Kommt jetzt eine Währungsreform?

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Samstag, 15. Mai 2010 22:09:00

Wer von Ihnen glaubt an eine Währungsreform als ultima ratio? Ich hatte in der letzten Woche noch nie so viele Anrufer in meinem Büro, die nur diese eine Frage hatten. Der amerikanische Star-Ökonom Roubini machte einige Andeutungen, die den Bestand des Euros in Frage stellt. In der Tat wird es spannend, ob der Euro lange diese Spannungen und Ungleichgewichte und das Nord/Südgefälle aushalten kann.

Der Euro fiel am Freitag wie ein Stein auf das neue Jahrestief von 1,2350 EUR/USD. Aber keine Panik. Das hatten wir letztem Jahr (bis 1,25) auch, nur damals waren das Geschrei und die Medienaufmerksamkeit nicht so groß wie jetzt. Meine Prognose ist, dass der Euro noch etwas schwächer gehen könnte, sich dann aber auch wieder schnell auf 1,35 EUR/USD im Jahresverlauf erholt, denn auch die Amerikaner haben strukturelle Verschuldungsprobleme. Zudem sollte sich jetzt die deutsche Exportwirtschaft über die schönen Währungsgewinne freuen. Setzen sie also jetzt auf Aktien mit holen Dollareinnahmen wie die Lufthansa. Auch für Russlandanleger, die im dollarbasierten RTS-Handel aktiv sind, sorgte der starke Dollar für Währungsgewinne.

Der Euro ist ein Kunstprodukt von Politkern, der politisch, nicht aber (immer) ökonomisch sinnvoll ist. Die schwachen Länder sind damit in einem Korsett und die starken Länder müssen ständig drauf zahlen. Ich persönlich glaube nicht so schnell an eine Währungsreform. Ich mache mir aber große Sorgen wie wir alle aus der Sackgasse Schuldenfalle herauskommen wollen. Die Vermögen von Millionen Sparern stehen auf dem Spiel. Es kann nicht nur zu einem Staatsbankrott, sondern gleichzeitig zu vielen Staatsbankrotts und zu einer Inflation kommen. Durch die Anleihenkäufe der FED, britische Notenbank und nun sogar auch der EZB wird aber Zeit gewonnen, so dass ich in diesem Jahr (noch) nicht mit einer Währungsreform rechne. Kaufen Sie langfristig aber keine Staatsanleihen mehr, dann schon eher Aktien.

Das Wachstumsgebet der Politiker wird nicht zum Schuldenabbau führen, bestenfalls zu einer Verminderung der Neuverschuldung, was auch wiederum nur eine Zeitverschiebung ist. Auch in Deutschland brennt es nun in den Städten und Kommunen lichterloh. Es fehlen 15 Mrd € und Angela Merkel wird nun auch dem Sparkurs in Deutschland forcieren. Damit könnte aber auch schnell der Konjunkturaufschwung abgewürgt werden. Ich halte auch den vom IWF aufgelegten Sparkurs in Griechenland methodisch für falsch, da dadurch die Rezession nur verschärft wird. Und wie soll Griechenland die Kredite zurückbezahlen, wenn Griechenland nicht schnell auf einen Wachstumskurs kommt? Ein Teufelskreis.

Nun soll/muss aber nicht nur Griechenland sparen, sondern die ganze Welt, vor allem aber auch die USA und Großbritannien, sonst droht auch dort ein Downgrade bei den Anleihen. Die Prämien für Credit Default Swaps sind am Freitag schon wieder in die Höhe geschnellt, was dann zu einem Kurseinbruch beim DAX um 3,12% auf 6065 Indexpunkte und beim Dow Jones Industrial Index um 1,51 auf 10.620 Indexpunkte führte. Auch die Ostbörsen brachen am Freitag ein. Der RTS-Index verlor am Freitag um 2,33% auf 1441 Indexpunkte. Auch der WTI-Ölpreis gab - wie fast alle Rohstoffe- deutlich auf 75 USD/Barrel nach. Die Lagerbestände in den USA sind sehr hoch. Dafür gab und gibt es einen Run auf Gold bzw. auf Goldmünzen, die angeblich bei Banken „ausverkauft“ sind. Gold hielt sich trotz des starken Dollars am Freitag nahe des Allzeit-Hochs bei 1232 USD/Unze. Auch in € dürfte schon bald das neu Allzeit-Hoch von 1000 e erreicht werden.

Es wird wohl auch in der nächsten Woche sehr volatil werden. Gerade in so volatilen Zeiten ergeben sich aber sehr gute Trading-Chancen. Wie Sie sich jetzt strategisch verhalten sollen, wollen wir beim nächsten ESI-Ostbörsen- „Go east – Red Chips schlagen Blue Chips!“ am 20. Mai um 17. Uhr in Frankfurt/m im Hotel Monopol (nähe Hbf.) besprechen Dort werden dann auch Anlagealternativen /wie Gold und Wohnmobilen (in Prag) diskutiert. Sie können sich noch anmelden unter www.eaststock.de oder Tel 040/6570883.

Verpassen Sie daher die Outperformancechancen in Osteuropa nicht und bestellen jetzt ein Probe-Abo des monatlich erscheinenden Börsenbriefes EAST STOCK TRENDS (EST) unter www.eaststock.de. Die beiden Osteuropa-Muster-Basket des EST konnten seit März 2009 in einem Jahr im konservativen Red-Chip-Portfolio eine Performance von 171% und im spekulativen Muster-Basket sogar von 284% erzielen. Aktien wie die Holding AFK Sistema konnten sogar um über 700% zulegen und haben noch Potential. Ausgehend von den Tiefstkursen bestehen realistische 1000%-Chancen. Es gibt eine ganze Reihe von Werten in Russland mit neuen historischen Höchstkursen, die auch bei den nächsten Seminaren im Mai vorgestellt werden.

Welche Aktien aus Osteuropa jetzt im Trading-Bereich ge- oder verkauft werden sollten, können Sie auf der täglich aktualisierten Ostbörsen-Hotline 09001-8614001 (1,86 €/Min) entnehmen. Wenn Sie Interesse an Ostbörsen- oder Emerging Market-Seminaren in anderen Städten haben, dann melden Sie sich bitte bei der ESI GmbH (info@eaststock.de; Tel: 040/6570883).

TV-Hinweise: Andreas Männicke wurde am 8. April 2010 um 15.45 Uhr in NTV/Telebörse über die Chancen der Moskauer Börse befragt. Sie können es sich jetzt bei dem Link unter www.eaststock.de in der Rubrik „Interviews“ runterladen. Hier können Sie sich informieren, warum gerade die Börsen aus Osteuropa besonders chancenreich sind. Das nächste TV-Interview wird am 21. Mai im DAF (www.anleger-fernsehen.de) im Dr. Jünemann-Talk sein.

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