Ostbörsen im Fokus (siehe auch www.eaststock.de)

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Interview- und Termin-Hinweise

Andreas Männicke wurde am 4. September 2017 von Börsen Radio Network über die neuen Chancen an den Börsen in Osteuropa befragt.

Andreas Männicke wurde am 19. Juli 2017 von Börsen Radio Networks über die neuen Outperformance-Chancen in Osteuropa, aber auch die Russsland-Connection von Trump befragt.

Andreas Männicke wurde am 7. Juni 2017 in Börsen Radio Networks über die mutmaßlichen russischen Hackerattacken in den USA und in Katar und die Auswikungen auf die russische Börse befragt.

Andreas Männicke wird anläßlich der OPEC-Konferenz am 24. Mai 2017 um 18.15 Uhr in N24 über Russland befragt.

Andreas Männicke wurde am 17. Mai 2017 zusammen mit Kemal Bagci von der BNP Paribas von Friedhelm Tilgen in NT/Telebörse über die Chancen von Rohstoffen und Rohstoffaktien in Russland befragt. Sie können das Interview jetzt unter www.eaststock.de, dort unter der Rubrik "Intreviews" abrufen.

Andreas Männicke wurde am 18. Mai 2017 von Antje Erhard im Aktionärs TV über die Outperformer in Osteuropa befragt. Sie können sich das Inteview jetzt unter www.eaststock.de, dort unter der Rubrik "Interviews" runtreladen.

Andreas Männicke wurde am 19. April 2017 von Börsen Radio Networks über die Auswirkungen der geopolitshchen Risiken auf Osteuropa befragt.

Andreas Männicke wurde vom Businessinsider am 31. März 2017 über die Chancen in Russland und in Osteuropa befragt.

Ab Oktober 2013 können Sie unter Eingabe von "EastStockTV" bei www.youtube.de die aktuellen Kommentare von Andreas Männicke zu den Aussichten an den Welt- und Ostbörsen kostenlos abrufen. Abonnieren Sie einfach den Kanal bei www.youtube.de.

Ab Mai 2014 können mit Herrn Männicke über www.go.guidants.com auch interaktiv in Kontakt treten und Fragen zu den Ostbörsen stellen.

Verpassen Sie die Outperformancechancen in Osteuropa nicht und bestellen Sie jetzt den monatlich erscheinenden Börsenbrief EAST STOCK TRENDS unter www.eaststock.de. Ein Probe-Abo (3 Ausgaben kosten nur 15 €). Die beiden Muster-Depots erzielten seit Februar 2009 eine Performance von über 320% im Muster-Depot 1 (konservativer Osteuropa-Basket) bzw. über 350% im Muster-Depot 2 (spekulativer Osteuropa-Basket, das sind über 40% p.a. seit 2009. In den neuen Muster-Depots ab 2015 wude eine Performance von über 130% bzw über 80% erzielt. Das neue "goldige" Muster-Depot erreichte immerhin ein Plus von 66% ab 2016.

Im neuen monatlich ercheinenden Börsenbrief THE BIG PICTURE werden die globalen Anlagestrategien für Aktien-Indices, Rohstoffe und Währungen besprochen. Auch hier kostet ein Probe-Abo (3 Ausgaben per E-mail) nur 15 €.

Zudem können Sie sich alle bisherigen TV-Inteviews von Andreas Männicke in diesem Jahr runterladen unter den Links der Rubrik "Interviews".

  • Trump gegen Kim – gibt es nun einen (Atom-)Krieg?

    Donnerstag, 10. August 2017 12:26:00


    Zwei machtbesessene und unberechenbare Persönlichkeiten treffen mit Trump um Kim Jong-Un aufeinander. Die „Kriegsrethorik“ zwischen dem amerikanischen Präsidenten Trump und dem nordkoreanischen Präsidenten Kim Jong-Un nehmen zu und damit auch das schon oft bekannte Säbelgerassel zwischen den USA und Nord-Korea.



    Trump hat daher schon beim Syrien-Krieg gezeigt, dass er schnell bereit ist, durch einen Präventivschlag ein Zeichen zu setzen, nur kann das diesmal anders ausgehen. In dem Konflikt involviert wären dan...

    Abonnieren Sie jetzt kostenlos den Andreas Männicke Newsletter, um den vollständigen Inhalt per E-Mail zu erhalten.

  • Automobilbranche in der Vertrauenskrise – wo bleibt die Moral der Manager?

    Montag, 31. Juli 2017 12:51:00

    +++Automobilkonzerne unter Druck+++großer Vertrauensverlust bei Kunden und Anlegern+++DAX deutlich schwächer+++Wall Street auf Allzeit-Hoch+++8 Börsen aus Osteuropa können weiterhin outperformen+++Moskauer Börse schwach+++Öl und Gold erholt+++Hanse als Vorbild: es mangelt an „hanseatischen Tugenden“!+++neues US-Sanktionsgesetz gegen Russland ist für Europa ein „Desaster“+++

    Die deutsche Automobilbranche schlittert von einer Krise in die nächste. Erst war es nur VW mit der Manipulation der Software für das Abgas bei Diesel-Autos; jetzt betrifft es gleich mehrere Automobil-Konzerne. Hinzukommen die angeblichen kartellmäßigen Absprachen, die nun die Kartellbehörde auf den Plan ruft. Dabei stehen alle Automobilkonzerne vor großen Herausforderungen beim Bau von Elektroautos. Wer hier nicht rechtzeitig umschaltet, verliert die Zukunft. Damit gerät ein wichtiger Wirtschaftszweig für Deutschland in Gefahr, ins Abseits zu geraten, womit in Zukunft viele Arbeitsplätze verbunden sind.

    Nach den Skandalen der Deutschen Bank AG gerät also nun einer weitere wichtige Branche in Misskredit, die aber die Stütze der deutschen Wirtschaft ist. Der Ruf nach mehr Ethik und Moral ist nun auch – hoffentlich - bei den Vorstandsetagen angekommen. Hanseatische Tugendenden wie Vertrauen, Ehrlichkeit, Redlichkeit, Glaubwürdigkeit, Fairness und Transparenz sind jetzt gefragt, um der Krise Herr zu werden. Der DAX reagierte vergangene Woche mit starken Kursverlusten auf die Vertrauenskrise im Automobilsektor, während die Wall Street neue Allzeit-Hoch erreichte.

    Banken-Krise + Euro-Krise + Automobil-Krise = Mangel an hanseatischen Tugenden

    Erst die Banken-Krise, dann Euro-Krise, jetzt die Automobil-Krise. Dabei steht das wichtigste Wirtschaftsgut auf dem Spiel und das heißt Vertrauen. Die deutsche Wirtschaft boomt zwar noch – der der IFO-Geschäftsklima-Index erreichte jüngst ein neues Allzeit-Hoch -; aber wie nachhaltig dies ist, ist die große Frage. Es bedarf gerade jetzt erhöhter Anstrengungen, um das Vertrauen wiederzugewinnen. Ich fordere schon lange mehr Ethik und Moral bei Managern und Politikern, was in Form von Ethik-Kommissionen auf Vorstandsebene – aber auch beim Aufsichtsrat - angesiedelt werden sollte. Gefragt sind jetzt hanseatische Tugenden wie Vertrauen, Glaubwürdigkeit, Ehrlichkeit, Redlichkeit, Fairness und Transparenz.

    Früher galt unter den Hanseaten ein Handschlag, der einen Vertrag ersetzt und es galt das gesprochene Wort. Jetzt leben wir in einer Zeit der übertriebenen Egoismen á la Trump, der Täuschung, des Betrugs und der Korruption. Das neue US-Sanktionsgesetz gegen Russland, das auch europäische Energie-Konzerne betrifft, ist ein beredtes Beispiel für die Durchsetzung von egoistischen und einseitigen Wirtschaftsinteressen. In der Medienwelt gibt es Fake News oder allzu einseitige, tendenzöse Berichterstattungen. Auch hier mangelt es oft an hanseatischen Tugenden und Leitbildern. Aber auch Politiker drehen sich oft im Winde, nur um die Wählergunst zu erheischen nach dem Motto: „Was kümmert mich das Geschwätz von gestern?“.

    So kommt Unmut und Verdruss bei der Bevölkerung auf, aber auch bei betroffenen Kunden und den Anlegern, die sich zu Recht getäuscht und betrogen fühlen. Hier muss jetzt etwas radikal - also von der Wurzel ausgehend - ändern. Die Revitalisierung der Leitbilder eines „ehrbaren Kaufmanns“ des Hanseatischen Wirtschaftverbundes, die eine lange jahrhundertlange Tradition bei der Hanse haben, ist jetzt aktueller und dringlicher denn je.

    Ungerechtfertigte Bereicherung durch zu hohe Boni

    Die Manager der Deutschen Bank AG haben zwar – mehr oder weniger - freiwillig nach dem Desaster der Vorjahre auf 38 Mio. € an Boni verzichtet, aber es wurden immer noch viel zu viele und auch zu hohe Boni ausgezahlt. Ähnliches Eingeständnis wäre jetzt auch von Managern der Automobil-Konzern erforderlich, die aufgrund der hohen Gewinne immer noch zu den Spitzenverdienern unter allen Top-Manager gehören. Die Boni bei solchen Skandal-Unternehmen sind in die Rubik „ungerechtfertigte Bereicherung“ anzusiedeln.

    DAX korrigiert, aber Wall Street weiter mit neuem Allzeit-Hoch

    Insbesondere aufgrund der schwachen Performance der deutschen Automobilunternehmen kam auch der deutsche Aktienindex DAX unter Druck. Der DAX schloss am Freitag bei 12.180 Indexpunkten mit 0,29 Prozent im Minus und war im Hoch am 20. Juni noch bei fast 12.900 Indexpunkten, während der Dow Jones Industrial Index (DJI) sogar am Freitag ein neues Allzeit-Hoch mit 21.830 Indexpunkten erreichte. Auch Gold erholte sich um 0,8 Prozent auf 1268 US-Dollar/Unze, wobei der Goldpreis in 1 Jahr immer noch um 6,2 Prozent nachgab und in 5 Jahren sogar um 22 Prozent. Gold ist also nicht bei jeder Krise ein „sicherer Hafen“, hat aber jetzt Erholungspotential.

    Kurse bei deutschen Automobil-Konzerne brechen auf breiter Front ein

    Dabei waren in der vergangenen Woche besonders die Kurse der Automobil-Konzerne wie Daimler, BMW, VW und Porsche unter Druck. So gab der Kurs von Daimler in den letzten 10 Tagen um fast 10 Prozent von 65 auf unter 60 € nach und der von BMW von 84 auf unter 78 €. Dabei verdienen beide Unternehmen noch gutes Geld und wachsen vor allem in China. BMW hat beim Bau von Elektroautos, was die Zukunft ist, die Nase vorn. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von jeweils etwa 7 und einer Dividendenrendite von jeweils 5 bis 6 Prozent sind die Aktien jetzt günstig bewertet. Auch der Kurs von VW brach in den letzten 10 Tagen von 145 auf 132 €, nachdem es bei der Tochter Porsche auch zu einem weiteren Abgas-Software-Skandal kam. Der Kurs von Porsche fiel in den letzten 10 Tagen von über 53 auf unter 43 €. VW hat ein KGV von 6 und eine Dividendenrendite von 2,3 Prozent und Porsche hat ein KGV von 4,3 und eine Dividendenrendite von 3 Prozent. Hier ergeben sich auf niedrigerem Niveau demnächst auch wieder Einstiegschancen.

    Tesla als neuer Hoffungswert steigt gegen den fallenden Trend

    Der Kurs von Tesla stieg hingegen in den letzten 10 Tagen von 275 auf 285 € leicht an, nachdem der Kurs aber zuvor Ende Juni/Anfang Juli von 340 auf 280 € einbrach. Hier ist aber nach wie vor zu viel Zukunftsfantasie eingepreist, denn nun dürfte auch die deutsche Automobilindustrie allmählich aufwachen. Dass Tesla im Juni bei Kursen von über 300 € mehr wert war als BMW, halte ich nach wie vor für übertrieben. Tesla hat jetzt eine Börsenkapitalisierung von 46,89 Milliarden € und BMW von 46,76 Milliarden €. Dabei erzielt BMW aber hohe Gewinne, während Tesla immer noch hohe Buchverluste macht. Dies sind aber auch Zukunftsinvestitionen und wir werden sehen, wer in einigen Jahren die Nase beim Bau von Elektroautos vorn hat. Aber Telsa macht schon vor, was die deutschen Automobil-Konzerne jetzt nachholen müssen, nämlich mehr Investitionen in die Elektro-Mobilität.

    Gab es ein Auto-Kartell?

    Durch die Vorwürfe von kartellmäßigen Absprachen könnten die Kurse zwar noch weiter fallen, dann bieten sich aber auch schon wieder günstige Einstiegschancen. Krisen sind auch oft Chancen für Anleger, wenn sie nicht dauerhafter Natur sind. Es gilt also zu hoffen, dass die Automobilindustrie aus den gemachten Fehlern lernt und dann auch alle Kraft aufwendet, um das Zukunftsprojekt Elektro-Mobilität tatkräftig anzugehen, denn davon wird auch die Überlebensfähigkeit der deutschen Automobilindustrie und damit dem wichtigsten Wirtschaftszweig in Deutschland in Zukunft abhängen. Dabei geht es auch um den Kampf der leistungsfähigsten Batterie. Wer die besitzt, wird die Nase in Zukunft vorn haben, wobei es aber auch noch an der optimalen Infrastruktur für Elektro-Autos mangelt.

    Börsen aus Osteuropa können weiterhin outperformen

    Wesentlich besser schnitten seit Jahresbeginn einige Börsen aus Osteuropa ab. So kommen die zwei am besten performenden Börsen der Welt aus Osteuropa, nämlich aus Lettland und Kasachstan mit einem Plus von jeweils über 30 Prozent bei den Aktienindices, wenn man von Venezuela einmal absieht. Aber auch Börsenindices aus der Türkei, Österreich, Bulgarien, Polen, Estland, Litauen, Rumänien und Slowenien können den DAX und auch den DJI klar outperformen. In den letzten Wochen tendierten die Aktien aber auch nur noch seitwärts. Der CECE-Index - ein Kunstprodukt der Wiener Börse mit Aktien aus Polen, Ungarn und Tschechien - stabilisierte sich bei 1758 Indexpunkten, was immer noch ein Plus von 28,6 Prozent in einem Jahr ist.

    Moskauer Börse weiter unter Druck

    Russische Aktien bleiben wegen der „Kremlingate“ und dem neuen US-Sanktionsgesetz gegen Russland hingegen unter Druck, obwohl sich der Brentölpreis wieder auf 52 US-Dollar/Barrel erholen konnte. Der russische RTS-Aktien-Index gab am Freitag (in US-Dollar) um weitere 1,6 Prozent auf 1011 Indexpunkte nach. Putin veranlasste jetzt die Ausweisung von 700 amerikanischen Diplomaten wegen dem neuen nun auch vom Kongress verabschiedeten US-Sanktionsgesetz, das Trump wohl demnächst unterschreiben wird, das aber auch die europäischen Energie-Konzerne schädigen könnte. Auch hier mangelt es offensichtlich beidseitig an hanseatischen Tugenden, denn der „kalte Krieg“ geht zwischen den USA und Russland in die nächste Runde. Das neue Zauberwort heißt Kooperation statt Konfrontation, aber das müssen wohl auch noch einige Politiker in den USA lernen, die offensichtlich lieber einen offenen Wirtschaftskrieg haben wollen und sich damit ganz „unhanseatisch“ verhalten.

    Erst informieren, dann investieren.

    Informieren Sie sich jetzt auch ausführlich über die Hintergründe und die Entwicklung der Ukraine/Russland-Krise, aber auch das zukünftige Erholungspotential der unterbewerteten Aktien aus Osteuropa. Auch in Kasachstan und der Ukraine gibt es neue Chancen. So konnten sich einige ukrainische Agraraktien seit 2016 im Kurs schon mehr als verdoppeln. Gute Chancen gibt es aber auch in Zentralosteuropa wie in Polen (+25 Prozent).

    Bestellen Sie jetzt auch ein Probe-Abo (3 Ausgaben per Email für nur 15 €) des monatlich erscheinenden Börsenbriefs EAST STOCK TRENDS (EST) mit einem weiteren Ukraine/Russland-Special mit vielen Hintergrund-Informationen und neuen Anlage-Vorschlägen wie mit der "Aktie des Monats“ und lukrativen Zertifikaten unter www.eaststock.de, dort unter Börsenbrief. Der letzte EST erschien am 20. Juli 2017 mit der Vorstellung von einer aussichtsreichen Öl- und Gasaktie aus Russland als neue „Aktie des Monats“. Die letzten 3 „Aktien den Monats“ Aeroflot, Global Trans (aus Russland) und Olainfarm (aus Lettland) konnten jeweils schon um über 15 Prozent in 1 Monat im Kurs zulegen, was selektiv die großen Chancen in Osteuropa aufzeigt.

    Das goldige „Muster-Depot“ des EST aus dem Jahr 2016 liegt auch nach der Korrektur noch 41 Prozent im Plus und die Goldaktie Highland Gold Mining um über 100 Prozent seit 2016. Die Muster-Depots aus dem Jahr 2015 liegen mit 120 Prozent, 57 Prozent und 166 Prozent trotz des jetzt schwachen Gesamtmarktes in Russland ebenfalls immer noch kräftig im Plus, wobei die Muster-Depot-Aktien Aeroflot seit 2015 sogar um über 500 Prozent zulegen konnte, aber auch die Sberbank mit über 200 Prozent. Die vorletzte „Aktie es Monats“ Qiwi – die PayPal aus Russland - konnten in 2 Monaten bereits um 11 Prozent zulegen, obwohl der russische Gesamtmarkt kräftig nachgab. Aber auch die letzten „Aktien des Monats“ Aeroflot, Global Trans und Olainfarm konnten in 1 Monat jeweils um über 15 Prozent zulegen. Waren Sie dabei?

    Neu für Trader oder Investoren, die wissen wollen, wie Sie ihr Kapital schützen können, ist der monatlich erscheinende Börsenbrief THE BIG PICTURE (TBP) mit der Analyse der Weltbörsen-Indices, der Rohstoffe und Devisen für nur 80 € im Jahr (per E-Mail für 12 Ausgaben) bestellbar bei der ESI GmbH (www.eaststock.de, Tel 040/6570883, Fax: 040/6570884).

    Interview-Hinweise: Da letzte Radio-Interview war am 19. Juli 2017 in Börsen Radio Networks über die Outperformancechancen in Osteuropa. Sie können sich die Interviews jetzt bei www.eaststock.de, dort unter der Rubrik „Interviews“ runterladen, ebenso wie das gleichnamige EastStockTV-Video, Folge 137.

    Diskutieren Sie jetzt auch mit Herrn Männicke interaktiv unter http://go.guidants.com/de#c/Andreas_Maennicke

  • Drohen jetzt neue Wirtschaftskriege oder sogar ein Börsen-Crash?

    Sonntag, 23. Juli 2017 21:18:00

    Die USA wollen noch vor der Sommerpause im Kongress ein neues Sanktionsgesetz gegen Russland beschließen, das aber auch europäische Unternehmen beim Bau der Nordischen Pipeline betreffen und beeinträchtigen könnte. Der vom US-Senat initiierte Gesetzentwurf wird u.a. mit der Wahlbeeinflussung durch russische Hacker im US-Wahlkampf begründet, die aber noch nicht erwiesen ist. Zudem hat Trump im Sommer ein "Kremlingate", also ein Amtsenthebungsverfahren durch seine mögliche "Russland-Connection" zu befürchten.

    Deutsche Politiker sind erstmals, gegen das neue US-Sanktionsgesetz, obwohl auch die EU die Sanktionen gegen Russland aufgrund der geringen Fortschritte beim Minsk 2-Prozess gegen Russland verlängert haben. Gegen den Iran wurden seitens der USA die Sanktionen bereits verschärft. Aber auch Deutschland droht nun dem türkischen Präsidenten Erdogan mit Wirtschaftssanktionen. Dabei spielen Politiker Gott und belasten die Wirtschaftsbeziehungen. Der DAX reagierte bereits mit deutlichen Kursverlusten. Gold und Silber konnte sich leicht erholen. 7 Börsen aus Osteuropa bleiben aber die Outperformer, die den DAX in der Performance klar schlagen konnten. Es melden sich aber immer mehr Crash-Propheten zu Wort.

    Neues US-Sanktionsgesetz gegen Russland sorgt für Wirbel

    Noch vor der Sommerpause soll das vom US-Senat imitierte US-Sanktionsgesetz im US-Kongress gegen Russland beschlossen werden. Dabei sollen aber auch europäische Unternehmen bestraft werden können, die sich beim Bau der Nordischen Pipeline beteiligen. Dahinter stecken wiederum amerikanische Wirtschaftsinteressen, die in Zukunft auch Flüssiggas im großen Stil nach Europa exportieren wollen. Begründet wird das neue US-Sanktionsgesetz zwar wiederum mit der Annexion der Krim, dem Einfluss Russlands in der Ost-Ukraine und der der möglichen Beeinflussung des US-Wahlkampfes. Aber in Wirklichkeit stecken auch handfeste Wirtschaftsinteressen dahinter, die dazu dienen Amerika groß und Europa und hier insbesondere Russland klein zu machen. Zum ersten Mal gab es auch offene Kritik von Angela Merkel gegen das geplante US-Sanktionsgesetz, da es sich auch gegen europäische Unternehmen richtet.

    „Russophobie“ im US-Senat

    Es scheint zudem, dass der US-Senat ein wahre „Russophobie“ hat und nichts unterlässt, um auch Russland wirtschaftlich zu schaden. Das neue US-Sanktionsgesetz gehört daher auch in die Rubrik Wirtschaftskrieg, den Europa nun auch mit den USA befürchtet. Die USA haben aber auch schon relativ grundlos die Sanktionen gegen den Iran verschärft. Alles dies ist ganz im Sinne der Trump-Politik, dem aber auch viele US-Kongressabgeordnete folgen. Zudem halten sich die USA auch militärische Optionen beim Nord-Korea-.Konflikt offen.

    „Kremlingate“ ante portas

    Dennoch muss Trump im Sommer nun ein von einem Demokraten offiziell beantragtes Amtsenthebungsverfahren über sich ergehen lassen wegen des Verdachts auf Landesverrats im Rahmen seiner „Russland-Connection“ während des Wahlkampfes und der Wahlbeeinflussung durch russische Hacker. Dabei werden nun auch die E-Mail-Konten der Söhne von Trump verschärft untersucht, nachdem dort Russlandkontakte während des Wahlkampes nachgewiesen werden konnten.

    Trump brachte schon eine mögliche Begnadigung als Machtinstrument des Präsidenten ins Spiel, wobei es strittig is, ob dieses auch bei den eigenen Söhnen gelten könnte. In jedem Fall könnte Trump durch das sogenannte „Kremlingate“ einiges „Sommertheater ins Haus stehen, was für Unsicherheit auch an den Börsen sorgen könnte. Bisher werden die US-Börsen aber mehr von der gerade laufenden Berichtssaison dominiert, wo vor allem Technologieaktien weiter im Wachstum überzeugen können.

    „Tenbagger“-Chancen an der NASDAQ

    So hat Netflix wegen der hohen Schulden zwar weiterhin einen negativen Cash flow, aber die Wachstumszahlen bei den Neukunden überzeugten noch mehr, so dass der Kurs auf ein neues Allzeit-Hoch von 188 USD-Dollar. Ende 2003 ward das Unternehmen noch bei unter 1 US-Dollar zu haben. Einen ähnlich beeindruckenden Kursanstieg hatten aufgrund der guten Wachstumszahlen auch Amazon, das am 20. Juli noch ein neues Allzeit-Hoch von 1034 USD-Dollar erreichte. Amazon war im Jahr 1997 noch unter 2 US-Dollar und im Jahr 2001 bei etwa über 5 USD-Dollar zu bekommen und stieg seit dem um den Faktor 500 bzw. 200. Aber Apple verzehnfachte den Kurs seit 2003 von 15 auf 150 US-Dollar, wobei hier der Kurs in Wahrheit wesentlich mehr stieg, da es bei 2014 bei einem Kurs von fast 500 USD einen Aktien-Split gab. In Wahrheit stieg der Kurs daher im Faktor über 30 seit 2003. Alphabet (bzw. Google) stieg seit Mitte 2004 von unter 50 auf 1000 US um den Faktor 200! Facebook stieg seit dem Tief im Jahr 2003 von unter 20 auf nunmehr 164 US-Dollar und ist damit auch auf dem besten Wege ein Tenbagger, also Kursverzehnfacher zu werden.

    WANT besser als FANG

    Noch besser als die sogenannten FANG-Aktien, also Facebook, Amazon, Netflix und Google, schnitten in diesem Jahr die sogenannten WANT-Aktien mit den Aktien Wibo, Alibaba, Netease Tencent - mithin die „Chinaböller“ aus China. So ist Amazon zwar in diesem Jahr um 30 Prozent gestiegen, Alibaba aber um fast 70%. Das Internet ist her bei allen Unternehmen der globale Wachstumstreiber. Kritiker warnen aber auch hier von einer neuen Blase und ein Überbewertung. Aber auch der NASDAQ ist noch nahe dem neuen Allzeit-Hoch bei 6387 Indexpunkten, so dass die neuen Spannungen zwischen den USA und Europa auch hier noch keine Auswirkungen hatte.

    Crash-Propheten nehmen zu

    Es gibt jetzt aber immer mehr Crash-Propheten. Neben der Bären Marc Faber und Jim Rogers meldet sich jetzt erneut der Ex-US-Präsidentschaftskandidat Ron Paul zu Wort, der bis Oktober einen Kurszusammenbruch an der Wall Street um 25 Prozent kommen sieht und einen Anstieg des Goldpreises um 50 Prozent. Auch George Soros hält den US-Aktienmarkt für überbewertet. Zudem machen die viele faulen Automobil- und Studentenkredite in den USA Sorgen. In Deutschland droht den deutschen Automobilkonzernen wohlmöglich ein Kartellverfahren der EU wegen unerlaubter Preisabsprachen

    FED spielt mit dem Feuer

    Alle genannten Crash-Propheten machen die FED für die Überbewertung des US-Aktienmarktes verantwortlich. Dabei kündigte die FED jetzt weiter Zinserhöhungen war. Der geplante Rückzug und Weg zur Normalisierung wird aber noch steinig werden, insbesondere wenn de FED im 4. Quartal dem Markt Liquidität entziehen und die Zinsen weiter ansteigen lassen will. Das ist ein Spiel mit dem Feuer. Zunächst wird aber die US-Berichtsaison darüber entscheiden, wie es im Sommer weitergeht. Sowohl eine Sommerflaute als auch eine fortgesetzte Sommerrally und damit neue All-Zeit-Hochs an der Wall Street sind noch möglich.

    Türkei-Konflikt belastet den DAX

    Allerdings zeigten die erneuten Spannungen Deutschlands mit der Türkei mit der Möglichkeit von Wirtschaftssanktionen gegen die Türkei schon am Freitag erste Schleifspuren beim deutschen Aktien-Index DAX, der um 1,57 Prozent auf 1.252 Indexpunkte nachgab. Dadurch fiel auch der Euro-Stoxx um 1,37 Prozent auf 3554 Indexpunkte. Damit stieg der DAX in einem Jahr immerhin noch um 20 Prozent und der Eurostoxx um 17,9 Prozent an während der NASDAQ Comp. Index sogar 25,9 Prozent in 1 Jahr zulegen konnte.

    Gold und Silber leicht erholt

    Gold konnten am Freitag um 0,87 Prozent auf 1255 US-Dollar/Unze und Silber um 1,16 Prozent auf 16,5 US-Dollar/Unze, womit der Goldpreis in Jahr immer noch 4,6 Prozent nachgab und Silber sogar um 15,1 Prozent. In 5 Jahren verlor Gold in US-Dollar sogar über 20 Prozent an Wert und Silber um fast 40 Prozent. Gold war bisher keineswegs der von vielen Goldanlegern erhoffte „sichere Hafen“. Gold und Silber haben aber jetzt Erholungspotential.

    Bitcoins schwanken stark, blieben aber Outperformer

    Bitcoins erholten sich nach dem vorherigen Kurseinbruch um über 30 Prozent wieder von unter 2000 auf über 2300 Euro und bleiben damit auch nach der Korrektur mit einer Kursverdoppelung seit März 2107 die beste Geldanlage der Welt. Es entstehen jetzt aber immer mehr Kryptowährungen wie Etherum und Ripples, die dem Bitcoins Konkurrenz machen werden.

    Die besten Börsen der Welt kommen aus Osteuropa

    Noch wesentlich besser als der DAX und sogar der NASDAQ-Index schnitten in diesem Jahr viele Börsen-Indices aus Osteuropa ab. So kommen, wenn mal einmal von Venezuela absieht, die Börsen aus Lettland mit einem Plus von 35 Prozent und aus Kasachstan mit einem Plus von 31 Prozent die beiden am besten performenden Börsen der Welt. Beide genannten Aktienmärkte sind aber sehr markteng und illiquide.

    8 Osteuropa-Börsen als Outperformer

    Insgesamt zählen damit schon wieder 8 Börsen aus Osteuropa zu den 30 am besten performenden Aktienmärkten der Welt angeführt wie erwähnt von den Aktienmärkten aus Lettland und Kasachstan (jeweils >+30% in 2017), gefolgt von den Aktienmärkten aus Bulgarien (+20,3 Prozent), Polen ( +18,7 Prozent), Estland (+14 Prozent), Rumänien (+11 Prozent), Litauen (+11 Prozent) und Slowenien (+10%). Aber auch der österreichische ATX-Index, der viele Aktien mit starken Osteuropa-Geschäft beinhaltet, stieg schon um 21 Prozent und der türkische ISE 100 Index um 28,7 Prozent – trotz Erdogan. Der CECE-Index, ein Kunstprodukt der Wiener Börse , das die Aktienmärkte aus Ungarn, Polen und Tschechien zusammenfasst, stieg auch bereist um 21 Prozent in diesem Jahr und damit weit mehr als der DAX, wobei hier wieder polnischen Aktien outperformen konnten.

    Ölpreis und „Kremlingate“ belasten den russischen Aktienmarkt

    Der russische Aktienmarkt leidet dagegen weiter unter dem relativ schwachen Ölpreis – der Brentölpreis gab am Freitag schon wieder 2,66 Prozent auf 48,14 US-Dollar nach – und den negativen Trump-Effekt sowie den neuen geplanten US-Sanktionen gegen Russland, wobei die „Kremlingate“, wo Russland aus der Sicht der Amerikaner mal wieder der „böse Bube“ ist, auch Trumps Haltung zu Russland negativ beeinflusste. Dabei gibt es aber viele Vorurteile und auch Vor-Verurteilungen, den Putin streite die Wahlbeeinflussung in den USA nach wie vor ab. Auch das erste direkte Treffen von Putin und Trump beim G 20-Gipfel in Hamburg am 6. Juli führte zu einen Entspannung. Obwohl ein Waffenstillstand in Syrien vereinbart wurde.

    Selektiv aber auch Chancen in Russland

    Daher sank der russische Aktienindex „RTS“ (Russian Trading Index) in US-Dollar um 1,31 Prozent 1024 Indexpunkte, wobei vor allem russischen Öl- und Gasaktien wie Gazprom, LUKoil und Rosneft unter Druck kamen. Zudem war der Rubel in diesem Jahr sehr schwach, so dass es zu hohen Währungsverlusten von über 10 Prozent für ausländische Investoren kam, was im letzten Jahr genau umgekehrt war. Es gab aber auch Aktien, die in diesem Jahr gegen den fallenden Trend steigen konnten wie Google von Russland Yandex mit einem Plus von 35 Prozent, aber auch der Konsumwert X 5 Retail Group und vor allem der Überflieger Aeroflot mit einem Plus von 25 Prozent, obwohl die Aktie seit 2015 schon um fast 500 Prozent anstieg. Bei Aeroflot lockt auch eine Dividendenrendite von übe 10 Prozent wie es überhaupt sehr viele Aktien in Russland gibt mit einer Dividendenrendite von über 5 Prozent.

    Erst informieren, dann investieren.

    Informieren Sie sich jetzt auch ausführlich über die Hintergründe und die Entwicklung der Ukraine/Russland-Krise, aber auch das zukünftige Erholungspotential der unterbewerteten Aktien aus Osteuropa. Auch in Kasachstan und der Ukraine gibt es neue Chancen. So konnten sich einige ukrainische Agraraktien seit 2016 im Kurs schon mehr als verdoppeln. Gute Chancen gibt es aber auch in Zentralosteuropa wie in Polen (+25 Prozent).

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    Das goldige „Muster-Depot“ des EST aus dem Jahr 2106 liegt auch nach der Korrektur noch 41 Prozent im Plus und die die Goldaktie Highland Gold Mining um über 100 Prozent seit 2016. Die Muster-Depots aus dem Jahr 2015 liegen mit 120 Prozent, 57 Prozent und 166 Prozent trotz des jetzt schwachen Gesamtmarktes in Russland ebenfalls immer noch kräftig im Plus, wobei die Muster-Depot-Aktien Aeroflot seit 2015 sogar um über 500 Prozent zulegen konnte, aber auch die Sberbank mit über 200 Prozent. Die vorletzte „Aktie es Monats“ Qiwi – die PayPal aus Russland - konnte in 2 Monat bereits um 11 Prozent zulegen, obwohl der r russische Gesamtmarkt kräftig nachgab. Waren Sie dabei?

    Neu für Trader oder Investoren, die wissen wollen, wie Sie ihr Kapital schützen können, ist der monatlich erscheinende Börsenbrief THE BIG PICTURE (TBP) mit der Analyse der Weltbörsen-Indices, der Rohstoffe und Devisen für nur 80 € im Jahr (per E-Mail für 12 Ausgaben) bestellbar bei der ESI GmbH (www.eaststock.de, Tel 040/6570883, Fax: 040/6570884).

    Interview-Hinweise: Da letzte Radio-Interview war am 19. Juli 2017 in Börsen Radio Networks über die Outperformancechancen in Osteuropa. Sie können sich die Interviews jetzt bei www.eaststock.de, dort unter der Rubrik „Interviews“ runterladen, ebenso wie das gleichnamige EastStockTV-Video, Folge 136.

    Diskutieren Sie jetzt auch mit Herrn Männicke interaktiv unter http://go.guidants.com/de#c/Andreas_Maennicke

  • Neue Bankenpleiten in Südeuropa

    Sonntag, 25. Juni 2017 15:34:00

    Die Europäische Zentralbank (EZB) zog am Freitag nach Börsenschluss die Reißleine bei zwei italienischen Großbanken. Nun muss die italienische Regierung eine tragbare Lösung ausarbeiten und vorschlagen. Zuvor wurde die wesentlich größere Bank Monte die Paschi di Siena (MPS) vom italienischen Staat gerettet. In Spanien wurde die bankrotte Banco Popular für 1 Euro aufgekauft, wobei die nachrangigen Anleihen aber verloren gingen.

    Diese Bankpleiten zeigen deutlich, dass es immer noch eine Bankenkrise in Südeuropa gibt und einigen Banken nur noch am seidenen Faden hängen. Es gibt immer noch uneinbringliche Kredite im Volumen von 900 Mrd. € in Europa. Die EZB muss jetzt aufpassen, dass es zu keinem Bank Run kommt und eine Pleitewelle in Südeuropa vermieden werden kann.

    EZB ordnet die Abwicklung von zwei italienischen Banken an

    Zwei italienische Banken sollen auf Anordnung der EZB, die jetzt der Oberaufseher aller europäischen Banken ist, abgewickelt werden, wobei der Modus vivendi noch nicht ganz klar ist. Es droht der Ausfall von ca. 10 Mrd. € an Krediten, falls der Staat nicht einspringt wie bei der Bank Monte die Paschi di Siena (MPS). Die Pleite von zwei weiteren italienischen Banken, namentlich der Volksbank Banco Popolare de Vincenza und der der Veneto Bank aus dem Nordosten Italiens, zeigt deutlich, dass es vor allem in Italien und Spanien immer noch eine ganze Reihe von kleinen und mittelständischen Betrieben und Privatpersonen gibt, die ihre Kredite nicht bezahlen können. Nun ist die große Frage, ob der Staat wie bei der Bank Monte die Paschi di Siena (MPS) wieder eingreifen wird, obwohl zuvor seitens der EU vorgesehen wurde, dass es einen „Bail out“, also ein Eingreifen des Staates ausgeschlossen werden soll und stattdessen die Aktionäre und Anleihenbesitzer in Anspruch genommen werden sollen, nicht jedoch der Steuerzahler. Das ist aber leichter gesagt als getan, denn es droht im Extremfall ein „Bank Run“ und dann kann es eine Pleitewelle geben, da viele Banken unterkapitalisiert sind. Zudem finden im September Wahlen in Italien statt und da will die Regierung für keine Panik im Finanzsektor sorgen.

    Der Steuerzahler wird wieder zur Kasse gebeten

    Im Fall der Pleite der Banco Popular aus Spanien gab es (noch) keine Bankenkrise in Spanien hernach, da die Bank Santander die Bank für 1 € aufgekauft hat und damit auch 47 Mrd. € an Schulden übernommen hat. Allerdings gingen die nachrangigen Anleihen verloren. Ein ähnliches Szenario ist jetzt auch denkbar. Erforderlich sind etwa 5-6 Mrd. €, die der Staat aber nur gewähren will, wenn die Banken hernach eine gute Geschäfts-Perspektive, also ein plausibles Geschäftsmodell vorschlagen werden wie es bei der Bank Monte die Paschi di Siena (MPS) wohl der Fall war. Mit der möglichen Bildung einer Bad Bank und dem Verkauf der restlichen, gesunden Teile muss letztendlich doch der Steuerzahler wieder einmal aufkommen, obwohl die EU etwas anderes vorsah.

    Die uneinbringlichen Kredite im Südeuropa machen weiter Sorge

    Während die italienischen Banken schon zuvor den Stresstest nicht bestanden und wegen zu geringem Eigenkapital und zu hohen uneinbringlichen Forderungen gefährdet waren, bestand die spanische Banco Popular den Stresstest und ging dann dennoch Pleite, was ein erstes Alarmsignal für alle Banken in Europa sein sollte. Insgesamt gibt es immer noch über 900 Mrd. € „Non-Performing-Loans“, also uneinbringliche Kredite, die in diversen Bankbilanzen schlummern. So manche fragen sich jetzt: „Who´s next?“ - wer ist also der nächste Pleitekandidat im Bankensektor. Auch die HSH Nordbank ist aufgrund der Ausfälle bei den Schiffskrediten scher angeschlagen.

    EZB manipuliert dien Anleihenmarkt

    Durch die Nullzinspolitik der EZB, die in Wahrheit eine Marktmanipulation des Anleihenmarktes darstellt, blieben auch Zinsen für die Staatsanleinen aus Spanien und Italien immer noch sehr gering. Die EZB hat dadurch auch viele Banken in Europa künstlich temporär gerettet. Zwischendurch stieg zwar das Eigenkapital der europäischen Banken seit 2008 im Durchschnitt erheblich, aber viele Banken sind erkennbar noch nicht über den Berg. Dagegen stiegen aber die Target 2 Salden der EZB, also die Forderungen der EZB vor allem gegenüber südeuropäischen Banken auf neue Rekordhöhen. Die Deutsche Bundesbank hatte im März Target 2–Salden im Rekordvolumen von 829 Mrd. €, von denen die meisten in Südeuropa uneinbringlich sind. Dies wird noch zu erheblichen Problemen bei der angestrebten Solidarhaftung führen. Der Deutsche Steuerzahler wird dann wohl irgendwann genauso zur Kasse gebeten wie jetzt der italiensuche Steuerzahler, weil die Federungen unanbringlich sind.

    Durch das Anleihenaufkaufprogramm der EZB werden jetzt immer noch 60 Mrd. € monatlich in den Markt gepumpt, ebenso wie in Japan, während die amerikanische Notenbank FED nicht nur nach und nach die Zinsen erhöhen will, sondern demnächst auch wieder die aufgekauften Anleihen in den Markt geben und damit dem Markt Liquidität entziehen will. Dies wäre aber sehr gefährlich wenn dies zur Unzeit passiert.

    Neben einer neuen Bankenkrise in Italien drohen auch geopolitische Spannungen in Nahen Osten

    Neben einer neuen Bankenkrise in Südeuropa drohen auch einige geopolitische Spannungen wie der USA mit Nord-Korea, wie der USA mit Russland in Syrien und der Ukraine und wie der USA mit dem Iran und Katar, was jederzeit auch eskalieren könnte. Nun haben auch erstmals Kampfjets der israelischen Luftwaffe in Syrien eingegriffen, nachdem zuvor syrische Bomben in Israel landeten, was eine neue Eskalationsstufe darstellt. Aber auch der Abschuss eines syrischen Kampfjets durch die US-Luftwaffe macht Sorgen. Nachdem nun der Ramadan beendet ist und ein Terroranschlag in Mekka knapp vermieden wurde, drohen nun weitere Terroranschläge – auch in Europa.

    G 20 Gipfel im Hamburg als Lackmustest

    Insofern gibt genug Gesprächsstoff beim nächsten G 20-Gipfel am 6./7. Juli in Hamburg, wo der amerikanische Präsident Trump erstmals auf den russischen Präsidenten Putin direkt treffen wird, wobei Trump auch durch ein mögliches „Kremlingate“, also den FBI-Intersuchungen bezüglich seiner Russland-Connection vor und während des Wahlkampes, belastet wird. Es wird aber sehr bedeutsam sein, ob es nun wieder wie beim letzten G 7-Gipfel in Italien heißt „alle gegen einen“ (Trump) oder ob gemeinsame Ziele verfolgt und gelöst werden, was beim Klimawandel und der Flüchtlingsproblematik wohl aber nicht mehr möglich erscheint. Es gibt aber genug andere Problem wie die zu hohe Verschuldung, die Solvenz der Banken und die geopolitischen Problem, die gelöst werden müssen.

    Belastungsfaktoren nehmen an den Börsen nach neuen Allzeit-Hochs zu

    Insofern könnten in den nächsten Wochen die Belastungsfaktoren zunehmen und die Börsen zu einer schon lange erwarteten Korrektur zwingen, die durchaus auch heftig ausfallen kann. In den letzten beiden Wochen erreichten viele Börsen noch neue Jahres-Höchststände, die für den DAX und auch den Dow Jones Industrial-Index sogar neue Allzeit-Hoch bedeuteten. Der DAX schloss am Freitag mit minus 0,33 Prozent nur knapp im Minus bei 12.730 Indexpunkten. Am 20. Juni schnupperte der DAX noch fast an der 13.000-er Marke, was ein neues Allzeit-Hoch bedeutet hätte.

    DAX kurz vor der 13.000-er Marke abgeschmiert

    Auch der Euro Stoxx sank am Freitag nur um 0,31 Prozent auf 3540 Indexpunkte. Damit stieg der DAX schon um 24 Prozent in 1 Jahr und der Euro Stoxx um 18,1 Prozent. Beiden Indices liegen damit seit Jahresbeginn über 10 Prozent im Plus und schnitten damit noch besser ab als der Dow Jones Industrial Index (DJI), der am Freitag fast unverändert zum Vortrag bei mit 21.394 Indexpunkte nahe dem Allzeit-Hoch schloss. Dies bedeutet immerhin ein Plus von 18,8 Prozent in einem Jahr ab. Noch besser schnitt der NASDAQ–Index ab, der in 1 Jahr sogar um 30 Prozent zulegen konnte. Aktien-Investments hatten sich also gelohnt, während der Goldpreis in 1 Jahr um etwa 5 Prozent in Us-Dollar nachgab. Da waren die Hiobsbotschaften der EZB vom Freitag aber noch nicht eingepreist.

    Börsen in Osteuropa können weiterhin outperformen - mit Ausnahme der Moskauer Börse

    Noch besser als der DAX und der DJI schnitten aber viele Börsen aus Osteuropa ab. Der Top-Performer schlecht hin war der Aktienmarkt aus Kasachstan der in diesem Jahr um 25 Prozent und in 1 Jahr sogar um 82 Prozent zulegen konnte, was Anleger mit dem KTX-Zertifikat abbilden können. Aber auch die Aktien aus Bulgarien konnten in dies Jahr um 16 Prozent und in 1 Jahr um 49 Prozent beim SOFIX-Index ansteigen. Rumänische und polnische Aktien stiegen in diesem Jahr auch um 18 bzw. 25 Prozent und damit schon 28 bzw. 30 Prozent in 1 Jahr. Da polnische Aktien auch den CECE-Index – ein Kunstprodukt der Wiener Börse bestehend aus ungarischen, tschechischen und polnischen Aktien - dominieren, stieg auch der CECE-Index schon um 17 Prozent und um 31 Prozent in 1 Jahr.

    Die Moskauer Börse stieg zwar im letzten Jahr um über 50 Prozent, liegt in diesem Jahr aber mit über 20 Prozent im Minus, da der Ölpreis auch um etwa 20 Prozent in diesem Jahr nachgab. Der Brentölpreis fiel aufgrund hoher US-Lagerbestände sogar von 55 auf zuletzt 45 US-Dollar/Barrel und dies obwohl sich die OPEC zuvor auf eine Verlängerung der Fördermengen-Kürzungen einigen konnte. Entscheidend sind am Ölmarkt aber die Terminhändler, die den Ölpreis nach unten drückten.

    Erst informieren, dann investieren.

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    Interview-Hinweise: Das letzte Interview war am 7. Juni 2017 in Börsen Radio Networks über ein mögliches „Kremlingate“. Sie können sich die Interview jetzt bei www.eaststock.de, dort unter der Rubrik „Interviews“ runterladen, ebenso wie das gleichnamige EastStockTV-Video, Folge 135.

    Diskutieren Sie jetzt auch mit Herrn Männicke interaktiv unter http://go.guidants.com/de#c/Andreas_Maennicke .

  • G7 und Trump: Einer gegen alle, alle gegen einen!

    Sonntag, 28. Mai 2017 23:38:00

    Der G7 Gipfel in Taormina (Sizilien/Italien) brachte keine neuen Erkenntnisse, nur dass Trump weiterhin eine sehr eigenwillige Position einnimmt und dass es hinter den Kulissen gewaltig brodelt. Trump wird weiterhin als eine Gefahr für die Weltwirtschaft gesehen. Die einzige Übereinstimmung gibt es bei der Terrorbekämpfung, aber auch hier gibt es Kritik an der Methode. Nach diesem faden Vorgeschmack darf man gespannt sein, wie der nächste G 20 Gipfel am 6./7. Juli Hamburg ausfallen wird.

    Viele Themen sind ungelösten Zeitbombe: Flüchtlingswelle von Afrika nach Europa, Klimaschutz (mit mehr Klimakatastrophen) und zunehmender Protektionismus. Zwei weitere brennende Themen werden auch vor sich hergeschoben: die globale Verschuldungsproblematik (wie raus aus der globalen Schuldenfalle?) und der zunehmende Cyberkrieg, also die zunehmende Verwundbarkeit durch die Digitalisierung.

    Trump blockiert die G7

    Trumps erste Auslandsreise offenbarte in großer Klarheit, was auf die Welt zukommen kann, wenn Trump so fortfährt wie bisher: Mehr Spannungen und mehr Differenzen bei so wichtigen Themen, wie Bekämpfung der Flüchtlingswelle von Afrika nach Europa, mehr Klimaschutz, mehr internationale Zusammenarbeit und mehr Welthandel. Damit blockiert Trump alle relevanten G7-Themen. Dies beschränkt sich jetzt nur noch auf die Terrorbekämpfung, aber auch hier ist die Vorgehensweise der USA strittig.

    Trump hofiert den IS-Unterstützer Saudi-Arabien

    So ist der 100 Milliarden US-Dollar-Waffen-Deal mit Saudi-Arabien genau der falsche Weg, um Frieden im Nahen Osten zu schaffen, auch wenn dadurch Arbeitsplätze in den USA entstehen sollten und die Aktien von Boeing und Lockheed Martin stark ansteigen. Saudi-Arabien ist nach wie vor ein Land, das sehr viel gemeinsam mit dem IS hat und das auch den IS unterstützt. Saudi-Arabien bombardiert nach wie vor Jemen mit amerikanischer Unterstützung, wo Millionen von Menschen jetzt hungern und Tausende Zivilisten sterben. Auch bei der fortlaufenden Bekämpfung des IS durch das irakische Militär sterben in Mossul täglich Hunderte von Zivilsten, über die die Leitmedien kaum berichten.

    Bei der Bekämpfung von Terroristen in Aleppo waren die Russen und die syrischen Armee die „Bösen“, bei der Bekämpfung der IS in Mossul waren die irakische Armee mit Unterstützung von US-Streitkräften die „Guten“ in den Medien. Für die Zivilisten, die dort streben, macht es aber keine Unterschied aus, wer angeblich die „Guten“ und wer die Bösen“ waren, den tot ist tot. Diese Doppelmoral und das zweierlei Maß gibt es leider immer wieder bei der amerikanischen Art der Terrorbekämpfung zu beklagen, aber auch in den Leitmedien.

    Trump schlägt die falschen Mittel zur Terrorbekämpfung vor

    Trump nannte diejenigen, die den Terroranschlag in Manchester verursacht habe, als „Loser“. Die Einteilung in angebliche Gewinner (=-Trump-Anhänger und Trump selbst?) und Verlierer (=Loser) bringt aber keinen Erkenntnisgewinn und ist auch nicht geeignet, das Problem zu lösen. Auch das Beharren auf die jeweilige Erhöhung der Verteidigungsetats auf 2 Prozent des Bruttosozial-Produkts, was Trump auch bei sein NATO-Besuch in Brüssel erneut anmahnte, löst die Problematik nicht an der Wuzel.

    Besser wären mehr Direktinvestitionen in Afrika und Hilfe zu Selbsthilfe

    Die richtige Maßnahme wäre die Erhöhung der Entwicklungshilfe auf 2 Prozent des Bruttosozialprodukts und die Schaffung von Arbeitsplätzen in Afrika durch Investitionen verbunden mit einer klaren Geburtenkontrolle in Afrika, sonst wird der Flüchtlingsstrom aus Afrika nie abnehmen und weitere Tausende im Mittelmeer streben. Sinnvoller wären also mehr Direktinvestitionen in Afrika und mehr Hilfe zur Selbsthilfe.

    Mehr Waffen hätten der Terroranschlag im Manchester nicht verhindern können

    Es ist ein Irrglaube, dass man an den internationalen Terrorismus nur mit mehr modernen Waffen bekämpfen kann. Auch die von Trump geforderte 119 Mrd. USD, die der NATO fehlen, hätte so einen perfiden Anschlag wie Manchester nicht verhindern können, wohl aber bessere Eingangskontrollen. Der internationale Terrorismus ist längst dezentral organisiert, wodurch auch das Internet und vor allem das Darknet sehr hilfreich geworden ist. Diese klare Erkenntnis ist leider noch nicht bis Trump vorgedrungen.

    Cyberkriege und Cyberattacken sind die Gefahren der Zukunft

    Eine westlich größere Gefahr werden in Zukunft terroristische und kriminelle Cyberattacke auf Konzerne, Krankenhäuser, Stromerzeuger, Behörden und der virtuelle Cyber-Krieg zwischen Staaten sein, wobei nicht unbedingt nur Chinesen, Russen und Nord-Korea immer die „Bösen“ sind, denn jeder kann von jedem Teil der Welt Angreifer von Cyber-Attacken fast unerkannt werden. Die letzte großer Hackerattacke „Wannacry“ war mutmaßlich auch nur ein weiterer Versuch, wie verwundbar das Netz ist, dem aber weitere viel größere Attacken folgen werden. Auch die Börsen könnten davon einmal betroffen sein.

    Aufrüstung in Sicherheit auch im Internet ist notwendiger als Aufrüstung mit Waffen

    Die Kehrseite der Digitalisierung ist die digitale Verwundbarkeit und auch hier stehen wir erst am Anfang. Cyberkriege sind wesentlich wirksamere Waffen als Atomwaffen, da sie schwer zu kontrollieren sind. Die Zukunft sind Drohnen, Killerroboter und Cyberkriege. Hoffentlich werden diese brisanten Sicherheitshemen auch beim nächsten G 20 Gipfel mit der notwendigen Ernsthaftigkeit diskutiert. Es wäre sinnvoll, hier viel mehr in die Sicherheit aufzurüsten anstatt in Waffen, die früher oder später auch Zivilsten töten werden und nicht nur die „Bösen“.

    Wer ist „gut“ und wer ist „böse“?

    Trumps Einteilung in „Gut“ und „Böse“, die in den USA schon ein lange Tradition hat und auch schon von Reagan und Bush praktiziert wurden, ist ebenso fragwürdig wie vereinfachend wie Goethe in Faust für Mephisto schon scharfsinnig zum Ausdruck brachte: „Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft." Es is nicht einfach, das Gute und das Böse zu unterschieden und wenn man schon diese allzu vereinfachende Unterscheidung macht, gehört es auch zur Aufgabe, genau und ehrlich zu untersuchen, warum das „Böse“ entstand, wobei die Amerikaner daran mit ihrem völkerrechtswidrigen Irak-Krieg, der einseitigen Bevorteilung einer politisch genehmen Gruppe und vor allem den fatalen „Anti-Terrorbekämpfung“ nur mit Waffengewalt und mit fragwürdigen Drohneneinsätzen, w auch viele Zivilisen starben, nicht ganz schuldlos sind. Daran ändert auch Trumps Papst-Besuch in Rom nichts.

    Dies gilt für den Kampf gegen die Taliban, gegen Al-Kaida, also Bin Laden, und nun gegen die IS. Wenn Trump nun einseitig nur den Iran für den „Bösen“ erklärt und Saud.-Arabien zu den „Guten“, so befindet sich Trump genauso auf dem Holzweg wie viele andere US-Präsidententen zuvor.

    Germany is not so bad!

    Genauso falsch ist es, den deutschen Rekord-Handelsüberschuss von 267 Mrd € zu beklagen und gar mit höheren Zöllen, also Abschottung, versuchen zu bekämpfen, da dadurch eine sehr gefährliche Abwärtsspirale in Gang kommen kann, die dann nicht mehr aufzuhalten wäre. Der hohe Handelsüberschuss Deutschlands kommt halt eben zustande, weil die deutschen Produkte in der ganzen Welt beliebt und oft auch konkurrenzfähiger sind. Trump bezeichnet Deutschland wegen des hohen Handelsbilanzüberschusses als „schlecht“ (bad), was die amerikanischen Produkte nicht besser macht. Aber auch Frankreich und der IWF schlagen hier in die gleiche Kerbe gegen Deutschland, so dass jetzt eine Arbeitsgruppe beim G 7 gebildet wurde, die ermitteln soll, wie man den Welthandel mehr im Gleichgewicht halten kann.

    Freihandel ist gefährdet

    Die zu hohe Verschuldung in Kombination mit Protektionismus kann ganz klar zu einer Weltwirtschaftskrise größten Ausmaßes früher oder später führen. Von daher: Wehret den Anfängen!“ Insofern ist auch der nächste G20 Gipfel in Hamburg am 6./7. Juli von so großer Bedeutung. Schließlich sollte es auch darum gehen, die großen geopolitischen Schlachtfelder in Syrien, Irak, Jemen, Afghanistan und der Ukraine zu befrieden bzw. einen schärfen, auch militärischen Konflikt mit dem Iran und Nord-Korea zu vermeiden, wo sich dann auch China und Russland einmischen könnten. Es geht aber auch darum, Handels- und Währungskriege zu vermeiden, worauf sich der letzte G 20 Gipfel schon einmal einigen konnte. Aber wird dies auch mit Trump gelingen?

    Bringt die Russland-Connection Trump zu Fall?

    Trump steht innenpoltisch wegen der nebulösen Russland-Connection und der Untersuchungen durch das FBI enorm unter Druck, insbesondere nachdem er den FBI-Chef James Comey entlassen hat und angeblich versucht hat, ihn bei seinen Amtshandlungen zu beeinflussen. Angeblich soll Trump nach einen ZDF-Bericht vom 24. Mai aber auch mit der russischen Mafia und russischen Oligarchen wie der Firma Bayrock Group LLC Kontakt haben, die auch seine Immobiliengeschäfte und auch den Bau des Trump-Towers mitfinanziert haben sollen. Dabei soll es sich auch unter anderem um Kontakte zu Felix H. Sater handeln, der wiederum einer kriminellen Vereinigung angehören soll und vorbestraft war. Es geht um Zahlungen von über 100 Mio. US-Dollar von zwielichtigen Gestalten, die auch im Trump-Tower gleich unter dem Penthouse residieren und Trump mit fragwürdigen Immobilienkäufen dienten als Trump kein Geld mehr von US-Banken wegen seiner vorherigen Pleiten bekam.

    Trumps fragwürdige Immobiliengeschäfte mit Russen

    Es gibt angeblich eine lange Liste hochrangiger Figuren des organisierten Verbrechens, die im Trump Tower residierten und mit Trump Geschäfte machten. Nicht nur amerikanische Verbrecher, sondern auch Gangster aus Russland, Kasachstan und der Ukraine. Sie nutzten angeblich den Trump Tower als Zentrum für kriminelle Machenschaften unter anderem Glücksspiel, Prostitution und Drogenhandel", erklärte Scott Horton, ein weltweit gefragter Antikorruptionsexperte gegenüber dem ZDF.

    In der Tat sind die Immobiliengeschäfte in Russland nach dem Wahlsieg von Trump in New York sprunghaft angestiegen. Trump wollte auch angeblich Hotelketten auch in Russland nach dem Modell des Trump-Towers bauen. Hoffentlich wird er nicht versuchen, durch außenpolitisches Säbelgerassel, das er in Saudi-Arabien schon symbolträchtig „praktizierte“, von den innenpolitischen Problemen abzulenken. Auch ob Trump seine geplante Steuerreform im Kongress ohne Gegenfinanzierung durchbekommt, ist zweifelhaft.

    Bitcoins auf Allzeit-Hoch- Aktienmärkte (noch) stabil

    Die Aktienmärkte reagierten bisher erstaunlich gelassen auf die Trump-Affären im In- und Ausland. Der Dow Jones-Industrial-Index blieb sehr stabil nach dem Allzeit-Hoch bei über 21.000 Indexpunkten und der deutsche Aktienindex seit Anfang Mai relativ stabil über 12.500 Indexpunkten. Gold erholte sich zwar seit Mitte Mai leicht von 1220 auf 1260 US-Dollar/Unze. Den größten Kurssprung erst nach oben auf über 2000 US-Dollar, um dann am 26. Mai aber auch um über 10 Prozent nach unten machten. Bitcoins, die immer mehr zum Spekulationsobjekt werden, sind damit aber wesentlich wertvoller geworden als Gold. Nicht wenige warnen aber von einer Bitcoin-Blase, die der Tulpen-Blase in den Niederlanden ähnelt.

    Osteuropabörsen können selektiv outperformen

    Aber auch die Aktienmärkte aus Osteuropa machen mit Ausnahme des russischen Aktienmarktes viel Freude. Sieben Börsen aus Osteuropa zählen schon wieder zu den 30 am besten performenden Aktienmärkten der Welt, wobei hier wiederum besonders die Aktienmärkte aus Polen und Rumänien als Outperformer weiterhin überzeugen. Der CECE-Index (für die Länder Polen, Ungarn, Tschechien, Slowakei) erreichte am 26. Mai erst ein neues Jahres-Hoch von 1790-Indexpunkten, um dann per Saldo um 0,84 Prozent auf 1774 Indexpunkte zu korrigieren. Der CECE-Index stieg schon über 20 Prozent in diesem Jahr und damit weit mehr als der DAX.

    Russischer Aktienmarkt unter Druck – auch wegen Trump

    Der russische Aktienmarkt leidet hingegen weiter unter den relativ schwachen Ölpreisen und auch der Enttäuschung über Trump, der sich vom Putin-Versteher im Wahlkampf zum Falken wandelte. Trump wird auch am 6./7. Juli das erste Mal direkt auf Putin treffen und man darf sehr gespannt sein, wie die beiden im direkten Gespräch miteinander klar kommen.

    Die OPEC konnte sich zwar am 25. Mai offiziell auf eine weitere Verlängerung der Fördermengen-Kürzungen um 9 Monate einigen. Der Brentölpreis fiel dennoch hernach von 54 auf 52 US-Dollar/Barrel, weil sich einige auch eine Erhöhung der Fördermengen-Kürzungen erhofften, die dann aber nicht zustande kam. Im Vorfeld der OPEC-Sitzung stieg aber der Brentölpreis schon von 48 auf 54 US-Dollar/Barrel. Der russische RDX-Index gab am 26. Mai um 1,73 Prozent auf 1232 Indexpunkte nach, wobei hier aber auch die jetzt intensiver zu untersuchende Trump-Russland-Connection eine Rolle spielt und bei den Anlegern für Verunsicherung sorgt.

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    Das neue goldige „Muster-Depot“ des EST liegt bereits 61 Prozent im Plus und die die Goldaktien Highland Gold Mining um über 100 Prozent seit 2016. Die Muster-Depots aus dem Jahr 2015 liegen mit 121 Prozent, 73 Prozent und 211 Prozent ebenfalls kräftig im Plus, wobei die Muster-Depot-Aktien Aeroflot seit 2015 sogar um über 460 Prozent zulegen konnte, aber auch die Sberbank mit über 220 Prozent. Waren Sie dabei?

    Neu für Trader oder Investoren, die wissen wollen, wie Sie ihr Kapital schützen können, ist der monatlich erscheinende Börsenbrief THE BIG PICTURE (TBP) mit der Analyse der Weltbörsen-Indices, der Rohstoffe und Devisen für nur 80 € im Jahr (per E-Mail für 12 Ausgaben) bestellbar bei der ESI GmbH (www.eaststock.de, Tel 040/6570883, Fax: 040/6570884).

    Interview-Hinweise: Die letzten TV-Interviews waren am 17. Mai 2017 in NTV/Telebörse und am 18. Mai 2017 im „Aktionärs TV“. Sie können sich die Interview jetzt bei www.eaststock.de, dort unter der Rubrik „Interviews“ runterladen, ebenso wie das gleichnamige EastStockTV-Video, Folge 133.

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31.07.17 Automobilbranche in der Vertrauenskrise – wo bleibt die Moral der Manager?
23.07.17 Drohen jetzt neue Wirtschaftskriege oder sogar ein Börsen-Crash?
25.06.17 Neue Bankenpleiten in Südeuropa
28.05.17 G7 und Trump: Einer gegen alle, alle gegen einen!
08.05.17 Vive la France, aber nach der Wahl ist vor der Wahl

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