Börsen im Panik-Modus: wann sind wir alle Pleite?

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Samstag, 20. August 2011 17:00:00

„Wollt ihr den totalen Crash?“ Wann sind wir alle Pleite? Während es beim Lehman-Crash um eine globale Bankenrettung durch den Staat ging, geht es jetzt um die Rettung vieler Staaten durch die Banken, womit bei „Banken“ auch die Notenbanken als letzter Rettungsanker eingeschlossen sind. Wenn Banken nicht großvolumig Staatsanleihen aufkaufen, klappt die Refinanzierung von Staatsanleihen weltweit nicht mehr und Staaten gehen Bankrott. Das ist eine teuflische Symbiose mit eingebauter Dominodynamik, denn wenn Staaten Pleite gehen, werden auch Banken Pleite gehen – ein Teufelskreis.

Es bedarf einer grundlegenden Bankenstrukturreform durch die G20, wo alle an einem Strang ziehen. Banken können immer noch zwischen Bankenbuch und Handelsbuch unterscheiden, was zu erheblichen Bewertungsspielräumen, aber auch zur Intransparenz führt. Es muss also neben staatlich auferlegten Mindestkapitalerfordernissen auch mehr Transparenz und faire Bewertungen im „Handelsbuch“ geben, sonst können solche systemimmanenten Systemrisiken immer wieder passieren. Wenn Banken wie bei der Bank of America einen Marktwert von 75 Mrd. USD bei einer Bilanzsumme von 2,2 Billionen USD haben, dann stimmt was nicht im „System“. Die Bank of America ist damit immer noch die fünftgrößte Bank der Welt und sehr bedeutsam für Amerika, ebenso wie die Citibank, die allerdings schon einen Großteil der Schadensersatzklagen hinter sich hat.

Die Bank of America hat ganz bewusst während der Schuldenkrise die Schulden schön geredet, also Bilanzmanipulation betrieben, was eigentlich strafrechtliche Konsequenzen haben müsste. Wer sagt denn, dass sie das heute nicht auch macht? Jetzt hat die Bank of America Klagen im Volumen von 8,5 Mrd. USD noch durch die Hypothekenkrise am Hals. Sie hat nun die Hälfte des Aktienpakets an der chinesischen Großbank CCP für 17 Mrd. USD verkauft, aber wohl auch wieder Schieflagen im eigenen Kreditportfolio zu befürchten. Die Staatsanleihenkrise wird im nächsten Jahr nach Basel III zu erheblichen Wertberichtigungen und damit zwangsläufig zu großen Kapitalerhöhungen führen. Die meisten Bankbilanzen sind geschönt, um nicht zu sagen manipuliert. Das Schlimme ist: Die größten Banken im Land sind auch die größten Käufer von Staatsanleihen, neben Versicherungen und Pensionskassen.

Wenn die Commerzbank mit nur 45 Mrd € Eigenmittel eine Bilanzsumme von 754 Mrd € hat, dann ist das zwar auch typisch für das Bankensystem, es wird dort aber zu viel mit Fremdkapital gehebelt und das Kapital wird in unsichere Forderungen steckt wie auch in griechische Staatsanleihen. Meine Forderung: alle Banken müssen viel höher kapitalisiert werden, wenn sie höhere Risiken ins Buch nehmen, da sie sonst gefährlich für das ganze Land und durch die Globalisierung sowie das „counterpart risk“ damit für alle Volkswirtschaften der Welt werden. Zudem brauchen die Banken einen eigenen Feuerwehrfonds, um systemische Banken im Notfall zu retten. Auch dafür ist viel mehr Kapital notwendig.

Hinzu kommt die unübersichtlich nach oben gehebelte Welt der Derivate. Auch hier fordere ich schon lange mehr Transparenz und Aufklärung und sei es nur durch eine staatliche Institution, die den Durchblick hat. Hier müssen aber Experten aus der Wertpapierpraxis und ran und keine Bürokraten, schon gar nicht Politiker, die nicht vom Fach sind und die Märkte gar nicht verstehen.

Vielen Banken sind trotz Stresstest unterkapitalisiert. Da hilft dann auch die Kapitalerhöhung der Commerzbank von 11 Mrd € im Juniwenig – mit erheblichen Verlusten für die Zeichner! Der Kurs die Co-Bank fiel jetzt sogar wieder unter 2 €. Jetzt hat die Commerzbank nur noch eine Börsenkapitalsierung von unter 10 Mrd € und das als zweitgrößte Bank Deutschlands. Es dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein, dass Chinesen sich diese Bank einverleiben. Mit 5 Mrd € könnte man schon mehr als die Hälfte erwerben. Das könnte auch attraktiv für russische Oligarchen sein. Es ist schon wieder wie nach Lehmann. Die Großbanken untereinander trauen sich nicht mehr! Alles läuft über die Notenbanken (EZB und FED), die die Liquidität bereitstellen müssen, damit das System nicht vorzeitig zusammenbricht. Dann hätten wir ein 1929 schneller als uns lieb ist, trotz Supergewinne bei den Unternehmen und angeblichem Aufschwung XXL.

Es gibt aber einen zweiten Brennpunkt, der jetzt mehr denn je im Mittelpunkt steht: Politiker müssen sich nun endlich Gedanken machen, wie sie die selbst verschuldeten eigenen Verschuldungspyramiden auflösen. Dies wird noch ein schmerzlicher Prozess werden, denn bei einem Schuldenschnitt und einer Währungsreform gibt es nur Verlierer. Um es ganz klar zu sagen. Wir befinden uns im Ausnahmenzustand und keiner, außer der Börse, bemerkt das so richtig. Die Börsen wissen ganz genau, dass ein „Double Dip“ – vor allem in den USA - zu erheblichen Verwerfungen an den internationalen Kapital- und Finanzmärkte führen würde, da dem Staat die Hände (noch mehr) gebunden sind und die Notenbanken bei einem weiteren Aufkauf von Schrottanleihen zu erheblichen Kapitalerhöhungen gezwungen werden. Schon jetzt sind die Bilanzen der FED und der EZB sehr problembeladen und unmittelbarer Ausdruck des geld- und finanzpolitischen Ausnahmenzustandes.

Es liegt aber auch ein Fehler im System. Während durch die Propagierung des keynesianischen Ansatzes Schuldenmachen im Fall von Konjunkturabschwächungen legitimiert wurden, gab es keine eingebauten Schuldenrückführungsverpflichtungen für die Politiker in „guten Zeiten“. Daher werden Schulden immer wieder nur mit höheren Schulden beglichen, was nichts anderes als ein finanzpolitisches Schneeballsystem ist. Auch die gesetzlich eingebaute Schuldengrenze in den USA nützt wenig, wenn die Schuldengrenze nach einigen Jahren nur immer weiter nach oben projiziert wird, wie Anfang August in letzter Minute.

Diesmal scheint die Börse aber den Glauben daran zu verlieren, dass die Schuldenprobleme schnell durch weitere geld- und fiskalpolitische Maßnahmen jemals lösbar sind. Der Ruf nach Signalen und „Befreiungsschlägen“ von den Politikern wird dann immer lauter und verzweifelter. Dabei ist es doch seit Jahren das Gleiche. Nach einem Konjunkturrettungsprogramm kam zwar oft eine Wachstumswelle und eine niedrigere Neuverschuldung, aber keine Schuldenrückführung. Auch das 70 Mrd € Neuverschuldung in Deutschland sind bei einem angeblichen XXL-Aufschwung wenig verständlich. Bei einem XXL Aufschwung müss(t)en Schulden zurückbezahlt werden und nicht neue Schulden gemacht werden. Auch Deutschland lebt damit über seine Verhältnisse und bemerkt das gar nicht. Die (Ab)Rechnung folgt später, muss aber bezahlt werden. Und da fabulieren einige FDP-Politiker von Steuerentlastungen. Sie haben den Ernst der Lage wohl nicht begriffen.

US-Präsident Clinton schaffte es immerhin, den Haushalt ausgeglichen zu halten, aber er war auch eine rühmliche Ausnahme. Im Grund lebten damit viele Länder durch Verschuldung über ihre Verhältnisse. Die nachfolgenden Politiker machten dann wohlmöglich weniger neue Schulden, aber sie führten die Schulden auch nicht zurück. Hinzu kamen die öffentlichen Sozialprogramme, die zwar optisch zu einer Wohlstandsmehrung führten, die aber in Zukunft nicht mehr bezahlbar sind, insbesondere dann nicht, wenn es wie in Deutschland und Japan große demographische Probleme gibt. Die Schuldenrückführung oder gar Streichung wird ein schmerzlicher, aber notwendiger Prozess werden. Davor scheuen sich Politiker, weil sie dann die unangenehme Botschaft ans Volk nicht nur verkünden, sondern auch umsetzen müssen. Die logische Folge wird sein, dass sie nicht wieder gewählt werden. Davor hat aber jeder Politiker angst. Auch das ist ein Fehler im System.

Wir stehen damit vor einem gewaltigem „Zukunftsproblem“, das meines Erachtens nur so zu lösen ist, dass es zu einer gerechteren Vermögensverteilung – sei es freiwillig oder aufgezwungen - weltweit kommt und zum anderen auch ohne Zeigefinger mehr soziale Verantwortung, also (vor)gelebte Solidarität, sonst bricht das System früher oder später in sich zusammen – und Börsen werden das rechtzeitig signalisieren. Im Grunde ist der „point of no return“ bei vielen Ländern schon überschritten. Wenn die USA tatsächlich 4 Billionen USD sparen wollen, kann es brennende Städte auch in den USA geben, so wie zuletzt in London und jetzt in Berlin, wobei man in Berlin noch nicht weiß, ob die Autobrände politisch motiviert sind. Wenn dann noch beim Bildungsetat gespart werden soll, werden Studenten auf die Straße gehen und – wie in Chile – gewaltsam demonstrieren. Wer sich dauerhaft eine Jugendarbeitslosigkeit (=Jugendperspektivlosigkeit) von über 20% erlaubt, darf sich nicht wundern, wenn sich die soziale Probleme insbesondere bei sozialen Randgruppen verschärfen, die sich dann irgendwie Luft verschaffen. Auch das sind dann aber nur erkennbare Fehler im System.

Wir müssen alle in Zukunft den Gürtel enger schnallen, uns mehr anstrengen, aber auch mehr zusammenhalten, auch in Europa. Die Verschuldungsexzesse wurden zuvor von Banken und Politikeren nicht nur geduldet, sondern auch gefördert. Da gibt es also, auch namentlich, verantwortliche Personen, die aber „systemimmanent und systemkonkludent“ handeln. Jetzt gibt aber es eine Reihe von systemischen Risiken, die ein jeder erkennen sollte. Es bedarf jetzt der schonungslosen Aufklärung der Politiker über den aktuellen Schuldenstand und wie er abgebaut werden soll. Hier sind auch Wissenschaftler und Medien gefragt, nicht um anzuklagen, sondern um Vorschläge zu machen, wie man die Kuh vom Eis bekommt und nicht von einem Eis auf das nächste schiebt. Vorsicht: durch den Klimawandel werden die Eisschollen jetzt brüchiger! Vielleicht ist die gerade entlaufene Kuh Yvonne in Bayern auch symbolträchtig. Wer will schon so früh auf den Schlachthof? Es lebe die Freiheit der Kühe! Politiker brauchen jetzt gute Berater, sonst kommen sie auch sprichwörtlich auf den Schlachthof.

Eine Schuldenrückführung müsste aber in der Verfassung festgelegt werden. Obama hat sich klar nicht an die Schuldengrenze gehalten, aber er hat auch eine erhebliche Erblast von Bush übernommen. So wird es aber auch den nächsten Politikergenartionen gehen, denn sie erben immer mehr Staatsschulden, die zudem exponentiell steigen. In den USA wird nach dem QE2 ein QE3 bei Niedrigzinspolitik folgen und die EZB wird wohl neben griechischen, italienischen und spanischen Anleihen demnächst auch französische Anleihen in der Not aufkaufen müssen, wenn es zu keiner Beruhigung an den Finanzmärkten kommt. Alles das belegt doch nur, dass wir uns im Ausnahmezustand befinden und die Börse registriert dies allmählich, indem sie fast aus dem „Nichts“ in den Panik-Modus wechselte.

Die Börsen setzen jetzt also ein deutliches Ausrufungszeichen, was man auch als Warnzeichen für die Zukunft verstehen kann. Es sind jetzt in der Tat, Politiker gefragt, vernünftige Lösungen vorzuschlagen, wie man die Schulden abbaut und dennoch Wachstum generiert. Gibt es sowas überhaupt? Die Vorschläge von Sarkozy und Merkel, eine europäische Wirtschaftregierung zu ermöglichen und eine Finanzmarkttransaktionssteuer „irgendwann“ (wann?) einzuführen, sind Alibilösungen, die die Kuh nicht von Eis bringen. Vielleicht wird dann hernach durch eine gemeinsame Wirtschaftspolitik Europas ein Eurobond möglich, aber das heißt doch nur, den Teufel mit dem Beelzebub zu bekämpfen.

Europa ist schon lange durch die EU-Strukturhilfen eine Transferunion, wovon jetzt auch viele osteuropäische Länder profitieren. Deutschland ist also schon lange der Zahlmeister, aber bei den jetzigen und zukünftigen Schuldenproblemen wird auch das exportstarke Deutschland überfordert werden oder zumindest an die Grenzen der Belastbarkeit geführt. Diese virtuellen Rettungsschirme können also ins Verderben führen. Auch Polen bekommt erheblich Strukturhilfen von der EU und hat dennoch ein Haushaltsbilanzdefizit von über 5%.

Polen könnte ein zweites Griechenland werden, wenn es nicht aufpasst und die Schulden eindämmt. Auch Griechenland wuchs am Anfang prächtig, lebte aber lange Jahre fast unbemerkt über seine Verhältnisse und bekam die Staatsfinanzen nicht in den Griff. Das sollte Polen eine Lehre sein, denn auch dort zahlen die Reichen kaum Steuern und es ist die Korruption sehr verbreitet. Länder mit (zu) hoher Korruption sollten weniger Strukturhilfen von der EU als Sanktionsmittel erhalten.

Ich habe schon immer gesagt, dass vor es der Euroeinführung eine gemeinsame Wirtschaftspolitik Europa geben muss, das sonst das Pferd von hinten aufgezäumt wird. Es bedarf demnächst radikaler Lösungen. Man darf gespannt sein, wie Obama die Kuh vom Eis bekommen will. Es ist ganz klar, dass das Ansehen von Politkern in Krisensituation schwindet, es sei denn es sind Nuturkatastrophen oder „aufgezwungene Kriege“, wo ein Politiker dann kurzfristig als rettender Held auftritt. Wir sind kurz davor, das System zugrunde zu richten, wobei die Ursachen in der Vergangenheit liegen.

Mit den vergangenen Krisengipfeln der G20 und der EU lassen sich keine Verschuldungsprobleme lösen und schon gar nicht „Vertrauensprobleme“. Börse und Wirtschaft haben eines gemeinsam: Sie sind zum großen Teil auch von der Massenpsychologie abhängig. Durch Massenpsychologie können Märkte nach oben und unten gebracht werden. Vertrauen zu schaffen in die positive Gestaltbarkeit der Zukunft ist jetzt die wichtigste Aufgabe für Politiker und Wirtschaftskapitäne. Die Politiker eilen nun recht ratlos von Krisensitzung zu Krisensitzung. Sie begreifen nicht, dass diesmal nicht die „bösen Spekulanten“ am Crash Schuld sind, die durch das Verbot von (nur regional wirksamen) Leeverkäufen gezügelt werden können, sondern sie selbst. Auch nach dem Verbot von Leerverkäufen von Bankaktien crashen die Börsen weiter. Die Börsen crashen auch deswegen weiter, weil es keine Käufer mehr gibt, die „gegenhalten“. Zu viele haben das Vertrauen in die Gestaltbarkeit der Zukunft verloren.

Die Politiker brauchen jetzt gute, besonnene Berater mit Augenmaß, Mut und Durchblick, was den meisten Politiker im Finanzbereich fehlt. Nach dem Aufschwung XXL in Deutschland, den vor 2 Jahren nach dem Lehman-Crash noch keiner für möglich hielt, darf jetzt nicht der Abschwung XXL folgen, sonst ist das gemeinsame Boot, in dem wir alle sitzen, nicht mehr lenkbar. Förderlich wäre schon das Boot zunächst in ruhigere Fahrwasser zu geleiten.

Wir müssen aber eine bessere Zukunft gestaltbar machen. Die Politiker befinden sich in ein Sackgasse von bürokratischen Vorgaben und sie sind vom Wähler abhängig. Zudem geht es dabei oft nur um Machterhalt. Jetzt ist ein jeder aber gefragt, sich Gedanken über die Zukunft zu machen, damit auch die Nachfolgegeneration friedvoll leben kann und Gestaltungschancen hat. Eines muss jedem klar sein. Schulden schafft Zwänge, nämlich den Rückzahlungszwänge. Wer einen Kredit aufnimmt, hat auch Verantwortung übernommen, den Kredit zurückzuzahlen. Der Staat sind wir alle und nicht die von (zum großen Teil nicht) gewählten Politiker.

Man kann aber auch Almosen geben, die auch einem gewissen Sozialausgleich dienen. Almosen und Spenden müssen nicht zurückzahlt werden. Fassen wir die Kredite an Griechenland & Co also als Almosen auf und verzichten auf die Rückzahlung. Die Politiker müssen das dann dem Volk nur klar machen, dass es sinnvoll ist, Almosen zu den Bedürftigen zu gegeben. Denn dann steigt auch wieder der Europa-Konsum und alle werden hernach glücklich. Ähnlich ist es mit der Entwicklungshilfe. Durch Kredite werden Länder stranguliert. Liebe Politiker der Welt, gebt freiwillig Almosen und sorgt lieber dafür, dass die Gelder auch dort landen, wo sie landen sollen, durch effektive „vor Ort“ Kontrollen, dann braucht ihr hernach nicht künstlich ein Schuldenverzicht erklären. Bei dem, was gegenwärtig in Somalia/Kenia passiert, darf die Welt nicht zuschauen, sondern sie muss helfen.

Die Anleger waren in den letzten Wochen auch nicht gerade happy, die meisten schauten fassungslos dem Treiben an der Börse zu. Ein Kurseinbruch um über 20% aus dem „Nichts“ hatte keiner erwartet. Ich habe versucht, dass das „Nichts“ nicht ganz stimmt, sondern dass es gewichtige Gründe für den Kurseinbruch gab und gibt. Nur das Timing war für so manchen etwas unglücklich, zumal viele Anleger im Urlaub waren, was die Short-Seller und Trendfolgeprogramme dann auch ausnutzten. Zudem war am 13. August Vollmond, was den Kurseinbruch „begünstigte“. Die „Rettung“ naht erst am 29. August, denn dann ist wieder Neumond. Beim DAX fiel zuletzt auch die (vor)letzte Bastion, nämlich die 5500-er-Marke, was nun von der Markttechnik her einen Kurssturz bis 5000 ermöglicht. Gold bleibt der Krisengewinner, in das jetzt alle Welt flüchtet. Goldanleger freuen sich über einen fast vorprogrammierten neuen Höchststand von 1852 USD/Unze. Je unentschlossener jetzt die Politiker agieren, desto mehr wird Gold steigen und die Börsen fallen.

Hoffnungen machen jetzt die weniger verschuldeten Emerging Markets, wobei hier zunehmend Inflationsprobleme wie in Vietnam mit 22%, aber auch in Brasilien mit einem Zinssatz von über 12% belasten. Vorbildlich macht uns Estland vor, wie man ehrgeizige Haushalts- und Wachstumsziele durch Disziplin und Engagement erreichen kann. Small is beautiful, was auch ein Thema der Beteiligungen im Baltikum AG (www.baltikum.de) bei ihrer Hauptversammlung am 23. August in Rostock-Warnemünde sein wird. Aber auch die Aktien im Baltikum kamen im August unter Druck. Schauen Sie sich ruhig einmal die neue ZDF-Serie “Die schönen aus Ostens“ am nächsten Donnerstag an, diesmal über Odessa (letzten Donnerstag über Tallinn und davor über St. Petersburg) an. Das ergibt einen anderen Blickwinkel und der tut gut, bei so einer negativen Stimmung an der Börse.

Die Moskauer Börse leidet derweilen ebenso weiter unter dem globalen Börsen-Crash. Russland ist aber kaum verschuldet und dennoch gab der RTS um über 20% seit dem Jahreshoch nach, was auch einem Crash gleichkommt. Hier ergeben sich jetzt aber wieder günstige Einstiegsmöglichkeiten. Wo Sie jetzt – mit gestaffelten Abstauberlimits - investieren sollten und wie Sie sich jetzt in dieser brisanten Situation verhalten sollen, können Sie nachlesen im Börsenbrief EAST STOCK TRENDS (Probe-Abo für 3 Ausgaben für nur 15 weiche Euro, siehe www.eaststock.de).

Wenn Sie sich aktuell informieren wollen, wie Sie sich jetzt verhalten sollen, dann hören Sie jetzt mal in die Ostbörsen-Hotline 09001-8614001 (1,86 €/Min) rein.

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