+++ Eilmeldung +++ Eilmeldung +++ Eilmeldung +++ Eilmeldung +++ Eilmeldung +++ Eilmeldung

Interview-Hinweise:

Andreas Männicke wird am 23. Mai 2012 von Dr. Bernd Jünemann im DAF über die Anlagechanchen in Osteoropa befragt.

Andreas Männicke wurde am 28. März 2012 von Modern Russia.com über die Aussichten der Moskauer Börse nach der Präsidentschaftswahlen am 4. März 2012 befragt. Sie können sich das Interview (in englisch) jetzt unter www.eaststock.de, dort unter "Interviews" abrufen.

Andreas Männicke wurde bereits am 5. März 2012 in NTV/Telebörse (www.teleboerse.de) um 10.30 Uhr, dann im DAF (www.anleger-fernsehen.de) um 13.00 Uhr und schließlich im Börsenradio-Networks (www.brn-ag.de) um 14.00 Uhr und nach den Chancen an der Moskauer Börse nach den Präsidentschaftswahlen befragt.

Andreas Männicke wurde am 13. Februar 2012 im DAF (www.anleger-fernsehen.de) von Brigitte Bauer über die Chancen in Russland vor der Wahl befragt.

Andreas Männicke hat ein Interview am 23. Dezember 2011 über die dt-russichen Wirtschaftsbeziehungen und am 28. Dezember über die Aussichten der Moskauer Börse für die Deutsche Welle (Russland) gegeben. Die Interviews sind auf russisch. Sie können sich die Interviews jetzt unter www.eaststock.de, dort unter der Rubrik "Interviews" runterladen,

Andreas Männicke wurde am 21. Dezember 2011 um 13.15 in NTV/Telebörse (www.teleboerse.de) von Annette Eimermacher über die Investmentchancen in Russland im nächsten Jahr befragt.

Andreas Männicke wurde am 23. November 2011 im DAF von Dr. Bernhard Jünemann gefragt, ob die Euro-Verschuldungs-Krise auch auf Osteuropa überschwappen könnte. Männicke machte dabei einen überraschenden Lösungsvorschlag: Der Euro sollte mit dem Rubel mergen!

Sie können sich die neuen TV- und Radio-Interview, falls Sie sie verpasst haben sollten, jetzt unter www.eaststock.de bei der Rubrik "Interviews" runterladen.

Verpassen Sie die Outperformancechancen in Osteuropa nicht und bestellen Sie jetzt den Börsenbrief EAST STOCK TRENDS unter www.eaststock.de. Ein Probe-Abo (3 Ausgaben kosten nur 15 €). Die beiden Muster-Depots erzielten seit Februar 2009 eine Performance von über 200% (konservativer Osteuropa-Basket) bzw über 200% (spekulativer Osteuropa-Basket).

Die Hot-News gibt es tagesaktuell auf der Ostbörsen-Hotline 09001-8614001 (1,86 €/Min.).

Melden Sie jetzt auch zum nächsten Ostbörsen-Seminar "Go east!"am 22. Mai 2012 im Frankfurt/M um 17.00 Uhr rechtzeitig an. Weitere Infos erhalten Sie unter www.eaststock.de, dort unter der Rubrik Seminare".

Zudem können Sie sich alle bisherigen TV-Inteviews von Andreas Männicke in diesem Jahr runterladen unter den Links der Rubrik "Interviews".

  • Griechenland-Tragödie im letzten Akt

    Sonntag, 19. Juni 2011 22:51:00

    Wer hilft Griechenland freiwillig? Nach dem Willen von Sarkozy und Merkel sollen die Banken nicht gezwungen werden, Griechenland-Kredite abzuschreiben, sondern sie sollen freiwillig einen großen Teil der gewährten Kredite abschreiben oder zumindest verlängern und die Privatpersonen auch. Dies allerdings rate ich auch den Bankvorständen auch. Sicherlich können die Banken nichts für gefälschte Bilanzen und den südländischen Schlendrian, aber sie müssen es ebenso wie staatliche Institutionen verantworten, wenn sie zu viele Kredite zu leichtfertig vergeben haben, die nicht im Einklang mit der Leistungsfähigkeit der Volkswirtschaft standen.

    Das vom IWF und der EU aufgezwungene Sparprogram wird den Teufelskreis, in dem sich Griechenland seit über 2 Jahren befindet, eher verschlimmern, da es noch mehr Generalstreiks geben wird, noch mehr Leute ihren Arbeitsplatz verlieren und der Konsum weiter schwach bleiben wird. Die jungen Griechen fliehen schon wegen Perspektivlosigkeit aus den Städten. Es herrscht das Chaos. Viele Griechen glauben an eine Verschwörungstheorie, dass das Ausland nur billig Griechenland aufkaufen will. Wenn nun noch aufgrund von Streiks oder sonstigen Behinderungen der Tourismus schwächer wird, wird Griechenland noch mehr geschwächt. Da hilft es wenig, wenn Deutschland und Frankreich bei dem Verkauf des griechischen Tafelsilbers behilflich sein wollen.

    Rein ökonomisch ist das Kind schon lange in den Brunnen gefallen, zumal S&P die Anleihen schon auf „CCC“ gestuft hat und im übrigen Griechenland aus eigener Kraft auch nicht die Kredite zurückzahlen kann. Wir brauchen jetzt ein Art Entwicklungshilfeplan für die „PIGS, man kann es auch Marshall-Plan nennen, also Kredite, die man von Vornherein abschreibt und auch als Entwicklungshilfe unter Auflagen versteht.

    Es kann nicht sein, das Banken (und Privatanleger!) jahrelang hohe Kreditzinsen auf Kosten des deutschen Steuerzahlers vereinnahmen können. Den Appell von Merkel und Sarkozy an die Banken, jetzt mitzuhelfen, halte ich für angebracht, aber schwer realisierbar. Möglich ist eine Laufzeitverlängerung, womit aber bestenfalls nur Zeit gewonnen, aber das Verschuldungsproblem nicht gelöst wäre. Zudem wird eine Laufzeitverlängerung wie ein Schuldenmoratorium als Default aufgefasst und dann würde die EZB keine griechischen Anleihen mehr aufkaufen..

    Banken und Versicherungen müssen jetzt eigentlich alle Griechenland-Kredite im Eigenbestand verkaufen, da ein „CCC“ nicht mehr einem Bank- oder Versicherungs-Portfolio erlaubt ist. Damit hat S&P im Grund Griechenland schon den Todesstoß gegeben, denn der Zugang zu den internationalen Kapitalmarkten ist nun den Griechen endgültig verwehrt, denn wer wird schon eine CCC-Anleihe kaufen? Da nützt es wenig, wenn Griechenland den Verteidigungsminister zum Finanzminister macht. Diese Rochade hätte ohnehin auch früher passieren müssen. Jetzt ist es zu spät.

    Dennoch basteln deutsche und französische Politiker an einer Notlösung, da die deutschen und französischen Banken die meisten Griechenlandkredite haben - Deutschland im Volumen von 27 Mrd., Frankreich aber nur noch von 17 Mrd €, denn die französischen Banken haben eine Großteil der Kredite schon verkauft, während die „dummen“ deutschen Banken sie treu behalten. Jetzt geht es um eine „Hilfe“ (?) von weiteren 120 Mrd. €. für Griechenland. Die meisten Griechenland-Kredite im Volumen von über 45 Mrd € hat jetzt aber die EZB am Hals bei einem Eigenkapital von nur 11 Mrd €. Wenn Griechenland auf „zahlungsunfähig“ (also D wie Default) herabgestuft wird, wird auch die EZB keine griechischen Schrottanleihen mehr aufkaufen. Wir befinden uns also im letzten Akt der Griechenland-Tragödie.

    Durch den Lehmann-Schock wurde eine globale Bankenrettung imitiert, die bisher so etwas wie ein 1929 verhindert hat. Vor diesen Dominoeffekten haben jetzt aber auch wieder die Politiker zu Recht Angst. Es geht auch hier in Wahrheit um die Rettung der systemischen Banken. Damit könnte faktisch auch die EZB-Pleite gehen, wenn Griechenlandkredite tatsächlich in großen Stil abgeschrieben werden müssen. Dann braucht auch die EZB bald eine „bad bank“. Ich bin mir nicht sicher, dass „PIGS“-Pleiten im bald veröffentlichten bankenstresste hinreichend berücksichtigt wurden.

    Wir brauchen also einen liquiden Junk-Bonds-Market für „PIGS“- bzw. „PIGSIB“-Kredite, denn nach Griechenland stehen schon Portugal. Irland, Spanien, Italien und Belgien in der „Warteschleife“. Auch das wäre eine Lösung, die dem deutschen Steuerzahler viel Geld kosten würde. Dann brauchen wir aber auch seriöse Junk-Bonds-Manager, diese notleidenden Kredite handeln können ohne Dominoeffekten bei systemischen Banken auszulösen. Griechische Anleihen mit einer Laufzeit von 2 Jahren bringen jetzt eine Rendite von 25%. Es dürfte jedem klar sein, dass so etwas auch ganz wertlos werden könnte. Die Beherrschung der ausufernden Staatsverschuldung wird die Herausforderung der Zukunft für alle Europäer werden.

    Alles dies geschieht angeblich zur Rettung des Euros, der vom Grundsatz eher eine Fehlkonstruktion ist, da es zu viele unterschiedliche Länder gibt, die nun alle in einem Euro-Korsett stecken. Der Euro mag politisch sinnvoll sein, ökonomisch ist sein dauerhafter Bestand zweifelhaft. Die allzu leichtfertigen Kreditvergaben zu Niedrigstzinsen werden nun zum Bumerang für alle Betroffen, auch für den deutschen Steuerzahler. Was wir brauchen ist so etwas wie ein freiwilliger Länderfinanzausgleich innerhalb Europas wie wir es auch in der BRD zwischen den schwachen, hochverschuldeten und den starken Ländern haben.

    Eine Alternative wäre ein „Soli-Euro“ der Starken (=Norden) für den Schwachen (=Süden). Wir haben in Europa ein deutliches Nord-Süd-Gefälle. Möglich wäre auch ein Nord-Euro und ein Süd-Euro, als wenn man so will eine Championsleague (Deutschland. Norwegen), eine Bundesliga, eine zweite Bundesliga und drittklassige Länder von der Leistungskraft her. Wichtig ist Disziplin und der Wille etwas gemeinsam erreichen (=wachsen) zu wollen. Von den Krediten anderer über Wasser gehalten zu werden, sollte nicht die Dauer-Lösung sein. Wenn wir Europa als Leistungsgemeinschaft verstehen, muss es auch Solidarität in der Gemeinschaft geben. Dieser muss politisch gewollt und dann auch erklärte werden, warum dieser sinnvoll ist. Anzeigen für den Euro als „Jobmotor und Wohlstandsgarant“ von 50 europäischen Großkonzernen in großen Tageszeitungen nützen da eher wenig.

    Zunächst brauchen einige zu hoch verschuldetet Länder aber einen Schuldenerlass in großem Stil. Polen wurde auch durch einen Schuldneerlass zu einer stabilen und prosperierenden Wirtschaftsregion, von der jetzt sogar Deutschland als Exportnation profitiert. Eine Abwertung der Währung um über 50% ist auch so etwas wie ein Schuldenerlass, da dann Banken Pleite gehen werden, die ihre Auslandsforderungen nicht mehr begleichen können. Ich plädiere ohnehin mehr für eine Inlandsfinanzierung, ähnlich wie in Japan. Japan hat im Ausland nicht so hohe Schulden aufgenommen wie die USA und Japan hat ein sehr hohe Sparquote (=Vermögen), dennoch ist auch der Staat auch in Japan mit über 200 % zum BSP viel zu hoch verschuldet, was ein Armutszeugnis für die japanische Demokratie ist. Die Maastricht-Kriterien sollten für die ganze Welt gelten, da durch das Counterpart-Risk und die Globalisierung der Welt vernetzt und miteinander verbunden ist.

    Wir brauchen aber eine globale Welt-Instanz, die das globale Kreditvolumen (auch der Derivate im Billionenvolumen) überwacht und auch Notfälle vorsieht. Dies könnte zum Beispiel der IWF sein, aber dann müssten die Emerging Markets dort mehr Gewicht haben und nicht von einem sexbesessenen Franzosen geführt werden. Nur muss es dann auch effiziente interne Kontrollmechanismen geben, die eine zu starke Verschuldung vermeiden. Diese gibt es leider nicht. Politiker werden gewählt und verschwinden dann aber auch wieder von der Bildfläche. Jede zu hohe Verschuldung ist eine Versündigung an der Nachfolgegenration. Daher tun die dann auch nicht alles zum Wohl des Volkes, sondern das Gegenteil, oft nur um Wählerstimmen zu bekommen. Die Politiker sollten die Wahrheit sagen und das heißt die Gefahr, dass immer mehr in die Altersarmut kommen auch durch höher Sozialversicherungsbeiträge und ausufernde Gesundheitskosten.

    Durch den Lehman-Schock wurde eine globale Bankenrettung initiiert, die bisher eine Depression wie in 1929 verhindert hat. Vor diesen Dominoeffekten haben jetzt aber auch wieder die Politiker zu Recht angst. Es geht auch hier in Wahrheit um die Rettung der systemischen Banken.

    Wir brauchen also eine objektive Instanz, die auch dem Verschuldungswahn der Politiker Einhalt gebietet, wenn es die Demokratie als solche schon nicht schafft. Diese Institution muss Verfassungsrang haben. Dann müssen ökonomische sinnvolle Schuldengrenzen gezogen werden an der sich jeder Politiker zu halten hat. Dies kann durchaus flexibel und in jedem Land anders sein. Dann muss es auch so etwas wie ein Solidaritätsfonds in Europa geben, wo starke Länder freiwillig den schwachen in Not helfen. Die geschieht dann sogar aus Eigenenutz, denn dadurch brechen wichtige Absatzmärkte nicht von heute auf morgen weg.

    Was die PIGS in klein sind ist die USA in groß. Die USA haben sich zu stark verschuldet. Keiner weiß, wer die nächsten Billionen von amerikanischen Anleihen kaufen soll. PIMCO jedenfalls nicht. China könnte der in den USA nicht gern gesehene Rettungsanker bleiben, aber es könnte früher oder später doch auf eine Währungsreform hinauslaufen mit ganz anderen Gewichtungen als heute. Die USA werden an Bedeutung verlieren. Ich empfehle einen Merger zwischen Dollar und Renmimbi für Asien/USA-Geschäfte und einen Merger zwischen Rubel und einem starken Euro im Euroraum für Europageschäfte als neue Handelswährungen, also zwei gleichwertige Zahlungsmittel. So oder so müssen beim Schuldenabbau, zur Not durch Schuldenerlass, Währungen reformiert werden und dann können zwei neue Weltreservenwährungen entstehen. Auch die Rückkehr der guten alten, stabilen DM wäre eine Option, die aber auch Nachteile hat. Dan hätten wir auch wieder eine Lira, die ständig abgewertet werden müsste und ein französischer Francs, der unter Abwertungsdruck steht. Das könnte den Tourismus von deutschen in Italien und Frankreich wieder beleben.

    Vielleicht brauchen wir aber auch wieder Kapitalverkehrskontrollen, den es kann nicht sein dass Billionen von Steuergeldern in Steueroasen verweilen und Kapitalflucht in großen Ausmaß betrieben wird, wenn ganze Länder Pleite gehen. Es ist ein Unding, dass die G20 das Stopfen von Steueroasen bisher nicht geschafft haben. Der neue Zufluchtsort ist nach der Schweiz jetzt Singapur.

    Es ist klar, dass die Aktienmärkte bei einem so schlechten Umfeld umgeben von black swans auch nicht so recht performen können. Immerhin konnte sich der DAX am Freitag um 0,76% auf 7174 Indexpunkte erholen und der Dow Jones stieg um 0,36% auf 12.004 Indexpunkte. Damit tendierten die Indices in der Woche seitwärts bis leicht abwärts. Der Nikkei-Index gab aber um 0,64% auf 9351 Indexpunkte und der RTS sogar um 0,96% auf 1878 Indexpunkte nach, da der WTI-Ölpreis kräftig um 2% auf 93 USD einbrach. Der Euro schwächelte auch und lag zum Wochenschluss nur noch bei 1,43 EUR/USD. Der Goldpreis blieb der „sichere Hafen“ bei einem Preis von 1539 USD/Unze (+0,71% ebenso wie Silber (+0,53% auf 35,76 USD). Auch der Bund-Future ist weiterhin der sichere Hafen und stieg auf 126. Als sichere Häfen werden jetzt der Schweizer Franken, der Bund Future, Gold und Silber angesehen. Aktien- und Rohstoffmärkte werden hingegen volatil bleiben.

    Da ich in den nächsten Wochen aufgrund der Überschuldung vieler Länder noch so einiges „Sommertheater“ erwarte, rate ich mehr dazu in Liquidität oder beim Unterschreiten wichtiger Chartmarken auch Short zu gehen. Welche Chartmarken dies genau sind, können Sie auch im neuen EAST STOCK TRENDS (www.eaststock.de, 3 Ausgaben für nur 15 Euro) nachlesen. Ein weiterer „sicherer Hafen“ ist im Moment Südosteuropa (Serbien über 30% im Plus). Lesen Sie auch darüber mehr im neuen EAST STOCK TRENDS 06/11.

    Über 200 Mrd € werden in Europa als „uneinbringliche Kredite“ klassifiziert, wobei diese Kredite meistens mit Sachwerten besichert wurden. Des ein Freud, des anderen Leid. Eine deutsche Investmentgesellschaft spezialisiert sich auf das Aufkaufen und Verwerten von sogenannten unbesicherten „Non Performing Loans“, indem es notleidende bzw. gekündigte Kredite von Banken und Versicherungen aufkauft und dann mit den Gläubigern zu einer akzeptablen Lösung kommt. Auf diese Weise werden Schuldner ihre Schulden los und Gläubiger bekommen wenigstens einen Teil der Gelder wieder. Wer in einen solchen geschlossenen Fonds investiert, soll eine jährliche Ausschüttung von über 10% bekommen, wobei das Geld allerdings 3 Jahre festgelegt ist. Das Kapital wird dann in 3 Jahren vollständig zurückgezahlt und es gibt keine Nachschusspflichten. Bis 30. Juni entfällt der danach fällige Ausgabeaufschlag von 5% für diesen attraktiven, innovativen Sachwert-Fonds. Wer diese neue Anlageform interessiert, melde sich bitte umgehend bei der ESI GmbH (E-Mail: info@eaststock.de, Tel: 040/6570883).

    TV-Hinweise: Andreas Männicke wurde am 19. Mai 2011 um 15.30 Uhr in NTV/Telebörse über die Aussichten der Moskauer Börse und den Ölpreis befragt. Sie können das Interview jetzt unter www.eaststock.de, dort unter der Rubrik „Interviews“ runterladen. Das nächste TV-Interview ist am 27. Mai 2011 im DAF über Gazprom.

  • Der Euro ist ein Teuro oder auch: „Wie wäscht man einen Bär ohne ihn nass zu machen“?

    Sonntag, 12. Juni 2011 19:50:00

    Die Gretchenfrage für EU-Politiker heißt: „Wie wäscht man einen Bär ohne ihn nass zu machen?“ Wenn Griechenland ein Unternehmen wäre, dann würden sich jetzt viele Politiker der Insolvenzverschleppung schuldig machen. Es darf die Frage erlaubt sein, ob sich dies die Politiker, die jetzt im deutschen Bundestag für die erneute Griechenland-Hilfe abstimmten, sich dessen auch bewusst sind. Da es sich bei der Bewältigung der „PIGS-“Krise um eine europäische Lösung handeln soll, wird der Ruf nach einem EU-Finanzministerium immer lauter, das auch Banken wünschen.

    Notwendig sei jetzt auch ein Marshall-Plan für die „PIGS“ – nur wer kann so etwas und wer soll das bezahlen? Ein EU-Finanzministerium wäre aber der Weg in ein planwirtschaftliches Europa. Griechenland hat schon jetzt auch durch eigenes Verschulden die Selbstständigkeit verloren und wird nun durch EU- und IWF-Auflagen gemaßregelt. Who´s next?

    Politiker haben es auch zu verantworten, dass jetzt viele Länder der Welt praktisch überschuldet sind und die Nachfolgegeneration darunter leiden muss. Dies ist sicherlich ein Manko der Demokratie, dass es hier offensichtlich keine effizienten Kontrollmöglichkeiten gibt, eine übermäßige Staatsverschuldung zu verhindern. Wer geht schon auf die Straße, wenn die Staatsschulden zu stark ansteigen: keiner“ Wer geht aber auf die Straße, wenn gespart werden muss: fast jeder, wenn es einen persönlich betrifft. Auch das ist westliche Demokratie! Politiker neigen, insbesondere in Koalitionen, zu nicht finanzierbaren „Wahlgeschenken“ und zu gefährlichen Kompromisslösungen, die letztendlich aber nur auf dem Prinzip Hoffnung basieren und auf Zeit spielen. So kommt die traurige Wahrheit oft zu spät ans Licht.

    Auch in den USA wird nun die notwendige Erhöhung der Schuldengrenze auf über 14,3 Billionen USD zu einem „Politikum“. Wenn die Opposition, sprich die Republikaner, hier nicht mitmacht, kommt es faktisch auch in den USA zur Haushaltssperre. Die Kreditwürdigkeit der USA ist schon lange angekratzt und für die Weltbörsen weit gefährlicher als die „G-Krise“ (als Kürzel für Griechenland-Krise). Falls sich hier die Politiker nicht einigen, werden hier demnächst heilige Kühe gemolken. Sprich: die Ratingagenturen werden dann auch die US-Anleihen weiter herunterstufen, was schon längst fällig ist. Zudem läuft am 30. Juni das QE2 aus, das im September letzten Jahres die Weltbörsen künstlich gerettet hatte.

    In den letzten sieben Monaten kaufte die FED 85% der Nettoausgaben für US-Staatsanleihen auf. Ich muss immer wieder betonen, dass die Finanzlage in den USA weit gefährlicher ist als die übersehbare und beherrschbare „G-Krise“. Die USA haben immer noch ein Rekord-Haushalsbilanzdefizit in Höhe von 11% des BSP. Die US-Arbeitsmarktdaten und die übrigen US-Konjunkturdaten deuten eher auf eine Abschwächung der US-Konjunktur hin. Falls es kein (verkapptes) QE3 gibt, werden aber auch wieder die Kurse an den Weltbörsen einbrechen.

    Griechenland ist faktisch schon jetzt Konkurs, das es von Privatbanken nicht mehr hinreichend Kredite bekommt. Nun soll der deutsche Steuerzahler mit ins Boot genommen werden. Der deutsche Bundesfinanzminister Schäuble verteidigt die Hilfe mit dem Erhalt des Euros. Der Euro ist aber ohnehin ein politisch gewollte Kunst-Konstruktion und keine wirtschaftlich vernünftige Währungsunion, da die Unterschiede von Vornherein zu groß waren.

    So war es unverantwortlich, Griechenland zu so niedrigen so lange Zeit Kredite zu gewähren, die nicht im Einklang mit der Wettbewerbsfähig der Produkte standen. Nun befindet sich Griechenland in einem Teufelskreis. Denn die vom IWF und der EU geforderten Sparmaßnahmen verschlechtern eher die Einnahmesituation, da sich die Rezession in Griechenland verschärft. Zudem wird die Wirtschaft durch permanente Streiks und Proteste auf den Straßen lahm gelegt. Die nun anlaufende Privatisierung wird wieder als „Ausverkauf“ an das Ausland aufgefasst werden und für noch mehr Missstimmung und Protesten auf der Straße im Lande sorgen. Um die Opposition mit ins Boot zu nehmen, soll nun die Mehrwertsteuer sogar um 3% gesenkt werden. Die Griechen haben es aber noch immer nicht geschafft, die Steuerflüchtlinge zu identifizieren. Angeblich sollen sich über 200 Mrd € von Griechen auf Schweizer Konten befinden.

    Griechenland will nun nach dem 110 Mrd € Paket ein weiter Hilfe von 65 Mrd. € erhalten. Es ist ganz klar, dass das auf eine Umschuldung hinauslaufen wird, bei dem auch Banken und andere Privatgläubiger bei den erforderlichen Abschreibungen mit ins Boot kommen müssen. Es werden also auch Privatgläubiger in Zukunft bluten müssen. Es fragt sich, ob eine faktische Insolvenz und ein erforderlicher Cut bei den Anleihen auch bei dem gerade laufenden europäischen Bankenstresstest hinreichend eingearbeitet und berücksichtigt worden ist.

    Deutsche Banken haben immer noch in Griechenland ausstehende Kredit im Volumen von 23 Mrd €- davon am meisten die bankrotte Hypo Real Estate bzw. deren „bad bank“, während französische Banken den G-Anleihenbestand von 27 auf 15 Mrd. € verminderten. Die restlichen europäischen Banken haben ihren griechischen Anleihebestand auch von 26 auf 10 Mrd reduziert. Die europäische Zentralbank soll hingegen 45 bis 60 Mrd € an Griechenlandkredite halten bei einem Eigenkaital von 11 Mrd €. Geht Griechenland pleite, dann geht auch die EZB Pleite, es sei denn sie macht eine Mega-Kapitalerhöhung. Wenn es aber zu einer Kapitalerhöhung der EZB kommt, dann müsste wiederum Deutschland den größten Teil dafür aufbringen. Deutschland bleibt also – so oder so- der Zahlmeister und es wird noch sehr teuer werden. Der Euro ist also für Deutschland ein Teuro. Sie sehen jetzt, wie ernst die Lage ist.

    Solange aber Griechenland künstlich im Euro bleibt, wird die griechische Wirtschaft nicht gesunden können. Weißrussland hat die Währung vor kurzem um 56% abgewertet. So etwas hätte Griechenland auch machen müssen, kann es aber nicht, weil Griechenland im Euro-Korsett steckt. Der nächste Wackelkandidat wird Portugal sein. Dort gibt es zwar jetzt eine neue Regierung; die steht aber vor dem gleichen Problem wie die alte: Wie wäscht man einen Bär ohne ihn nass zu machen? Zudem läuft in den USA das QE2 aus, womit auch Fragen der Kreditwürdigkeit der USA im Sommer wieder laut werden. Alles dies ist ein sehr explosives Gemisch, was nun auch zu Kurseinbußen an den Aktienmärkten führte.

    Zu beachten ist auch, ob es in China einen Immobilien-Bubble gibt und wie sich dieser gegebenenfalls auflösen wird. Denn auch in China könnte es dann Schieflagen bei einigen Banken geben. Die Geldmenge steigt in China mit 12% schon weniger stark als das nominelle Wachstum mit 15%. Wenn das BSP in China nur um 7% real steigt, wird dies schon wie eine Rezession aufgefasst. In China könnte es aber zu einer noch härteren Landung kommen, wenn die amerikanische und auch die europäische Konjunktur stark nachgeben. Denn China baucht diese Exportmärket. Dies ist auch der Grund, warum China fortwährend Griechenland- und Portugal-Anleihen aufkauft. Die Beherrschung der steigenden Inflation ist ein weiteres Problem in China. Aufgrund von Inflationsängsten und steigenden Zinsen floß schon erhebliches Kapital aus den Emerging Markets und auch aus China ab.

    Der DAX gab am Freitag um 1,25% auf 7069 Indexpunkte und der Dow Jones Industrial Index um 1,42% auf 11.951 indexpunkte nach. Wenn der DAX unter 700 Indexpunkte fallen sollte, wird es sehr bearish. Auch der RTS-Index gab um 0,77% auf 1926 Indexpunkte. Auch der Euro schwächte sich zum Dollar auf 1,4343 ab und der Bund-Future stieg als „sicherer Hafen“ auf 125,9. Aufgrund des starken Dollars gab auch Gold um 0,8% auf 1531 und Silber sogar um 2,9% auf 36,3 USD/Unze nach. Wie immer fielen damit fast alle Asset-Klassen mit Ausnahme die Anleihenkurse in Deutschland. Auch der Schweizer Franken wird weiterhin als „sicherer Hafen“ gesehen und blieb stabil bei 1,21 EUF/CHF fast auf dem historischen Hoch.

    Da ich in den nächsten Wochen aufgrund der Überschuldung vieler Länder noch so einiges „Sommertheater“ erwarte, rate ich mehr dazu in Liquidität oder beim Unterschreiten wichtiger Chartmarken auch Short zu gehen. Welche Chartmarken dies genau sind, können Sie auch im neuen EAST STOCK TRENDS (www.eaststock.de, 3 Ausgaben für nur 15 Euro) nachlesen. Ein weiterer „sicherer Hafen“ ist im Moment Südosteuropa (Serbien über 30% im Plus). Lesen Sie auch darüber mehr im neuen EAST STOCK TRENDS 06/11.

    Über 200 Mrd € werden in Europa als „uneinbringliche Kredite“ klassifiziert, wobei diese Kredite meistens mit Sachwerten besichert wurden. Des ein Freud, des anderen Leid. Eine deutsche Investmentgesellschaft spezialisiert sich auf das Aufkaufen und Verwerten von sogenannten unbesicherten „Non Performing Loans“, indem es notleidende bzw. gekündigte Kredite von Banken und Versicherungen aufkauft und dann mit den Gläubigern zu einer akzeptablen Lösung kommt. Auf diese Weise werden Schuldner ihre Schulden los und Gläubiger bekommen wenigstens einen Teil der Gelder wieder. Wer in einen solchen geschlossenen Fonds investiert, soll eine jährliche Ausschüttung von über 10% bekommen, wobei das Geld allerdings 3 Jahre festgelegt ist. Das Kapital wird dann in 3 Jahren vollständig zurückgezahlt und es gibt keine Nachschusspflichten. Bis 30. Juni entfällt der danach fällige Ausgabeaufschlag von 5% für diesen attraktiven, innovativen Sachwert-Fonds. Wer diese neue Anlageform interessiert, melde sich bitte umgehend bei der ESI GmbH (E-Mail: info@eaststock.de, Tel: 040/6570883).

    TV-Hinweise: Andreas Männicke wurde am 19. Mai 2011 um 15.30 Uhr in NTV/Telebörse über die Aussichten der Moskauer Börse und den Ölpreis befragt. Sie können das Interview jetzt unter www.eaststock.de, dort unter der Rubrik „Interviews“ runterladen. Das nächste TV-Interview ist am 27. Mai 2011 im DAF über Gazprom.

  • Konvergenzchancen in Osteuropa - Ruondtable mit Danske Invest

    Montag, 06. Juni 2011 09:57:00

    Wir erinnern Sie hiermit, dass Sie exklusiv die Möglichkeit an der Teilnahme an einer Roadshow (Roundtable+Investmentdinner/-lunch) von Dasnke Invest haben, wenn Sie sich rechtzeitig bei der ESI GmbH (Tel: 040/6570883, e-mail: info@eaststock.de) oder bei Dr. Kalliwoda Research anmelden. Diese Informationsveranstaltung ist kostenlos.

    Dabei wird Anderas Männicke einen Vortrag über die Attraktivität von Anlagen in Osteuropa halten und Stig Brammer von Danske Invest einen Vortrag über die Attraktivität der Osteuropa-Konvergenz als Anlagemöglichkeit.

    Die nächsten Termine sind am 8. Juni um 10.00 Uhr in Berlin und am 8. Juni um 18.00 Uhr in Hamburg.

    Melden Sie sich jetzt an:

  • Rettet China den Euro?

    Samstag, 28. Mai 2011 12:03:00

    China will angeblich einen Großteil der portugiesischen Anleihen, die im Volumen von 80 Mrd USD refinanziert und damit auch platziert werden müssen, aufkaufen. In einer ersten Tranche sollen zunächst 3-5 Mrd. USD von den sogenannten ESFR-Portugal-Anleihen mit einer Laufzeit von 10 Jahren gekauft werden, was auch als Vertrauensbeleg für den Euro gilt. Damit könne auch China eine Sprengung des Euros vermeiden, wenn sie es wollen.

    China hat aufgrund des zunehmenden Exports nach Europa ein großes Interesse an einem stabilen Euro. Zudem hat China jetzt fast 3 Billionen USD an Währungsreserven, wobei die chinesische Notenbank jetzt offensichtlich außer in Gold mehr in den Euro diversifizieren möchte. Dies könnte den Dollar mittelfristig schwächen und den Euro stärken, was am Freitag schon der Fall war.

    Der IWF will hingegen Griechenland keine Kredite mehr gewähren, wenn Griechenland weiterhin gegen die Auflagen verstoße. Erforderlich sei jetzt eine Privatisierung im Volumen von 50 Mrd €. Der griechische Präsident Papandreou hat angekündigt, dass Griechenland schon in wenigen Wochen zahlungsunfähig sei. Der Staat hat Schulden von 340 Mrd. € und Griechenland ist nach wie vor in einer Rezession. Die Arbeitslosigkeit liegt offiziell bei 16%, inoffiziell ist sie wesentlich höher, vor allem bei der Jugend. Der Sparkurs forciert die Depression im Land. Die Rating-Agenturen sorgen zusätzlich für Druck auf die ohnehin hohen Zinsen. Ein Teufelskreis.

    Jetzt verschärft sich auch die Kapitalflucht in Griechenland, was normalerweise zu einem Kursverfall bei der Währung führen würde. Griechenland steckt aber in einem zu engem Euro-Korsett und kann sich durch eine Abwertung nicht befreien, wie es Russland bei der Rubel-Krise 1998 konnte. Auch damals gewährte der IWF Russland keine Kredite mehr und ließ Russland damit fallen. Die Folgen waren zunächst schmerzlich im ersten Jahr, langfristig aber gesund und notwendig. Schauen Sie sich an, wie gut Russland jetzt nach der brutalen Rubel-Abwertung um über 70% in 1998 dasteht. Die Auslandsschulden betragen nur 7% des BSP, wovon die USA und erst recht Griechenland träumen würden. In Moskau leben die meisten Milliardäre der Welt. Nach Forbes gibt es 79 Milliardäre, die in Moskau leben. Vor zehn Jahren kam die Hälfte der Milliardäre aus den USA, heuet ist es nur noch ein Drittel. In Asien leben mehr Milliardäre als in Europa. Damit hat Moskau auch New York wieder überrundet, was zeigt, dass sich auch nach einem Rubel-Schock wieder selektiv Reichtum bilden kann, auch in Griechenland, obwohl die Greichen keine Rohstoffe haben wie Russland.

    Die Bankeinlagen in Griechenland nehmen immer mehr ab. In den letzten 18 Monaten sind die Bankeinlagen in Griechenland um 38 Mrd € geschrumpft. Wo sind sie nur geblieben? Angeblich haben die Griechen schon jetzt über 260 Mrd € in der Schweiz geparkt. Die beiden größten Schweizer Banken verwalten allein 20 Mrd € von Geldern aus Griechenland. Warum wird sowas dauerhaft zugelassen? Diese Gelder müssen aufgedeckt und wieder zurückgeführt werden, denn dies sind immerhin 120% des BSP. Schon dadurch könnte Griechenland gerettet werden. So arm ist Griechenland also nun auch wieder nicht. Zudem muss das griechische Steuersystem noch effizienter und das Sozialsystem westeuropäischen Standards angepasst werden. Solange das nicht passiert, bleibt Deutschland der Zahlmeister Europas.

    Die Schweiz bleibt derweil das Auffanggecken für Fluchtkapital der ganzen Welt, auch aus Russland, den USA und Deutschland. Wenn hier die Schweizer Banken „mitmachen“ würden und die Liechtensteiner und Luxemburger auch, könnte so mancher Staat wesentlich besser dastehen. Dies wird in Zukunft auch die USA betreffen. Insofern ist es auch nicht verwunderlich, dass der Schweizer Franken aufgrund der großen „Kapitalflucht-Nachfrage“ von einem Hoch zum nächsten jagt, sogar gegenüber dem Euro. Am Freitag stieg der Schweizer Franken auf das neu historische Hoch von 1,21 EUR/CHF. In einem Jahr fiel der Euro zum Schweizer Franken von 1,44 auf 1,22 EUR/CHF. vor drei Jahren befand sich der EUR nach bei 1,60 EUR/CHF. Insofern war auch der Schweizer Franken aus Sicht der EWU-Länder in den letzten 3 Jahren eine gute Geldanlage. Die Schweiz wird im Moment (noch) als der sichere Hafen betrachtet, was wiederum aber auch die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz im Export beeinträchtigt.

    Auch Studenten fliehen ins Ausland, das sie in Griechenland keine Zukunft sehen. 70 Prozent der Hochschulabsolventen wollen in Griechenland wegen der drohenden Staatspleite und schlechten Zukunftsaussichten auswandern. Dies wird das Land zusätzlich schwächen. Es ist ein Teufelskreis, aus dem Griechenland nur durch externe Hilfe wieder raus kommen kann. Wo aber ist der „geordneten Insolvenz- bzw. Umschuldungsplan“. Solange dieser nicht vorliegt, werden die Aktienmärkte immer wieder negativ durch die G-Krise negativ beeinflusst werden.

    Aber auch die USA werden in Refinanzierungsprobleme kommen. Die Frage ist dann aber, wer demnächst den 7 Billionen USD an US-Staatsanleihen aufkauft, die platziert werden müssen. Dagegen sind Griechenland- und Portugal-Anleihen für China 8und andrere Anleihenkäufe nur „Peanuts“.

    Nun sollen die Spanier wieder an dem EHEC-Virus schuld sein, der sich rasant ausbreitet und für Todesfälle sorgt. Die spanischen Gurken sind also genauso zu meiden wie spanischen Anleihen. Den Schaden haben die deutschen Bauern. Spanien hat eine Jugendarbeitslosigkeit von 40%, Italien von 25%. Hier bahnt sich die nächste Katastrophe schon jetzt an, Gurken hin, Gurken her.

    Die G 8 kamen in Frankreich zu einem 40 Mrd USD Unterstützungsprogramm für den arabischen Raum, insbesondere für Tunesien und Ägypten. Dies soll nach Angela Merkel vor allem für die Ausbildung der Jugend und Schaffung von Arbeitsplätzen für die Jugend ausgeben werden. Dies wäre im Grundsatz der richtige Ansatz. Hoffentlich verschwindet das Geld aber nicht wieder in dunklen, pseudo-demokratischen, arabischen Kanälen. Zudem sollen die gleichen Stresstest für Atomkraftwerke in allen G 8 Nationen jetzt stattfinden. Einhellige Meinung war, dass Gaddafi abtreten muss und auch die Gewalt in Syrien aufhören muss. Die NATO bombardiert weiter Tripolis – ohne Gaddafi zu treffen. Insgesamt waren die G 8 aber zahnlose Tiger. Es erinnerte mehr an einem erholsamen Strandurlaub als an ein wesentliches Arbeits-Treffen der 8 bedeutendsten Industrienationen, wo ohnehin China fehlte. Das G8 Treffen in Frankreich war daher auch ein Non Event für die Börse. Wichtiger wird das nächste G 20 treffen, denn ohne China läuft nichts mehr in der globalen Politik.

    Serbien will den Ex-General Mladic an den Kriegsverbrecher-Gerichtshof nach Den Haag ausliefern. Damit steigen die Chancen für Serbien baldigem EU-Beitritt. Dies ist auch eine Chance für Anleger. Die Börse Belgrad ist schon jetzt mit einem Plus von 22% seit Jahresbeginn einer der Top-Performer der Weltbörsen in diesem Jahr. Hier gab es auch im Mai kaum Kursverluste, während die Kurse an der Moskauer Börse um über 10% im Mai einbrachen.

    Die Aktien- und Rohstoffmärte profitierten am Freitag von einem schwächeren Dollar, der auf 1,43 EUR/USD absackte. .Der DAX stieg um 0,69% auf 7163 Indexpunkte und der Dow Jones Industrial Index um 0,31% auf 12441 Indexpunkte. Gold erhöhte sich um 1% auf 1535 USD/Unze, Silber um 1,45% auf 37,91 USD/Unze, Kupfer um 1,4% auf 9215 USD/Tonne und Aluminium um 2,33% auf 2634 USD/Tonne. Auch der Ölpreis konnte zulegen und zwar der WTI-Ölpreis um 0,44% auf 100 USD, während der Brent-Ölpreis bei 115 USD/Barrel stagnierte. Von den gestiegenen Rohstoffpreisen profitierte wiederum auch die Moskauer Börse. Der RTS-Index stieg am Freitag um 2,2% auf 1858 Indexpunkte. Gazprom konnte sogar um 3,29% auf 10,15 € zulegen.

    Nach dem Bubble bei der „Globalisierungsaktie“ Linkedin, die am Freitag auch um 2% auf 88 USD anzog, nutzte nun die größte russische Suchmaschine Yandex die Gunst der Stunde und ging an die NASDAQ. Das IPO war ein voller Erfolg und mehrfach überzeichnet. Was von der neuen russischen „Globalisierungs-Aktie“ zu halten ist, können Sie im neuen EAST STOCK TENDS nachlesen. Jetzt ergeben sich auch neue Chancen in Albanien und der Mongolei auf, die Sie auch im EAST STOCK TRENDS nachlesen können.

    Mein Motto bleibt daher gerade jetzt: Go east!“. Nachzulesen sind die neuen Chancen auch im aktuellen EAST STOCK TRENDS (EST). Bestellen Sie daher jetzt ein Probe-Abos des EST (3 Ausgaben per e-mail zu 15 €) unter www.eaststock.de.

    TV-Hinweise: Andreas Männicke wurde am 27. Mai 2011 im DAF über die Aussichten von Gazprom befragt. Sie können das Interview jetzt unter www.eaststock.de, dort unter der Rubrik „Interviews“ runterladen.

  • Vorprogrammiertes Sommertheater (nicht nur) wegen der „PIGSIF-Risiken“

    Freitag, 20. Mai 2011 21:29:00

    Nun hat sie uns alle wieder erfasst: die Griechenland-Krise zieht die Weltbörsen in den Bann, weil alle Angst vor einem Domino-Effekt und Flächenbrand haben. Genau an dem Tag, wo Portugal weitere Kredite im Volumen von 78 Mrd € zugesagt wurden, um einen Default zu vermeiden, kommt nun wieder Griechenland mit weiteren Zahlungsforderungen an die EU. Die Rettungsschirme werden „auf dem Papier“ immer größer, dahinter stecken aber auch immer mehr Zahlungsverpflichtungen der Kreditnehmer, denn die Zinsen sind über dem EU-Durchschnittsniveau. Kann sowas gut gehen und wenn nein, wie endet das dann? Ob der Euro gerettet werden kann, ist unklar. In jedem Fall wird Deutschland der Zahlmeister für Europa bleiben.

    Neben den „PIGS“ machen aber auch andere Länder in der EU Sorgen, was die Konsolidierung der Staatsfinanzen angeht. So sprechen ich schon lange von den „PIGSI“, nicht um das Problem zu verniedlichen, sondern weil für mich Italien als Sorgenkind auch dazugehört. Aber auch Belgien und Frankreich haben so ihre Probleme, die Haushalte zu konsolidieren und dabei auch Wachstum zu genieren. Aus den PIGS werden also schnell „PIGSIF“ oder „PIGSIB“. Zu allem Überfluss stieg auch die Inflationsrate im Euroraum, was die EZB zu einer Zinserhöhung im Sommer (im Juni) zwingen wird.

    Nur Deutschland gelingt die Verminderung des Haushaltsbilanzdefizits im Moment fast vorbildlich, nur profitiert Deutschland wie kein anderen Land von einer stabilen EU einerseits (über 50% der Exporte gehen in die EU) und dem stabilen Wachstum in den Emerging Markets, vor allem in China, anderseits. Es gibt aber trotz Maastricht-Kriterien keine stabilen oder gar einheitliche EU-Haushalts-, Finanz- und Sozialpolitik. Jeder macht, was er will. Zudem hat es die EU damals versäumt, wirksame Strafen einzuführen, falls die EU-Maastricht-Kriterien dauerhaft nicht erfüllt werden. So hätte man einen Ausschluss aus der EWU bei dauerhaft chronischen Defiziten und Beanspruchen der Solidargemeinschaft schon lange beschließen können. Dann wären Griechen und auch andere Wackelkandidaten schon lange nicht mehr in der EWU, auch Belgien und Italien nicht. So etwas war aber wohl gerade deswegen nicht durchsetzbar.

    Die EZB droht jetzt damit, keine Griechenlandanleihen mehr aufzukaufen und stellt sich damit gegen die Beschlüsse der EU-Finanzminister. Auch Norwegen lehnt jetzt eine Griechenlandhilfe ab und will keine Anliehen mehr aufkaufen. Die Situation könnte schnell in den nächsten Tagen eskalieren.

    Aber auch ein jetzt wieder heftig diskutierter Ausschluss Griechenlands aus der EWU hat gravierende Nachteile. Zu einem würden griechische Banken dann reihenweise Pleite gehen und dabei aber auch andere europäische Banken in Mitleidenschaft ziehen; zudem könnte es zu einem gefährlichen Dominoeffekt bei den „PIGSI“ oder den „PIGSIF“ (mit Frankreich im Boot) kommen, denn insbesondere französische Banken sind in Südosteuropa sehr stark bei Staatsanleihen engagiert. Es gibt also keinen Königsweg bei der Euro-Rettung und erst recht nicht bei der Griechenland-Rettung. Fakt ist, dass Griechenland pleite ist, nur wer muss nun die Zeche zahlen?

    Die südeuropäischen Länder sollen also sparen und ihre Haushalt konsolidieren, nur wie? Von Griechenland wird eine umfassende Privatsierung im Volumen von 50 Mrd € gefordert, die aber nur sehr zögerlich vorankommt. Privatisierung bedeutet aber (meistens) auch Erhöhung der Arbeitslosigkeit und davor haben die Betroffenen berechtigterweise Angst. Sie werden wieder auf die Straße gehen und streiken. So kann die Binnenkonjunktur unmöglich in Schwung kommen. Griechenland befindet sich in Rezession und da ist eine Sparpolitik kontraproduktiv.

    Übrigens befindet sich auch Japan jetztnach dem verheerenden Erdbeben und dem Super-Gau in einer Rezession: das BSP sank im 1Q11 um 0,9%., was etwa minus 3,6% im Jahr ausmacht. Japan hat aber einen starken Export und kann das wieder aufholen. Nur Griechenland sicherlich nicht. Griechenland braucht jetzt einen „geordneten Insolvenzplan“, wozu am Anfang auch einen Umschuldung gehört. Darauf sollten sich alle europäischen Banken – und auch die Anleger - einstellen. Es wird wohl früher oder später zu einem Cut kommen, es ist nur die Frage wie dieser konzipiert ist und wie hoch er ausfällt. Griechenland hat Schulden von über 300 Mrd €, was 190% des BSP ausmachen. Das kann niemals in Zukunft zurückgezahlt werden. Das Haushaltsbilanzdefizit beträgt nach wie vor über 10% des BSP. Jede Rezession erhöht aber trotz aller Sparmaßnahmen das Defizit – ein Teufelskreis. In der Light-Version wäre das dann eine Streckung der Anleihenlaufzeiten und eine Verringerung der Zinsen, in der notwendigen Version aber ein Schuldenerlass (von über 50%?).

    Der IWF wird – auch ohne Strauß-Kahn an der Spitze - bei den notwendigen Umschuldungsmaßnahmen Griechenlands ein gewichtiges Wort mitzureden haben. Die Griechenland-Rettung wird in der Summe wohl einen Betrag von etwa 200 Mrd € ausmachen. Der IWF sucht nun nach einem neuen Chef, nachdem der ehemalige IFW-Chef Strauß-Kahn wegen einer dubiosen Sexaffäre aus dem New Yorker Gefängnis heraus seinen Rücktritt erklärt hat. Er ist jetzt aber gegen eine Kaution von 1 Mio. USD in bar und 5 Mio. USD als Sicherheit mit einer Fußfessel in einem New Yorker Apartment. Der neue IWF Wunschkandidat ist ein Europäer, um auch die Euro-Krise in den Griff zu bekommen. Dabei steht auch die Zukunft des Euros auf dem Spiel, was viel ökonomischen Sachverstand und politisches Fingerspitzengefühl erfordert.

    Da mögen die mahnenden Worte von Angela Merkel, dass Griechenland das Rentenalter nicht verkürzen, sondern verlängern sollte und Griechenland auch einige Urlaubstage streichen sollte, zwar in gewisser Weise im Grundsatz berechtigt sein; sie gießen aber jetzt eher Öl ins Feuer und es ist auch nicht sinnvoll, gerade jetzt als Schullehrer in der Eurozone aufzutreten, wo alle die gleichen Sorgen plagen. Schließlich war das Defizit ab dem Jahr 2008 auch eine Folge der globalen bzw. im Ursprung amerikanischen Bankenkrise, worunter nicht nur Griechenland, sondern alle „PIGS“-Länder nun besonders leiden. In diesen „PIGS“-Ländern kann es jederzeit auch zu gewaltsamen Demonstrationen und damit zu einer Destabilisierung kommen, die alle Sparpläne zunichtemacht. Auch in Spanien wird kräftig – auch verboten – gegen das Sparprogramm der Regierungen demonstriert. Dort beträgt de Jugendarbeitslosigkeit über 40% und dies ist für die Zukunft sehr gefährlich.

    Es wird aber auch in anderen Ländern zu drastischen Sparmaßnamen und auch zu einer Erhöhung der Steuern kommen. In Frankreich werden jetzt die Immobilien (Mieterträge) bei Ausländern zusätzlich mit 20% besteuert, was auch sowas wie eine Ausländerdiskriminierung ist. Italien und Frankreich streiten um das „Wegerecht“ von Tunesien-Flüchtigen (=Wirtschaftsflüchtigen, keine Asylanten). Dänemark will die Grenzkontrollen wieder einführen. Wohin strebt das (nicht mehr so) „Vereinte Europa“? Fällt es demnächst auseinander? Und wie lange hält der Euro die zusätzlichen Belastungen noch aus? Ich befürchte im Sog der Euro-Spannungen weitere nationalistische Verhaltensweisen von Regierungen, die früher oder später auch den Euro sprengen können. Man blicke jetzt nur auf Finnland und Dänemark, dann weiß man schon, was uns in Zukunft zu erwarten hat – trotz aller Harmoniebeteuerungen der EU-Politiker.

    Die treibenden Kräfte der EU und EWU waren immer Deutschland und Frankreich, aber auch hier gibt es keine Einigkeit mehr (zumindest nicht hinter den Kulissen). In der EU ist als so einiges an Sommertheater zu erwarten, was die sensiblen Börsen antizipieren. Aber auch wenn wir über den Teich schauen, sieht es nicht rosig aus. Japan wird alle Mühe haben, aus der Rezession herauszukommen und vor allen den Haushalt zu konsolidieren, denn die Folgewirkungen des Erdbebens sind noch nicht ausgestanden. In Deutschland drohen weitere Krankenkassen pleite zu gehen. Die City BKK machte den Anfang mit 170.000 Mitgliedern.

    Aber auch die USA werden Schwierigkeiten haben, den Haushalt zu konsolidieren und das Wachstum beizubehalten. Texas und Kalifornien sind faktisch pleite und die sind vom BSP her wesentlich größer als Griechenland. Es wird Obama schwer fallen, das angekündete Sparprogramm im Volumen von 4 Billionen USD in den nächsten Jahren umzusetzen. Zunächst haben die USA jetzt erst einmal die 14,3 Billionen USD-Schuldengrenze überschritten. Am 30. Juni läuft das QE2 aus. Wer wird dann amerikanischen Anleihen kaufen und wer wird auch amerikanisch Kommunalanleihen kaufen, die auch Default gehen könnten? PIMCO hat sich jedenfalls schon von amerikanischen Anleihen verabschiedet und ist dort sogar short gegangen. Wenn es hier einmal einen Käuferstreik gibt, dann werden die Folgewirkungen wesentlich schlimmer sein als nach dem Lehmann-Crash. Dies ist sich bisher den wenigsten bewusst. Auch deswegen war Gold und Silber zuvor bis zum Silber-Crash am 5. Mai so stark gestiegen. Daher sind schon einige Gewitter oder auch Tornados im Sommer erkennbar. Ein bereinigendes Gewitter wird es im Sommer aber wohl noch nicht geben, denn das würde einen Aktien-Crash bedeuten. Es wird zunächst weiter auf Zeit gespielt – überall.

    Da die Börse immer in die Zukunft schaut, nimmt sie auch dieses Thema auf und reagiert zunächst mit Kurskorrekturen. Der Bund-Future ging fester und stieg auf 125 wegen der Unsicherheiten bei der europäischen Schuldenkrise, Der DAX ging am Freitagnachmittag wieder in die Knie und schloss mit einem Minus von 1,24% bei 7266 Indexpunkten. Der Euro gab zum Dollar aber nur leicht nach und war zuletzt bei 1,42 EUR/USD. Gold stieg wieder auf über 1500 USD/Unze, obwohl George Soros seine Goldbestände großvolumig verkaufte. Die Notenbanken waren die dankbaren Abnehmer.

    Der DAX kämpft weiter mit der Überwindung der wichtigen 7400-er Marke und der Dow Jones Industrial Index mit der Überwindung der 12.700-er Marke. Ich erwarte weiterhin volatile Seitwärtsbewegungen. Aufgrund der niedrigen Zinsen und reichlich vorhanden Liquidität (Stichwort QE2) sowie dem allgemeinen Anlagenotstand kann es an der Börse immer wieder selektiv zu Übertreibungen kommen, wie auch bis zum 5. Mai beim Silberpreis.

    In den USA wurde am 19. Mai das Soziale Netzwerk Linkedin an der New Yorker Börse mit großem Erfolg eingeführt. Der Zuteilungskurt war zunächst bei 32 bis 35 USD geplant, dann auf 42 bis 45 USD angehoben bei 45 USD; der erste Kurs lag dann bei 110 USD, was ich für eine starke Übertreibung, kurz einen „Bubble“ halte. Zur Zeichnung wurden nur 8 Mio. Aktien zugelassen, so dass eine Überzeichnung vorprogrammiert war. Die Bewertung von 8 Mrd. USD ist für mich aber nicht nachvollziehbar, da der Gewinn im letzten Jahr nur bei 15 Mio. USD lag und das KGV damit bei über 500. Greenspan nannte so etwas „irrationale Übertreibungen“. Auch die Übernahme von Skype durch Microsoft für über 5 Mrd € halte ich für überteuert. Alles dies erinnert schon wieder an die Neuen Markt-Zeiten.

    Der Umsatz von Linkedin soll sich zwar in diesem Jahr verdoppeln, aber das rechtfertigt nicht eine so hohe Bewertung. Aber auch der Rohstoffhändler Glencore wurde bei einem IPO-Ausgabepreis von 520 Pence mit 36 Mrd. Pfund hoch bewertet. Eingenommen wurden durch das IPO am 20. Mai an der Londoner Börse 7 Mrd €. Hier stecken aber immerhin 140 Mrd USD an Umsatz und eine Beteiligung an Xstrata dahinter und das ist keine „Schweizer Bergluft“. Xstrata ist mit einer Marktkapitalsierung von 40 Mrd € bei einem Umsatz von 22 Mrd € moderat bewertet. Der operative Gewinn stieg im letzten Jahr auf 7,7 Mrd USD. Aber auch Xstrata hat ihren Sitz aus steuerlichen Gründen in Zug. Der Eröffnungskurs von Glencore lag bei 540 Pense (6,3 €) und fiel dann im Tagesverlauf um 1,13% auf 524 Pence (6,05 €), also nicht so ein furioser Start wie bei Linkedin.

    Man darf jetzt auf das IPO von Facebook gespannt sein, wo sich der nächste „Bubble“ bzw. Mondpreis andeutet. Bubbles gibt es durch Finanzspekulation zum Teil auch im Rohstoffsektor. Hier hätten die G20 schon längst die Möglichkeit, einen Riegel vorzuspannen, denn zu Rohstoffpreise bringen durch Lebensmittelinflation Hunger und Elend in der Dritten Welt. Ich verstehe nicht, dass die Amerikaner und Briten hier nicht mitmachen wollen, die Finanzspekulation bei Rohstoffen zu unterbinden. Die Anhebung von Margin-Erfordernissen wie zuletzt beim Silberpreis, die alle Rohstoffe am 5. Mai um etwa 10% purzeln ließ, reicht dafür nicht aus. Ein Drittel aller Lebensmittel werden in Deutschland weggeschmissen, was 330 € im Jahr pro Person ausmachen. Wir leben hier hier zum großen Teil in einer Überfluss- und Wegwerfgesellschaft. In der Dritten Welt wird gehungert. Wie lange kann sowas gutgehen?

    Von den hohen Rohstoffpreisen ist im besonderen Masse Russland abhängig. Die Moskauer Börse korrigierte seit dem 5. Mai scharf, was ich aber noch als gesunde Korrektur bezeichne, zumal der Brentölpreis auch am 5. Mai von 120 auf 106 USD/Barrel einbrach, um sich jetzt wieder auf 112 USD/Barrel zu erholen. Der RTS–Index fiel von über 2000 auf 1820 Indexpunkte im Tief, konnte sich jetzt aber wieder auf 1860 Indexpunkte leicht zu erholen. A, Freitag schloss der RTS-Index schon wieder mit einem Minus von 1,82% bei 1825 Indexpunkte. Ich rechne auch hier weiterhin mit volatilen Seitwärtsbewegungen.

    Die Bewertungen sind in Russland - ganz anders als die Luftnummer Linkedin - vor allem im Energiesektor mit einem Durchschnitts-KGV von 6-7 nach wie vor sehr günstig. Insofern bestehen nach der scharfen Korrektur auch wieder gute Einstiegschancen an der Moskauer Börse, wobei die Performance wiederum von dem Risikoappetit der ausländischen Investoren abhängt.

    Sehr gute Chancen gibt es jetzt auch in der Region Südosteuropa, wie auch der Fondsmanager des Balkan Fonds Joachim Waltl beim letzten ESI-Ostbörsen-Seminar am 12. Mai in Frankfurt/M durch eine Reihe von Beispielen unterbewerteter Aktien glaubhaft machte. Der treffsichere ESI-Seminar-Indikator steht hier auf „buy“, denn in Südosteuropa gibt es eher irrationale Untertreibungen - ganz im Gegensatz zu Linkedin.

    Mein Motto bleibt daher gerade jetzt: Go east!“. Nachzulesen sind die neuen Chancen auch im aktuellen EAST STOCK TRENDS (EST). Bestellen Sie daher jetzt ein Probe-Abos des EST (3 Ausgaben per e-mail zu 15 €) unter www.eaststock.de.

    TV-Hinweise: Andreas Männicke wurde am 19. Mai 2011 um 15.30 Uhr in NTV/Telebörse über die Aussichten der Moskauer Börse und den Ölpreis befragt. Sie können das Interview jetzt unter www.eaststock.de, dort unter der Rubrik „Interviews“ runterladen. Das nächste TV-Interview ist am 27. Mai 2011 im DAF über Gazprom.

Anzeige

 

 

Newsletter

Newsletter

Jetzt kostenlos anmelden und von Andreas' Männicke Wissen profitieren! weiter

Termine

22.05.2012, 17:00
Ostbörsen-Seminar "Go East - Ostbörsen mit Outperformancechancen"

23.05.2012
Männicke im DAF im Interview mit Dr. Bernhard Jünemann

Archiv

02.05.12 Ostbörsen-Seminar "Go east!"" am 22. Mai 2012 in Frankfurt/M
28.04.12 Wie lange hält das System noch oder wann kommt endlich die eierlegende Milchkuhsau?
22.04.12 Die Aktienkurse werden wieder „politischer“ - und damit unberechenbarer!
15.04.12 Tue nie alle Eier in einen Korb!
01.04.12 Schock für Russland: Putin zurückgetreten!

Weitere Artikel im Archiv

Hotline

Tel.: 0900 - 1-86 14 001
(€1,86/Min aus dem Netz der DT AG, Anrufe aus dem Mobilfunknetz können abweichen)