And the winner is: Trump and Russia!

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Samstag, 12. November 2016 23:58:00

Am 8. November wurde überraschend Donald Trump zum nächsten amerikanischen Präsidenten gewählt. Hillary Clinton hat zwar mehr Stimmen bekommen, aber durch das amerikanische Wahlsystem wurde Trump der neue Präsident. Als nach europäischer Zeit nachts um 4 Uhr schon relativ klar wurde, dass Trump der neue US-Präsident wurde, brachen zunächst die Aktienkurse in Japan ein, wo schon gehandelt wurde. Auch der DAX startete mit einem Minus von 3 Prozent. vorbörslich sogar bei knapp unter 10.000 Indexpunkten. Schon am 9. November gab es dann aber eine bemerkenswerte Rally, die kaum einer erwartet hatte. Der DAX schloss dann per Saldo mit über 10.600 Indexpunkten sogar im Plus und auch die Wall Street. Besonders stark stiegen die Kurse an der Moskauer Börse. Die Frage ist jetzt, wie lange der positive Trump-Effekt anhält.

Der überraschende Trump-Effekt: Aktien top, Gold ein Flop

Am 10. November erreichten die Kurse an der Wall Street sogar neue Allzeit-Höchststände Der Dow Jones Industrial Index stieg erstmals auf über 18.800 Indexpunkte. Es stiegen aber auch die Zinsen strak an. Gold und Silber konnten entgegen den Erwartungen nicht vom Wahlsieg profitieren und brachen im Kurs ein, weil unter Trump auch höhere Zinsen erwartet werden. Die meisten Experten und Analysten hatten genau das Gegenteil im Fall eines Wahlsiegs von Trump erwartet.

Alle lagen falsch

Sie lagen aber alle wie schon beim Brexit falsch: für die Medien und Wahlprognosen kam bei den US-Präsidentschaftswahl nur einen Kandidat in Frage und zwar Hillary Clinton. Auch für die Wettbüros in Großbritannien stand der Sieger schon fest, nachdem das FBI bei der E-Mail-Affäre von Clinton keine strafbaren Taten feststellen konnte. Die Quoten für Trump sprangen am 7. und 8. November in Höhe. Wer auf Trump setzte, konnte mit Trump also in Wettbüros viel Geld verdienen, denn die Quoten für Trump sprangen über Nacht am 7. November vom 15 auf 50. Auch für die westlichen Politiker kam nur Clinton als Wahlsieger in Frage. Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier bezeichnete Trump sogar als „Haßprediger“.

Ist Trump eine Blaupause für Europa?

Durch seine sexistischen und rassistischen Bemerkungen war Trump bei keinem beliebt und dennoch gewann er die Wahl, weil es auch eine Protestwahl gegen das Establishment war und viele Amerikaner endlich wieder den amerikanischen Traum leben wollten. Daran glaubten vor alle die Unzufriedenen und Abgehängten, aber auch die Nationalisten, die Waffenbesitzer, die Stahl- und Kohlearbeiter. Ähnliche Wahlergebnisse mit Wahlsieg für Nationalisten und Populisten scheinen nun auch in Europa bei der Präsidentschaftswahl in Frankreich und bei der Bundestagswahl in Deutschland möglich.

Nach der Wahl ist vor der Wahl: Italy is next!

Sehr wichtig ist aber auch schon das nächte Referendum in Italien am 4. Dezember, wo es im Fall einer Ablehnung des Vorschlags der Regierung-Koalition, der Primier Renzi zurücktreten will und dann gibt es Neuwahlen, wo die rechtspopulistische 5 Sterne-Partei zulegen könnte. Die meisten Italiener wollen ohnehin keinen Euro und wollen raus aus der EU. Das will Le Penn aus Frankreich aber auch. Ebenso wie in den USA ist die Einwanderungspolitik wohl auch in Zukunft ein wichtiges nicht zu unterschätzendens Wahlkampfthema, denn in Europa droht durch zu viel Nationalismus die Spaltung. Wer aber kann jetzt die „Vision Europa“ noch glaubhaft verteidigen und propagieren? Wenn dies aber nicht gelingt, bricht Europa auseinander, nicht nur wegen dem Brexit im März 2017. Die ist eine große Gefahr, auch für die Weltbörsen in 2017.

Zunehmende Proteste gegen Trump in den USA und in Deutschland

Am 28. Januar müssen sich nun alle Politiker auf einen neuen Regierungsstil und neue amerikanischen Prioritäten einstellen, denn erst dann wird Trump offiziell zum Präsidenten gemacht und erst dann kann Trump Entscheidungen treff . Obama bereitet gerade die Übergabe vor und er hat auch schon mit Trump darüber gesprochen. Schon bei seiner ersten Danksagung war Trump aber schon wesentlich versöhnlicher und nicht mehr so der allseits verhasste „Macho-Typ“, was auch die Börse beruhigte, die sehr schnell umschwenkte. Er will das gespaltene Volk wieder einen. Das wird aber schwer möglich sein, denn schon an diesem Wochenende gibt es viele Protestveranstaltungen, die zum Teil im Vorfeld schon gewaltsam endeten. Auch in Deutschland wird in Berlin gegen Trump protestiert, was aber nicht viele nützen wird.

Quo vadis Trump?

Man darf aber gespannt sein, welche Berater er zu Rate ziehen wird und welchen Programmpunkte eines sehr polemisch und populistisch geführten Wahlkampfes er dann konkret umsetzen wird, sei es der Bau einer Mauer vor Mexikos Grenze, sei es die Kündigung des Klimaabkommens, sei es die Kündigung des Iran-Vertrages, sei es die Rückgängigmachung der Gesundheitsreform, sei den Abzug von NATO-Soldaten aus Europa, sei die Ausweisung von illegalen in den USA lebenden Ausländern, sei es die Zurückweisung von Moslems und sei es die Erhöhung von Zöllen für China insbesondere für den Stahl/Kohleberich. Es wird also mehr zu protektionistische Maßnahmen kommen. Trumps Motto „USA first“ bedeutet auch mehr Probleme im Freihandel. TTIP ist damit gestorben. Teile von der Gesundheitsreform, die „Obamacare“ genannt wird, will Trump aber beibehalten.

Anleihen-Crash als Folge des Wahlsiegs von Trump?

Trump will aber auch für alle Steuern senken und damit das Wachstum in den USA verdoppeln. Das hört die Börse gerne. Er will auch die Infrastrukturausgaben auf 1 Billion US-Dollar erhöhen, was aber in Kombination mit den Steuersenkungen auch die Verschuldung erhöhen wird. Trump will aber dafür sorgen, da die Zinsen steigen. Möglicherweise wird er auch die FED-Chefin Janet Yellen absetzten. Dann könnte es einen Anleihen-Crash auf dem Weg zur Normalisierung der Zinsen geben. Die Anleihenrenditen stiegen in den USA schon stark an. Auch der Euro-Bund-Future brach von 164 auf unter 160 ein.

Kommt unter Trump eine neue Entspannungspolitik mit Russland?

Vor allem dürften aber auch die Spannungen mit Russland abnehmen, denn Trump will mit Putin zusammen gegen den IS kämpfen. Unter Clinton wäre es in der Tat zu einer Eskalation mit Russland (nicht nur) in Syrien kommen, was nun vermieden wurde. Dies honorierte vor allem Putin, der als einer der ersten Trump zum Wahlsieg gratulierte, ebenso wie Le Pen aus Frankreich, wo im Mai ein neuer Präsident in Frankreich gewählt wird. Le Pen will raus aus der NATO, raus aus der EU und raus aus dem Euro

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Moskauer Börse profitiert stark von dem Wahlsieg von Trump

Aufgrund der Möglichkeit einer Entspannung des angespannten Verhältnisses zwischen den USA und Russland kam es auch zu einem Kursprung an der Moskauer Börse nach dem Wahlsieg von Trump. Der russische RTS-Index überwand wieder die magische 1000-er Marke, schloss aber am Freitag bei 970 Indexpunkten Besonders stark stiegen Öl/Gas- und Stahl-/Kohleaktien, weil Trump auch diese Sektoren in den USA fordern will. So kam es zu einem positiven Trump-Effekt auch der Moskauer Börse, den zuvor keiner erwartet hatte.

OPEC uneinig, Öl fällt

Wichtig für Russland wird nun auch die nächste OPEC-Konferenz Ende November. Der Brentölpreis gab zuletzt auf 46 US-Dollar/Barrel nach, weil die wenigstens glauben, dass sich die OPEC Ende November tatsächlich auf ein zuvor angekündigte Fördermengenverringerung einigen kann. Iran und Irak wollen immer noch ihr eigenes Süppchen kochen.

Osteuropa bleibt top

Dennoch bleibt auch nach dem überraschenden Wahlsieg von Donald Trump die Moskauer Börse mit einem Plus von über 30 Prozent einer der Top-Performer der Welt. 10 Börsen aus Osteuropa sind weiterhin unter den 30 am besten performenden Börsen der Welt, also immerhin ein Drittel. Es lohnt sich also wieder ein Blick über den Tellerand, vor allem nach Osteuropa. Melden Sie sich daher jetzt an zum nächsten Ostbörsen-Seminar „Go East – Wir schaffen das“ am 23. November 2016 um 17.30 Uhr gleich nach dem Eigenkapital-Forum (Info und Anmeldung unter http://www.eaststock.de/Dienstleistungen/Seminare, wo nicht nur die neuen Chancen an den Osteuropa-Börsen, sondern auch die globalen Anlagestrategien besprochen werden.

Erst informieren, dann investieren.

Nach der Korrektur im August/September 2015, in der ersten Dezemberhälfte 2015 und auch in den ersten Handelswochen im neuen Jahr (bis 12. Februar) bleibt auch die Moskauer Börse eine attraktive und stark unterbewertete Trading-Börse, die vom 21. bis 29. Januar 2016 sogar um 25 Prozent und vom 11. Februar bis Mitte August 2016 um über 45 Prozent anstieg, was die großen Trading-Chancen selbst in einem Bärmarkt aufzeigt. Die Moskauer Börse tendierte zuletzt stabil seitwärts, stieg seit Jahresbeginn aber um über 30 Prozent, ebenso wie Aktien aus Kasachstan. 10 Börsen aus Osteuropa konnten auch in 2016 den DAX klar outperformen und sind immer noch im Plus.

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Diskutieren Sie jetzt auch mit Herrn Männicke interaktiv unter http://go.guidants.com/de#c/Andreas_Maennicke .

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