Bad news, Bad banks – “Batman” Obama soll´s richten!

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Samstag, 17. Januar 2009 19:02:00

„2009 wird ein Jahr der schlechten Nachrichten!“ Hätte nur Josef Ackermann diese bahnbrechende Prognose unserer Bundeskanzlerin Angela Merkel aus dem letzten Jahr gehört und nicht auf die Analysten/Berater im eigenen Hause, dann wäre ihm vielleicht der Krankenhausaufenthalt erspart geblieben. Der Rekordverlust in Höhe von 4,8 Mrd. € im 4. Quartal bringt nun auch den Branchenprimus Deutsche Bank AG ins Wanken. Der Kurs fiel mit 20,2 € fast wieder auf das Allzeittief von 18,8 €. Bei nur 2% Eigenkapital ist auch nun für die Deutsche Bank AG ein Einstieg des Staates eine Alternative, die wohl nun Josef Ackermann nolens volens in Bertacht ziehen muss. Die Weltbörsen wurden von diesem miserablen Ergebnis geschockt, da die Deutsche Bank AG bis dahin als „Fels in der Brandung“ ohne Staatshilfe galt. Die Hypo Real Estate AG wird wohl demnächst auch verstaatlich werden müssen, was aber keinen wirklich überrascht. Deutsche Banken sind für den Steuerzahler damit weiterhin ein unkalkulierbares Fass ohne Boden

Das meiste Geld wurde bei der Deutsche Bank AG allerdings im Eigenhandel von den so oft prämierten Experten der Deutsche Bank AG verbraten. Die Commerzbank AG hat sich mit der Dresdner Bank AG auch überwiegend toxisches Material in die Bücher genommen, wobei Lehman Brothers, Madoff, Irland & Co offensichtlich „unkalkulierbare“ (?) Risiken (oder auch „Black Swans“) für die Entscheidungsträger Blessing&Co darstellten. Black Swans können aber zum Ruin eines Unternehmens oder sogar einer ganzen Volkswirtschaft werden. Der fünftreichste deutsche Unternehmer Merckle wählte den Freitod, weil er von der globalen Finanzmarktkrise überwältigt wurde. Nicht vergessen sollte man aber, dass viele Selfmade-Milliardiäre ihr Imperium auch zuvor nur durch Kredite aufgebaut hatten. Durch die Fehlspekulation bei „VW-short“, wurde ein ganzes Firmenimperium aus den Angeln gehoben. Beim Fall von Madoff, immerhin Ex-NASDAQ-Chef, wurde ein Schneeballsystem aufgebaut, dass offensichtlich keiner rechtzeitig erkannt hat, auch nicht die gut verdienenden Investmentbanker von Dresdner Kleinwort Wasserstein.

Hier wird jetzt soviel Porzellan in der Finanzwelt zerschlagen wie noch nie. Auch die Schaeffler-Gruppe muss jetzt wohl nun zu Tiefstkursen eine Kapitalerhöhung bei Continental bei Kursen um 18 € durchführen. Die Continental AG ist jetzt nur noch 3 Mrd. € an der Börse wert. Im September befand sich der Kurs noch bei über 70 € - ein tolles Geschäft! Nach Merckle droht hier jetzt ein weiteres Milliardärsfamilienvermögen ohne Staatshilfe (=Staatsbürgschaften für Continantal und/oder die Schaeffler-Gruppe) zusammenzubrechen, denn auch die Schaeffler-Gruppe hat sich offensichtlich überhoben. Conti hat Schulden von 10 Mrd. € und die Schaeffler-Gruppe ebenfalls, bei der 210.000 Personen beschäftigt sind. Auch hier wird es also zu hohen Goodwill-Abschreibungen kommen, was das „Thema des Jahres“ 2009 sein wird. Zudem wird es zu in 2009 vermehrt zu Insolvenzen kommen.

Die Bad news im Bankensektor scheinen zunächst kein Ende zu nehmen. Barclays hat sich ebenfalls überhoben und braucht nun eine Kapitalspritze. Die Citibank meldete einen Rekordverlust von 18,7 Mrd. USD für 2008. Sie hat schon einen Rettungsschirm des Staates von 300 Mrd. USD in Anspruch genommen. Die Citibank dürfte nun zerschlagen werden, dass heißt, es kommt zu weiteren Notverkäufen von Firmenbestandteilen. Die Bank of America schrieb im 4. Quartal ein Minus von 2,4 Mrd. USD ab und ruft jetzt auch nach weiteren Staatshilfen, damit die Übernahme von Merrill Lynch finanziert werden kann. Immerhin schaffte die „Lichtgestalt“ JP Morgan Chase einen Gewinn von 702 Mio. USD im 4. Quartal, was aber auch ein Gewinneinbruch von 80% bedeutete. Dennoch wird es mit den Bankenpleiten in den USA in diesem Jahr weitergehen. Jede dritte US-Bank ist jetzt von der Zahlungsunfähigkeit bedroht, da die Immobilienpreise weiter sinken und die Arbeitslosigkeit zunimmt. Als erste Konkurs-Bank in diesem Jahr erwischte es die relativ bedeutungslose National Bank of Commerce aus dem Bundesstaat Illinois. Weitere werden folgen.

Auch jetzt muss sich jeder Analyst die bange Frage stellen, ob mit dem Bilanz-Stichtag 31.12. auch alles Giftmüll in der Bilanz erkannt und auch richtig bewertet wurde. Nach groben Schätzungen liegen noch 300 Mrd. bis 1 Billion € Giftmüll in deutschen Bankbilanzen. Insofern darf man sich im Moment nicht freuen, wenn bei dem Zusammenschluss von Commerzbank und Dresdner Bank eine Bilanzsumme von 1 Billion USD entsteht. Wirtschaftsprüfer von Bankbilanzen möchte ich jetzt nicht sein…! Was davon werthaltig ist und wie hoch die werthaltigen Assets der beiden Großbanken wirklich sind, bleibt abzuwarten. Der Kurs von 3,17 € und die Marktkapitalisierung von 2,29 Mrd. € bei der Commerzbank AG spricht bereits ein deutliche Sprache. Die zweitgrößte deutsche Bank hat jetzt also nur noch eine Marktkapitalisierung von etwas über 2 Mrd. €, was eigentlich ein gefundenes Fressen für die „Haifische“ in der Finanzwelt sind: Wie gut, dass der Staat jetzt bei Co-bank drin ist, aber auch Haie können versehentlich Giftmüll verschlucken.

Wohin jetzt aber mit dem Giftmüll, der noch in den Büchern ist und keinen Wert hat. Wo soll der Giftmüll ausgelagert werden? Kommt jetzt eine staatliche Bad Bank als ultima ratio ins Spiel, die den Giftmüll aufnimmt. Ben Bernanke hat sich letzte Woche in London ähnlich geäußert, indem er sagte, dass der Spielraum der FED noch nicht ausgeschöpft sein. Möglich sei auch die Übernahme der schlechten Kredite durch die Notenbank oder eine neu geschaffene Staatsbank. Mutet sich die Notenbank als Währungshüter aber damit nicht zu viel zu oder ist dies dann gar der Einstieg in eine Währungsreform? In Zimbadwe soll es jetzt einen 100 Billionen Dollarschein wegen der Inflation geben. Hat „Helikopter-Ben“ so etwas auch schon eingeplant?

Und kann die Notenbank bzw. die Staatsbank diese für den Steuerzahler dann auch gewinnträchtig managen oder erhöht sich dadurch nur die Staatsverschuldung? Ganz offensichtlich haben sich gerade in den letzten Monaten so manche Analysten, Wirtschaftsprüfer, Vorstände und Aufsichtsräte wieder einmal kräftig geirrt. Ich bezweifele aber, dass die Entscheidungsqualität und Risikoeinschätzung besser wird, wenn sich nun der Staat in den Aufsichtsräten einnistet. Wie fatal der Irrglaube ist, dass der Staat mehr Sicherheit bietet, haben die deutschen „Musterbeispiele“ deutsche Landesbanken und IKB gezeigt. Auch die BaFin und SEC haben sicher versagt ebenso wie die Aufsichtsräte und Ratingagenturen. Alles das soll nun am 20. April bei nächsten G20-Treffen besprochen werden, aber ist das nicht ein wenig spät? Die EZB-Zinssenkung um 0,5 Basispunkte in der vergangen Woche war allseits erwartet worden; es wird wohl eine weitere im März folgen, aber was nützt das im Moment?

Analysten haben es jetzt weltweit mit ihren Einschätzungen und Prognosen mit einer „Black box“ zu tun, denn kaum ein Vorstand wagt sich aus dem Fenster und gibt eine Prognose für das Jahr 2009 ab. Dennoch darf man neben den Zahlen für das 4. Quartal jetzt auch auf die Guidance, also den Ausblick 2009 gespannt sein. Einige Stahlunternehmen wie Salzgitter und Thyssen sehen schon wieder Licht am Ende des Tunnels – und es nicht der entgegenkommende Zug. Das neue (alte) Zauberwort heißt „Infrastrukturinvestitionen“ – auch für die Bauwirtschaft. Auch Alternative Energien werden wieder kommen, falls Klimaziele mit Obama als neuer „Pacemaker“ erreicht werden sollen. Da kaum einer aber die Tragweite und Dauer der gegenwärtigen Wirtschaftskrise berechnen kann, werden die Umsatzschätzungen und die Schätzungen der operativen Gewinne wohl mehr in eine Szenario-Beschreibung „je nachdem“ münden. Jedes geplante Geschäftsergebnis und auch die Cash Flow-Analysen der Analysten ist von Bedingungen abhängig. Gerade diese Bedingungen sind aber nicht kalkulierbar wie die Bedingungen am Kapitalmarkt, die Rohstoffpreise und das Nachfrageberhalten der Konsumenten, die Achillesferse der US-Wirtschaft.

Die Mega- Konjunkturprogramme im Billionenumfang, die zunächst nur ein Erhöhung der Staatsschulden bringen, sind „Hoffnungsprogramme“ in die Zukunft, nämlich die Hoffnung, dass frei nach Schiller die „Pferde irgendwann saufen werden“. Was ist aber, wenn die Pferde nicht so schnell saufen sollten, sondern der Staat absäuft? Wird es in Zukunft zu Straßenschlachten wegen des notwendigen Sparkurses in den Folgezeit kommen wie zuletzt in Vilnius (Litauen). Und wer kauft überhaupt die ganzen Staatsanleihen die jetzt auf den Markt kommen sollen? Vielleicht ist auch das Wasser immer noch verseucht. Nun gibt es einen weiteren, wenig kalkulierbaren Parameter und das ist die Psychologie. Hier kommt „Batman“ Obama mit seiner positiven Ausstrahlung genau zur richtigen Zeit und man kann auch hier nur hoffen, dass die „Obanomie“ weltumfassende „Yes, wen can“-Effekte zeigt. 4 Millionen werden ihn auf jeden Fall am 20. Januar willkommen heißen – hoffentlich ohne Terroranschlag.

Aber auch ein Obama muss nach dem 20. Januar zunächst einmal in den Nahen Osten und auch nach Afghanistan fliegen und dort den Messias spielen. Bin Laden hat auch schon wieder per Video gemeldet und weltweit zum „Heiligen Krieg“ aufgefordert. Da wird er sicherlich auf die Hautfarbe keine Rücksicht nehmen. In Kabul gab es schon einen Bombenanschlag vor der deutschen Botschaft und weitere Terroranschläge werden folgen. In Gazastadt gibt es schon über 1000 Tote – und noch immer keinen Waffenstillstand. Nun droht auch Nordkorea im Konflikt mit Südkorea mit Atomwaffen und die USA muss auch hier diplomatisch einschreiten. Pakistan bleibt ein Pulverfass. In Südamerika könnte es aufgrund der großen sozialen Unterschiede Ausschreitungen mit der Regierung geben. Mexiko ist angeblich vom Drogenkartell schon unterwandert. Zudem ist Mexiko sehr abhängig von den USA. Droht hier nach Ecuador der nächste Default, nachdem der fallende Ölpreis das ölreiche Land schon jetzt in Schwierigkeiten bringt? Auch der bisher nicht gelöste Iran-Konflikt muss dann angegangen werden. Mit Russland muss verloren gegangenes Vertrauen wieder gewonnen und ein „kalter Krieg“ vermieden werden. Hohe geopolitische Risiken müssen also in 2009 einkalkuliert werden, bei denen die USA die Feuerwehr spielen soll. Wie gut, dass jetzt nicht mehr Bush der Feuerwehr-Hauptmann ist. Und ob das Mega-Konjunktur-Programm von über 800 Mrd. USD im Februar tatsächlich durch den Kongress kommt, ist auch zweifelhaft. Di US-Automobilindustrie hängt am seiden Faden, aber auch Toyota will im 1. Quartal 2009 800.000 Autos weniger produzieren. Es werden nicht alle Automobilproduzenten diese Krise überleben. In Deutschland bricht der Export brutal ein. Es lauern also eine Reihe von „Black Swans“ für die Weltbörsen. Aber sicher ist, dass die Verschuldungsuhr immer schneller tickt bzw. pro Sekunde immer größer Zahlen zu verarbeiten hat. Bis jetzt kommen jede Sekunde 4400 € Schulden in Deutschland hinzu- und bei der Citibank 1100 USD.

Die Politiker versündigen sich jetzt an der Nachfolgegeneration. Da nützen die 100 € für jedes Kind herzlich wenig, im Gegenteil; sie bringen die Uhr nur noch schneller zum Laufen. Zukunftsinvestitonen in Bildung waren schon immer gut; durch die Finanzkrise werden marode Mauerwerke, veraltete Sanitäreinrichtungen und wackelige Stühle in Schulen und Universitäten saniert. Das ist gut so. Aber wo und wann findet ein „Finanzausgleich“ statt. Ich bin persönlich etwas enttäuscht, was jetzt so in der Krise alles an Rezepten ohne Gegenfinanzierung und Gedanken an die nächste Generation angeboten wird. Und warum macht man sich nicht früher darüber Gedanken und es lässt es gar nicht so weit kommen? Eine Schublade für die Bewältigung globalen Risiken scheint es nicht gegeben zu haben.

Die Börse ist auch etwas ratlos und schwankt volatil hin und her. Keiner weiß, ob es in der zweiten Jahreshälfte zu einer Konjunkturerholung durch die Konjunkturprogramme, noch besser durch die verbesserte Psychologie kommt oder ob wir in eine mehrjährige Stagnation á la Japan schlittern, wo sich nur die Schulden, aber nicht die Unternehmensgewinne nachhaltig erholen. Einkalkulieren sollte der Anleger auch die hohen Goodwill-Abschreibungen, die bei der Bilanzbesprechung mit Analysten noch ein Thema sein werden, denn diese gehen in die Milliarden (immerhin nicht in die Billionen wie bei den Schulden der Banken). So gesehen stimmt kaum eine Bilanz 2008, da es hier hohe Bewertungsspielräume und künstliche Erleichterungen für Banken/Versicherungen gibt.

Auch an der Moskauer Börse ging das Jo-Jo-Spiel aufgrund des anhaltenden Gasstreites zwischen Russland und der Ukraine weiter. Der RTS fiel auf 566 Indexpunkte. Aus einem Plus von 10% zu Jahresbeginn wurde ein Minus von 10% bis zum 16. Januar. Allerdings konnten sich heute (am 18. Januar). Russland und die Ukraine endlich einigen. Demnach soll morgen wieder Gas geliefert werden. Die Ukraine hat sich zähneknirschend bereit erklärt, ab 2010 Weltmarktpreise zu zahlen. Wie sie das finanzieren wollen, ist mir schleierhaft, zumal die Ukraine schon im letzten Jahr nur durch einen 16,5 Mrd. USD-Kredit vor dem Staatsbankrott bewahrt werden konnte. Dennoch ist die Beendigung des Gasstreits für alle Beteiligten das Beste. Gazprom verlor schon über 1 Mrd. USD wegen der nicht erfolgten Gaslieferungen seit dem 7. Januar. Für Russland ist es auch von großer Bedeutung wie sich der Ölpreis weiter entwickelt. Falls er unter 40 USD/Barrel für lange Zeit fällt, dürfte auch eine Rezession in Russland unausweichlich sein. Noch wird von einem BSP-Wachstum von 2% nach noch 6,5% im letzen Jahr ausgegangen. Zudem gibt es Renationalisierungsgerüchte bei einigen Rohstoffunternehmen wie bei Norilsk Nickel.

Falsch wäre es jetzt aber, den Kopf in den Sand zu stecken; gerade jetzt muss der Anleger sehr aufmerksam und liquide bleiben. Gleich zu Jahresbeginn stiegen die Aktien wie Gazprom und Sberbank um 30%, um jetzt sogar unter das Ausgangsniveau zurückzufallen, womit sich schon schöne Tradinggewinne erzielen ließen. Ich rechne auch für das Gesamtjahr mit volatilen Seitwärtsbewegungen und damit auch immer wieder mit guten Trading-Chancen (siehe dazu auch der Börsenbief EAST STOCK TRENDS, www.eaststock.de). Der DAX verlor letzte Woche etwa 9% an Wert (Commerzbank -34%!) und der RTS sogar über 10%. Damit werden jetzt die Tiefststände aus dem Oktober 2008 wieder getestet.

Behalten Sie weiterhin die Charttechnik im Auge. Am Freitag konnte wieder einmal das „Plunge Protection Team“ ein Unterschreiten de wichtigen 8000-er Marke verhindern. Beim DAX hielt die ebenso wichtige 4200.er-Marke. Bei einem Dow Jones von unter 8000 und auch einem DAX von unter 4200 wird es sehr bearish. Dann sollten auch Engagements in Osteuropa überwiegend verkauft werden. Ohnedies empfehle ich weiter Cash von 70% und 10-30 % kurzfristige Investments für ausgewählte Trading-Posintionen. In der nächsten Woche könnten sich die Aktien in der Trading-Range 8000-9000 bei Dow Jones und 4000 bis 5000 beim DAX erholen, wenn die „Obamanie“ sich auch an den Weltbörsen kurzfristig durchsetzen sollte.

In den USA werden die Rekordsumme von 8 Billionen USD auf Geldmarktkonten und Bankguthaben geparkt (ob sie da wohl sicher sind?). Auch in Europa und in Deutschland ist so viel Geld wie noch nie beim Vermögensverwaltern geparkt. Auch die Börsenlegende Warren Buffet schiebt noch eine Barliquidität von über 100 Mrd. USD (!) vor sich her, obwohl er im letzten Jahr inmitten der Krise bei Goldman Sachs und General Electric großvolumig eingestiegen ist. Auch die arabischen Staatsfonds scheinen noch abzuwarten, aber so wie die russischen Oligarchen, soweit sie noch liquide sind. Die 20 größten Unternehmen der Welt schieben eine Barliquidität von 570 Mrd. USD vor sich her. Das russische Ölunternehmen Surgutneftegas hat einen Cashbestand von über 15 Mrd. USD und wird demnächst wohl ebenso wie Siemens im Finanzgeschäft bessere Geschäfte machen als im operativen Geschäft. Aber keiner will diese zugegebenermaßen intransparente Aktie Surgut im Moment kaufen. Zudem gibt es jetzt viele Aktien, bei denn der Cashbestand höher ist als der Marktwert an der Börse, was an die Zeiten am Neuen Markt erinnert. Wenn diese Gelder weltweit wieder reinvestiert werden, wird es eine kräftige Hausse geben, bei der der Anleger dabei sein sollte. Ich erwarte dies aber erst bei einem Dow Jones von über 9000 und wenn die 200-Tgaeslinien wieder zu stiegen beginnen.

Warten wir zunächst einmal ab, was Batman Obama ab dem 20. Januar alles veranstalten und was er dann and den Weltbörsen – auch psychologisch - auslösen wird. Vielleicht wird es nächste Woche eine kleine Obama-Rallye geben. Danach rechne ich aber erst einmal mit Bad news“ in der Berichtssaison (auch aus Gazastadt + Nordkorea+Iran, hoffentlich nicht auch noch beim Gaskonflikt Russland/Ukraine), (nicht nur) mit einer „Bad bank“ und warte dann aber in der Tat auf den „Batman“ Obama, der es richten soll. Batman ist übrigens kein „Superheld“ im engeren Sinne, wie etwa Superman, da er über keinerlei Superkräfte verfügt. Seine Überlegenheit basiert auf „Intelligenz, Willenskraft, hartem Training und seinen technischen Hilfsmitteln“. Vielleicht bewirkt Batman Obama sogar ein Wunder wie das „Wunder von Hudson“ - wie gut, dass es tatsächlich doch noch positive Nachrichten und Glücksmomente bzw. ein happy end in dieser turbulenten Zeit gibt. Dabei glaube ich weiterhin an hohe kurzfristige, realistische Trading-Chancen. Welche Aktien Sie jetzt kaufen oder verkaufen sollen, können Sie der täglich aktualisierten Ostbörsen-Hotline 09001-8614001 (1,86 €/Min.) entnehmen.

TV-Hinweise: Die Zusammenfassung des letzten NTV-Telebörse Interviews vom 15. Januar mit Andreas Männicke über Russaland können Sie mit den Empfehlungen nachlesen unter www.teleboerse.de/geldanlagecheck. Das letzte Interview über Russland im DAF vom 9. Januar 2009 können Sie sich runterladen unter www.anleger-fernsehen.de (dort bei der Suchfunktion „Männicke“ eingeben).

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