Frühlingserwachen: auch Anleger werden wachgeküsst!

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Samstag, 28. März 2009 17:03:00

Endlich: Frühlingserwachen an den Weltbörsen! Frühling ist die schönste Jahreszeit: Blumen beginnen zu blühen und Glückshormone werden durch mehr Sonneneinheiten aktiviert. Diese „Lichttherapie“ brauchen auch die meisten Anleger. Einige schon in Lethargie verfallene Anleger werden jetzt wieder wach geküsst. Nachdem einige Banken glaubhaft (?) den Eindruck vermitteln konnten, dass sie in diesem Jahr wieder mit Gewinn abschließen werden und US-Finanzminister Geithner einen neuen 1 Billionen USD-Retungsplan vorlegte, wie die US-Banken von der Insolvenz gerettet werden können und die toxischen Produkte aus den Büchern kommen, sprangen zunächst Bankaktien und damit auch der Gesamtmarkt nach oben. Der S&P 500-Index verzeichnete im März mit einem Plus von 23% in 2 Wochen den höchsten Kursanstieg in der Börsengeschichte, wobei der Banken-Index noch wesentlich stärker stieg. Der Markt wurde aber auch durch Short-Covering, also das Eindecken von Leerverkäufen, technisch nach oben getrieben. Der NASDAQ ging sogar am Donnerstag seit Jahresbeginn leicht ins Plus. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass eine Trendwende am Gesamtmarkt nur durch eine nachhaltige Trendwende bei den Bankaktien herbeigeführt werden kann, wobei die Betonung auf nachhaltig liegt.

Die Bank of America, die noch Merril Lynch integrieren muss, stieg im Kurs um 150%, die Citibank sogar um 300% (!), wobei der Staat zuvor stützend zur Seite stehen musste, um eine Mega-Insolvenz zu vermeiden. Auch der Kurs der Deutsche Bank AG, die über 7 Mrd. USD von der AIG indirekt durch amerikanische Staatshilfe bekam, konnte sich von 16 auf über 32 € verdoppeln. Wenn AIG Pleite gegangen wäre, hätte auch die Deutsche Bank AG Pleite gehen können, auch wenn sie die einzige Großbank in Europa ist, die bisher ohne Staatshilfe auskam. So schnell wendet sich im Moment das Blatt, wobei auch Bilanzkosmetik hilft, aus Buchverlusten sehr schnell Gewinne zu zaubern. Insofern darf man auch sehr auf die Quartalsergebnisse der Banken im April gespannt sein. Je nachdem wie sie ausfallen, wird sich die Frühjahrsrallye im April fortsetzen oder wieder in sich zusammenfallen. Hinzu kommt als wesentliche Einflussgröße auch der G20-Gipfel in London im April, der die Finanzwelt revolutionieren, aber auch enttäuschen könnte.

Der Großteil der Bankverluste sind Abschreibungen aus toxischen Papieren. So melden die österreichischen Banken, die sich angeblich zu stark in Osteuropa engagiert haben, operative Rekordgewinne für 2008, aber auch buchtechnische Rekordaschreibungen. Man darf gespannt sein, wie sich das Dilemma im Bankenmarkt auflöst und ob nicht doch letztendlich „Bad Banks“ gebildet werden müssen, damit der Kredit- und Geldkreislauf wieder international in Gang kommt. Der Geithner-Vorschlag ist im Grunde eine Bad Bank, nur das sich der Privatsektor bei der 1 Billion-USD-Rettung beteiligen soll. Man ist also weiterhin krampfhaft auf der Suche nach „Giftmüll-Auslagerungsstätten“. Bei der Hypo Real Estate AG wird wohl nach dem neuen Enteignungsgesetz demnächst alleine der Staat diese Entgiftungsmaßnahmen vornehmen müssen, obwohl er dafür gar keine Spezialisten in den eigenen Reihen hat.

Man darf gespannt, ob das Experiment „Giftmüll-Auslagerung- und verwertung“ weltweit gelingen wird und in welchem Umfang sich der Privatsektor bei dem Experiment realiter beteiligt. Die Börse hat das Signal – mehr ist bisher nicht – zunächst einmal positiv aufgenommen. Die eigentliche Bewährungsprobe, die bis zum Staatsbankrott und zur Währungsreform gehen kann, steht uns allen aber noch bevor. Auch soll Obama einen schlüssigen Plan in der Schublade haben, den maroden US-Automobilsektor mit Kredite helfen zu könne. Auch dieses Signal könnte vom Markt positiv aufgenommen werden, so dass es nach einigen Gewinnmitnahmen zu einer Fortsetzung der Frühjahrsrallye kommen könnte.

Auch dass arabische Scheichs und Staatsfonds wieder Gefallen an deutschen Automobilkonzernen finden, ist ein positives Zeichen, denn diese denken langfristig. Die Araber zahlten 1,95 Mrd. € für einen 9,1%-igen Anteil an Daimler. Dies ist nach den Banken jetzt der zweitwichtigste Sektor auf der Welt, dem ein Turn around gelingen muss, damit der Gesamtmarkt nach oben dreht. Die Verlängerung der Abwrackprämie könnte den deutschen Automobilkonzernen das Überleben in der Krise helfen. Darüber hinaus geht es aber auch um die Sicherung und den Ausbau von zukünftigen Weltmarktanteilen, denn nach der Krise wird der Kuchen neu verteilt. Indien kommt jetzt mit dem Tatra, was ein Welterfolg in der Krise auch ohne Abwrackprämie werden könnte. Die Abwrackprämien sind aber wettbewerbspolitisch problematisch, da dadurch einer Branche staatsseitig bevorzugt geholfen wird. Dennoch werden viele Automobilzulieferer diese Krise nicht überleben und Insolvenz anmelden. Im Grunde werden auch GM und Chrysler Insolvenz anmelden müssen, wenn Obama nicht schon bald den Rettungsring werfen wird. Obama weiß ganz genau, dass sich Amerika einen Konkurs bzw. ein Chapter 11 von GM nicht leisten kann, zumal eine Insolvenz von GM oder Chrysler eine neue Schockwelle an den Weltbörsen auslösen könnte. Ich erwarte daher spekulativ eher (bewusst gestreute und initiierte“) „good news“ aus dem maroden Banken- und Automobilsektor, die kurzfristig auch die Aktienmärkte stimulieren könnten.

Auf der anderen Seite werden die meisten oft nur mit einer Zeitverzögerung gelieferten Konjunkturdaten weiter ein düsteres Bild vermitteln wie ein weiter fallender IFO-Geschäftsklima-Index (=wichtig für die Industrie), ZEW-Indikator (=wichtig für den Finanzsektor) oder noch besser der im Handelsblatt veröffentliche KID-Indikator, der im Februar ein neues Tief erreicht hat. Auch gehen die BSP-Schätzungen für 2009 weiter nach unten. Für Deutschland wird nun ein Minus des BSP von über 5% für möglich gehalten, was einmalig in der Nachkriegzeit wäre. Geben Sie auf diesen Schätzungen keinen Pfifferling, denn sie stimmen meistens nicht! Volkswirte liegen meistens falsch mit ihre Prognosemodellen, da sie die Szenraio-Technik nicht anwenden. Beachten Sie aber weiter Auftragseingänge und auch den ITRAXX Europe Main und ITRAXX Europe Crossover-Index, der die CDS bzw .die Spreads von Unternehmensanleihen zeigt und damit weiterhin ein guter „Krisenindikator“ ist. Die Spreads bei Unternehmensanleihen haben sich etwas abgebaut; dagegen werden sich die Spreads für Staatsanleihen wahrscheinlich weiter ausweiten, da auch diese nicht mehr sicher sind. So gestaltete sich der Verkauf der britischen Staatsanleihen bei den Auktionen schwierig, während zuletzt die 7 Jährigen US-Staatsanleihen relativ gut platziert wurden. Ich rechne aber noch mit einem Käuferstreik bei britischen und amerikanischen Anleihen im Jahresverlauf und dann werden auch die Aktenmärkte ein großes Problem haben. Beobachten Sie bitte schon jetzt mit Argusaugen die nächsten stattfinden Auktionen von britischen und US-Staatspapieren als nächsten „Frühindikator“ und Wegweiser für die Aktienmärkte weltweit, denn nu müssen nolens volesn Billionen USD von Staatspapieren platziert werden.

Für mich gibt es mittelfristig keinen „save haven“ im Bereich der Staatsanleihen, sondern eher bei Gold/Silber, auch wenn Gold/Silber fallen, wenn der Aktienmarkt steigt, da die „Angstprämie“ dann wegfällt. Bedenken Sie bitte, dass auch Staatsbankrotte in diesem und nächsten Jahr in Betracht kommen können, zunächst bei Schwellenländern, wo nur der IWF jetzt stützen kann. Immerhin gab der IWF nach der in Brüssel beim Krisengipfel beschlossenen Aufstockung der Gelder nun einen 20 Mrd. €-Kredit an Rumänien und einen 4 Mrd. €-Kredit an Serbien, so dass es in diesen Ländern kurzfristig dort keinen Staatsbankrott geben wird. Der nächste IWF-Kandidat ist Türkei. Die Ukraine muss erst noch ihre Hausaufgaben (=-vernünftiges Budget) erfüllen, um eine weiteer Auszahlung des 16,5 Mrd. USD IWF-Kredites genehmigt zu bekommen. Bisher wurden erst 4,8 Mrd. USD ausgezahlt. Immerhin beteiligte sich die EBRD an der Rettung von 5 ukrainischen Großbanken.

Der IWF hat auch die österreichischen Banken aufgefordert, sich aktiv an der Rettung von osteuropäischen Unternehmen zu beteiligen und Kredit zu gewähren. Diese Forderung finde ich absurd. Auch Bankmanager müssen nach dem kaufmännischen Vorsichtsprinzip Kredite gewähren. Dies ist übrigens auch einer der Hauptgründe, warum Kredite im Moment nicht gegeben werden und Gelder an die notleidenden Unternehmen nicht fließen; denn auch das Geschäfsmodell einiger Unternehmen ist in der Krise nicht mehr tragfähig, wenn sie nicht Kostenn einsparen, sprich Mitarbeiter entlassen. Es ist also mit weiteren Entlassungen - weltweit – zu rechnen, was aber ein Gesundschrumpfungsprozess, neudeutsch „Downsizing“ ist. Bei Thyyssen sollen aber nur 3000 von 90.000 Mitabeitern entlassen werden, was relativ wenig ist. Hier schlugen die Wogen höher als sie sind.

Der März war bisher ein Eldorado für geübte Trader, aber ich bin mir sicher, dass die meisten Vermögensverwalter und auch Anleger bei dem Kursaufschwung der letzten beiden Wochen nicht aktiv beteiligt waren. Viele Vermögensverwalter und Anleger, die den Ausstieg im letzten Jahr verpasst hatten, haben noch genug „Leichen“ im Keller und sind froh, dass einige Leichen jetzt wieder einige Lebenszeichen von sich geben. Außerdem war der Kursverlauf wie schon Ende Oktober „V-förmig“ und ging sehr schnell, so dass die meisten Vermögensverwalter und Anleger zu spät oder gar nicht hereinkamen. So geht die schöne Frühjahrshausse bei den meisten Depots spurlos vorbei.

Was wir jetzt erleben, sind tollkühne und gewagte Rettungsversuche, die vom Markt zunächst positiv aufgenommen werden, die aber die Verschuldung in die Höhe treiben und Inflationsgefahren in sich bergen - wie immer mit einem Timelag von mindestens 6-9 Monaten. Ob die Rettungspakete auch in der Realwirtschaft fruchten werden, wird aber erst im 2. Halbjahr ablesbar sein. Bis dahin gilt das Prinzip Hoffnung. Eine fundamentale Trendwende ist noch nicht erkennbar. Im Gegenteil: Das IFO-Geschäftklinaindex und auch der ZEW-Indikator erreichten neue Tiefstände. Auch die Stimmungs-Indikatoren an der Börse befinden sich auf dem Tiefstpunkt, was allerdings ein positives Zeichen ist. Dennoch bleibt Deutschland wahrscheinlich Exportweltmeister, da auch die Export in China abnehmen. Über China kommt aber die als neuen Konjunkturwelt-Lokomotive auch wieder die Nachfrage nach Rohstoffen. Kupfer ist durch die vermehrten Chinaeinfuhren wieder stark gestiegen. Aber China ist nicht die Welt, auch wenn es mit einem 500 Mrd. USD Konjunkturprogramm beeindruckt!

Mit am besten von allen Weltbörsen schnitt im März aber der zuvor verschmähte und gemiedene russische Aktienmarkt ab: aus einen Minus von 15% im Februar wurde im März ein Plus von 19% beim RTS-Index. Schon vorher im positiven Terrain waren die Börsen aus Brasilien und China. „“BRIC“ ist also allen Unkenrufen zum Trotz wieder ein Thema. Auch hat Osteuropa als Standort für westliche Autobauer nicht an Attraktivität verloren Nach meiner Einschätzung handelt es sich aber nur um Trading-Chance im einem intakten Bärenmarkt, da die 200-Tageslinien noch fallen und trotz des Kursaufschwungs auch noch lange nicht erreicht sind. Mit weiteren Rückschlägen muss also jederzeit gerechnet werden.

Da aber auch die Stimmungsindikatoren Anfang März so niedrig wie lange nicht mehr und die Umsätze ausgedünnt waren, sprach vieles dafür, dass die Weltbörsen und auch die Schwellenländer-Börsen jetzt zu einer bemerkenswerten Frühjahrsrallye ansetzten. Dies hatte ich auch erwartet, zumal März/April of die besten Monaten im ganzen Jahr sind. Vielleicht wird in diesen beiden Börsenmonaten März/April auch das ganz Geld für das Gesamtjahr verdient.

Obama will nun auch einen Plan vorlegen, wie die US-Automobilindustrie und damit auch Opel als Tochter von GM gerettet werden kann. Wenn auch dieses von der Börse so positiv aufgenommen wird wie der letzte Geithner-Giftmüll-Plan, könnte sich die Führjahrsrallye fortsetzen, obwohl Gewinnmitnahmen nach dem starken Kursanstieg wie am Freitag normal wären. Schließlich konnte der Anleger mit der Deutsche Bank AG (von 16 auf 32 €) in wenigen Tagen sogar einen vollen 100% erzielen und mit der Sberbank in Russland übrigens auch (von 50 auf 100 €).

Die größten Gewinne im letzten Jahr machten aber einige Hedgefonds-Gurus wie der 70-jährige Mathematiker Harris Simons, aber auch John Paulson (+38% in 2008) und George Soros, die alle über 1 Mrd. USD im letzten Jahr verdienten, wobei sie im Vorjahr noch mehr verdienten. Die 25 Top-Hedgefondsmanager verdienten in 2008 zwar über 11 Mrd. USD: im Vorjahr waren es aber noch 16 Mrd. USD, die bei den 25 besten Hedgefondsmangern vereinnahmt wurden. Wer im letzten Jahr auf fallende Bank- und Immobilienaktien im großen Stil gesetzt hatte, war der große Gewinner. Daneben gibt es aber gut geführte „Managed Futures Accounts“, die im letzten Jahr eine Rendite von 90% und in diesem Jahr von über 30% erzielt haben. Der Vorteil bei „Managed Futures Accounts“ gegenüber Hedgefonds ist, dass der Anleger direkten Einblick in die Transaktionen hat und das Geld auch jederzeit abrufen kann. Dies gibt es sogar mit Kapitalrückzahlungsgarantie der Bundesrepublik Deutschland, wobei dann die Rendite in diesem Jahr je nach Laufzeit „nur“ 7-14% betrug. Dies ist aber mehr, als so mancher Aktieninvestor oder Fondsmanager in diesem Jahr erzielt hat. Ich empfehle daher auch Managed Futures Accounts als geeignte Diversifizierung des Portfolios – nicht nur in Krisenzeiten. Wen das näher interessiert, der kann sich gerne an mich persönlich wenden.

Aber auch Schwellenbörsen sind weiter chancenreich. Hier sollte der Anleger Langfrist-Investment-Depot und einen Trading-Depot mit liquiden Blue chips, ETF und Zertifikaten mischen. Ich gehe davon aus, dass es in diesem Jahr noch einige Marktturbulenzen gibt. Die wesentlichen Makrodaten werden wahrscheinlich im 2. Quartal noch schlechter ausfallen, könnten sich im 3. Quartal 2009 aber schon wieder verbessern.

So stieg der Kupferpreis schon von 3200 auf über 4000 USD/Tonne, weil China die Nachfrage ach Kupfer wieder erhöhte. Hiervon profitierte auch der von mir im EAST STOCK TRENDS am 9. März als „Aktie des Monats“ herausgestellte polnische Kupfer/Silberproduzent KGHM, der daraufhin um 30% anstieg und mit 22,3 € einen neuen Jahreshöchstkurs erreichte. Einstiegsmöglichkeiten gab es aber schon im Februar bei 14 €, was einen Kursanstieg von über 60% in wenigen Wochen bedeutete. Kupfer ist ein wichtiges Industriemetall und daher auch ein Frühindikator für die Konjunktur. Eine Schwalbe macht aber noch keinen Sommer, zumal wir uns noch im Frühling befinden. Immerhin zeigen die vom letzten Jahr frustrierten Anleger jetzt wieder mehr Anlagebereitschaft. Auch die Fonds bekommen wieder Zuflüsse.

Zudem bekommen jetzt auch Rumänien 20 Mrd. € und Serbien 4 Mrd. € vom IWF Kredite, womit ein Staatsbankrott für diese Länder vorerst ausgeschlossen ist. Der ROTX Index stieg auch ausgehend vom Februartief schon kräftig um 50% an. Auch an anderen Ostbörsen gibt es große Erholungschancen. Es gab einige Aktien in Osteuropa, die sich in den letzen Wochen verdoppelt, andere die sich sogar verdreifacht haben. Eine Kursverdreifachung in wenigen Tagen ist unter normalen Umständen nur selten zu erreichen.

Nach den sehr erfolgreichen letzten 3 Wochen muss aber weiterhin die Markttechnik genau beachtet werden. Nach dem Short-Covering muss nun dem Newsflow weiterhin große Aufmerksamkeit geschenkt werden. Gelingt die Rettung der US-Automobilindustrie und melden einige Großbanken wieder positive Ergebnisse, dürfte sich die Weltbörsen und Ostbörsen weiterhin erholen, obwohl das Konjunkturtief noch nicht erreicht ist. Aufgelaufene Trading-Gewinne sollten aber mit Stopp-loss-Marken abgesichert werden, da es genauso schnell wieder runter wie zuletzt rauf gehen kann. Nach der beeindruckenden Frühjahrsrallye im März konsolidierte der DAX durch Gewinnmitnahmen am Freitag um 1,31% auf 4203 Indexpunkte und der S&P um 2,03% auf 815 Indexpunkte. Damit befinden sich beide Indices aber noch im steil nach oben verlaufenden kurzfristigen Haussetrend seit Anfang März.

Einige Analysten ziehen jetzt das Chartbild von 2003 beim DAX gerne heran, wo es auch zunächst zu einer V-förmigen Trendumkehr ohne Bodenbildung kam, die dann in eine fast unmerklich in eine 5-jährige Super-Hausse mündete. Dies halte aber für verfrüht, zumal wir uns erst im ersten Jahr nach der Krise befinden und noch einige Nachbeben zu erwarten sind; möglich ist aber auch den DAX-Chart von 2001 genauer anzuschauen, wo es auch Ende des Jahres zu einer kräftigen Kurserholung bis über die 200-Tagesline kann, dann aber der DAX wieder von 5000 auf 2203 im Tief einbrach. Die 200-Tageslinie ist immer noch fallend und verläuft jetzt bei 5200 Indexpunkten. Eine Kurserholung bis 5000 Indexpunkte ist durchaus im April möglich, wenn der DAX über 4300 Indexpunkte gehen sollte. Aber auch dann handelt es sich noch um eine Bärmarktrallye, da dann die 200-Tgaeslinie immer noch fällt. Sie muss sich erst abflachen und am besten nachhaltige durchbrochen werden und nach oben drehen, um von einer nachhaltigen Trendumkehr sprechen zu können. Aber auch diese Bärmarktrallyes sind für den geübten Kurzfrist-Trader sehr gewinnbringend, wenn er die Stop-loss-Marken nachzieht. Ich rate jedem Anleger, jetzt zumindest Stop-loss-Marken zu setzen, ansonsten aber auf eine Fortsetzung der Frühjahrsrallye zu hoffen.

Kritisch wird es erst, wenn der S&P unter 790 Indexpunkte fällt und noch kritischer wird es wenn, der S&P unter 750 Indexpunkte fallen sollte, denn dann ist es mit der Frühjahrsrallye erst einmal vorbei und dann werden allen Weltbörsen durch Gewinnmitnahmen in Kombination mit den News flow wieder schnell nach unten drehen. Beim DAX wird es kritisch, wenn er unter nachhaltig unter 4100 Indexpunkte und noch kritischer (Stop-loss 2) wenn er unter 3900 Indexpunkte fallen sollte. Wenn diese letzten wichtigen Trendlinien nachhaltig durchbrochen, gehen Sie bitte auch an den Ostbörsen wieder in Liquidität, denn auch an den Ostbörsen ließen sich zuletzt schöne Tradinggewinne von 50-100% bei einzelnen Aktien erzielen. Welche Aktien hier aussichtsreich sind, können Sie weiterhin der täglich aktualisierten Ostbörsen-Hotline 09001-8614001 (1,86 €/Min.) entnehmen.

Erst informieren, dann investieren

Vor einem Investment sollte sich der Anleger eingehend über die Chancen und Risiken informieren. Die ist möglich über den monatlich erscheinenden kostenpflichtigen Börsenbrief EAST STOCK TRENDS (Info und Bestellung bei der ESI East Stock Informationsdienste GmbH, Jüthornstr. 88, 22043 Hamburg, Tel: 040/6570883, Fax: 040/6570884, E-Mail: info@eaststock.de, wen www.eaststock.de) und den zweimal im Jahr stattfindenden ESI-Ostbörsen-Seminaren.

Das nächste ESI-Ostbörsen-Seminar „Optimale Anlagestrategien in unsicheren Zeiten“ , wo auch Afrika als neu zu entdeckender Kontinent mit großen Chancen thematisiert wird, findet am 27. Mai 2009 um 17.30 Uhr in Frankfurt/M statt (Infos du Anmeldung unter www.eaststock.de oder Tel. 040/6570883. Ich werde auch auf der „Invest“ am 24. April in Stuttgart einen Vortrag über „Optimale Anlagestrategien in unsicheren Zeiten“ beim Stand des „Derivate-Magazins“ halten. Im neuen Derivate-Magazin 01/2009 finden Sie auch eine aktuelle Einschätzung zu den Chancen der Ostbörsen, wo übrigens auch die gerade laufende „Frühjahrsrallye“ rechtzeitig vorher angekündigt wurde.

TV-Hinweis: Andreas Männicke wurde am 20. März um 21.30 Uhr live in der 3SATBörse zum Thema „Finanzkrise“ ein Osteuropa befragt. Seine Anlagevorschläge und weitere Hintergrundinformationen können Sie nachlesen unter www.3SAT.de/Boerse bzw. sich auch in der ZDF-Mediathek im Archiv das Interview anschauen.

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