Gefährliche Dominoeffekte an den Weltfinanzmärkten

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Sonntag, 09. Mai 2010 17:08:00

Die letzte Woche hat es wieder einmal in sich. Der Dow Jones-Index brach am Donnerstag intraday innerhalb einer Stunde um etwa 1000 Punkte von 10897 auf 9869 Indexpunkte ein, um sich dann wieder auf 10520 Indexpunkte zu erholen. 1000 Punkte beim Dow Jones machen etwa 1 Billion USD an Wertverlust aus. Schon dieser Vergleich zeigt, wie gering der relative Wertverlust bei griechischen Staatsanleihen volumensmäßig im Vergleich derartigen Kurseinbrüchen an der Wall Street ist.

Selbst der jetzt festgelegte Rettungsbetrag von 110 Mrd € der EU für Griechenland, davon 24 Mrd € von Deutschland, machen nur einen Bruchteil des Wertverlusten an der Wall Street an einem Tag aus. Auch der US-Hypothekenfinanzierer Freddie Mac braucht jetzt weitere 10 Mrd. USD als Staatshilfe nach einen Quartalsverlust von 10 Mrd USA, nachdem er in der Krise schon 130 Mrd USD von Staat bekam und damit vor der Pleite bewahrt wurde ebenso wie die größte Versicherung der Welt AIG im Oktober 2008. Wenn AIG damals Pleite gegangen wäre, wäre auch die Deutsche Bank AG im Oktober 2008 Pleite gegangen und könnte jetzt nicht einen Vorsteuergewinn von über 2,8 Mrd € im 1. Quartal 2010 melden. Im Oktober 2008 wären fast alle Banken der Welt wegen gefährlicher Dominoeffekte bzw. des Counterpart risks und wegen der Illiquidität von zum Teil selbst geschaffenen Märkten Pleite gegangen.

Durch die hektischen Rettungsaktionen für die Banken haben sich nun wieder fast alle Länder der Welt zu hoch verschuldet, inklusive Griechenland, was auch wiederum die Folge eines Dominoeffektes war. Ich sehe noch große Probleme im US-Gewerbeimmobilienmarkt, die weit größer sind als die gegenwärtige „PIGS“-Problematik. Auch der neue Schäuble-Beschluss könnte für einen Sell off und Panik bei Immobilienfonds sorgen. Das Schlimme ist, dass die meisten Politiker keine Ahnung von den Dominoeffekten und der Psychologie an den Kapital- und Finanzmärkten haben.

Warum haben die Politiker eigentlich nicht den Mut, die pure Spekulation aus reinem Gewinnstreben auf Währungen und zum Teil auch auf Rohstoffe zu verbieten. Währungsspekulationen dürfen nicht ganze Volkswirtschaften ruinieren können. Das ist ein Unding. Eine Short-Position als Hedginggründen ist ok und tragbar. Wer short geht, sollte aber die Position oder zumindest den Gegenwert der Spekulation im Depot haben. Das Problem ist, dass über Futures immer gehebelt spekuliert wird. Mit einer Finanzmarkttransaktionssteuer ist es allein nicht getan, weil diese an die Verbraucher einfach weitergegeben wird. Dann muss der Endverbraucher und Konsument wieder alles ausbaden, was sich Politiker und auch Manager von Großkonzerne zuvor einfallen ließen. Man sollte die Märkte transparenter machen und Ross und Reiter benennen, auch beim Wall Street-Mini-Crash am Donnerstag. Zum anderen sollte mach aber auch Politiker (mehr) bestrafen, die wissentlich falsche Angaben machen, nur um Kredite zu bekommen, denn das ist Kreditbetrug. Auch sollten Höchst-Verschuldungsmarken festgelegt werden und zwar dies wiederum von vom Volk gewählten Finanzmarktexperten. Die parlamentarische Demokratie darf kein Interessen/Lobby-Club von machtbesessenen Politkern werden. Wer von Ihnen will eigentlich so hohe Staatsschulden haben? Keiner!

Wir müssen das aber alle später gemeinsam durch einen Finanz-Crash oder eine Währungsreform ausbaden, weil wir es so lange geduldet haben. Damit steht das Vermögen einer ganzen Generation auf dem Spiel, das über Nacht verloren gehen kann, auch wiederum durch gefährliche Dominoeffekte. Bei einer Staatsverschuldung von über 80% des BSP kann kein ausreichendes Wachstum mehr generiert werden um die Schulden zurückzuzahlen. Für viele hochverschuldete Länder könnte der „point of no return“ daher schon überschritten sein, da die zusätzlich Schulden nicht durch zusätzliche Haushaltseinnahmen mehr gedeckt werden können und die Zah last immer größer wird.

Kommen wir noch einmal von dem Dominoeffekt am Donnerstag/Freitag letzter Woche zurück. Ein derartiger Kurseinbruch wie am Donnerstag hatte es seit dem Crash 1987 an der Wall Street nicht mehr gegeben. In der Zeit von 20.00 bis 2100 Uhr MEZ sind einige NASDAQ-Aktien zwischenzeitlich um über 60% eingebrochen. Nach wie vor gibt es Rätselraten über die Ursachen eines derartigen Kurssturzes.

Die einen Vermuten einen Eingabefehler bei der City Group, die angeblich statt 50 Mio. 50 Mrd Aktien verkauft haben sollen. Andere vermuten die Aktie Procter&Gamble als Ursache, die immerhin mit 4,3% hoch im Dow Jones-Index gewichtet ist und wie ein Stein von 62,67 auf 39,37 USD einbrach, was ein Wertverlust von 60 Mrd USD von dem weltweit größten Konsumwert in wenigen Minuten war. Einige Aktien wie das Beratungsunternehmen Accenture verbilligte sich blitzartig von 41,78 auf 0,01 USD (!), um dann wieder auf 41 USD anzusteigen. Alle Verluste die in der Zeit von 15.00-16.00 Uhr amerikanischer Zeit an der Wall Street entstanden sind sollen jetzt angeblich rückabgewickelt werden, weil dies nicht mit einem normalen Wertpapierhandel zu tun hatte.

Hinzukamen ab 15.00 Uhr amerikanischer Zeit die Computerprogramme, die die Kurslawine verstärkten. Auch ich hatte eine 1000 Punkt-.Korrektur an der Wall Street für möglich gehandelten und dies auch rechtzeitig vorher auf meiner Ostbörsen-Hotline 09001-8614001 (1,86€/Min) kommuniziert.

Der Dow Jones-Index war in einer charttechnisch brisanten Situation- Bei Unterschreiten von 11.000 Indexpunkten fiel der Kurs des Dow Jone-Index in ein Loch, das bis 10.000 Indexpunkte ging. Auch der Pull back bei etwa 10.000 indexpunkten war von der Markttechnik her ablesbar, weil dort auch die steigende 200-Tageslinie verläuft. Überraschend (auch für mich) war aber die Schnelligkeit der „Korrektur“, die man als temporären Intraday-Crash bezeichnen kann. Ich musste an dem Tag auch meinen Vortrag für das Emerging Market Seminar am 7. Mai in München auch updaten, wo die 1000 Punkte Korrektur in einem Schaubild bei meinem Vortrag schon vorher angekündigt wurde. Nun passierte aber das, was ich kommen sah, schon an einem Tag, weil die Börse mal wieder verrückt spielte und in solchen Situationen immer zur Übertreibung neigt. Ich werde aber auf die Thematik auch bei einem nächsten ESI-Ostbörsen-Seminar „Go East – Red Chips schlagen Blue Chips“ am 20. Mai in Frankfurt/M eingehen, wo es noch Restplätze gibt.

Angefeuert wurde der Kurseinbruch auch durch die „PIGS“-Problematik. Das nun von Europa festgelegte Rettungspaket hat ein Volumen von 110 Mrd €. Damit will man mittelfristig den Euro retten. Angeblich verhandelt Spanien hinter den Kulissen schon über einen 140 Mrd USD-Kredit vom IWF, was dann schon keine „Peanuts“ mehr wären. In Großbritannien stehen sogar 1,4 Billionen € auf dem Spiel und da könnte schon kein IWF mehr helfen. Auch wollen die Politiker Spekulationen gegen den Euro transparent machen. Ich würde es auch begrüßen, wenn Ross und Reiter genannten werden, nur wird das sehr schwierig sein.

Der Devisenmarkt und hier insbesondere der Euro/Dollarmarkt ist vom täglichen Handelsvolumen der größte Markt der Welt, wo täglich Billionen Euro oder US-Dollar die Seite wechseln. Sicherlich verlieren gerade so manche Devisenhändler den Bodender Realität. Sie hantieren mit Mrd-Beträgen oft ohne nachzudenken und die auch ohne die „richtigen“ Fakten richtig einordnen zu können, weil die Zeit fehlt. Sie verlieren damit das Gefühl für die Summe; es ist Ihnen egal, ob der Betrag 5 Mio., 5 Mrd. oder 50 Mrd ist. Es ist der gleiche Knopfdruck nur mit einer Null mehr. Sie sitzen vor Bildschirmen und müssen blitzschnell handeln, wenn Ihre Computern ihnen den “Befehl“ erteilen. Somit können ganze Banken und in der Tat ganze Länder ruiniert werden. Auch George Soros spekuliere schon erfolgreich gegen das Pfund und wird das wohlmöglich auch wieder tun. Dies muss geändert werden, nur wie?

Auf der anderen Seite nutzen die die Spekulanten nur die Schwächen und Versäumnissen von Ländern aus. Spekulanten sind nicht die Ursache des Fehlverhaltes. Das sind immer die Länder bzw. deren Politiker selbst. Griechenland hat über Jahre falsche Zahlen geliefert, die geschönt waren. Die USA macht dies übrigens auch und wird möglichweiser irgendwann dafür auch die Rechnung bekommen. Im Moment wird gegen den „schwachen Euro“ wegen der „PIGS-Verschuldung spekuliert. Das kann sich aber schnell wieder umdrehen. Es gibt im Moment kaum „starke“ Währungen, sondern nur Schwachwährungen, wobei eine noch schwächer ist als die andere. So hat auch die USA große strukturelle Verschuldungsprobleme, aber eine besser Produktivität. Schuld an Übertreibungen haben auch die Medien, die dann oft recht einseitig berichten, auch jetzt im Fall „Griechenland“. Möglicherweise gehören die Medien auch zum Netzwerk der Spekulanten.

Goldman Sachs war erst der allseits gefeierte Star in der Krise. Jetzt wird es zum Buhmann der Krise, da er mit U-Boot-Abteilungen unterschiedliche Strategien gefahren hat. Da eine Abteilung bei den Short-Spekulationen im Zusammenhang mit der US-Immobilienkrise sehr erfolgreich war, was auch das Gesamtergebnis besser als bei anderen Investmentbanken. Nun wird gerichtlich untersucht, ob Goldman Sachs dabei auch Kunden betrogen hat.

Sie können sich sicherlich noch alle an den Fall Jerome Kerviel von der Société General erinnern, wo ein einzelner Händler oder auch ein kleines Netzwerk von Händlern durch waghalsige Devisenspekulationen eine französische Großbank fast zum Zusammenbruch brachte. Er hat nun das Buch „L´engrage – Memoires d´un trader: Das Räderwerk – Erinnerung eines Traders“ herausgegeben und will sich damit im Vorfeld seines Prozesses vom 8.-23. Juni vor einem Pariser Gericht verteidigen. Als gerade einmal 33-jähriger war er zuvor einer der Star-Trader der SG. Hauptsache für die Bank waren die Tagesgewinne im Eigenhandel, die jetzt auch wieder bei deutschen Großbanken auffällig hoch sind. Zum Schluss kam dann aber ein Verlust für die SG von 5 Mrd € heraus. Bei einer seiner letzten Transaktionen gab der Händler die deutsche Wertpapierhandelsbank Baader mit 50 Mrd € als fiktive Gegenpartei auf, die einen solchen Betrag vom Eigenkapital gar nicht hätte darstellen können.

Auch Griechenland hat sich mit zu hohen Krediten und falschen Angaben verzockt, was nun wiederum von Spekulanten massiv ausgenutzt wird. Jede „bad news“ im Zusammenhang mit den „PIGS“ bringt den Spekulanten mehr Geld, die im Euro short sind und das sind im Moment nicht wenige. Nun soll durch eine konzertierte Aktion der europäischen Politiker und der EZB gegengesteuert werden. Ich bin gespannt wie das ausgeht. Ich persönlich glaube demnächst an ein Short-Queeze beim Euro und dass der Euro wieder auf 1,35 im Rahmen eines Pull backs geht, aber auch das ist nur reine Spekulation, also ein Gedankenspiel in die Zukunft projiziert. Ich hatte aber auch zuvor betont, dass Sie bei unter 1,32 EUR/USD bei Euro short bzw. Dollar long gehen sollen, was sich schon ausgezahlt hat. Zwischenzeitlich könnte der T€uro zwar noch deutlich schwächer tendieren, der Euro wird sich aber im Jahresverlauf gehen. Gespant bin, wie jetzt die Briten ihren notwendigen Sparplan durchsetzen, denn auch die britischen Staatsanleihen stehen auf der Watch-list der Berüchtigten Rating-Agenturen, die nun auch wieder – m.E. diesmal zu Unrecht – am Pranger stehen. Auch bin gespannt, wer den ganzen Schrott an Staatsanleihen alles aufkauft.

Es werden gegenwärtig viel zu viele Staatsanleihen emittiert. Der Bund-Future erreichte mit 127 ein neues Allzeit-Hoch und könnte sogar noch weiter steigen, aber auch das wird ein Staatsanleihen-Bubble werden, der sich in einem Anleihen-Cash auflösen kann. Dann ist guter Rat teuer, denn dann im Falle eines Anleihen-Cash und stark steigenden Zinsen sind wir nicht mehr weit von einer Währungsreform entfernt. Kurz- bis mittelfristig glaube ich aber weiterhin an niedrige Zinsen und ein Gelddrucken der Notenbanken. Ich habe in der letzten Woche sehr viele besorgte Anrufer in meinem Büro, die daran glauben, dass wir schon jetzt kurz vor einer Währungsreform stehen. Daran glaube ich nicht. In der Tat droht der Euro gerade gesprengt zu werden. Ich gebe zu, dass die Zeitbombe tickt, aber sie wird dieses Jahr noch nicht hochgehen.

Bei Zinsen von 4 % wäre Japan pleite, wobei Japan noch eine hohe Sparquote hat und auch eine starke Exportnation ist. Bei Zinsen von 6-7% steht sogar die USA vor dem Abgrund, da die Haushaltsmittel dann nicht mehr ausriechen, um die zusätzlichen Schulden zu bedienen. Die Zinsen werden also künstlich niedrig bleiben. In den USA kauft die FED großvolumig Staatsanleihen auf, was die EZB (noch) nicht macht, was aber noch kommen kann.

Durch die Spekulation über eine Währungsreform ging der Silber- und Goldpreis weiter nach oben. Der Goldpreis erreichte jetzt sogar in USD ein neues Rekord-Hoch von 1207 USD/Unze. Silber stieg am Freitag um 4,87% auf 18,3 USD/Unze, erreichte aber noch nicht neue Jahreshöchstkurse. Die Aktienmärkte reagierten letzte Woche weltweit sehr nervös und volatil. Ich habe schon zu Jahresbeginn gesagt, dass wir eine volatile Seitwärtsbewegung diesem Jahr bekommen werden und im Sommer nicht so durchstarten wie im letztn Jahr, nicht nur wegen der „PIGS“. Bei dieser Trendprognose bleibe ich auch. Durch die hohe „Vola“ entstehen aber gute Trading-Chancen – auch in Osteuropa.

Es kämpfen weiterhin die Bullen mit den guten Konjunktur- und Unternehmensdaten gegen die Bären mit ihren „PIGS-Daten (PIGS-Spreads), wobei im Moment der Pegel wieder zugunsten der „Verschuldungsvertreter“ ausschlägt und „PIGS-Spreads auch die Aktienmärkte dominieren. Das muss aber nicht von langer Dauer sein. Achten Sie weiterhin auf meine Dominanzfaktoren-Theorie, die ich auch im nächsten Ostbörsen-Seminar am 20. Mai in Frankfurt/M besprechen werde.

Gefährlich sind in der Tat Dominoeffekte à la Lehman Brothers. Wie Sie wissen, gab es nach der Pleite von Lehman Brothers keinen Interbanken-Handel weltweit mehr, was ein „black swan“ für die Finanzwirtschaft und hernach die Realwirtschaft war. Nun befürchten einige einen Zusammenbruch des Euros, falls Griechenland pleite geht. Auch Griechenland könnte einen Flächenbrand durch einen Dominoeffekt in Südeuropa und dann auch in ganz Europa auslösen und dann wäre der Euro nicht mehr zu halten. Dies ist auch ökonomisch relevant: 60% meisten Exporte von Deutschland gehen nach Südeuropa inklusive Italien. Auf der anderen Seite profitiert jetzt die deutsche Exportindustrie vom schwachen Euro, soweit sie in US-Dollar fakturieren. Ein schwacher Euro ist als gut für die deutsche Exportwirtschaft, da unverhoffte Währungsgewinne in US-Dollar hinzukommen. Gefährlich wird es jetzt aber auch für Großbritannien, da die neue Koalition nicht die Kraft für das notwenigen Sparprogramm aufbringen könnte.

Die gefährlichen Dominoeffekte mit Ansteckungsgefahr gibt es auch an den Weltbörsen. Wenn die Wall Street hustet, bekommt die Welt eine Grippe mit hoher Ansteckungsgefahr. Durch den Wall Street-Mini-Crash am Donnerstag gab es auch starke Gewinnmitnahmen an den Weltbörsen. Der DAX verlor am Freitag um 3,27% auf 5715 Indexpunkte, so dass sich auch hier Short-Positionen gelohnt hatten. Die Markttechnik bleibt angeschlagen. Demnächst stehen sogar die Haussetrends seit März auf dem Spiel. Das Auffangbecken könnte noch die steigende 200-Tagaeslinie sein. Auch der Kurseinbruch beim DAX hat mich aus charttechnischer Sicht nicht überrascht.

Damit gerieten durch die Kursverluste in der letzten Woche auch fast alle Weltbörsen wieder in Minus und nähern sich nun wieder Februar-Tiefs, was auch Ausdruck der volatilen Seitwärtsbewegung ist. Bis Ende April hatten die meisten Weltbörsen noch neue 12-Monatshochs erreicht und damit den intakent Haussetrend bestätigt. Durch den starken Dollar kam auch alle Rohstoffpreise, vor allem Metalle aber auch Öl, unter Druck. Es gilt daher weiter der Grundsatz: starker Dollar, schwache Rohstoff- und Aktienmärkte. Der Euro fiel bis Freitag auf 1,27, war im Tief intraday am Donnerstag aber schon unter 1,26 EUR/USD.

In der letzten Woche brachen auch fast alle Indices in Emerging Market Ländern ein, nachdem zuvor Ende April noch neue Jahreshöchstkurse erreicht wurden. So brach der Hang Seng-Index (bis Donnerstag) um 6,5%, der CSI 300 Index (Shanghai) um 7,5%, der TAIEX (Taiwan) um 5,5%, Singapurs Straits Times Index um 5,2% und Indiens SENEX um 4,4% ein. In Indonesien ging es sogar um 7,8% abwärts nachdem zuvor ein neues Allzeit-Hoch erreicht wurde. In Lateinamerika brachen der argentinische Merval-Index um 9,7%, der brasilianische Bovespa-Index um 7,7% und der mexikanische IPC-Index um 4,5% ein.

In Osteuropa gab der russische RTS-Index letzte Woche um 11,3%, davon allein am Freitag um 5,5% auf 1369 Indexpunkte, nach. Die Moskauer Börse litt auch unter dem Ölpreis, der auf 79 USD/Barrel korrigierte und damit auch einen Wertverlust von über 10% in den letzten Tagen hinnehmen musste. Noch stärker korrigierte der kasachische KASE-Index mit -14,1%, der BUX-Index mit 13,9%, und er polnische PTX-Index mit 13,6% und der tschechischen CTX-Index mit 12% nach. Auch der bisherige Star-Performance PFTS-Index aus der Ukraine musste 9,1% an Kursverlusten hinnehmen. Der SETX-Index (für Südosteuropa) gab um 6,8% nach. NUn ergeben sich nach den scharfen Korrekturen wieder gute Einstiegmöglichkeiten für den geübten Trader, wobei nur gestaffelte Abstauberlimits ratsam sind, falls es zu weiteren Panikverkäufen durch Dominoeffekte kommen sollte. Denn im Laufe des Jahres werden sich wieder die guten Konjunktur- und Unternehmensdaten durchsetzen, die zuletzt wegen der „PIGS“ verpufften.

Verpassen Sie daher die Outperformancechancen in Osteuropa nicht und bestellen jetzt ein Probe-Abo des monatlich erscheinenden Börsenbriefes EAST STOCK TRENDS (EST) unter www.eaststock.de. Die beiden Osteuropa-Muster-Basket des EST konnten seit März 2009 in einem Jahr im konservativen Red-Chip-Portfolio eine Performance von 171% und im spekulativen Muster-Basket sogar von 284% erzielen. Aktien wie die Holding AFK Sistema konnten sogar um über 700% zulegen und haben noch Potential. Ausgehend von den Tiefstkursen bestehen realistische 1000%-Chancen. Es gibt eine ganze Reihe von Werten in Russland mit neuen historischen Höchstkursen, die auch bei dem nächsten Seminar am 20.Mai vorgestellt werden.

Welche Aktien aus Osteuropa jetzt im Trading-Bereich ge- oder verkauft werden sollten, können Sie auf der täglich aktualisierten Ostbörsen-Hotline 09001-8614001 (1,86 €/Min) entnehmen. Das nächste ESI-Ostbörsen-Seminar „Go East!“ wird am 20. Mai 2010 in Frankfurt/M um 17.00 Uhr im Hotel Monpol stattfinden (siehe www.eaststock.de). Es gibt noch Restplätze- Melden Sie sich daher jetzt an! Wenn Sie Interesse an Ostbörsen- oder Emerging Market-Seminaren in anderen Städten haben, dann melden Sie sich bitte bei der ESI GmbH (info@eaststock.de; Tel: 040/6570883).

TV-Hinweise: Andreas Männicke wurde am 8. April 2010 um 15.45 Uhr in NTV/Telebörse über die Chancen der Moskauer Börse befragt. Sie können es sich jetzt bei dem Link unter www.eaststock.de in der Rubrik „Interviews“ runterladen. Hier können Sie sich informieren, warum gerade die Börsen aus Osteuropa besonders chancenreich sind. Das nächste TV-Interview wird am 21. Mai im DAF (www.anleger-fernsehen.de) im Dr. Jünemann-Talk sein.

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