Kommt jetzt der Crash oder war er das schon?

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Sonntag, 23. August 2015 18:00:00

Die Kurse an den Weltbörsen purzeln im August fast ohne Unterbrechung, so dass die Kursgewinne des Jahres dahin schmolzen. Nachdem das leidige Thema Griechenlandkrise in den Hintergrund trat, dominieren nun die Wachstumsaussichten in China die Weltbörsen. Die zweimalige Abwertung der chinesischen Währung Yuan (Renmimbi) um insgesamt 3 Prozent brachte den Stein ins Rollen. Am 21. August 2015 wurden bei vielen großen Weltbörsen wichtige Chartmarken nachhaltig durchbrochen, was den Kursabschwung verstärkte. Nun stellt sich die Frage. War das schon der Crash oder kommt der „richtige“ Crash noch?

Was ist ein Börsen-Crash?

Um das zu beantworten sollte man zunächst einmal den keinesfalls gleich verwendeten Begriff „Börsen-Crash“ bestimmen, aber relativieren. Als Börsenkrach (oder Börsencrash) wird nach Wikepedia „ein extremer Kurseinbruch an der Börse bezeichnet. Er dauert einige Tage bis hin zu wenigen Wochen. In dieser Zeit dominieren – meist panikartige – Verkäufe, die einen großen Angebotsüberhang erzeugen und so zu drastisch fallenden Kursen führen.“ Was aber als „extrem“ anzusehen ist, gibt es unterschiedliche Auffassungen. Oft ereignen sich Crashs nach Spekulationsblasen in Kombination mit wichtigen, weltbedeutenden Wirtschaftsereignissen.

Mit Börsencrash bezeichnet man gemeinhin also extreme Kursverluste auf breiter Front. Alle an der jeweiligen Börse gehandelten Wertpapiere sind davon mehr oder weniger stark betroffen. In welchem Zeitraum und in welchen Ausmaß der Kurszusammenbruch sein muss, um es einen „richtigen“ Crash zu nennen, gibt es unterschiedlichen Deutungen. Auch sollte unterschieden werden, ob die Börsenkurse nach dem „Crash“ noch im Plus seit Jahresbeginn und in einem Jahr sind oder nicht, was oft nicht gemacht wird. So ist der Shanghai Composite Index auch nach dem „Crash“ in 1 Jahr noch über 50 Prozent im Plus und auch noch leicht im Plus seit Jahresbeginn.

Zu unterscheiden sind auch auf Regionen bzw. auf ein Land bezogene Börsen-Crashs und globale, weltweite Börsen-Crashs. Von besonderer Bedeutung für einen globalen Börsen-Crash ist die amerikanische Börse Wall Street, denn bei einem Crash an der Wall Street werden in der Regel auch andere Weltbörsen in einem Dominoeffekt in Mitleidenschaft gezogen. Bei einem globalen Börsen-Crash gibt es also simultane Schockwellen an vielen großen Börsen der Welt. Durch den Börsen-Crash 1929 wird mit Börsen-Crash auch eine mögliche Weltwirtschaftskrise assoziiert, wie es auch im Jahr 2008/9 nach der Pleite von Lehman Brothers der Fall war.

Was ist ein „richtiger“ Börsen-Crash?

Einige sagen, es muss ein Kurszusammenbruch von mindestens 20 Prozent sein an einem Tag oder zumindest wenigen Tagen sein so wie es 1987 an der Wall Street der Fall war, um von einem „richtigen“ Börsencrash zu sprechen. Kursverluste von unter 10 Prozent, erst recht von 3 Prozent sind dann nur starke Korrekturen. Wenn es mehrere Tage hintereinander mit starken Kursverlusten von 3 bis 5 Prozent am Tag gibt, nennt man es auch einen „Salami-Crash“. Dies geschah so 1929, wo die Kursverluste an einem Tag nicht weit über 10 Prozent hinausgingen, aber es an mehren Tagen in Folge herbe Kursverluste gab. In jedem Fall nennt man einen Kurseinbruch um 20 Prozent über einen längeren Zeitrauem, also nicht in wenigen Tagen, eine Börsen-Baisse.

Salami-Crash 1929 mit weit reichenden Folgen

So gab der amerikanische Dow Jones Industrial-Index, kurz DJI, schon am Mittwoch, den 23. Oktober von 326,51 auf 305,85 Indexpunkte nach und dann am „Schwarzen Donnerstag“, den 24. Oktober um weitere 6,38 Indexpunkte auf 299,47 Indexpunkte. Während der DJI am Freitag“, den 25. Oktober sogar um 1,75 Indexpunkte anstieg, brachen die Börsen in Europa am 25. Oktober ein, so dass man es in Europa einen „Schwarzen Freitag“ nannte. Zu den wesentlichen stärkeren Kurseinbrüchen kam es dann am „Schwarzen Montag“, wo der DJI von 298,97 auf 260,4 Indexpunkte und erst recht am „Schwarzen Dienstag“ ("Tragic Tuesday") sogar auf 230,07 Indexpunkte.

Kurseinbruch 1987 um 20 Prozent an einem Tag

Diesen Crash in Etappen würde ich als „Salami-Crash“ bezeichnen im Gegensatz zum Flash Crash, der an einem Tag wie der Crash am 19. Oktober 1987 an der Wall Street zustande kam. Aber auch beim Börsen-Crash 1987, den viele Anleger noch live mit erlebt haben, gab es wichtige Vorwarn-Signale. Auch die Gründe für den Börsen-Crash waren sehr unterschiedlich, aber oft spielen Zinsen eine wichtige Rolle. Nach dem Börsen-Crash 1929 gab eine restriktive Geldpolitik der Notenbanken, was dann zur Weltwirtschaftskrise später führte. Daraus haben die Notenbanken offensichtlich gelernt, aber die Notenbanken haben es auch übertrieben und sind wohl bald mit ihrem Latein am Ende.

Konzertierte Aktionen der Notenbanken nach dem Börsen-Crash 2008

So gab es nach dem Börsen-Crash 2008 infolge der Lehmann Brothers Pleite konzertierte Aktionen der Notenbanken, die die Geldschleusen weit öffneten und in das sogenannte „Quantitative Easing“, kurz QE, also den ungewöhnlichen Anleihenkäufen der Notenbanken, mündete. Die Bilanzsumme der Notenbanken aus den USA, Japan und Europa erhöhte sich schlagartig auf eine Bilanzsumme von über 10 Billionen US-Dollar in der Summe. Die Notenbanken sind mithin jetzt die größten „Bad Banks“ der Welt. Durch die Null-Zinspolitik wurde aber der Schuldendienet der Staaten stark vermindert, was bisher so manchen Staatsbankrott verhinderte. Dennoch ist die Verschuldung der Staaten mit über 100 Prozent des Brutto-Sozial-Produkts (BSP) in den USA und fast 100 Prozent des BSP in Europa weiterhin viel zu hoch. Die hohe Staatsverschuldung und Unternehmensverschuldung wirkt jetzt als Wachstumsbremse auch in China.

Börsen-Bubble in China war erkennbar

In China stieg weniger die Staatsverschuldung als vielmehr die Unternehmensversschuldung an, die jetzt schon 125 Prozent des BSP beträgt auch das ist in Kombination mit den Schattenbanken in China eine gefährliche Zeitbombe, zumal sich die Konjunktur in China deutlich verlangsamen sollte. Die Drittelung der Aktienkurse in China war absehbar, denn es baute sich zuvor eine gewaltige Spekulationsblase auch durch kreditfinanzierte Aktienkäufe mit der Folge von eindeutigen Überbewertungen vor allem im IT-Sektor auf. So habe ich explizit ich in meinem Börsenbrief EAST STOCK TRENDS fast punktgenau am 11. Juni 2015 vor einen Börsen-Crash in China gewarnt.

Es gibt in China 21 Börsen-Indices, die unterschiedlich starke Überbewertungen aufzeigen (KGV von 20 bis 120 wie beim Chinext). Der chinesische Shenzhen Chinext-Index für Wachstumsaktien (auch IT-Aktien) fiel vom Hoch von 3700 auf nunmehr 2341 Indexpunkte, davon allein am 21. August um – 6,65 Prozent bzw. 166 Indexpunkte. Der chinesische Hang Seng-Index für die Hong Kong gehandelt Aktien (mit niedrigem KGV und hoher Dividendenrendite) fiel seit Mai 2015 von 28.500 auf nunmehr 22.500 Indexpunkte, davon aber „nur“ -1,53 Prozent am 21. August.

Der chinesische Shanghai Composite Index fiel am 21. August um 2,27 Prozent auf 3507 Indexpunkte, was immer noch ein Plus von 57,2 Prozent in 1 Jahr sind. Im Hoch war er aber über 5000 Indexpunkte bis zum 11. Juni 2015, was damals ein Plus von 150 Prozent in 1 Jahr bedeutete. Ahnungslose Kleinanleger aus China wollten schnell – oft sogar kreditfinanziert - reich werden und fielen nun auf die Nase. Gut so! Die Blase wurde jetzt allmählich abgebaut, wobei das „dicke Ende“ auch in China noch kommen kann, falls sich die BSP-Zahlen von 7 Prozent Wachstum des BSP als Statistiklüge und/oder Fehlprognose erweisen sollten.

Carry Trades als zukünftige Zeitbombe

Hinzukommen als Zeitbombe die Carry Trades, also die Kreditaufnahmen in Yen, Euro und US-Dollar fast zu Null Prozent und die spekulative Wideranlage in höherverzinsliche Anlagen. Bei einem Zinsanstieg könnte sich diese Carry Trades auflösen und zu einem Aktien-Crash führen oder auch zu Pleiten von Schattenbanken und Hedgefonds, die auch ein Volumen von über 10 Billionen US-Dollar haben.

Seit 2008 außergewöhnliche Maßnahmen („Quantitative Easing“: QE) der Notenbanken und Ausnamezustand im Finanzsektor

Blicken wir zurück auf 2008 zurück: Erst rettete nach der Lehman Brothers Pleite, wo wir schon kurz vor einem System-Crash standen, der Staat die Banken und Versicherungen, was die Staatsverschuldung vieler Länder enorm erhöhte, dann rettete von 2009 bis jetzt die Notenbanken den Staat, indem sie Anleihen aufkauften. Diese teuflische Symbiose zwischen Staat und Banken besteht weiterhin. Beide können nicht ohne den Gegenpart auskommen, was man nun auch wieder bei dem mehr politisch gewollten, aber ökonomisch unvernünftigen Griechenland-Deal beobachten konnte.

2008 war ein großer Schnitt in der Finanzwirtschaft. Die angekündigte erhöhte Kontrolle von Schattenbanken und Hedgefonds fand zwar bisher noch nicht statt; aber es gab eine neue „Drogenpolitik“ der Notenbanken, in die zuletzt auch der Chef der europäischen Zentralbank Draghi mit Anleihenkäufen im Volumen von 70 Mrd. € im Monat einstieg. Draghi unterstütze aber auch die griechischen Banken mit Notkrediten im Volumen von über 80 Mrd. €.

Griechenlandhilfe = Null, Finanzhilfe für den europäischen Finanzsektor = 86 Mrd. €

Von der jetzt beschlossenen „Griechenlandhilfe“ der EU im Volumen von 86 Mrd. €, wo der IWF wegen der fehlenden Schuldentragfähigkeit Griechenlands nicht mehr mitmachen will, bekommt der griechische Bürger auf der Straße so gut wie gar nichts. Es ist ein Skandal, dass es keinen Investitionsfonds im Volumen von 86 Mrd € gibt, sondern wieder nur eine „Kredithilfe“, die nur der Finanzwirtschaft dient und den Grexit in die Zukunft verschiebt. So etwas nennt man dann auch Konkursverschleppung auf hohem Niveau. Es ist ein Armutszeugnis für Europa.

Von den 86 Mrd. € sollen 54,1 Mrd. € für den Schuldendienst, also den Tilgung- und Zinsverpflichtungen aufgewendet werden, 7 Mrd. € sind für weitere Zahlungsrückstände gedacht, weitere 7 Mrd. € dienen dem Aufbau von Reserven und 25 Mrd. € zur Rekapitalisierung der Banken. Aber wo bitte ist da Geld für die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit und für Investitionen bzw. Investitionshilfen? Sprich Griechenlandhilfe = Null. Hilfe für die europäischen Finanzwirtschaft = 86 Mrd €! Das ist ein Skandal, der einmal offen ausgesprochen und auch kritisiert werden muss. Dadurch erhöht sich die Verschuldung Griechenland auf 200 Prozent des BSP, was ein weiterer Skandal ist. Es ist ganz klar, dass nun ein Schuldenschnitt für Griechenland bald folgen muss, den Finanzminister Schäuble aber gerne anders benannt haben will (mit Schuldenstreckung, keine Zinszahlung für viele Jahre, was einem Schuldenschnitt gleichkommt, aber nur anders heißt).

Mit dieser Verbalakrobatik befasst sich im Moment die Bundesregierung, was leider kein Sommertheater, sondern Realität ist. Der griechische Primier Tsipras eröffnet nun nach seinem formellen Rücktritt die Chance für Neuwahlen am 20. September in Griechenland. Man darf gespannt sein, wer dann so ein überschuldetes Griechenland weiter in eine rosige Zukunft führen möchte. Ich nehme an, es wird weiterhin Tsipras sein, wenn ihm auch schon 25 Parteimitglieder weggelaufen sind.

Fortsetzung der Drogenpolitik der Notenbanken kann zur Monsterwelle führen

Seit 2008 leben wir in dem unnormalen Zustand der außergewöhnlichen Maßnahmen der Notenbanken, die noch nicht beendet sind. Sie führten dazu, dass es 2009 zu keiner Depression und Weltwirtschaftskrise kam, aber der Zustand der Staaten hat sich durch die enorme Verschuldungen auch enorm verschlechtert. So muss man sich fragen, was die Notenbanken und Staaten beim nächsten großen Börsencrash und einer Weltwirtschaftskrise machen können. Einige Weltuntergangspropheten rechnen dann auch mit einem System-Crash, also mit einer Pleitewelle bei Banken und Großunternehmen oder sogar Staaten und dass dann nichts mehr geht und nichts mehr hilft. Es kann gut sein, dass nun eine zerstörerische Monsterwelle fast unbemerkt auf uns zukommen wird.

Wichtige Chartlinien nach Kurseinbruch beachten

Im Januar 1990 brach der Nikkei-Index um fast die Hälfte von 40.000 auf 20.000 Indexpunkte ein und hat seitdem hat es sich auch nur wieder auf etwa 20.000 Indexpunkte erholt. Er ist aber noch fast 50 Prozent von seinem Allzeit-Hoch entfernt. Dies zeigt, dass es nach einem Crash nicht immer zu einer Werterholung zum letzten Hoch kommen muss, wie es aber beim DAX und den amerikanischen Aktien-Indices geschah in 2014/15. Am 21. August 2015 gab der Nikkei-Index besonders stark um 3,37 Prozent auf 19.019 Indexpunkte nach. Aber auch der DAX brach um 2,58 Prozent auf 10.000 Indexpunkte ein, die jetzt als wichtige Unterstützungslinie dient. Gibt der DAX unter 10.000 Indexpunkte nach, kann der DAX schnell auf 9.500 Indexpunkte fallen, was dann schon in die Kategorie „Salami-Crash“ gehört. Für Charttechniker bedeutsam ist, dass damit auch die 200-Tageslinien klar durchbrochen wurden, was ein Verkaufssignal auslöste.

DJI & Co. unter Druck

Der DJI brach am 21. August um 2,83 Prozent auf 16.465 Indexpunkte ein, was der größte Kursverlust in den letzten 4 Jahren war. Der marktbreitere S&P-Index fiel um 3,19 Prozent auf 1970 Indexpunkte und der NASDAQ-Index sogar um 3,52 Prozent auf 4706 Indexpunkte. Der EuroStoxx gab um 3,08 Prozent auf 3228 Indexpunkte nach. Alle Börsenindices schlossen am Freitag im Tief, was darauf schließen lässt, das sich der Kursabschwung am Montag fortsetzen wird. Es kann auch noch zu herben Kursverlusten und einem „richtigen Crash“ mit Kursverlusten von über 10 Prozent an einem Tag oder über 20 Prozent in wenigen Tagen kommen.

Vorsicht vor „Margin Calls“

Gefährlich wird es, wenn es zu einem „Margin call“ kommt so wie dies auch zu einem Massaker an der Moskauer Börse in 2008 führte, aber jetzt auch in China. Dies kommt dann zustande, wenn die Aktien als Beleihungswert dienen und Wertpapiere, die Kurs stark fallen, kreditfinanziert gekauft werden. So war dies auch in China der Fall, wo viele ahnungslose Spekulanten hohe Wertpapierkredite aufnahmen, um schnell reich zu werden. Die Wertpapierkredite wurden nun zum Bumerang, sowohl für die Anleger als auch für die gesamte Börse. Gefährlich ist es aber auch, dass das Volumen der Wertpapierkredite mit über 400 Mrd. US-Dollar in den USA schon wieder an den Volumen von 2008 heranreicht.

Aktienrückkaufprogramme und Firmenübernahmen stützen die Kurse in den USA künstlich

Die Kurse an der Wall Street wurden durch Aktienrückkaufprogramme im Volumen von über 700 Mrd. US-Dollar lange Zeit künstlich oben gehalten. Im letzten Jahr betrug das Volumen der Aktienrückkaufprogramme sogar über 1 Billion US-Dollar. Alleine Apple hat ein Aktienrückaufprogramme von 90 Mrd. USD angekündigt. Diese Aktienrückkaufprogramme halten zwar künstlich die Kurse oben und „schönen“ den Gewinn pro Aktie, also das Kurs-Gewinn-Verhältnis (jetzt bei 19 in den USA), aber es geht zu Lasten von Innovationen und realen Investitionen, die wiederum für nachhaltiges Wachstum wichtig sind.

Auch das Volumen der Firmenübernahmen hat mit 4,5 Billionen US-Dollar schon fast wieder das Niveau von 2007 erreicht, was alles Warnsignale sind. Wenn nun die FED die Zinsen im Herbst/Winter tatsächlich erhöhen sollte, könnte dies ähnlich fatale Folgen haben wie die Zinsanhebung der FED im Oktober 1987 nach mehrjähriger Zinspause. Der Nobelpreisträger und US-Ökonom Paul Krugman, der die Sparpolitik von Bundeskanzlerlein Angela Merkel scharf kritisiert, glaubt im Fall einer Zinsanhebung in den USA an eine 10-jährige Rezession in den USA. Es gibt einige Anzeichen, dass sich die Situation wie 1987 und 2008 jetzt ähnelt auch der Kursanstieg bei DAX um 100 Prozent seit 2011, aber auch die Markttechnik (siehe Beispiele unten).

Börsen-Crash in China, Griechenland und bei Metallen als Vorboten

Einen Börsen-Crash gab es schon zuvor in China beim Shanghai Composite Index mit einer Kursdrittelung von über 5000 auf nunmehr etwa über 3500 Indexpunkten seit dem 12. Juni 2015 und an der Athener Börse um über 20 Prozent nach der Wiedereröffnung nach fünfwöchiger Börsenschließung wegen der Kapitalflucht, der Kapitalverkehrskontrollen und der Grexit-Gefahren. Eine Baisse gibt es auch schon seit 2012 an den Rohstoffmärkten. Auch in diesem Jahr sind vor allem die Industriemetalle im Kurs von 20-40 Prozent in 1 Jahr eingebrochen, was mehr an eine Deflation als eine Inflation erinnert. Der Bärmarkt bei den Rohstoffen setzt sich also fort. Allein der Brentölpreis brach seit Anfang Juni von 62 auf nunmehr 45 USD/Barrel ein, was aber wie eine Steuersenkung wirkt, so dass der Konsum davon weltweit profitieren dürfte.

Gold nach 5-Jahrestief nur leicht erholt

Gold stieg zwar seit dem 5 Jahres-Tief von 1086 am 20. Juli nunmehr wieder auf 1161 US-Dollar/Feinunze, befindet sich immer noch in einem intakten Abwärtstrend der letzten 3 Jahre, ebenso Silber, das sich seit Anfang August nur leicht von 14,4 auf 15,3 US-Dollar/Unze erholen konnte. Gold verlor seit August 2011 um 42 Prozent in der Spitze an Wert und Silber sogar über 70 Prozent, trotz aller Krisen, die es zwischenzeitlich gab. Eine der wichtigsten Gründe für den Wertverfall in US-Dollar sind die niedrigen Zinsen (teilweise negative Realzinsen) und die deflationären Tendenzen im Rohstoffsektor sowie der starke US-Dollar. Es gab zwar in diesem Jahr bei Goldmünzen starke Zukäufe vor allem in Deutschland und den USA (weniger in Frankreich), aber auch immer wieder starke Abflüsse bei den Gold-ETFs und auch Verkäufe über die Terminmärkte, was den Goldpreis drückte. Insgesamt ist die Goldpreisentwicklung in diesem Jahr in Anbetracht der vielen Krisen bisher enttäuschend. So konnte der DAX auch nach dem Mini-Crash am 21. August 2015 Gold in den letzten 3 Jahren klar outperformen.

Kurseinbruch von 3 Prozent ist außergewöhnlich hoch, geschieht aber relativ oft

Ein Kurseinbruch von 3 Prozent an einem Tag wie auch am 21. August 2015, ist zwar außergewöhnlich hoch, geschieht aber dennoch immer wieder mal. Ich würde das bisher lieber als Flash-Crash bezeichnen, aber es kann jetzt ein Salami-Crash und auch ein „richtiger“ Weltbörsen-Crash werden. So gab es auch einen Flash-Crash bei Gold am 20. Juli 2015, wo der Goldpreis in wenigen Sekunden um 50 US-Dollar/Unze bzw. um 3 Prozent einbrach, was außergewöhnlich ist. Am 20. Juli brach der Goldpreis genau von 1150 auf 1086 US-Dollar/Feinunze ein, was auch ein neues Fünf-Jahres-Tief bedeutete. Dafür reichte schon eine außergewöhnlich große Order, wo Gold im Wert von 2,7 Mrd. US-Dollar verkauft wurde. Jetzt gelang in den letzten Tagen wieder die Kurserholung auf 1161 US-Dollar/Feinunze.

Flash-Crash durch Flash boys (Hochfrequenzhändler)

Als Flash-Crash wird ein Kureinbruch bezeichnet, der durch Leerverkäufe über die Terminmärkte herbeigeführt wird, aber in kurzer Zeit auch wieder durch eine nachfolgende Kurserholung wieder wettgemacht wird, so beispielhaft geschehen am 6. Mai 2010, als der Dow Jones mit einem außergewöhnlich hohen Handelsvolumen zunächst um fast 1000 Indexpunkte bzw. 9 Prozent nach unten gedrückt wurde, um sich dann einen Tag wieder zu erholen. Innerhalb von 10 Minuten wurden beinahe 1,3 Milliarden Aktien gehandelt, das Sechsfache des Durchschnitts. Zahlreiche Aktien fielen vorübergehend innerhalb von Minuten auf einen Bruchteil ihres ursprünglichen Kurses, manche um bis zu 99 Prozent. Angeblich soll ein Daytrader aus London diese Kurslawine ausgelöst haben, der Verkaufsaufträge erst in den Markt legte um sie hernach zu stornieren.

Börsen-Baisse wie in 2000 bis 2003 schlimmer als Crash

Vom Crash zu unterschieden ist die Börsen-Baisse, bei der die Aktienkurse über einen längeren Zeitraum fallen so wie die Baisse 2000 bis 2003 nach dem Platzen der Internet-Blase. Eine Baisse ist für Anleger wesentlich unangenehmer, da bei einer Baisse meistens über mehrere Monate und Jahre kein Geld an der Börse zu verdienen ist, höchstes im Trading-Bereich. So gab der deutsche Aktienindex DAX in der Zeit von 2000 bis Ende 2003 in mehreren Etappen von 8000 bis auf 2200 Indexpunkte beim DAX-Index nach. Einige Aktien wie die Deutsche Telekom AG haben sich seitdem auch nicht wieder erholen können, denn der Kurs fielen von über 100 auf unter 10 € (jetzt bei 14,9 €, zuvor bei 17 €). Andere Aktien wie BASF und Bayer stiegen aber auf neue Allzeit-Höchstkurse: BASF im Hoch im Mai bei 95 €, jetzt auf 69 €; Bayer auf 145 € im Mai, jetzt bei 118 €, Am 21. August 2015 geriet aber wieder der gesamte Markt unter Druck, wobei Fresenius und Lufthansa die Hauptverlierer mit einem Minus von 5 bis 6 Prozent waren. Für alle Aktien war diesmal die Börsenweisheit richtig: Sell on may and go away!

Crash ist ein Jackpot für geübte Trader

Ein Crash ist für geübte Trade so etwas wie ein Jackpot, denn man kann selten so viel Geld an einem Tag verdienen, wenn man rechtzeitig auf fallende Kurse setzt wie bei einem Crash. Hier ist aber das Timing sehr wichtig. Die sogenannten „Flash boys“, also Hochfrequenzhändler, die in Nano-Sekunden mit ihren Computern versuchen, vor allen anderen die Short-Position, also den Einstige auf fallende Kurse an den Terminmärkten, zu erwischen, verstärken dann die Kursbewegungen nach unten, wenn wichtige Chartmarken nach unten durchbrochen werden. So geschah es auch am 21. August 2015 an vielen Weltbörsen.

Kettenreaktionen nach der Währungsabwertung in China bei Schwellenländern

Die Börsenkurse sind am 21. August 2015 sind an vielen Weltbörsen um etwa 3 Prozent eingebrochen, ebenso übrigens wie zu die chinesische Währung Yuan, die für den „Crash“ mitverantwortlich gemacht wird. Die Abwertung des Yuan führte zu einer Kettenreaktion von Abwertungen bei Schwellländerwährungen, am meisten bei der kasachischen Tenge um 20 Prozent, aber auch beim russischen Rubel um 8 Prozent, beim malaiischen Ringgit um 5,6 Prozent, beim mexikanischen Peso um 4,3 Prozent und der türkischen Lira um 4,5 Prozent, um nur einige zu nennen. Verstärkt wurde der Abwertungsdruck durch den starken gefallenen Ölpreis, der sich besonders negativ für Länder wie Russland, Kasachstan und Malaysia als Öl-Exporteure auswirkte.

Börsen-Crash am 21. August 2015 nicht vergleichbar mit den Börsen-Crash von 1927, 1987, 1998 oder 2008, aber der „richtige“ Crash kann noch kommen

Von panikartigen Verkäufen konnte aber am 21. August (noch) nicht die Rede sein. Eher war eher so, dass die Flash boys aus London, Chicago und New York beim Unterschreiten von wichtigen Chartmarken den Kursabschwung mit großen Volumen über den Terminmarkt verstärkten. Mit dem Börsencrash von 1927, 1987, 1998, 2008, die viele noch in Erinnerung haben, hat dieser „Börsencrash“ am 21. August nichts zu tun, schon eher mit dem Flash Crash, aber er könnte ein wichtiger Vorbote für einen „richtigen Crash“ werden.

Oft wird mit der Erfahrung aus dem Börsencrash um im Jahr 1927 auch eine Weltwirtschaftskrise und Depression in Verbindung gebracht, aber so muss es nicht unbedingt kommen. So wurden die Kursverluste an der Wall Street vom 19. Oktober 1987 schon nach 15 Monaten wieder aufgeholt. 1929 gab es schon einen Kurseieinbruch des Aktienindex des Statistischen Reichsamtes am 13. Mai 1927 um 32 Prozent, wobei aber erst der Kurszusammenbruch am 24. Oktober 1929 für die Weltwirtschaftskrise verantwortlich gemacht wird. Insofern gibt es beim Börsen-Crash auch immer wieder die Assoziation mit einer Weltwirtschaftskrise, die bevorstehen könnte.

Kommen noch die „Schwarzen“ Tage?

Wenn es zu einem „richtigen“ Crash kommt, wird Tag immer mit „schwarz“ tituliert. So gab es am 19. Oktober 1987 einen „Schwarzen Montag“, als der Dow Jones mit -22,7 Prozent bzw. 500 Dow-Indexpunkten prozentual den größten Kursverlust in der Nachkriegsgeschichte verzeichnete. Die Folge waren dann auch simultane und nachgelagerte Kurseinbrüche an anderen Weltbörsen, die prozentual sogar noch stärker ausfielen wie ein Minus von 22,5 Prozent in Kanada, von 26,4 Prozent in Großbritannien, von 41,8% Prozent in Australien und 45,8% Prozent in Honkong.

Gewisse Parallelen zu 1987 und 2008 sind erkennbar: Angst vor Zinserhöhung der FED nimmt zu!

Die Gründe für einen Börsen-Crash sind vielfältig, aber meistens geht dem Crash immer ein starker Kursanstieg in den Vorjahren voraus. Zudem kommt es zu einem Crash bei wichtigen Wirtschaftsdaten, die dann die Weltbörsen dominieren. 1987 waren es die Haushalts- und Handelsbilanzdefizite der USA, die immer größer wurden. Jetzt sind es die Währungsabwertungen in China und die Angst um Chinas zukünftiges Wachstum, wobei sich Daten hier noch verschlechtern können. Meistens kommt dann auch ein geopolitisches Ereignis von Bedeutung hinzu.

Im Moment droht gerade mal wieder Nord-Korea Süd-Korea mit einem Krieg. Aber auch in der Ost-Ukraine kann es jederzeit wieder losgehen, wobei dann die Konfrontation zwischen den USA und Russland noch stärker werden könnte (Stichwort: „Kalter Krieg“). Schließlich gab es meistens auch einen wichtigen Zinsschritt der FED nach oben nach einer langen Zinserhöhungspause so wie im Jahr 1987. Ob und wann die FED die Zinsen erhöhen wird, ist noch unklar. Aber so ein Schritt könnte große Auswirkungen und Dominoeffekte haben wie zuletzt die Abwertung der chinesischen Währung um 3 Prozent.

Es gab genug Warnhinweise, zuvor auch im EAST STOCK TRENDS

Jeder Anleger sollte sich gegenwärtigen, dass fast jedes Industrieland überschuldet ist und steigende Zinsen zur Wachstumsbremse und Rezession führen können. Es gibt also gewisse Parallelen zu den Crash in 1987 und auch in 2008 (Immobilienblase USA), aber bisher war der Crash auch vorher erkennbar. Vorwarnungen gab es schon durch den Crash in China und den Crash in Griechenland, sowie dem Bärmarkt an den Rohstoff-Märkten Auch der Flash-Crash beim Bund-Future im Mai/Juni 2015 von 160 auf unter 150 war eine Vorwarnung. Zudem gab es recht eindeutige charttechnische Signale, die ich im Börsenbrief EAST STOCK TRENDS (EST) auch in der Ausgabe vom 12. August 2015 explizit benannt habe.

Hier ein Auszug aus dem EST 08/15:

DJI: „Die Kurse befinden sich schon unter der 200-Tageslinie, die noch steigend ist und bei 17.800 Indexpunkten verläuft. Eine erste „rote Linie“, also wichtige charttechnische Marke ist jetzt 17.300 und die zweite bei 17.000. Bei unter 17.000 kann der Dow sehr schnell auf 16.200 Indexpunkte einbrechen, was schon ein Mini-Crash wäre. Wir sind jetzt aber nahe der kritischen Marke 17.300. Gehen Sie short bei 17.280 Indexpunkten (short 1) bis 17.100 (Target 1). Gehen Sie dann weiter short bei 16.880 Indexpunkten, was eine sehr wichtige und kritische Marke ist, bis 16.400 Indexpunkte oder sogar bis 16.000 Indexpunkte (=Mini Crash). Gehen Sie schließlich short bei 15.800 oder besser bei 15.780 Indexpunkten, denn spätestens dann droht ein Crash oder ein Bärmarkt. Bei Erreichen der Verkaufssignale wählen Sie den Put-Optionsschein auf den Dow Jones mit der WKN XM2MBZ, Kurs 0,86 €, Vormonat 0,91, im Juni 0,83 €, Basis 16.250, Laufzeit 15.09.2016, Hebel 18,5 (Vormonat 17). Ein Kaufsignal entsteht erst bei 0,95 €. Der Stopp-loss liegt 0,72 € und bei 0,68 €. Der empfohlene Put-Optionsschein auf den DJI stieg bis zum 21. August 2015 schon um 33,7% auf 1,15 €.

EuroStoxx: Dies wurde am 11. August geschrieben: Gehen short bei 3570 Indexpunkten, erst recht bei 3500 Indexpunkten (Short 1), denn dann droht ein erneuter Einbruch bis 3300 Indexpunkte (Target 1). Die kritische Marke und „rote Linie“ liegt aber bei 3280 Indexpunkte (short 2), denn droht ein Kurseinbruch bis 3000 oder sogar 2800 Indexpunkten (Target 2). Zu einer Trendwende oder Crash kann es bei unter 2780 Indexpunkten (short 3) kommen. Bei Erreichen des Verkaufssignals wählen Sie den Put-Optionsschein mit der WKN DT57RV, Kurs 1,37 €, im Hoch 2,1 € am 8. Juli, Vormonat 1,83 €, +15% am 11. August! und +21% am 22. August, Basis 3000, Laufzeit 14.09.2016, Hebel 19 (Vormonat 19). Der neue Stopp-loss liegt bei 0,95 €. Der empfohlene Put-Optionsschein auf den EuroStoxx stieg hernach um 67% auf 2,29 €, davon allein +22% am 21. August.

DAX: Die 100-Tageslinie dreht schon leicht nach unten und verläuft bei 11.500 Indexpunkte. Die steigende 200-Tageslinie verläuft bei 10.900 Indexpunkten. Das Tief bei 10.650 Indexpunkten, so dass die kritische Marke und „rote Linie“ jetzt bei 10.500 Indexpunkten verläuft. Wird diese untereschritten, springen alle Börsenampeln auf rot, auch in Osteuropa (bitte vormerken). Gehen Sie short bei 11.280 (short 1) bis 11.100 (Target 1). Gehen Sie dann weiter short bei 11.000 (short 2) bis 10.700 Indexpunkte (Target 2). Die erste kritische Marke und rote Linie gibt es bei 10.600 Indexpunkten (short 3), denn dann droht ein Absturz bis 10.000, der sogar bis 9500 Indexpunkte (Target 3) gehen kann. Dies könnte aber auch schon der Beginn eines Crashs oder Trendwende sein. Bei Erreichen der neuen Verkaufssignale wählen Sie den Put-Optionsschein auf den DAX mit einem Hebel von 25 (zuvor 18) mit der WKN CF7ES2, Kurs 5,52 €, im Tief 3,9 €, Vormonat 5,04 €, Basis 10.450, Laufzeit 15.06.2016, Stopp-loss bei 3,8 e, am 11. August +25% und am 12. August +25%!! Jetzt ist der Kurs des Put-Optionsscheins auf den DAX von 5,52 auf 10 € um 82 Prozent gestiegen, davon allein +21 Prozent am 21. August.

Gold: Seit dem 20. Juli tendiert der Goldpreis aber immerhin seitwärts in der Range 1070 bis 1110 USD, was wie eine Bodenbildung aussieht. Ich rechne jetzt mit einer leichten Kurserholung. Gehen Sie daher long bei 1115 USD. Auch das war ein Volltreffer, denn der Goldpreis stieg hernach auf 1161 US-Dollar/Unze.

Fazit: Insofern beachten Sie genau die aufgezeigten „roten Linien“, die in der Regel 100 Punkte unter den 200-Tageslinien bei den Indices sind, beim DAX also bei 10.500 Indexpunkte. Bei einem nachhaltigen Unterschreiten, sollten Sie ihre Liquiditätspostionen ausbauen und Aktien auch in Osteuropa vermehrt verkaufen.

Bitte beachten Sie in jedem Fall die „roten Linien“, wo sie auch Aktien in Osteuropa verkaufen sollten und /oder das Cross-Hedging starten sollte Dies sind in der Regel die 200-Tageslinien, bzw. die Marken direkt unter den 200-Tageslinien als Stopp-loss-Marken. Beim DAX ist die erste Vorwarnstufe zum Mini-Crash bzw. Salami-Crash bei 10.500 Indexpunkte und die letzte Reißleine vor der Trendumkehr zum Bärmarkt bzw. zum großen Crash 8400, beim Dow Jones 17000 und 15.600, beim S&P 2040 und 1800, beim NASDAQ 100 4250 und 3650, beim Nikkei-Index bei 18.500 bzw. 14.000 Indexpunkte, beim EuroStoxx bei 3250 bzw. 2750, beim CECE-Index bei 1480 und beim RDX-Index bei 980 bzw. 800 Indexpunkten,“

Die EST-Leser waren also nicht nur rechtzeitig vorgewarnt, sondern es wurden auch konkrete Empfehlungen gegeben, wie man von dem Börsen-Crash profitierten konnte. Wer die EST-Signale und Empfehlungen konsequent umgesetzt hat, hat jetzt den Jackpot, nämlich fast eine Kursverdoppelung der empfohlenen Put-Optionsscheine auf den DAX oder EuroStoxx in wenigen Tagen, was nur bei einem Crash möglich ist. Umsetzen kann man diese Strategie des Cross-Hedging auch über die Future-Märkte.

Weitere „rote Linien“ jetzt genau beachten!

Der DJI brach am 21. August schon um 500 Indexpunkte ein, so wie der der DJI auch in 1987, nur ist der DJI jetzt wesentlich höher. Das war absehbar (siehe EAST STOCK TRENDS). Die Anleger können also durchaus von so einem Crash oder auch Mini-Crash profitieren. Weiter wichtige Chartmarken wie der DAX 10.000 oder Dow Jones 16.300 müssen nicht unbedingt halten. Dann werden wir noch wesentlich tiefer Kurse sehen. Rein charttechnisch hängt jetzt alles am seidenen Faden.

Tickende Zeitbomben

Da noch einige Zeitbomben ticken wie die Kriegsandrohung von Nord-Korea, ein fortgesetzter Krieg in der Ost-Ukraine, Cyberkriege, Konfrontation der USA mit China und Russland, weitere Abwertungen der chinesischen Währung, schwachen Konjunkturdaten aus den USA und China, deflationäre Tendenzen an den Rohstoffmärkten, aber auch eine Zinsanhebung der FED sowie Schieflagen bei Schattenbanken und Hedgefonds, kann der „richtige“ Crash oder eine nachhaltige Baisse noch bevorstehen, obwohl es auch zuvor zu deutlichen Kurserholungen kommen kann.

„Richtiger“ Börsen-Crash im Spätsommer/Herbst 2015?

Nach dem US-Investmentexperte Martin Armstrong kommt der große Staatsanleihen-Crash im Oktober 2015. Nach seinem Modell kommt es alle 8,6 Jahre zu einem Börsen-Crash. Nun endet auch das Sabbat-Jahr am 13. September 2015. Das letzte Sabbat-Jahr endete am 29. September 2008. An dem Tag kam es zu dem größten Kurseinbruch beim DJI mit 777,7 Indexpunkten, nicht prozentual sondern in Indexpunkten. Im Oktober 2008 brach dann die Wall Street infolge der Lehman-Brothers Pleite noch mehr ein und de andern Weltbörse auch. Es herrschte ein Finanz-Chaos sondergleichen, von dem wir uns bis heue nicht richtig erholt haben.

Krise als Chance zum Neubeginn

Die Welt ist ohnedies aus den Fugen. Ein neue tiefgreifende Krise, die noch größer sein könnte als die in 2008, kann auch eine Chance für einen Neubeginn sein. EST-Leser sind darauf gut vorbereitet. Sie auch?

In jedem Anschreiben für den EST steht dieser Satz, den auch Sie jetzt beherzigen sollten: „Nutzen Sie daher in jedem Fall auch fortan die Empfehlungen des EST für die Put-Optionsscheine des DAX und EuroStoxx auch zur Absicherung Ihres-Osteuropa-Portfolios (Cross-Hedging). Sie haben schon im August 2011 und im April/Mai 2012 gesehen, wie wichtig es war, die relevanten Chartmarken zu beachten, wobei Sie im EST rechtzeitig vorgewarnt wurden. Daher dürfen die einzelnen Aktienkaufempfehlungen nur dann getätigt werden, wenn bestimmte Chartgrenzen nicht unterschritten werden. Außerdem stehen alle Aktien zur Disposition, wenn bestimmte Chartgrenzen unterschritten werden.

Das "big picture" ist also zuweilen wichtiger als der "Rest". Beim RTS-Index gab es unter 1000 Indexpunkten im letzten Jahr klare Verkaufs-Signale, die Sie hätten nützen können. Jetzt gelang zwar der Pull back zwischenzeitlich Richtung 1100 Indexpunkte bis April 2015, aber dies war noch keine Trendwende ist. Der Abwärtstrend in Russland bleibt auch nach dem gelungenen Pullback im bis April 2015 intakt.“

Mein Credo ist: Weg von den Schulden (Bankenkrediten= Fremdkapital), hin zu Aktien (=Eigenkapital) als bewertbares Risikokapital. Da müssen wir hinkommen – nach dem nächsten Anleihen-Crash, der kommen wird. Hier müssen hernach Venture Capital und Private Equity Gesellschaften steuerlich begünstigt werden, aber auch Langfrist-Anleger und Business Angel.

Staatsschulden sind neu zu bewerten und nicht mehr so risikolos wie zuvor angenommen. Die Risikoprämien müssen hier deutlich erhöht werden, sonst ist etwas faul im Finanzsystem. Mein Rat (wie schon im Juli): gehen Sie zunächst voll in Liquidität (oder short, in Osteuropa durch Cross-Hedging) und später auf Schnäppchenjagd in Osteuropa.

Erst informieren, dann investieren

Nach der Korrektur bleibt die Moskauer Börse eine attraktive und stark unterbewertete Trading-Börse. Die preiswertesten Aktienmärkte kommen aus Osteuropa. Die Aktienmärkte aus Serbien und Slowenien zählten im letzten Jahr mit einem Plus von jeweils 18 Prozent in 2014 zu den Top-Performern auf der Welt. Die Börse Budapest (Ungarn) war bis April 2015 einer der Top-Performer mit einem Plus von über 36 Prozent. Aber auch die baltischen Börsen stiegen schon über 15 Prozent bis April 2015 bis jetzt +19 Prozent in Estland. Jetzt korrigierten die Börsen ein wenig durch Gewinnmitnahmen, was im EAST STOCK TRENDS auch erwartet und angekündigt wurde. Die Moskauer Börse ist jetzt auf dem Niveau wie zu Jahresbeginn, wobei der MICEX-Index noch im Plus ist. Es kam aber zuletzt zu hohen Währungsverlusten durch den schwachen Rubel. infolge des schwachen Ölpreises.

Informieren Sie sich jetzt ausführlich über die Hintergründe der Ukraine/Russland-Krise, aber auch das zukünftige Erholungspotential der unterbewerteten Aktien aus Osteuropa. Bestellen Sie jetzt auch ein Probe-Abo (3 Ausgaben per Email für nur 15 €) des monatlich erscheinenden Börsenbriefs EAST STOCK TRENDS (EST) mit einem weiteren Ukraine/Russland-Special mit vielen Hintergrund-Informationen und neuen Anlage-Vorschlägen wie mit der "Aktie des Monats“ und lukrativen Zertifikaten unter www.eaststock.de, dort unter Börsenbrief. Der letzte EST erschien am 12. August 2015. Der nächste EST folgt im September.

Die „Aktie des Monats Dezember 2014“ Surgut Vz. stieg seit Kaufempfehlung im Hoch um 81 Prozent in wenigen Monaten. Die Muster-Depot-Aktie Magnit verzehnfachte sich bereits seit 2009, erreichte im Juli aber sogar ein neues Allzeit-Hoch. Die Vorzeigeaktie Luxoft verdoppelt sich bereits seit der Empfehlung im EST asl „Aktien des Monats“ vor einem Jahr. Die beiden neuen Muster-Depots des EST sind schon bis 12. August mit 7 bzw. 45 Prozent seit Jahresbeginn kräftig im Gewinn und haben den DAX klar outperformt, was man einloggen konnte. Im neuen EAST STOCK TRENDS wurden eine Medienaktie aus Russland als „Aktien des Monats“ neu herausgestellt. Zudem wurde ein weiteres Ukraine-Special mit vielen lesenswerten Hintergrundinformationen über die Ukraine angefertigt. Wie heißt es so schön: erst informieren und dann investieren!

TV- und Radio-Hinweise: Andreas Männicke wurde am 4. August 2015 Börsen Radio Networks über die neue China-Zusammenarbeit Russland und die Erfolgsstories in Russland befragt. Sie können dies Interview jetzt unter www.eaststock.de, dort unter der Rubrik Interviews abrufbar. Schauen Sie sich auch das gleichnamige EastStockTV-Video, Folge 77 unter www.eaststock.de, dort unter der Rubrik „Interviews“ an.

Diskutieren Sie jetzt auch mit Herrn Männicke interaktiv unter http://go.guidants.com/de#c/Andreas_Maennicke

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