Jetzt beginnt das Sommertheater – und bald die Fußball-WM in Afrika! Jetzt beginnt das Sommertheater – und bald die Fußball-WM in Afrika!

Drucken Speichern

Samstag, 05. Juni 2010 15:27:00

Wer wird wohl demnächst zurücktreten? Erst nahm Minister Koch seinen Hut und nun folgte Bundespräsident Köhler mit dem überraschenden Rücktritt. Das Politiker-Karussell spricht Bände. Ich kann mir gut vorstellen, dass hinter den Rücktritten weit mehr steckt als bisher in die Medien verbreitet wurde. Die Politiker haben uns in eine Sackgasse geführt. Auch deswegen werden sie jetzt reihenweise zurücktreten. Auch in Japan wechseln sich ständig neue Premierminister ab. Auch Japan ist in einer Verschuldungs-Sackgasse. Kein Politiker wagt die Wahrheit zu sagen. Ich schon.

Nachdem wir nun offiziell Sommeranfang haben und auch die Temperaturen wieder zunehmen, wird auch die Börse „heißer“ und volatiler. Ich befürchte, dass und noch so einiges an „Sommertheater“ in den nächsten Monaten erwarte. So werden neben den US-Konjunkturdaten auch mögliche Säbelgerassel (Iran/Israel/Nordkorea), Bankenprobleme und Verschuldungsprobleme die Gemüter bewegen.

Auch werden Gerüchte Kurse machen. So gibt es das Gerücht, dass Ungarn einen ähnlichen Weg gehen muss wie Griechenland. Ungarn erhielt schon einen 20 Mrd IWF-Kredit. Nun könnte sich das Defizit von 3,8 auf 4,5% des BSP ausweiten. Auch das AAA-Rating von Frankreich und Großbritannien stehen nun auf dem Prüfstand. In Spanien sind einige Sparkassen immer noch insolvenzbedroht. Alle müssen jetzt sparen, nur wirkt sich das kontraproduktiv für einen nachhaltigen Wirtschaftsaufschwund aus.

BP verursachte einen „Top-Kill“ vor der amerikanischen Küste, was eine ökologische Katastrophe ist. Der Aktienkurs wurde schon abgestraft mit einem Verlust von über 60 Mrd. €. Obama präsentierte jetzt BP die erste Rechnung. Weitere werden folgen. Aber auch für Obama wird es jetzt immer schwerer, den positiven „Obama-Effekt“ in Gang zu halten. Die amerikanische Wirtschaft erholte sich bisher sehr schnell. Nach den schwachen Arbeitsmarktdaten und schwachen Einzelhandelsumsätze am Freitag bestehen aber Zweifel, ob der Konsum in der zweiten Jahreshälfte stabil bleibt.

Ich kann nur immer wieder betonen, dass sich die Weltwirtschaft ein „Double Dip“ nicht erlauben kann, da dann die Verschuldungsprobleme zu stark drücken. Der Euro wird immer schwächer bzw. der Dollar stärker, weil jetzt alles in den Dollar flüchtet. Auch Iran, der die Währungsreserven zuvor überwiegend in Euro angelegt hatte, will jetzt in den Dollar wechseln. Ich rechne aber damit, dass sich das in der zweiten Jahreshälfte umdrehen wird, da auch die USA strukturelle Verschuldungsprobleme haben. Die USA haben jetzt erstmals die 13 Billionen USD-Grenze bei der-Staatsverschuldung überschritten, was 88% des BSP sind. Der nächste G20-Gipfel in Kanada wird viel Gesprächsstoff bieten und für viel Gesprächsstoff sorgen, was auch in die Rubrik „Sommertheater“ gehört. Nur mit Regulierung in Finanzsektor wird man den strukturellen Problemen nicht Herr werden können.

Der Dow Jones brach am Freitag um 3,15% bzw. um 323 indexpunkte (!) auf 9.901 Indexpunkte ein und der DAX um 1,91% auf 5938 Indexpunkte. Der RTS verlor um 2,32% auf 1360 Indexpunkte. Der Euro erreichte ein neues Jahrestief von 1,1965. Der Bund-Future schoss sofort in die Höhe auf 129,50. Gold stieg trotz des starken Dollars auf 1219 USD/Unze und der Rohölpreis brach auf 71 USD/Barrel ein. Alles das sind deutliche Krisensymptome. Auch am Montag erwarte ich schwache Kurse. Damit wurden die Erholungsversuche an den Weltbörsen in der letzten Woche mit einem Tag zunichte gemacht. Die Markttechnik ist jetzt sehr brisant. Die Anleger sind jetzt weltweit sehr nervös. Sie auch?

Wie Sie jetzt verhalten sollen, lesen Sie bitte nach im nächsten EAST STOCK TRENDS nach, der nächste Woche erscheint. Bestellen Sie jetzt einen Probe-Abo (3 Ausgaben zu 15 €) unter www.eaststock.de.

Nächste Woche beginnt die Fußball-WM. Werfen Sie nicht nur aus diesem Grund einen Blick Auge auf Afrika-Investments. Oder nehmen Sie sich mal eine Auszeit, so wie ich die nächsten Wochen. Ich rechne weiter mit volatilen Börsen, was aber auch selektiv Trading-Chancen eröffnet.

Verpassen Sie dabei aber die Outperformancechancen in Osteuropa nicht und bestellen jetzt ein Probe-Abo des monatlich erscheinenden Börsenbriefes EAST STOCK TRENDS (EST) unter www.eaststock.de. Die beiden Osteuropa-Muster-Basket des EST konnten seit März 2009 in einem Jahr im konservativen Red-Chip-Portfolio eine Performance von 171% und im spekulativen Muster-Basket sogar von 284% erzielen. Aktien wie die Holding AFK Sistema konnten sogar um über 700% zulegen und haben noch Potential. Ausgehend von den Tiefstkursen bestehen realistische 1000%-Chancen. Es gibt eine ganze Reihe von Werten in Russland mit neuen historischen Höchstkursen, die auch bei den nächsten Seminaren im Mai vorgestellt werden.

Welche Aktien aus Osteuropa jetzt im Trading-Bereich ge- oder verkauft werden sollten, können Sie auf der täglich aktualisierten Ostbörsen-Hotline 09001-8614001 (1,86 €/Min) entnehmen.

TV-Hinweise: In einem TV-Interview wurde Andreas Männicke am 21. Mai im DAF (www.anleger-fernsehen.de) im Dr. Jünemann-Talk über die Auswirkungen der „G-Krise“ auf osteuropäische Aktien befragt. Sie können das zusammen mit Frau Marianna Gurmann (MM Warburg Invest) geführte Interview auch am Montag unter www.anleger-fernsehen.de oder www.eaststock.de abrufen.

Anzeige
 

Newsletter

Newsletter

Jetzt kostenlos anmelden und von Andreas' Männicke Wissen profitieren! weiter

Termine

Archiv

28.05.17 G7 und Trump: Einer gegen alle, alle gegen einen!
08.05.17 Vive la France, aber nach der Wahl ist vor der Wahl
02.05.17 100 Tage Trump - und nun?
23.04.17 Schwarzer Montag? - Ein Leben zwischen Bomben und Zeitbomben -
09.04.17 Trump schockt Russland – kommt es zur Konfrontation in Syrien?

Weitere Artikel im Archiv

Hotline

Tel.: 0900 - 1-86 14 001
(€1,86/Min aus dem Netz der DT AG, Anrufe aus dem Mobilfunknetz können abweichen)