Grundloser Gold- und Silber-Crash?

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Dienstag, 16. April 2013 11:10:00

Der Goldpreis brach am 15. April um über 9% ein und der Silberpreis sogar um über 12%. Das war der größte Tagesverlust seit Februar 1983, also seit 30 Jahren, bei Gold/Silber. Der Kursverfall war auch schon am Freitag sehr stark, nachdem Gold die wichtige Marke von 1530 und Silber von 26 USD/Unze unterschritten hatte. Dieser Kurssturz war vorhersehbar, denn bei neuen Tiefstkursen reagieren alle möglichen Computerprogramme der Welt gleich und fast alle waren bei Gold bei 1530 und Silber bei unter 26 USD/Unze short.

Zudem durchbrachen bei Gold/Silber sowohl die 38-Tageslinie als auch die 100-Tageslinie die 200-Tageslinie, was auch ein neues Verkaufssignal auslöste. Diese Verlustgefahren wurden auch rechtzeitig vor dem Kurseinbruch im EAST STOCK TRENDS (ww.eaststock.de) in de neuen April-Ausgabe analysiert und kommuniziert. Auch ich hatte empfohlen, bei 1535 bei Gold short und bei Silber bei 26,5 erst recht bei 25,9 USD/Unze short zu gehen, was sich schon gelohnt hat. Anleger, die in Gold/Silber long sind, hätten zumindest dies als Hedging-Möglichkeiten auch selbst nutzen können. Neben charttechnischen Verkaufssignalen meldete auch China relativ enttäuschende Wachstumszahlen von „nur“ 7,7%, worunter fast alle Rohstoffe am Montag litten. Dies war aber ebenso wie die Meldung, das Zypern seine Goldbestände verkaufen müsse, nicht der wahre Grund des Goldpreisverfalls.

Zypern hat Goldbestände im Volumen von nicht einmal 15 Tonnen angegeben. Deutschlands Bestände liegen bei knapp 3.400 Tonnen. Am Freitag wurde aber Gold im Volumen von 2500 Tonne verkauft, so dass Zypern hier keine Rolle spielen dürfte. Schon eher die Short-Kontrakte von Goldman Sachs, JP Morgen und möglicherweise auch George Soros, die nicht das Allgemeinwohl im Auge haben – aber wer hat das schon? Ich sehe dies mehr als eine normale Rotation an, wo das Gold allmählich von den schwachen, spekulativen Händen in die starken, hartgesottenen Hände wandert. Freilich kann der Gold/Silberpreis dennoch kurzfristig weiter fallen, vor allem, wen neue Jahres-Tiefstkurse erreicht werden sollten. Dabei war der Euro zum Dollar sogar erstaunlich fest und stieg auf 1,31 EUR/USD, was auch bei so strak fallenden Rohstoffpreisen auch ungewöhnlich war.

Auch andere Rohstoffpreise gaben am Freitag und schwarzen Montag stark nach Der Brentölpreis gab in den letzten Wochen sogar von 119 auf 100 USD/Barrel nach. Hier wurde ein klares Verkaufssignal bei 104 USD/Barrel generiert, was auch rechtzeitig im EAST STOCK TRENDS angekündigt wurde. Alles das deutet mehr auf Deflation anstelle von Inflation hin, zumal auch die meisten Industriemetalle zuletzt im Preis kräftig nachgaben. Einen Einbruch gab es schon zuvor bei den Stahl-, Kohle- und Eisenerzpreisen, was auch zu dem Kursverfall von russischen Stahlaktien führte.

Seit Oktober letzten Jahres brach damit der Goldpreis schon von 1800 auf 1350 USD/Unze und der Silberpreis von 34 auf 22,5 USD/Unze ein Damit hat Gold/Silber auch zum Teil seinen Nimbus als Krisen-Währung verloren, denn die Krisen sind nicht seit Oktober 2012 nicht weniger, sondern mehr geworden. Krisen-Gewinn bleibt der Bund-Future, der nahe dem Allzeit-Hoch notiert, aber auch hier deutet sich ein „Bubble“ an. Allerdings signalisierten die neuen All-Zeit-Hochs an der Wall-Street, dass die Angst der Anleger wegen der Flutung der Märkte durch die Notenbanken allmählich abnehmen würde. Dies ist aber ein Trugschluss.

Langfristanleger die seit 2001/2002 Gold und Silber gekauft haben, dürfte diese Kurschwanken der letzten beiden Jahre kaum etwas ausmachen, da der Goldpreis in diesem Zeitraum von 250 auf 1900 USD/Unze gestiegen ist und sich der Silberpreis von unter 5 auf 50 USD/Unze sogar mehr als verzehnfacht hat. Der langfristige Haussetrend ist jetzt zwar angekratzt, aber immer noch intakt. Wer aber in den letzten 2 Jahren Gold/Silber fast auf dem Hoch gekauft hat, musste eine nervenraubende Berg -und Talfahrt miterleben, denn seit 2011 schwankt der Gold- und Silberpreis enorm, wobei Silber immer noch wesentlich volatiler ist als Gold, aber das war chon immer so. Seit April 2011 ist der mittelfristige Bärmarkt beim Silberpreis intakt, denn der Silberpreis halbierte sich seitdem von 50 auf 25 USD/Unze und erreichte nun sogar einen neuen 3-Jährigen Tiefstkurs, was zu erwarten war, da die Marke von 26 USD/Unze nicht gehalten hat Die nächste charttechnische Unterstützung beim Gold liegt bei 1300 USD/Unze. Wenn sie unterbrochen wird, ist Platz bis 1000 €.

Wie schon am Freitag war das Handelsvolumen bei Gold- und Silber-Kontrakten außerordentlich hoch, so dass es sich um einen Sell-off handeln könnte, dem dann bald eine Trendwende folgt. An der COMEX in New York wurde sogar ein neues Rekordvolumen von 750.000 Kontrakten registriert. Auf dem Papier wurden damit 2.300 Tonnen Gold umgesetzt, was reine Spekulation ist. Es gibt Gerüchte, das JP Morgan und Goldman Sachs schon lange bei Gold/Silber short waren und hier ein großen Rad auf der Shortseite drehen, Einige Experten sprechen auch von einem stark manipulierten Gold/Silbermarkt. In Asien gab es auf dem niedrigen Niveau schon wieder Käufe am Folgetag, so dass eine markante Gegenbewegung einsetzte. Für Zentralbanken und Schwellenländer, sowie für Indien und China als strategische Goldkäufer gibt es jetzt wieder günstige Einstiegskurse. Einige Goldproduzenten haben schon bei Goldpreisen von 1400 USD/Unze Schwierigkeiten, profitabel arbeiten zu können. Insofern dürfte sich der Goldpreis mittelfristig wieder erholen, wenn sich das Angebot durch eine geringere Goldproduktion verknappt.

Noch mehr eingebrochen als der Gold- und Silberpreise sind die Kurse von Gold- und Silberaktien und hier wiederum von Gold/Silber-Explorern und –Juniors. Hier haben sich die Kurse oft in 1 Jahr mehr als halbiert. Grund dafür waren und sind auch die Kapitalabflüsse bei Gold/Silberfonds und ETFs. So musste auch der Hedgefondsmanager John Paulson erhebliche Verluste von über 600 Mio. USD in seinen Fonds hinnehmen und zwar sowohl bei physischem Gold als auch bei Gold/Silberaktien. Seine Tipps, wie man über off-Shore-Fonds legal Steuern sparen kann, kamen auch nicht so gut an. Dagegen war der Investmentguru George Soros längst raus aus Gold/Silber und er hatte es diesmal richtig gemacht. Am meisten Geld verloren aber diejenigen Anleger, die bei einem Silberpreis von 26 USD spekulative Long-Positionen eingenommen haben und dazu zählen sogar einige bekannte Silberexperten.

Am 15. April erschütterte auch der Terroranschlag in Boston beim Marathon das Anlegervertrauen. Der Dow Jones Index brach um über 200 Indexpunkte in wenigen Stunden von über 14.800 auf unter 14.600 Indexpunkte ein. Sowohl Gold/Silber als auch die Wall Street erholte sich aber am 16. April, was eine ganz normale Reaktion nach so starken Kursverlusten ist. Ich rechne mit großen geopolitischen Gefahren im Mai/Juni auch wegen des anhaltenden Nordkorea/Iran-Konfliktes und möglichen militärischen Aktionen neben der Gefahr von fortgesetzten Terroranschlägen nicht nur bei Marathonveranstaltungen. Insofern sollte der Anleger seht vorsichtig agieren.

Der RTS-Index brach am 15. April um über 3% von über 1400 auf das neue Jahrestief von unter 1360 Indexpunkten ein, wobei die Moskauer Börse schon zuvor aufgrund des stark fallenden Ölpreises mit über 5% seit Jahresbeginn im Minus war. Hier konnte und kann man sehr viel Geld mit RTS-Mini-Short-Zertifikaten und in Zentralosteuropa mit CECE-Mini-Short-Zertifikaten verdienen, die auch im EAST STOCK TRENDS rechtzeitig zum Kauf empfohlen wurden. Aber auch Osteuropa-Währungs-Zertifikate haben weiterhin große Chancen.

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