Nach dem EU-Gipfel: Kaufpanik an den Weltbörsen!

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Donnerstag, 27. Oktober 2011 22:44:00

Nach dem EU-Gipfel in Brüssel am 27. Oktober reagierten die Weltbörsen mit einem Kursfeuerwerk. Griechenland bekommt 50% seiner Schulden erlassen, wenn die Banken mitmachen. Es wird ein neues Hilfspaket in Höhe von 100 Mrd € geschnürt. Die Banken müssen ihre Eigenkapitalquote auf 9% erhöhen und damit rekapitalisiert werden. Es soll europaweit eine Finanzmarkttransaktionsteuer eingeführt werden, nur wann und in welcher Höhe blieb offen. Der EFSF hilft im Notfall gehebelt bis zu 1 Billion € den notleidenden Ländern und Banken. Kaum ein Volksvertreter verstand den – zudem schlecht übersetzten - Hebel richtig beim EU-Gipfel, zum Glück. Ein Teilausfall kann so zu einem Totalausfall werden. Der Rettungsschirm könnte scheitern. Dann kann nur noch die EZB mit Golddrucken helfen.

Damit dürfte es trotz der faktischen Griechenlandpleite zu keinen Bankenpleiten kommen, davon geht zumindest im Moment der Markt aus. Dieses Maßnahmenbündel reichte aus, um am Donnerstag ein wahres Kursfeuerwerk vor allem bei europäischen Banken auszulösen. Die Kurse der Deutsche Bank AG und Commerzbank AG konnten sogar um 16,7 und 15,8% zulegen. Damit scheint der Risikoapettit der Investoren allmählich wieder zurückzukommen. Ich glaube aber auch wieder an schnelle Gewinnmintnahmen.

Meine Strategie, mit gestaffelten Abstauberlimits im September zu kaufen, ging damit auf. Ich hatte auch rechtzeitig auf die mögliche fulminante Herbstrallye im EAST STOCK TRENDS (www.eaststock.de) aufmerksam gemacht. Aus Verkaufspanik wurde am Donnerstag Kaufpanik.

Da sich der Euro zum Dollar wieder auf 1,42 EUR/USD erholte, stiegen am Donnerstag fast alle Aktien- und Rohstoffmärkte. Der DAX stieg um 5,34% auf 6337 Indexpunkte, der Dow Jones um 2,88% auf 12.208 Indexpunkte. Der Goldpreis legte nur relativ unterdurchschnittlich um 1,26% auf 1742 USD/Unze, zu während der Silberpreis um 5,49% auf 35 USD/Unze anzog. Auch der WTI-Ölpreis erholte sich wieder um 3,65% auf 95 USD/Barrel, wovon wiederum besonders der russische Aktienmarkt profitierte.

Der RTS-Index stieg um 4,11% auf 1592 Indexpunkte. Damit stieg der russische Aktienmarkt schon über 30% und ist damit im Oktober einer der Top-Performer unter den Weltbörsen. Ein Einstieg im Anfang Oktober hat sich hier also für die mutigen, hartgesottenen Anleger gelohnt. Freilich waren die Kursverluste in den Monaten August/September auch wesentlich größer als an anderen Weltbörsen, was zeigt, wie volatil die Moskauer Börse ist. Besonders nachgefragt war am Donnerstag Gazprom mit einem Plus von 6,87% auf 8,82 €. Gazprom will nun auch durch Übernahme in das deutsche Stromgeschäft beim Endverbraucher einsteigen. Auch Stahlaktien konnten deutlich zulegen.

Im meiner letzten Kolumne schrieb ich noch, was ich hiermit wiederhole: „Die Börsen werden im Oktober, der als Crash-Monat verschrien ist, volatil und nervös auf jede bad und good news reagieren. Sie sind noch im Panik-Modus, aber aus Verkaufspanik kann auch durch Short-Covering Kaufpanik werden. Wie Sie sich jetzt verhalten sollen und auch welche Aktien in Osteuropa aussichtsreich sind, können Sie nachlesen, wenn Sie jetzt ein Probe Abo- des Börsenbriefes EAST STOCK TRNDS (3 Ausgaben per e-mail für nur 15 €) unter www.eaststock.de bestellen.“

Da die Märkte sehr volatil sind, sollten Sie im Moment mehr trading-orientiert agieren. Welche Aktien Sie jetzt kaufen oder verkaufen sollten, können Sie der täglich aktualisierten Ostbörsen-Hotline 09001-8614001 (1,86 €/Min) entnehmen. Verpassen Sie jetzt die guten Trading-Chancen nicht!

TV+Radio-Hinweise. Das nächste TV-Interview ist am 23. November 2011 im DAF (www.anleger-fernsehen.de) im Börsentalk mit Dr. Jünemann. Das nächste Radio-Interview ist am 31. Oktober im Börsen-Radio Network AG (www.brn-ag.de). Die letzten TV- und Radio-Interviews von Andreas Männicke im September 2011 über die russische Rochade Putin/Medwedew in NTV/Telebörse und Deutsche Welle (auf Russisch) können Sie jetzt unter www.eastsstock.de, dort unter der Rubrik „Interviews“ runterladen.

Seminar-Veranstaltungs-Hinweise: Das nächste ESI-Ostbörsen-Seminar "Go East!" mit einem Russland-Special wird am 21. November 2011 um 18.00 Uhr in Frankfurt/M gleich nach dem EK-Forum stattfinden (Dauer 3-4 Stunden). Dort wird dann auch diskutiert, wie es mit dem Euro und der globalen Verschuldung weitergeht, wobei die Chancen an den Ostbörsen im Mittelpunkt stehen. Melden Sie sich jetzt an mit einem Frühbucherrabatt von 80 € anstelle von 100 € unter www.eaststock.de oder direkt bei der ESI GmbH, Jüthornstr. 88, 22043 Hamburg, Tel: 040/6570883, E-mail: info@eaststock.de an. Am 22. November 2011 wird sich die MAN Oil Group AG um 16.00 Uhr im Hotel Marriott in Frankfurt/M vorstellen. Moderiert wird die Veranstaltung von Andreas Männicke. Wer sich zu der kostenlosen Präsentation anmeldet, bekommt einen Preisnachlass beim ESI-Ostbörsen-Seminar von 50%.

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