Moskau ist Spitze: 300%-Chancen!

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Sonntag, 31. Mai 2009 17:04:00

Die Moskauer Börse profitierte wie kaum eine andere der Börse der Welt von dem Beschluss der OPEC-Konferenz am 28. Mai, die Fördermengen unverändert zu lassen. Der RTS-Index verbesserte sich am Freitag um 3,21% auf 1087.Indexpunkte. Damit konnte er sich ausgehen von den Tiefständen in diesem Jahr schon mehr als verdoppeln und in diesem Jahr um über 70% zulegen. Der Ölpreis sprang auf ein neues Jahreshoch von 66 USD/Barrel. Der Goldpreis stieg ebenfalls auf ein neues Jahreshoch von 987 USD/Unze und nähert sich damit wieder sprunghaft der „magischern 1000-er Marke.

Auf dem ESI-Ostbörsen-Seminar „Go East – Optimale Anlagestrategien in unsicheren Zeiten“ am 27. Mai in Frankfurt/M wurden ausführlich die hervorragenden Trading-Chancen an der Moskauer Börse gerade in der Krise erörtert und eine große Auswahl von attraktiven Produkten besprochen. Gleichzeitig wurden aber davor gewarnt, jetzt aggressiv einzusteigen, da es nach der rasanten Frühjahrsrallye durchaus im Sommer zu kräftigen Gewinnmitnahmen kommen kann. Denn anders als der DAX, der gerade einmal knapp das Niveau zu Jahresbeginn erreicht hat, konnte die Moskauer Börse wie auch schon in den Jahren1999-2008 mit einer deutlichen Outperformance von weit über 50% überzeugen.

In dem Seminar wurden auch die großen Chancen in Afrika besprochen – einem Kontinent, der auch von der Investmentseite noch zu entdecken gilt und der viele Anlagemöglichkeiten bietet. Allerdings ist ein Direktinvestment an einer Börse in Afrika (mit Ausnahmen von Südafrika) bisher kaum möglich und es gibt bisher erst 3 lupenreine Afrika-Fonds, wobei sich die Investments in der Regel anfangs auf Südafrika konzentrieren. In Südafrika gibt es auch schon eine Reihe von bewährten Asset Management-Gesellschaften und Brokern, die Research und Abwicklung für ganz Afrika zuverlässig gewährleisten. Zudem gibt es eine Reihe von Gesellschaften die in Südafrika zwar beheimatet sind, aber in ganz Afrika operativ mit hohen Wachstumsraten tätig sind. Beispielhaft sei die schnell wachsenden Mobiltelefongesellschaft MTN Group mit einer Market Capo von 186 Mrd. € genannt. Der Fondsmanager vom NESTOR-Afrika Fonds Hartmut Sieper zeigte in dem Seminar an vielen Beispielen auf wie chancereich Investment in Afrika gerade jetzt in der Krise sein können. Sein Buch „Investieren in Afrika“ gehört zum Standardwerk für jeden, der sich mit Afrika-Investments befassen will. Der von ihm gemanagte NESTOR Afrika-Fonds hat immerhin seit Jahresbeginn eine Performance von +19% erzielt, obwohl es an viele Börsen in Afrika noch abwärts ging. Dies zeigt deutlich, dass aktives Fondsmanagement gerade in unterentwickelten, illiquiden und ineffizienten Märkten gute Chancen hat, eine Benchmark zu schlagen, wobei es für Afrika noch keine aussagekräftige Benchmark gibt. Besonders chancenreich hält Sieper jetzt Investments in Nigeria aufgrund der niedrigen Bewertung und guten Wachstumschancen.

Herbert Doile von der C.A.T Oil AG, einer Ölservicegesellschaft, die in Russland und Kasachstan vor allem im Hydraulic Fracturing und im Side Tracking aktiv ist, machte in dem Seminar deutlich, dass sich die Investitionen des letzten Jahres in Zukunft auszahlen werden. Die Gesellschaft ist im Öl-Service-Sektor die Nummer 2 gleicht hinter Schlumberger in Russland. Im letzten Jahr konnte die Gesellschaft den Umsatz um 24% steigern, wobei netto nur ein Gewinn von 2 Mio. € übrig blieb, was hinter den Erwartungen der Investoren blieb. Der Kurs verdoppelte sich dennoch in den letzten Monaten von 2 auf 4 €, was Hoffnung macht. Allerdings muss sich die Gesellschaft auch auf die veränderte Nachfragesituation der Hauptkunden TNK-BP und Rosneft einstellen. CAT OIL will ein One Stop Shop für seine Kunden sein, also alles anbieten, was in der Öl-Exploration und -Produktion an technischen Know gefragt ist. Die C.A-T Oil AG will die Beschäftigtenzahl im Laufe des Jahres von 3600 auf 3000 vermindern. Zudem soll bei Materialkosten eingespart werden. Das Auftragsvolumen beträgt jetzt etwas über 200 Mio. € und reicht für etwa 8 Monate. Die Gesellschaft ist kaum verschuldet (EK-Quote 73%). Die Börsenkapitalisierung ist mit 200 Mio. € geringer als das Eigenkapital von 208 Mio. €. Nach dem IPO an der Frankfurter Börse befand sich der Kurs noch im Hoch bei über 25 €. Im 1. Quartal konnte die Gesellschaft die EBITDA um 10,1% auf 8,1 Mio. USD, obwohl die Umsätze um 18,4% auf 53,8 Mio. € fielen. Aufgrund der hohen Währungsverluste von 2.1 Mio. € und höheren Finanzierungskosten verblieb unter dem Strich ein Verlust von 3,5Mio €. Es bleibt abzuwarten, ob es der Gesellschaft gelingt, trotzt widriger Bedingungen in diesem Jahr in die Gewinnzone zu kommen. Die Aktie gehört weiterhin auf die Watch-list.

Hans-Peter Bandur von dem First Financial Trust zeigt in dem Investment-Seminar auf, das „Managed Futures Accounts“ eine weit überdurchschnittliche Performance gerade in Krisenzeiten haben können. Bandur war zuvor bei SAL Oppenheim beschäftigt und ist nun bankenunabhängiger Vermögensmanager mit globaler Kapitalanlage- und Vermögensstrukturexpertise. Bemerkenswert ist, dass keine seiner Module im letzten Jahr im Minus abgeschnitten hatte. Das von ihm vorgestellte Produkt erzielte eine Performance von 92% im vergangenen Jahr und 36% in diesem Jahr (abzüglich aller Kosten). Aber auch Private Equity Dachfonds räumt Bandur große Chancen ein, wobei jetzt eine besondere Chance bei Zweitmarktfonds vorhanden sind, zumal diese jetzt mit einem Discount von über 50% zu haben sind. Auch in diesem Sektor sind Renditen von über 12 % im Jahr erzielbar, wobei der Anlagehorizont 7 Jahre beträgt. Wenn Sie diesbezüglich mehr erfahren wollen, wenden Sie sich bitte an die ESI GmbH (www.eaststock.de).

Der polnische Börsenexperte Olgierd Bagniewski machte als Seminarteilnehmer auch auf die großen Chancen am Finanzplatz Warschau aufmerksam. Auf dem Seminar wurden auch die großen Reboundchancen an der Moskauer Börse ausführlich besprochen und diskutiert. Die im EAST STOCK TRENDS vorgeschlagenen Aktien im spekulativen und im konservativen Portfolio konnte sich seit Anfang März fast verdoppeln. Einige Aktien wie die Sberbank, Tatneft, CTC Media konnte den Kurs sogar seit Anfang März mehr als verdreifachen. Die russische Holding AFK Sistema, die nun auch Ron Sommer für die Telekomsparte anheuerte, konnte den Kurs sogar schon von 2,5 auf 10 € vervierfachen, was zeigt wie chancenreich russischen Aktien auch in der Finanzkrise sind,

Auch die Aktien aus Kasachstan konnten deutlich zulegen. Der Kurs des größten Ölproduzenten KasMunaiGas, den ich in der 3SATBörse schon am 24. April zum Kauf empfohlen hatte, stieg am Freitag um 16%, was auch gleichzeitig ein neuer Jahreshöchstkurs bedeutet. Der Kurs des Kupferproduzenten Kazakhyms vervierfachte den Kurs bereist von 2 auf 8 e in diesem Jahr. Auch die Aktien aus Kasachstan stiegen im Durchschnitt schon über 60%, was aber kaum einer wahrnimmt, da die Börse Almaty keinen offiziellen Index herausgegeben hat, der in den Performanceranglisten der Weltbörsen zu finden wäre. Die meisten Aktien aus Kasachstan notieren an de Londoner Börse, wobei die Umsätze noch recht dünn sind. Dennoch sollten Anleger Damit befinden sich einige Akteien aber erst auf dem Niveau von Oktober 2008 als die Moskauer Börse fast 50% in einem Monat verlor. Viele Anleger haben die Hause der letzten 3 Monate nicht mitgemacht und sitzen noch auf den Verlusten aus 2008, die sich in den letzten 3 Monaten aber erheblich vermindert hatten.

Der DAX konnte sich am Freitag bei 4940 Indexpunkte mit +9 Indexpunkte gut behaupten und flirtet damit weiterhin mit der nicht nur psychologisch bedeutsamen 5000-er Marke, Damit hat er zwar knapp die 200-Tagaeslinie überschritten, was aber noch keine Trendwende bedeutet. Der Dow Jones Ind. Index stieg am Freitag um 1.15% auf 8500 Indexpunkte. Dabei waren die Stimmungsindikatoren wie das IFO-Geschäftsklima-Index und auch das US-Verbrauchervertrauen gestiegen. Unterscheiden Sie aber bitte weiterhin Spät- und Frühindikatoren sowie „gefühlte“ Indikatoren (Stimmungsindikatoren). Unterscheiden Sie zudem die geschönten Schätzzahlen in den USA bei BSP, Arbeitslosenzahlen, Inflation und die tatsächlichen Zahlen, die oft erst einen Monats später nachgereicht werden. Die Spätindikatoren und Makrodaten sind nach wie vor schlecht wie BSP-Zahlen, Arbeitslosenzahlen etc.. Die Zahl der Wohngsbaubeginne fiel zum Beispiel in den USA im April um 12,8% auf 458.000, wobei 527.000 erwartet worden waren. Auch fallen in den USA die Immobilienpreise weiter.

Dennoch blieben die Weltbörsen im Wochenverlauf sehr stabil und die Moskauer Börse erreichte sogar ein neues Jahreshoch zum Wochenausklang. In der nächsten Woche dürften die Weltbörsen aber eher zur Schwäche neigen. Zum einen beunruhigen die weiteren Atombombentests aus Nordkorea; zum andern schlägt die Schicksalsstunde für General Motors und Opel nächste Woche. Von daher sollten die Stopp-loss-Marken eng gesetzt bzw. in Russland auch weiter nach oben gezogen werden.

Welche Aktien aus Osteuropa jetzt im Trading-Bereich ge- oder verkauft werden sollten, können Sie auf der täglich aktualisierten Ostbörsen-Hotline 09001-8614001 (1,86 €/Min) entnehmen.

TV-Hinweis:. Das letzte TV-Interview von Männicke in N24 vom 20. Mai über Russland können Sie sich jetzt ansehen unter http://mediencenter.n24.de/ (im Archiv vom 22. Mai). Zudem gibt es ein neues Interviews von Männicke über Russland im DAF vom 22. Mai über, dass Sie sich jetzt unter www.anleger-fernsehen.de archiviert wurde (einfach bei der Suchfunktion „Männicke“ eingeben.

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