keinen hinreichenden Schutz : der Goldpreis fiel am Freitag bis 11.00 Uhr sogar auf 680 USD/Unze, um sich dann in wenigen Stunden um 50 USD/Unze wieder auf 730 USD/Unze intraday zu erholen. Auch dies ist ein Eldorado für day trader, aber unter Investmentgesichtspunkten für Goldanhänger eher enttäuschend. Gold war in diesem Jahr trotz aller denkbarer Krisen nicht besser als ein Sparbuch! Der relativ schwache Goldpreis ist auch eine Folge des starken US-Dollars und der Zwangsliquidierungen bei Hedgefonds. Auch dies hatte ich immer wieder vorher betont. Allerdings befindet sich der Goldpreis in vielen Währungen auf neuem Höchststand wie auf Basis des australischen Dollars und auch des südafrikanischen Rand oder Pfunds. Auch auf €-Basis hat sich der Goldpreis zumindest halten können. Gold ist aber kein ausreichender Hedge, um Aktienkursverluste zu kompensieren. Da muss der Anleger schon den Mut haben, auch mal short zu gehen, um die Performance zu verbessern. Die meisten Anleger, die (gegen meinen Rat) nach dem Motto „Augen zu und durch!“ Aktien „durchgehalten“ haben, haben jetzt Kursverluste von über 50%, in Russland und Ukraine sogar von über 70% im Durchschnitt zu beklagen.

Alle Aktien befinden sich jetzt weltweit im freien Fall und viele Experten schütteln mit dem Kopf und fragen sich, was dort vorgeht. „Am besten alle Börsen jetzt schließen, damit Ruhe einkehrt“ ist der resignierende und vielsagende Ausspruch eines Brokers, der nicht genannt werden will. Der Hintergrund dieses Vorschlags sind weiterhin neben schlechten Wirtschaftsnachrichten schwere Schieflagen bei Hedgefonds, wo immer mehr Gelder abgezogen werden. In diesem Jahr wurden bei Hedgefonds 230 Mrd. USD schon abgezogen, was ein Minus von 11% der Anlagevolumina bedeutet. Die Hedgefonds sind dann genötigt, unlimitiert zu verkaufen. Das Gleiche trifft für Investmentfonds zu, wo Gelder abgezogen und auf das Sparbuch gebracht werden. Zudem kommen Zwangsliquidierungen durch kreditfinanzierte Aktienkäufe zu Stande. Die Stopp-loss-Order erhöhen zusätzlich nach und nach den Kursdruck.

Den größten Kursverlust gab es am „schwarzen Freitag“ wieder an der Moskauer Börse. Der RTS1-Index brach um 13,68% auf 549,43 Indexpunkte ein, während der RTS2-Index nur 3,73% an Wert verlor und bei 770 Indexpunkten schloss. Vor allem Öl-, Stahl- und Bankaktien brachen um bis 20% an einem Tag ein, wobei neben Hedgefonds auch Oligarchen ganze Aktienpakte auf den Markt schmeißen, um sich Liquidität zu beschaffen. Es ist unklar, wie lange diese Zwangsexekutionen noch anhalten. Eine Gazprom fiel sogar erstmals in diesem Jahr unter 10 € und befindet sich mit dem Minus von 17% am Freitag wieder auf dem Niveau aus dem Jahr 2004. Dabei werden bei Gazprom auch in diesem Jahr neue Rekordgewinne erwartet. Gleichsam fiel der Öl-Blue Chip Lukoil am Freitag um 20% auf unter 20 €, was fundamental trotz einer Halbierung der Ölpreise nicht gerechtfertigt ist. Auch dies sind irrationale Übertreibungen – diesmal nach unten!

Es mehren sich jetzt aber auch Gerüchte, das auch Unternehmensanleihen in Russland „default“ gehen könne. Dem Mobilfunkunternehmen Vimpel Com. gelang es mit Mühe und Not, sich einen 600 Mio. USD-Kredit zu beschaffen. Der Konkurrent MTS konnte ein Rubelbond platzieren. AFK Sistema kam auch in Liquiditätsschwierigkeiten und hat weitere M&A-Aktivitäten zurückgestellt. Der Aktienkurs von 2 € ist aber Witz. Viele notwendige Großinvestitionen werden jetzt zurückgestellt. Zudem befindet sich der Ölpreis weiter im freien Fall. Der Brentölpreis fiel am „schwarzen Freitag“ um 5,58% auf 64,76 USD/Barrel. Damit kommen jetzt auch hochverschuldete russische Ölwerte in Schwierigkeiten, da die Öleinahmen weg brechen und die hohen Schulden bleiben.

Russland befindet sich auch vor einer Bankenkonsolidierung: aus über 1000 Banken sollen nur noch 150 Banken durch Merger werden. Auch dies könnte zu weiteren Verwerfungen und Irritationen führen. Die meisten Aktienrückkaufprogramme von russischen Unternehmen wurden rückgängig gemacht

Jetzt wird aber weltweit nicht nur einen Weltwirtschaftsrezession, sondern allmählich auch eine Weltwirtschaftsdepression eingepreist. Nachdem ich das ganze Jahr über sehr skeptisch war und im Grunde auch einen Crash im September/Oktober erwartet habe, werde ich jetzt allmählich wieder etwas mutiger. Allerdings sollte der Anleger nie versuchen, das fallende Messer aufzufangen. Immerhin hatte ich schon seit Mai/Juni dieses Jahres im EAST STOCK TRENDS geraten, auch an den Ostbörsen in Cash zu gehen, was sich jetzt auch als richtig herausgestellt hat, denn nur wer Cash hat, ist „King“ und hat nun die „freie Auswahl“. Ich bleibe aber bei der Vorsichtsstrategie, weiterhin nur mit tief gestaffelten Abstauberlimits zu kaufen, um einen guten Durchschnittskurs zu bekommen. Welche Aktien Sie jetzt kaufen oder verkaufen sollen, können Sie der täglich aktualisierten Ostbörsen-Hotline 09001-8614001 (1,86 €/Min.) entnehmen. Bestellen Sie auch jetzt den kostenlosen Newsletter bei www.andreas-maennicke.de

Hinweise: Melden Sie sich jetzt an das Ostbörsen-Seminar „Go East – In der Krise liegt die Chance!“ am 12. November 2008 um 17.30 Uhr in Frankfurt M. Neben einer Risiko-Chancenanalyse für die Weltbörsen werden dort auch die neuen Chancen an den Ostbörsen ausgelotet. Referenten sind Manfred Kastner (Vorstand von Cat Oil AG), Stefan Laxhuber (Ostinvestor) und Andreas Männicke (ESI GmbH). Infos und Anmeldung unter www.eaststock.de . Am 7. November wird Andreas Männicke in der 3SATBörse um 21.30 Uhr über die Chancen in Russland nach dem Crash befragt werden.

Anzeige
 

Newsletter

Newsletter

Jetzt kostenlos anmelden und von Andreas' Männicke Wissen profitieren! weiter

Termine

Archiv

28.05.17 G7 und Trump: Einer gegen alle, alle gegen einen!
08.05.17 Vive la France, aber nach der Wahl ist vor der Wahl
02.05.17 100 Tage Trump - und nun?
23.04.17 Schwarzer Montag? - Ein Leben zwischen Bomben und Zeitbomben -
09.04.17 Trump schockt Russland – kommt es zur Konfrontation in Syrien?

Weitere Artikel im Archiv

Hotline

Tel.: 0900 - 1-86 14 001
(€1,86/Min aus dem Netz der DT AG, Anrufe aus dem Mobilfunknetz können abweichen)