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Am 6. September 2010 wird Andreas Männick um 10.15 Uhr in NTV/Telebörse zu den Investmentchancen in Litauen befragt.

Das Interview mit Andreas Männicke in der FAZ über die Investmentchancen in Osteuropa können Sie jetzt über diesen Link abrufen.

Andreas Männicke wurde am 6. August um 12.20 in NTV/Telebörse über die Auswirkungen der Waldbrände in Russland auf die Wirtschaft und Börse befragt. Sie können das Interview bei www.eaststock.de unter der Rubrik"Interviews" jetzt abrufen.

Andreas Männicke wurde am 27. Juli 2010 um 15.45 Uhr in NTV/Telebörse (www.teleboerse.de) im Geldanlagecheck über die Chancen der Budapester Börse nach dem -"Stresstest mt dem IWF" befragt. Das Interview können sie sich hier ansehen.

Andreas Männicke wurde am 1. Juli 2010 in NTV/Telebörse über die Chancen der Warschauer Börse anläßlich der Präsidentschaftwahl in Polen befragt. Sie können sich das Interview unter www.eaststock.de bei der Rubrik "Interviews" runterladen.

Zudem können Sie sich alle bisherigen TV-Inteviews von Andreas Männicke in diesem Jahr runterladen unter den Links der Rubrik "Interviews".

  • Auf dem Weg zur Normalisierung?

    Samstag, 28. August 2010 15:30:00

    “Wir befinden uns wieder auf dem Weg der Normalisierung”. Dies ist ein geflügelter Satz, den man jetzt oft bei Analysten, Börsenbriefen und sogar Geschäftsberichten findet. Gemeint ist damit, dass es einigen Unternehmen in der Tat gelungen ist, das Vor-Krisen-Niveau wieder zu erreichen. Genauso abrupt wie der Abschwung war auch wieder die Erholung, die „v-förmig“ verlief. Massenarbeitslosigkeit konnte durch kostspielige Konjunkturprogramme vermieden werden. Allerdings ist die Jugendarbeitslosigkeit weltweit steigend, was ein Alarmsignal ist. Viele Unternehmen der Welt haben jetzt wieder hohe Cash-Positionen, so dass das Übernahmen-Monopoly von neuem beginn...

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  • Werte, auf die man bauen kann

    Samstag, 21. August 2010 01:26:00

    Sind Sie ein Value-Investor? Auf welche Werte bauen Sie in Zukunft? Die Verschuldungspyramiden geraten außer Kontrolle, die Gesundheits- und Sozialkosten werden immer größer. Was wird wohl langfristig wertbeständig bleiben und was wird ein non valeur? Oder wird alles in ferner Zukunft wertlos aufgrund einer Währungsreform werden? Dies Fragen wird Sie sicherlich auch beschäftigen. Droht das Ende des Kapitalismus und der Wohlstandsgesellschaft? Droht nach der Deflation eine Hyperinflation mit der Folge der Entwertung aller Sparguthaben und vieler Vermögenswerte. Droht auch eine Minderung des Wohlstands, die Auflösung des Sozialstaats wegen Zahlungsunfähigkeit des Staates. Was wird sich der Staat in Zukunft alles einfallen müssen, um eine Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit zu vermeiden? Wie kann einen Sparkurs bei gleichzeitigem Wachstumszwang funktionieren?

    Ich erlaube mir diesmal weniger aufgrund mangelnder Themen im journalistischen Sommerloch und auch nicht wegen des Ramadans, sondern vielmehr weil ich es für notwendig erachte, eine etwas anders geartete Wertediskussion in Gang zu bringen, bei der es nur am Rande, aber doch nicht unwesentlich, um „Bewertungsfragen“ (nicht nur) bei Aktien geht. Krisen wie die im Jahr 2008 ließen - oft viel zu oberflächlich - eine Wertewandel-Diskussion aufkommen, die aber sehr kurzfristig war und nachhaltiger sein sollte. Insofern würde ich mich über Ihr Feedback sehr freuen, was Sie als „wertvoll“ erachten und auch welches Wertesystem neu geschaffen werden sollte.

    Die Lehman-Pleite , die de facto im Oktober 2008 das weltweite Finanzsystem in Frage stellte, brachte so einiges Nachdenkenswertes zu Tage, was weit über die jetzt zumindest in den USA begonnene Finanzmarktregulierung hinausgeht. Da ging es in den letzten beiden Jahren seit August 2008 um Verschuldungsfragen (bei Staaten, Banken, Unternehmen und privaten Haushalten) Refinanzierungsfragen, Bonidiskussionen, Fehlverhalten des Managements vor allem im Bereich des Investmentbankings, Stresstests, Blasenbildungen an Finanz- und Immobilienmärkten und es ging vor allem um die Suche nach den Schuldigen für die ganze Finanz- und Wirtschaftsmisere. Es ging danach aber vor allen auch darum, Mittel und Wege zu suchen, wie man eine solche Finanz- und Wirtschaftskatastrophe wie in 2008/9 vermeiden kann, die das kapitalistische System ins Wanken brachte.

    Da der Staat zu einer zusätzlichen Mega-Verschuldung gezwungen wurde und dem Staat allmählich das Geld ausgeht, wurde auch die Diskussion um Steuersünder und Steueroasen angeführt von dem Ex-Finanzminister Steinbrück in zuvor dagewesener Offenheit geführt. Es kam sogar zum Datenklau, um Steuersünder in der Schweiz, Liechtenstein und andern Steueroasen zu überführen. Letztendlich ging es aber auch um Systemfragen und die Bewältigung von System-Risiken, insbesondere bei „Monster-Banken“, die ganze Volkswirtschaften ruinieren können. Vielleicht war die Lehman-Pleite auch ein Glücksfall, denn sonst würde das Spielcasino auch in Zukunft ohne Regeln und Kontrolle weiterbestehen. Letztendlich ging es aber auch um ganz menschliche Triebe wie Angst und Gier. Was mir aber fehlt ist eine nachhaltige Wertediskussion, auch oder gerade für Value-Investoren.

    Eines ist jetzt wohl jedem klar geworden: Der Staat musste rettend eingreifen, sonst wäre das kapitalistische System gekippt. Ich wunder mich immer wieder, dass das gravierende Ereignis im Jahr 2008 heutzutage als Non event betrachtet und Analysten und Berater schon wieder zur Tagesordnung übergehen, so als ob nichts geschehen sei. Krisen haben den Vorteil, dass sie über die Medien so einiges öffentlich machen, was sonst gerne verschwiegen oder blindlings missachtet wird.

    Wie wird wohl Obama die 14 Billionen an Staatsverschuldung, die 1,4 Billionen USD Neuverschuldung und die anhaltende Misere bei Fannee Mae und Freddie Mac mit Billionen-Verlusten wieder ins Gleichgewicht bringen. Die FED schafft durch die Überflutung der Märkte und den Aufkauf von 2 Billionen USD an Schrottanleinen sehr fragwürdige Zukunft-Werte. Durch Liquidität werden die Märkte und Anleger beruhigt. Eine Dauerlösung kann das aber nicht sein.

    Obama hatte anfangs schöne Visionen, landet er nun bei Illusionen? Das geplante Job-Wunder ist bisher ausgeblieben und der Konsum schwächelt. Welche Werte will er in Zukunft der Jugend vermitteln. Weltweit nimmt die Jugendarbeitslosigkeit zu, in Spanien beträgt sie schon 40%. Warum sind seine Rüstungs- und Militäretats immer noch der zweitgrößte Haushaltsposten mit einem Volumen von 500 Mrd. USD? Kann sich das die USA in Zukunft überhaupt noch leisten, die Weltpolizei zu spielen? Der Rückzug aus dem Irak schafft ein Macht-Vakuum, das durch Terroristen gefüllt wird und im Chaos endet. Der Nahe Osten ist nicht befriedet, obwohl am 2. September neue Friedensverhandlungen in den USA mit Obama als Vermittler aufgenommen werden. Afghanistan ist nach wie vor eine Mission Impossible und nun muss er demnächst auch die Iran-Frage klären ohne dabei die Atommacht Pakistan aus den Augen zu verlieren, die jetzt aufgrund der Überflutungen auch von der Talliban-Hilfe überflutet wird. Obama sitzt dabei auf einem Pulverfass, sein kapitalistisches System mit sozialem Antlitz ist sehr fragil und verwundbar. Warren Buffet gab mit seinem Mrd-Vermögensverzicht einen wichtigen Impuls und Denkanstoß, der aber bisher global noch keine Nachahmer gefunden hat. Letztendlich sind die 75 Mrd USD Vermögensverzicht einiger US-Milliardäre auch nur ein „Tropfen auf dem heißen Stein“

    Deutschland ist wieder mit China Exportweltmeister, worauf wir Deutschen stolz sein können. Einige reden vom Aufschwung XXL. Aber auch hier sieht die Zukunft nicht gerade rosig aus. Welche Werte werden hier geschaffen und welche werden sich im Nichts auflösen? Da nun auch Deutschland mit 1,6 Billionen € verschuldet ist und ein Rekordhaushaltsbilanzdefizit von 80 Mrd. € geduldet wurde, müssen wir uns alle fragen, wie wir aus der Schuldenfalle wieder herauskommen werden. Mit den zukünftigen Sozialleistungen, Renten und Pensionen ist Deutschland sogar mit 7 Billionen € (!) verschuldet. Es dürfe jedem klar sein, dass die vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung in Zukunft nicht finanzierbar ist.

    Es wird ohnehin ein steiniger Weg, jetzt einen Sparkurs einzuschlagen und dennoch hinreichend Wachstum generieren zu wollen. Die deutschen (Energie-) Manager sind mit Angela Merkel nicht mehr zufrieden, da durch Abgaben und Steuern die Wettbewerbsfähigkeit und damit die Zukunftsfähigkeit Deutschlands auf dem Spiel steht. Jede Lobby kommt jetzt aus dem Keller und versucht Gegendruck gegen einen Sparkurs vorzubringen. Alle bekennen sich zur Notwendigkeit zum Sparen und die Verschuldung zu verringern, aber wenn es einen selbst betrifft, wird sofort Gegendruck erzeugt. Warum geht Angela Merkel nicht radikaler an den Rüstungsetat und Obama auch? Brauchen wir wirklich so viele Mrd. € zur „Terrorbekämpfung“ (in Afghanistan)? Auch der Gesundheitssektor ist ein Fass ohne Boden und könnte entschlackt werden. Die Pharmaindustrie gehört auf den Prüfstand; die Medikamentenüberflutung ist bei vielen Patienten nicht notwendig. Hartz 4 ist ein Dauerthema und wird es auch bleiben. Wir sollten stolz sein, so einen Sozialstatt aufgebaut zu haben, aber er wird in dieser Form in Zukunft schon aufgrund des demographischen Problems schlichtweg nicht mehr finanzierbar sein, zumal er auch zu sehr ausgenutzt wird. Ich glaube, wir werden um das Modell „Rente mit 70“, Sozialkürzungen und auch Steuererhöhungen (MWST von 25%) nicht herumkommen.

    Ich will nun keinesfalls als Weltverbesser auftreten, die nach Krisen glauben, die Weisheit gepachtet zu haben. Es lohnt sich aber gerade jetzt, über eine neue Wirtschaftsordnung nachzudenken und Vorschläge für eine optimale Wirtschafts- und Sozialordnung, die es in der Realität nie geben wird, zu machen. Es geht aber um Lernprozesse und Anpassungsnotwendigkeiten im Sinne der Evolution. Wenn es diese Anpassungsprozesse nicht geben wird, gibt es eine Revolution und/oder sprichwörtlich einen dramatischen Werteverfall.

    Der Kapitalismus hat eindeutig mehr Wohlstand geschaffen als der Kommunismus, aber er scheint jetzt aus den Fugen zu geraten, da er wesentliche Werte missachtet bzw. verdrängt hat wie Hilfe zur Selbsthilfe, gegenseitige Unterstützung und Solidarität. Nachdem der Systemstreit zwischen Kapitalismus und Kommunismus keine Rolle spielt, sollten wir uns alle nach dem Jahr 2008 fragen, wie wir eine Wirtschaftsordnung schaffen können, die

    - allzu großer Vermögensunterschiede gar nicht erst aufkommen lässt bzw. beseitigt

    - Innovationsfähigkeit und Kreativität fördert und belohnt

    - Mehrleistung belohnt und Schmarotzertum bestraft

    - eine zu starke Bürokratie vermeidet

    - finanzierbare Sozial- und Gesundheitssysteme schafft

    - unternehmerisches Handeln in Einklang bringt mit ökologischen Notwendigkeiten

    - die Schaffung von produktiven Arbeitsplätzen honoriert

    - Transparenz, Kontrolle und Vertrauen im System fördert

    - Früherkennung von Fehlentwicklungen ermöglicht

    - vor allem aber reale Werte schafft und erhält

    Bei der Wertediskussion möchte ich nur einige eigene Standpunkte und Anregungen zur Diskussion stellen. Die Schar der Analysten und Anleger aber auch die Aussichtsräte von Aktiengesellschaften sollten – gerne in Zusammenarbeit mit Wirtschaftswissenschaftlern - ein ökonomisches !Anreiz-Beitrags-System“ und ein Sanktionssystem entwickeln, das auch unter ethischen Gesichtspunkten Bestrafungen und Belohnungen schafft. Die Reduzierung allein auf die Gewinnmaximierung und damit auf das „KGV“ als Bewertungskriterium ist zu kurz gedacht. Es sollte darum gehen, zu analysieren und zu beurteilen, wer in der Lage ist,

    - kreative und innovative Werte zu schaffen

    - dabei Arbeitsplätze zu schaffen oder zumindest zu erhalten

    - die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen

    - die finanzwirtschaftliche Risiken zu minimieren

    - das Eigenkapital nachhaltig zu erhöhen durch Wertzuwachs (nicht durch Kapitalerhöhung)

    - das strategische Erfolgspotential zu erhöhen

    - einen Beitrag zum ökologischen Fortschritt zu leisten

    - zum Gemeinwohl beizutragen, also Steuern zu zahlen.

    Dafür könnte man ein Punktesystem festlegen, um Anhaltspunkte zu bekommen, wie „wertvoll“ das Unternehmen für die Mitarbeiter, die Aktionäre und das Allgemeinwohl war. Auch die Boni sollte man nach diesen Kriterien festlegen, also nicht nur an Umsatz oder Gewinn orientieren, sondern ganzheitlich. Immerhin ist es ein kleiner Fortschritt, dass demnächst Managerboni mehr an langfristigen, nachhalten Erfolgskriterien bemessen werden. Es gibt viele Unternehmen, die durch Steuertricks in Steueroasen und durch interne Verrechnungspreise nicht mehr als 20% oder fast gar keine Steuern zahlen. IKEA ist durch das undurchsichtige Firmengeflacht mit vielen Steueroasen ein gutes Beispiel für die „Steueroptimierung“. Die Steuerquote sollten publik gemacht werden. Vieles läuft schief, weil das alleinige Ziel Gewinnmaximierung ist. Der Kapitalismus ist im Grunde keine schlechte Idee, nur muss er sich selbst neu erfinden, sonst führt er sich ad absurdum. In Anbetracht der Verschuldungslawine, die auf uns alle zukommt, wird es ohnehin zu Verteilungskonflikten kommen.

    Es werden die Beiträge für die Sozialsysteme erhöht werden und es werden die Steuern in Zukunft erhöht werden müssen. Zum anderen müssen wir lernen, im großen Stil zu verzichten. Warum soll man nicht auch ein freiwilligen „Almosen-System“ einführen. Warren Buffet hat den Zeitgeist richtig erkannt. In diesen Notzeiten ist ein Vermögensverzicht nicht nur eine nette Geste, sondern unverzichtbar zur Erhaltung einer Grundordnung, die nicht ins Chaos führt. Jeder sollte die Möglichkeit bekommen, Werte zu schaffen und seien es auch nur Werte im kapitalistischen Sinne, also Maximierung des eigenen Vermögens. Dann sollte er aber auch, zumindest wenn er mehr als 10 Mio. € erwirtschaftet hat, die Hälfte des Vermögens nach dem Tod oder auch zu Lebenszeit für soziale Zwecke stiften. Das wäre das auch fast so etwas wie Almosen im Islam. Ist so etwas in unserem Wertsystem nicht denkbar? Der Egoismus und die Gier nach Reichtum oder Macht muss eine Grenze haben. Sicherlich beginnt die Schaffung von Werten in der Erziehung in jedem Elternhaus. Ich bin aber auch dafür, dass das Fach Wirtschaftsethik schon in der ersten Klasse in der Schule eingeführt wird, denn letztlich wäre auch das Schaffen von sozialen und ökologischen Werte ein Lernprozess, der nicht früh genug beginnen kann.

    Auch solche Werte wie Respekt vor dem anderen, Schaffung von Vertrauen, Glaubwürdigkeit, Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit, Redlichkeit, Zurückhaltung, Höflichkeit, Toleranz, Geduld, Gewaltverzicht, Konfliktregulierung und das Vermeiden von Ausbeutung der Mitarbeiter und natürlichen Ressourcen sollten in dem Fach Wirtschaftsethik erlernt werden, denn daran mangelt es in vielen Chefetagen von Großunternehmen und auch in den Köpfen von Aktionären, die nur an ihre Kurssteigerungen denken.

    Es geht auch darum zu überprüfen, unter welchen Bedingungen das Unternehmen insbesondere im Ausland den Gewinn für die Aktionäre maximiert. Auch hierüber sollte der Aufsichtsrat oder eine Ethikabteilung im Unternehmen den Aktionären Rechenschaft abgeben. So sollte es auch einen Vorstandsposten „Unternehmensethik“ geben, der für die Ethik des wirtschaftlichen Handelns des Unternehmens verantwortlich ist. Auch Fondsmanger sollten neue Richtlinien bei der Unternehmensbewertung bekommen, die nicht nur auf Cash flow, Gewinn und Umsatzgrößen basiert.

    Wir brauchen aber auch ein neues Wirtschaftsprüfungsrecht und neue Rating-Agenturen. Es sollte auch ein Testat dafür geben, wie das Unternehmen die oben genannten Kriterien erfüllt, also wer Arbeitsplätze schafft, wer für Mitarbeiterzufriedenheit (auch über Mitarbeiterbeteiligungssysteme) sorgt, wer neue Märkte erschließt ohne die natürlichen Ressourcen auszubeuten oder über Gebühr zu strapazieren, wer eine Sozialbilanz aufstellt und wie diese aussieht, und vor allem wer nachhaltige Werte schafft. Neben dem üblichen Wirtschaftsprüfungstestat sollte es auch ein Sozialtestat und ein Öko-Testat (=Erstellung umweltfreundlicher Produkte und/oder Nutzung umweltfreundlicher Produkte, Recyclingaktivitäten, Energieeinsparung etc.) gesetzlich vorgeschrieben werden. Ich weiß, dies ist eine große Herausforderung und erfordert einen Umdenkungsprozess - auch bei den Aktionären. Es kann nicht sein, dass die Aktienkurse in die Höhe schnellen, wenn die Meldung kommt, dass das Unternehmen Tausende von Mitarbeitern entlassen will, um Kosten zu sparen. Da stimmt dann doch etwas bei den Akteuren im kapitalistischen System nicht, oder? Aber ohnedies könnte sich der Kapitalismus so wie er sich jetzt weltweit zeigt, sich selbst zugrunde richten.

    Wir brauchen aber auch eine effiziente Kontrolle von Regierungen und Präsidenten, die gewährleitet, dass die Verschuldung nicht wieder aus den Fugen gerät. Damit dies wieder ins Gleichgewicht kommt, bleibt uns nichts anderes übrig als zu wachsen, dabei neue Werte zu schaffen und sie in Zukunft besser zu verteilen. Dies bedeutet Verzicht bei denen, die heute über Gebühr Sozialleistung erhalten, das bedeutet aber auch Verzicht bei den Vermögenden und Werteschaffenden.

    Die Aktionärsversammlungen bilden eine gute Basis, um diese Werte demokratisch auch einzufordern und umzusetzen. Dann werden auch wieder Werte entstehen, auf die man langfrist bauen kann. Bei der Wertbetrachtung sollte man auch die „Friedensdividende“ berücksichtigen, denn Werte können nur dann geschaffen werden und auch fortbestehen, wenn es keine Kriege gibt, die alles über Nacht wertlos machen. Durch die die faktische Überschuldung vieler Staaten kann es durch Staatsbankrott und Währungsreform dazu kommen, dass es einen enormen Wertverlust geben kann, der alle hart treffen wird. Wie kann man diesem Wertverlust vorbeugen? Politiker haben sich hier fortwährend schuldig gemacht, aber das Volk hat es geduldet. Sie auch?

    So muss der Anleger und Analyst aber jederzeit mit einer Hiobsbotschaft an der Verschuldungsfront rechnen, was Value-Investoren zur Verzweiflung bringt. Die Ergebnissaison war sowohl in den USA als auch in Europa bisher besser als erwartet, falls man das Ergebnis auf die Gewinngröße reduziert. Dabei gingen aber Arbeitsplätze verloren, es wurden bei den Banken und Versicherungen Bilanz-Bewertungserleichterungen in Anspruch genommen, es wurden aber auch innovative Leistungen (wie bei Apple) erbracht, die Anerkennung verdienen. Dennoch steht unser kapitalistisches System auf tönernen Füßen. Wir können nun allen unseren Beitrag leisten, damit es stabiler wird. Was sind diesbezüglich Ihre Vorschläge (und Beiträge)?

    Es ist fünf vor 12: Wir brauchen jetzt mehr denn je Politiker, die schonungslos die Wahrheit sagen und Manager, die die Wahrheit (ohne Auslassungen) den Aktionären, zumindest aber den Aufsichtsräten, kundtun. Aufsichtsräte sollten die Ehrlichkeit aber auch einfordern und in Zukunft genauer hinschauen, wenn etwas außerhalb von Bilanzen versteckt wird. Denn auch das schafft Vertrauen Bei Lehman Brothers handelte es sich immerhin um 50 Mrd USD, deren Verschwinden weder dem Wirtschaftsprüfer Ernst&Young noch den Aufsichtsräten auffiel.. Politiker. Manager und Wissenschaftler sollten jetzt gemeinsam, zusammen mit Arbeitnehmervertretern an einem neuen Zukunftsmodell arbeiten bevor alles den Bach runter geht. Hier sind neue, kreative Denkanstöße auch von Querdenkern notwendiger denn je. Auch von Ihnen!

    Auch durch neue Steuern kann man Anreize oder ein Sanktionssystem entwickeln. Von den bisherigen Vorschlägen der Regierung wie eine Bankenabgabe und das Verbot von Leerverkäufen halte ich relativ wenig. Man sollte vielmehr kleinen und mittelständischen Unternehmen Steuererleichterungen verschaffen, damit sich diese besser entwickeln können. Auch sollte man die reine Kurzfrist-Spekulation besteuern bzw. die Langfristanlage belohnen. So sollen reine undgedeckte Short-Spekulationen nicht verboten, aber der Gewinn höher besteuert werden. Die Abgeltungssteuer belastet zwar, ist aber in Anbetracht der Finanznot in Ordnung. Boni über 500.000 € sollten höher besteuert werden.

    Auf die Aktionäre und Grundstücksbesitzer wird ohnehin eine Vermögensteuer und eine Zwangsabgabe zukommen, da die gegenwärtige Regierung wohl bei der nächsten Wahl ausgedient hat. Der Staat steht mit dem Rücken zur Wand und er wird sich nehmen, was er braucht; daher ist in Zukunft mit allen zu rechnen. Wer Werte schafft und erhält, sollte steuerlich belohnt werden. Innovationen und Kreativität – auch im Sozialbereich - sollten steuerlich belohnt werden.

    Wir sollten uns auch darauf gefasst machen, dass Rohstoffe immer knapper werden und die Preise steigen. Inflation ist immer Wertminderung und schwächt die Kaufkraft. Nach der Deflation, kann Inflation kommen. Eine Hyper-Inflation wäre der Beleg dafür, dass das System nicht mehr funktioniert und das Vertrauen in die Stabilität von Werten schwindet, und seien „nur“ Geldwerte.

    Nach diesen „Ramadan-Gedanken“ abschließend einige Anmerkungen zu aktuellen Wertentwicklung an der Börsen: Die Stimmung an den Weltbörsen hat sich aufgrund schwacher US-Konjunkturdaten am Donnerstag deutlich verschlechtert. Rechnen Sie daher mit einem Wertverlust Ihrer Aktien in den nächsten Tagen und auch in den nächsten Wochen, zumal am 24. August Vollmond ist. Der September ist ohnehin ein sehr kritischer Monat, wo es oft zu Wertverlusten kommt. Durch die scharfen Korrekteren an den Aktien- und Rohstoffmärkten in der letzten Woche, die ich erwarte und angekündigt hatte, nähern wir uns beim DAX wieder der 6000-er Marke(am Freitag -1,15% bei 605 Indexpunkten) beim Dow Jones der 10.200-er Marke (am Freitag -0,56% bei 10.213 Indexpunkte) und beim Nikkei-Index der 9000-er Marke (am Freitag -1,96% bei 9179 Indexpunkte). Der RTS fiel wieder auf unter 1450 auf 1425 Indexpunkte, was auch wiederum eine kritische Marke ist. Es setzte sich die Flucht in Anleihen und in Gold fort. Der Bund-Future stieg erstmals auf über 132 und Gold wieder auf über 1230. Damit fiel die Umlaufrendite erstmals auf unter 2%, was neuer historischer Tiefstrekord ist! Dies ist zwar ein Bubble, aber es ist jetzt wohl noch zu früh, beim Bund-Future short zu gehen. Der Euro gab auf unter 1,27 EUR/USD nach, was auch wiederum eine kritische Marke ist. Bei unter 1,27 EUR/USD werden die Aktien und Rohstoffmärkte weiter fallen, bei über 1,30 EU/USD ansteigen. Im Moment sieht es mehr nach Konsolidierung aus. Daher ist eine defensive Strategie ratsam.

    Es müssen in der nächsten Woche wichtige Unterstützungslinien halten wie bei DAX die 6000-er-Marke, beim Dow Jones die 10.000-er Marke, beim S&P die 1060-er Marke und beim Nikkei-Index die 900-er Marke, Darunter wird es wieder bearish, auch an den Ostbörsen! Bisher bleibt es also bei der von mir schon der letzten Wochen angekündigten volatilen Seitwärtsbewegung um die Nulllinie seit Jahresbegin herum. Am 16. September wird das Kernkraftwerk Buschehr im Iran mir russischen Brennstäben ans Netz gehen, was ein globales Medienereignis sein wird, das auch für die Weltbörsen relevant ist. Im März nächsten Jahres will der Iran mit dem Bau einer dritten Anreicherungsanlage beginnen, was für USA und Israel eine Provokation darstellt. Die Anleger werden sich September also auch mit dieser Problematik auseinanderzusetzen haben und auf die Antworten von Obama darf man gespannt sein. Am 2. September beginnen in den USA neue Nah Ost-Friedensverhandlungen mit Obama als Mentor. Zu viel führe, werden die Gespräche wohl wie immer nicht.

    Es ist Ramadan und das bedeutet auch für Sie Zurückhaltung (auch an der Börse) und Zeit zum Nachdenken und wer es nötig hat, zum Fasten (=Entschlacken). Vielleicht werden Sie dabei auch für sich neue Werte entdecken, auch in Osteuropa.

    Am 17. August war die Hauptversammlung der Beteiligungen im Baltikum AG, auf der eine Dividende in Höhe von 0,3 € ausgeschüttet wurde. Es kam dort aber auch zur Sprache, dass es im Baltikum schon ein Modell gibt, das vielleicht zukunftsweisend ist. Im Baltikum wurden die Löhne, Gehälter und Pensionen gedrittelt und es wird ein Drittel der Staatsbediensteten, auch bei der Polizei und bei Lehren freigesetzt und das fast ohne Murren und ohne Streiks. So etwas wäre in Griechenland und auch bei uns nicht möglich gewesen. Die Personen dort rücken zusammen und helfen sich gegenseitig, so gut es eben geht. Das verhilft Estland immerhin in die EWU. Estland konnte also trotz einem Rekord-Minus beim BSP die Maastricht-Kriterien erfüllen. Nicht nur in dieser Hinsicht ist Estland vorbildlich, sonder auch in der Verwendung des Internets. Der Internetzugang ist in Estland ein Grundrecht und e-Goverment sowie e-Banking ist dort tägliche Übung. Fast jeder Schüler und Student hat einen PC. Daher sollten wir das „e-Land“ willkommen heißen, das zumindest in dieser Hinsicht vorbildlich ist. Die Börse OMX Tallin bleibt mit der Börse Kiew in diesem Jahr der Top-Performer der Weltbörsen. Es lohnt sich also weiterhin ein Blick nach Osteuropa.

    Verpassen Sie daher die Outperformancechancen in Osteuropa nicht und bestellen jetzt ein Probe-Abo des monatlich erscheinenden Börsenbriefes EAST STOCK TRENDS (EST) unter www.eaststock.de. Der letzte EST erschien am 9. August und gibt Ihnen Aufschluss über die brisante Markttechnik.

    Die beiden Osteuropa-Muster-Baskets des EST konnten seit März 2009 in einem Jahr im konservativen Red-Chip-Portfolio eine Performance von 171% und im spekulativen Muster-Basket sogar von 284% erzielen. Aktien wie die Holding AFK Sistema konnten sogar um über 600% zulegen und haben noch Potential. Ausgehend von den Tiefstkursen bestehen realistische 1000%-Chancen. Es gibt eine ganze Reihe von Werten in Russland mit neuen historischen Höchstkursen wie zum Bespiel die Konsumaktien X 5 Retail Group und Magnit.

    Welche Aktien aus Osteuropa jetzt im Trading-Bereich ge- oder verkauft werden sollten, können Sie auf der täglich aktualisierten Ostbörsen-Hotline 09001-8614001 (1,86 €/Min) entnehmen. Das nächste ESI-Ostbörsen-Seminar „Go East!“ wird im Herbst in Frankfurt/M stattfinden (siehe www.eaststock.de). Wenn Sie Interesse an Ostbörsen- oder Emerging Market-Seminaren in anderen Städten haben, dann melden Sie sich bitte bei der ESI GmbH (info@eaststock.de; Tel: 040/6570883).

    TV-Hinweis: Andreas Männicke wurde am 6. August 2010 in NTV/Telebörse (www.teleboerse.de) anlässlich der Waldbrände in Russland über die wirtschaftlichen Auswirkungen befragt. Sie können sich das Interview hernach unter www.eaststock.de bei der Rubrik „Interviews“ runterladen

  • Quo vadis USA und China: XXL Aufschwung oder Abschwung?

    Samstag, 14. August 2010 17:41:00

    Quo vadis USA und China? Nach der erfreulichen Sommerrallye bis zum 6. August fragen sich jetzt die Anleger und Analysten, wie es mit der US- und Chinakonjunktur weitergehen wird. In den USA deutete sich zuletzt eine Produktivitätsverschlechterung an, was auch der Wall Street einen Dämpfer gab. Zudem stagniert der Aktienmarkt mit einer historisch hohen Arbeitslosenquote von 9,5%. Das von Obama angekündigte Job-Wunder mit 4 Mio. neuen beschäftigten blieb bisher aus. Zudem könnte sich die in Zukunft etwas restriktiver Haltung der FED bei dem Kauf von Schrottanleihen auch negativ auf die Kreditvergabe auswirken. Obama ist an der Wall Street nicht nur wegen der Finanzmarktreform wenig beliebt. Im Herbst finden Kongresswahlen in den USA statt und dann wird Obama ordentlichen Gegenwind bekommen.

    Außenpolitisch muss er schon bald die Iran-Frage klären, da das Atomkraftwerk in Iran dann offiziell ans Netz geht. Die bisherigen Sanktionen haben erwartungsgemäß nichts bewirkt und auch die zukünftigen werden an der Grundhaltung der Iraner nichts bewirken. Der Iran überlegt seinerseits, die zukünftigen Öl- und Gaslieferungen nicht mehr in Dollar oder Euro abzurechnen, was ein Affront gegen die Amerikaner ist. Angeblich hat die USA den Irak vor allem deswegen militärisch angegriffen, weil auch Saddam Hussain zuvor die Öllieferungen nicht mehr in Dollar abrechnen wollte.

    Der Iran pflegt gute Beziehungen zu China, so dass hier ein weiteres Konfliktfeld vorprogrammiert ist. Gibt es also einen Iran-Krieg als angebliche ultima ratio? Viele Anleger und Analysten haben diese Möglichkeit schon gar nicht mehr in Blickpunkt; dabei ist ein schneller Luftangriff von Israel keineswegs ausgeschlossen und auch schon strategisch von den Hardlinern seit langem vorbereitet. Möglich ist hier sogar ein Alleingang Israels ohne direkte US-Beteiligung. Im Falle einer kriegerischen Auseinandersetzung würde sofort der Ölpreis in die Höhe schießen, was wiederum das Inflationspotential erhöht. Dies wiederum würde die FED und andere Notenbank in Bedrängnis bringen, da sie dann an der Zinsschraube drehen müssten. Im Falle eines Iran-Kriges werden auch die Welt- und Ostbörsen einbrechen, so dass der Anleger dann in Liquidität gehen sollte. Vor kurzem begann die Ramadan-Zeit und das bedeutet auch für die Araber die Zeit der Mäßigung und des Innehaltens. Hoffentlich hält sich auch Obama daran.

    Der zweite Brennpunkt der Welt ist China, der alle Aufmerksamkeit verlangt, nicht nur weil sich im Herbst ein Handelskrieg zwischen den USA und China möglich ist. China wächst weiterhin mit zweistelligen Prozentsätzen am dynamischsten auf der ganzen Welt und hat nun auch die USA als weltgrößten Importeur mit weit über 1 Billion USD an Importen erstmals abgehängt. China wird in diesem Jahr auch nach den USA, aber erstmals vor dem Erzrivalen Japan, mit einem BSP von über 5 Billionen USD zur zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt avancieren, womit sich schon ein Paradigmawechsel abzeichnet. Von den China-Importen hängen auch viele Rohstoffpreise ab, so dass Anleger zu Recht immer wieder die weitere Entwicklung in China mit Argusaugen betrachten. So würde ein BSP-Wachstum von unter 10% in China wie eine Rezession aufgefasst. Zudem gehen viele Analysten von einem Immobilien-Bubble in China aus und prognostizieren einen Crash bei den Immobilienpreisen von 60% in der Zukunft.

    Der größte Risikofaktor für die Weltbörsen bleibt neben der Bewältigung der Monster-Banken, deren Bilanzsummen größer sind als die jeweilige Volkswirtschaft (in Deutschland alleine 8 Billionen €Bilanzsumme kumuliert von allen Banken), die Staatsverschuldung bzw. das Thema „Haushaltskonsolidierung“ (=Sparkurs) ohne das Wachstums abzuwürgen. Dies ist nach wie vor eine gefährliche, hochexplosive Gradwanderung, da es sich um systemische Risiken handelt, die auch bei großen Ländern zum Staatsbankrott und zur Währungsreform führen kann, was mit großen Vermögensverlusten verbunden wäre. Sogar Deutschland könnte davon betroffen sein. Deutschland hat zwar nur 1,6 Billionen Euro explizite Staatsverschuldung, die implizite Staatsverschuldung inklusive zukünftiger Pensionsverpflichtungen betragen aber 7 Billionen Euro. Ähnlich dramatisch sieht es in den USA und vielen Ländern der Welt auch mit schlechteren Sozialsystemen aus. Jeder der klar denken kann, weiß, dass das nicht bezahlbar sein wird. Es wird also eine Anpassung des Rentenalters nach oben und/oder eine Verringerung der Renten geben müssen, um das System zu retten. Das Gleiche trifft für die Sozialleistungen zu. Die Beiträge werden dafür weiter steigen ebenso wie im Gesundheitssektor, was aber die Kaufkraft und mindern und somit den Konsum belasten wird. Zudem müssen die Steuern nach und nach erhöht werden, um die Haushalte zu konsolidieren.

    Zudem stiegt die Jugendarbeitslosigkeit immer mehr an, in Spanien beträgt sie schon 40%, was wiederum ein soziales Pulverfass ist, denn nichts ist gefährlicher – auch für die Zukunft der Wirtschaft – als eine hoffnungslose und zudem mehr gewaltbereite Jugend. Denn der Protest gegen den Sparkurs könnte sich in Zukunft auf der Straße abspielen. Auch das Thema Vermögensverteilung wird immer brisanter, nicht nur Warren Buffet mit einigen anderen Milliardären auf die Hälfte des Vermögens verzichten will. Wenn das die Reichen nicht auch bald freiwillig global machen, wird es früher oder später zu einem Lastenzwangsausgleich kommen, wobei Grundstücksbesitzer durch eine Zwangsabgabe zu einem Lastenausgleich gezwungen werden. Aber noch ist das Zukunftsmusik.

    In jedem Fall kann sich die Weltwirtschaft kein „Double Dip“ erlauben, da dann der Staatsbankrott schneller droht als vielen lieb ist. Ich rechne aber zunächst mit einer Konjunkturverlangsamung, wobei die Hoffungsträger weiterhin die Emerging Markets bleiben. Ich verstehe allerdings nicht, dass viele Börsendienste jetzt wieder zur Tagesordnung übergehen, so als ob es die Krise in 2008 nicht gegeben hätte. Es handelt sich weiterhin um einen „Tanz auf dem Vulkan“ nur das der Vulkan nicht schon wieder ausgebrochen ist. Übrigens ist auch das April-Ereignis Vulkanausbruch , das die Welt in Stillstand versetzte, schon fast wieder vergessen, was nachdenklich stimmt.

    Ein vierter Risikofaktor bleibt das Thema Klimawandel. Die Überflutungen in Pakistan und China ,mit jeweils schon über 1000 Toten auf der einen Seite und die verheerenden Waldbände in Russland mit über 50 Toten auf der anderen Seite sind eindeutige Signale der Natur, die nicht mehr im Gleichgewicht ist, was fatale Auswirkungen für die Zukunft hat. Klimakatastrophen sind auch ein zunehmend wichtiger Wirtschaftsfaktor, nicht nur für Versicherungen.

    Ich betone auch immer wieder, das Wasser ein knappes Gut wird, da in vielen Ländern der Welt schon jetzt Wassermangel herrscht. In Pakistan und vielen Teilen Chinas herrscht akuter Trinkwassermangel. Auch in Nordafrika leidet die Bevölkerung unter der zu großen Hitze. Hoffnung macht hingegen das Energieprojekt „Desertec“ in der MENA-Region (Mittlerer Osten und Nordafrika), zunächst in Marokko in der Sahara in der Höhe des Atlas-Gebirges, das später einmal 10-15% des europäischen Energiebedarfs decken soll. Es handelt sich um das ambitionierteste Infrastrukturprojekt der Welt, das auch Weltgeltung erhalten soll. Dabei sollen Solarkraftwerke in der nordafrikanischen Wüste mit einer Leistung von 50 Megawatt bestehend aus 360.000 qm Spiegelfläche und 15.000 Receivern entstehen.

    Desertec ist ein globales Konzept, das in gar nicht so ferner Zukunft helfen könnte, den CO2-Ausstoss zu vermindern. Es funktioniert wie ein Kohlekraftwerk, nur das anstelle der Kohle konzentrierte Sonnenenergie über riesige Parabol-Spiegel zu Wasserdampf verarbeitet und zur Energiegewinnung benutzt wird. Sonne gibt es genug in Marokko und Algerien. Die Effizienz ist daher wesentlich höher als bei den herkömmlichen dezentralen Photovoltaik-Anlagen. Es kommt nun darauf an, wie das Projekt konkret finanzierbar ist, das es einige Mrd € kosten wird. Zur Wettbewerbsfähigkeit des Konzeptes wird es ausschlagend sein, wie teuer der Solarstrom aus der Wüste schlussendlich sein wird inklusive der nicht unerheblichen Transportkosten. Hier gibt es noch sehr unterschiedlichen Prognosen. Die Experten des DIW gehen davon aus, das es sich langfristig die Stromkosten durch Hinzufügung von Wüstenprojekten senken lassen.

    Desertec ist seit 2003 ein Langfristprojekt des Club of Romes zur Lösung des Problems Klimawandel. Initiator der ab dem 1. Oktober 2008 gegründet DESERTEC Stiftung war die Munich Re (Ex Münchener Rück), die auch umfangreiches Material zum Thema Klimawandel hat. Dis hat auch gute Gründe, denn Rückversicherungen sind in hohem Masse von Klimawandel als Kostenfaktor betroffen. Die Desertec Foundation hat nun mit 11 weiteren Unternehmen aus Deutschland (darunter auch EON und RWE), Spanien und Algerien im Oktober 2009 die Industrieinitiative Dii GmbH ins Leben gerufen, die das Projekt „Solarstrom aus der Wüste“ konkret umsetzen soll. Von arabischer Seite wird das Projekt besonders von Prinz Hassan Bin Taljal aus Jordanien unterstützt.

    Ab 2012 soll es erste Pilotprojekte in Marokko geben, die aber in Anbetracht der zunehmenden Klimakatastrophen immer dringlicher werden. Geplant ist ein Verbund von Anlagen unterschiedlicher Technologien - von Solarthermie über Photovoltaik bis zur Windkraft. Der Park soll demnach mit einer Leistung von 500 bis 1000 Megawatt so stark wie ein Kohlekraftwerk sein. Kurzfristig sind hier allerdings keine weltbewegenden Erfolge zu erwarten. Langfristiges Ziel ist die kohledioxidfreie Energieerzeugung bis 2050 durch alternative, regenerative Energien, was nun auch unter deutscher Führung ein vorrangiges EU-Energieprojekt geworden ist. Die Menschen reagieren aber auf das dringliche Thema Klimawandel nur dann, wenn sie selbst betroffen sind. Die Bilder an der Oder/Neisse mögen zumindest regional zum Bewusstseinswandel etwas beitragen.

    Das gilt auch für die Börse. Nach sind die Klimakatastrophen in China, Pakistan und Russland nicht unmittelbar börsenrelevant. Folgewirkungen könnten aber ein Börsenthema werden wie zum Beispiel die steigenden Bort-, Milch, Fleisch- und Wasserpreise infolge der Waldbrände in Russland, wodurch die Inflation mittelfristig ansteigen könnte. Ebenso könnte die Peak Oil-Theorie auch schon sehr bald und sehr schnell börsenrelevant werden, falls der Ölpreis aufgrund der nachlassenden Produktion bei den weltbedeutenden Ölfeldern stark ansteigen sollte. Auch dadurch werden Alternativ-Energien nach und nach immer bedeutsamer und auch rentabler.

    So gibt es jetzt auch immer mehr Unternehmen, die vom Thema Klimawandel mittelbar und auch unmittelbar profitieren, wie die Produzenten von Elektroautos bzw. deren Zulieferbetreibe wie die Bertrandt AG mit 5800 Mitarbeitern oder Unternehmen, die sich um die Erzeugung von Biokraftstoffen bemühen wie die Curcas Oil AG, die die „Wunderpflanze“ Jatropha in Thailand, Indonesien und Philippinen anpflanzen möchte. Sicherlich wird die Zumischung von Biokraftstoffen auch für die Luftfahrtindustrie ein börsenrelevantes Thema sein, wobei die Nachhaltigkeit noch nicht überall sichergestellt ist. Es findet jetzt gerade eine Investorenreise statt, wo sich die Investoren der Curcas Oil AG „vor Ort“ in den Philippinen von den Erfolgsaussichten des Unternehmens überzeugen können.

    Die Börsen Osteuropas, die noch bis zum 6. August – ganz unbeeindruckt von jeglichen Naturkatstrophen – eine ansehnliche Sommerrallye hinlegten, kamen in der letzten Woche wie alle Weltbörsen etwas unter Druck. Die US-Berichtssaison, die positiv verlaufen war, ist beendet und jetzt dürften wieder die Makrodaten in den USA und auch in China die Entwicklung der Kurse an den Welt- und Ostbörsen beeinflussen. Hier gibt es nun deutliche Anzeichen für eine Konjunkturabschwächung in der zweiten Jahreshälfte. Die deutschen Exportunternehmen profitierten bisher von dem XXL-Aufschwung in den Emerging Markets. Viele Unternehmen erreichten schon wieder das Vor-Krisenniveau, wobei die Kurse zum großen Teil noch unter dem Vor-Krisenniveau sind. Nur die Türkei und Indonesien erreichten neue Allzeit-Hochs an den Börsen..

    Der DAX fiel am "Freitag den 13." nur moderat um 0,4% auf 6110 Indexpunkte und der Dow Jones Industrial Index um 0,16% auf 10.303 Indexpunkte. Damit bleiben die Weltbörsen nach der schönen Sommerrallye per Saldo in einer volatilen Seitwärtsbewegung. In der nächsten Woche dürften die Aktienmärkte auch an den Ostbörsen weiter kondolieren, wenn die Wall Street zur Schwäche neigen sollte, wobei es sich hier überwiegend um reine Gewinnmitnahmen im Trading-Bereich handelt.

    Nachdem die Aktienmärkte wieder nachgaben, gab es wieder eine Flucht in Anleihen und in Gold. Der Bund-Future stieg auf ein neues Allzeit-Hoch von 131,53 und der Goldpreis auf 1215 USD/Unze. Dabei gab der Euro zum Dollar wieder kräftig auf 1,2749 nach, womit sich nun wieder Dollar-Long-Positionen bis 1,25 lohnen könnten. In diesem Fall würde die Aktien – und Rohstoffmärkte, mit Ausnahme von Gold/Silber weiter konsolidieren. Auch der Ölpreis korrigierte schon wieder scharf von 82 auf 75 USD/Barrel. Insofern dürften die russischen Aktien auch in der Folgewoche etwas korrigieren, nachdem der RTS-Index schon auf 1445 Indexpunkte nachgab, was ein erstes Verkaufssignal auslöste. Dennoch haben die russischen Öl/Gasaktien bei einem Ölpreis auf diesem Niveau nach Vollendung der Korrektur noch gutes Kurspotential, zumal dort die Produktion wieder ansteigt. Insofern bieten sich demnächst wieder gute Einstiegkurse im Trading-Bereich. Der RTS-Index konnte bis 6. August immerhin um 5% seit Jahresbeginn zulegen, korrigierte nun aber im Gleichklang mit den Weltbörsen. Die Moskauer Börse bleibt volatil; sie bleibet aber auch einer meiner Top-Favoriten in der zweiten Jahreshälfte.

    Auch das Baltikum bleibt nach der Krise in 2008/9 jetzt chancenreich, wobei die Börse aus Estland vom EWU-Beitritt in 2011 schon jetzt profitierte. Nach der Börse Kiew ist die Börse OMX Tallinn einer der Top-Performer der Weltbörsen mit einem Plus von über 30% seit Jahresbeginn. Am 17. August wird auf der Hauptversammlung der deutschen Beteiligungsgesellschaft Beteiligungen im Baltikum AG (www.baltikum.de, WKN 520420) in Rostock/Warnemünde sicherlich auch das ein Thema sein, neben der angekündigten Dividende von 0,3 € pro Aktie. Die Gesellschaft konnte im letzten Jahr einen Gewinn von über 1 Mio. € erzielen und zeigt sich auch für dieses Jahr zuversichtlich. Der Aktienkurs konnte schon ansehnlich in den letzten 6 Monaten von 3,7 auf 4,2 € zulegen. Anfang 2009 befand sich die Aktie noch bei 2 €, so dass sich der Kurs schon verdoppelte.

    Verpassen Sie daher die Outperformancechancen in Osteuropa nicht und bestellen jetzt ein Probe-Abo des monatlich erscheinenden Börsenbriefes EAST STOCK TRENDS (EST) unter www.eaststock.de. Der letzte EST erschien am 9. August und gibt Ihnen Aufschluss über die brisante Markttechnik.

    Die beiden Osteuropa-Muster-Baskets des EST konnten seit März 2009 in einem Jahr im konservativen Red-Chip-Portfolio eine Performance von 171% und im spekulativen Muster-Basket sogar von 284% erzielen. Aktien wie die Holding AFK Sistema konnten sogar um über 600% zulegen und haben noch Potential. Ausgehend von den Tiefstkursen bestehen realistische 1000%-Chancen. Es gibt eine ganze Reihe von Werten in Russland mit neuen historischen Höchstkursen wie zum Bespiel die Konsumaktien X 5 Retail Group und Magnit.

    Welche Aktien aus Osteuropa jetzt im Trading-Bereich ge- oder verkauft werden sollten, können Sie auf der täglich aktualisierten Ostbörsen-Hotline 09001-8614001 (1,86 €/Min) entnehmen. Das nächste ESI-Ostbörsen-Seminar „Go East!“ wird im Herbst in Frankfurt/M stattfinden (siehe www.eaststock.de). Wenn Sie Interesse an Ostbörsen- oder Emerging Market-Seminaren in anderen Städten haben, dann melden Sie sich bitte bei der ESI GmbH (info@eaststock.de; Tel: 040/6570883).

    TV-Hinweis: Andreas Männicke wurde am 6. August 2010 in NTV/Telebörse (www.teleboerse.de) anlässlich der Waldbrände in Russland über die wirtschaftlichen Auswirkungen befragt. Sie können sich das Interview hernach unter www.eaststock.de bei der Rubrik „Interviews“ runterladen.

  • Too hot is too hot: Russland brennt – Weizenpreise explodieren!

    Samstag, 07. August 2010 00:52:00

    Manche mögen´s heiß. In Russland wünscht sich die unter Hitzewelle seit einigen Wochen leidende Bevölkerung aber nichts sehnlicher als Regen. Die größten Waldbrände in den letzten 40 Jahren bringen viele Regionen, wo jetzt der Notstand ausgerufen wird, tatsächlich in Not. Bisher gab es schon 52 Tote, 3500 abgebrannte Häuser und über 500.000 Hektar von Agrarfläche, die abgebrannt wurde. Dadurch erleidet die Landwirtschaft erhebliche Verluste in Russland. Vor allem Getreideflächen wurden in Mitleidenschaft gezogen, was den Weizenpreis schon an der LIFE in einem Monat um 44,9% und seit Jahresbeginn um 66% ansteigen ließ.

    Nachdem Putin beschloss, dass die russischen Weizenexporte ab dem 15. August bis zum 31. Dezember temporär gestoppt werden, damit der Eigenbedarf nicht gefährdet ist, schnellte der Weizenpreis am 5. August um 10% auf ein 2 ½ Jahreshoch von 230 €. Russland ist der drittgrößte Weizenexporteur der Welt. Anstelle der erwarteten 85 Mio. Tonnen könnte die Getreideproduktion in diesem Jahr aufgrund der Missernte auf 75-77 Mio. Tonnen sinken. Nach den Angaben des Landwirtschaftsministeriums waren schon bis zum 15. Juli ohne die Brände 9,6 Mio. von insgesamt 48 Mio. Hektar Saatflächen vertrocknet. Das Ministerium senkte schon Mitte Juli die Prognose für die Jahresrente von 90 auf 85 Mio. Tonnen. Jetzt wird es wohl noch weniger werden. Dennoch soll es keine Engpässe bei Brot geben. Der Eigenbedarf in Russland beträgt schon 77 Mio. Tonnen, die Weizenexport 20 Mio. Tonnen. Die Lagerbestände belaufen sich auf 24 Mio. Tonnen, was ausreichen sollte. Der weltgrößte Weizenproduzent ist China mit 112 Mio. Tonnen vor Indien und USA. Dann kommt aber schon Russland, so dass der befürchtete Ernteausfall in der Tat auch global bedeutsam ist.

    Dennoch ist fast eine Verdoppelung des Weizenpreisees seit Jahresbeginn nicht zu rechtfertigen, so dass spekulativ orientierte Finanzinvestoren auch für den starken Preisanstieg verantwortlich sind. In den nächsten Monaten könnten aber die Brot- und Milchreise stark anziehen, was wiederum die sich bis auf dem niedrigsten Stand befindende Inflation in Zukunft anheizen könnte. Davor hat auch Putin Angst und hat daher einen temporären Exportstopp für Weizen angeordnet. Von den insgesamt 220 Mio. Hektar Agrarland sind etwa 10 Mio. Hektar von den Waldbränden betroffen. Noch befinden sich aber die Lagerbestände sowohl weltweit als auch in Russland auf so hohem Niveau, dass gegenwärtig keine Nahrungsmittelkrise wie im Jahr 2007 zu befürchten ist.

    Putin entließ vor 2 Jahren 70.000 Waldhüter um zu sparen die jetzt aber dringend gebraucht werden. Über 200.000 Personen sind schon im Einsatz, um die Waldbrände zu stoppen. Putin will jedem, der von dem Waldbrand betroffen ist, eine Soforthilfe von 5000 € gewähren. Insgesamt beträgt der Hilfsfonds 5 Mrd RUB, also 126 Mio. €. Er wurde nun auf 250 Mio. € aufgestockt. Es ist aber fraglich, ob das ausreicht. Noch sind die Schäden nichtgenau bezifferbar. Es gibt nur grobe Schätzungen die von einem Schaden von 25 Mrd € ausgehen. Alleine der Ernteausfall dürfte einen Schaden von 1 Mrd. € verursachen. An der ukrainischen Grenze in der Nähe von Tschernobyl und in der Stadt Brjansk besteht die Gefahr, dass radioaktiver Boden durch die Waldbrände aufgewirbelt wird. In der 500 km östlich von Moskau gelegenen Stadt Solow wurde schon eine Atomanlage geräumt. Es wäre gefährlich, wenn die Waldbrände an große Industriekomplexe herankommen würden. Bisher wurde nur die Produktion von 89 kleineren Raffinerien temporär vorsichtshalber eingestellt.

    Bisher ist erst ein Marinekomplex mit 200 Flugzeugen in Brand geraten. Zudem wurden die fast 100.000 Mitarbeiter bei Avtovaz wegen „hitzefrei“ nach Hause geschickt. Das Arbeiten bei 40 Grad Hitze ist ohnehin sehr beschwerlich; jetzt dürfen einige Mitarbeiter bei dem Löschen der Walbrände mithelfen. Auch die Produktion beim LKW-Hersteller KAMAZ und dem VW-Werk in Kaluga wurden eingestellt bzw. gedrosselt. Der Flughafen in Moskau wurde am Freitag stundenweise wegen schlechter Sicht geschlossen. Das Auswärtige Amt sprach eine Reisewarnung nach Russland aus. Die Deutsche Botschaft in Moskau wurde vorübergehend geschlossen.

    Gezählt wurden bisher 24.000 Brände und aktuell noch 7000 Brandherde. Davon gibt es noch über 600 große Waldbrände, die nicht unter Kontrolle sind. Betroffen ist aber nur der Raum in Zentralrußland bis zur ukrainischen Grenze, nicht jedoch der Fernen Osten, so dass in Ostsibirien weiter normal geerntet werden kann. In Moskau leiden aber die über 17 Mio. Personen schon seit Wochen unter einer giftigen Dunstwolke, die auch gesundheitliche Schäden wegen der zu hohen Kohlenmonoxid-Belastung zur Folge haben könnte. In der U-Bahn ist die Luft durch den Smog so schlecht, dass es oft Erstickungsanfälle gibt. Mundschutz ist bei Apotheken ausverkauft.

    Es wäre zu begrüßen, wenn man auch die russischen Oligarchen wie die von Warren Buffet angeführten 88 amerikanischen Milliardäre motivieren könnte, die Hälfte ihres Vermögens für wohltätige Zwecke zu stiften. In den USA kommen dadurch immerhin 75 Mrd. USD zustande. Da es über 30 Milliarde allein in Moskau gibt, würde eine solche „Solidaritäts-Aktion“ den nun in Not geraten Landwirten mehr helfen als die 126 Mio. € von Putin. Dafür sind die Russen die aktivsten Aufkäufer von Londoner Immobilien, was die Immobilienpreise im Luxussegment in London stabilisiert. Wie aber bringt man den russischen Oligarchen Solidarität bei?

    Die Moskauer Börse zeigte sich bisher unbeeindruckt von den Waldbränden, da in den Indices kaum Agraraktien von Bedeutung enthalten sind. Es dominieren in Russland die großen Rohstoffkonzerne, die aber im Moment von den steigenden Ölpreisen profitieren. Erst im nächsten Jahr soll die staatliche „United Grain Company“ privatisiert und an die Börse gebracht werden. Auch soll eine neue Rohstoffbörse den Weizenhandel in Moskau ermöglichen.

    Der RTS-Index stieg auf 1521 Indexpunkte, wobei vor allem Ölaktien auf den auf 82 USD/Barrel gestiegenen Ölpreis profitierten. Damit konnte der RTS-Index seit Anfang Juli in einer „heißen Sommerrallye“ um über 15% und seit Jahresbeginn um 5% zulegen. Dabei wurde die Moskauer Börse aber auch durch die gute Stimmung an der Wall Street mit nach oben getragen, die sich auch im Juli und Anfang August kräftig von den herben Kursverlusten im Mai/Juni erholt hat. Am Freitag korrigierte der RTS wieder auf 1509 Indexpunkte.

    Es bleibt aber per Saldo eine volatile Schaukelbörse, wobei der kurzfristige Aufwärtstrend seit Anfang Juli noch intakt ist und letzte Woche sogar wichtige Chartmarken knapp nach oben überwunden haben. So stieg der DAX erstmals in diesem Jahr auf über 6340 indexpunkte auf ein neues Jahres-Hoch; der Dow Jones überwand die 10.600-, der S&P die 1120- und der NASDAQ knapp die 1900-Marke, was Kaufsignale auslöste. Allerdings ist der Chartausbruch noch nicht nachhaltig und wurde zudem mit geringen Umsätzen begleitet, so dass es sich um eine „Bullenfalle“ oder auch eine „Bärmarktrallye“ handeln kann. Das wird sich aber in den nächsten Wochen zeigen. Oft steigen die Kurse im „normalen“ Saison-Zyklus bis Mitte August, korrigieren dann aber scharf vor allem im September.

    Am Freitag dominierten wieder einmal die US-Arbeitsmarktdaten das Marktgeschehen an den Weltbörsen, so auch an den Ostbörsen, die aber schlecht ausfielen, obwohl die Arbeitslosenquote bei 9,5% verharrte. In den USA gab es im Juli 131.000 Stellen weniger, was das das zweite deutliche Minus hintereinander ist, wobei Analysten mit einem Minus von nur 65.000 Stellen gerechnet hatten. Dabei wurde der Wert von Juni auch noch von 125.000 auf nun 221.000 verlorene Stellen revidiert wurde. Auch bei den Juli-Zahlen handelt es sich nur um vorläufige Schätzungen, die im September wieder revidiert werden können. Die Zahlen sind aber ohnehin irreführend, da mit dem Auslaufen der Volkszählung 143.000 Stellen gestrichen wurden. Im privaten Bereich wurden 71.000 neue Stellen geschaffen, wobei hier 90.000 erwartet worden waren. Die neu geschaffenen Stellen im privaten Sektor im Juni wurden von 83.000 auf 31.000 revidiert. Ich kann Ihnen nur raten, dass Sie auch diesen Zahlen nicht trauen sollten wie überhaupt sehr viele US-Statistiken – insbesondre in brisanten Börsenphasen – offensichtlich geschönt werden. Da die Unternehmensdaten aber zum großen Teil positiv in der Berichtsaison ausfielen, überwiegen immer noch die positiven Momente an der Börse.

    Der DAX gab um 1,17% auf 5259 Indexpunkte, der Dow Jones Industrial Index um 0,42% auf 10.630 Indexpunkte und der NASDAQ um 0,19% auf 1901 Indexpunkte nach. Dennoch bestehen gute Chancen, dass in der nächsten Woche neue Jahreshöchstkurs erklommen werden. Der RTS- Index sank zwar um 0,53% auf 1502 Indexpunkte, da auch der Ölpreis leicht auf 81,20 USD/Barrel korrigierte. Der Euro stieg auf 1,3290 und bestätigte damit den Aufwärtstrend. Selbst Gold konnte wieder über die „magische“ 1200-Marke auf 1205 USD/Unze anziehen. Wenn der Dow Jones Industrial Index 10.700 oder der DAX 6400 Indexpunkte überwunden werden, sollten auch die Ostbörsen weiter steigen.

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    Die beiden Osteuropa-Muster-Baskets des EST konnten seit März 2009 in einem Jahr im konservativen Red-Chip-Portfolio eine Performance von 149% und im spekulativen Muster-Basket sogar von 249% erzielen. Aktien wie die Holding AFK Sistema konnten sogar um über 600% zulegen und haben noch Potential. Ausgehend von den Tiefstkursen bestehen realistische 1000%-Chancen. Es gibt eine ganze Reihe von Werten in Russland mit neuen historischen Höchstkursen wie zum Bespiel die Konsumaktien X 5 Retail Group und Magnit.

    Welche Aktien aus Osteuropa jetzt im Trading-Bereich ge- oder verkauft werden sollten, können Sie auf der täglich aktualisierten Ostbörsen-Hotline 09001-8614001 (1,86 €/Min) entnehmen. Das nächste ESI-Ostbörsen-Seminar „Go East!“ wird im Herbst in Frankfurt/M stattfinden (siehe www.eaststock.de). Wenn Sie Interesse an Ostbörsen- oder Emerging Market-Seminaren in anderen Städten haben, dann melden Sie sich bitte bei der ESI GmbH (info@eaststock.de; Tel: 040/6570883).

    TV-Hinweis: Andreas Männicke wurde am 6. August 2010 in NTV/Telebörse (www.teleboerse.de) anlässlich der Waldbrände in Russland über die wirtschaftlichen Auswirkungen befragt. Sie können sich das Interview hernach unter www.eaststock.de bei der Rubrik „Interviews“ runterladen.

  • Decoupling or not?

    Samstag, 31. Juli 2010 15:03:00

    Die Berichtssaison lieferte bisher überwiegend positive Überraschungen. Nachdem schon in den USA fast 80 % aller Quartalsergebnisse besser als die Konsensschätzungen ausfielen, konnten nun auch die meisten deutschen Großkonzerne überzeugen. Wichtig sind aber nicht nur die Quartalsergebnisse, sondern auch der Ausblick bis Jahresende. Hier tat sich in der letzten Woche wiederum der Chemiekonzern Merck positiv hervor. Die Folge war ein Kursprung um 5%. Aber auch BASF zeigte die Ertragsstärke mit einem Mrd-Gewinn.

    Daimler trotz geradezu vor Ertragskraft und auch vor Zuversicht. Daimler erwartet bis Jahresende einen Gewinn von 6 Mrd €. Aber auch VW macht große Fortschritte, Toyota als weltgrößten Automobilkonzern den Rang abzulaufen. Über 2 Mrd. Nettogewinn begeisterte auch die Anleger und Analysten. ExxonMobil schaffte sogar einen Quartalsgewinn von 7,5 Mrd. USD bei Umsätzen von 92 Mrd. USD, während BP einen Rekordverlust von 17 Mrd. USD wegen der Ölkatastrophe am Golf von Mexiko hinnehmen musste. Dagegen gibt es bei Stahlkonzernen eher Moll-Töne.

    In den USA verlangsamte sich das BSP Wachstum im 2. Quartal von 3,7 auf 2,4%, was Zweifel aufkommen lässt, wie nachhaltig das Wachstum im zweiten Halbjahr sein wird. Während der IWF die meisten BSP-Prognosen nach oben korrigiert, ist sich der FED-Chef Bernnake unsicher über die Zukunft der USA. Auf der anderen Seite boomen die Märkte vor allem in Asien, wovon wiederum auch die deutsche Exportwirtschaft am meisten profitierte. Die großen Hoffnungen der Weltwirtschaft beruhen auf den großen Emerging Markets, was schon einen Paradigmawechsel andeutet. Auch für Brasilien wird jetzt wieder ein dynamisches Wachstum von 7% ebenso wie in Indien von 9% erwartet. Es gibt aber auch Befürchtungen, dass sich das Wachstum in China von bisher über 10% im zweiten Halbjahr merklich verlangsamen könnte, worunter wiederum auch die global aktiven Stahlkonzerne wie MittalAccelor leiden würden, die schon einen wenig verheißungsvollen Ausblick gaben.

    Es stellt sich auch die Frage, ob der permanente Blick auf die Wall Street als Leitbörse noch gerechtfertigt ist. Wenn die Wall Street hustet bekommt, auch Europa ein Erkältung. Es ist aber offensichtlich, dass die deutsche Wirtschaft besser läuft als die amerikanische, wobei das Wachstum überwiegend auf den robusten Export beruht. An den guten Exportergebnissen ist wiederum Asien als Wachstumsmotor für die Weltwirtschaft ausschlaggebend, während die Binnenkonjunktur auch in Deutschland eher stagniert. Die Länder in Zentralosteuropa sind wiederum vom Wachstum in Europa abhängig. In Europa gibt es ein Wachstum von etwa 2%, in Deutschland von 1,5 bis 2%. In Südeuropa und auch in Südosteuropa gibt es aber noch eine Rezession. Durch Südeuropa schneidet der EuroStoxx auch wesentlich schlechter ab als der DAX und der DAX wiederum besser als der Dow Jones Industrial Index. Das sind schon gewisse Wegweisungen - auch für die Zukunft.

    Einige Indices wie die von der Türkei, Indien und Indonesien entwickeln sich wiederum wesentlich dynamischer nach oben und erreichten zum Teil schon neue Allzeit-Hochs. Auch in Russland gibt es schon eine Reihe von Aktien, die neue Allzeit-Hoch erreicht haben. Sie werden regelmäßig im Börsenbrief EAST STOCK TRENDS analysiert und kommentiert. Der russische Softwareentwickler IBS Group konnte den Kurs sogar bereits von 1 auf 14 ausgehend vom Tief in 2008 vervierzehnfachen (!). Der IBS-Kurs stieg seit Juni um über 30%. In Russland soll nun sogar mit amerikanischer Hilfe ein neues Silicon Valley 100 km vor den Toren Moskau entstehen. Die Tore Moskaus verschwinden indessen in einer weißen Rauch-Wolke wegen einiger Torfbrände vor den Toren Moskaus. Die Russen leiden immer noch unter einer außergewöhnlichen Hitzewelle von 38 Grad, was den Alkoholkonsum eher fördert. Gut für Bierbrauer in Russland!

    Die am besten performenden Börsen der Welt kommen mit einem Plus von jeweils über 30% aber aus dem Baltikum (Estland) und der Ukraine, wobei die Märkte zuletzt dort auch seitwärst tendieren. Per Saldo bewegen sich die großen Kapitalmärkte aber in diesem Jahr volatil seitwärts, was ich auch schon letztes Jahr angekündigt habe.

    In den letzten 2 Wochen gab es aber an fast allen Weltbörsen eine kleine Sommerrallye, die sowohl den DAX als auch den Dow Jones Industrial Index an die Jahreshöchstkurse heranführte. Dies birgt nun die Hoffnung, dass die globalen Aktienmärte in den nächsten Wochen nach oben ausbrechen und damit neue Jahreshöchstkurse markieren können. So bestehen beim Dow Jones gute Chance für eine Aufwärtsbewegung, wenn der Dow Jones über 10.600 oder der S&P-Index über 1120 Indexpunkte ausbrechen sollten. Bei DAX sind 6250 und hernach 6340 Indexpunkte die entscheidenden Marken, die überwunden werden müssen, dann wäre der Weg Richtung 7000 Indexpunkten frei. Bisher scheiterten die jeweiligen Indices aber in der letzten Woche trotz guter Unternehmensergebnisse an den entscheidenden Chartmarken und legten wieder den Rückwärtsgang ein.

    Auch der russische Aktienmarkt konnte sich in den letzten 2 Wochen kräftig erholen. Der RTS gab allerdings am Freitag um 1,59% nach und schloss bei 1459 Indexpunkten, wobei sich der Ölpreis bei 78 USD/Barrel stabilisieren konnte. Der Goldpreis stabilisierte sich bei 1181 USD/Unze; er damit hat aber den mittelfristigen Aufwärtstrend verlassen und könnte bei unter1150 USD/Unze weiter noch unten korrigieren, insbesondere, wenn der Dollar weiter schwächer werden sollte. Der Euro machte den von mir im EAST STOCK TRENDS und beim Ostbörsen-Seminar im Mai angekündigten Short-Squeeze von 1,19 auf 1,30 EUR/USD den damals keiner für möglich hielt.

    Ich bleibe dabei: Je schwächer der Dollar, desto stärker die Aktien- und Rohstoffmärkte – und umgekehrt. So konnte sich Kupfer auch schon wieder von 6500 auf 7200 USD/Tonne deutlich erholen. Wenn sich Kupfer erholt, steigen auch wieder die Kurse in China, die bis Juni enttäuschten und das Schlusslicht der Weltbörsen trotz boomender Konjunktur bildete. Jetzt konnten sich aber auch wieder chinesische Aktien deutlich erholen, wobei einige chinesische Solarwerte wie Yingli und Suntech Power trotz starkem Wachstums zuletzt enttäuschten, während deutsche und amerikanische Solarwerte durch gute Daten Rückenwind bekommen. Dennoch wird es im nächsten Jahr einen Wachstumsboom bei chinesischen Solarwerten geben, die wesentlich preiswerter produzieren können.

    Der DAX schloss mit 6147 Indexpunkten ebenso wie der Dow Jones mit 10.465 Indexpunkten auf dem Niveau des Vortages. Es bleibt abzuwarten, ob beide Indices die Kraft in der nächsten Woche haben, nach der langen Seitwärtsbewegung nach oben auszubrechen. Der DAX sieht von der Markttechnik weiterhin besser aus, da in den letzten Monaten jeweils steigende Tiefstkurse zu verzeichnen waren, während der Dow Jones und auch der S&P-Index im Juni noch eine neuen Jahrestiefstkurs markierten. Dies sind schon die ersten zaghaften Zeichen für eine Abkopplungstendenz.

    Auch die US-Rating-Agenturen werden weiterhin die Aktienmärkte beeinflussen. Zuletzt drohte Moodys Ungarn mit einer Herabstufung des „Baa1“, wenn die Haushaltskonsolidierung nicht vorankommt. Die Einführung einer Bankensteuer wird vom IWF wegen einer möglichen Kreditklemme nicht befürwortet, weswegen die Verhandlungen mit dem IWF abgebrochen wurden. Ich habe in NTV/Telebörse am 27. Juli zu dem „Sommertheater“ und den Chancen der Budapester Börse Stellung genommen, was sie sich unter www.eaststock.de anschauen können. Zuweilen beeinflussen auch solche Rating-Meldungen die Aktienkurse an der Wall Street und dann auch an den Weltbörsen durch die bekannten Dominoeffekte. Das Refinanzierungsproblem von zu hoch verschuldeten bzw. liquiditätsarmen Banken wird uns auch nach dem Stresstest weiterhin beschäftigen wie auch das Refinanzierungsproblem von überschuldeten Staaten. Immerhin müssen Banken im nächsten Jahr 30 Billionen € refinanzieren, was nur zu relativ hohen Zinsen im Moment gelingt.

    Auch ist noch nicht ganz klar, wie teuer nun Basel III für die Banken wird, obwohl JPMorgan eine Entwarnung für amerikanische Banken gegeben hat. Den guten Bankenbilanzen und auch dem positiv ausgefallen Stresstest traue ich noch nicht ganz, obwohl das Vertrauen in den Finanzsektor sehr wichtig für die weitere Zukunft an den Weltbörsen und die Risikobereitschaft der Anleger ist. Hierin liegen auch die Gefahren für die nächste Hiobsbotschaft trotz der guten Unternehmensergebnisse der jüngsten Vergangenheit. Insofern könnte es auch bei einer Schaukelbörse je nach den nächsten Konjunkturdaten und der nächsten „Ratingnews“ vorerst bleiben. Falls aber keine „bad news“ aus dem Finanzsektor bzw. an der Verschuldungsfront von den Rating-Agenturen kommen - Achtung: Kalifornien will schon wieder Schuldscheine als Zahlmittel für Staatsbedienstete herausgeben und ist ebenso wie viele Kommunen und den USA fast Pleite -, könnte der Chartausbruch nach oben in den nächsten Wochen gelingen.

    Die Weltbörsen werden sich auch in Zukunft nicht den Entwicklungen an der Wall Street entziehen können, da das amerikanische Risiko-Kapital über London auch die Europabörsen bestimmt. Relativ unabhängige Entwicklungen von der Wall Street wird es aber weiterhin dort geben, wo nicht das Mainstream-Kapital hinfließt wie nach in Afrika und einigen GUS-Republiken. Die Moskauer Börse könnte sich nur dann von der Wall Street abkoppeln, wenn der Ölpreis die Chartmarke von 80 USD/Barrel nachhaltig überschreitet. Dafür sorgen könnte wiederum die USA mit der Hurrikan-Saison oder mit Säbelgerassel mit Iran oder Nordkorea, denn die USA stehen mit dem Rücken zur Wand.

    Ich frage mich schon zwar lange, ob der permanente Blick auf die Wall Street gerechtfertigt ist. Vergessen Sie aber in jedem Fall nicht, den Blick auf die Börsen in Osteuropa zu richten. Verpassen Sie daher die Outperformancechancen in Osteuropa nicht und bestellen jetzt ein Probe-Abo des monatlich erscheinenden Börsenbriefes EAST STOCK TRENDS (EST) unter www.eaststock.de.

    Die beiden Osteuropa-Muster-Baskets des EST konnten seit März 2009 in einem Jahr im konservativen Red-Chip-Portfolio eine Performance von 149% und im spekulativen Muster-Basket sogar von 249% erzielen. Aktien wie die Holding AFK Sistema konnten sogar um über 600% zulegen und haben noch Potential. Ausgehend von den Tiefstkursen bestehen realistische 1000%-Chancen. Es gibt eine ganze Reihe von Werten in Russland mit neuen historischen Höchstkursen wie zum Bespiel die Konsumaktien X 5 Retail Group und Magnit.

    Welche Aktien aus Osteuropa jetzt im Trading-Bereich ge- oder verkauft werden sollten, können Sie auf der täglich aktualisierten Ostbörsen-Hotline 09001-8614001 (1,86 €/Min) entnehmen. Das nächste ESI-Ostbörsen-Seminar „Go East!“ wird im Herbst in Frankfurt/M stattfinden (siehe www.eaststock.de). Wenn Sie Interesse an Ostbörsen- oder Emerging Market-Seminaren in anderen Städten haben, dann melden Sie sich bitte bei der ESI GmbH (info@eaststock.de; Tel: 040/6570883).

    TV-Hinweis: Andreas Männicke wurde am 27. Juli 2010 in NTV/Telebörse (www.teleboerse.de) anlässlich des Abbruchs der IWF-Verhandlungen über die Aussichten der Budapester Börse befragt. Sie können sich das Interview unter www.eaststock.de bei der Rubrik „Interviews“ runterladen.

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06.09.2010, 10:15
NTV/Telebörse: Litauen vor dem Turnaround

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