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Interview-Hinweise:

Andreas Männicke hat ein Interview am 23. Dezember 2011 über die dt-russichen Wirtschaftsbeziehungen und am 28. Dezember über die Aussichten der Moskauer Börse für die Deutsche Welle (Russland) gegeben. Die Interviews sind auf russisch. Sie können sich die Interviews jetzt unter www.eaststock.de, dort unter der Rubrik "Interviews" runterladen,

Andreas Männicke wurde am 21. Dezember 2011 um 13.15 in NTV/Telebörse(www.teleboerse.de) von Annette Eimermacher über die Investmentchancen in Russland im nächsten Jahr befragt. Sie können das Interview jetzt unter www.eaststock.de, dort unter "Interview" abrufen.

Andreas Männicke wurde am 23. November 2011 im DAF von Dr. Bernhard Jünemann gefragt, ob die Euro-Verschuldungs-Krise auch auf Osteuropa überschwappen könnte. Männicke machte dabei einen überraschenden Lösungsvorschlag: Der Euro sollte mit dem Rubel mergen!

Andreas Männicke wurde am 1. November 2011 vom Börsen Radio Network über den Einfluss der Europa-Politik auf die osteuropäischen Aktienmärkte befragt. Im Teil 2 des Interviews analysiert er die osteuropäishcen Märkte differenziert vor den Hintergrund der aktuellen EU-Entscheidungen.

Andreas Männicke wurde am 29. September 2011 von Brigitte Bauer im DAF (www.anleger-fernsehen.de) über die Chancen des russischen Aktienmarktes nach den Panikverkäufen im August/September befragt. Dabei wurden auch einige chancenreiche russische Aktien besprochen.

Andreas Männicke wurde am 27. September 2011 von der Deutschen Welle über die Auswirkungen der neuen Kandidatur von Putin als Präsidenten für die Börse und Wirtschaft befragt (auf russisch).

Andreas Männicke wurde am 26. September 2011 auch von der Deutsche Welle über die Hintergründe der starken Rubelabwertung im September 2011 befragt und auch wie es mit dem Rubel weitergehen wird (auf russisch).

Andreas Männicke wurde in NTV/Telebörse (www.teleboerse.de) am 26. September über die Rochade Putin/Medwedew befragt.

Andreas Männicke wurde am 26. September 2011 in NTV/Telebörse (www.teleboerse.de) über die russische Rochade Putin/Medwedew und die Aussichten der Moskauer Börse nach den Panikverkäufen befragt.

Die neuen Interviews sind jetzt abrufbar unter www.eaststock.de, dort unter Interviews.

Sie können sich die TV- und Radio-Interview, falls Sie sie verpasst haben sollten, jetzt unter www.eaststock.de bei der Rubrik "Interviews" runterladen.

Verpassen Sie die Outperformancechancen in Osteuropa nicht und bestellen Sie jetzt den Börsenbrief EAST STOCK TRENDS unter www.eaststock.de. Ein Probe-Abo (3 Ausgaben kosten nur 15 €). Die beiden Muster-Depots erzielten seit Februar 2009 eine Performance von über 200% (konservativer Osteuropa-Basket) bzw über 300% (spekulativer Osteuropa-Basket).

IZudem können Sie sich alle bisherigen TV-Inteviews von Andreas Männicke in diesem Jahr runterladen unter den Links der Rubrik "Interviews".

  • The first cut is the deepest

    Samstag, 21. Januar 2012 13:50:00

    „The first cut is the deepest“ war ein Hit von Cat Stevens aus dem Jahre 1967, den der Sänger Rod Stewart berühmt gemacht hat. Im übertragenen Sinne könnte dieses Lied jetzt auch für Griechenland und seien Gläubiger zutreffen. Es wird und muss einen tiefen Schuldenschnitt, neudeutsch haircut, geben, den viele Gläubiger verletzten wird. Verletzt werden dabei nach Ansicht von Hedgefonds-Managern sogar die Menschenrechte auf Gewinn und Rendite. Das ist zwar grotesk, soll aber tatsächlich vor dem europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ausgefochten werden. In Europa fallen Eigentumsrechte unter die Rubrik der Menschenrechte. Auch Banken und Versicherungen zieren noch sich, dem Schuldenschnitt vo...

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  • Rating-Keule verunsichert Anleger

    Samstag, 14. Januar 2012 12:22:00

    Ausgerechnet am „Freitag den 13.“ schlug die Rating-Agentur S&P wieder mit seiner Rating-Keule zu. 9 europäische Länder wurden herabgestuft. Ganz überraschend kam dies nicht, weil diese möglichen Herabstufungen schon im Dezember letzten Jahres angekündigt wurden. Da die Wall Street am Montag geschlossen ist, dürfte die Reaktion nicht allzu stark ausfallen. Deutschland wurde bei den Herabstufungen verschont, was Finanzminister Schäuble mit Erleichterung begrüßte. Der Bund-Future erreichte letzte Woche sogar ein neues Allzeit-Hoch von fast 140. Damit bewegen sich die Bundesanleihen auf einem neuen Rekord-Zinstief.
    Der weltgrößte Ratingagentur S&P hatte schon im Dezember angekündigt, dass 15 europäische Länder unter der verschärften Beobachtung seien. Die Top-Bonität „AAA“ haben jetzt nur noch 13 Länder auf der Welt, darunter neben Deutschland auch Niederlande, Finnland und Luxemburg. Für dänische Anleihen gibt es jetzt sogar Negativzinsen, das heißt der Anleger muss drauf zahlen, wenn er Dänemark sein Geld anvertraut. Sowas gab es früher schon in der Schweiz und in Japan.
    Im Grundsatz gibt es jetzt bei vielen Ländern, so auch bei Bundesanleihen, negative Realzinsen. Der Anleger verliert also real (inflationsbereinigt) Geld, der jetzt Bundesanleihen kauft, da die Inflation höher ist als die Verzinsung. Wie lange dies Versicherungen und Pensionskassen noch mitmachen können, ist fraglich. Im Grundsatz spricht dies für eine Renaissance der ertragsstarken Qualitätsaktien mit einer Dividendenrendite von über 5%, von denen es jetzt einige gibt.
    Die Commerzbank will mit Hilfe der Allianz, aber ohne Staatshilfe die Kapitalerhöhung von 5 Mrd bewerkstelligen, was der Aktien zu einem Kurssprung letzte Woche verhalf. Ob es auch nach den neuen Rating-Abstufungen von Länder-Anleihen gelingt, muss abgewartet werden.
    Deutschland behielt zwar die Bestnote; allerdings wurde Frankreich "entadelt" und von AAA auf AA+ herabgestuft, woraufhin Sarkozy gleich eine Krisensitzung in Paris einberief. S&P hatte am Freitagabend auch Italien, Spanien, Portugal, die Slowakei, Slowenien, Malta und Zypern herabgestuft, neben Frankreich verlor auch Österreich die Spitzennote "AAA". Für weitere 14 Länder blieb der ausblich „negativ“ aufgrund der unzureichenden Maßnahmen der Politiker, so dass es zu weiteren Herabstufungen noch kommen kann. Damit wird in Zukunft die Refinanzierung von Anleihen schwieriger und teurer für viele Euro-Länder. Es ist jetzt die Frage, wie sich dies auf die Bonität des geplanten Euro-Rettungsschirms EFSF auswirken wird. Noch spielt die EZB die Feuerwehr. Die Banken haben sich schon 500 Mrd € bei der EZB fast zu Null Prozent geliehen.
    Da schon im Tagesverlauf Gerüchte über eine Herabstufung durchsickerten, die erst am Freitagabend erfolgte, fiel der X-DAX um 1,23% auf 6135 Indexpunkte, der Dow Jones aber nur um 0,39% auf 12.422 Indexpunkte, nachdem er anfangs intraday die 12.350-Marke getestet hatte. In den letzten Handelsstunden holte der Dow Jones aber wieder auf, was ein gutes Zeichen ist, und der S&P-Index fiel auch nur um 0,37% auf 1291 Indexpunkte. Insofern dürfte die Reaktion auch in der nächsten Woche nicht allzu stark ausfallen.
    Fast alle Weltbörsen hatten einen guten Börsenstart, was Hoffnung macht und ein gutes Omen ist. Wichtig war, das die italienischen und spanischen Anleine am 12. Januar zu wesentlich niedrigen Zinsen als noch im Dezember problemlos platziert werden konnten, was die Jahresanfangsrallye unterstützte. Dies war erst der Auftakt der Anleiheemission, die im ersten Quartal ein Volumen von 500 Mrd. € alleine im Euroraum hat. Wie die nächsten Anleihenplatzierung ausfallen werden und vor allem wie der Schuldenschnitt in Griechenland in der Praxis umgesetzt wird, wo sich die Banken und Versicherungen noch nicht ganz einig sind, wird die Anleger und Analysten ebenso beschäftigen wie die jetzt gerade gestartet Berichtssaison, wobei JP Morgan recht zufriedenstellende Ergebnisse lieferte.
    Zudem eskalierte auch noch nicht der Iran-Konflikt, wobei der Ölpreis in den letzten 10 Handelstagen schon kräftig anstieg. Davon profitierten wiederum die russischen Ölaktien wie LUKoil und Rosneft. Die Kurse stiegen schon über 10%, wobei wie so oft „zwischen den Jahren“ der beste Einstiegpunkt war. Rosneft avancierte schon im letzten Jahr zum größten Ölproduzenten der Welt noch vor ExxonMobil. Die Nummer 3 der Welt bleibt LUKoil. Gazprom unterzeichnet eine strategische Partnerschaft mit Siemens. Gazprom will auch Kraftwerke in Bayern (mit)bauen.
    Der russische Aktienmarkt ist mit einem KGV von 5-6 der am niedrigsten bewertete Aktienmarkt der Welt. Ich rechne auch in Zukunft mit guten Trading-Chancen an den Ostbörsen, die im letzten Jahr enttäuschten. Aufgrund der hohen Volatilität ist das Timing aber sehr wichtig.
    Wie Sie sich jetzt konkret verhalten sollen und auch welche Aktien in Osteuropa aussichtsreich sind, können Sie nachlesen, wenn Sie jetzt ein Probe Abo- des monatlich erscheinenden Börsenbriefes EAST STOCK TRNDS (3 Ausgaben per e-mail für nur 15 €) unter www.eaststock.de bestellen. Der nächste EST erscheint nächste Woche mit allen aktuellen News zu den Welt- und Ostbörsen. Dort können Sie auch einen ausführlichen Rück- und Ausblick nachlesen mit konkreten Empfehlungen.
    Da die Märkte sehr volatil sind, sollten Sie im Moment mehr trading-orientiert agieren. Welche Aktien Sie jetzt kaufen oder verkaufen sollten, können Sie der täglich aktualisierten Ostbörsen-Hotline 09001-8614001 (1,86 €/Min) entnehmen. Verpassen Sie jetzt die guten Trading-Chancen nicht!
    TV+Radio-Hinweise: Andreas Männicke wurde am 23. Und 28. November 2011 von der Deutsche Welle und am 21. Dezember 2011 in NTV/Telebörse über die Investmentchancen in Russland im nächsten Jahr befragt. Sie können die Interviews jetzt unter www.eaststock.de, dort unter der Rubrik „Interviews“ runterladen. Aktuelle Markteinschätzen erhalten sie täglich auf der Ostbörsen-Hotline unter Tel 09001-8614001(1,86 €/Min) und im monatlich erscheinenden Börsenbrief EAST STOCK TRENDS (Probe-Abo: 3 Ausgaben für nur 15 €; bestellen Sie jetzt unter www.eaststock.de). Die kostenlosen Kolumnen von Andreas Männicke erhalten Sie unter www.andreas-maennicke.de
    Eine wesentlich ausführlichere Analyse der Welt- und Ostbörsen können Sie sich runterladen, wenn Sie jetzt den kostenlosen Newsletter von Andreas Männicke unter www.andreas-maennicke.de bestellen. Dort gibt es auch ein Archiv von allen vorherigen Kolumnen, die abrufbar sind. Nutzen Sie diese kostenlosen Infos jetzt!

  • Die guten Vorsätze für 2012

    Freitag, 30. Dezember 2011 12:52:00

    Es wäre doch alles so einfach,

    wenn Kinder sich an Regeln halten,

    wenn Jugendliche sich an Regeln halten,

    wenn Erwachsene sich an Regeln halten,

    wenn insbesondere auch die Finanzminister die Stabilitätskriterien (=Regeln) einhalten und sich die Länder nicht übermaßen verschulden würden,

    wenn Politiker nicht nur gut geschulte Schauspieler mit Machtinteressen, sondern dem Volk dienende glaubwürdige und vertrauensvolle Volksvertreter wären,

    wenn Banken ihre Risiken richtig einschätzen können und nur das machen, was sie auch verstehen,

    wenn Banken weniger Derivate (Massenvernichtungswaffen“) „verkaufen“ und sich mehr um das Kreditgeschäft kümmern würden,

    wenn Banken nicht so viel hebeln und ihr Eigenkapital ohne Druck von außen erhöhen,

    wenn systemische Banken aufgrund ihrer aufgeblähten Bilanzsummen und Größe nicht ganze Volkswirtschaften zerstören könnten,

    wenn Top-Manager und Vorstände in erster Linie Arbeitsplätze schaffen und Ihre Mitarbeiter motivieren als an ihre Boni zu denken,

    wenn es mehr vertrauens- und glaubwürdige Hamburger Kaufleute auf der Welt (vor allem in der Finanzwelt) gäbe,

    wenn es das Fach Wirtschaftsethik in der Schule und an Universitäten als Pflichtfach gäbe,

    wenn man den fleißigen Arbeiter mehr Ruhepausen und Vermögen gönnt und zuteilt,

    wenn Kooperation einen höheren Stellenwert hat als Konkurrenz,

    wenn es eine gelebte und nicht gelenkte Demokratie gäbe,

    wenn Bürger ihre demokratischen Rechte wahrnehmen und mitdenken,

    wenn es mehr Solidarität und Menschlichkeit auch im Kapitalismus gäbe,

    wenn es mehr mitdenkende und aktive Aktionäre gäbe,

    wenn Anleger weniger auf Rating-Agenturen hören, sondern mehr die Unternehmenserfolge honorieren und wieder aktiver sein würden,

    wenn es einen Weg für eine solidarische Marktwirtschaft geben würde und dieser auch beschritten wird,

    sprich: wenn es mehr Solidarität zwischen Ost- und Westdeutschland gäbe,

    wenn es mehr Solidarität in der EU gäbe,

    wenn es mehr Solidarität auf der Welt gäbe,

    wenn es mehr gegenseitige Unterstützung zwischen jungen und alten Menschen gäbe,

    wenn es keine Zwangsverwaltungswirtschaften, sondern freiheitliche Systeme, aber mit klaren Regeln, die auch eingehalten werden, gäbe

    wenn der Egoismus und die Gier Grenzen hätten und die vertrauensvolle Zusammenarbeit grenzenlos wäre,

    wenn Kanada, China, Großbritannien und die USA begreifen, dass die Priorität des homo oecomomicus die Welt ruiniert,

    wenn die USA (und andere Länder) nicht so viele unsinnige Kriege führen und neue planen (der nächste im Iran?),

    wenn es mehr nachhaltige Konzepte und Geschäftsmodelle gäbe,

    wenn es Respekt zu Andersdenkenden und mehr Toleranz unter den Religionen gäbe,

    wenn Integration kein Fremdwort ist,

    wenn es keinen Platz für Fanatismus und Fatalismus gäbe,

    wenn der „arabische Frühling“ als Chance für einen Neubeginn verstanden wird und nicht im Chaos endet,

    wenn Diktaturen und totalitäre Systeme kollabieren und sich geschlossene Volkswirtschaften öffnen,

    wenn Innovationen nicht zur Vereinsamung führen,

    wenn das gesellschaftlicher Miteinander mehr gefördert wird als das Klassendenken,

    wenn die Jugend und die Senioren eine Chance auf Arbeit bekommen,

    wenn geben seliger als nehmen ist und dies auch praktiziert wird,

    wenn es mehr Humor, Freude und Freundlichkeit als burnouts in der Wirtschaft (und im Sport) gäbe,

    wenn es mehr Menschlichkeit, Vertrauen, Gelassenheit, Entspanntheit, Respekt, Harmonie und Liebe unter den Menschen gäbe,

    und wenn es das Wörtchen wenn nicht gäbe.

    Wir haben viel zu tun: packen wir es gemeinsam an in 2012! Nichts ist unmöglich – auch nicht in 2012.

    TV+Radio-Hinweise: Andreas Männicke wurde am 23. Und 28. November 2011 von der Deutsche Welle und am 21. Dezember 2011 in NTV/Telebörse über die Investmentchancen in Russland im nächsten Jahr befragt. Sie können die Interviews jetzt unter www.eaststock.de, dort unter der Rubrik „Interviews“ runterladen. Aktuelle Markteinschätzen erhalten sie täglich auf der Ostbörsen-Hotline unter Tel 09001-8614001(1,86 €/Min) und im monatlich erscheinenden Börsenbrief EAST STOCK TRENDS (Probe-Abo: 3 Ausgaben für nur 15 €; bestellen Sie jetzt unter www.eaststock.de).

    Ich bedanke mich hiermit ausdrücklich für die Zeit, die Sie meinen Kolumnen in 2011 aufgewendet haben, denn Zeit ist das kostbarste Gut auf dieser Erde. Wenn Sie mir das schenken, fühle ich mich geehrt und zugleich verpflichtet.

    Ich hoffe, dass auch für Sie einige neue Denkanstöße und Orientierungshilfen in diesem turbulenten, abwechslungsreichen Jahr der „Multi black swans“ dabei waren. Schreiben Sie mir auch gerne Ihre Eindrücke und wie Sie die Welt verbessern wollen, aber auch wie Sie das nächste Jahr einschätzen. Was sind Ihre guten Vorsätze für 2012 (außer abnehmen, gesünder zu leben, mehr in der Natur sein und mehr Zeit für Freunde und Familie zu haben, denn das wollen wir alle). Die Börsianer und Banker müssen erkennen lernen, was wahre, nachhaltige Werte sind und was nicht. Das System stand 2011 auf der Kippe.

    In arabischen Ländern wurde das Unmögliche möglich gemacht. Die Welt ist im Wandel und sie scheint sich schneller zu drehen als je zuvor. Neue Herausforderungen stehen uns unmittelbar bevor wie der Iran- und Nordkorea-Konflikt mit sprichwörtlich atomarer Sprengkraft für die Weltwirtschaft.

    Ich verspreche Ihnen schon jetzt, dass das nächste Jahr genauso spannend und voller neuer Herausforderungen für die Menschheit und die Weltbörsen sein wird wie in 2011, denn auch in 2012 wird Wirtschaftsgeschichte geschrieben.

  • Herrscht bei Ihnen auch Anlagenotstand oder sogar die Krise (in der Kasse)?

    Donnerstag, 22. Dezember 2011 15:18:00

    Ich gehe davon aus, dass auch die nächsten beiden Jahren sehr turbulent und volatil bleiben werden. Es wird immer weniger „sichere Häfen“ geben. Auch Gold/Silber und Bundesanleihen sowie US-Anleihen stehen in den nächsten beiden Jahren auf dem Prüfstand und auch hier kann es zu hohen Verlusten kommen. Beim Silberpreis kam es in diesem Jahr in zwei Schüben schon zu erheblichen Korrekturen, wo so mancher Privatanleger, der erst dieses Jahr diesen angeblichen „sicheren Hafen“ entdeckt hatte, auf dem falschen Fuß erwischt wurde.

    Fast alle Aktienmärkte mit Ausnahme der Wall Street liegen in diesem Jahr tief im Minus und wahrscheinlich auch Ihr Aktien-Depot. Auch die sonst fast obligatorischen Jahresend- und /oder Jahresanfangsrallye ist keinesfalls sicher. Ich befürchte sogar eher weiter fallende Kurse bis Februar nächsten Jahres ähnlich wie in 2009. Zunächst werden die Aktienmärkte allerdings volatil seitwärts tendieren. Die wichtigen Chartmarken, die Sie jetzt beachten müssen, werden Ihnen regelmäßig im monatlich erscheinenden Börsenbrief EAST STOCK TRENDS (bestellbar unter www.eastsstock.de) mitgeteilt, was für Sie auch von Bedeutung ist, wenn Sie nicht in Osteuropa investieren wollen. Es ist für Sie wichtig, dass Sie diese Trends rechtzeitig erkennen.

    Sie sollten in Zukunft nicht nur passiv meine Kolumnen (kostenlos) lesen, sondern aktiv handeln und interaktiv (auch mit mir und meinem Team) kommunizieren, um nicht den Überblick zu verlieren. Sie brauchen nicht wie der Bundespräsident als höchste moralische Instanz in diesem Lande (??) päpstlicher zu sein als der Papst, aber ein Blick in den eigenen Spiegel ist manchmal sinnvoller und auch für Sie förderlicher als in Stammtischgesprächen als Ablenkungsmanöver immer auf die Fehler anderer aufmerksam zu machen.

    Die Lage ist nach wie vor sehr ernst. Möglicherweise stehen wir sogar vor einem Paradigmawechsel in der Finanzwelt, was ich sogar begrüßen würde. Das Finanzkapital hat sich eindeutig vom Realkapital abgekoppelt und spielt eigene „Spiele“, wo es nur wenige Gewinner und viele Verlierer geben wird. Die 500 Mrd. Liquiditätsspritze der EZB zeigt nur, wie brisant die Situation ist. Achtung: das System kann sehr schnell kippen, wenn systemische Banken real in Not geraten.

    Bei einem Bankenrun helfen alle Stresstests nichts und dann haben wir auch schnell Massenarbeitslosigkeit. Das wollen die Politiker jetzt mit allen Mitteln vermeiden. Dabei haben sie zum großen Teil selber mit schuld, dass es so weit gekommen ist, denn die Banken sollen schließlich die maroden Staatsanleihen aufkaufen, auch wenn sie es nicht wollen. Die jetzt eingebauten Schuldenbremsen kommen zu spät und auch die Einsicht, dass so etwas in der Verfassung notwendig ist, denn der Schlendrian der Politiker ist zu groß und wir Bürger dulden das auch noch über Jahrzehnte hinweg. Ich habe das schon lange gefordert, was jetzt allmählich bei Banken und Staatsfinanzen umgesetzt werden soll, aber auf mich hört ja keiner. Das schlimme ist, das der längst notwendige Sparkurs in rezessiven Phasen kontraproduktiv ist und zum Systemschock führen kann. Es gibt keinen Königsweg und kein Patenrezept, es gibt nur das Prinzip Hoffnung und damit das Spiel mit der Zeit.

    In Lettland reichte jüngst ein Twittergerücht aus, dass die Swedbank kurz vor der Pleite stünde, um einen Bankenrun auszulösen. Zuvor ging in der Tat die drittgrößte Bank in Litauen Pleite. Lesen Sie die Hintergründe jetzt im neuen EAST STOCK TRENDS, Probe-Abo für 3 Ausgaben nur für 15 € unter www.eaststock.de. Ein Bankenrund ist ein Ansturm auf die Banken, wenn die Kunden alle Gelder abheben wollen und der Geldautomat aber kein Geld mehr raus gibt. Ein Bankenrun über einen längeren Zeitraum ist das schlimmste, was man sich in einer kapitalistischen Welt vorstellen kann, denn dann ist das Vertrauen vollends verloren und es kann reihenweise zu Bankenpleiten kommen, auch wenn das Eigenkapital der Großbanken dann 9% betragen würde.

    Im nächsten Jahr wird eines der gewichtigen Themen die Refinanzierung von Staats- und Bankenanleihen werden, wobei noch fraglich ist, bei wem dies ohne Staatshilfe geschehen kann und beim wem nicht. Die Commerzbank kämpft um Glaubwürdigkeit und Vertrauen, dass sie auch ohne Staatshilfe schaffen kann. Warten wir es ab. Mit Staatshilfe bei den fehlenden 5 Mrd € wird die Commerzbank schnell zum Pennystock. Aber auch einige Versicherungen werden es in den nächsten beiden Jahren schwer haben, zu überleben. Noch schwer wird es werden, den Garantiezins von dann 1,75% zu erwirtschaften. Auch werden diverse Krankenkassen Pleite gehen.

    Um einen Bankenrun zu vermeiden, also um die Spareinlagen im Milliardenvolumen zu schützen, werden jetzt immer größer werdende Rettungsschirme von der EU gespannt. Ich bezweifele aber, dass die Banken im nächsten Jahr im erforderlichen Umfang Staatsanleihen von südeuropäischen Ländern kaufen werden. Auch deutsche Anleihen werden bei einen Coupon von 2% und einer Inflationsrate von über 2,5% nur schwer platzierbar sein, zumal immer noch das Damoklesschwert des Downgrades der Rating-Agenturen droht, so auch Frankreich als Kernländer Europas. „Merkozy“ kann vorübergehend zu Entspannung sorgen, später zählen aber nur die harten Fakten wie reale Steuereinnahmen. Zudem kann es wegen der erhöhten Eigenkapitalerfordernisse zu einer Kreditklemme kommen.

    Ohne Kredite wird aber auch nicht hinreichend investiert und dann erhöht sich die Gefahr einer Rezession. Ich befürchte eine Rezession in Großbritannien, die ohnehin eigene Finanz-Spiele spielen und dies auch noch schützen lassen wollen, und in Italien, in Griechenland, Spanien und Portugal ohnehin. Diese Länder werden neben der USA im nächsten Jahr auf der Watchlist nicht nur der Rating-Agenturen stehen, wobei Griechenland schon faktisch pleite ist. Aber diese Pleite muss im nächsten Jahr irgendwie möglichst marktschonend „abgewickelt“ werden ohne dass griechischen und französische Banken Pleite gehen, nur wie? Die EZB wird weiter mit Liquidität stand by sein, was eine Systemschock und akuten Herzinfarkt, der sonst droht, zunächst verhindert. Der IWF wird auch immer mehr aushelfen müssen, weil der EFSF nicht funktionieren wird bzw. nicht groß genug ist. Der IWF hat aber auch nicht genug Geld, um überall die Feuerwehr spielen zu können, denn es gibt jetzt zu viele Brände.

    Großbritannien will auch hier ein merkwürdige Sonderrolle spielen und dem IWF nicht mehr Gelder zur Verfügung stellen. Großbritannien will seinen Finanzplatz London sichern, da daran viele Arbeitsplätze hängen. Dies ist aber genauso richtig und unrichtig wie unrentable Bergwerke notdürftig über Subventionen zu erhalten. Man sieht es einmal wieder deutlich: In einer Krise ist sich jeder selbst der nächste, obwohl wir gerade jetzt eine solidarische Marktwirtschaft brauchen, sonst zerbricht sie.

    Die Technokraten in Italien und in Griechenland geloben Besserung, aber haben sie auch die Mittel dazu, wenn die Wirtschaft in eine Rezession gleitet? Jeder Sparkurs kann auch ein Sargnagel bedeuten wenn es zu tatsächlich zu einer Rezession kommen sollte, denn dann fehlen wieder die eingeplanten Steuereinnahmen und das Defizit wird größer als geplant – wie jetzt in Griechenland. Ein Teufelskreis. Zudem kann es zu Massenprotesten auf der Straße und zu Streiks auf der Schiene und im Luftraum kommen wie jetzt in Belgien. Jeder Sparkurs wird zu Demonstrationen führen, denn wo gespart wird, wird dagegen demonstriert. Das nächste Jahr wird heikel werden und „Occupy Wall Street“ wird zum globalen Symbol der 99% „wir sind das Volk oder wir sind die Piraten-Partei“

    Im nächsten Jahr müssen in Italien 275 Mrd. € und in Portugal 40 Mrd € refinanziert werden. Jede Anleihen-Auktion wird zur Zitterpartie auch für Aktienanleger, denn wenn die Anleihen nicht von Banken hinreichend gekauft werden und dann noch die Rating-Agenturen - zu Recht – mit Herabstufungen „draufhauen“, schnellen die Zinsen in die Höhe. Zu beklagen wird dann ein zunehmender Vertrauensverlust in die Solidität ins Banken- und Finanzsystem, was eine Teufelsspirale werden kann. Ich mache immer wieder darauf aufmerksam, wie ernst die Lage ist, aber einige kapieren das nicht oder wollen das nicht kapieren.

    Der Bankenrun im baltischen Raum konnte zwar jetzt gestoppt werden, aber in unserer global vernetzten Welt kann es in der Tat auch oder gerade wegen des Internets schnell fast über Nacht zu einem Systemschock in der Finanzwelt kommen. Das wissen der IWF und die EZB auch, die unablässig vor ein Rezession oder sogar Depression warnen. Diese Warnungen sollte man ernst nehmen. Die über 500 Mrd. € als Liquiditätsspritze der EZB ist ein weiterer Beleg, dass wir uns im Ausnahmezustand befinden ohne das bisher so richtig zu merken. Auch die über 200 Mrd € an (Südeuropa-Schrott-) Anleihenkäufe der EZB von sind ein weiterer Beleg. Der Ruf nach einem „QE“ à la FED, also pures Gelddrucken, der EZB als letzter Rettungsanker wird immer größer, auch wohlmöglich im nächsten Jahr ohne die Risiken und Nebenwirkungen wie eine spätere Inflation einschätzen zu können. Im nächsten Jahr wird aber eher Deflation als Inflation ein Hauptthema der Industrieländer werden und da sind Notenbanken fast machtlos.

    Wir können also nicht so einfach zur Tagesordnung übergehen, auch wenn Aktien jetzt sehr billig und unterbewertet erscheinen. Der russische Aktienmarkt ist mit einem KGV von 5-6 fundamental total unterbewertet und überkauft, dennoch kann es auch dort wegen der überlagernden Systemkrisen und Systemkritiken - auch dort werden die Wutbürger allmählich zu Mutbürger ! - zu Kapitalabflüssen und damit Kursverlusten kommen.

    Viele Anleger kommen mit der gegenwärtigen unklaren Börsensituation (black box) nicht mehr klar und werfen auch wegen der hohen Volatilität das Handtuch. Es gibt aber auch in der Krise Anlagechancen und Anlagealternativen. Eine „long only-„ oder „buy and hold“-Strategie ist in solche volatilen Märkten sehr gefährlich und nicht unbedingt ertragreich. Qualitäts- Aktien gehören weiter zumindest temporär ins Depot, aber der Anleger sollte auch andere Anlagealternativen beachten, die auch bei fallenden Aktienkursen ansehnliche Renditen abwerfen. . Dieses Jahr war schon ein typischer Trading-Markt mit starken und sehr abrupten Kurschwanken nach unten und oben. Nächstes Jahr kann auch so ein „Trading-Jahr“ wegen möglicher black swans (Irankrieg, Nordkoreakonflikt, Russlandkonflikt?) und der black box Verschuldungskrise werden.

    Neben den schon erwähnten NPL- und Private Equity Fonds (Indien/China) mit Renditen im zweistelligen Prozentbereich (für Langfristanleger) sollten Sie leistungsstarke, flexible Handelssysteme in die engere Wahl nehmen, die auch bei fallenden Kursen ansehnliche Renditen erwirtschaften. Wir haben ein neues Handelssystem selbst mit polnischen Wissenschaftlern entwickelt. Durch ein Filtersystem werden dabei nur relativ sichere Signale mit relativ hoher Trefferwahrscheinlichkeit zur Ausführung gebracht. Daher wird hier auch relativ wenig im Jahr gehandelt. Dafür stehen aber über 40 Märkte auf der Watch-List, darunter sogar „Exotenbörsen“ aus Emerging Markets (long/short).

    Ein weiteres Handelssystem beruht auf neuronalen Netzen. Gehandelt werden dabei Devisen, Rohstoffe (auch Öl/Gold/Silber), Zinsmärkte und Aktienindices, wobei hier sogar eine individuelle Zusammenstellung der Märkte und damit eine individuelle Portfolio-Aufteilung nach Kundenwunsch möglich ist. Bei dem polnischen Handelssystem werden die Positionen längere Zeit gehalten, während bei dem Handelssystem mit neuronalen Netzen die Positionen an jedem Tag geschlossen werden, so dass man nicht von Gaps überrascht werden kann. Wichtig für beide Systeme ist das ausgeklügelte Money– und Risiko-Management.

    Hier machen die meisten Privatanleger die größten Fehler, also bei den Stopp-loss-Marken, bei den Positionsgrößen und den Gewinnmitnahmen. Beide Systeme haben ihre Vorteile. Wir empfehlen beide Handelssysteme einmal zu testen, was allerdings erst ab mindestens 100.000 € (besser 250.000 €) und der Eröffnung eines Broker-Kontos (z.B bei Interactive Brokers) als „Managed account“ möglich ist. Sie haben dabei völlige Transparenz und der Handel kann bei Erreichen einer von Ihnen festgelegten Verlustgrenze (wie z.B. 15 oder 20%) jederzeit gestoppt werden. Wichtig für Sie als Anleger ist es, die Verluste zu begrenzen, flexibel zu bleiben und die Anlagen zu diversifizieren. In Vorbereitung ist auch ein Fonds, wo dann auch mit kleineren Beträgen der Einstieg bei den Handelssystemen ab 10.000 € möglich sein wird.

    Falls Sie das Finanz-Coaching, die angesprochen Handelssysteme oder der EAST STOCK TRENDS interessieren, melden Sie sich bei der ESI GmbH, Jüthornstr. 88. 22043 Hamburg, Tel: 040-6570883, e-mail: info@eaststock.de.

    TV-Hinweis: Andreas Männicke wurde am 21. Dezember 2011 in NTV/Telebörse über die Investmentchancen in Russland im nächsten Jahr befragt. Sie können das Interview jetzt unter www.eaststock.de, dort unter der Rubrik „Interviews“ runterladen

  • Christmas Special: Wer glaubt noch an den Weihnachtsmann?

    Freitag, 16. Dezember 2011 17:09:00

    Am 24. Dezember, bei einigen protestantischen Ländern auch am 25. Dezember oder wie in den Niederlanden schon am 6. Dezember werden Millionen von Kindern mit von Menschen ausgedachten und dann brav tradierten Symbolfiguren getäuscht, dass es einen Weihnachtsmann gibt, der Geschenke bringt, wenn man gut ist und der die Rute mitbringt, wenn man schlecht ist. Coca Cola benutzte die Idee des Weihnachtsmanns, den es schon vorher in Geschichtenbüchern gab, erstmals 1931 für eine eigene Werbekampagne und machte ihn dann mit einem von Rentieren gezogenen Schlitten populär.

    Man soll den Kindern die Wahrheit sagen, aber auch wenn es sich um die Weihnachtsmann handelt? Ich selbst zähle mich zu den (keinesfalls gedankenlosen) „Übeltätern“, die den Kindern eine heile Welt vorspielen wollen, denn das Ergebnis des „Erziehungsprozesses“ waren natürlich immer die Geschenke und einige Jahre lang auch die Illusion sein, dass es zu Weihnachten nur Gutmenschen gibt. Natürlich freut man sich selbst am allermeisten, wenn man dann die leuchtenden und glücklichen Kinderaugen sieht und wenn die Geschenke vom (unechten) Weihnachtsmann dann ganz aufgeregt ausgepackt werden. Nicht anderes aber machen im Moment die Politiker, die auch was vom Weihnachtsmann erzählen und sich in eine heile Scheinwirklichkeit begeben.

    Wenn die Kinder dann aber in die Schule gehen und nach der ersten, zweiten und zuweilen sogar erste dritten Klasse erste Zweifel beim Kindern aufkommen, fragt man sich als Erwachsener selbst, wie lange man diese „Notlüge“ aufrecht erhalten soll, um einerseits die Illusion einer „heilen Welt“ aufrecht zu erhalten, anderseits aber das Kind nicht zu sehr vor den Kopf zu stoßen und in die raue Wirklichkeit einzuführen.

    Amerikanische Präsidenten wie George Bush haben lange genug die amerikanische Bevölkerung angelogen, indem er in Gutmenschen und Bösewichte (nach welchen Kriterien?) - nicht erst nach dem 11. September - unterschieden hat und offensichtlich selbst kraft Amtes die moralische Instanz war, um dieses unterscheiden zu können. So zogen die Amerikaner in den Krieg gegen den Irak, den die Soldaten erst jetzt in diesem Jahr verlassen dürfen ohne zu wissen, was eigentlich ihre Mission war. Jetzt erscheint der neue Film „Mission impossible, Teil 4“, was den Kern trifft. Die amerikanische Soldaten müssen an den Weihnachtsmann geglaubt haben, sonst wären sie wohl nicht in die Krieg gegen angebliche Massenvernichtungswaffen gezogen, die es gar nicht gab, um ihr eigenes Leben für ihr geliebtes (?) Vaterland auf das Spiel zu setzen. 120.000 amerikanische Soldaten starben im Irak, wofür? Amerikanische Soldaten mussten jahrelang mit einer „Notlüge“ des Präsidenten kämpfen und es wurde jahrelang der Schein gewahrt, dass dies eine vernünftige Mission sei.

    Wenn die USA den Irak aber Ende dieses Jahres verlassen, entsteht ein Vakuum, das nun über iranische Geheimdienste infiltriert wird. Die USA werden damit ein Vakuum hinterlassen, das nun Schiiten und Sunniten mit Bombenterror gewaltsam für sich beanspruchen werden. Die Sunniten stellen die Mehrheit bei islamisch geführten Ländern her mit Ausnahmen im Iran und Irak. Schiiten sind weltweit mit nur 15% in der Minderheit. Im Bahrain und zuvor auch im Irak war es so, dass eine sunnitische Minderheit über eine schiitische Mehrheit regierte. Im Bahrein sind 70% der Bevölkerung Schiiten. Der Irak gehörte früher zum Osmanischen Reich und die Türken waren Sunniten. Sie setzten in Bagdad sunnitische Gouverneure ein. Als die Engländer die Macht im Irak übernahmen, förderten sie auch die Sunniten und bekämpften die Schiiten. Dieser Machtkampf zwischen Schiiten und Sunniten wird jetzt weitergehen und er kann in einen Bürgerkrieg münden, wenn die amerikanischen Soldaten den Irak verlassen Es geht dabei um das alte historische Problem, wer die Führung im Islam übernehmen soll. Bei den Sunniten spielt der Staat eine größere Rolle. Auch die Muslime im Balkan sind meistens Sunniten.

    Der Iran ist der einzige schiitische Staat. Der Iran hat unter dem amtierenden Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad Großmachtgelüste im arabischen Raum, was auch nicht ganz ungefährlich ist. Was aber machen wir, wenn der Iran tatsächlich die Atombombe hat? Wer an Frieden und westliche Demokratien im arabischen Raum glaubt, glaubt auch an den Weihnachtsmann. Eher besteht die Gefahr einer mittelbaren Kolonialisierung durch die Hintertür durch die USA und Großbritannien, wie das in der Historie schon oft genug der Fall war. Natürlich geht es dabei vorrangig um Einfluss in Ölregionen. Die Geschichte scheint sich zu weiderholen.

    In Afghanistan sollen die deutschen Truppen bis 2014 abgezogen werden. Bis 2014 dürfen auch die deutschen Soldaten noch an den Weihnachtsmann glauben und denken, dass ihre Mission (welche eigentlich genau?) hernach erfüllt ist. Wenn die deutschen und amerikanischen Soldaten Afghanistan verlassen, entsteht ein neues Machtvakuum, das dann nicht mehr kontrollierbar sein wird. In Pakistan, also wo sich sowohl Talliban als auch El Kaida versammeln, schießt die NATO zuweilen auch mal daneben, was dann Pakistan veranlasst, nicht an der Afghanistan-Konferenz teilzunehmen. Bitte merken: es ist leichter, auf einen Baum herauf zu klettern als ihn wieder zu verlassen. Sprich: der Truppenabzug wird nicht einfach werden und eine Lücke hinterlassen.

    In Libyen wurde Gaddafi von der NATO erfolgreich in die Flucht geschlagen; in Syrien, wo ähnliches Gemetzel jetzt täglich passiert und schon über 5000 Menschen den „Freiheitstod“ streben mussten, ziert man sich noch zuzuschlagen, weil Syrien mit dem Iran im Bunde ist und weil – sarkastisch betrachtet – Syrien kaum Öl oder Gas hat. Russland ist mit Syrien und auch dem Iran auch kommerziell verbunden und ist daher gegen einen Militärschlag. Russland und die USA basteln jetzt immerhin an einer gemeinsamen „Lösung“ und man darf gespannt sein, wie diese aussehen wird, wenn Sanktionen nichts mehr bringen.

    Aber auch die – angebliche oder tatsächliche Aufbereitung einer Atomanlage – als legitimes Angriffsziel (?) im Iran wird den amerikanischen Gutmesnchen Schwierigkeiten bereiten, zuzuschlagen, und die Welt vor einer atomaren Katastrophe zu bewahren. In jedem Fall wird das Säbelgerassel mit Syrien und dem Iran im nächsten Jahr – auch für die Weltbörsen – spürbar lauter werden. Die Soldaten, die dann wieder in den Krieg ziehen, müssen dann auch wieder an den Weihnachtsmann glauben…

    Auch der geplante NATO-Raketenabwehrschirm auf türkischen, polnischen und/oder rumänischen Boden gegen die iranischen Bösewichte ist aus russischer Sicht ein Affront, da dann – angeblich - russische Atomsprengköpfe ausspioniert werden. Der russische NATO-Botschafter betrachtet nun wieder diese Anlagen als legitimes Angriffsziel, da dieses Waffensystem illegal seine und das atomare Gleichgewicht (??) stören. Die logische (?) Folge ist ein neuen „kalter Krieg“ zwischen Russland und der USA, der uns allen im nächsten Jahr zur Unzeit ins Haus stehen könnte und der ziemlich unsinnig ist. Die Russen planen jetzt Kurzstreckenraketen mit Atomsprengköpfen in Kaliningrad zu stationieren, wenn der NATO-Raketenabwehrschirm tatsächlich nächstes Jahr umgesetzt wird. Zuweilen fragt man sich wirklich, was in Politikerköpfen so alles vorgeht und an welchen Weihnachtsmann die eigentlich glauben.

    Russland wird jetzt der WTO beitreten, was hoffentlich auch für mehr Öffnung und Transparenz sorgen wird. Aber Russland wird dennoch versuchen, die eigenen (Macht-) Interessen durchzusetzen, wie das jeder Politiker in jedem Land machen würde. Russland und den USA geht es um knallharte Machinteressen. Ein konstruktiver Dialog ist aber jedem Säbelgerassel vorzuziehen, sonst kann es in der Weltgemeinschaft schnell sehr frostig und ungemütlich werden. Immerhin will Russland die EU aus wohlverstandenen Eigeninteresse 20 Mrd. USD in den EU-Topf zahlen, was Brüssel gerne hört. Medwedew spielt damit auch gerne den Weihnachtsmann und bringt zur Weihnachtszeit überraschende Geschenke.

    In Russland selbst werden zunehmend Wutbürger zu Mutbürgern und gehen massenhaft auf die Straße, um gegen Putin und gegen die Wahlmanipulationen zu demonstrieren. Dort ist das Weihnachtsfest zwar erst am 6. Januar, aber die Russen wollen sich auch nicht mehr für dumm verkaufen und trauen der russischen Rochade Medwedew/Putin nicht mehr so wie zuvor. In Russland wird am 4. März 2012 ein neuer Präsident gewählt und es besteht wohl kein Zweifel, dass dieser dann Putin heißen wird. Die nächste Amtszeit wird für ihn aber nicht einfach werden, da sich die Zeiten ändern und das Umfeld rauer wird. Es wird die Zeit kommen, wo Russland allmählich erwachsen wird und nicht mehr an den von Medien geschaffenen Weihnachtsmann glaubt.

    Wenn es dann klar wird, dass es keinen Weihnachtsmann gibt, gibt es zunächst Verwirrung und vielleicht auch eine Enttäuschung. Aber das gleiche erleben wir im Moment weltweit. Es gibt weltweit Vertrauenskrisen und Glaubwürdigkeitsdefizite, weil es Menschen gibt, die schon mit einer Notlüge aufgewachsen sind und weil es unmenschlich ist zu glauben, dass man päpstlicher als der Papst selbst sein kann. Also ist an allem Elend letztendlich doch der Weihnachtsmann schuld.

    Da gibt es einen Bundespräsidenten Christian Wulf (Christian kommt von christlich..!?), der nun mit einer alten Geschichte eines privaten Kredites über 500.000 € konfrontiert wird, was er hätte sagen und nicht verschweigen müssen. Nun ist er ebenso in erklärungsnot, wie ein Erwachsener, der seinem Kind irgendwann erklären muss, dass es den Weihnachtsmann in Wirklichkeit gar nicht gibt. Notlügen helfen da wenig, denn an Bundespräsidenten werden andere Maßstäbe gesetzt als an den Normalbürger, denn er muss auch in der Moral und Ethik ein Vorbild für alle sein. Wenn nicht er, wer dann – außer dem Weihnachtsmann? Dabei muss er täglich den Weihnachtsmann spielen, also den Gutmenschen und er muss Vorbild auch als moralische Instanz sein. Nach dem Motto: Wie sollen wir kleine Bürger uns richtig verhalten und uns an Regeln des Anstandes halten, wenn es schon nicht der Bundespräsident macht?

    Auch die FDP befindet sich in einer Vertrauen- und- Glaubwürdigkeitskrise, da keiner so genau weiß, wofür die Partei jetzt mit einer Stimme kämpft. Rösler konnte sich zwar knapp beim FDP-Mitgliederentscheid mit nur 54% der Stimmen mit dem EFSF durchsetzen, aber die Partei bleibt zumindest in dieser Sachfrage gespalten. Man gewinnt immer mehr den Eindruck, dass sie sich spalten will und keine liberale Kraft mehr ist. Was ein Komma so alles ausmachen kann: Aus 18% wurden nun 1,8%! Wer sollen den nun in der FDP den Weihnachtmann spielen, an den alle glauben, bis der nächste Skandal das schöne Bild einer heilen Welt zunichtemacht? Es ist wäre zwar wünschenswert, dass es noch Verfechter einer liberalen Marktwirtschaft gibt, aber es sieht so aus, dass die Piraten die FDP 2013 aus den Bundestag jagen werden. Die FDP als liberale kraft schwindet zur Bedeutungslosigkeit, weil jetzt eine solidarische Marktwirtschaft und nicht eine liberale Marktwirtschaft der alten Mach(t)art brauchen. Uns fehlen auch glaub- du vertrauenswürdige Politiker mit Charisma und mit einem breiten Kreuz, nicht nur in der FDP.

    Beste Negativ-Beispiele: Karl-Theodor zu „Gutenberg-Plag“ ist in diesem Jahr der Oberweihnachtsmann, der am besten bei der Doktorarbeit (und auch sonst) abgeschrieben hat, was hernach aber nach dem Aufdecken des „copy and pace“ zu einer Glaubwürdigkeits- und Vertrauenskrise führte, nur nicht bei ihm selbst. Dominique Strauss-Kahn sorgte auch nicht für Vertrauen beim IWF und allen Bürgern als er sich sexuell nicht unter Kontrolle hatte. Auch das sorgt für Vertrauen- und Glaubwürdigkeitsdefizite, denn ursprünglich wollte er auch als neuer Präsident Frankreichs kandidieren. Das blieb Frankreich nun erspart. Berlusconi war der Prototyp der Vertrauens- und Glaubwürdigkeitskrise bei Politikern schlechthin mit seinem Bunga Bunga-Politik-Stil.

    Kein Wunder, dass da die Jugend immer unpolitischer wird und der Politik-Frust zunimmt, wovon wiederum einer nichtsagenden Piratenpartei ohne Programm profitiert, was immer noch besser ist, als ein Abdriften in nationalistisches Gedankengut. Die Diskussion um Rechtsextremismus wird dennoch zunehmen. Die Nichtwähler werden wohl demnächst die Mehrheit stellen, was auch nicht für eine starke Demokratie zeugt. In Griechenland hätte die Demokratie fast zum Bruch des Euros geführt, was nur knapp verhindert wurde. Auch die Demokratie steckt vielerorts in einer Vertrauens- und Glaubwürdigkeitskrise.

    Der gesamte Energiesektor befindet sich in einer Vertrauens- und Glaubwürdigkeitskrise, nicht erst seit dem Super-Gau in Japan. Japan und China bauen weiter Atomkraftwerke und sorgen damit nicht gerade für Vertrauen. In Deutschland gehen Solarunternehmen pleite und keiner weiß in Deutschland, ob die Energiewende ohne gewaltigen Aufpreis möglich sein wird. Auch die Klimawandelverfechter wissen jetzt nicht so recht weiter, da Kanada nicht mitmacht. An China und die USA kann man ohnehin nicht mehr glauben, dass es hier zu einer Kehrtwende kommt. Wachstum geht vor allem, was auch so ein Weihnachtsmärchen ist.

    Die Marktwirtschaft selbst befindet sich in einer Vertrauens- und Glaubwürdigkeitskrise, kurz in einer handfesten Systemkrise. EZB-Chef Draghi und IWF-Chef Lagarde warnen beide vor einer schweren Rezession oder sogar einer Depression in den nächsten beiden Jahren. Machen wir uns also auf einiges gefasst. Es kommt schon jetzt zu einer Vertrauenskrise, weil die Werte wie Risiko, Haftung und Eigenverantwortung nicht beachtet wurden bzw. nicht im Gleichklang waren. Für mich hat der Kommunismus ausgesorgt, aber der Kapitalismus scheint sich jetzt auch selbst zerstören zu wollen. Die marktwirtschaftlichen Kräfte scheinen nichtn mehr so recht zu funktionieren, weil es zu viele falsche Weihnachtsmänner (=Politiker) gibt, die viel versprechen, aber nichts halten. Die Reichen werden immer reicher und die Armen relativ immer ärmer. Was wir jetzt brauchen, ist nicht nur eine soziale Marktwirtschaft, die demnächst keiner mehr bezahlen kann, sondern auch eine solidarische Marktwirtschaft – auch in der EU, aber dann sind wir schon wieder beim Weihnachtsmann, den es in Wirklichkeit nicht gibt, sondern nur als Symbolfigur. Hier muss man schon Visionen, Leitideen, Träumen, Märchen und harten Realitäten unterscheiden.

    Auch dass die Verschuldung durch immer neue Schulden zurückbezahlt werden kann, ist ein Weihnachtsmärchen, dessen Wahrheitsgehalt im nächsten Jahr auf dem Prüfstand steht. Natürlich kann man ein Kind in der ersten Klasse erzählen, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt. Man kann die Illusion aber noch 1-2 Jahre hinausschieben. Das ändert nichts daran, dass die bittere Wahrheit irgendwann für das ahnungslose Kind ans Licht kommt. Genau das geschieht im Moment mit dem EFSF und dem ESM, an denen einige FDP-Politiker nicht glauben. Einige Politiker wollen aber Zeit gewinnen, nur wird die harte Realität später nur dann noch enttäuschender für alle Bürger.

    Einige Politiker verkünden jetzt das Weihnachtsmärchen, dass durch ein Sparprogramm alles wieder ins Lot kommt. Wieso hat Schäuble dann schon wieder ein hohes Haushaltsbilanzdefizit nach einem angeblichen Aufschwung XXL eingeplant, wenn alle doch einen ausgeglichenen Haushalt wollen? Das ist ein Widerspruch in sich. Wieso kann ein Finanzminister nicht endlich einmal einen ausgeglichen Haushalt einplanen und hernach lieber Überschüsse erzielen als umgekehrt. Damit versündigt sich jeder Finanzminister an der Nachfolgegenration und die Bevölkerung geht beim fortgesetzten Schuldenmachen nicht auf die Straße, sondern lässt sich gerne das Weihnachtsmärchen vom Sparen und wachsen und späteren zurückzahlen noch einmal erzählen. Insofern sind wir alle noch ahnungslose Kinder, die nichts begreifen (wollen), sondern lieber an den Weihnachachsmann und die heile Welt des perpetuum mobile bei der Verschuldung glauben. Ein Eurobond würde die Verschuldung auch noch mehr erhöhen, was die falsche Maßnahme wäre.

    Ich glaube nicht an diese Weihnachtsmärchen, denn es wär zu schön, um wahr zu sein. Stattdessen werden in den nächsten beiden Jahren harte Realitäten aufgetischt, mit denen wir dann alle irgendwie klar kommen müssen. Die harten Realitäten heißem erst Deflation (auch diverser Assetklassen) und dann Inflation. Zumindest ist das ein mögliches Szenario, da die unendliche Geschichte der Schuldenmacherei, die übrigens so alt ist, solange es Menschen gibt, ans Tageslicht kommt. Der Mensch hat leider in 2000 Jahren nichts dazugelernt, denn schon vor Christus gab es von Schulden zerrüttete Staaten, wobei damals Kriege die Staatskassen oft auffraßen. Heute sind es die Sozialausgaben und Rüstungsetats sowei die Zinsen für Schulden. Auch Rom ging wegen Überschuldung schon einmal unter und jetzt sieht es in Italien ähnlich schlecht aus.

    Allen Bürgern werden demnächst mehr Realitätssinn abverlangt und den Börsianern auch. Auch Banken und Börsen befinden sich in einer hausgemachten Vertrauens- und Glaubwürdigkeitskrise. „Occupy Wall Street“ ist eine erste Stufe der Reaktion darauf. Weitere Stufen werden folgen. Die systemischen Banken brauchen mehr Eigenkapital und sollen nicht mehr in fremden Gewässern fischen. Im nächsten Jahr besteht die große Gefahr einer Kreditklemme; deswegen wird die EZB weiter stand by sein, um mit Niedrigstzinsen und Liquidität die systemischen Banken zu stützen. Die Rating-Keule wird bei den Banken dennoch weiter geschwungen, zuletzt von Fitch auch bei der Deutsche Bank AG. Insgesamt wurden diesen Wochen weitere 16 europäische Banken heruntergestuft, wobei besonders spanischen Banken gefährdet sind. Den Stresstest haben nur wenige Banken bestanden. Die Banken brauchen mehr Kapital.

    Das Hauptproblem im nächsten Jahr wird die Refinanzierung von europäischen Hochzinsanleihen und Bankanleihen werden. Der Commerzbank fehlen 5 Mrd € und ist selbst nur etwas über 5 Mrd € wert. Wer glaubt noch an die Co-Bank? Es wird demnächst wohl mehr bad banks als Banken geben. Die EZB mutiert jetzt selbst zur bad bank. Auch die Banken trauen sich nicht mehr untereinander. Aber sie glauben alle noch an den Weihnachtsmann. EZB, der Geldgeschenke ohne Gegenleistung verteilt.

    Oder werden jetzt die „Bankster“ selbst zu Gutmenschen, also zu Weihnachtsmännern? 9% Eigenkapital ist auch wieder so eine Zahl, die aus der Luft gegriffen ist und an die zunächst mal glauben sollen, dass dann alles gut wird. Es gibt Tricks, wie man dann trotzdem hebeln kann. Das lernen die Politiker beim EFSF jetzt auch gerade. Ich habe hier an dieser Stelle schon viele Vorschläge gemacht, wie man hier Besserungen im Finanzsektor herbeiführen kann. Eine Finanzmarkttransaktionssteuer wird nicht viel erbringen.

    Aber nackte Optionen und Futuregeschäfte sollten/könnten im Gewinnfall höher besteuert werden, ebenso der Hochfrequenzhandel und ungedeckte Leerverkäufe. Auch bei den Boni der Investmentbanker kann man höhere Steuern rechtfertigen ebenso wie bei den Gewinnen von Investmentbanken, wenn sie keine Arbeitsplätze schaffen. Die Banken müssen in der Tat mehr beteiligt werden bei den notwendigen Abschreibungen, denn sie haben eine Mitverantwortung als Kreditgeber. Es ist auch ein Unding, das Kreditversicherungen (CDS) gehandelt werden können, ohne diese zu besitzen. Hier heißt es back to the roots, sonst verlieren die Banken nicht nur ihre „guten“ Ruf, sondern auch das Vertrauen und Glaubwürdigkeit. Die südeuropäischen Länder müssen aber auch Strukturreform durchbringen, was nicht einfach sein wird. Die Kredite werden nur noch sehr zögerlich, wenn überhaupt, von Banken vergeben, um dadurch das Eigenkapital zu erhöhen. Das nennt man dann Gesundschrumpfen.

    Aber Vorsicht: es darf die Daumenschraube nicht zu stark angezogen werden und es darf keine Kreditklemme geben, denn dann gibt es keine Investitionen und ohne Investitionen gibt es eine Rezession oder sogar Depression. Achtung: bei der nächsten Rezession klappt die Schuldenfalle zu und dann sind wir nicht weit vor einer Währungsreform.

    Auch die westlichen Demokratien, insbesondre die angeblichen Musterschüler einer Demokratie, befinden sich in einer handfesten Vertrauen- und Glaubwürdigkeitskrise. Wenn junge Leute keine Berufsperspektive trotz guter Ausbildung haben, stimmt nicht was mit dem System. Wenn alte Leute überhaupt keine Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben, stimmt erst recht nicht etwas mit dem System. Wie soll dann aber eine Rente mit 69 durchgesetzt werden, wenn es immer weniger Arbeitsplätze für Alte gibt? Wir brauchen endliche eine aktive Arbeitsvermittlung für Senioren, die demnächst die Mehrheit bilden werden. Da es das nicht flächendeckend gibt, wird es später noch mehr alle Arbeitslose Pre-Rentner geben, die dann vielleicht mit den jungen auf die Straße gehen, um ihre Rechte auf Arbeit einzufordern,

    Ich vermisse hier in der Schule und an der Uni das Fach Wirtschafts-Ethik als Pflichtfach. In der Schule wird der Konkurrenzkampf erprobt, nicht aber das Erleben einer Solidargemeinschaft. Wie soll das dann später bei Politkern im Euroraum funktionieren, also bei den erwachsenen Kindern? Das kann gar nicht funktionieren, weil wir es gar nicht gelernt haben, zu geben, sondern nur zu nehmen, wie die kleinen Kinder vom Weihnachtsmann, denen man das aber noch gerne zubilligt.

    Zudem werden die jungen Leute heute mehr zu unpolitischen Cyber-Menschen (ausgebildet), was nicht gerade förderlich für eine lebendige Demokratie ist. Wenn man auch in Russland „so früh“ keine Demokratie erwarten kann, so kann es gut sein, dass die Demokratie in den nächsten Jahren mehr auf den Straßen - und das nicht immer gewaltlos - und/oder im Internet als den Wahlurnen stattfinden wird. Auch den einen oder anderen Rechtsrutsch werden wir erleben und durchleiden müssen, ebenso wie Terrorattacken von außen, die keine Demokratie gelernt haben.

    Ob die demokratischen Bewegungen im arabischen Raum, sprich der „arabische Frühling, zu einer funktionierenden Demokratie hinführen und wer dort letztendlich das islamische Machtvakuum füllen wird, muss abgewartet werden. Auch in arabischen Ländern dürfte es bald zu der ernüchternden Erkenntnis kommen, dass alleine der Gang zur Wahlurne keinen zusätzlichen Wohlstand bringt. Sprich: auch dort sollte am nicht an den Weihnachtmann glauben. Die harten Fakten wie Jugendarbeitslosigkeit und -perspektivlosigkeit kommen schnell genug auch auf die neuen Regierungen welcher Couleur auch immer zu. Auch hier brauchen wir eine solidarische Marktwirtschaft, aber die gibt es noch nicht. Vielleicht gibt es sie notgedrungen nach dem nächsten heftigen Crash und/oder einer Währungsreform. Vorher aber nicht. Der Geist muss sich ändern, sonst ändert sich nichts. Es kann zu notgedrungenen Paradigmawechsel und neuen radikalen Einsichten kommen, was für manche sehr schmerzhaft sein wird.

    Auch der Euro befindet sich in einer hausgemachten Vertrauens- und Glaubwürdigkeitskrise. Damals dachte man noch, dass man mit dem Appell an die Einhaltung von Stabilitätskriterien wie die Maastricht-Kriterien einen stabilen Euro erreichen könnte. Man glaubte also an den Weihnachtsmann. Da die raue Wirklichkeit von der Wirtschaftskraft stark divergierender Länder ganz anders aussah, gibt es nun endlich unter dem Druck der „PIGS-Krise neue Einsichten, nur in England (noch) nicht. Wenn keiner tatsächlich mit der Rute beim Sündigen (=zu starken verschulden) bestraft wird, kann man weiter munter sündigen und sich zu Lasten der Solidargemeinschaft lustig verschulden bis der Punkt kommt, wo alle erkennen, dass dies auf Dauer nicht funktionieren kann. Jetzt versuchen „Markozy“ (Merkel +Srakozy“) die Geburtsfehler des Euros nachzubessern - warum eigentlich nicht schon früher, sondern immer nur unter Druck? -, wobei nur 17-6 mitmachen und einige schon ausscheren. Auch ein harmonisches oder gar solidarisch vereintes Europa in Krisenzeiten ist so eine Weihnachtsgeschichte, an die man als naives Kind gerne glauben soll, aber als Erwachsener auch?

    Die diametralen Kräfte in Europa nehmen jetzt zu und die zentrifugalen Kräfte schwinden zunehmend in dem Euroraum. England ist faktisch schon ausgeschert; es werden weitere folgen (müssen), es sei denn, sie glauben an den Weihnachtsmann. Der Weihnachtsengel „Angel“ Merkel will jetzt also mit Sarkozy die Geburtsfehler des Euros vertraglich beseitigen und ein Europäischer Gerichtshof soll demnächst den Weihnachtsmann mit der Rute spielen. Auch das sind aber nur Absichtserklärungen, die zwar gut gedacht sind und zumindest in die richtige Richtung gehen, aber zum einen zu spät kommen und zum anderen später wahrscheinlich ohnehin nicht eingehalten werden; es bleibt also eine Weihnachtsgeschichte, deren bittere Wahrheit früher an den Tagen kommen wird als es den Politkern lieb ist.

    Kann man der FED und der EZB noch vertrauen, wenn sie permanent Geld drucken und notgedrungen Schrottanleihen aufkaufen. Die Geldmengen steigen enorm. Die EZB darf keine Fiskalpolitik betreiben, macht es aber. Die Unabhängigkeit der EZB ist in Gefahr. Auch hier sind also Vertrauens- und Glaubwürdigkeitskrisen schon deutlich erkennbar.

    Alt-Präsident Chirac ist überraschend zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden, weil er in seiner Amtszeit als Pariser Bürgermeister an Freunde Posten vergeben hatte, die es gar nicht gab. Korruption ist also auch in Frankreich kein Fremdwort, das wissen auch Total und die ostdeutschen Raffinerien. Auch mangelte es also an Vertrauen und Glaubwürdigkeit schon lange. Auch Frankreich könnte durch den hohen Anteil an islamischen Mitbürgern zum Pulverfass werden. London brannte schon in diesem Jahr; Paris könnte folgen. Zunächst könnet Sarkozy im nächsten Jahr abgewählt werden und dann ist auch das – halbwegs - eingespielte Tandem „Markozy“ beendet. Aber was kommt dann? Es entsteht gerade ein neuer Thriller „the day after.“

    Noch ist der Euro relativ stabil. Wenn aber keiner mehr an die eigene Währung glaubt – noch ist es gottlos noch nicht soweit - dann gibt es entweder einen Bankenrun wie unlängst im Lettland, wo ein Twittergerüchte, die Swedbank sei Pleite, zu einem Sturm auf die Bankautomaten führte, oder es gibt eine Hyper-Inflation. Beides ist ab dem Jahr 2013 (oder später) möglich. Im nächsten Jahr noch nicht, da wir dann alle noch an den Weihnachtsmann glauben und durch Politiker-Schönreden und gemeinsame Verabredungen auch mit dem Medien eine Illusion aufrecht erhalten bleibt. So durfte im Jahr 2009 das Wort Währungsreform nicht gedruckt werden, da es sonst Panik auslösen würde. Insofern ist es besser, dass wir erwachsene Börsianer noch eine Zeitlang an den Weihnachtsmann glauben, damit es noch einen geordneten Rückzug (wohin?) geben kann. Auch in Griechenland spielt man auf Zeit, glaubt noch an den Weihnachtsmann und damit an eine geordnete Insolvenz – nur wie? Italien geht es ähnlich.

    Den Rating-Agenturen kommt dann die unangenehme Aufgabe zu, der Bevölkerung und auch den Politikern zu erklären, dass es gar keinen Weihnachtsmann gibt. Sie sind aber nicht schuld daran, da es keinen Weihnachtsmann gibt. Allerdings erhalten sie in den USA und in Großbritannien aus Eigeninteressen den Schein aufrecht, dass es einen Weihnachtsmann doch gibt, schließlich hat ihn der allgegenwärtige „Gott“ Coca Cola auch erfunden. Den Weihnachtsmann hätte aber auch Politiker erfunden haben können

    Wenn dann alle erkennen, dass es keinen Weihnachtsmann gibt, ist man zunächst als erwachsenes Kind ratlos, Aber auch dann geht das Leben weiter und vielleicht sogar besser als zuvor.

    Fazit: Wir brauchen wieder mehr vertrauens- und glaubwürdige, ehrenhafte verantwortungsbewusste Politiker, Banker und Manager mit glaubhaften und vertrauenswürdigen Konzepten, also echte ehrenhafte Hamburger Kaufleute, und wir brauchen mehr gelebte Solidarität unter den Bürgern – nicht nur zur Weihnachtszeit ! -, sonst wird es mit der Börse, der Marktwirtschaft und der Demokratie weiter bergab gehen. Wir stehen heute schon vor dem Abgrund, aber morgen sind wir schon einen Schritt weiter…!

    Wie sollen Sie sich als Anleger in diesen unsicheren Zeiten jetzt aufstellen? Möglichst breit! Ich rate weiter zu dem Multi-Asset Managementansatz, also zu effizientes Handelssystemen also auch über neuronale Netze, die auch bei fallenden Kursen profitieren), Gold/Silber (auch in Trading-Bereich, denn auch Gold/Silber können jetzt fallen), Hedging-Strategien, Immobilien, NPL-Fonds, ausgewählte Private-Equity Fonds (Indien/China), ausgewählte Unternehmensanleihen und selektiv auch Emerging-Market-Aktien (mehr im Trading-Bereich). Wenn Sie diese Assetklassen und/ oder das Seminar „Erfolgreiche Anlage-Strategien in Krisenzeiten“ interessiert, dann melden Sie sich bitte jetzt bei der ESI GmbH, Jüthornstr. 88, 22043 Hamburg, Tel 040/6570883, email: info@eaststock.de.

    Wie Sie sich jetzt konkret verhalten sollen und auch welche Aktien in Osteuropa aussichtsreich sind, können Sie nachlesen, wenn Sie jetzt ein Probe Abo- des Börsenbriefes EAST STOCK TRNDS (3 Ausgaben per e-mail für nur 15 €) unter www.eaststock.de bestellen. Dort können Sie auch einen ausführlichen Rück- und Ausblick nachlesen mit konkreten Empfehlungen.

    Da die Märkte sehr volatil sind, sollten Sie im Moment mehr trading-orientiert agieren. Eine sonst fast obligatorische Jahresend- oder anfangsrallye ist nicht sicher. Welche Aktien Sie jetzt kaufen oder verkaufen sollten, können Sie der täglich aktualisierten Ostbörsen-Hotline 09001-8614001 (1,86 €/Min) entnehmen. Verpassen Sie jetzt die guten Trading-Chancen nicht!

    TV+Radio-Hinweise. Beim letzten TV-Interview am 23. November 2011 im DAF (www.anleger-fernsehen.de) wurde im Börsentalk mit Dr. Jünemann von Männicke auch ein neuer Vorschlag zur Rettung des Euros unterbreitet. Die letzten TV- und Radio-Interviews von Andreas Männicke im September 2011 im DAF, NTV/Telebörse und Deutsche Welle (auf Russisch) können Sie jetzt unter www.eastsstock.de, dort unter der Rubrik „Interviews“ runterladen.

    Mein letzter Tipp: Schenken Sie zur Weihnachtszeit das kostbarste, was es auf der Welt gibt: Ihre Zeit und üben Sie schon einmal im engsten Familienkreis so etwas wie Solidarität und Harmonie. Wenn das jedem gelingt, wäre die Welt reichlich beschenkt. Dann gibt es vielleicht doch den Weihnachtsmann!

    Was sind Ihre Wünsche und guten Vorsätze für das nächste Jahr und wie sehen Sie das nächste Jahr? Werden Sie wieder aktiver (nicht nur an der Börse) und interaktiver und schreiben Sie mir Ihre Weihnachtsgeschichte.

    I´m dreaming of a white Christmas and a better world in 2012. In diesem Sinne frohe, besinnliche, harmonische, stressfreie und friedvolle Weihnachten Ihr Andreas Männicke

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14.01.12 Rating-Keule verunsichert Anleger
30.12.11 Die guten Vorsätze für 2012
22.12.11 Herrscht bei Ihnen auch Anlagenotstand oder sogar die Krise (in der Kasse)?
16.12.11 Christmas Special: Wer glaubt noch an den Weihnachtsmann?
30.11.11 Kurseuphorie an den Weltbörsen: Notenbanken als letzter Retter in der Not?

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