Ostbörsen im Fokus (siehe auch www.eaststock.de)

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Interview- und Termin-Hinweise

Das nächste Ostbörsen-Seminar "Go east - Hochprozentiges aus Osteuropa" wird am 29. November 2017 um 17.00 Uhr gelich nach dem Eigenkaltal-Forum in Frankfurt/M stattfinden.

Andreas Männicke wurde am 17. Oktober 2017 von Börsen Radio Networks über die neuen Chancen in Osteuropa und Russland befragt.

Ab Oktober 2013 können Sie unter Eingabe von "EastStockTV" bei www.youtube.de die aktuellen Kommentare von Andreas Männicke zu den Aussichten an den Welt- und Ostbörsen kostenlos abrufen. Abonnieren Sie einfach den Kanal bei www.youtube.de.

Ab Mai 2014 können mit Herrn Männicke über www.go.guidants.com auch interaktiv in Kontakt treten und Fragen zu den Ostbörsen stellen.

Verpassen Sie die Outperformancechancen in Osteuropa nicht und bestellen Sie jetzt den monatlich erscheinenden Börsenbrief EAST STOCK TRENDS unter www.eaststock.de. Ein Probe-Abo (3 Ausgaben kosten nur 15 €). Die beiden Muster-Depots erzielten seit Februar 2009 eine Performance von über 320% im Muster-Depot 1 (konservativer Osteuropa-Basket) bzw. über 350% im Muster-Depot 2 (spekulativer Osteuropa-Basket, das sind über 40% p.a. seit 2009. In den neuen Muster-Depots ab 2015 wude eine Performance von über 130% bzw über 80% erzielt. Das neue "goldige" Muster-Depot erreichte immerhin ein Plus von 66% ab 2016.

Im neuen monatlich ercheinenden Börsenbrief THE BIG PICTURE werden die globalen Anlagestrategien für Aktien-Indices, Rohstoffe und Währungen besprochen. Auch hier kostet ein Probe-Abo (3 Ausgaben per E-mail) nur 15 €.

Zudem können Sie sich alle bisherigen TV-Inteviews von Andreas Männicke in diesem Jahr runterladen unter den Links der Rubrik "Interviews".

  • Salami-Crash in Perfektion

    Sonntag, 29. Juni 2008 00:55:00

    +++Not-Kapitalerhöhungen im Bankensektor nehmen zu++Ölpreis-Schock noch nicht verdaut+++Konkursgefahren im Banken– und Automobilsektor+++Russland mit hohen windfall profits+++

    Der Salami-Crash hatte sich schon vor einigen Wochen charttechnisch angedeutet und kommt nun – wie von mir erwartet – zur Vollendung. Die Frage ist nun, ob aus dem Salami-Crash mit neuen Tiefstkursen im Bankensektor und neuen Tiefskursen an der Wall Street ein „richtiger“ Börsen-Crash im Sommer werden kann, so wie es die Royal Bank of Scotland in ihre Analyse über den desolaten Bankensektor in den nächsten 3 Monate in Aussicht stellte. Die Royal Bank of Scotland vermutet einen Kurseinbruch bei S&P um 30% und die schlimmste Krise im Bankensektor in der Nachkriegszeit. Bisher sind im Bankensektor „erst“ 400 Mrd. US-Dollar abgeschrieben werden, so dass weitere 600 Mrd. nach den groben Schätzungen noch folgen müssten. Nur wen es dabei treffen wird und wenn nicht, ist jetzt schwer vorherzusagen. Auch Schieflagen bei Billigfliegern und Automobilkonzernen sind zu erwarten,

    Nach dem Mini-Crash in den letzten 2 Wochen schloss der Dow Jones am Freitag mit einem Minus von 0,93% bei 11.346 Indexpunkte und der S&P mit einem Minus von 0,37% bei 1278 Indexpunkte, was jeweils neue Jahrestiefstände sind. Am Donnerstag waren die Kursverluste wesentlich höher. Auch der Nikkei-Index brach am Freitag um 2,1% auf 13.544 Indexpunkte ein. Er ist damit aber noch weit von seinen Märztiefs von unter 12000 Indexpunkten entfernt. Der DAX konnte sich noch knapp über den Jahrestiefsständen bei 6421 Indexpunkten behaupten, wobei die Banktitel auch in Deutschland neue Tiefststände erreichten. Damit wurden die Börsenexperten eines besseren belehrt, die daran glaubten, dass wir die Tiefstände schon hinter uns haben. Auch Josef Ackermanns Beteuerungen, dass die Subprime-Krise überwunden sei, kommen bei den Anlegern nicht an. Die Deutsche Bank zählte zu den Top-Verlieren unter den DAX-Werten, da Analysten geschönte Zahlen vermuten.

    Die Gründe für den erneuten Kurseinbruch an den Weltbörsen waren weiter Not-Kapitalerhöhungen im Bankensektor wie bei Barclays und Fortis, Gerüchte um eine mögliche Insolvenz bei Chrysler, weitere Gewinnwarnungen im Bankensektor wie bei Merill Lynch und vor allem der neue Rekordölpreis von 141 USD/Barrel, der auch zu Rekordpreisen an den Zapfsäulen der Welt bedeutete.. Die OPEC ist sogar der Auffassung, dass der Ölpreis auf 400 USD/Barrel steigen könnte. Die OPEC macht aber die Finanzspekulanten für den starken Kursanstieg verantwortlich. Der Goldpreis erholte sich als Krisenwährung wieder auf 928 USD/Unze während der US-Dollar zum Euro sich auf 1,57 EUR/USD abschwächte.

    Zu starken Kurseinbrüchen kam es infolge der Wall Street Schwäche auch an den Börsen in Osteuropa, vor allem aber in Süd-Osteuropa. So brachen die Kurse in Bulgarien und in Rumänien um über 4% in der letzten Woche ein und fielen damit um 35 bzw. 32% seit Jahresbeginn. Der russische Aktienmarkt konnte sich aufgrund des hohen Ölpreises noch relativ gut behaupten. Der RTS-Index liegt mit über 2300 Indexpunkten immer noch leicht im Plus seit Jahresbeginn. Vor allem in Russland aktive westliche Öl-Juniors wie West Sibirian Resources und Sibir Energy waren nachgefragt und notieren nahe der Allzeit-Hochs. Auch Stahlwerte konnten sich im Kurs gut behaupten. Die russischen Öl-Blue Chips korrigierten zwar in den letzen 3 Wochen kräftig, erholten sich aber am Freitag schon wieder etwas. Die auf russische Nebenwerte spezialisierte KREMLIN AG beschloss auf der Hauptversammlung am 28. Juni eine Dividende in Höhe von 0,4 € pro Aktie, was einer Dividendenrendite von über 9% entspricht. Der Kurs der KREMLIN AG entwickelte sich in diesem Jahr weit besser als der RTS, wobei der Abschlag zum Netto-Substanzwert noch sehr groß ist.

    Fazit: Die Markttechnik bleibt weiterhin angeschlagen, da an viele Börsen der Welt neue Tiefstkurse erreicht wurden. Wir befinden uns also seit Jahresbeginn in intakten Bärmärkten, wo es aber auch immer wieder Erholungschancen gibt. Jetzt werden aber mehr Ängste vor weiter steigenden Ölpreisen, Bankenpleiten und einem Iran-Krieg gehandelt als reale Fakten, was für „Hartgesottene“ schon wieder als attraktive Einstiegsmöglichkeiten gesehen werden. Je tiefer die Kurse fallen, desto höher werden die Reboundchancen an den Ostbörsen. Anleger sollten dennoch aufgrund der labilen Wall Street weiterhin eine defensive Anlagestrategie fahren, also viel Cash halten, aber auch selektiv bei russischen Rohstofftiteln, vor allem in Öl- und Gold-Juniors, mit gestaffelten Abstauberlimits investieren, um Reboundchancen wahrzunehmen. Welche Aktien jetzt im Trading-Bereich in Osteuropa kaufenswert sind, wird auf der täglich aktualisierten Ostbörsen-Hotline 09001-861400-1 (1,86 € /Min.) erörtert.

  • Erst Anleihen-Crash, dann Aktien-Crash?

    Samstag, 21. Juni 2008 18:27:00

    +++Steigende Zinsen und hohe Inflationsraten belasten+++Aktienrückkaufprogramme können stabilisieren+++ desolater Finanzmarkt macht weiter Sorgen+++brisante Markttechnik+++gute Trading-Möglichkeiten bei Öl- und Solaraktien+++

    Fast unbemerkt zogen die Renditen in den letzten Wochen weltweit an den Anleihenmärkten an, was die Anleihenkurse unter Druck brachte. Damit nehmen die Anleihenmärkte schon das vorweg, was im kurzfristigen Bereich folgen wird, nämlich steigende Zinsen, die wiederum Gift für die Börse sind. So wird bei der EZB eine Zinssenkung um 0,25 Basispunkte erwartet, um der Inflation Herr zu werden. Die 10-jährigen Bundesanleihen, die im Mai im Tief noch bei 4% waren rentieren jetzt schon bei 4,64 %. In den USA stiegen die 10 Jährigen Bundesanleihen „nur“ auf 4,21%, wobei auch hier die Tendenz steigend ist. Der Bund-Future fiel seit März wie ein Stein crashartig von 118 bis auf 110 und befindet sich damit wieder auf dem Niveau von Juli dieses Jahres. In vielen Ländern gibt es eine inverse Zinsstruktur, d.h. die kurzfristigen Zinsen sind höher als de langfristigen, was eine rezessive Entwicklung indiziert. Zudem gibt es in vielen Ländern negativen Realzinsen, was Anleihen und Geldmarktpapiere völlig unattraktiv macht.

    In den USA stiegen die 2 jährigen Anleihen sogar von 0,5 auf 3% in wenigen Monaten an. In den USA haben die Hypothekenzinsen trotz der vorangegangen Zinssenkungen der Notenbank übrigens kaum abgenommen, was den notleidenden Subprime-Schuldnern kaum hilft. Die Zahl der Baubeginne sackte im Mai in den USA auf ein 17-Jahrestief, was zeigt, das auch die Baubranche unter den Immobilienkrise leiden wird. Auch in Großbritannien gibt es bei einer Anhäufung von Problemfällen im Banken- und Immobiliensektor.

    Der hohe Ölpreis von derzeit 135 USD/Barrel und die stark steigenden Agrarrohstoffe (zuletzt bei Mais, Soja durch die Überschwemmungen in den USA verschärft) sind für Privathaushalte und viele Unternehmen ein nicht unerheblicher Kostenfaktor, der in dieser Höhe nicht einkalkuliert war. Weltweit steigen jetzt die Kerosin-, Benzin- und Dieselpreise auf neue Rekordstände. Ölpreise von über 150 USD/Barrel werden von einigen Investmentbanken noch in diesem Jahr für möglich gehalten. Damit wird eine „Stagflation“ in den USA und in Großbritannien immer wahrscheinlicher. Beide Länder haben ähnliche Probleme im Immobilen- und Bankensektor, die sich sogar noch verschärfen könnten. Nach einer Studie der selbst angeschlagenen Royal Bank of Scotland, einst eine Vorzeigebank mit hohen Renditen, stehen wir vor der größten Krise des Kapitalismus in den letzten 100 Jahren, weil sich die Bankenkrise noch länderübergreifend ausweiten könnte. Eine Pleite- bzw. Konkurswelle in diesen beiden Ländern würde auch zum weltweiten Aktien-Crash führen.

    Experten gehen schon davon aus, dass das Inflationsproblem kurzfristig nicht beherrschbar, sondern ein Dauerproblem für die nächsten Jahre werden könnte. Auch die osteuropäischen Notenbanken versuchen durch Zinserhöhungen und Erhöhung der Mindestreservensätze, also durch eine restriktive Geldpolitik, dem Problem Herr zu werden. Zu scharf darf die restriktive Geldpolitik aber nicht werden, da sonst Banken pleite gehen könnten, die schon jetzt am seidenen Faden hängen wie Lehmann Brothers. Zudem ist der Verschuldungssituation in den USA so hoch, dass steigende Zinsen das Verschuldungsproblem dramatisch verschärfen würden. Ohnedies ist mit Bankenpleiten und weiteren Gewinnwarnungen wie zuletzt bei Merill Lynch in Zukunft zu rechen. Der Bankenindex in den USA erreichte zuletzt ein neues Jahrestief und das Vertrauen im Interbankenmarkt ist immer noch nicht wiederhergestellt.

    Die Banken und einige Industriekonzerne reagieren ihrerseits mit Aktienrückkaufprogrammen, die den Kurs stütze sollen. So will die Deutsche Bank AG ab Juli eigene Aktien im Wert von 400 Mio. € erwerben. Es gibt Spekulationen, dass Hedgefonds bei der Deutschen Bank im großen Stil shorten. Auch gibt es Gerüchte, das sich der russische Oligarch Kermimov mit bis zu 9% an der Deutsche Bank AG beteiligen will und ihm ist natürlich an einem niedrigen Börsenkurs gelegen. Der Kurs der Deutsche Bank AG fiel auf ein neues Jahrestief von 58 €. Börsenexperten, die voraussagt hatten, dass wir die Tiefstkurse im Januar bzw. März schon hinter uns haben, wurden also einmal wieder eines Besseren belehrt. Denken Sie daran: „Aktienkurse können viel höher steigen als Sie glauben, sie können aber auch viel tiefer fallen als Sie glauben. Dabei glaubet der Chef der Deutsche Bank AG Josef Ackermann, dass die Bankenkrise schon überwunden sei. Auch der Kurs der Commerzbank brach am Freitag sogar um 8% ein, befindet sich damit aber noch über dem Tiefstkurs im März.. Bei beiden Aktien sehe ich in der zweiten Jahreshälfte gute Reboundchancen. Spannend bleibt es, wer die Dresdner Bank und wer die Citibank (Deutschland) sowie die Postbank kaufen wird. Des einen Freud ist in jedem Fall des anderen Leid. Durch Aktienrückkaufprogramme wird versucht, dem Aktienkursverfall entgegen zu wirken. Auch Daimler startet ein umfangreiches Aktienrückkaufprogramm, was die Zahl de Aktien reduziert. Auf der anderen Seite werden Banken zu weiteren Not-Kapitalerhöhungen gezwungen, um sich Kapital zum Überleben zu beschaffen. Nach Lehman Brothers werden noch weitere Investmentbanken diesen für die Aktionäre wertmindernden Schritt machen müssen, um Liquiditätsengpässen zu begegnen.

    Die Aktienmärkte reagieren weiterhin sehr nervös und volatil auf möglichen Schieflagen im Bankensektor in Verbindungen mit steigenden Zinsen. So ist der Dow Jones wieder unter 12000 Indexpunkte (exakt auf 11842) gefallen, der DAX unter 6600 (exakt auf 6578) und der Nikkei unter 14000 (exakt auf 13942) Indexpunkte in der Erwartung, dass sich die Finanzkrise noch verschärfen könnte und sich die Konjunktur verlangsamt. Damit setzten sich auch die Schaukelbörsen an den Ostbörsen fort. In den nächsten Wochen könnte sich der Bärmarkt fortsetzen, womit die Markttechnik weiter angeschlagen und eher bearish zu interpretieren ist.

    So gaben sogar die Aktien von russischen Öl-/Gaswerten am Freitag um 2-3% kräftig nach, obwohl sie weiterhin von den hohen Ölpreisen profitieren. Dennoch sollten russische Rohstofftitel auch in den nächsten Wochen relativ outperformen können, weil zumindest im Öl/Gassektor mit Rekordgewinnen im ersten Halbjahr 2008 zu rechnen ist. Der Kurs des russischen Düngemittelherstellers Uralkali verdreifachte sich sogar schon von 15 auf über 50 € seit dem IPO Ende letzten Jahres. Aber nicht nur russische Ölwerte, sondern auch die multinationalen Ölkonzerne sind im Moment sehr preiswert zu haben. So hat Royal Dutch Shell nur ein geschätztes KGV08 von 6, Total, BP und Conoco Philipps von jeweils 8 und ExxonMobil von 9. Sehr viel preiswerter sind russische Ölwerte im Moment auch nicht zu haben. Ganz offensichtlich rechnen die Anleger in Zukunft mit starken Schwankungen beim Ölpreis, sonst würden sie jetzt mutiger bei den Öl-Multis zugreifen. In Relation zu stark steigenden Ölpreisen von fast 40% seit Jahresbeginn bzw. 90% in einem Jahr haben also auch Öl/Gaswerte beim Aktienkurs nicht proportional vom Ölpreis profitieren können. Dies liegt in Russland an den hohen Steuern und Abgabenbelastungen und bei den Multis an der geringen Replacementquote. Gespannt sein darf man nun, ob Saudi-Arabien tatsächlich die Fördermengen drastisch reduziert, da sonst das Horror-Szenario von einem Ölpreis von 150 USD/Barrel Wirklichkeit werden könnte, was die Wall Street weiter belasten würde. Umgekehrt bildet jeder Ölpreisrückgang eine Stütze für den Aktienmarkt.

    Fazit: Aufgrund der angeschlagenen Marktechnik, der steigenden Zinsen und Inflationsraten sollte der Anleger vermehrt in Liquidität gehen oder auch kurzfristig selektiv angeschlagene Märkte über ETFs shorten. Es wird weiterhin mit volatilen Seitwärtsbewegungen zu rechnen sein, wo der Anleger nur durch geschicktes und selektives Traden Geld verdienen kann. Wer seit Jahresbeginn in russische Düngemittel-, Stahl- und Kohleunternehmen investiert hat, dürfte die gegenwärtige Korrektur kaum bekümmern. Auch bei russischen Öl/Gasaktien wird es nach einer Korrektur wieder gute Trading-Möglichkeiten geben. Auch Solaraktien bieten als Alternative zu Ölaktien gute Trading-Möglichkeiten nach dem Motto: je höher der Ölpreis steigt, desto mehr rücken Alternative Energien in den Vordergrund. Schließlich konnte man mit russischen Ölaktien seit den Märztiefs über 40% im Durchschnitt verdienen. Auch in Zukunft wird es wieder gute Trading-Möglichkeiten geben, was auch immer auf der Ostbörsen-Hotline 09001-8614001 (1,86 € /Min) besprochen wird.

  • Russen auf Einkaufstour in Deutschland

    Samstag, 14. Juni 2008 11:15:00

    +++Deutsche Bank im Visier der Russen+++deutsch-russische “Leuchturmprojekte“ in Sicht+++Russiche Aktien bleiben gefragt+++

    Die Russen sind bekannt als sehr reise- und konsumfreudige Menschen. Man sieht sie in den mondänen Skiorten in der Schweiz und Österreich, in den Urlaubsorten von Spanien, Türkei und Frankreich und überall gegeben sie mehr als doppelt soviel aus wie andere Touristen. Auch in arabischen Ländern wie vor allem Dubai sind die Einkaufstüten bei Russen auf der Rückreise vor allen bei den Frauen prall gefüllt. Sie haben dabei keine Scheu, ihren schnell erlangten Reichtum offen zur Schau zu stellen.

    Die Oligarchen gehen auch gerne auf Einkaufstour. Sie kaufen Schmuck, Luxusyachten, Flugzeuge und Fußballmannschaften So steht Ballack auf der Gehaltsliste des Fußball Clubs Chelsea London, der von Roman Abromovich für 400 Mio. US-Dollar aufgekauft wurde. Dadurch, dass Chelsea gegen den Erzrivalen Manchester United das Champions-Leage-Endspiel in St. Petersburg verlor, gingen dem Oligarchen 100 Mio. USD durch die Lappen, was er verkraften kann. Aber auch deutsche Unternehmensanteile stehen bei Russen ganz oben auf der Einkaufsliste von russischen Firmenraidern.

    An den Unternehmen Escada, Dr. Scheller Kosmetic, Kali&Salz, Hochjtief, Strabag SE und in der Schweiz Oerlikon und Sulzer haben sich schon die mehr oder weniger bekannten Oligarchen wie Deripaska und Vechselberg beteiligt. Auch an kleineren Fluggesellschaften und Billigfliegern beteiligen sich die russischen Oligarchen gerne. Sogar ein 6%-ges Aktienpaket von EADS befindet sich schon lange in russischer Hand und Russland hat damit „Großes“ vor. Der letzte Coup war die Beteiligung an dem Touristikkonzern TUI durch den Oligarchen Mordashov. Auch Infenion, Deutsche Post und die Bahn sind schon auf dem Radarschirm der russischen Schnäppchenjäger während von der Übernahmen der Deutsche Telekom Abstand genommen wurde, da Angela Merkel da nicht mitspielen wollte..

    Nun hat sich auch der bis dahin unbekannte Multi-Milliadär Sluleiman Kerimow an der Deutsche Bank AG beteiligt. E will seine Beteiligung, die noch unter 3% liegt, angeblich auf 9% aufstocken, womit er der größte Einzelaktionär der Deutsche Bank wäre. Bisher halten nur Barclays und Axa ein Akteinpaket von 3%. Nach einer Schätzung von Forbes hat der 42-jährige Kerimow, der aus der Kaukasus-Republik stammt, aus undurchsichtigen Finanzgeschäften ein Vermögen von 17 Mrd. US-Dollar angehäuft. Ursprünglich war er anfangs an der sowjetischen Ölhandelsgesellschaft Nafta Moskva beteiligt aus der dann die Beteiligungsgesellschaft GNK wurde. Der Kauf und Weiterkauf von Unternehmensanteilen war und ist ein lohnendes Geschäft. So wurden von GNK die Firmenanteilen von Vnukovo Airlines und dem Versicherer Ingosstrakh mit hohem Gewinn ge- und verlauft. Angeblich besitz Kerimow hat sich dann vornehmlich an Staatsbetrieben wie Sberbank du Gazprom beteiligt. So sollen ihm 6% der Sberbank und 4,5% von Gazprom gehören. Die Kurse dieser beiden Unternehmen haben sich seit der Krise 1998 mehr als verhundertfacht. Angeblich will er nun sein Anteil in Russland nach und nach verkaufen und im Westen anlegen. So will er angeblich auch seinen 74%igen Anteil an dem Silber- und Goldproduzenten Polimetall verkaufen. Keromiv ist einer der über 30 Milliardäre, die in der Duma als Abgeordneter sitzen und von daher gewisse Immunität genießen. Früher gehörte er zur Liberaldemokratischen Partei des rechtsextremen Poitikclowns Waldimir Schirinowski.

    Der neue russische Präsident Dimitrij Medwedew wählte nicht ohne Grund als zweites Land für einen Staatsbesuch im Ausland nach China nun Deutschland aus. Er hatte dabei die gleiche Rethorik wie Putin. Er sagte wohl nicht ganz ohne Grund, dass sich Russen und Deutsche bei „Geschäften besser kennenlernen“ können. Und Putin sagte zuvor in der gleichen Rethorik, dass die „Russen nicht mit Kalaschnikows kommen, sondern mit Geld“. Wie wahr!

    Ein Mega-Geschäft könnte der Kauf von Unternehmensanteilen bei der Deutsche Bank AG werden, denn die ist jetzt sehr billig zu Tieftskursen zu haben. Russen sind auch gute Geschäftemacher und achten schon auf den Einkaufspreis.. Andere Mega-Geschäfte werden folgen. So könnte auch Thyssen Krupp irgendwann auf der Liste der russischen Oligarchen stehen. Auf der anderen Seite können ausländische Unternehmen nach dem neuen Gesetz nur noch begrenzt Einfluss auf russischen Unternehmen nehmen. Schon zuvor hatte Siemens Schwierigkeiten, eine Mehrheit bei dem Maschinenbauwert Power Machines zu bekommen, was letztlich auch nicht gelang. An TNK-BP hat im Moment Probleme, sich in Russland zu behaupten und wird mir Steuerfahndungen schikaniert. Angeblich will Gazprom den 50%igen Anteil für des 50.50 JV für 20 Mrd. US-Dollar übernehmen. Russland und England befinden sich im Moment nicht in einer entspannten Situation. Dafür hat Gazprom jetzt mit Wintershall einen neuen 30-jährigen-Vetrag geschlossen, was darauf hindeutet, dass die Russen mit den Deutschen dauerhaft Geschäfte machen wollen. Auch das neue Pipelineprojekt „Nordische Pipeline“, das von Polen und Baltischen Ländern sehr argwöhnisch und kritisch betrachtet wird, soll letztendlich der Versorgungssicherheit dienen. Das wäre dann das erste deutsch-russischen Milliarden-Projekt von Bedeutung. Ob dieses von Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder beaufsichtigte „Leuchtturmprojekt“ aber bis 2010 fertig gestellt wird, steht in den Sternen. Auf jedem Fall wird es wesentlich teurer für Gazprom, EON, BASF/Wintershall als zuvor geplant.

    Mein Tipp: Machen Sie sich auch ein „Oligarchen-Portfolio“, denn auch Russen wollen kein Geld verlieren und sie treffen oft gut überlegte und strategisch sinnvolle Entscheidungen. Insofern wäre der Kauf der Deutsche Bank AG zum jetzigen Zeitpunkt trotz der noch nicht beendeten Finanzkrise eine Überlegung wert. Aber auch russische Aktien bleiben gefragt, da die Petrodollar weiter hineinströmen.

    Hinweise: Trader können die Ostbörsen-Hotline 09001-861400-1 (1,86 Euro/Min) weiter Hinweise für möglichen „Schnäppchenkurse“ in Osteuropa“ bekommen.

  • Weltbörsen unentschieden

    Freitag, 06. Juni 2008 00:40:00

    +++Nachwehen im Bankensektor+++Zwangskapitalerhöhungen nehmen kein Ende+++Inflation wird zum Mega-Problem+++Kommt es zum Iran-Krieg?+++

    „Land unter in Süddeutschland – Sonnenschein in Norddeutschland“. Ebenso wechselhaft sind auch die Börsen im Moment. Einerseits drohen an den Weltbörsen Gewitterwolken, die beim Entladen ein Chaos anrichten können, anderseits gibt es sonnige Flecken, die „blühende Landschaften“ und glückliche Anleger zur Folge haben.

    Auf der Sonnenseite sind im Moment die Länder und Unternehmen, die von den hohen Öleinnahmen bzw hohen Rohstoffpreisen profitieren. Die Petrodollar sind es wiederum, die Finanzengpässe im Bankensektor finanzieren. Bisher sind von den Sovereign Waelth Funds (SWF), also den Staatsfonds, schon 60 Mrd. USD in den Banken- und Industriesektor geflossen, mehr als doppelt soviel wie letztes Jahr. Die SWF werden damit zum „Retter der Finanzwelt“. Das Vermögen der SWF, das überwiegend durch Petrodollar erwirtschaftet wurde, wird schon auf 3,3 Billionen USD geschätzt. Bis 2012 soll das Vermögen auf über 10 Billionen US-Dollar ansteigen. Damit werden die SWF zu einem maßgeblichen Bestimmungsfaktor für die Weltbörsen. Man sollte sie nicht verteufeln, sondern willkommen heißen, da sie langfristige Ziele verfolgen und somit eine stabilisierende Wirkung für die fragilen Welt-Finanzmärkte haben. Der Kuwait-Fonds soll jetzt auch weiter Kapitalspritzen bei Lehman Brothers geben, nachdem er schon bei der Citibank und Merrill Lynch rettend zur Seite stand. Auch britische und französische Banken werden weiter Kapitalspritzen nötig haben, um überleben zu können. Die Citibank Deutschland wird wohl an die Deutsche Bank verkauft werden.

    Die hohe Inflation hat Vor- und Nachteile für die Börsen. Durch Realzinsen nahe Null oder sogar negative Realzinsen lohnen keine Investments in Geldmarktsfonds oder Anleihen, so dass immer mehr Liquidität in Aktien angelegt wird. Einige Unternehmen können die steigenden Kosten auch an den Konsumenten weitergeben, so dass die Aktien einen gewissen Inflationsschutz bieten. Auf der einen Seite dürften die Zinsen steigen, was Gift für die Börse ist. Demnächst wird auch wieder auf die Hurrikan-Saison in den USA spekuliert werden. Diesmal soll es 9 schwere Hurrikane geben, die den Ölpreis auf neue Rekord-Hochs bringen könnten. Auch gibt es wieder Spekulationen, das US-Präsident Bush kurz Beendigung seiner Amtsperiode oder Israel im Alleingang den Wahnsinn betreiben und den Iran angreifen, falls der Iran beim Atomprogramm nicht einlenkt. Hier gibt es eine reale Kriegs-Gefahr, wie auch Ex-Außenminister Fischer meint. Zudem sammelt Bush Geld ein, um dem kriegserfahrenen Vietnam-Kämpfer Chaine eine neue, auch für Bush und seinem Öl-Clan vorteilhafte Bühne zu geben. Falls Obama Präsident wird, dürfte die Wall Street verschnupft reagieren. Auch Obama weiß kein Rezept gegen eine stark steigende Inflation in den USA.

    Schon jetzt ist die Inflation ein ernsthaftes Problem für die Weltwirtschaft. Die EZB könnte im nächsten Monat sogar die Zinsen anheben und damit ein Signal geben, dass den Börsianern weltweit nicht gefallen wird, da die US-Immobilienkrise noch nicht überstanden ist. Dabei gehen die osteuropäischen Notenbanken schon seit geraumer Zeit die Zinsen an. Eine galoppierende Inflation gibt es schon jetzt in Ländern wie Ukraine, Argentinien und Vietnam. Uns dürfte dieses Problem den ganzen Sommer beschäftigen.

    Im Grunde wollen die Börsen in Japan, Deutschland und vielen Ostbörsen nach oben, weil die Unternehmensgewinne weiter sehr robust und die KGV relativ niedrig sind. Maßgeblich werden aber wieder die Wall Street und die nächsten Frühindaktoren sein. Die Auftragseingänge der Industrie waren in den USA zuletzt recht ermutigend. Dagegen gibt es im Automobil- und Bankensektor in den USA noch große Probleme.

    Die europäischen Anleger sind jetzt mehr mit der Fußball-EM als der Börse befasst, wo übrigens osteuropäische Mannschaften wie Polen und Kroatien die nächsten Gegner der deutschen Nationalelf sind. Die niederträchtige Fotomontage in einer polnischen Zeitung zeigt, dass die Deutschen bei Polen nicht gerade sehr beliebt sind. Bei solchen Fotomontagen ging der erste Auslandbesuch des russischen Präsidenten Medwedew in Deutschland fast unter. Dabei kann man aus dem ersten Treffen durchaus guter Hoffung sein, das sich die deutsch-russischen Beziehungen deutlich verbessern.

    Mein Tipp: Setzen Sie auf die Börsen Moskau, aber auch auf Zagreb und Warschau – trotz der medialen Entgleisungen. Es wäre ein Fehler, die Osteuropäer zu unterschätzen, was gleichermaßen für das Fußballfeld und die Börse zutrifft. Nach einer Seitwärtsbewegung bestehen hier gute Performancechancen. Mein Tipp Deutschland gegen Polen: unentschieden - genau wie die Börse im Moment!

    Hinweise: Der Auto wird am 6. Juni um 11.45 Uhr in NTV/Telebörse über Polen und am 11. Juni um 18.15 Uhr in N25 über Kroatien/Ex-Jugoslawien befragt werden. Last Minute: Der Autor wird am 7. Juni anlässlich des Emerging Market Kongresses in München einen Vortrag über die „Neuen Investmentchancen in Osteuropa“ halten. Dort wird auch die Investment-Legende Dr. Mark Faber seine Einschätzung zu den Weltbörsen geben. Verpassen Sie diesen Termin nicht (Anmeldung www.investoren-akademie.de)! Trader können die Ostbörsen-Hotline 09001-861400-1 (1,86 Euro/Min) nutzen.

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