Der überraschedne Trump-Effekt, Teil 2: Wehret den Anfängen

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Sonntag, 13. November 2016 13:52:00

Der überraschende Trump-Effekt: Aktien top, Gold ein Flop – Zinsen steigen!

Am 10. November und 11. November erreichten die Kurse an der Wall Street sogar neue Allzeit-Höchststände Der Dow Jones Industrial Index stieg erstmals auf über 18.840 Indexpunkte. Es stiegen aber auch die Zinsen stark an. Gold und Silber konnten entgegen den Erwartungen nicht vom Wahlsieg profitieren und brachen im Kurs ein, weil unter Trump auch höhere Zinsen erwartet werden.

Gold erreichte zwar am 9. November zunächst einen neuen Höchstkurs von 1335 US-Dollar/Unze; er brach dann aber um über 100 USD-Dollar auf nunmehr 1228 USD-Dollar-Unze ein, weil der US-Dollar und auch die Zinsen in den USA stark anstiegen . Noch stärker gab aber Silber nach, das am 9. September fast auf 19 US-Dollar anstieg, dann aber alleine am Freitag um 6,7 Prozent auf 17,31 US-Dollar einbrach. Kupfer stieg zunächst um 20 Prozent (!)) von 5000 auf 6000 US-Dollar/Unze, gab am Freitag aber auch wieder auf 5558 USD-Dollar die Tonne nach (-1,09 Prozent).

Starker Dollar und steigenden Zinsen als neuer Trend?

Der Euro stieg zum Dollar zunächst auf 1,12 EUR/USD an, brach aber nun auf 1,08 EUR/USD ein. Gold und Silber fielen auch deswegen so stark, wie die US-Renditen von Staatsanaleinen stark ansteigen, aber auch in Europa. So fiel der T-Bond-Future von 163 auf 155 und der Euro-Bund-Future von 163 auf 160. Der T-Bond-Future war im Juli noch bei 175. Der Trend steigender Zinsen ist in den USA also schon etwas älter, in Europa aber neu, denn im September war der Euro-Bund-Future noch nach dem Allzeit-Hoch bei 168.

Die meisten Experten und Analysten hatten genau das Gegenteil im Fall eines Wahlsiegs von Trump erwartet, zumindest kein neues Allzeit-Hoch an der Wall Street und auch keine neuen Monatstiefststand bei Gold und Silber. Der Trend steigender Zinsen und auch Inflationsraten dürfte sich fortsetzten. Daher wird die amerikanische Notenbank am 14. Dezember die Zinsen wohl erhöhen und diesen Trend steigender Zinsschritte auch in 2017 fortsetzen. Dies sind dann aber nur weiter Schritte zu Normalisierung, die aber sehr schmerzlich für die Aktienmärkte in 2017 werden könnten. Es besteht nun aber die Gefahr, dass die Anleihen-Blase platzt und dass es zu einem Anleihen-Crash kommt, was sich dann auch negativ auf die Aktienmärkte auswirken könnte. Dann dürfte eine Jahresendrally ausbleiben. Die Kursschwankungen dürften in jedem Fall zunehmen.

Wehret den Anfängen!

Als zusätzlicher Unsicherheitsfaktor kommen auch noch die Wahlen am 5. Dezember in Italien, wo es auch zu einer Art Protestwahl kommen könnte. Das gefährliche wäre, dann dass sich in westlichen Industrienationen Nationalisten und Populisten immer mehr durchsetzen mit der Folge von mehr Protektionismus. Wie wir alle wissen wurde aus einem solchen Szenario in den 30-er Jahren der 2. Weltkrieg. Man kann nur hoffen, dass die jeweilige politische Elite nun endlich die richtige Ansprache und auch die richtigen Argumente findet, den Nationalistischen und populistischen Tendenzen zu begegnen, denn sonst entsteht in 2017 Chaos in Europa. Möglicherweise war der Brexit der erste Schritt und Trump der 2. Schritt zu Tendenzen, die in einem Chaos und Bürgerkrieg, vor allem aber auch zur Spaltung Europas enden können. Wehret den Anfängen!

Seminar-Hinweis: Das nächste Ostbörsen-Seminar „Go East – Wir schaffen das“ findet am 23. November 2016 um 17.30 Uhr gleich nach dem Eigenkapitalforum in Frankfurt/M statt. Info und Anmeldung bei der ESI GmbH, Jüthornstr, 88,22043 Hamburg, Tel: 040/6570883, email: info@eaststock.de, web: http://www.eaststock.de/Dienstleistungen/Seminare

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