Ostbörsen im Fokus (siehe auch www.eaststock.de)

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Interview- und Termin-Hinweise

Das nächste Ostbörsen-Seminar "Go east - Hochprozentiges aus Osteuropa" wird am 29. November 2017 um 17.00 Uhr gelich nach dem Eigenkaltal-Forum in Frankfurt/M stattfinden.

Andreas Männicke wurde am 17. Oktober 2017 von Börsen Radio Networks über die neuen Chancen in Osteuropa und Russland befragt.

Ab Oktober 2013 können Sie unter Eingabe von "EastStockTV" bei www.youtube.de die aktuellen Kommentare von Andreas Männicke zu den Aussichten an den Welt- und Ostbörsen kostenlos abrufen. Abonnieren Sie einfach den Kanal bei www.youtube.de.

Ab Mai 2014 können mit Herrn Männicke über www.go.guidants.com auch interaktiv in Kontakt treten und Fragen zu den Ostbörsen stellen.

Verpassen Sie die Outperformancechancen in Osteuropa nicht und bestellen Sie jetzt den monatlich erscheinenden Börsenbrief EAST STOCK TRENDS unter www.eaststock.de. Ein Probe-Abo (3 Ausgaben kosten nur 15 €). Die beiden Muster-Depots erzielten seit Februar 2009 eine Performance von über 320% im Muster-Depot 1 (konservativer Osteuropa-Basket) bzw. über 350% im Muster-Depot 2 (spekulativer Osteuropa-Basket, das sind über 40% p.a. seit 2009. In den neuen Muster-Depots ab 2015 wude eine Performance von über 130% bzw über 80% erzielt. Das neue "goldige" Muster-Depot erreichte immerhin ein Plus von 66% ab 2016.

Im neuen monatlich ercheinenden Börsenbrief THE BIG PICTURE werden die globalen Anlagestrategien für Aktien-Indices, Rohstoffe und Währungen besprochen. Auch hier kostet ein Probe-Abo (3 Ausgaben per E-mail) nur 15 €.

Zudem können Sie sich alle bisherigen TV-Inteviews von Andreas Männicke in diesem Jahr runterladen unter den Links der Rubrik "Interviews".

  • Schwarzer Montag? - Ein Leben zwischen Bomben und Zeitbomben -

    Sonntag, 23. April 2017 11:48:00

    Am 23. April findet die Schicksalswahl für Europa in Frankreich statt. Falls Marine Le Pen von der Front National mit großer Mehrheit die Wahl gewinnen sollte, könnten die Börsen am Montag einbrechen. Durch den Terroranschlag auf der Prachtstraße Champs Elysee am 21. April bekommt Le Pen ungewollt Wahlunterstützung. Dabei werden aber die Stichwahlen am 7. Mai entscheidend sein. Also wird es, wenn überhaupt, einen „Schwarzen Montag“ erst am 8. Mai geben. Aber auch dort sind die Chancen gering, dass Le Pen die Wahl gewinnen wird. Aber wenn sie gewinnen sollte, werden die Weltbörsen einbrechen, da Europa dann vor der Spaltung steht.

    Es drohen den Anlegern aber auch geopolitische Konflikte der USA mit Nord-Korea und dem Iran und damit mittelbar auch mit China und Russland. Trump hat in Syrien und in Afghanistan bereits mit einer Bombardierung für Fakten gesorgt. Wird er aber auch Nord-Korea für einen Präventivschlag bereit sein? Neben den geopolitischen Spannungen drohen aber auch Zeitbomben an den Finanzmärkten, wobei zunehmender Protektionismus nur eine Gefahr von vielen darstellt.

    Terroranschläge nehmen zu

    In den letzten Wochen kam es zu einer ungewöhnlichen Aneinanderreihung von Terroranschlägen in Ägypten (gegen Christen), in St. Petersburg, London, Stockholm und nun in Paris mit islamischem Hintergrund. Zudem kann es zu einem Terroranschlag der Taliban in dem angeblich „sicheren Herkunftsland“ Afghanistan, dem die Medien aber viel weniger Aufmerksamkeit schenkten im Vergleich zu dem Terroranschlag in Paris, obwohl es dort 140 Tote (!) und 160 Verletzte gab, in Paris aber „nur“ 2 Polizisten.

    Perfider Anschlag gegen Borussia Dortmund durch einen Aktien-Zocker aus Habgier

    Beim Anschlag gegen den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund gab es zwar drei Bekennerschreiben vom IS, aber der perfide Täter war „nur“ einen Short-Aktien-Zocker aus Habgier, indem er durch den Anschlag mit 15.000 Put-Optionen auf die fallenden Aktien von Borussia Dortmund viel Geld verdienen wollte. Während man sich in Paris wundert, warum die Terroristen immer ihre Pässe im Auto dabei haben und so für schnelle „Ermittlungserfolge“ sorgen, muss man die Ermittler in Dortmund in der Tat loben, dass Sie den Täter so schnell gefunden haben.

    Droht nun ein Krieg in Nord-Korea?

    Neben den Bomben bei Terroranschlägen beunruhigen aber die Bomben von Trump in Syrien und in Afghanistan. Waren diese Bomben etwa nur der Lackmustest für einen Präventiveschlag gegen Nord-Korea? Trump deutete an, dass nun bei weiteren Provokationen durch Raketentests alle Optionen offen seien und Trump ist ohnehin alles zuzutrauen.

    Neue Konflikte mit dem Iran könnten eskalieren

    Es beunruhigen aber auch die Aussagen vom US-Außenminister Tillerson, der die Atomverträge mit dem Iran für falsch hält, da Sie angeblich immer noch einen möglichen Bau einer Atombombe nicht hinreichend behindert. Tillerson gefällt auch nicht die Unterstützung durch die iranische Hisbollah im Jemen und in Syrien. In diesem Fall hat Tillerson Israel voll hinter sich, die nach wie vor dem Bau einer Atombombe Irans warnen und schon lange einen Präventivschlag gegen Iran planen. Da Russland und China aber im Bunde mit dem Iran sind, droht in Zukunft hier einen neuer Stellvertreter-Krieg mit dem Iran, wenn es die USA auf die Spitze treiben. Hier drohen also weiter geopolitische Spannungen und Bomben, was auch die Aktienmärkte früher oder später negativ beeinflussen wird.

    Finanz- und gelpolitische Zeitbomben mit hoher Sprengkraft

    Es drohen aber auch ein ganze Reihe von finanzpolitischen Zeitbomben mit enormer Sprengkraft wie ein zunehmender Protektionismus, was schon eines der Haupthemen beim G20 Treffen der Finanzminister in Washington war und wohl auch beim nächsten G20 Treffen der Staatschefs am 7./8. Juli in Hamburg sein wird. Zunehmender Protektionismus wäre Gift für den Welthandel. Einleiten könnte Trump die Krise mit der Einführung einer erhöhten Importsteuer zur Gegenfinanzierung der Unternehmenssteuerreform.

    FED versucht den Spagat zur „Normalsierung“

    Eine weitere Zeitbombe ist die zunehmende Verschuldung auf verschiedenen Ebenen in Kombination mit der möglichen Beendigung der außergewöhnlichen Maßnahmen, neudeutsch „Quantitative Easing“ (QE) der Notenbanken, was de FED schon jetzt übt. Der Weg zur Normalisierung mit steigenden Zinsen ist steinig und nicht ganz ungefährlich. Bisher haben die Notenbanken durch ihr Quantitative Easing die Banken gerettet und auch Staatsbankrotte verhindert. Aber dabei wird mit der Niedrigzinspolitik, die die Zinslast des Staates künstlich enorm verringert, nur auf Zeit gespielt. Die FED will demnächst wieder Anleihen verkaufen und damit das Gegenteil von dem, was sie zuvor machte. Ob das gut geht?

    Ein Ende des QE wird zum Bumerang

    Wenn die Liquiditätszufuhr beendet wird, werden die Weltbösen Probleme haben, das hohe Kursniveau aufrecht zu erhalten. Die amerikanischen Aktienmarkt ist ohnehin stark überbewertetet. Zu stark steigende Zinsen kann sich keine Notenbank der großen Industrieländer wegen der zu hohen Staatsverschuldung leisten, da dann Staatbankrotte drohen. Der „Club Med“ ist mit den Hauptproblemländern Italien und Griechenland und den 820 Mrd. € Target 2–Salden am Rande der pleite, aber auch die USA werden demnächst vor großen Finanzierungsprobleme stehen. Demnächst muss die Erhöhung der Schuldengrenze von 20 Billionen US-Dollar vom US-Kongress genehmigt werden. Wie Trump die geplante Unternehmenssteuerreform finanzieren will, ist bis heute nicht klar.

    Ausnahmenzustand in Venezuela – bald auch in den USA und Europa?

    Was in einem Land passieren kann , wenn ein Staat kurz vor dem Staatbankrott steht, sieht man jetzt in Venezuela mit Straßenschlachten der „Wutbürger“ gegen die Staatsmacht, also gegen die Polizei und gegen den Präsidenten. Es könnten dann bürgerkriegsähnliche Situationen entstehen, auch in Europa und den USA. Zudem gibt es in Venezuela trotz des Ölreichtum eine Hyperinflation, worunter auch die Bevölkerung am meisten leidet.

    Weltbörsen bisher (noch) stabil – NASDAQ fast vor einem neuen Allzeit-Hoch

    Trotz all dieser altbekannten Probleme blieben die Weltbörsen auf hohem Niveau bisher relativ stabil und gaben bisher kaum nach. Es bedarf aber auch eines gravierenden auslösenden Faktors, damit viele Anleger auf einmal die Exittaste drücken, wobei die „Flash boys“, also die Hochfrequenzhändler die ersten sein werden und damit eine Abwärtsdynamik in Gang bringen und später auch verstärken. Hier hilft aber auch die Markttechnik, den rechtzeitigen Ausstieg zu schaffen. Noch sind die Haussetrends an den Weltbörsen alle intakt. Der NASDAQ-Index steht sogar kurz vor einem neuen Allzeit-Hoch.

    Gold als „sicherer Hafen“ wieder gefragt

    Es war nicht das erste Mal, dass die Börsen entlang der „Mauer der Angst“ weiter steigen. Gesucht waren aber zuletzt auch wieder „sichere Häfen“ wie Gold und trotz Mini-Zinsen sogar auch wieder Bundesanleihen. Gold stieg auf das 8-Moants Hoch mit 1285 US-Dollar die Feinunze. Bei über 1300 US-Dollar/Unze entsteht ein neues Kaufsignal für Gold. Im Sommer letzten Jahres war der Goldpreis aber schon bei über 1350 US-Dollar/Unze und damit weit höher. Aluminium stieg am Freitag um 2,3 Prozent und damit schon um 17,7 Prozent in 1 Jahr. Anleger können dies über Exchange Traded Commodities (ETC) der BNP-Paribas ausnutzen. Der verstorbene Investmentguru André Kostolany würde sagen: „.. man sollte auch mal über Aluminiumwerte nachdenken!“

    Gold stieg in 1 Jahr bis jetzt „nur“ um 4,7 Prozent und Silber um 5,8 Prozent und damit weit weniger als die meisten Aktienmärkte in 1 Jahr, denn der NASDAQ-Index stieg in 1 Jahr um 19,5 Prozent, der DAX um 15,5 Prozent, der RTS-Index (Russland) um 16,9 Prozent und selbst der CECE-Index (Zentralosteuropa: Polen, Ungarn, Tschechien) mit den Aktien aus Zentral-Osteuropa um 12,9 Prozent. In den letzten 3 bis 5 Jahren waren die Performance-Unterschiede noch wesentlich größer zugunsten der Aktienmärkte, zumal hier auch noch steigende Dividendenzahlungen hinzu kamen. Auch in diesem Jahr wird es zu neuen Rekord-Dividendenausschüttungen kommen. Besonders hoch sind die Dividendenrenditen in Osteuropa mit über 4 Prozent.

    7 Osteuropa-Börsen als Outperformer

    7 Börsen aus Osteuropa konnten bisher den DAX, der schon um 6 Prozent in diesem Jahr anstieg, klar outperformen und zwar die Börsen aus Kasachstan, Polen, Rumänien Slowenien, Bulgarien, Tschechien und Lettland. Aber auch die Aktien aus Österreich mit viel Osteuropa-Approach und die Türkei schnitten im Durchschnitt trotz Erdogan besser ab als der DAX. Gute Chancen gibt es aber auch in Argentinien und in Vietnam. So gibt es auch in Krisen immer wieder neue Chancen.

    Moskauer Börse schwach trotz starkem Rubel

    Dagegen gab die Moskauer Börse in diesem Jahr auch aufgrund der Enttäuschung über Trump und den neuen Spannungen mit den USA um etwa 12 Prozent nach, nachdem der russische Aktienmarkt im letzten Jahr aber über 50 Prozent anstieg. Sehr stabil hielt sich der Rubel bei 60,5 EUR/RUB, obwohl der Brentölpreis zuletzt weiter auf unter 53 US-Dollar/Barrel nachgab. In einem Jahr verlor der Euro zum Rubel fast um 20 Prozent an Wert, womit hohe Währungsgewinne auch für hochverzinsliche Rubelanleihen für deutsche Anleger in Russland entstanden. Ein geeignetes Vehikel ist hier das im EAST STOCK TTRENDS schon mehrfach empfohlene Rubel-Zins-Zertifikat der BNP Paribas, das seit Anfang 2016 schon um 58 Prozent anstieg und damit wesentlich mehr als der Aktienmarkt.

    Erst informieren, dann investieren.

    Informieren Sie sich jetzt ausführlich über die Hintergründe und die Entwicklung der Ukraine/Russland-Krise, aber auch das zukünftige Erholungspotential der unterbewerteten Aktien aus Osteuropa. Auch in Kasachstan und der Ukraine gibt es neue Chancen. So konnten sich einige ukrainische Agraraktien seit 2016 im Kurs schon mehr als verdoppeln. Gute Chancen gibt es aber auch in Zentralosteuropa wie in Polen (+15 Prozent).

    Bestellen Sie jetzt auch ein Probe-Abo (3 Ausgaben per Email für nur 15 €) des monatlich erscheinenden Börsenbriefs EAST STOCK TRENDS (EST) mit einem weiteren Ukraine/Russland-Special mit vielen Hintergrund-Informationen und neuen Anlage-Vorschlägen wie mit der "Aktie des Monats“ und lukrativen Zertifikaten unter www.eaststock.de, dort unter Börsenbrief. Der letzte EST erschien am 20. April 2017 mit der Vorstellung von einer aussichtsreichen, russischen Rohstoff-Aktie und einem „Polen-Special“.

    Das neue goldige „Muster-Depot“ des EST liegt bereits 66 Prozent im Plus und die die Goldaktien Highland Gold Mining um über 200 Prozent in 2016. Die Muster-Depots aus dem Jahr 2015 liegen mit 115 Prozent, 78 Prozent und 225 Prozent ebenfalls kräftig im Plus, wobei die Muster-Depot-Aktien Aeroflot seit 2015 sogar um über 400 Prozent zulegen konnte, aber auch die Sberbank mit über 200 Prozent. Waren Sie dabei?

    Neu für Trader oder Investoren, die wissen wollen, wie Sie ihr Kapital schützen können, ist der monatlich erscheinende Börsenbrief THE BIG PICTURE (TBP) mit der Analyse der Weltbörsen-Indices, der Rohstoffe und Devisen für nur 80 € im Jahr (per E-Mail für 12 Ausgaben) bestellbar bei der ESI GmbH (www.eaststock.de, Tel 040/6570883, Fax: 040/6570884).

    Interview-Hinweise: Andreas Männicke wurde am 19. April 2017 von Börsen Radio Networks über Osteuropa befragt. Sie können sich das Interview jetzt bei www.eaststock.de, dort unter der Rubrik „Interviews“ runterladen, ebenso wie das gleichnamige EastStockTV-Video, Folge 130. Die nächsten TV-Interviews sind am 17. Mai 2017 in NTV/Telebörse und am 18. Mai 2017 im „Aktionärs TV stattfinden.

    Seminar-Hinweis: Das nächste Ostbörsen-Seminar „Go east – Hochprozentiges aus Osteuropa“ wird am 17. Mai 2017 um 17.30 Uhr in Frankfurt/M stattfinden. Info und Anmeldung unter www.eaststock.de, dort unter der Rubrik „Dienstleistungen/Seminar“.

    Diskutieren Sie jetzt auch mit Herrn Männicke interaktiv unter http://go.guidants.com/de#c/Andreas_Maennicke .

  • Trump schockt Russland – kommt es zur Konfrontation in Syrien?

    Sonntag, 09. April 2017 22:46:00

    Donald Trump hat am 7. April zum ersten Mal einen Raketenangriff auf einen militärischen Stützpunkt in Syrien befohlen, was wiederum eine spontane Reaktion auf einen Giftgasanschlag in Syrien war, der angeblich von Assad ausgeführt wurde. Genau das wird aber von der syrischen Regierung vehement bestritten. Putin sprach von einem völkerrechtswidrigen Angriff auf einen souveränen Staat. Russland schickte ein Kriegsschiff in die Region.

    Schon zuvor erfüllten sich nicht die Hoffnungen auf eine neue Entspannungspolitik durch Trump. Die Moskauer Börse gab am Freitag kräftig nach, während die Weltbörsen auf den neuen Konflikt zwischen den USA und Russland noch sehr gelassen reagierten. Auch die zunehmenden Terrorattacken im Ausland (Russland, Schweden und Ägypten) beunruhigen die Anleger (noch) nicht.

    Spannungen zwischen USA und Russland nehmen wieder zu

    Statt einer neuen Entspannungspolitik kam es nun nach dem Militärschlag der USA auf einen Luftwaffenstützpunkt der syrischen Armee in der Provinz Homs zu großen Spannungen zwischen den USA und Russland. Der Informationsaustausch zwischen den USA und Russland über die Flugziele in Syrien und die angedachte Kooperation bei der Bekämpfung des IS wurde von russischer Seite aufgekündigt. Russland schickt ein Kriegsschiff in die Region.

    Russland enttäuscht von Trump

    Dabei hat Putin und die russische Regierung so große Hoffnungen in eine neue Ära der Entspannungspolitik nach der Wahl von Donald Trump zum neuen US-Präsidenten gesetzt. Aber die Hoffnungen waren schon schnell verflogen als Trump eine Kehrtwendung machte und äußerte, dass Russland die Krim an die Ukraine zurückgeben soll. Auch kam es nicht wie erhofft bisher zu einem direkten Gespräch zwischen Trump und Putin. Nach der anfänglichen Trump-Euphorie ist mittlerweile Ernüchterung und Enttäuschung in Moskau eingekehrt.

    War es eine False Flag-Attacke beim Giftgasanschlag?

    Der Militärschlag der USA ist nach Auffassung der russischen Regierung völkerrechtswidrig, zumal bisher noch keine Beweise vorgelegt wurden, dass Assad den Giftgasanschlag befohlen hat und die syrische Armee dahinter steckt. Nach Auffassung Russland könnte auch ein chemisches Waffenlager der Opposition getroffen worden sein. Oder es war eine False Flag-Attacke, also ein Angriff unter falscher Flagge. Der grauenhafte Giftgasanschlag, wo auch wehrlose Kinder starben, bietet viel Raum für Verschwörungstheorien: So könnte auch die türkischen Geheimdienst wie angeblich zuvor schon geschehen solche Angriffe initiieren, um Assad zu stürzen beziehungsweise zumindest das syrischen Militär zu behindern weiter die Opposition anzugreifen. Die Türkei fordert nun fortgesetzte Militärschläge der USA gegen die syrische Armee, was bisher aber seitens der USA nicht beabsichtigt ist.

    Auch amerikanische Kampfflugzeuge treffen nicht immer und töten Zivilisten in Syrien

    Die Vorverurteilung von Assad ohne Beweise ist prototypisch für das voreilige Vorgehen der USA, weil sich dies auch schon beim Ukraine-Konflikt so zeigte. Auch die einseitige Berichterstattung in den Leitmedien, wo Assad und Putin angeblich gemeinsame Sache machen und beiden zu den „Bösen“ gehören ist nicht neu. So ist nach Auffassung des Publizisten Jürgen Todenhöfer völlig unverständlich, dass die Bombardierung einer Moschee in Idlip mit 50 Toten durch US-Kampfflugzeuge mit über 50 Toten und auch der versehentlich Angriffe auf eine Schule in Raka mit 30 Toten, darunter viele Kinder, von der westlichen Presse verschwiegen wird.

    USA ursächlich mitverantwortlich für die Flüchtlingswelle in Europa

    Auch bei dem Angriff im Mossul mit Hilfe amerikanischer Flugzeuge streben immer wieder viele Zivilisten. Ungesühnt bleibt auch die Bombardierung in Jemen auch mit Hilfe der Unterstützung des amerikanischen Militärs durch Saudi-Arabien, wo nach wie vor auch viele Zivilisten sterben. Hier wird einmal wieder mit zweierlei Maß gemessen, wie so oft. Nicht unerwähnt bleiben sollte in diesem Zusammenhang auch immer der völkerrechtswidrige Angriff im Irak, der nur auf Lügen des Pentagons beruhte und dessen Folge nun der Kampf gegen den IS und letztendlich die Flüchtlingsproblematik in Europa ist. Auch hier trägt bei genauerem Hinsehen die USA eine erhebliche Mitverantwortung.

    US-Medien und Demokraten hoffen auf ein Watergate bei Trump

    Die Kehrtwendung von dem ohnehin unberechenbaren Trump ist wohl auch darauf zurückzuführen, dass Trump nun wegen sein angeblichen oder tatsächlichen Russland-Kontakte sein Wahlkampfteams erheblich unter Druck steht und nun ganz bewusst genau das Gegenteil von dem macht, was er vor in Zusammenhang mit Assad und Putin ankündigte. So hat der ehemalige Sicherheitsberater Flynn nun angekündigt auszusagen und eine „Geschichte“ zur Russland-Verbindung während des Wahlkampfes zu erzählen, wenn ihm Immunität gewährt wird. Einige Medienvertreter und Mitglieder der Demokratischen Partei erhoffen sich schon ein zweites Watergate und ein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump. Daher ist Trump jetzt wohl auch extrem vorsichtig, was Russland angeht.

    Kann Trump nun bei der Unternehmenssteuerreform liefern?

    Aber auch innerhalb der Republikanischen Partei hat Trump wenig Rückhalt. Er kann nicht „durchregieren“, obwohl die Republikaner sowohl im Senat als auch im Kongress die Mehrheit hat wie man beim Scheitern der Reformierung von „Obamacare“ schon gemerkt hat. Hier hat Trump schon nicht liefern können und es bestehen erhebliche Zweifel, dass er auch bei der Steuerreform so schnell liefern kann, wie er versprochen hat. Insbesondere die Grenzsteuern beziehungsweise die Einführung einer Importsteuer könnte den Welthandel erheblich beeinträchtigen.

    Terroranschläge nehmen zu - who prays for Russia?

    Die Weltbörsen reagierten bisher noch recht gelassen auf die Ereignisse in Syrien. Auch der Terroranschlag in Stockholm hatte keine Auswirkungen auf die Weltbörsen und erst recht nicht der Bombenterror in St. Petersburg vor einer Woche, wobei auch hier auffiel, dass kaum einer öffentlich für Russland betete bzw. das Brandenburger Tor auch nicht aus Solidarität in den Farben der russischen Nationalflagge leuchtete. Auch hier werden wohl Terroranschläge mit zweierlei Maß bemessen. Nun kam es zu neuen Terroranschlägen auch in Ägypten gegen Christen, wofür sich der IS verantwortlich zeigt. Die Medien scheinen sich an die Terroranschläge der IS im Ausland allmählich zu gewöhnen und die Anleger auch.

    Große Chancen in Osteuropa

    Der deutsche Aktienindex DAX blieb am 7. April stabil bei 12.233 Indexpunkten, der Dow Jones Industrial Index bei 20.656 Indexpunkten und der Euro-Stoxx bei 3500 Indexpunkten. Nur der russische Aktienmarkt gab um 3 Prozent nach. Dennoch gibt es weiterhin sehr gute Chancen an den Börsen Osteuropas.

    Viel Freude machen diesmal vor allem die Aktienmärkte aus der Balkan-Region, hier vor allem aus Rumänien, und Zentral-Osteuropa, hier vor allem aus Polen, mit einem Plus von jeweils 15 Prozent seit Jahresbeginn, die sogar den DAX mit einem Plus von 7 Prozent outperformen konnten. Beide Länder haben mit über 4 bzw. 3 Prozent auch mit das höchste BSP-Wachstum in Europa.

    Erst informieren, dann investieren.

    Informieren Sie sich jetzt ausführlich über die Hintergründe der Ukraine/Russland-Krise, aber auch das zukünftige Erholungspotential der unterbewerteten Aktien aus Osteuropa. Auch in Kasachstan und der Ukraine gibt es neue Chancen. Bestellen Sie jetzt auch ein Probe-Abo (3 Ausgaben per Email für nur 15 €) des monatlich erscheinenden Börsenbriefs EAST STOCK TRENDS (EST) mit einem weiteren Ukraine/Russland-Special mit vielen Hintergrund-Informationen und neuen Anlage-Vorschlägen wie mit der "Aktie des Monats“ und lukrativen Zertifikaten unter www.eaststock.de, dort unter Börsenbrief. Der letzte EST erschien am 10. März 2017 mit der Vorstellung von einer aussichtsreichen, russischen T-Aktie und einem „Rumänien/Bulgarien-Special“.

    Das neue goldige „Muster-Depot“ des EST liegt bereits 66 Prozent im Plus und die die Goldaktien Highland Gold Mining und Trans Sibirian Gold um über 100 Prozent in 2016. Die Muster-Depots aus dem Jahr 2015 liegen mit 131 Prozent, 89 Prozent und 143 Prozent ebenfalls kräftig im Plus. Waren Sie dabei?

    Neu für Trader oder Investoren, die wissen wollen, wie Sie ihr Kapital schützen können, ist der monatlich erscheinende Börsenbrief THE BIG PICTURE (TBP) mit der Analyse der Weltbörsen-Indices, der Rohstoffe und Devisen für nur 80 € im Jahr (per E-Mail für 12 Ausgaben) bestellbar bei der ESI GmbH (www.eaststock.de, Tel 040/6570883, Fax: 040/6570884).

    Interview-Hinweise: Andreas Männicke wurde am 6. März 2017 von Börsen Radio Networks über Osteuropa befragt. Sie können sich das Interview jetzt bei www.eaststock.de, dort unter der Rubrik „Interviews“ runterladen, ebenso wie das gleichnamige EastStockTV-Video, Folge 129.

    Seminar-Hinweis: Das nächste Ostbörsen-Seminar „Go east – Hochprozentiges aus Osteuropa“ wird am 17. Mai 2017 m 17.30 Uhr in Frankfurt/M (alternativ am 18. Mai 2017 um 18.30 Uhr) stattfinden: Info und Anmeldung unter www.eaststock.de, dort unter der Rubrik „Dienstleistungen/Seminar“.

    Diskutieren Sie jetzt auch mit Herrn Männicke interaktiv unter http://go.guidants.com/de#c/Andreas_Maennicke .

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  • Kann Trump „liefern“ und was wird aus der EU?

    Sonntag, 05. März 2017 22:51:00

    Donald Trump sorgte mit seiner „präsidialen“ Rede vor dem US-Kongress für Party-Stimmung an den Börsen. Der Dow Jones Industrial Index stieg erstmals über 21.000 Indexpunkte und der DAX überwand die „magische“ 12.000-er Marke. Die große Frage ist nun, ob Trump auch den hohen Erwartungen an der Börse gerecht werden kann. Wichtig dafür ist die von ihm angekündigte „historische“ Steuerreform, aber auch welche Maßnahmen er konkret im Handel vorhat, vor allem mit China.

    Unabhängig davon steht Europa von einer Zerreißprobe. Im März wird Großbritannien den Brexit vollziehen. Es wird aber auch in den Niederlanden ein neues Parlament gewählt, wo der Rechtspopulist Greet Wilders ein Signal für die Spaltung Europas geben könnte. Dann folgt Ende April/Anfang Mai die noch bedeutsamere Präsidentschaftswahl in Frankreich, wo im Moment noch Marine Le Pen von der Front National vorne liegt. Kommt es zur Spaltung der EU und zur Abwahl der etablierten, demokratischen Parteien?

    Trump hält die Weltbörsen in Schwung

    Trump überraschte bei seiner ersten Rede vor dem US-Kongress mit einem sehr moderaten und versöhnlichen Ton. Er bestärkte auch seine Visionen, Amerika wieder groß zu machen. Da viele Anleger so eine „positive“ Rede von ihm nicht erwarteten, gingen viele Anleger in den USA vor seiner Rede short, setzten also auf fallende Aktienkurse. Da sich Trump dann aber in einem ganz anderem Gewand zeigte, mussten die sogenannten „Shorties“ , die an den Terminmärkten auf fallende Kurse setzten, ihre Positionen eindecken, um nicht zu hohe Verluste zu erleiden. Dieses sogenannte „Short-Squeeze“ bzw. „Short-Covering“ führte dann zu einem starken Kursanstieg am 1. März und einem neuen Allzeit-Hoch beim Dow Jones Industrial Index (DJI) von erstmals über 21.000 Indexpunkten bzw. 2400 Indexpunkten beim noch wichtigeren S&P-Index.

    Die Frage ist, ob diese starken Kurssteigerungen auch gerechtfertigt sind, denn nun muss Trump auch bei der Steuerreform und konkreten Infrastrukturinvestitionen überzeugen, wobei noch unklar ist, wie das alles finanziert werden soll. Die Ausweitung des Rüstungsetats um 54 Mrd. US-Dollar wird vor allem den Rüstungsunternehmen helfen. Die Boeing-Aktie war wegen Trump schon zuvor im Höhenflug.

    Druck auf Trump wegen Kontakten zu Russland im Wahlkampf

    Zudem muss abgewartet werden, welche konkrete Maßnahmen Trump im bilateralen Handel, insbesondere gegenüber China und der EU, ergreifen wird. Zudem wird Trump wohl weitere Auseinandersetzungen mit den etablierten Medien haben, vor allem welche konkreten Kontakte sein Wahlkampfteam im Vorfeld der Wahlen zu russischen Politikern und zum russischen Botschafter hatte und ob dort wohlmöglich über einen „Sanktionen-Deal“ gesprochen wurde. Die Medien und die Demokratische Partei erhoffen sich hier eine Art „Watergate“ für Trump. Der amtierende Justizminister Jeff Sessions geriet wegen seiner Kontakte als damaliger stellvertretender Wahlkampfleiter des Trump-Teams zum russischen Botschafter Sergei Kisljak während des Wahlkampfes schon in Misskredit. Nun wird sein Rücktritt gefordert, wobei Trump hinter ihm steht.

    Umgekehrt macht nun Trump Obama dafür verantwortlich, dass er und sein Wahlkampfteam während des Wahlkampfes auf Anordnung von Obama telefonisch überwacht wurden. Trump spricht seinerseits von einem „Watergate“, was dann aber Obama treffen würde. Obama bestreitet diese Vorwürfe selbstverständlich auch.

    Trumps nebulöse Russland-Kontakte werden zum Politikum und Medienspektakel

    Die Demokraten fordern jetzt sogar einen Untersuchungsausschuss, um Trumps Kontakte zum russischen Botschafter Sergei Kisljak während des Wahlkampfes zu überprüfen. Dafür soll auch das FBI eingeschaltet werden. Es geht angeblich um geheime Treffen mit hohen Geheimdienstmitarbeitern, Putin-Vertrauten und dem russischen Botschafter Sergei Kisljak, von dem der amerikanischen Geheimdienst Kenntnis hat. Aber auch der britische Geheimdienst und die Zeitung „The Guardian“ recherchieren schon lange in diese Richtung.

    Wird die angebliche Putin/Trump-Connection zum Watergate für Trump?

    Trump spricht von einer Hetzjagd der Medien und der Demokraten. Es war sicherlich ein großer Fehler von ihm, dass er Teile der amerikanischen Presse als „Feind des Volkes“ bezeichnet und es selbst glaubt, die Stimme des Volkes zu sein. Angeblich soll noch kein Präsident in den USA so verhasst sein wie Trump. Aber auch das stimmt nicht ganz. Er hat immer noch 44 Prozent der Stimmen hinter sich, die seine gegenwärtige Politik gutheißen. Es gibt auch Demonstrationen port Trump und nicht nur gegen Trump, die zum Teil der „Investmentguru“ und Trump-Gegner George Soros und Hillary Clinton mit organsiert haben sollen. Das amerikanische Volk ist gespalten, das europäische aber auch. Gespannt sein darf man auch, welchen „Deal“ Trump nun konkret mit Putin in Zukunft heraus handeln will, wobei sie sich beim Kampf gegen den IS schon jetzt besser gegenseitig unterstützen wollen.

    Snap-Euphorie ist ein erstes Warnsignal einer „irrationalen Übertreibung“

    Nach der Trump-Rally gab es am 2. März an der Wall Street auch noch eine „Snap-Euphorie“, die die Technologie-Aktien an der NASDAQ beflügelte. Der Börsengang, neudeutsch IPO, von Snap Inc. mit der App Snapshot, was eine Konkurrenz zu Whats App ist, war zehnfach überzeichnet und der Börsenkurs stieg am ersten Börsentag um über 40 Prozent gegenüber dem IPO-Preis von 17 US-Dollar, womit Snap schon mehr wert war als die Deutsche Bank AG. Dabei macht das Unternehmen noch hohe Verluste und das Kurs-Umsatz-Verhältnis beträgt fast 50, also doppelt so viel wie bei dem IPO von Facebook.

    Endet Snap wie Twitter?

    Während sich der Kurs von Facebook ausgehend vom Tief von 20 auf nunmehr 137 US-Dollar mehr als versechsfacht hat, fiel der Kurs von Twitter nach dem ersten Hype von 70 auf unter 20 US-Dollar, obwohl Trump mit seinem täglichen „Getwitter“ jetzt ordentlich Werbung für Twitter macht. Ich halte die Kurse von 27 US-Dollar für Snap bei einem IPO-Kurs von 17 US-Dollar für eine „irrationale Übertreibung“ und diese Übertreibung ist eher ein Warnsignal für die Zukunft, ebenso wie die geplante Mega-Übernahme von Unilever durch Kraft für 147 Mrd. €, die aber geplatzt ist.

    Bitcoins performen besser als Gold

    Gold gab in den letzten Tagen seit Ende Februar von 1255 auf 1235 US-Dollar/Unze leicht nach. In 1 Jahr ist Gold sogar in US-Dollar mit 1,8 Prozent im Minus. Dagegen stieg die Kryptowährung Bitcoins auf ein neues Allzeit-Hoch von 1250 €. Bitcoins war schon im letzten Jahr einer der besten Geldanlagen der Welt mit einer Kursverdopplung, weit besser als Gold. Bitcoins werden auch als Alternative zu Papiergeld gesehen, falls es zu einer Währungsreform kommen sollte. Da hinter Bitcoins – anders als bei Gold - aber keine Substanz bzw. Kapitaldeckung, also kein innerer Wert, steckt, kann es sich auch um eine perfekte Blase handeln.

    Rechtspopulisten auf dem Vormarsch – auch in Europa?

    Der Monat März wird in Europa durch eine Reihe von politischen Ereignissen beeinflusst werden wie der Brexit, aber auch die Wahlen in den Niederlanden, wo der Rechtspopulist Greet Wilders in die Fußstapfen von Trump schlüpfen könnte. Dies wäre vergleichbar mit der Wahl von Trump in den USA, also eine Wahl pro Rechts-Populismus und contra etablierte Parteien und gegen etablierte Politiker bzw. gegen das sognannte „Establishment“. Dies könnte sich dann bei den Präsidentschaftswahlen am 7. Mai in Frankreich fortsetzen, wo sich Marine Le Pen Hoffnungen machen kann, als neue Präsidenten Frankreichs gewählt zu werden. Die Chancen dafür sind zwar gering zumindest beim zweiten Wahlgang, aber nichts ist unmöglich. In jedem Fall dürften die Börsen in Europa in den nächsten Wochen stark von politischen Ereignissen beeinflusst werden.

    „Exotenbörsen“ aus Osteuropa können outperformen

    Der DAX überschritt wegen der Trump-Rally die magische 12.000-er Marke und der EuroStoxx stieg auf das neue Jahres-Hoch von 3400 Indexpunkten. Von der Trump-Rally profitierten aber nicht nur die westeuropäischen Börsen, sondern auch die osteuropäischen Börsen vor allem die Warschauer Börse, wo es auch eine rechtspopulistische Regierung gibt, ebenso wie in Ungarn. Selbst die Börse Istanbul zählt in diesen Jahr trotz Erdogan zu den am besten performenden Börsen der Welt und die türkische Lira hat sich zuletzt auch sogar erholt.

    Am besten schnitt die Börsen aus Kasachstan (+30 Prozent) und Polen (+19 Prozent), aber auch die Balkan-Bösen aus Slowenien, Kroatien und Rumänien machen viel Freude und können mit einem Plus über 10 Prozent seit Jahresbeginn sowohl den DJI als auch den DAX klar outperformen. Dagegen gab es an der Moskauer Börse fortgesetzte Gewinnmitnahmen, was nach einem Plus von über 50 Prozent im letzten Jahr auch verständlich ist.

    Erst informieren, dann investieren.

    Der sehr treffsichere ESI-Seminar-Indikator stand im November 2016 auf „Hold“, was bisher richtig war. Die Moskauer Börse stieg nach dem Wahlsieg von Trump in 2016 auf ein neues Allzeit-Hoch beim MICEX-Index auf Rubel-Basis und der RDX-Index auf Euro-Basis sogar um über 50 Prozent, ebenso wie Aktien aus Kasachstan, wo sich die Kurse in 1 Jahr fast verdoppelten. 10 Börsen aus Osteuropa konnten auch in 2016 den DAX klar outperformen und in diesem Jahr schon 7 Börsen aus Osteuropa.

    Informieren Sie sich jetzt ausführlich über die Hintergründe der Ukraine/Russland-Krise, aber auch das zukünftige Erholungspotential der unterbewerteten Aktien aus Osteuropa. Auch in Kasachstan und der Ukraine gibt es neue Chancen. Bestellen Sie jetzt auch ein Probe-Abo (3 Ausgaben per Email für nur 15 €) des monatlich erscheinenden Börsenbriefs EAST STOCK TRENDS (EST) mit einem weiteren Ukraine/Russland-Special mit vielen Hintergrund-Informationen und neuen Anlage-Vorschlägen wie mit der "Aktie des Monats“ und lukrativen Zertifikaten unter www.eaststock.de, dort unter Börsenbrief. Der letzte EST erschien am 17. Februar 2016 mit der Vorstellung von einer aussichtsreiche, russischen IT-Aktie und einem „Kasachstan-Special“.

    Das neue goldige „Muster-Depot“ des EST liegt bereits 66 Prozent im Plus und die die Goldaktien Highland Gold Mining und Trans Sibirian Gold um über 100 Prozent in 2016. Die Muster-Depots aus dem Jahr 2015 liegen mit 131 Prozent, 89 Prozent und 143 Prozent ebenfalls kräftig im Plus. Waren Sie dabei?

    Neu für Trader oder Investoren, die wissen wollen, wie Sie ihr Kapital schützen können, ist der monatlich erscheinende Börsenbrief THE BIG PICTURE (TBP) mit der Analyse der Weltbörsen-Indices, der Rohstoffe und Devisen für nur 80 € im Jahr (per E-Mail für 12 Ausgaben) bestellbar bei der ESI GmbH (www.eaststock.de, Tel 040/6570883, Fax: 040/6570884).

    Interview-Hinweise: Andreas Männicke wurde am 26. Januar 2017 im Aktionärs TV über aussichtsreiche Aktien in Russland und über Rohstoffe befragt. Dort wurde auch Polen als Favorit in Zentralosteuropa benannt (bisher schon +19 Prozent, also weit besser als der DAX). Das letzte Radio-Interview war am 17. Januar 2017 in Börsen Radio Networks. Das nächste Radio-Interview ist am 6. März 2017 mit Börsen Radio Networks über Osteuropa. Sie können sich das Interview jetzt bei www.eaststock.de, dort unter der Rubrik „Interviews“ runterladen, ebenso wie das gleichnamige EastStockTV-Video, Folge 128.

    Seminar-Hinweis: Das nächste Ostbörsen-Seminar „Go east – Hochprozentiges aus Osteuropa“ wird am 17. Mai 2017 m 17.30 Uhr in Frankfurt/M (alternativ am 18. Mai 2017 um 18.30 Uhr) stattfinden: Info und Anmeldung unter www.eaststock.de, dort unter der Rubrik „Dienstleistungen/Seminar“.

    Diskutieren Sie jetzt auch mit Herrn Männicke interaktiv unter http://go.guidants.com/de#c/Andreas_Maennicke .

  • Kann Trump „liefern“ und was wird aus der EU?

    Sonntag, 05. März 2017 15:18:00

    Donald Trump sorgte mit seiner „präsidialen“ Rede vor dem US-Kongress für Party-Stimmung an den Börsen. Der Dow Jones Industrial Index stieg erstmals über 21.000 Indexpunkte und der DAX überwand die „magische“ 12.000-er Marke. Die große Frage ist nun, ob Trump auch den hohen Erwartungen an der Börse gerecht werden kann. Wichtig dafür ist die von ihm angekündigte „historische“ Steuerreform, aber auch welche Maßnahmen er konkret im Handel vorhat, vor allem mit China.

    Unabhängig davon steht Europa von einer Zerreißprobe. Im März wird Großbritannien den Brexit vollziehen. Es wird aber auch in den Niederlanden ein neues Parlament gewählt, wo der Rechtspopulist Greet Wilders ein Signal für die Spaltung Europas geben könnte. Dann folgt Ende April/Anfang Mai die noch bedeutsamere Präsidentschaftswahl in Frankreich, wo im Moment noch Marine Le Pen von der Front National vorne liegt. Kommt es zur Spaltung der EU und zur Abwahl der etablierten, demokratischen Parteien?

    Trump hält die Weltbörsen in Schwung

    Trump überraschte bei seiner ersten Rede vor dem US-Kongress mit einem sehr moderaten und versöhnlichen Ton. Er bestärkte auch seine Visionen, Amerika wieder groß zu machen. Da viele Anleger so eine „positive“ Rede von ihm nicht erwarteten, gingen viele Anleger in den USA vor seiner Rede short, setzten also auf fallende Aktienkurse. Da sich Trump dann aber in einem ganz anderem Gewand zeigte, mussten die sogenannten „Shorties“ , die an den Terminmärkten auf fallende Kurse setzten, ihre Positionen eindecken, um nicht zu hohe Verluste zu erleiden. Dieses sogenannte „Short-Squeeze“ bzw. „Short-Covering“ führte dann zu einem starken Kursanstieg am 1. März und einem neuen Allzeit-Hoch beim Dow Jones Industrial Index (DJI) von erstmals über 21.000 Indexpunkten bzw. 2400 Indexpunkten beim noch wichtigeren S&P-Index.

    Die Frage ist, ob diese starken Kurssteigerungen auch gerechtfertigt sind, denn nun muss Trump auch bei der Steuerreform und konkreten Infrastrukturinvestitionen überzeugen, wobei noch unklar ist, wie das alles finanziert werden soll. Die Ausweitung des Rüstungsetats um 54 Mrd. US-Dollar wird vor allem den Rüstungsunternehmen helfen. Die Boeing-Aktie war wegen Trump schon zuvor im Höhenflug.

    Druck auf Trump wegen Kontakten zu Russland im Wahlkampf

    Zudem muss abgewartet werden, welche konkrete Maßnahmen Trump im bilateralen Handel, insbesondere gegenüber China und der EU, ergreifen wird. Zudem wird Trump wohl weitere Auseinandersetzungen mit den etablierten Medien haben, vor allem welche konkreten Kontakte sein Wahlkampfteam im Vorfeld der Wahlen zu russischen Politikern und zum russischen Botschafter hatte und ob dort wohlmöglich über einen „Sanktionen-Deal“ gesprochen wurde. Die Medien und die Demokratische Partei erhoffen sich hier eine Art „Watergate“ für Trump. Der amtierende Justizminister Jeff Sessions geriet wegen seiner Kontakte als damaliger stellvertretender Wahlkampfleiter des Trump-Teams zum russischen Botschafter Sergei Kisljak während des Wahlkampfes schon in Misskredit. Nun wird sein Rücktritt gefordert, wobei Trump hinter ihm steht.

    Umgekehrt macht nun Trump Obama dafür verantwortlich, dass er und sein Wahlkampfteam während des Wahlkampfes auf Anordnung von Obama telefonisch überwacht wurden. Trump spricht seinerseits von einem „Watergate“, was dann aber Obama treffen würde. Obama bestreitet diese Vorwürfe selbstverständlich auch.

    Trumps nebulöse Russland-Kontakte werden zum Politikum und Medienspektakel

    Die Demokraten fordern jetzt sogar einen Untersuchungsausschuss, um Trumps Kontakte zum russischen Botschafter Sergei Kisljak während des Wahlkampfes zu überprüfen. Dafür soll auch das FBI eingeschaltet werden. Es geht angeblich um geheime Treffen mit hohen Geheimdienstmitarbeitern, Putin-Vertrauten und dem russischen Botschafter Sergei Kisljak, von dem der amerikanischen Geheimdienst Kenntnis hat. Aber auch der britische Geheimdienst und die Zeitung „The Guardian“ recherchieren schon lange in diese Richtung.

    Wird die angebliche Putin/Trump-Connection zum Watergate für Trump?

    Trump spricht von einer Hetzjagd der Medien und der Demokraten. Es war sicherlich ein großer Fehler von ihm, dass er Teile der amerikanischen Presse als „Feind des Volkes“ bezeichnet und es selbst glaubt, die Stimme des Volkes zu sein. Angeblich soll noch kein Präsident in den USA so verhasst sein wie Trump. Aber auch das stimmt nicht ganz. Er hat immer noch 44 Prozent der Stimmen hinter sich, die seine gegenwärtige Politik gutheißen. Es gibt auch Demonstrationen port Trump und nicht nur gegen Trump, die zum Teil der „Investmentguru“ und Trump-Gegner George Soros und Hillary Clinton mit organsiert haben sollen. Das amerikanische Volk ist gespalten, das europäische aber auch. Gespannt sein darf man auch, welchen „Deal“ Trump nun konkret mit Putin in Zukunft heraus handeln will, wobei sie sich beim Kampf gegen den IS schon jetzt besser gegenseitig unterstützen wollen.

    Snap-Euphorie ist ein erstes Warnsignal einer „irrationalen Übertreibung“

    Nach der Trump-Rally gab es am 2. März an der Wall Street auch noch eine „Snap-Euphorie“, die die Technologie-Aktien an der NASDAQ beflügelte. Der Börsengang, neudeutsch IPO, von Snap Inc. mit der App Snapshot, was eine Konkurrenz zu Whats App ist, war zehnfach überzeichnet und der Börsenkurs stieg am ersten Börsentag um über 40 Prozent gegenüber dem IPO-Preis von 17 US-Dollar, womit Snap schon mehr wert war als die Deutsche Bank AG. Dabei macht das Unternehmen noch hohe Verluste und das Kurs-Umsatz-Verhältnis beträgt fast 50, also doppelt so viel wie bei dem IPO von Facebook.

    Endet Snap wie Twitter?

    Während sich der Kurs von Facebook ausgehend vom Tief von 20 auf nunmehr 137 US-Dollar mehr als versechsfacht hat, fiel der Kurs von Twitter nach dem ersten Hype von 70 auf unter 20 US-Dollar, obwohl Trump mit seinem täglichen „Getwitter“ jetzt ordentlich Werbung für Twitter macht. Ich halte die Kurse von 27 US-Dollar für Snap bei einem IPO-Kurs von 17 US-Dollar für eine „irrationale Übertreibung“ und diese Übertreibung ist eher ein Warnsignal für die Zukunft, ebenso wie die geplante Mega-Übernahme von Unilever durch Kraft für 147 Mrd. €, die aber geplatzt ist.

    Bitcoins performen besser als Gold

    Gold gab in den letzten Tagen seit Ende Februar von 1255 auf 1235 US-Dollar/Unze leicht nach. In 1 Jahr ist Gold sogar in US-Dollar mit 1,8 Prozent im Minus. Dagegen stieg die Kryptowährung Bitcoins auf ein neues Allzeit-Hoch von 1250 €. Bitcoins war schon im letzten Jahr einer der besten Geldanlagen der Welt mit einer Kursverdopplung, weit besser als Gold. Bitcoins werden auch als Alternative zu Papiergeld gesehen, falls es zu einer Währungsreform kommen sollte. Da hinter Bitcoins – anders als bei Gold - aber keine Substanz bzw. Kapitaldeckung, also kein innerer Wert, steckt, kann es sich auch um eine perfekte Blase handeln.

    Rechtspopulisten auf dem Vormarsch – auch in Europa?

    Der Monat März wird in Europa durch eine Reihe von politischen Ereignissen beeinflusst werden wie der Brexit, aber auch die Wahlen in den Niederlanden, wo der Rechtspopulist Greet Wilders in die Fußstapfen von Trump schlüpfen könnte. Dies wäre vergleichbar mit der Wahl von Trump in den USA, also eine Wahl pro Rechts-Populismus und contra etablierte Parteien und gegen etablierte Politiker bzw. gegen das sognannte „Establishment“. Dies könnte sich dann bei den Präsidentschaftswahlen am 7. Mai in Frankreich fortsetzen, wo sich Marine Le Pen Hoffnungen machen kann, als neue Präsidenten Frankreichs gewählt zu werden. Die Chancen dafür sind zwar gering zumindest beim zweiten Wahlgang, aber nichts ist unmöglich. In jedem Fall dürften die Börsen in Europa in den nächsten Wochen stark von politischen Ereignissen beeinflusst werden.

    „Exotenbörsen“ aus Osteuropa können outperformen

    Der DAX überschritt wegen der Trump-Rally die magische 12.000-er Marke und der EuroStoxx stieg auf das neue Jahres-Hoch von 3400 Indexpunkten. Von der Trump-Rally profitierten aber nicht nur die westeuropäischen Börsen, sondern auch die osteuropäischen Börsen vor allem die Warschauer Börse, wo es auch eine rechtspopulistische Regierung gibt, ebenso wie in Ungarn. Selbst die Börse Istanbul zählt in diesen Jahr trotz Erdogan zu den am besten performenden Börsen der Welt und die türkische Lira hat sich zuletzt auch sogar erholt.

    Am besten schnitt die Börsen aus Kasachstan (+30 Prozent) und Polen (+19 Prozent), aber auch die Balkan-Bösen aus Slowenien, Kroatien und Rumänien machen viel Freude und können mit einem Plus über 10 Prozent seit Jahresbeginn sowohl den DJI als auch den DAX klar outperformen. Dagegen gab es an der Moskauer Börse fortgesetzte Gewinnmitnahmen, was nach einem Plus von über 50 Prozent im letzten Jahr auch verständlich ist.

    Erst informieren, dann investieren.

    Der sehr treffsichere ESI-Seminar-Indikator stand im November 2016 auf „Hold“, was bisher richtig war. Die Moskauer Börse stieg nach dem Wahlsieg von Trump in 2016 auf ein neues Allzeit-Hoch beim MICEX-Index auf Rubel-Basis und der RDX-Index auf Euro-Basis sogar um über 50 Prozent, ebenso wie Aktien aus Kasachstan, wo sich die Kurse in 1 Jahr fast verdoppelten. 10 Börsen aus Osteuropa konnten auch in 2016 den DAX klar outperformen und in diesem Jahr schon 7 Börsen aus Osteuropa.

    Informieren Sie sich jetzt ausführlich über die Hintergründe der Ukraine/Russland-Krise, aber auch das zukünftige Erholungspotential der unterbewerteten Aktien aus Osteuropa. Auch in Kasachstan und der Ukraine gibt es neue Chancen. Bestellen Sie jetzt auch ein Probe-Abo (3 Ausgaben per Email für nur 15 €) des monatlich erscheinenden Börsenbriefs EAST STOCK TRENDS (EST) mit einem weiteren Ukraine/Russland-Special mit vielen Hintergrund-Informationen und neuen Anlage-Vorschlägen wie mit der "Aktie des Monats“ und lukrativen Zertifikaten unter www.eaststock.de, dort unter Börsenbrief. Der letzte EST erschien am 17. Februar 2016 mit der Vorstellung von einer aussichtsreiche, russischen IT-Aktie und einem „Kasachstan-Special“.

    Das neue goldige „Muster-Depot“ des EST liegt bereits 66 Prozent im Plus und die die Goldaktien Highland Gold Mining und Trans Sibirian Gold um über 100 Prozent in 2016. Die Muster-Depots aus dem Jahr 2015 liegen mit 131 Prozent, 89 Prozent und 143 Prozent ebenfalls kräftig im Plus. Waren Sie dabei?

    Neu für Trader oder Investoren, die wissen wollen, wie Sie ihr Kapital schützen können, ist der monatlich erscheinende Börsenbrief THE BIG PICTURE (TBP) mit der Analyse der Weltbörsen-Indices, der Rohstoffe und Devisen für nur 80 € im Jahr (per E-Mail für 12 Ausgaben) bestellbar bei der ESI GmbH (www.eaststock.de, Tel 040/6570883, Fax: 040/6570884).

    Interview-Hinweise: Andreas Männicke wurde am 26. Januar 2017 im Aktionärs TV über aussichtsreiche Aktien in Russland und über Rohstoffe befragt. Dort wurde auch Polen als Favorit in Zentralosteuropa benannt (bisher schon +19 Prozent, also weit besser als der DAX). Das letzte Radio-Interview war am 17. Januar 2017 in Börsen Radio Networks. Das nächste Radio-Interview ist am 6. März 2017 mit Börsen Radio Networks über Osteuropa. Sie können sich das Interview jetzt bei www.eaststock.de, dort unter der Rubrik „Interviews“ runterladen, ebenso wie das gleichnamige EastStockTV-Video, Folge 128.

    Seminar-Hinweis: Das nächste Ostbörsen-Seminar „Go east – Hochprozentiges aus Osteuropa“ wird am 17. Mai 2017 m 17.30 Uhr in Frankfurt/M (alternativ am 18. Mai 2017 um 18.30 Uhr) stattfinden: Info und Anmeldung unter www.eaststock.de, dort unter der Rubrik „Dienstleistungen/Seminar“.

    Diskutieren Sie jetzt auch mit Herrn Männicke interaktiv unter http://go.guidants.com/de#c/Andreas_Maennicke .

  • Jetzt beginnen die närrischen Zeiten – auch an den Börsen!

    Sonntag, 26. Februar 2017 23:05:00

    In Deutschland wird überall am Rhein jetzt Karneval gefeiert, in Rio de Janeiro auch. Es ist die Zeit, Spaß zu haben und den Alltagsfrust zu vergessen. Es ist gut möglich, dass demnächst auch die „närrischen Zeiten“ an den Börsen beginnen und das nicht nur wegen des „Ober-Narrs“ Donald Trump, der die Pressefreiheit mit Füßen tritt und nun auch das Atom-Arsenal in den USA ausweiten will. Hinzukommt seine Ausländerfeindlichkeit und sein Protektionismus-Konzept, das zum Bumerang werden kann.

    Die Wall Street sieht das bisher aber alles ganz pragmatisch und feiert vor allem, dass er seine Steuerreform für Unternehmen schon in 3 Wochen umsetzen will, mit einem neuen Kursfeuerwerk und neuem Allzeit-Hoch. Der Dow Jones Industrial Index übersprang letzte Woche erstmals 20.800 Indexpunkte und auch der deutsche Aktien-Index DAX schnupperte schon an der 12.000-er Marke, korrigierte aber am Freitag mit minus 1,2 Prozent auf 11.804 Indexpunkte. Nun muss Trump aber auch hier bei der Steuerreform zeitnah „liefern“, sonst macht er sich selbst zum Narren. Unabhängig davon können für die Börsen demnächst wegen des Wahlmarathons in Europa demnächst die „närrischen Zeiten“ beginnen.

    Macht sich jetzt Trump selbst zum Narr – nicht nur bei der Presse?

    Trump wird sicherlich auch bei den Karnevalsumzügen als „Ober-Narr“ eine gewichtige Rolle spielen, aber auch Mario Draghi mit seiner Nullzinspolitik, der dadurch die Sparer schleichend enteignet. Wir befinden uns politisch, gesellschaftlich und wirtschaftlich im Ausnahmezustand bzw. im Umbruch und merken dabei kaum, was wirklich vor sich geht. Die Gesellschaft ist gespalten und Trump nutzt das aus. Trump ist aber mit der Presse in den USA auf dem Kriegsfuß und das ist nicht gut, zumal er selbst nicht immer die Wahrheit von sich gibt, aber er glaubt für das „Volk“ zu sprechen.

    Trump muss nun bei der Steuerreform bald „“liefern“, sonst wird es „närrisch“

    Die Börsen feiern in den USA zwar neue Höchststände, dies aber auch wegen der Geldpolitik und der Hoffnung, dass Trump bei der Steuerreform auch „liefert“. Tut er es nicht, wird es auch zu Enttäuschungen an den Börsen kommen, denn der amerikanische Aktienmarkt ist sowohl vom Shiller-Kurs-Gewinn-Verhältnis als auch vom Kurs/Umsatzverhältnis schon sehr hoch bewertet. Wie Trump die Steuerreform finanzieren will, ist noch unklar. Möglicherweise wird er die Schulden enorm erhöhen. Die amerikanische Notenbank FED dürfte die Zinsen in den nächsten Monaten anheben, was dann aber auch später die Zinskosten für den Staat erhöhen wird, aber auch die sehr hohen Wertpapierkredite in den USA.

    Mega-Übernahmen und Mega-IPOs deuten oft das Ende einer Hausse an

    Auch Übernahmen werden dann von der Finanzierung her teurer, wenn die Zinsen steigen. Zuletzt wollte Kraft Unilever für 147 Mrd. € übernehmen, was nach Mannesmann/Vodafone die zweitgrößte Summe für eine Übernahme in der Börsengeschichte gewesen wäre. Kraft zog aber das Angebot überraschend letzte Woche zurück, worauf der Kurs von Unilever zunächst von 45 auf 39 € einbrach, sich jetzt aber wieder schnell auf 44 € erholte in der Hoffnung, dass Kraft noch ein neues Angebot unterbreitet.

    Zudem will der größte Öl-Konzern der Welt Saudi Aramco ab 2018 an die Börse Wall Street gehen, was der größte Börsengang in der Börsengeschichte an der Wall Street werden soll, also noch größer als der letzte von Alibaba aus China. Solche Mega-Übernahmen und Mega-IPOs sind ein Zeichen dafür, dass sich die Börsen schon bald auf dem Zenit befinden.

    Trump will steigenden FED-Zinsen, aber einen schwachen US-Dollar – geht das überhaupt?

    Draghi wird aber bei seiner Nullzins-Politik bleiben, was den US-Dollar stärken und den Euro schwächen dürfte, was aber gut für die europäische Exportwirtschaft ist. Damit wird Trump aber das Gegenteil erreichen, was er erreichen wollte. Seine Maßnahmen könnten später zum Bumerang für die Börsen werden und erst dann beginnen die „närrischen Zeiten“ an den Börsen.

    Wahlmarathon in Europa läutet schon im März in Europa die „närrischen Zeiten“ ein

    Hinzukommt jetzt der Wahlmarathon in Europa und der Brexit. Ab März schaut ganz Europa im März außer auf Großbritannien auch auf die Parlamentswahlen in den Niederlanden, wo der Populist und Islam-Gegner Geert Wilders gewinnen und neuer Primier werden könnte. Ende April/Anfang Mai sind dann die sehr bedeutsamen Präsidentschaftswahlen in Frankreich, wo es schon jetzt in 20 Städten bürgerkriegsähnliche Situationen und Straßenschlachten von überwiegend ausländischen Jugendlichen mit der französischen Polizei gibt. Einen ähnlichen Vorfall gab es letzte Woche aber auch in Schweden, allerdings einen Tag, nachdem Trump Schweden erwähnte ohne konkret zu sagen, was er damit meinte, was für „närrische Verwirrung“ im Internet und den Medien sorgte.

    Steht die EU vor der Spaltung durch Marine Le Pen?

    Es ist aber trotz der bürgerkriegsähnlichen Situationen und den Problemen mit den ausländischen Jugendlichen wenig wahrscheinlich, dass Marine Le Pen von der Front National die Stichwahl zur Präsidentschaft am 7. Mai gewinnen wird, weil der Wahlverlierer der Vorwahl sich dafür einsetzen wird, dass seine Stimmen dem Gegner von Le Pen gegeben werden. Damit dürften uns der Euro und die EU noch eine Weile erhalten bleiben, auch wenn der „Grexit“ schon wieder droht. Le Pen will aber ein Referendum anstrengen, um aus der EU und dem Euro auszuscheiden, was dann aber auch das Ende der EU wäre, denn eine EU ohne Frankreich ist nicht denkbar.

    Schulz setzt auf soziale Gerechtigkeit und übertrifft damit Merkel

    Bei den Bundestagswahlen im September in Deutschland könnte es eine Patt-Situation ohne klaren Sieger geben, wobei Martin Schulz jetzt mächtig aufholt und und in den Wahlprognosen erstmals schon vor Angela Merkel liegt, ebenso wie die SPD vor der CDU – erstmals seit 10 Jahren! Schulz will die Agenda 2010 von Gerhard Schröder wieder zurückführen und das Thema „soziale Gerechtigkeit“ in den Vordergrund stellen, was im Moment gut bei der links orientierten Bevölkerung ankommt.

    In jedem Fall werden die Börsen in diesem Jahr durch diesen Wahlmarathon immer wieder neu beeinflusst werden. Zudem sind die südeuropäischen Länder überschuldet, neben Griechenland auch Italien, was Europa im Sommer weiter beschäftigen wird. Die Kapitalflucht nimmt in Griechenland schon wieder zu und Bankkonten werden geräumt, weil der IWF keine weiteren Kredite geben will, da die Schuldentragfähigkeit nicht mehr gegeben ist. Ganz ähnliche Probleme hat aber auch Italien, wo die Kuh längst noch nicht vom Eis ist. Hier könnte es in 2018 zu einer Überraschung kommen, wenn die „5 Sterne-Partei“ unter dem Komiker Beppe Grillo die Parlamentswahlen gewinnen sollte, die ebenso auch wie Le Pen aus der EU und aus dem Euro ausscheiden wollen. Die wahren närrischen Zeiten stehen uns also noch bevor - auch an den Börsen.

    Ostbörsen boomen weiter –allen voran Kasachstan und Polen

    Sehr positiv entwickeln sich bisher weiter die Emerging Markets, Rohstoffe - hier wiederum auch besonders die Industriemetalle, die die Anleger jetzt neu über sogenannte Exchange Trades Commodities (ETC) der BNP Paribas handeln können, und vor allem die Börsen aus Osteuropa: Die Börse aus Kasachstan erreichte schon ein Plus von 30 Prozent und die Börse aus Warschau ein Plus von 15 Prozent, wobei die Moskauer Börse in diesem Jahr etwas durch Gewinnmitnahmen konsolidierte, was nach dem Plus von über 50 Prozent im letzten Jahr nicht verwundert. Aber auch einige Exotenbörsen aus den Balkanländen wie Rumänien, Bulgarien und Kroatien mit einem Plus von zum Teil über 10 Prozent und dem Baltikum performen nun weiter sehr gut.

    Schon im letzten Jahr zählten 10 Börsen aus Osteuropa zu den 30 am besten performenden Börsen der Welt und in dieses Jahr sind es schon wieder 7 Börsen aus Osteuropa, die sowohl die Wall Street als auch den DAX klar outperformen konnten. Und dennoch werden die Osteuropa-Börsen von den Medien immer noch sehr stiefmütterlich behandelt, so dass die deutschen Anleger von den großen Chancen in Osteuropa so gut wie gar nichts mitbekommen.

    Statt auf Entspannung setzt die NATO, die USA und die EU auf Konfrontation und Provokation mit Russland

    Die Leitmedien befassen sich lieber oft recht einseitig mit dem Russland- und Putin-Bashing, womit auch der russische Aktienmarkt in Misskredit gerät. Problematisch ist jedoch dass sich jetzt erstmals nach dem zweiten Weltkrieg wieder deutsche Panzer an der Grenze von Litauen befinden, was Russland provoziert, ebenso wie die neuen geplanten NATO-Manöver an der russischen Grenze und sogar in Polen und der Ukraine. Die schwierige und komplexe Situation in der Ukraine und in Syrien belasten zudem weiter Ost-West-Verhältnis Europa/Russland und NATO-Russland sowie vor allem USA/Russland, was nicht in der Form des eindeutigen Feindbildes sein muss.

    Auch die Medien berichten hier oft sehr einseitig, auf beiden Seiten, ganz abgesehen von den absichtlich gestreuten „Fake News“ – auch von russischer Seite. Trump will, dass Russland die Krim an die Ukraine wieder zurückgibt, wobei er hier wohl intern durch die Untersuchungen bezüglich des Wahlkampfes mit russischer Beteiligung Druck bekommen und eine Kehrtwendung gemacht hat.

    Was bringt die neue Trump-Putin-Connection in Zukunft?

    Gespannt sein darf man daher auf das erste persönliche Treffen zwischen Putin und Trump und welcher reale Deal nach dem Motto „quid pro quo“ dort ausgehandelt wird. Hoffentlich einer, der den Weltfrieden nicht belastet, was unter Clinton der Fall gewesen wäre. Trump hat bezüglich Russlands zunächst eine Kehrtwendung um 180 Grad gemacht, wie die auch immer zustande kam. Mit Sicherheit werden diesseits und jenseits des Kontinents die Geheimdienste auch in Zukunft eine große Rolle spielen und oft leider auch eine unheilvolle, ebenso wie manche nur sehr einseitig oder gar mit Fake News informierende „Propaganda-Medien“. Aber das passt dann auch wieder auf die „närrischen Zeiten“, die auf uns zukommen und in den wir uns zum Teil schon befinden.

    Erst informieren, dann investieren.

    Der sehr treffsichere ESI-Seminar-Indikator stand im November 2016 auf „Hold“, was bisher richtig war. Die Moskauer Börse stieg nach dem Wahlsieg von Trump in 2016 auf ein neues Allzeit-Hoch beim MICEX-Index auf Rubel-Basis und der RDX-Index auf Euro-Basis sogar um über 50 Prozent, ebenso wie Aktien aus Kasachstan, wo sich die Kurse in 1 Jahr fast verdoppelten. 10 Börsen aus Osteuropa konnten auch in 2016 den DAX klar outperformen und in diesem Jahr schon 7 Börsen aus Osteuropa.

    Informieren Sie sich jetzt ausführlich über die Hintergründe der Ukraine/Russland-Krise, aber auch das zukünftige Erholungspotential der unterbewerteten Aktien aus Osteuropa. Auch in Kasachstan und der Ukraine gibt es neue Chancen. Bestellen Sie jetzt auch ein Probe-Abo (3 Ausgaben per Email für nur 15 €) des monatlich erscheinenden Börsenbriefs EAST STOCK TRENDS (EST) mit einem weiteren Ukraine/Russland-Special mit vielen Hintergrund-Informationen und neuen Anlage-Vorschlägen wie mit der "Aktie des Monats“ und lukrativen Zertifikaten unter www.eaststock.de, dort unter Börsenbrief. Der letzte EST erschien am 17. Februar 2016 mit der Vorstellung von einer aussichtsreichen IT-Aktie und einem „Kasachstan-Special“.

    Das neue goldige „Muster-Depot“ des EST liegt bereits 66 Prozent im Plus und die die Goldaktien Highland Gold Mining und Trans Sibirian Gold um über 100 Prozent in 2016. Die Muster-Depots aus dem Jahr 2015 liegen mit 131 Prozent, 89 Prozent und 143 Prozent ebenfalls kräftig im Plus. Waren Sie dabei?

    Neu für Trader oder Investoren, die wissen wollen, wie Sie ihr Kapital schützen können, ist der neue monatlich erscheinende Börsenbrief THE BIG PICTURE (TBP) mit der Analyse der Weltbörsen-Indices, der Rohstoffe und Devisen für nur 80 € im Jahr (per E-Mail für 12 Ausgaben) bestellbar bei der ESI GmbH (www.eaststock.de, Tel 040/6570883, Fax: 040/6570884).

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